Eigenschaften                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         Ne 3s2 3p1 13 Al Periodensystem Allgemein Name, Symbol, Ordnungszahl Aluminium, Al, 13 Serie Metalle Gruppe, Periode, Block 13, 3, p Aussehen silbrig CAS-Nummer 7429-90-5 Massenanteil an der Erdhülle 7,57 %[1] Atomar [2] Atommasse 26,981538 u Atomradius (berechnet) 125 (118) pm Kovalenter Radius 121 pm Van-der-Waals-Radius 184[3] pm Elektronenkonfiguration Ne 3s2 3p1 Elektronen pro Energieniveau 2, 8, 3 1. Ionisierungsenergie 577,5 kJ/mol 2. Ionisierungsenergie 1816,7 kJ/mol 3. Ionisierungsenergie 2744,8 kJ/mol Physikalisch [2] Aggregatzustand fest Kristallstruktur kubisch flächenzentriert Dichte 2,7 g/cm3 Mohshärte 2,75 Magnetismus paramagnetisch (χm = 2,1 · 10−5)[4] Schmelzpunkt 933,47 K (660,32 °C) Siedepunkt 2740 K (2467[5] °C) Molares Volumen 10,00 · 10−6 m3/mol Verdampfungswärme 293 kJ/mol Schmelzwärme 10,7 kJ/mol Schallgeschwindigkeit 5100 m/s bei 293,15 K Spezifische Wärmekapazität 897[1] J/(kg · K) Elektrische Leitfähigkeit 37,7 · 106 A/(V · m) Wärmeleitfähigkeit 235 W/(m · K) Mechanisch [2] E-Modul 70 GPa[6] Poissonzahl 0,34[7] Chemisch [2] Oxidationszustände 1, 2, 3 Oxide (Basizität) Al2O3 (amphoter) Normalpotential −1,676 V (Al3+ + 3e− → Al) Elektronegativität 1,61 (Pauling-Skala) Isotope Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP 25Al {syn.} 7,183 s ε 4,277 25Mg 26Al in Spuren 7,17 · 105 a ε 4,004 26Mg 27Al 100 % Stabil 28Al {syn.} 2,2414 min β− 4,642 28Si 29Al {syn.} 6,56 min β− 3,680 29Si Weitere Isotope siehe Liste der Isotope NMR-Eigenschaften   Spin γ in rad·T−1·s−1 E fL bei B = 4,7 T in MHz 27Al 5/2 6,976 · 107 Sicherheitshinweise Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I [8] Pulver Leicht- entzündlich (F) R- und S-Sätze R: 15-17 (nicht stabilisiert) R: 10-15 (phlegmatisiert) S: (2)-7/8-43 Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Aluminium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Al und der Ordnungszahl 13. Die Bezeichnung leitet sich vom lateinischen Wort alumen für Alaun ab. Im Periodensystem gehört Aluminium zur dritten Hauptgruppe oder Borgruppe, die früher auch als Gruppe der Erdmetalle bezeichnet wurde. Aluminium ist das dritthäufigste Element und häufigste Metall in der Erdkruste. Dort tritt es wegen seiner Reaktionsfreudigkeit fast nur in chemisch gebundenem Zustand auf. Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Vorkommen 3 Gewinnung 4 Eigenschaften 4.1 Physikalische Eigenschaften 4.2 Chemische Eigenschaften 5 Verwendung 5.1 Konstruktionswerkstoff 5.2 Elektrotechnik 5.3 Elektronik 5.4 Verpackung und Behälter 5.5 Optik und Lichttechnik 5.6 Weitere Anwendungen 5.7 Verarbeitungsverfahren 6 Aluminium in Natur und Organismen 6.1 Tiere 6.2 Pflanzen 6.3 In Lebensmitteln 7 Aspekte des Umweltschutzes 8 Nachweis 8.1 Nachweis mittels Kryolithprobe 8.2 Nachweis als fluoreszierender Morinfarblack 9 Aluminiumlegierungen 10 Verbindungen 11 Siehe auch 12 Literatur 13 Weblinks 14 Einzelnachweise // Bearbeiten Geschichte Der englische Chemiker Sir Humphry Davy Aluminium ist im Vergleich zu anderen Metallen noch nicht lange bekannt. Erst im Jahre 1808 beschrieb es Sir Humphry Davy als „Aluminum“ und versuchte seine Herstellung. Die gelang erstmalig Hans Christian Ørsted 1825 durch Reaktion von Aluminiumchlorid (AlCl3) mit Kaliumamalgam, wobei Kalium als Reduktionsmittel dient:[9] Wöhler verwendete 1827 die gleiche Methode, nahm zur Reduktion jedoch metallisches Kalium und erhielt damit ein reineres Aluminium. Zu jener Zeit war der Preis von Aluminium höher als der von Gold. Henri Etienne Sainte-Claire Deville verfeinerte den Wöhler-Prozess im Jahr 1846 und publizierte ihn 1859 in einem Buch. Dadurch fiel der Aluminiumpreis innerhalb von zehn Jahren um 90 Prozent. 1886 wurde unabhängig voneinander durch Charles Martin Hall und Paul Héroult das jetzt nach ihnen benannte Elektrolyseverfahren zur Herstellung von Aluminium entwickelt: der Hall-Héroult-Prozess. Im Jahr 1889 wurde das Verfahren durch Carl Josef Bayer weiter verbessert. Aluminium wird noch heute nach diesem Prinzip großtechnisch hergestellt. Zu dieser Zeit stand das Metall in solchem Ansehen, dass man daraus gefertigte Metallsschiffe durchaus auf den Namen Aluminia taufte. Bearbeiten Vorkommen Aluminium ist mit einem Anteil von 7,57 Gewichtsprozent nach Sauerstoff und Silicium das dritthäufigste Element der Erdkruste und damit das häufigste Metall. In der Natur tritt es gediegen, das heißt elementar meist in Form von körnigen bis massigen Aggregaten auf, kann in seltenen Fällen aber auch tafelige Kristalle bis etwa einen Zentimeter Größe entwickeln.[10] Von der International Mineralogical Association (IMA) ist es daher in der Mineralsystematik nach Strunz unter der System-Nummer 1.AA.05 beziehungsweise veraltet unter I/A.03-05 als Mineral anerkannt. Gediegenes Aluminium konnte bisher (Stand: 2010) an rund 20 Fundorten nachgewiesen werden: In Aserbaidschan, Bulgarien, China (Guangdong, Guizhou und Tibet), Italien, Russland (Ostsibirien, Ural) und in Usbekistan. Auch auf dem Mond ist gediegen Aluminium gefunden worden.[11] Die größte Menge befindet sich allerdings chemisch gebunden in Form von Alumosilicaten, wo es in der Kristallstruktur die Position von Silicium in Sauerstoff-Tetraedern einnimmt. Diese Silikate sind zum Beispiel Bestandteil von Ton, Gneis und Granit. Seltener wird Aluminiumoxid in Form des Minerals Korund und seiner Varietäten Rubin (rot) und Saphir (farblos, verschiedenfarbig) gefunden. Die Farben dieser Kristalle beruhen auf Beimengungen anderer Metalloxide. Korund hat mit fast 53 Prozent den höchsten Aluminiumanteil in der Verbindung. Einen ähnlich hohen Aluminiumanteil haben die noch selteneren Minerale Akdalait (~51 %) und Diaoyudaoit (~50 %). Insgesamt sind bisher (Stand: 2010) 1156 aluminiumhaltige Minerale bekannt.[12] Das einzige wirtschaftlich wichtige Ausgangsmaterial für die Aluminiumproduktion ist Bauxit. Vorkommen befinden sich in Südfrankreich (Les Baux), Guinea, Bosnien und Herzegowina, Ungarn, Russland, Indien, Jamaika, Australien, Brasilien und den Vereinigten Staaten. Bauxit enthält ungefähr 60 Prozent Aluminiumhydroxid (Al(OH)3 und AlO(OH)), etwa 30 Prozent Eisenoxid (Fe2O3) und Siliziumdioxid (SiO2). Bei der Herstellung unterscheidet man Primäraluminium auch Hüttenaluminium genannt, das aus Bauxit gewonnen wird und Sekundäraluminium aus Aluminiumschrott. Die Wiederverwertung verbraucht dabei nur etwa fünf Prozent Energie gegenüber der Primärgewinnung. Bearbeiten Gewinnung Die industrielle Erzeugung wurde durch den Pariser Universitätsprofessor Louis Jacques Thénard veranlasst. Zeitliche Entwicklung der weltweiten Primäraluminiumproduktion Da Aluminium aus den Alumosilikaten aufgrund der Bindungsverhältnisse praktisch nicht isoliert werden kann, ist eine wirtschaftliche großtechnische Gewinnung von metallischem Aluminium nur aus Bauxit möglich. Das in diesem Erz enthaltene Aluminiumoxid/-hydroxid-Gemisch wird zunächst mit Natronlauge aufgeschlossen (Bayer-Verfahren), um es von Fremdbestandteilen wie Eisen- und Siliziumoxid zu befreien und wird dann überwiegend in Wirbelschichtanlagen (aber auch in Drehrohröfen) zu Aluminiumoxid (Al2O3) gebrannt. Der sogenannte trockene Aufschluss (Deville-Verfahren) hat dagegen keine Bedeutung mehr. Beim trockenen Aufschluss wird feinstgemahlenes Bauxit zunächst ungereinigt zusammen mit Soda und Koks in Drehrohröfen bei rund 1200 °C kalziniert, und das entstehende Natrium-Aluminat erst anschließend mit Natronlauge gelöst. Die Herstellung von Aluminium erfolgt ausschließlich durch Schmelzflusselektrolyse von Aluminiumoxid nach dem Kryolith-Tonerde-Verfahren (Hall-Héroult-Prozess). Dafür wird das Aluminiumoxid zur Herabsetzung des Schmelzpunktes in einer Kryolithschmelze aufgelöst. Der Prozess ist aufgrund der hohen Bindungsenergie des Aluminiums und seiner Dreiwertigkeit recht energieaufwändig. Der Energieeinsatz liegt bei 12,9–17,7 kWh pro produziertem Kilogramm Roh-Aluminium.[13][14] Bei der Elektrolyse entsteht an der den Boden des Gefäßes bildenden Kathode Aluminium und an der Anode Sauerstoff, der mit dem Graphit (Kohlenstoff) der Anode zu Kohlendioxid und Kohlenstoffmonoxid reagiert. Die Graphitblöcke, welche die Anode bilden, brennen wegen des im Prozess entstehenden Sauerstoffs langsam ab und werden von Zeit zu Zeit ersetzt. Die Graphit-Kathode (Gefäßboden) ist gegenüber dem Aluminium inert. Das sich am Boden sammelnde flüssige Aluminium wird mit einem Saugrohr abgesaugt. Die Aluminiumherstellung ist nur in der Nähe preiswert zur Verfügung stehender Elektroenergie (z. B. bei Wasserkraftwerken) wirtschaftlich. Bauxit-Produktion in Tausend Tonnen (2008)[15] Land Förderung Reserven Vorratsbasis Australien Australien 63.000 5.800.000 7.900.000 China Volksrepublik China 32.000 700.000 2.300.000 Indien Indien 20.000 770.000 1.400.000 Guinea Guinea 18.000 7.400.000 8.600.000 Jamaika Jamaika 15.000 2.000.000 2.500.000 Bearbeiten Eigenschaften Hochreines Aluminium (99,99 %), makrogeätzt Bearbeiten Physikalische Eigenschaften Aluminium ist ein relativ weiches und zähes Metall, die Zugfestigkeit von purem Aluminium liegt bei 49 MPa, die von seinen Legierungen bei 300 bis 700 MPa. Sein Elastizitätsmodul liegt je nach Legierung bei etwa 70.000 MPa. Es ist dehnbar und kann durch Auswalzen zu dünner Folie verarbeitet werden. Sogenannte Aluminium-Knetlegierungen lassen sich auch bei niedrigen Temperaturen gut umformen, biegen, pressen und schmieden. Durch Kaltumformen entstandene Spannungen können durch Weichglühen (bis 250 °C) beseitigt werden. Auch Duraluminium ist bei dieser Temperatur verformbar. Legierungen mit einem bis drei Prozent Magnesium oder Silizium lassen sich gut gießen (Aluminium-Druckguss) und spanabhebend bearbeiten. Bei einer Sprungtemperatur von 1,2 K wird reines Aluminium supraleitend. Der Schmelzpunkt liegt bei 660,4 °C und der Siedepunkt bei 2467 °C. Die Dichte von 2,7 g/cm3 bei Aluminium zeigt den Typus als Leichtmetall deutlich. Bearbeiten Chemische Eigenschaften Geätzte Oberfläche eines hochreinen (99,9998 %) Aluminium-Barrens, Größe 55×37 mm Das reine Leichtmetall Aluminium hat aufgrund einer sich sehr schnell an der Luft bildenden dünnen Oxidschicht ein stumpfes, silbergraues Aussehen. Diese passivierende Oxidschicht macht reines Aluminium bei pH-Werten von 4-9 sehr korrosionsbeständig, sie erreicht eine Dicke von etwa 0,05 µm.[16] Diese Oxidschicht schützt auch vor weiterer Oxidation, ist aber bei der elektrischen Kontaktierung und beim Schweißen hinderlich. Sie kann durch elektrische Oxidation (Eloxieren) oder auf chemischem Weg verstärkt werden. Die Oxidschicht kann mittels Komplexbildungsreaktionen aufgelöst werden. Einen außerordentlich stabilen und wasserlöslichen Neutralkomplex geht Aluminium in neutraler chloridischer Lösung ein. Folgende Reaktionsgleichung veranschaulicht den Vorgang: Dies geschieht vorzugsweise an Stellen, wo die Oxidschicht des Aluminiums bereits geschädigt ist. Es kommt dort durch Bildung von Löchern zur Lochfraßkorrosion. Kann die chloridische Lösung dann an die freie Metalloberfläche treten, so laufen andere Reaktionen ab. Aluminium-Atome können unter Komplexierung oxidiert werden: Liegen in der Lösung Ionen edlerer Metalle vor, so werden sie reduziert und am Aluminium abgeschieden. Auf diesem Prinzip beruht die Reduktion von Silberionen, die auf der Oberfläche von angelaufenem Silber als Silbersulfid vorliegen, hin zu Silber. Aluminium reagiert heftig mit wässriger Natriumhydroxidlösung unter Bildung von Wasserstoff. Diese Reaktion wird in chemischen Rohrreinigungsmitteln ausgenutzt. Die Reaktion von Al mit NaOH läuft folgendermaßen ab: 1. Schritt: Reaktion mit Wasser Hier schließt sich im Normalfall die Trocknung der Oberfläche an, die eine Umwandlung des Hydroxids zum Oxid zur Folge hat: Dies passiert jedoch nicht bei der Reaktion von Aluminium in wässriger Natronlauge. 2. Schritt: Komplexierung den Hydroxids zu Natriumaluminat durch den zweiten Schritt wird das gallertartige Hydroxid wasserlöslich und kann von der Metalloberfläche abtransportiert werden. Dadurch ist die Aluminiumoberfläche nicht mehr vor dem weiteren Angriff des Wassers geschützt und Schritt 1 läuft wieder ab. Mit dieser Methode lassen sich - im Vergleich zur Reaktion von Aluminium mit Säuren - pro Mol Al dreimal so große Wasserstoffmengen herstellen, da nur ein Mol NaOH pro Mol Aluminium benötigt wird. Für die gleich Menge Wasserstoff müsste man beispielsweise 3 Mol HCl einsetzen. Mit Brom reagiert Aluminium bei Zimmertemperatur unter Flammenerscheinung. Hierbei ist zu beachten, dass das entstehende Aluminiumbromid mit Wasser unter Bildung von Aluminiumhydroxid und Bromwasserstoffsäure reagiert. Mit Quecksilber bildet Aluminium ein Amalgam. Wenn Quecksilber direkt mit Aluminium zusammenkommt (d. h. wenn die Aluminiumoxidschicht an dieser Stelle mechanisch zerstört wird), frisst das Quecksilber Löcher in das Aluminium; unter Wasser wächst dann darüber Aluminiumoxid in Gestalt eines kleinen Blumenkohls. Mit Salzsäure reagiert Aluminium auch sehr heftig unter Wasserstoffentwicklung, von Schwefelsäure wird es langsam aufgelöst. In Salpetersäure wird es passiviert. Bearbeiten Verwendung In den letzten Jahren kam es zu einem deutlichen Preisanstieg von Aluminium am Weltmarkt (Stand Juli 2010: ca. 2000 Euro pro Tonne bei einer Reinheit von 99,7 %).[17] Bearbeiten Konstruktionswerkstoff typisches Druckguss-Teil aus einer Aluminiumlegierung (Teil eines Staubsaugergebläses) Durch seine geringe Dichte wird Aluminium gern dort verwendet, wo es auf die Masse ankommt, die zum Beispiel bei Transportmitteln zum geringeren Treibstoffverbrauch beiträgt, vor allem in der Luft- und Raumfahrt. Auch im Fahrzeugbau gewann es aus diesem Grund an Bedeutung; hier standen früher der hohe Materialpreis, die schlechtere Schweißbarkeit sowie die problematische Dauerbruchfestigkeit und die Verformungseigenschaften bei Unfällen (geringes Energieaufnahmevermögen in der sogenannten Knautschzone) im Wege. In Legierungen mit Magnesium, Silicium und anderen Metallen werden Festigkeiten erreicht, die denen von Stahl nur wenig nachstehen. Daher ist die Verwendung von Aluminium zur Gewichtsreduzierung überall dort angebracht, wo Materialkosten eine untergeordnete Rolle spielen. Insbesondere im Flugzeugbau und in der Weltraumtechnik ist Aluminium und Duraluminium weit verbreitet. Der größte Teil der Struktur heutiger Verkehrsflugzeuge wird aus Aluminiumblechen verschiedener Stärken und Legierungen genietet. Jedoch wird Aluminium bei den neusten Modellen (Boeing 787, Airbus A350) größtenteils durch den noch leichteren kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff (CFK) verdrängt. Aluminium lässt sich durch Strangpressen in komplizierte Profile formen, hierin liegt ein großer Vorteil bei der Fertigung von Hohlprofilen (Automatisierungstechnik, Messebau), Kühlkörperprofilen oder in der Antennentechnik. Mit Aluminium werden Heizelemente von Bügeleisen und Kaffeemaschinen umpresst. Aluminium-Gussteile können durch Druckguss in komplizierten Formen gefertigt werden, die spanende Nachbearbeitung ist gut möglich. Bevor es gelang, Zinkblech durch Titanzusatz als so genanntes Titanzink verarbeitbar zu machen, wurde Aluminiumblech für Fassaden- und Dachelemente sowie Dachrinnen eingesetzt. Bearbeiten Elektrotechnik Aluminium-Umguss am Käfigläufer-Blechpaket (zylindrisches Teil in der Mitte) eines Spaltpolmotors. Die Aluminium-Käfigstäbe verlaufen im Inneren. An den Stirnseiten sind zusätzlich Lüfterflügel mitgegossen. Obere Wicklung und Lagerschalen des Motors sind entfernt. Aluminium ist ein guter elektrischer Leiter: Aluminium leitet Strom je Gramm Masse besser als Kupfer, ist aber voluminöser als dieses, so dass Kupfer je Quadratzentimeter Leitungsquerschnitt Strom besser leitet als Aluminium. Weil Kupfer reaktionsträger und die Verarbeitung weniger problematisch als bei Aluminium ist, wird meistens Kupfer verwendet und Aluminium nur, wenn es auf das Gewicht ankommt. Aluminium wird insbesondere dann als Leitermaterial für elektrischen Strom im Stromnetz verwendet, wenn es sich um starre und dicke Leitungen handelt (Stromschienen, Erdkabel). Hier bietet es Kostenvorteile gegenüber Kupfer. Beim Kontaktieren ist aber problematisch, dass Aluminium unter dem Druck der Kontaktierung zum Kriechen neigt und sich an Luft spontan mit einer Oxidschicht (Selbstpassivierung) überzieht, die vor der Kontaktierung beseitigt werden muss. Daher fand Aluminium nur vorübergehend ab ca. 1960 Anwendung als Leitermaterial in Gebäudeinstallationen – aufgrund ungeeigneter Klemmen kam es zu Ausfällen und sogar Bränden aufgrund sich lösender Kontakte. Crimpverbindungen mit passenden Hülsen und Werkzeugen sind jedoch sicher. Als Zwischenlage zwischen Kupfer und Aluminium können Verbindungsstücke aus Cupal die Kontaktprobleme vermeiden. Vorübergehend gab es für Hausinstallationen so genannte Alcu-Kabel, bei diesen sollte eine Verkupferung der Aluminiumadern zu besserer Kontaktgabe führen – das Kriechen beim hohen Kontaktdruck einer Schraubklemme konnte jedoch auch dadurch nicht beseitigt werden. Hervorzuheben ist das geringe Absinken der spezifischen elektrischen Leitfähigkeit von Aluminium bei Zusatz von Legierungsbestandteilen, wohingegen Kupfer bei Verunreinigungen eine stark absinkende Leitfähigkeit zeigt. Aluminium wird daher nicht nur zu Stromschienen in Umspannwerken, sondern auch zu stromführenden Gussteilen verarbeitet. Aluminium wird auch in Überlandleitungen (Freileitungen) als eines von mehreren Leitungsmaterialien verwendet – die geringe Dichte ist hier ausschlaggebend. Kupferleitungen mit der gleichen Leitfähigkeit hätten zwar einen geringeren Querschnitt, jedoch etwa die doppelte Masse. Aus dem gleichen Grund werden im Airbus A380 ebenfalls Aluminiumkabel verwendet. Für Oberleitungen ist es dagegen aufgrund seiner schlechten Kontakt- und Gleiteigenschaften ungeeignet. Aluminium wird zur Fertigung von Kurzschlussläufern von Asynchronmotoren verwendet, indem deren Blechpakete umgossen werden. Bearbeiten Elektronik Aluminium als Leitermaterial für Bonddrähte und Metallisierung in einem Bipolartransistor Die Elektronikindustrie setzt Aluminium aufgrund der guten Verarbeitbarkeit und der guten elektrischen Leitfähigkeit und Wärmeleitfähigkeit ein. Bonddrähte (Verbindungsdrähte zwischen Chip und Gehäuseanschluss) bestehen insbesondere bei Leistungshalbleitern aus Aluminium. Die Leiterbahnen integrierter Schaltkreise und von Leistungshalbleitern bestehen oft ebenfalls aus Aluminium. Wegen seiner hohen Wärmeleitfähigkeit wird Aluminium als Werkstoff für Wärmeübertrager (Kühler), stranggepresste Kühlprofile und wärmeableitende Grundplatten verwendet (bei höherwertigen Kühlern wird allerdings wegen der höheren Wärmeleitfähigkeit Kupfer eingesetzt). Aluminium-Elektrolytkondensatoren verbauen Aluminium als Elektrodenmaterial und Gehäusewerkstoff. Aluminium wird zur Herstellung von Antennen und Hohlleitern verwendet. Bearbeiten Verpackung und Behälter Eine klassische italienische Espressokanne aus Aluminium. In der Verpackungsindustrie wird Aluminium zu Getränke- und Konservendosen sowie zu Aluminiumfolie verarbeitet. Dabei macht man sich die Eigenschaft der absoluten Barrierewirkung gegenüber Sauerstoff, Licht und anderen Umwelteinflüssen bei gleichzeitig relativ geringem Gewicht zunutze, um Lebensmittel zu schützen. Dünne Folien werden in Stärken von 6 Mikrometer hergestellt und dann zumeist in Verbundsystemen eingesetzt, beispielsweise in Tetrapacks. Kuntstofffolien können durch Bedampfen mit Aluminium mit einer dünnen Schicht versehen werden, welche dann eine hohe (aber nicht vollständige) Barrierefunktion aufweist. Aus Aluminium werden auch Kochtöpfe und andere Küchengeräte, wie die klassische italienische Espressokanne, sowie Reise- und Militär-Geschirr hergestellt. Die Aufbewahrung und Zubereitung von säurehaltigen Lebensmitteln in Aluminiumbehältern beziehungsweise -folie ist problematisch, da es dabei lösliche Aluminiumsalze bildet, die mit der Nahrung aufgenommen werden. Aluminiumschichten in Verpackungsmitteln werden daher häufig durch eine Kunststoffschicht geschützt. Aluminium wird für eine Vielzahl von Behältern und Gehäusen verarbeitet, da es sich gut durch Umformen bearbeiten lässt. Gegenstände aus Aluminium werden häufig durch eine Eloxalschicht vor Oxidation und Abrieb geschützt. Bearbeiten Optik und Lichttechnik Reflexionsgrad von Aluminium (blau, Al) im Vergleich zu Gold (rot, Au) und Silber (grau, Ag) Aluminium wird aufgrund seines hohen Reflexionsgrades als Spiegelbeschichtung von Oberflächenspiegeln, unter anderem in Scannern, Kraftfahrzeug-Scheinwerfern und Spiegelreflexkameras eingesetzt. Es reflektiert im Gegensatz zu Silber auch Ultraviolettstrahlung. Aluminium-Spiegelschichten werden meist durch eine Schutzschicht vor Korrosion und Kratzern geschützt. Bearbeiten Weitere Anwendungen 3 Aluminium-Kursmünzen aus Vietnam, um 1970, Motiv: Reispflanze Farbig eloxiert ist es Bestandteil vieler Dekorationsmaterialien wie Flitter, Geschenkbänder und Lametta. In Pulverform (Partikelgröße < 500 µm) ist Aluminium vor allem dann, wenn es nicht phlegmatisiert ist, aufgrund seiner großen Oberfläche sehr reaktiv. Aluminium reagiert dann mit Wasser unter Abgabe von Wasserstoff zu Aluminiumoxid. Aluminiumpulver und Aluminiumpasten werden auch zur Herstellung von Porenbeton eingesetzt. Aluminiumpulver wird als Pigment für Farben (Silber- oder Goldbronze) verwendet. Ebenso ist es für die stark exotherme (bis zu 2500 °C) Thermit-Reaktion beim aluminothermischen Schweißen, mit Hilfe von Eisen(III)-oxid, unerlässlich. Nicht phlegmatisierter Aluminiumstaub ist sehr gefährlich und entzündet sich bei Luftkontakt explosionsartig von selbst. Mischungen aus Aluminiumstaub und Luft sind stark explosiv. Feinstes, nicht phlegmatisiertes Aluminiumpulver wird auch als Pyroschliff bezeichnet. In der Raketentechnik besteht der Treibstoff von Feststoffraketen zu maximal 30 Prozent aus Aluminiumpulver, das bei seiner Verbrennung viel Energie freisetzt.[18] Aluminium ist der gebräuchlichste Brennstoff in Feuerwerken (s. a. Pyrotechnik), wo es je nach Körnung und Mischung für farbige Effekte sorgt. Zur Beschichtung von Oberflächen wird es beim Aluminieren verwendet. Aluminiumchlorid findet aufgrund seiner stark adstringierenden Wirkung Verwendung als Antitranspirant, wobei die dermale Aufnahme vernachlässigbar gering ist. Aluminiumhydroxid ist Bestandteil einiger Antacida. Die Resorptionsquote aus diesen Präparaten liegt bei ungefähr einem Prozent. Bearbeiten Verarbeitungsverfahren Aluminium wird meist legiert verwendet. Es gibt eine Vielzahl von Legierungen, die entweder gute Verformbarkeit oder gute Gießbarkeit und spanende Bearbeitbarkeit zeigen. Aluminium wird durch Gießen beziehungsweise Umformen in Aluminiumgießereien nach folgenden Gießverfahren verarbeitet: Sandguss Strangguss Druckguss bzw. Aluminiumdruckguss Feinguss Kokillenguss (gegebenenfalls mit Sandkern) Bandguss Sprühkompaktieren Hierbei werden Verfahren unterschieden, die der Herstellung (fast) fertiger Bauteile dienen (z. B. Sandguss, Druckguss, Feinguss) und solchen, die Rohmaterial für die Weiterverarbeitung zu Halbzeug wie Blechen und Strangpressprofilen liefern (z. B. Strangguss). Sprühkompaktieren und Bandguss nehmen eine Sonderstellung ein. Die Herstellung von Halbzeug oder Bauteilen geschieht aus Vormaterial wie etwa Walzbarren, Blech oder Ronden durch Umformen: Strangpressen Walzen Schmieden Floatforming (Fließpressen) Tiefziehen Rollen Cobapress Die spanende Bearbeitung birgt die Gefahr einer Aufbauschneide und erfordert spezielle Kühlschmiermittel. Aluminium kann daher auch nur mit speziellen Schleifscheiben geschliffen werden. Insbesondere die Bearbeitung von eloxierten Werkstücken erfordert harte Werkzeuge, um Verschleiß durch die harte Eloxalschicht zu vermeiden. Bearbeiten Aluminium in Natur und Organismen Aluminium ist eines der wenigen reichlich vorhandenen Elemente, die anscheinend von Lebewesen nicht genutzt werden. Bearbeiten Tiere Obwohl Aluminium das häufigste Metall der Erdkruste ist, gibt es in Säugetieren keine aluminiumabhängigen Reaktionen, es ist also nicht essentiell. Im menschlichen Körper befinden sich durchschnittlich etwa 35 bis 50 Milligramm Aluminium.[19][20] Diese verteilen sich zu ungefähr 50 Prozent auf das Lungengewebe, zu 25 Prozent auf die Weichteile und zu weiteren 25 Prozent auf die Knochen. Aluminium ist damit als Spurenelement ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Jedoch kommt ihm nach heutiger Kenntnis keine biologische Bedeutung zu. Gesunde Menschen scheiden Aluminium nach Einnahme relativ hoher Dosen (1 bis 4 Gramm pro Tag) problemlos über die Niere aus. Aufgrund dieser Toxikokinetik ist es verständlich, dass Aluminiumvergiftungen nur bei eingeschränkter Nierenfunktion auftreten. Die drei wichtigsten toxischen Wirkungen sind Anämie (weil es dieselben Speichereiweiße wie Eisen besetzt), Osteopathie (Arthritis) und Enzephalopathie (Gedächtnis- und Sprachstörungen, Antriebslosigkeit und Aggressivität). Laut neuesten Untersuchungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) besteht kein Zusammenhang zwischen der Aluminiumaufnahme aus Lebensmittelbedarfsgegenständen und der Alzheimer-Krankheit.[21] Einige Prozent der Bevölkerung reagieren auf Aluminium allergisch – sie erleiden Ausschläge in jeder möglichen Form durch Verwenden von Antitranspirationsprodukten, Verdauungsstörungen und Unfähigkeit, Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen, die in Aluminiumtöpfen gekocht wurde, oder Erbrechen und anderen Vergiftungserscheinungen durch Einnehmen aluminiumhaltiger Medikamente. Bearbeiten Pflanzen Aluminium in Form verschiedener Salze (Phosphate, Silikate) ist Bestandteil vieler Pflanzen und Früchte, denn gelöste Al-Verbindungen werden durch Regen aus den Böden von den Pflanzen aufgenommen, bei Säurebelastung der Böden ist dies vermehrt der Fall. Ein großer Teil des Bodens auf der Welt ist chemisch sauer. Liegt der pH-Wert unter 5,0, werden Al3+-Ionen von den Wurzeln der Pflanzen aufgenommen. Dies ist bei der Hälfte des bebaubaren Lands auf der Welt der Fall. Die Ionen schädigen insbesondere das Wurzelwachstum an den Spitzen der Wurzeln. Die Pflanze, wenn sie nicht Aluminium-tolerant ist, steht dann unter Stress. Zahlreiche Enzyme und signalübertragenden Proteine sind betroffen; die Folgen der Vergiftung sind noch nicht vollständig bekannt. In sauren metallhaltigen Böden ist Al3+ das Ion mit dem größten Potenzial zur Schädigung. Von der Modellpflanze Arabidopsis sind Transgene bekannt, die deren Aluminium-Toleranz heraufsetzen und auch bei Kulturpflanzen sind tolerante Sorten bekannt.[22][23][24][25] Bearbeiten In Lebensmitteln Die meisten Lebensmittel enthalten als Spurenelemente auch Aluminium.[26] Gemüse enthält gewöhnlich 100 bis 400 mg/kg Aluminium, so kommt es je nach Ernährungsgewohnheiten zu einer täglichen Aufnahme von 2 bis 160 Milligramm. Beim Kochen oder Aufbewahren in Aluminiumgeschirr oder in Alufolie kann es (außer bei sauren Lebensmitteln) nur zu einer mittleren Zunahme von 5 bis 30 mg/kg kommen, was als unbedenklich eingestuft wird (Stand 2010). Aluminiumsilikat ist Bestandteil der Lebensmittelfarbe E 173, findet in feinen Backwaren Verwendung und ist in Backpulver, Schmelzkäse, sowie sauer eingelegten Gemüsekonserven enthalten und gegen Verklumpen in Kaffeeweißern, Speisesalz und Gewürzen.[27] Aluminiumhaltige Effekt-Pigmente werden als Nagellack, bei Überzügen von Zuckerwaren und zur Dekoration von Kuchen verwendet. Bei der Untersuchung von Laugengebäck (Brezeln, Stangen, Brötchen) aus Bäckereien wurde Aluminium nachgewiesen, das in das Lebensmittel gelangt, wenn bei der Herstellung von Laugengebäck Aluminiumbleche verwendet werden.[28] Bearbeiten Aspekte des Umweltschutzes Aluminiumschaum Die Herstellung von Aluminium ist sehr energieaufwändig. Allein für die Elektrolyse, die zur Gewinnung eines Kilogrammes Aluminium nötig ist, werden 12,9–17,7 kWh elektrische Energie benötigt.[14] Anschaulich formuliert benötigt die Elektrolyse eines Kilogramms Roh-Aluminium für eine Autofelge so viel Energie wie der Betrieb eines 24-Zoll-LCD-Flachbildschirms (ca. 50 Watt) in einem Monat, wenn er täglich acht Stunden leuchtet. Bei der Stromerzeugung für das eine Kilogramm Aluminium werden im deutschen Kraftwerkspark 8,4 kg CO2 freigesetzt. Es ist aber auch zu bedenken, dass aufgrund des Kostenfaktors Energie die Elektrolyse verstärkt an Orten erfolgt, an denen auf billige, CO2-arme Wasserkraft zurückgegriffen werden kann, wie etwa in Brasilien, Kanada, Venezuela oder Island.[29][30] Diese Werte für Roh-Aluminium erhöhen sich noch durch Transport- und Verarbeitungsanteile für das Wiederaufschmelzen, Gießen, Schleifen, Bohren, Polieren etc., bis ein Konsumgut aus Aluminium entsteht. Durch den Abbau des Erzes Bauxit werden große Flächen in Anspruch genommen, die erst nach einer Rekultivierung wieder nutzbar werden. Bei der Herstellung des Aluminiumoxids nach dem Bayer-Verfahren entsteht pro Kilogramm Aluminium ungefähr 1,5 Kilogramm eisenreicher alkalischer Rotschlamm. Positiv ist hingegen die gute Wiederverwendbarkeit von Aluminium hervorzuheben, wobei die Reststoffe streng getrennt erfasst und gereinigt werden müssen (Aluminiumrecycling). Durch Leichtbau mit Aluminiumwerkstoffen (beispielsweise Aluminiumschaum, Strangpressprofile) wird Masse von beweglichen Teilen und Fahrzeugen gespart, was zur Einsparung von Treibstoff führt. Aluminium ist durch seine Selbstpassivierung korrosionsfester als Eisen und erfordert daher weniger Korrosionsschutzmaßnahmen. Bearbeiten Nachweis Aluminiumsalze weist man durch Glühen mit verdünnter Kobaltnitratlösung auf der Magnesia-Rinne nach. Dabei entsteht das Pigment Thénards Blau (auch Kobaltblau oder Cobaltblau, Dumonts Blau, Coelestinblau, Leithners Blau, Cobaltaluminat). Es ist ein Cobaltaluminiumspinell mit der Formel CoAl2O4. Diese Nachweisreaktion wurde 1795 von Leithner durch Glühen von Aluminiumsulfat und Cobalt(II)-nitrat (Co(NO3)2) entdeckt. Bearbeiten Nachweis mittels Kryolithprobe Die Probelösung wird alkalisch gemacht, um Aluminium als Aluminiumhydroxid Al(OH)3 zu fällen. Der Niederschlag wird abfiltriert und mit einigen Tropfen Phenolphthalein versetzt, dann gewaschen, bis keine Rotfärbung durch Phenolphthalein mehr vorhanden ist. Anschließend festes Natriumfluorid (NaF) auf den Niederschlag streuen: Es bildet sich eine Rotfärbung durch Phenolphthalein, verursacht von freigesetzten Hydroxidionen bei der Bildung von Kryolith Na3[AlF6. Bearbeiten Nachweis als fluoreszierender Morinfarblack Strukturformel der Al(III) Morin Reaktion Die Probe wird mit Salzsäure (HCl) versetzt und eventuell vorhandenes Aluminium somit gelöst. Anschließend wird die Probelösung mit Kaliumhydroxid (KOH) stark alkalisch gemacht. Gibt man nun einige Tropfen der Probelösung zusammen mit der gleichen Menge Morin-Lösung auf eine Tüpfelplatte und säuert anschließend mit konzentrierter Essigsäure (Eisessig, CH3COOH) an, so ist unter UV-Strahlung (λ = 366 nm) eine grüne Fluoreszenz beobachtbar. Der Nachweis ist dann sicher, wenn diese Fluoreszenz bei Zugabe von Salzsäure wieder verschwindet. Grund hierfür ist, dass Al(III) in neutralen sowie essigsauren Lösungen in Verbindung mit Morin eine fluoreszierende kolloidale Suspension bildet. Bearbeiten Aluminiumlegierungen → Hauptartikel: Aluminiumlegierung Aluminium kann im schmelzflüssigen Zustand mit Kupfer, Magnesium, Mangan, Silizium, Eisen, Titan, Beryllium, Lithium, Chrom, Zink, Zirconium und Molybdän legiert werden, um bestimmte Eigenschaften zu fördern oder andere, ungewünschte Eigenschaften zu unterdrücken. Bei den meisten Legierungen ist jedoch die Bildung der schützenden Oxidschicht (Passivierung) stark gestört, wodurch die daraus gefertigten Bauteile teils hochgradig korrosionsgefährdet sind. Nahezu alle hochfesten Aluminiumlegierungen sind von dem Problem betroffen. Es gibt Aluminiumknetlegierungen (AW, englisch wrought), zum Beispiel AlMgMn, und Aluminiumgusslegierungen (AC, englisch cast). Aluminiumgusslegierungen werden zum Beispiel für Leichtmetallfelgen verwendet. Im Allgemeinen werden Aluminiumlegierungen nach dem System der AA (Aluminum Association) bezeichnet: Aluminiumgusslegierungen – Herstellung von Motoren- und Getriebegehäusen. Typische Aluminiumgusslegierungen sind: AlSi, AlSiCu, AlSiMg, AlCuTi, AlMg Aluminiumknetlegierungen – Platten und Bandproduktion durch Warm- und Kaltumformen (Walzen, Strangpressen, Schmieden). Typische „naturharte“ Aluminiumknetlegierungen sind: AlMg, AlMn, AlMgMn, AlSi „Aushärtbare“ Knetlegierungen – Festigkeitssteigerung durch Ausscheidung von Legierungselementen bei einer zusätzlichen Alterungsglühung bei 150 bis 190 °C. Typische „aushärtbare“ Aluminiumknetlegierungen sind: AlMgSi, AlCuMg, AlZnMg, AlZnMgCu. Die erste hochfeste, aushärtbare Aluminiumlegierung AlCuMg bekam 1907 den Markennamen Duraluminium. Bearbeiten Verbindungen Aluminiumoxid Al2O3 (englisch alumina), auch als Tonerde oder Korund bekannt, liegt als weißes Pulver oder in Form sehr harter Kristalle vor. Es ist das Endprodukt des Bayer-Verfahrens und dient in erster Linie als Ausgangsmaterial für die Aluminiumgewinnung (Schmelzflusselektrolyse). Es wird darüber hinaus als Schleif- oder Poliermittel und für Uhrensteine, Ziehsteine und Düsen verwendet. In keramischer Form dient es als Isolierstoff, Konstruktionskeramik, als Substratmaterial für Dickschichtschaltkreise, als Grundplatte von Leistungshalbleitern und in transparenter Form als Entladungsgefäß von Natriumdampf-Hochdrucklampen. Aluminiumhydroxid Al(OH)3 wird ebenfalls nach dem Bayer-Verfahren gewonnen und ist das wichtigste Ausgangsmaterial zur Erzeugung anderer Al-Verbindungen, vor allem für Aluminate. Als reines Produkt wird es als Füllstoff und zum Brandschutz in Kunststoffen und Beschichtungen eingesetzt. Aluminiumchlorid, Polyaluminiumchlorid und Aluminiumsulfat werden vor allem als Flockungsmittel in der Wasseraufbereitung, Abwasserreinigung und der Papierindustrie eingesetzt. Natriumaluminat NaAl(OH)4 wird ebenfalls als Flockungsmittel verwendet und ist weiterhin Rohstoff für die Zeolith-Produktion, Titandioxid-Beschichtung und Calciumaluminatsulfat-Herstellung. Zeolithe (Alumosilikate) als Ionenaustauscher, in Lebensmitteln und in Waschmitteln zur Wasserenthärtung. Alaune (Kaliumaluminiumsulfat, KAl(SO4)2·12H2O). Wegen seiner adstringierenden Wirkung als Rasierstift eingesetzt zum Stillen von kleinen Blutungen. Aluminiumdiacetat, bekannt als essigsaure Tonerde für entzündungshemmende Umschläge. Aluminiumorganische Verbindungen wie etwa Triethylaluminium werden im großtechnischen Maßstab als Katalysatoren in der Polyethylen-Herstellung eingesetzt. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Halbleitertechnik. Hier werden flüchtige Aluminiumalkyle (Trimethylaluminium, Triethylaluminium etc.) als Vorstufen zur CVD (chemical vapor deposition) von Aluminiumoxid verwendet, das man als Isolator und Ersatz für das nicht ausreichend isolierende Siliciumdioxid einsetzt. Bei der Aluminothermie wird Aluminium zur Gewinnung anderer Metalle und Halbmetalle verwendet (siehe auch Thermitverfahren). Aluminiumoxynitrid ist ein transparenter keramischer Werkstoff. Aluminiumnitrid ist ein Konstruktions- und Isolationswerkstoff und zeichnet sich durch sehr hohe Wärmeleitfähigkeit bei Raumtemperatur aus. Außerdem könnte die hohe Bandlücke die Anwendung als Wide-bandgap-Halbleiter ermöglichen. Lithiumaluminiumhydrid (LiAlH4) ist ein starkes Reduktionsmittel, welches weitverbreitet bei der Synthese organischer Verbindungen ist. Phosphate: Aluminiumphosphate sind Aluminiumsalze der Phosphorsäure. Aufgrund der Eigenschaft der Phosphorsäure beziehungsweise des Phosphat-Anions (PO43-), unter bestimmten Bedingungen Wasser abzuspalten und in Folge dessen zu polymersieren, sind verschiedene Aluminiumphosphate bekannt: Aluminiumorthophosphat (AlPO4) Aluminiummetaphosphat (Al(PO3)3) Monoaluminiumphosphat (Al(H2PO4)3) Aluminiumpolyphosphat In der Natur treten Aluminiumphosphate meist in Form von Doppelsalzen auf. Beispiele hierfür sind etwa der Wavelit (Al3(PO4)2(F, OH)3 · 5H2O) oder der Türkis, ein Mischphosphat aus Kupfer und Aluminium/Eisen: Cu(Al,Fe)6(PO4)4(OH)8 · 4 H2O. Unter besonderen Bedingungen tritt Aluminium auch einwertig auf. Diese Verbindungen werden zur Gewinnung von hochreinem Aluminium genutzt (Subhalogeniddestillation). Bearbeiten Siehe auch Liste der größten Aluminiumproduzenten Aluminiumfolie Bearbeiten Literatur Luitgard Marschall: Aluminium. Metall der Moderne. Oekom, München 2008, ISBN 978-3-86581-090-8. Bearbeiten Weblinks  Wiktionary: Aluminium – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen  Commons: Aluminium – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien  Wikibooks: Praktikum Anorganische Chemie/ Aluminium – Lern- und Lehrmaterialien  Wikibooks: Wikijunior Die Elemente/ Elemente/ Aluminium – Lern- und Lehrmaterialien Newsseite des Gesamtverbands der Aluminiumindustrie aluMATTER – ein interaktives E-Learning-Tool über Aluminium Werkstoffkunde, Fertigung und Anwendungen, in vier Sprachen umschaltbar – daher auch gut geeignet als Fachwortlexikon Preis-Entwicklung des Rohstoffs Aluminium seit 1992 Elektrochemische Experimente mit Aluminium Bearbeiten Einzelnachweise ↑ a b Harry H. Binder: Lexikon der chemischen Elemente. S. Hirzel, Stuttgart 1999, ISBN 3-7776-0736-3. ↑ Die Werte für die Eigenschaften (Infobox) sind, wenn nicht anders angegeben, aus www.webelements.com (Aluminium) entnommen. ↑ Manjeera Mantina, Adam C. Chamberlin, Rosendo Valero, Christopher J. Cramer, Donald G. Truhlar: Consistent van der Waals Radii for the Whole Main Group. In: The Journal of Physical Chemistry A. 113, 2009, S. 5806–5812, doi:10.1021/jp8111556. ↑ Weast, Robert C. (ed. in chief): CRC Handbook of Chemistry and Physics. CRC (Chemical Rubber Publishing Company), Boca Raton 1990. Seiten E-129 bis E-145. ISBN 0-8493-0470-9. Werte dort sind auf g/mol bezogen und in cgs-Einheiten angegeben. Der hier angegebene Wert ist der daraus berechnete maßeinheitslose SI-Wert. ↑ Aluminium. In: Römpp Chemie-Lexikon. Thieme, Stuttgart 2009. ↑ Aluminium. In: Baustoffsammlung der Fakultät für Architektur der TU München. ↑ Nicht-Eisen-Metalle. (PDF) ↑ Eintrag zu CAS-Nr. 7429-90-5 im European chemical Substances Information System ESIS ↑ Norman N. Greenwood, Alan Earnshaw: Chemie der Elemente. Wiley-VCH, Weinheim 1988, ISBN 3-527-26169-9. ↑ Aluminium. In: John W. Anthony u. a.: Handbook of Mineralogy. Mineralogical Society of America, 2010 (englisch, PDF, 56,9 kB). ↑ Aluminium bei mindat.org (englisch) ↑ Mineral Species containing Aluminum (Al) auf Webmineral (englisch) ↑ Aluminium und Silizium: von der Lagerstätte bis zur Verwendung. S. 10 (PDF, Seminararbeit). ↑ a b Matthias Dienhart: Ganzheitliche Bilanzierung der Energiebereitstellung für die Aluminiumherstellung. (PDF) Dissertation an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, Juni 2003, S. 7. ↑ World Mine Production, Reserves, and Reserve Base In: U.S. Geological Survey. (englisch, PDF). ↑ Der Technologie-Leitfaden von ELB. In: Eloxalwerk Ludwigsburg. ↑ Primary Aluminium. In: London Metal Exchange. ↑ Bernd Leitenberger: Chemische Raketentreibstoffe Teil 1. In: Bernd Leitenbergers Web Site. ↑ Aluminium im Körper. In: Alu-Scout. ↑ European Aluminium Association (Hrsg.): Aluminium und Gesundheit. 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Gujarat Foils to invest Rs 350 cr in backward integration

Gujarat Foils Ltd (GFL), the Gandhinagar-based aluminium rolled products manufacturer, is planning to set up a backward integration project with an investment of Rs 350 crore. A firm’s control of its inputs or supplies is known as backward integration.


http://www.allproducts.com/manufacture98/calindo/product1.html

aluminum: Definition from Answers.com

Aluminium is too reactive chemically to occur in nature as a free metal. ... Soluble aluminium salts have some demonstrated toxicity to animals if delivered ...



Audi flop to make a comeback

German car maker will fill the gap between A1 and A3 with successor to the advanced but slow-selling aluminium A2.


http://www.gscsteel.com/aluminium%20coils.html

ALUMINIUM 2012 World Trade Fair & Conference - ALUMINIUM 2012

ALUMINIUM is the leading B2B platform in the world for the aluminium industry and its main applications. This is where the who-is-who of the industry meets. ...



Hongqiao scraps $2.2 billion Hong Kong IPO

The Chinese aluminium producer delayed its retail offering last week without giving any reason and last night called off the deal blaming weak market conditions.

aluminium foil jumbo rolls
http://www.biztrademarket.com/transfersell_aluminium-foil_1108234.htm

aluminium: Information from Answers.com

(Chem.) same as aluminum, chiefly British in usage. Aluminium bronze or gold, a pale gold-colored alloy of aluminium and copper, used for journal bearings, etc. ...



Business : Aluminium industry investment may reach $55b

DUBAI - The top two economies of Gulf countries - Saudi Arabia and the UAE - produce 40 per cent of the region aluminium and investment in this sector is expected to be nearly double in next 10 years to $55 billion.

Aluminium Geschirr
http://www.nord-schrott-international.de/aluminium.html

Aluminium

Aluminium has a high stacking-fault energy of approximately 200 mJ/m². ... Aluminium mirror finish has the highest reflectance of any metal in ...



Hydro wins new solar contracts

Norwegian aluminum producer Hydro has captured its first aluminium tube orders for solar collectors from Solarbayer GmbH in Germany and the Polish company Hewalex.

Die folgenden Charts zeigen die Lagerbestnde oben sowie den Kassapreis unten der letzten zwei Jahre Aluminium Kupfer Nickel
http://www.markt-daten.de/charts/rohstoffe/metalle.htm

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GCC to pump $25 bn on new aluminium projects

Gulf oil producers are expected to pump nearly $25 billion into new aluminium projects and expansion of their existing smelters in the next 12 years as part of an industrial drive intended to reduce reliance on unpredictable oil sales.

mean the mines are empty In case of war or other wordwide effects this mines can be open again and so as strategic reasons they are to see as still available Civilopedia screenshots aluminium coal copper horses
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Aluminium

The technical aspects of aluminium as a material of construction, such things as alloys, heat treatment, machining and so forth, are not considered here. ...



Gulf aluminium industry investments to soar

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Aluminium futures edges up 0.68%

Aluminium traded 0.68 per cent higher in futures trading today after speculators enlarged their positions, driven by firming trend at the London Metal Exchange (LME).


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Aluminium - wikidoc

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Aluminium futures down 0.44% on global cues

Aluminium futures prices traded 0.44 per cent lower at Rs 112.65 per kg today, in tandem with a weakening trend at the London Metal Exchange (LME).


http://www.tradeindia.com/fp91433/Aluminium-Vases.html

Aluminium - WOI Encyclopedia Italia

Aluminium is found primarily in bauxite ore and is remarkable for its ability to resist corrosion (due to the phenomenon of passivation) and its light weight. ...



GCC aluminium industry investment may reach $55b

GCC aluminium industry investment may reach $55b


http://www.skjutdorrar.com/uterum_aluminium.htm