Ägina (Griechenland)
İzmir
2. Jahrhundert
6. Jahrhundert
9. Jahrhundert
AEK Athen
Acharnes
Adolf Furtwängler
Agia Paraskevi
Agios Dimitrios
Agora (Athen)
Aischylos
Akademie der Bildenden Künste Athen
Akademie von Athen
Akropolis
Akropolis (Athen)
Akropolismuseum
Albanien
Altgriechische Sprache
Amsterdam
Andreas Papandreou
Angistri
Antwerpen
Archäologisches Nationalmuseum (Athen)
Archimedische Schraube
Architektur Athens
Argentinien
Aristophanes
Armenien
Athen
Athene
Athener Konservatorium
Athener Rathaus
Athens (Georgia)
Athens Olympic Sports Complex
Attalos II.
Attika (Landschaft)
Attika (griechische Region)
Attiki Odos
Attische Demokratie
Attischer Seebund
Ausschreitungen in Griechenland 2008
Avignon
Barcelona
Basketball
Beirut
Belgrad
Bergen (Norwegen)
Berlin
Bernard Tschumi
Bethlehem
Bevölkerungsdichte
Bischof
Bologna
Boston
Brügge
Brüssel
Buenos Aires
Bukarest
Bulgarien
Bundesrepublik Deutschland
Byzantinisches Museum
Byzantinisches Reich
Chaidari
Chalandri
Charta von Athen (CIAM)
Chicago
Chile
Cork
Cusco
Demosthenes
Deutsches Reich
Dionysostheater
Dublin
ELAS
Eduard Schaubert
Eero Saarinen
Egaleo
Einwohner
Eisenbahnmuseum Athen
Elefsina
Erechtheion
Eriwan
Ernst Ziller
Erster Athener Friedhof
Eulen nach Athen tragen
Euripides
Evzonen
Exarchia
Flächeninhalt
Florenz
Flughafen Athen-Eleftherios Venizelos
Flughafen Athen (Eleftherios Venizelos)
Frankreich
Französische Schule Athen
Friedrich von Gärtner
Fußball
Fyli
Galatsi
Genua
İzmir
2. Jahrhundert
6. Jahrhundert
9. Jahrhundert
AEK Athen
Acharnes
Adolf Furtwängler
Agia Paraskevi
Agios Dimitrios
Agora (Athen)
Aischylos
Akademie der Bildenden Künste Athen
Akademie von Athen
Akropolis
Akropolis (Athen)
Akropolismuseum
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Andreas Papandreou
Angistri
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Archäologisches Nationalmuseum (Athen)
Archimedische Schraube
Architektur Athens
Argentinien
Aristophanes
Armenien
Athen
Athene
Athener Konservatorium
Athener Rathaus
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Attalos II.
Attika (Landschaft)
Attika (griechische Region)
Attiki Odos
Attische Demokratie
Attischer Seebund
Ausschreitungen in Griechenland 2008
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Erechtheion
Eriwan
Ernst Ziller
Erster Athener Friedhof
Eulen nach Athen tragen
Euripides
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Flughafen Athen-Eleftherios Venizelos
Flughafen Athen (Eleftherios Venizelos)
Frankreich
Französische Schule Athen
Friedrich von Gärtner
Fußball
Fyli
Galatsi
Genua
Gemeinde Athen
Δήμος Αθηναίων (Αθήνα)
Basisdaten
Staat:
Griechenland
Region:
Attika
Regionalbezirk:
Athen-Zentrum
Geographische Koordinaten:
37° 59′ N, 23° 44′ O37.97777777777823.727777777778Koordinaten: 37° 59′ N, 23° 44′ O
Fläche:
38,964 km²
Einwohner:
789.166 ([1])
Bevölkerungsdichte:
20.253,7 Ew./km²
Gemeindelogo:
Sitz:
Athen
LAU-1-Code-Nr.:
A10100
Gemeindebezirke:
1 Gemeindebezirk
Ortschaften:
f12
Website:
www.cityofathens.gr
Lage in der Region Attika
f9f8
Athen aus dem Weltall gesehen
Die Stadt Athen (neugr. Αθήνα aˈθina (f. sg.), Athína; altgr. Ἀθῆναι (f. pl.), Athēnai) ist die Hauptstadt Griechenlands. Sie wurde vor etwa 5000 Jahren besiedelt. Athen ist die bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt des Landes. Die Gemeinde Athen im Zentrum des Ballungsraums Athen-Piräus ist dabei relativ klein. Athen im weiteren Sinne umfasst das Gebiet der Regionalbezirke Athen-Zentrum, Athen-Nord, Athen-Süd, Athen-West und einiger umliegender Vororte mit zusammen 4,0 Mio. Einwohnern [2].
Als kulturelles, historisches und wirtschaftliches Zentrum Griechenlands ist Athen auch die bedeutendste Metropole Südosteuropas. Der Flughafen ist der wichtigste des Landes, während große Häfen sich auswärts in Piräus und Rafina befinden, wo auch der Schiffsverkehr zu den zahllosen griechischen Inseln abgefertigt wird. Im Schienenverkehr hat Athen im Gegensatz zur zweitgrößten Stadt Thessaloniki nur regionale Bedeutung.
Die Stadt ist seit etwa 5000 Jahren kontinuierlich besiedelt und damit eine der ältesten Siedlungen und Städte Europas. 1985 wurde Athen erste Kulturhauptstadt Europas. In die Liste des Weltkulturerbe der UNESCO wurde 1987 die Akropolis und 1990 das Kloster Daphni aufgenommen.
Athen war in der klassischen Zeit Ort der attischen Polis. Die in dieser Zeit (5. Jhd. v. Chr.) entstandene attische Demokratie ist in universalgeschichtlicher Sicht die frühe Vorläuferin einer auf das Prinzip der Volkssouveränität gegründeten politischen Ordnung.
Inhaltsverzeichnis
1 Geographie
1.1 Stadtgliederung
1.2 Klima
1.3 Umweltprobleme
2 Gründungsmythen
3 Geschichte
4 Stadtbild und Architektur
4.1 Architektur des 20. Jahrhunderts in Athen
5 Antike Stätten, Sehenswürdigkeiten und Museen
5.1 Bauwerke und Stätten aus der Antike (Auswahl)
5.2 Sehenswürdigkeiten (Auswahl)
5.3 Museen (Auswahl)
6 Kultur
7 Wirtschaft
8 Wissenschaft und Bildung
9 Sport
9.1 Olympische Spiele
10 Verkehr und Infrastruktur
10.1 Schienenverkehr
10.2 Oberleitungsbusse und Omnibusse
10.3 Zahnrad- und Seilbahn
10.4 Kläranlage
11 Persönlichkeiten
12 Städtepartnerschaften
13 Siehe auch
14 Quellen
14.1 Einzelnachweise
14.2 Literatur
14.3 Weblinks
//
Bearbeiten Geographie
Der Ballungsraum Athen, im Hintergrund der Saronische Golf
Athen liegt in der weiträumigsten Ebene der Landschaft Attika mit den Flüssen Ilisos und Kifisos und ist an drei Seiten von Gebirgszügen umgeben, vom Hymettos (1026 m), vom Pentelikon (1107 m), vom Parnes (1413 m) und Ägaleo (468 m), die vierte Seite öffnet sich zum Meer, dem Saronischen Golf.
Bearbeiten Stadtgliederung
→ Hauptartikel: Stadtteile Athens und Vorstädte Athens
Bearbeiten Klima
Klimadiagramm von Athen[3]
Das Stadtklima Athens ist ein ganz besonderes in Griechenland und auch in Europa und galt vor der Entwicklung der Stadt zum fast das gesamte attische Becken überwuchernden „Wasserkopf“ als eines der besten der Welt. Durch die Lage Athens, umringt im Westen, Norden und Osten von Bergen, und die vorherrschenden Winde in Griechenland, ist das Klima in Athen noch trockener und wärmer als in anderen Regionen des Landes. Sommertemperaturen erreichen während Hitzeperioden, die drei, vier Tage andauern und von Juni bis September auftreten können, bis zu über 40 °C im Schatten. Durch die dichte Besiedlung und den Mangel an innerstädtischen Grünflächen kühlt es in der Nacht kaum ab. Temperaturen von 25 °C um Mitternacht sind die Norm im Sommer, 30 °C keine Seltenheit. Erst gegen Morgen fällt das Thermometer kurzzeitig unter 25 °C. Im Winter dagegen kommt es häufiger zu Kaltlufteinbrüchen aus dem Norden, die dann vor allem in den nördlichen Stadtbezirken auch in regelmäßigen Abständen zu einer Schneedecke führen können. Für mitteleuropäische Verhältnisse sind vor allem die Novembertage noch erstaunlich warm. Während es in anderen südeuropäischen Städten schon „Wintertemperaturen“ hat, sind es in Athen oftmals bis Mitte November noch 20–25 °C am Tag. Dafür fängt das Frühjahr später an, und März und April sind noch erstaunlich kühl. Die Temperaturmittelwerte liegen in der kalten Jahreszeit (Dezember bis Februar) zwischen 9,6 °C und 11,4 °C. Vereinzelt gibt es auch Frosttage mit Tiefsttemperaturen bis −5 °C. In der warmen Jahreszeit (Mai bis September) bewegen sich die Temperaturmittelwerte zwischen 20,5 °C und 29 °C. In Athen werden pro Jahr über 2.800 Sonnenstunden und nicht weniger als 348 Sonnentage gezählt. An manchen Tagen wehen auch Sand und Staub aus der Sahara bis nach Athen und bedecken die Straßen.
Insgesamt bleibt die Jahresniederschlagsmenge mit 402 mm pro Jahr in Athen auf einem sehr niedrigen Niveau. Die meisten Niederschläge fallen dabei von Ende Oktober bis Anfang Februar. Als besonders niederschlagsarm erweisen sich die Sommermonate Juni bis September.
Monat
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Ø Tageshöchsttemperatur
14
14
16
20
25
30
33
33
29
23
19
15
Bearbeiten Umweltprobleme
Die Industrialisierung und Verstädterung der Halbinsel Attika, auf der sich Athen befindet, sowie ansteigender Individualverkehr seit den 1950er Jahren führten zu einer immer stärkeren Belastung der Luft vor allem durch Rauch und Schwefeldioxid. Immer öfter kam es bei der für die Region typischen Hochdruckwetterlage mit hoher Inversionsgefährdung (Sommersmog) zur Bildung von Smog (griechisch το νέφος, to nefos, „die Wolke“).
Obwohl schon in den 1970er Jahren Maßnahmen zur Verringerung der Luftverschmutzung getroffen wurden, nahm sie wegen der steigenden Massenmotorisierung infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs in den 1970er und 1980er Jahren zu. Die Situation spitzte sich 1987 zu, als durch Smog zahlreiche Menschen zu Tode kamen, und die Presse über eine zunehmende Schädigung der antiken Baudenkmäler berichtete.[4] Die Behörden reagierten mit teils drastischen Maßnahmen. Um das Verkehrsvolumen zu reduzieren, bestand bereits seit 1981 im tageweisen Wechsel für Pkw mit geraden bzw. ungeraden Autonummern an Wochentagen ein von 6.30–16.00 Uhr geltendes Einfahrverbot in die Innenstadt mit engen Ausnahmen etwa für Ärzte, Journalisten und Touristen. [5] Weitreichende Maßnahmen der Behörden und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs haben seit den 1990er Jahren Erfolge gezeigt und die Luftverschmutzung zurückgeführt. Jedoch ist an sehr heißen Tagen, besonders vor der Ferienzeit, Luftverschmutzung nach wie vor ein Thema. Das griechische Umweltministerium veröffentlicht täglich auf seiner Webseite [6] die aktuellen Luftmesswerte von Athen.
Im Juni 2007 gab es in Attika eine Reihe von Waldbränden, darunter einen, der einen wesentlichen Teil eines großen Nationalparks am Berg Parnitha, etwa 20 km nordwestlich des Stadtzentrums, niederbrannte.[7] Wegen der Bedeutung dieser Grünflächen für die Klimatisierung Athens (der Parnithos wurde „Lunge Athens“ genannt) wurden Besorgnisse um die Luftqualität laut.[8]
Bearbeiten Gründungsmythen
Der Sage nach buhlten die Göttin Athene und der Meeresgott Poseidon um die Gunst der Bewohner der damals noch namenlosen Stadt. Beide sollten den Einwohnern je ein Geschenk machen – wer der Stadt das schönste Geschenk machte, sollte zum Namenspatron auserkoren werden. Poseidon schenkte der Stadt einen Brunnen. Dieser spuckte jedoch nur Salzwasser. Athenes Geschenk war ein Olivenbaum. Dieser spendete Nahrung, Olivenöl und Holz. Somit gewann Athene das Duell, und die Stadt wurde folgerichtig nach ihr benannt. Mit diesem sagenhaften Gründungsmythos wollten die antiken Stadtväter schon damals ihren späteren Hang zum pragmatischen Handeln historisch begründen.
Nach einer Überlieferung wurde Athen von König Kekrops gegründet, weshalb Kekropia (Κεκροπία) ein alter Name Athens ist.
Bearbeiten Geschichte
Die Akropolis von der Agora aus gesehen
Antike Überreste der Römischen Agora
Athen um 1868
Historische Karte von Athen (1888)
Die Zwischenolympiade von 1906
Das frühere Schloss am Syntagma-Platz und seit 1932 Sitz des Parlaments
→ Hauptartikel: Geschichte Athens
Die Geschichte der Stadt Athen reicht etwa 7500 Jahre zurück, bis in die Jungsteinzeit. Um 1300 v. Chr. wurde auf der Akropolis ein mykenischer Palast errichtet. Die älteste Stadtanlage beschränkte sich auf die obere Fläche eines steilen, nur von Westen her zugänglichen Felshügels, der später als Burg (Akropolis) den militärischen und religiösen Mittelpunkt Athens bildete. Die Fläche wurde bereits sehr frühzeitig eingeebnet und mit einer starken Mauer umgeben, die mit neun hintereinander angeordneten Toren gesichert wurde (Enneapylai). Diese Anlage hieß nach den Pelasgern, denen man den Bau zuschrieb, Pelargikon. Innerhalb dieser Burg wohnten die alten Könige dieses Teils von Attika. Athen stand für seine Bewohner seit jeher unter dem besonderen Schutz des Zeus, dem ein früh erbauter Altar gewidmet war, sowie der stadtschützenden Athene (Athene Polias), der auch der älteste Tempel der Stadt, der Hekatompedos, geweiht war. Dem äußeren Stadttor gegenüber lag der älteste Markt der Stadt, die Agora.
Dem sagenhaften König Theseus wird zugeschrieben, die verschiedenen Teile der Landschaft Attika zu einer Polis vereinigt zu haben. Athen war fortan der Fläche nach der größte griechische Stadtstaat (vom Sonderfall Sparta abgesehen). Den Höhepunkt seines politischen und kulturellen Einflusses erreichte Athen als Attische Demokratie und Führungsmacht im attischen Seebund während des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr. (klassische Zeit). Auch als die Stadt 86 v. Chr. dem Römischen Reich einverleibt wurde, behielt sie ihren Status als intellektuelles Zentrum und erreichte den Höhepunkt ihrer urbanen Entwicklung im 2. Jahrhundert n. Chr. In der Reichskrise des 3. Jahrhunderts wurde Athen 267 von den germanischen Herulern erobert und gebrandschatzt, doch erholte sich die Stadt und blieb auch in der Spätantike bedeutend. Dies änderte sich erst nach dem Jahr 529 n. Chr., als die letzten Philosophenschulen auf Anweisung des oströmischen Kaisers Justinian I. geschlossen wurden. Die Einfälle der Slawen beendeten im späten 6. Jahrhundert dann die antike Phase der Stadtgeschichte; es folgte eine dunkle Zeit.
Karte Athens vor 1800. Die Stadt war keinesfalls vor Otto nur ein Dorf, wie fälschlicherweise behauptet
Erst im 9. Jahrhundert wurde die Stadt Bischofssitz mit dem Parthenon als Bischofskirche. Athen wurde im Vierten Kreuzzug (1204) nach der Einnahme Konstantinopels fränkisches Herzogtum, nach dem Einfall der Katalanischen Kompanie folgte die Herrschaft der Florentiner (1388 und 1402), der Türken (1392), der Venezianer (1395). Nach dem Fall Konstantinopels 1453 wurde 1456 Athen von den Osmanen unter Sultan Mehmed II. erobert, der Parthenon wurde zur Moschee und das Erechtheion zum Harem. Die Stadt verlor nun immer weiter an Bedeutung. Aufgrund mehrerer Zerstörungen zwischen dem 17. Jahrhundert und dem 19. Jahrhundert sank die Stadt zu einem unbedeutenden Provinzort herab und hatte 1834, als sie zur Hauptstadt des neu gegründeten Griechischen Königreichs erhoben wurde, kaum mehr als 4.000 Einwohner. Durch den Freiheitskrieg war die Stadt, die zuvor noch rund die doppelte Bevölkerung hatte, weitgehend zerstört. Die türkische Garnison auf der Akropolis verließ die Stadt übrigens erst 1833, drei Jahre nach der offiziellen Unabhängigkeit Griechenlands.
Das Zentrum Athens um die Plätze Syntagma und Omonia ist bis heute durch die unter dem König Otto I. (einem Wittelsbacher) initiierte urbanistische Entwicklung und durch repräsentative öffentliche Gebäude im Stil des Neoklassizismus geprägt. Der von wittelsbachischen Hofgärtnern ausgestaltete, erst seit 1923 öffentlich zugängliche Nationalgarten (ursprünglich Schlossgarten), der daran anschließende, schon seit 1888 durch Schenkung öffentliche Park des Zappeion und die unter dem Patronat von Königin Sofie (einer gebürtigen Hohenzollern) von der „Gesellschaft der Waldfreunde“ zwischen 1908 und 1918 vorgenommene Aufforstung des Akropolis-Felsens, des Philopappos- oder Musenhügels und des Lykavittos schienen zunächst eine für Südeuropa ungewöhnlich ausgewogene urbanistische Entwicklung zu garantieren. 1920 zählte das Gebiet des heutigen Groß-Athen etwa 453.000 Einwohner. Ein ungeregelter Wachstumsschub (mit zahlreichen dicht besiedelten Elendsvierteln) ergab sich aber zu Beginn der 1920er Jahre als Resultat des Griechisch-Türkischen Krieges und der Massenvertreibungen der Griechen aus Kleinasien.
Die Periode des Wohlstands und des gewaltigen wirtschaftlichen Florierens begann 1952 unter einer konservativen Regierung. Ausgelöst wurde sie durch ein großangelegtes Straßenbauprogramm. Zwischen 1950 und 1960 veränderte sich auch die demographische Situation Griechenlands radikal: Die Bevölkerung wanderte auf der Suche nach Arbeit und Wohlstand vom Land in die Stadt. Diese Migrationswelle verschlechterte die Wohnungssituation in den Städten dramatisch, besonders in Athen. Doch die Regierung war vor allem mit dem Wiederaufbau der im Bürgerkrieg zerstörten ländlichen und eher konservativen Regionen beschäftigt sowie mit der Bausubstanz der ägäischen Inseln, die von einem schweren Erdbeben 1950 weitgehend zerstört worden war. Das Wohnungsproblem überließ man privaten Investoren. Diese entwickelten das System der „Antiparochí“ (etwa: Gegenleistung). Dabei übernahmen sie Grundstücke und entschädigten den früheren Eigentümer nicht mit Geld, sondern mit einer bestimmten Zahl fertig gestellter Wohnungen. Umgekehrt bezahlten viele Baufirmen und Bauherren ihre Arbeiter mit Wohnungen.
Nach Jahren hoher Verkehrsbelastung aufgrund der vernachlässigten Infrastruktur zeigen die Baumaßnahmen (Athener Metro, S-Bahn-Netz und Athener-Spangenautobahn u. a.) Wirkungen. Smog und typisches Verkehrschaos sind selten geworden. Trotzdem ist eine Abwanderung in andere Städte Griechenlands zu verzeichnen. Ein Grund dafür sind die hohen Immobilienpreise. Gleichzeitig ziehen viele Ausländer nach Griechenland, die sich vor allem in Athen niederlassen.
Athen wuchs in den vergangenen 150 Jahren extrem schnell zu seiner jetzigen Größe heran. Während es 1832 bei der Gründung des modernen Griechenlands kaum 4000 Einwohner hatte, sind es heute im Großraum Athens etwa 4 Millionen Einwohner. Wichtige Eckdaten sind der Griechisch-Türkische Krieg von 1920/1921, als Griechenland im Vertrag von Lausanne das östliche Thrakien und die Provinz Smyrna (heute İzmir) an die Türkei abgeben musste. Über eine Million Griechen mussten daraufhin ihre Heimat verlassen. Viele fanden eine neue Heimat in Athen.
Schon wenige Tage nach der deutschen Besetzung Athens am 26. April 1941 riss Manolis Glezos am 31. Mai 1941 als Zeichen des Widerstands die Hakenkreuzfahne von der Akropolis. Die Hungersnot infolge der Ausplünderung durch die Besatzungsmacht traf die städtische Bevölkerung Athens besonders hart: In den Wintern 1941/1942 und 1942/1943 starben im Athener Ballungsgebiet über 100.000 Menschen den Hungertod.
Der Bürgerkrieg in Griechenland 1944–1949 erschütterte auch die Hauptstadt. Am 3. Dezember 1944 wurden bei einer Massendemonstration der EAM auf dem Syntagma-Platz 15 Demonstranten von der Polizei erschossen. ELAS-Einheiten griffen Polizeistationen an und lieferten sich Straßenkämpfe mit britischen Streitkräften.
Auch die erbitterten Auseinandersetzungen der Jahre 1961 bis 1967 zwischen Links und Rechts wurden auf den Plätzen und in den Straßen der Hauptstadt mit – auch gewalttätigen – Demonstrationen ausgetragen.
Am 21. April 1967 war Athen mit dem Auffahren von Panzern, der Verhängung eines Ausgehverbots und Massenverhaftungen Schauplatz des Staatsstreichs der Obristen, der den Beginn der siebenjährigen Griechischen Militärdiktatur markierte. In Athen manifestierte sich aber trotz aller Unterdrückungsmaßnahmen auch der Widerstand: So nahmen im November 1968 viele Tausende Athener an der Beerdigung von Georgios Papandreou teil. Am 17. November 1973 wurde der Aufstand am Polytechnikum blutig niedergeschlagen. Nach dem Zusammenbruch des Regimes landete in der Nacht zum 24. Juli 1974 Konstantinos Karamanlis in Athen, wurde von einer jubelnden Bevölkerung begrüßt und noch in der Nacht als Premierminister vereidigt.
Seit den späten 1980er Jahren haben viele Ausländer in Athen eine neue Heimat gefunden; von ihnen stellen die größte Gemeinde die Albaner. Weitere sind Russen, Polen, Phillipinos, Bangladescher und Nigerianer. In der Sophokleousstraße/Plateia Theatrou entstand ein kleines „Chinatown“-Viertel.
Nachdem ein 15-jähriger in Athen von einem Polizisten durch einen Schuss getötet worden war, kam es am 6. Dezember 2008 in Athen und später auch in anderen Städten Griechenlands zu gewaltsamen Ausschreitungen, die bis zum 31. Dezember andauerten. Die Todesumstände des Jugendlichen sind umstritten. Gegen den Polizisten, der den tödlichen Schuss abgab, wurde im Juni 2009 Anklage wegen Mordes erhoben. Als Mittäter ist ein weiterer zur Tatzeit anwesender Polizist angeklagt.[9]
Bearbeiten Stadtbild und Architektur
Die Akademie von Athen
→ Hauptartikel: Architektur Athens
Das heutige Stadtbild ist wesentlich im 19. und 20. Jahrhundert auf Grundlage des Stadtplans von Eduard Schaubert und Stamatios Kleanthis entstanden, nur die Plaka ist in ihrer geschlossenen Bausubstanz älter. Fast alle wichtigen öffentlichen Bauten wie Theater, oberster Gerichtshof, Parlament, Ausstellungshalle Zappeion, Kathedrale, Rathaus etc. sind Bauten des Klassizismus. Prominente Beispiele sind die „Athener Trilogie“ mit der Nationale und Kapodistrias-Universität Athen (1841, Entwurf: Hans Christian Hansen), der Nationalbibliothek und der Akademie der Wissenschaften (1891, beide von Theophil Hansen). In direkter Nachbarschaft befinden sich die katholische Bischofskirche (Entwurf: Leo von Klenze) und die alte Augenklinik. Zu erwähnen ist noch das Parlamentsgebäude (ehemaliges Schloss) am Syntagma-Platz von Friedrich von Gärtner. Zahlreiche Auslandsgriechen ließen sich im 19. Jahrhundert in Athen nieder, so dass zahlreiche Villen entstanden, die häufig von Ernst Ziller entworfen wurden, der Hofarchitekt Georgs I. wurde und über 600 Gebäude in ganz Griechenland realisierte.
Bearbeiten Architektur des 20. Jahrhunderts in Athen
Katechaki-Brücke
Die Architektur des 19. Jahrhunderts war in Athen weitestgehend vom Klassizismus und der Restauration des griechischen Staates geprägt; dies setzte sich bis in die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts fort. Um so radikaler war die frühe griechische Moderne. Getrieben von der Wohnungsnot nach der Vertreibung von Griechen aus der Türkei 1921 setzte eine erneute rege Bautätigkeit ein. Die Charta von Athen, das Manifest der modernen Architektur, wurde 1933 unterzeichnet.
Bis heute werden Stadtteile wie Kolonaki und Exarchia von Appartmenthäusern aus dem Zeitraum von 1920-1940 dominiert. Große öffentliche Bauten entstanden erneut ab den 1960er Jahren, wie das Terminal Ost am ehemaligen Athener Flughafen Hellenikón von Eero Saarinen, 1960–63, die Botschaft der USA an der Vassilis-Sophias-Avenue von Walter Gropius, 1961 oder auch das Hilton Athen, 1963. Während der Zeit der Junta wurden aus Spekulationsgründen sehr viele zweitklassige Appartmenthäuser errichtet, die das Bild einiger Vorstädte prägen.
Seit den 1980er Jahren wurden wichtige Bauten des Verkehrs und der Infrastruktur realisiert, darunter der Athens Olympic Sports Complex, von Santiago Calatrava oder das Neues Akropolis-Museum von Bernard Tschumi, 2001–2007 (Eröffnung 2009). Zu nennen sind auch die zahlreichen U-Bahn-Stationen und damit verbundene Bauten wie die Fußgängerbrücke an der Station Katechaki von Santiago Calatrava.
Allgemein ist der Bau von Landmarken oder auffälligen Solitärgebäuden nicht erlaubt, um die herausragende Stellung der Akropolis im Stadtbild von Athen nicht zu gefährden. Wenige Ausnahmen wurden während der Zeit der Junta gewährt, aber auch nur relativ weit vom Zentrum. Zu den Ausnahmen gehören der Athens Tower oder das President Hotel im Stadtteil Ambelokipi.
Bearbeiten Antike Stätten, Sehenswürdigkeiten und Museen
Die Akropolis von Athen
Tempel des Zeus
Für Sehenswürdigkeiten allgemein siehe: Hauptartikel Liste der Sehenswürdigkeiten in Athen
Bearbeiten Bauwerke und Stätten aus der Antike (Auswahl)
Als früher Mittelpunkt der antiken Welt sind in keiner anderen Stadt so viele bedeutende Bauten der Antike zu finden, viele davon waren auch Vorbild späterer Bauten wie die des antiken Roms oder des deutschen und französischen Klassizismus.
Akropolis, u. a. mit Parthenon, Niketempel, Erechtheion, Propyläen
Agora, u. a. mit dem Tempel des Hephaistos und der Athena (der am besten erhaltene Tempel Griechenlands), dem Nachbau der Stoa des Attalos (mit Agoramuseum)
Kerameikos, antike Stadtmauer mit dem Dipylon, dem größten Athener Stadttor; Gräberstraße
Pnyx, Hügel westlich der Akropolis, Ort der Volksversammlungen im klassischen Athen
Philopapposdenkmal südlich der Pnyx
Dionysostheater, hier wurden die klassischen Tragödien der großen Dramatiker Aischylos, Sophokles und Euripides uraufgeführt sowie die Komödien Aristophanes, und ab 330 v. Chr. wurde hier die Volksversammlung abgehalten
Odeon des Herodes Atticus
Römische Agora mit dem Turm der Winde
Hadriansbibliothek
Olympieion, Tempel des Olympischen Zeus, der gewaltigste Tempel des griechischen Festlands, mit über 17 m hohen Säulen
Kallimarmaro-Stadion oder Panathenäisches Stadion, 330 v. Chr. wurde das Stadion für die Panathenäischen Spiele erbaut (unter Demosthenes) und 140 n. Chr. von Herodes Atticus mit Pentelischem Marmor erneuert. Der Wiederaufbau durch eine Spende des griechischen Kaufmanns Georgios Averoff ermöglicht. In diesem Stadion fanden die meisten Wettkämpfe der Olympischen Spiele 1896 und die Zwischenolympiade 1906 statt.
Bearbeiten Sehenswürdigkeiten (Auswahl)
Die byzantinische Kapnikarea-Kirche (11. Jahrhundert)
Syntagma-Platz, U-Bahn-Station Syntagmaplatz (auch als Museum gestaltet mit antiken, beim Bau gefundenen Objekten), Parlamentsgebäude (ehem. Schloss) mit Nationalgarten (ehem. Schlossgarten), stündlicher Wachwechsel der Evzonen vor dem Grabmal des unbekannten Soldaten (Sonntagvormittag Aufmarsch)
Athener Trilogie (Klassizistisches Gebäudenensemble) aus Akademie, Bibliothek und (alte) Universität, sowie unmittelbar daneben katholische Bischofskirche und alte Augenklinik.
Erster Athener Friedhof, Grabstätten von Heinrich Schliemann und seiner Frau Sophia (gestaltet von Ernst Ziller), Georgios Averoff, Melina Merkouri, Andreas Papandreou, Adolf Furtwängler (Archäologe), Giorgos Seferis (Lyriker und Nobelpreisträger), mehreren Helden des griechischen Freiheitskrieges und hohen Kirchenfürsten; als Grabmal von Sophia Afendakis die „Schlafende“ (Koimoméni), das Werk eines der bedeutendsten griechischen Bildhauer, Giannoulis Chalepas (1854–1937)
Lykavittos (Berg von 277 m mitten in Athen, hervorragende Aussicht auf Athen, Standseilbahn)
Die Plaka ist das älteste Quartier Athens. Dort, unterhalb der Akropolis, findet man in einem labyrinthischen Gewirr von Gassen viele Tavernen, Restaurants und kleine Geschäfte.
Zahlreiche Kirchen, darunter 24 Byzantinische Kirchen, z. B. Hagioi Theodoroi (11. Jahrhundert), Kapnikaréa (11. Jahrhundert), Hágios Ioánnis Theológos (11./12. Jahrhundert) oder Hágios Elefthérios – kleine Metropolis (11./12. Jahrhundert)
außerdem armenische Kirchen, neuere christlich-orthodoxe Kirchen, katholische Kathedrale (nach einem Entwurf Klenzes) und jüdische Synagogen
Kloster Daphni (11. Jahrhundert, mit byzantinischen Mosaiken)
Kloster Kaisariani
Bearbeiten Museen (Auswahl)
Das archäologische Nationalmuseum ist das meistbesuchte Museum der Stadt
Das Akropolismuseum
Der Panzerkreuzer Averoff im Schiffsmuseum Trokadero Marina
Allgemeine oder Museen mit vielen Sammelgebieten
Museum für kykladische Kunst (Goulandris-Museum)
Benaki-Museum, (viele spezialisierte Außenstellen)
Ellinikós Kósmos, das Interaktive Museum (in der Nähe der Metrostation Kallithea)
Archäologische Museen
Archäologisches Nationalmuseum
Akropolismuseum – Neues Akropolismuseum [10][11]
Byzantinisches Museum
Archäologisches Museum Piräus
Museen jüngerer Geschichte
Volkskundemuseum in Monastiráki
Jüdisches Museum in der Pláka
Museum für traditionelle Musikinstrumente, in der Pláka
Museum der Stadt Athen (mit Modell der Stadt 1842 und erstem Thronsaal des Königs Otto)
Kunst- und Designmuseen
Nationales Museum für Moderne Kunst in der alten Fix-Fabrik
Nationalgalerie
Kommunale Galerie Athen
Glyptothek – Museum für moderne Bildhauerei
Frissiras-Museum für zeitgenössische europäische Malerei
Museum des griechischen Theaters
Schmuckmuseum Ilias Lalaounis
Technikmuseen
Kriegsmuseum (Athen)
Schiffsmuseum Trokadero Marina in Palio Faliro
Museum für Telekommunikation der OTE
Eisenbahnmuseum (Athen) der OSE
Griechisches Marinemuseum Piräus
Naturkundemuseen
Naturgeschichtliches Museum Goulandis
Zoologisches Museum der Universität Athen
Sonstige spezielle Museen
Museum für Kinder
Postmuseum der ELTA
Numismatisches Museum (Athen)
Bearbeiten Kultur
Als Metropole hat Athen ein reiches Kulturangebot, das seine Fortsetzung in dem für Griechenland typischen Nachtleben findet. Athen verfügt neben dem staatlichen Nationaltheater über eine große Anzahl von Theatern, die privat betrieben werden und sich ausschließlich über Sponsoren und Eintrittsgeldern finanzieren.
Einige öffentliche Einrichtungen sind:
der Konzertsaal Megaro Mousikis,
das Nationaltheater (Hauptgebäude wird umgebaut, Vorstellungen finden in Ausweichbühnen statt)
das Iródion (Herodes-Atticus-Theater, antikes römisches Theater und Hauptschauplatz des Athener Festivals)
das Theater auf dem Lykavittos
Bearbeiten Wirtschaft
Die Haupteinnahmequellen der griechischen Wirtschaft sind die Schifffahrt, der Tourismus, die Textil- und Pharmaindustrie. Die Bedeutung als Industriestadt hat Athen weitestgehend verloren, weil es in den letzten Jahren immer weniger Einnahmen durch die Textilindustrie gemacht hat. Dagegen nahmen sie aber mit der Pharmaindustrie wieder zu. 50 Prozent der Industrieunternehmen haben ihren Sitz über ganz Athen verteilt. Der Handel zwischen den Ländern China, Griechenland und Deutschland wurde fair aufgeteilt. Die chinesischen Waren kommen auf Containerschiffen nach Griechenland und von da aus mit dem Flugzeug oder Zug nach Deutschland.
Bearbeiten Wissenschaft und Bildung
Die Verwaltung der Nationalen und Kapodistria-Universität Athen
In Athen sitzen
die Nationale und Kapodistrias-Universität Athen (gegründet 1837)
die Nationale Technische Universität Athen (1836), (Politechneíon)
Technisches Ausbildungsinstitut Athen
Akademie der Bildenden Künste Athen
Harokopio-Universität Athen
Landwirtschaftliche Universität Athen
Panteion-Universität Athen sowie die
Wirtschaftsuniversität Athen
Athener Konservatorium
Französische Schule Athen
Bearbeiten Sport
Der Olympia-Sportkomplex Athen
Athen ist die Heimat von unzähligen Sportvereinen, die in Griechenland in nahezu allen Sportarten das nationale Geschehen dominieren. Sportliches Aushängeschild der Stadt ist der mit über 500 nationalen und internationalen Titeln erfolgreichste und mit über 20 Sportabteilungen größte Verein Griechenlands Panathinaikos Athen. Weitere bedeutende Großvereine sind AEK, Panionios oder Panellinios. Zu den populärsten Sportarten gehören Fußball, Basketball und Volleyball.
Im Jahr 1983 war das Athener Olympiastadion Austragungsstätte für das Finale im Europapokal der Landesmeister im Fußball. 1994 sowie 2007 fand in Athen das Finale der UEFA Champions League statt.
Bearbeiten Olympische Spiele
In Athen fanden 1896 die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit, 10 Jahre später die für die olympische Bewegung wichtigen Olympischen Zwischenspiele statt. Athen kandidierte für die Olympischen Spiele 1996, erreichte aber nur den zweiten Platz hinter Atlanta (USA). Eine erneute Kandidatur für die übernächsten Spiele war erfolgreich. 2004 wurden hier die Spiele der XXVIII. Olympiade ausgetragen. Diese waren von den Fernsehzuschauern die bisher erfolgreichsten Spiele, nicht zuletzt auch wegen der vielen historischen Schauplätze. Der Marathonlauf begann in Marathon, das Stadion von 1896 wurde genutzt, in Olympia fanden auch Veranstaltungen statt.
Bearbeiten Verkehr und Infrastruktur
Straßenbahnendstation Syntagma
Athen wird von zwei Autobahnen geschnitten: der Attiki Odos und der A1, die nach Norden, Süden und Westen führen. Der Athener Hafen in Piräus ist einer der wichtigen Häfen des Mittelmeers, und am 27. März 2001 wurde der internationale Flughafen Athen Elefthérios Venizélos eröffnet.
Bearbeiten Schienenverkehr
Historische Metro-Station Monastiraki
Athen verfügt über eine U-Bahn, die Metro Athen, eine S-und Nahverkehrsbahn, genannt Proastiakos, und eine Straßenbahn. Das Streckennetz der Proastiakos-S-Bahn befindet sich derzeit noch im Ausbau. Gegenwärtig sind lediglich die Linien auf die Peloponnes und zum Flughafen in Betrieb. Fernzüge erreicht man am neuen Athener Hauptbahnhof (ehemals Larissa Bahnhof). Der ehemalige Peloponnisos Bahnhof, auf dem bis vor wenigen Jahren die Züge auf die Peloponnes abfuhren, wurde stillgelegt. Die Bahnstrecke in den Norden Griechenlands bis Thessaloniki wird derzeit modernisiert mit stellenweisen Trassenverlegungen und soll für einen Hochgeschwindigkeitsbetrieb ausgebaut werden. Von Athen aus gibt es direkte Züge bis nach Sofia, Istanbul ist mit Umsteigen in Thessaloniki erreichbar. Die Metro Athen fährt alle 20 Minuten, die S-Bahn Proastiakos halbstündlich bis zum Flughafen.
Bearbeiten Oberleitungsbusse und Omnibusse
Neben den normalen Omnibussen verkehrt seit Juli 1954 der Oberleitungsbus Athen in der Stadt, seit 1988 ist das Netz mit dem der Nachbarstadt Piräus verbunden. Der interkommunale Betrieb ist mit 366 Fahrzeugen auf 22 Linien das größte Obus-Netz in der EU. Bis 2005 wurde der gesamte Fuhrpark ersetzt. Es gibt vier große Depots (Stand 2006). Das Athener Busnetz erschließt nahezu alle Viertel der Stadt. Eine Besonderheit ist, dass die Fahrpläne lediglich die Abfahrtszeit an der ersten Haltestelle angeben. Abfahrtszeiten für alle weiteren Haltestellen gibt es nicht, da ein verlässlicher Fahrplan wegen des enormen Individualverkehrs mit vielen Staus in Athen nicht realistisch wäre. An den Haltestellen ist lediglich der Takt, in dem die Busse fahren, angegeben, so dass man weiß, wie lange man maximal auf den nächsten Bus warten muss. Es existiert ein Nachtbusnetz, allerdings mit lediglich drei Linien.
Bearbeiten Zahnrad- und Seilbahn
Eine Zahnradbahn führt auf den Lykavittos im Zentrum der Stadt.
Eine Seilbahn führt auf den Parnes mit der Bergstation, dem Athener Casino und einem einstmals luxuriösen Hotel auf 1000 m Höhe mit grandioser Aussicht auf Athen.
Bearbeiten Kläranlage
Das Abwasser aus Haushalten und Industrie wurde lange zum großen Teil ungeklärt in den Saronischen Golf abgeleitet, was zu gravierenden chemischen und bakteriellen Belastungen führte. Ab 1990 wurde auf der kleinen Insel Psyttalia die zweitgrößte Kläranlage Europas errichtet (mit einer Kapazität von einer Million Kubikmeter Abwasser pro Tag), die Abwässer des Großraums Athen auf verträgliche Weise entsorgt. Der überwiegende Teil des Abwassers fließt zu einer Pumpstation an der Küste, wo es von neun gigantischen archimedischen Schraubenpumpen auf die Insel gepumpt wird. Dort besorgt die Anlage eine Erstbehandlung (Filterung, Entsandung, Vorklärung, anaerobe Aufbereitung und mechanische Entwässerung des Klärschlamms), eine sekundäre biologische Stufe, durch die organische umweltschädliche Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorverbindungen entfernt werden, und seit Sommer 2004 eine tertiäre Behandlung, so dass die Schadstoffbelastung um 93 Prozent und die Stickstoffmenge um 80 Prozent reduziert werden konnten. Die Kläranlage hat damit die Wasserqualität und die Umweltbedingungen im Saronischen Golf ganz wesentlich verbessert. Sie soll bis 2026 weiter ausgebaut werden.
Bearbeiten Persönlichkeiten
Liste der Persönlichkeiten der Stadt Athen
Bearbeiten Städtepartnerschaften
Das Athener Rathaus
Vereinigte Staaten Athens (Vereinigte Staaten)
Spanien Barcelona (Spanien)
Libanon Beirut (Libanon)
Belgrad (Serbien)
Deutschland Berlin (Deutschland)
Palastina Autonomiegebiete Bethlehem (Palästina)
Boston (Vereinigte Staaten)
Buenos Aires (Argentinien)
Rumänien Bukarest (Rumänien)
Chicago (Vereinigte Staaten)
Peru Cusco (Peru)
Eriwan (Armenien)
Italien Genua (Italien)
Kuba Havanna (Kuba)
Turkei Istanbul (Türkei)
Kiew (Ukraine)
Slowenien Ljubljana (Slowenien)
Los Angeles (Vereinigte Staaten)
Spanien Madrid (Spanien)
Kanada Montreal (Kanada)
Russland Moskau (Russland)
Nikosia (Zypern)
Paris (Frankreich)
Vereinigte Staaten Philadelphia (Vereinigte Staaten)
Prag (Tschechien)
Marokko Rabat (Marokko)
Italien Rom (Italien)
Chile Santiago (Chile)
Seoul (Südkorea)
Bulgarien Sofia (Bulgarien)
Georgien Tiflis (Georgien)
Albanien Tirana (Albanien)
Polen Warschau (Polen)
Washington D.C. (Vereinigte Staaten)
China Volksrepublik Xi'an (Volksrepublik China)
Bearbeiten Siehe auch
Eulen nach Athen tragen
Bearbeiten Quellen
Bearbeiten Einzelnachweise
↑ Volkszählung 2001, (S. 115)
↑ Eurostat Angaben für LUZ Athen 2003-2006, [1] Tabelle tgs00080
↑ Geoklima 2.1
↑ Der Spiegel v. 28. Dezember 1987 „Viele Tote.
↑ Der Spiegel v. 7. Juni 1982 „Gefangene der Wolke“
↑ Webseite des griechischen Umweltministeriums mit den aktuellen Luftmesswerten von Athen
↑ Focus-online v. 15. Juni 2007 „Flammeninferno vor den Toren Athens“
↑ Süddeutsche Zeitung v. 14. Juli 2007 „Villen statt Wälder“ (Link nicht mehr abrufbar)
↑ Mordanklage gegen Polizisten, der 15-Jährigen erschoss von (red) auf derstandard.at, abgerufen 28. Dezember 2009
↑ Teuerster Umzug in Athens Geschichte
↑ Das Heidelberger Fragment kehrt an die Akropolis in Athen zurück
Bearbeiten Literatur
Sotiris Chtouris, Elisabeth Heidenreich, Detlev Ipsen: Von der Wildnis zum urbanen Raum. Zur Logik der peripheren Verstädterung am Beispiel Athen, Frankfurt/Main 1993.
Robert Schediwy: Städtebilder – Reflexionen zum Wandel in Architektur und Urbanistik, Wien 2005, speziell S. 16ff.
Raimund Schulz: Athen und Sparta (Geschichte kompakt). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003.
Handbuch der Altertumswissenschaft 3,2,2.
Bearbeiten Weblinks
Athen in Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft.
Wiktionary: Athen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Athen – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wikinews: Kategorie: Athen – in den Nachrichten
Offizielles Stadtportal (englisch, griechisch)
Deutsche Botschaft Athen (deutsch, griechisch)
Goethe-Institut Athen
Flughafen Athen (englisch, griechisch)
Webseite der Athener Verkehrsbetriebe (englisch, griechisch)
Echtzeit-Karte zur Verkehrsbelastung (englisch, griechisch)
Thede Kahl: Athen, in: Enzyklopädie des europäischen Ostens (EEO)
Athen-Magazin (deutsch)
Luftbilder aus Athen
Gemeinden in der Region Attika
Regionalbezirk Athen-Zentrum: Athen | Dafni-Ymittos | Filadelfia-Chalkidona | Galatsi | Ilioupoli | Kesariani | Vyronas | Zografos
Regionalbezirk Athen-Nord: Agia Paraskevi | Amarousio | Chalandri | Cholargos-Papagos | Iraklio | Kifisia | Metamorfosi | Nea Ionia | Pefki-Lykovrysi | Pendeli | Filothei-Psychiko | Vrilissia
Regionalbezirk Athen-Süd: Agios Dimitrios | Alimos | Elliniko-Argyroupoli | Glyfada | Kallithea | Moschato-Tavros | Nea Smyrni | Paleo Faliro
Regionalbezirk Athen-West: Agia Varvara | Agii Anargyri-Kamatero | Chaidari | Egaleo | Ilio | Peristeri | Petroupoli
Regionalbezirk Piräus: Keratsini-Drapetsona | Korydallos | Nikea-Agios Ioannis Rendis | Perama | Piräus
Regionalbezirk Inseln: Ägina | Angistri | Hydra | Kythira | Poros | Salamis | Spetses | Trizinia
Regionalbezirk Westattika: Aspropyrgos | Elefsina | Fyli | Mandra-Idyllia | Megara
Regionalbezirk Ostattika: Acharnes | Dionysos | Koropi | Lavrio | Marathon | Markopoulo Mesogeas | Pallini | Peania | Rafina-Pikermi | Oropos | Vari-Voula-Vouliagmeni | Saroniko | Spata-Artemi
Europäische Kulturhauptstadt
Kulturstadt Europas: 1985: Athen | 1986: Florenz | 1987: Amsterdam | 1988: West-Berlin | 1989: Paris | 1990: Glasgow | 1991: Dublin | 1992: Madrid | 1993: Antwerpen | 1994: Lissabon | 1995: Luxemburg | 1996: Kopenhagen | 1997: Thessaloniki | 1998: Stockholm
Kulturhauptstadt Europas: 1999: Weimar | 2000: Avignon, Bergen, Bologna, Brüssel, Helsinki, Krakau, Prag, Reykjavík, Santiago de Compostela | 2001: Porto, Rotterdam | 2002: Salamanca, Brügge | 2003: Graz
Europäische Kulturhauptstadt: 2004: Lille, Genua | 2005: Cork | 2006: Patras | 2007: Luxemburg, Sibiu | 2008: Liverpool, Stavanger | 2009: Linz, Vilnius | 2010: Ruhrgebiet, Pécs, Istanbul | 2011: Turku, Tallinn | 2012: Guimarães, Maribor | 2013: Marseille, Košice | 2014: Umeå, Riga | 2015: Mons
Watch Euroleague Basketball Lietuvos Rytas vs Panathinaikos Athen,Efes Pilsen Istanbul vs Montepaschi Siena, Power ...
1:00 PM ET Lietuvos Rytas vs Panathinaikos Athen 19:00 CET 1:30 PM ET Efes Pilsen Istanbul vs Montepaschi Siena 19:30 CET 2:45 PM ET Power Electronics Valencia vs Zalgiris Kaunas 20:45 CET 2:45 PM ET Real Madrid vs Partizan mt:s Belgrade 20:45 CET
Familientragdie ereignet Ein Mann hat nach einem Streit Frau 26 in ihrer Wohnung umgebracht und und sich danach mit den gemeinsamen zwei Kindern vom Balkon im sechsten Stock gestrzt dpa Ein Kind ist gestorben das andere schwebt in Lebensgefahr Der Mann und eines der Kinder kamen ums Leben Das zweite Kind schwebe in Lebensgefahr berichtete der griechische Rundfunk
http://www.da-imnetz.de/nachrichten/welt/zr-mann-toetet-frau-springt-kindern-balkon-304123.html
Athens: City: City Guide, weather and facts galore from ...
Athens The capital and largest city of Greece, in the eastern part of the country near the Saronic Gulf
Taufik admits will be difficult to overcome Chong Wei
Kuala Lumpur: Indonesia's top badminton player Taufik Hidayat has admitted that it will be hard for him to overcome Datuk Lee Chong Wei in today's (Sunday) final of the Proton Malaysian Open championship.
Athens travel guide - Wikitravel
Open source travel guide to Athens, featuring up-to-date information on attractions, hotels, restaurants, nightlife, travel tips and more. ...
Badminton: Taufik Admits Will Be Difficult To Overcome Chong Wei
KUALA LUMPUR, Jan 22 (Bernama) -- Indonesia's top badminton player Taufik Hidayat has admitted that it will be hard for him to overcome Datuk Lee Chong Wei in Sunday's final of the Proton Malaysian Open championship.
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Central Asian judokas collect golds in judo World Cup
Judokas from Central Asia on Saturday hit the gold bonanza from the men's judo World Cup organized by the International Judo Federation in Tbilisi of Georgia
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Hornets too much, too fast for Panthers in league loss
M.D. ‘Doc’ Smith news@bulllardnews.com The Bullard Panthers boys league record evened-up at 2-2 after one round of play with a 52-40 setback to a hot-handed Athens Hornets last Friday night at Panther gymnasium. For just a few moments the battle for the top was going to be just that, as the scoring started slow and both teams feeling the other team’s defensive schemes ...
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KUALA LUMPUR -- Malaysia's Lee Chong Wei is within reach of his seventh Proton Malaysian Open title after he easily beat Chen Long of China in the semifinal at the Putra Stadium in Bukit Jalil here today.
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Preseason pollsters knew San Diego State was going to be goodwhen they made the Aztecs the preseason favorite to win the Mountain West Conference .
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In the days and months after the Jan. 12, 2010, earthquake inHaiti, support poured out of the Lincoln area.
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Athens Greece Guide
Includes history of Athens, Greece, places to go, museums, shopping, tourist information, and more.
This is why we need to educate people. When people are misinformed, this is what happens.
There is very little wonder that many support Sarah Palin. Many people listen to her when she speaks, and many of them actually believe her. When people want to believe something, no matter what argument you make – they will continue to believe what they want to believe if they are not given the facts. [...]

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