Abstammung
Adel
Altgriechische Sprache
Antikes Griechenland
Arbeitsleistung
Aristokratie
Aristoteles
Bürger
Bürgerrecht
Bürgertum
Bourgeoisie
Bundespräsident (Österreich)
Bundespräsident (Deutschland)
Demokratie
Direkte Demokratie
Dritter Stand
Erster Stand
Französische Revolution
Frauenwahlrecht
Gemeinwohl
Geschichtswissenschaft
Klerus
Latein
Marcus Tullius Cicero
Minderheitenschutz
Mischverfassung
Mittelalter
Monarchie
Neuzeit
Ochlokratie
Oligarchie
Parlamentarismus
Platon
Polis
Politische Theorie und Ideengeschichte
Polybios
Priester
Römisches Reich
Repräsentative Demokratie
Sklavenbefreiung
Staat
Standesgrenzen
Tugend
Tyrannis
Verfassung
Verfassungskreislauf
Wahlrecht
Zensuswahlrecht
Zweiter Stand
Adel
Altgriechische Sprache
Antikes Griechenland
Arbeitsleistung
Aristokratie
Aristoteles
Bürger
Bürgerrecht
Bürgertum
Bourgeoisie
Bundespräsident (Österreich)
Bundespräsident (Deutschland)
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Direkte Demokratie
Dritter Stand
Erster Stand
Französische Revolution
Frauenwahlrecht
Gemeinwohl
Geschichtswissenschaft
Klerus
Latein
Marcus Tullius Cicero
Minderheitenschutz
Mischverfassung
Mittelalter
Monarchie
Neuzeit
Ochlokratie
Oligarchie
Parlamentarismus
Platon
Polis
Politische Theorie und Ideengeschichte
Polybios
Priester
Römisches Reich
Repräsentative Demokratie
Sklavenbefreiung
Staat
Standesgrenzen
Tugend
Tyrannis
Verfassung
Verfassungskreislauf
Wahlrecht
Zensuswahlrecht
Zweiter Stand
Der Begriff Aristokratie bezeichnet in der ideengeschichtlichen Forschung die Herrschaft einer Gruppe weniger Auserwählter, das heißt dass eine relativ kleine Zahl besonders befähigter Individuen politische Leitungsfunktionen wahrnimmt, wobei die Art der Befähigung nicht näher bestimmt ist. Die ursprüngliche Wortbedeutung ist „Herrschaft der Besten“ (gr. αριστοκρατία, von ἄριστος: Bester und κρατεῖν: herrschen, im gleichen Sinne lat., wie etwa bei Cicero, civitas optimatum, Optimatenherrschaft). In der politischen Wirklichkeit wurde die Eigenschaft zu „den Besten“ zu gehören meist mit der Zugehörigkeit zu einer adligen Oberschicht gleichgesetzt, weshalb man unter Aristokratie seit der Antike die Herrschaft des Adels verstand.
In der historischen Literatur wird der Begriff Aristokratie oft synonym zu Adel als der Gesamtheit aller Adligen in einem bestimmten geografischen Bereich verwendet. Im Mittelalter werden darunter zumeist keine merklichen Vorzüge, sondern die familiäre Abstammung und die Zugehörigkeit zu einer festen sozialen Gruppe verstanden. Ob soziale Qualität (etwa durch Tugend oder Arbeitsleistung) machbar sei, ist ein Hauptproblem der Neuzeit. Damit verbindet sich die Anerkennung oder Überwindung von Standesgrenzen.
Inhaltsverzeichnis
1 Definition
2 Historische Theoriebildung
2.1 Grundformen der Verfassungen (nach Polybios)
3 Anwendbarkeit des Begriffs in der Neuzeit
4 Siehe auch
5 Einzelnachweise
6 Weblinks
Bearbeiten Definition
Aristokratie kann demnach bedeuten:
in der klassischen Verfassungstypenlehre des Aristoteles die Herrschaft der Besten der Tugend oder der Tüchtigkeit nach. Im Gegensatz dazu steht nach Aristoteles die Oligarchie (wörtlich: Herrschaft Weniger) die Machtausübung durch eine Minderheit, die die Macht an sich gerissen hat und den eigenen Vorteil sucht. (Die griechischen Aristokraten verbanden diese Eigenschaft mit dem Anspruch auf heroische oder göttliche Abstammung, die römischen Aristokraten eher mit politischem Erfolg.)
eine Staatsform, in der der Adel (Ritter- bzw. Adelaristokratie) oder eine andere Oberschicht wie das Bürgertum in der Städtearistokratie oder Priester in der Priesteraristokratie die Macht ausüben. Hier sind die „Besten“ in der Regel die durch ihre Herkunft oder durch ihre obrigkeitliche Einsetzung in Ämter Berechtigten.
in der Neuzeit eine Bezeichnung für die Angehörigen des Adels (im Zusammenhang mit der französischen Revolution der zweite Stand), in Abgrenzung zu Klerus (erster Stand) und Bürgertum (dritter Stand) (zu letzterem vgl. Bourgeoisie).
Bearbeiten Historische Theoriebildung
Die Aristokratie bei Platon (427–347 v. Chr.) ist die am Gemeinwohl orientierte idealtypische Herrschaft der Besten. Sie fällt wie die Oligarchie unter die Herrschaft der Wenigen, wobei die Oligarchie als die am Eigennutz Weniger ausgerichtete Herrschaftsform definiert ist.[1] Diese Idee wurde zunächst von seinem Schüler Aristoteles (384–324 v. Chr.) und später vom griechischen Historiker Polybios (um 200 v. Chr. bis etwa 118 v. Chr.) weiterentwickelt.
Grundsätzlich bestand in der Staatstheorie seit Platon die Idee, dass jede am Gemeinwohl orientierte Herrschaftsform (Monarchie [auch: Basileia, Aristokratie, Demokratie) ein entartetes, nur an den Interessen der Herrschenden orientiertes Gegenstück hat (Tyrannis, Oligarchie, Ochlokratie). Diese Theorie der Verfassungsformen ist aus der Beobachtung und Analyse der Politik antiker griechischer Stadtstaaten abstrahiert. – Empirisch haben die Autoren dagegen vor allem Mischformen gefunden.
Bearbeiten Grundformen der Verfassungen (nach Polybios)
Anzahl der
Herrscher
Gemeinwohl
Eigennutz
Einer
Monarchie
Tyrannis
Einige
Aristokratie
Oligarchie
Alle
Demokratie
Ochlokratie
Aus der Erkenntnis heraus, dass diese sechs Grundformen der Verfassungen notwendigerweise instabil sind, hat vor allem Polybios die Idee des Verfassungskreislaufs entwickelt, die diese Herrschaftsformen zueinander in Beziehung setzt.[2] Fast alle heute in Europa anzutreffenden demokratischen Regierungsformen basieren auf landesspezifischen aristokratischen Vorläufermodellen, bei denen Adel, wohlhabendes Bürgertum oder Kirchenvertreter ein Mitbestimmungsrecht bei der Steuererhebung, Fragen der Gewaltenteilung oder Herrscherwahl hatten. Der Übergang von aristokratischen zu demokratischen Regierungsformen vollzog sich meist in der Form, dass zunächst allen Bürgern ein Wahlrecht zugestanden wurde, später dann Unterschiede in der Stimmgewichtung (Zensuswahlrecht), oder Ausschlüsse von Bürgerrechten für einzelne Bevölkerungsgruppen (Sklaven, Frauen, Angehörige ethnischer, sprachlicher oder religiöser Minoritäten) aufgehoben wurden.
Bearbeiten Anwendbarkeit des Begriffs in der Neuzeit
Der heutige Parlamentarismus (repräsentative Demokratie) ist nach der klassischen Verfassungssystematik keine Demokratie (direkte Demokratie), sondern – je nach Wertung – eine Aristokratie oder eine Oligarchie im ursprünglichen, nicht auf dem Vorrang der besseren Herkunft beruhenden Sinn.
Insgesamt finden sich in den Verfassungen der heutigen westlichen Staaten verschiedene Elemente, wie das wählende Volk als demokratisches, die Gewählten als aristokratisches und den deutschen oder österreichischen Bundespräsidenten als (meist repräsentatives) monarchisches Element, weshalb diese Verfassungen auch als Mischverfassung bezeichnet werden.
Bearbeiten Siehe auch
Verfassungskreislauf
Bearbeiten Einzelnachweise
↑ Platon, Politikos, 291c–303d
↑ Polybios 1,1,6,3-10
Bearbeiten Weblinks
Aristokratie oder Demokratie? von Carl Ludwig Börne
Wikiquote: Aristokratie – Zitate
Wiktionary: Aristokratie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Adelstitel durch Adoption - Grafentitel von bestem ...
Aristokratie.org vermittelt einen Grafentitel von bestem preußischen Uradel, seriös und absolut diskret.
dict.cc | Aristokratie | English Dictionary
English Translation for Aristokratie - dict.cc German-English Dictionary
Newspaper | Die Aristokratie
The Erepublik newspaper called Die Aristokratie is owned by Aristocratia and located in Austria.
Aristokratie – Wikipedia
Der Begriff Aristokratie bezeichnet in der ideengeschichtlichen Forschung die Herrschaft ... Adelaristokratie) oder eine andere Oberschicht wie das Bürgertum in ...
Bryn Mawr Classical Review 1998.12.12
Brigitte Knittlmeyer, Die Attische Aristokratie und ihre Helden: Untersuchungen zu ... In Die Attische Aristokratie und ihre Helden Brigitte Knittlmeyer explores possible ...
BibSonomy :: tag :: Aristokratie
Webapplication of the Knowledge and Data Engineering Group, University of Kassel, Germany ... to Archaik Aristokratie Griechenland Homer Polis by nearchos on Apr 30, 2009, 11: ...
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