Koninkrijk België (niederl.) Royaume de Belgique (frz.) Königreich Belgien (dt.) Flagge Wappen Wahlspruch: Eendracht maakt macht (niederl.) L’union fait la force (frz.) Einigkeit macht stark (dt.) Amtssprache Niederländisch, Französisch, Deutsch Hauptstadt Brüssel Staatsform Parlamentarische Monarchie Staatsoberhaupt König Albert II. Regierungschef Premierminister Yves Leterme[1] Fläche 30.528[2] km² Einwohnerzahl 10.839.905[3] (1. Januar 2010) Bevölkerungsdichte 355 Einwohner pro km² Bruttoinlandsprodukt nominal (2007)[4] 394.507 Mio. US$ (22.) Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 42.557 US$ (17.) Human Development Index 0,867 (18.)[5] Währung Euro (€) 1 Euro = 100 Cent Unabhängigkeit 4. Oktober 1830 (Proklamation) 19. April 1839 (internationale Anerkennung) Nationalhymne Brabançonne Nationalfeiertag 21. Juli (Tag der Vereidigung des 1. belgischen Königs, Leopold I.) Zeitzone UTC+1 MEZ UTC+2 MESZ (März bis Oktober) Kfz-Kennzeichen B Internet-TLD .be Telefonvorwahl +32 Das Königreich Belgien (niederl.  Koninkrijk België?/i, frz. Royaume de Belgique) ist ein Staat in Westeuropa. Es liegt an der Nordsee und grenzt an die Niederlande, an Deutschland, Luxemburg und Frankreich. Belgien hat etwa 10,5 Millionen Einwohner und ist 30.528 km² groß. Seit der Unabhängigkeit 1830 und Verfassungsgebung 1831 ist Belgien eine parlamentarische Monarchie. Zwischen den zwei großen Bevölkerungs- und Sprachgruppen herrscht ein anhaltender Sprachenstreit, der grundsätzlich in der Tatsache begründet liegt, dass im Norden des Landes eine niederländischsprachige flämische Bevölkerung lebt, im wallonischen Süden und in der Hauptstadt-Region Brüssel hingegen Französisch gesprochen wird. Seit den 1970er-Jahren wird diesem Problem durch eine Dezentralisierung der Staatsorganisation und durch Umwandlung in einen Bundesstaat zu begegnen versucht. Dennoch prägen die gegensätzlichen Interessen der Vertreter der beiden großen Bevölkerungsgruppen weiterhin die belgische Politik. Der Bundesstaat Belgien ist in drei Gemeinschaften (flämische, französische, deutschsprachige) und drei Regionen (Flandern, Wallonien, Brüssel-Hauptstadt) eingeteilt. Belgien ist Gründungsmitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), der heutigen Europäischen Union (EU), deren wichtigste Institutionen in seiner Hauptstadt Brüssel ihren Sitz haben. Zusammen mit den Niederlanden und Luxemburg bildet Belgien den Verbund der Benelux-Staaten. Inhaltsverzeichnis 1 Landesname und Überblick 2 Land 2.1 Geographie 2.2 Gewässer 3 Geschichte 4 Staat 4.1 Politik 4.1.1 Staatsform und Institutionen 4.1.2 Parteien 4.1.3 Flämisch-wallonischer Konflikt 4.1.4 Aktuelle politische Entwicklungen 4.2 Europapolitik 4.3 Militär 4.4 Polizei 4.5 Gliederung 5 Einwohner 5.1 Bevölkerung 5.2 Sprachen 5.3 Religion 5.4 Homosexualität 6 Bildung 6.1 Schulen der flämischen Gemeinschaft 6.2 Schulen der französischen Gemeinschaft 6.3 Schulen der deutschsprachigen Gemeinschaft 6.4 Hochschulen 7 Wirtschaft 7.1 Tourismus 7.2 Energiepolitik 7.3 Regionale Disparitäten 7.4 Kennzahlen 7.5 Staatshaushalt 8 Verkehr 8.1 Eisenbahn 8.2 Schifffahrt 8.3 Flugverkehr 8.4 Straßenverkehr 9 Kultur 9.1 Gastronomie 9.2 Sport 9.3 Comics 9.4 Musik 10 Berühmtheiten 10.1 Sehenswürdigkeiten & Städte in Bildern 10.2 Belgische Persönlichkeiten 11 Siehe auch 12 Literatur 13 Weblinks 14 Einzelnachweise // Landesname und Überblick Der Name ‚Belgien‘ rührt von der Römischen Provinz Gallia Belgica her. Dieser nördliche Teil Galliens wurde von Stämmen keltischer und germanischer Herkunft, den Belgae, bewohnt. Seit Ende des Mittelalters bis ins 17. Jahrhundert war Belgien ein Hort kulturellen und wirtschaftlichen Reichtums. Ab dem 16. Jahrhundert war Belgien Schauplatz vieler Schlachten der europäischen Machthaber, so auch während des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Belgien nahm intensiv an der Industriellen Revolution teil und besaß Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts mehrere Gebiete außerhalb Europas. Land Geographie Geographischer Mittelpunkt: Nil-Saint-Vincent (Gemeinde Walhain) Höchste Erhebung: Signal de Botrange (694 m im Hohen Venn) Höchstgelegene Ortschaft: Rocherath (650 m)[6] Abgesehen vom Bergland der Ardennen im Südosten ist Belgien weitgehend eben. Die Küste ist 72,3 km lang. 25 Prozent der Landfläche werden für Landwirtschaft genutzt. Ungefähr 95 Prozent aller Belgier leben in Städten. Laut den Berechnungen des Königlichen Belgischen Instituts für Naturwissenschaften hat Belgien eine Fläche von 30.528 km². Gewässer Es gibt unter anderem folgende Flüsse und Kanäle: Albertkanal Amel (frz. Amblève) Boudewijnkanal Demer Dender Gileppe Göhl (frz. Geule; ndl. Geul) Henne (frz. Haine; ndl. Hene) Inde Kanal Brügge-Ostende Kanal Charleroi-Brüssel Kanal Gent-Brügge Kanal Nimy-Blaton-Péronnes Leie (frz. Lys) Maas (frz. Meuse; ndl. Maas) Nete Ourthe Rur (frz. und ndl. Roer; wall. Rour) Sambre (ndl. Samber) Semois Schelde (frz. Escaut) Warche Weser (frz. Vesdre, ndl. Vesder) Yser (ndl. IJzer) Zeekanal Gent-Terneuzen Zentrumskanal (frz. Canal du Centre, ndl. Centrumkanaal) Geschichte Hauptartikel: Geschichte Belgiens Als Provinz Belgica - ein von Cäsar eingeführter Name - erlebte das heutige Gebiet Belgien viele Herrschaften. Es war im Frühmittelalter Teil des fränkischen Reiches und wurde bei dessen Teilungen ebenfalls immer wieder geteilt. Später war es überwiegend Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches und zerfiel in einzelne Herzogtümer und Grafschaften. Vom Hochmittelalter bis zur frühen Neuzeit stellten die Städte Flanderns mit ihren Tuchindustrien eines der beiden Zentren der europäischen Wirtschaft dar (neben den Städten Norditaliens). Die einzelnen Territorien gerieten politisch unter das Haus Burgund, das 1477 von den Habsburgern beerbt wurde. Zunächst regierte der spanische Zweig der Habsburger, danach der österreichische. 1794 wurde es vom revolutionären Frankreich annektiert. 1815, auf dem Wiener Kongress, wurde Belgien den Niederlanden zugesprochen. Nach der belgischen Revolution wurde Belgien 1830 unabhängig. Es wurde eine parlamentarische Monarchie errichtet und Leopold von Sachsen-Coburg zum ersten König der Belgier ernannt. Leopold II., Sohn des ersten Königs, erwarb den Kongo in Afrika als Privatbesitz. Nachdem die brutalen Exzesse bei der wirtschaftlichen Ausbeutung des Kongo international bekannt geworden waren, musste Leopold das Gebiet 1908 als Kolonie an den belgischen Staat abtreten. Während Leopolds Schreckensherrschaft waren in dem afrikanischen Land schätzungsweise 10 Millionen Menschen durch Sklaverei und Zwangsarbeit ums Leben gekommen.[7] 1960 wurde der Kongo unabhängig. Im Ersten Weltkrieg wurde das neutrale Belgien entsprechend dem Schlieffen-Plan in die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Deutschen Kaiserreich und Frankreich als Durchgangsland einbezogen und von der kaiserlichen deutschen Armee fast gänzlich eingenommen. Auf den Partisanenkrieg der französischsprachigen Belgier (Wallonen) reagierte das deutsche Militär mit Vergeltungsschlägen in Form von Erschießungen, Bränden und Geiselnahmen. In Dinant und mehreren anderen belgischen Städten kam es zu regelrechten Massakern an der Zivilbevölkerung. Ob es überhaupt eine größere Partisanenaktivität gegeben hatte, ist heute umstritten (siehe Francs-tireurs). Im Verlauf des Stellungskrieges wurden außerdem viele Städte in Flandern zerstört. Als in Deutschland die Arbeitskräfte knapp wurden, mussten Zehntausende belgische Zivilisten - Flamen wie Wallonen - Zwangsarbeit für das deutsche Militär und die deutsche Rüstungsindustrie leisten.[8] Nach dem Krieg annektierte Belgien die mehrheitlich von Deutschen bewohnten Gebiete der Region um Eupen und Malmedy, die weiteren eingeforderten Gebiete bis zum Rhein hin wurden dem Staat allerdings nicht übertragen. Die vertraglich vereinbarte Volksabstimmung in Eupen-Malmedy wurde vom belgischen Staat unter extrem undemokratischen Bedingungen durchgeführt, da man mit einer Abstimmungsniederlage rechnete. Belgien beteiligte sich später auch an der Ruhrbesetzung. Im Zweiten Weltkrieg verhielt sich das Land anfangs neutral, wurde aber wieder als Durchgangsland nach Frankreich besetzt, verlor seine v.g. annektierten Gebiete wieder und gelangte in den Einflussbereich der deutschen NS-Diktatur. Teile der Bevölkerung, wie Juden, Sinti und Roma wurden in Konzentrationslager deportiert.[9] Bis zur Befreiung durch die Westalliierten hatte es – wie halb Europa – unter der Willkürherrschaft der nationalsozialistischen Diktatur und die jüdische Bevölkerung unter ihrer Verfolgung und Vernichtung zu leiden; Städte und Landschaften blieben aber weitgehend von Kriegszerstörungen verschont. Lediglich im Osten des Landes, vor allem um Sankt Vith und Bastogne, führte die Ardennenoffensive im Winter 1944/45 zu schweren Zerstörungen. Die bereits seit 1944 geplante Zoll- und Wirtschaftseinheit von Belgien, den Niederlanden und Luxemburg wurde im Haager Vertrag am 3. Februar 1958 vereinbart und ist am 1. November 1960 in Kraft getreten (Beneluxländer). Belgien gehörte zu den Gründerstaaten der EWG und spielte seither eine wichtige Rolle im europäischen Einigungsprozess. Das Land wurde Sitz internationaler Organisationen, wie der NATO und der Europäischen Union. Die Innenpolitik seit dem Zweiten Weltkrieg war von einer Föderalisierung geprägt, die insbesondere sezessionistische Tendenzen der verschiedenen Sprachräume abzumildern versuchte. Zeitweise gewannen die jeweiligen auf eine Unabhängigkeit der Landesteile zielenden Parteien jedoch große Wähleranteile für sich. Siehe auch: Liste der belgischen Ministerpräsidenten, Belgisch-Kongo Siehe auch: Flämische Bewegung Staat Politik Staatsform und Institutionen Der Palast der Nation, Sitz des belgischen Bundesparlaments Belgien ist eine bundesstaatlich organisierte parlamentarische Monarchie mit einem Zweikammerparlament. Die Bundeslegislative setzt sich zusammen aus dem König sowie den beiden Parlamentskammern, der bedeutenderen Abgeordnetenkammer mit 150 und dem Senat mit 71 Mitgliedern. Der König gehört gleichzeitig auch der Exekutive an, die er zusammen mit der 15-köpfigen Regierung bildet, der wiederum der Premierminister als primus inter pares vorsteht. Die föderalen Institutionen sind verantwortlich für Justizwesen, Finanzpolitik, innere Sicherheit, Außenpolitik, Landesverteidigung und soziale Sicherheit. Parteien Die meisten Parteien, vor allem die größeren, haben ihre Basis entweder in Flandern oder in Wallonien. Die deutschsprachigen Parteien sind nur regional tätig. Flämische Parteien im Bundesparlament sind (Stand der Sitze von 2010[10]): N-VA, Nieuw-Vlaamse Alliantie (ehemals verbunden mit den flämischen Christdemokraten), flämische Separatisten (zur Zeit 27 Sitze in der Abgeordnetenkammer) CD&V, Christen-Democratisch & Vlaams, flämische Christdemokraten (zur Zeit 17 Sitze) Open-VLD, Open Vlaamse Liberalen en Democraten, flämische Liberale (zur Zeit 13 Sitze) Vlaams Belang (ehemals Vlaams Blok), rechtsextreme flämische Separatisten (zur Zeit 12 Sitze) SP.a, Socialistische Partij Anders, flämische Sozialisten (zur Zeit 13 Sitze) Groen! (ehemals Agalev und SLP), flämische Grüne (zur Zeit 5 Sitze) Lijst Dedecker, rechtsliberale Abspaltung der VLD (zur Zeit 1 Sitz) Wallonisch sind: PS, Parti Socialiste, französischsprachige Sozialisten (zur Zeit 26 Sitze) MR, Mouvement Réformateur, französischsprachige Liberale (zur Zeit 18 Sitze) CDH, Centre Démocrate Humaniste, französischsprachige Christdemokraten (zur Zeit 9 Sitze) Ecolo, französischsprachige Grüne (zur Zeit 8 Sitze) PP, Parti Populaire, rechtsliberale Partei Walloniens (zur Zeit 1 Sitz) Flämisch-wallonischer Konflikt Belgien ist von innerer Zerrissenheit, vor allem zwischen der flämischen und wallonischen Volksgruppe, geprägt. Tendenziell nehmen die Spannungen eher zu. Insbesondere die Wahlerfolge separatistischer flämischer Parteien führten zu der häufig geäußerten Annahme, dass es letztendlich früher oder später zu einer Abspaltung Flanderns vom belgischen Gesamtstaat käme. Als problematisch wird hierbei insbesondere der künftige Status der von der französischsprachigen Bevölkerungsgruppe geprägten Hauptstadt Brüssel und seines verwaltungsmäßig zu Flandern gehörenden Umlandes, die zusammen den Wahlkreis Brüssel-Halle-Vilvoorde bilden, sowie die bisherige Einbindung Belgiens in verschiedene internationale Organisationen gesehen; zudem wäre die Zukunft des Königshauses ungewiss. Siehe auch: Flämisch-wallonischer Konflikt Aktuelle politische Entwicklungen Im März 2008 verständigten sich flämische und wallonische Christdemokraten (CD&V und cdH) und Liberale (VLD und MR) sowie die wallonischen Sozialisten (PS) auf die Bildung einer gemeinsamen Regierung mit Yves Leterme (CD&V) als Ministerpräsidenten. Leterme wurde daraufhin am 20. März 2008 gewählt.[11] Am 18. Dezember 2008 teilte der Kassationshof, das höchste ordentliche Gericht in Belgien, in einem Brief an den Kammervorsitzenden Herman van Rompuy mit, dass Leterme versucht habe, das Gericht in der Frage des geplanten Verkaufs der belgischen Bank Fortis an den französischen Finanzkonzern BNP Paribas zu beeinflussen; dies hatte Leterme kurz zuvor noch bestritten. Tags darauf trat die gesamte Regierung Leterme zurück.[12] Ab dem 30. Dezember 2008 führte Herman van Rompuy (CD&V) die belgische Föderalregierung, welche sich aus derselben Fünfparteien-Koalition zusammensetzte. Nachdem er jedoch am 19. November 2009 zum ersten ständigen Präsidenten des Europäischen Rates designiert wurde, legte er sein Amt als Premierminister am 25. November 2009 wegen Unvereinbarkeit der Ämter nieder. Am gleichen Tag noch wurde Yves Leterme erneut zum Premierminister ernannt und führte seither seine zweite Föderalregierung in dieser Legislaturperiode.[13] Diese zweite Regierung unter Yves Leterme zerbrach im April 2010 wieder, als nach internen Streitigkeiten um eine Lösung im Konflikt um den zweisprachigen Wahlkreis Brüssel-Halle-Vilvoorde die flämische liberale Partei Open VLD ihren Rückzug aus der Regierung bekanntgab[14]. Bei den vorgezogenen Neuwahlen am 13. Juni 2010 gewann die separatistische Neu-Flämische Allianz (N-VA) unter Bart De Wever 27 der 150 Sitze und stellt damit unter den flämischen Parteien die stärkste Fraktion im Parlament. In Wallonien wurde die sozialistische PS von Elio di Rupo stärkste politische Kraft. Seither versuchen die Parteien, eine neue Koalitionsregierung zu bilden. Dies ist mit Stand vom 25. Januar 2011 noch nicht erreicht worden. Damit ist diese Regierungsbildung die längste in der neueren europäischen Geschichte.[15] König Albert II. hatte am 21. Oktober 2010 Johan Vande Lanotte als Vermittler zur Bildung einer neuen Regierung eingesetzt. Dieser hatte vergeblich versucht, eine neue Regierungskoalition aus sieben Parteien zu bilden. Er gab am 26. Januar 2011 sein Scheitern und seinen Rücktritt bekannt. [16] Bis zur Bildung einer neuen Föderalregierung bleibt das Kabinett Leterme geschäftsführend im Amt. Europapolitik Belgien hat eine strategische geographische Position im Herzen Europas, inmitten eines europäischen Ballungsraumes und in der Nähe der größten Seehäfen. Dadurch besteht auch eine gewisse Abhängigkeit vom internationalen Handel, wobei die wichtigsten Handelspartner die Nachbarstaaten Niederlande, Deutschland und Frankreich sind. Das macht Belgien zu einer der offensten Volkswirtschaften in der Europäischen Union (EU). Vor diesem Hintergrund verfolgt Belgien traditionell eine Öffnungspolitik zu den europäischen Nachbarn, zum einen durch die Benelux-Gemeinschaft, zum anderen im Rahmen des Europarates und der EU, zu deren Gründungsmitgliedern Belgien gehört. Das Land ist ebenfalls Gründungsmitglied der europäischen Währungsunion. Eurobarometer-Umfragen zeigen regelmäßig, dass die belgische Bevölkerung etwa zu zwei Drittel pro-europäisch eingestellt ist, was über dem EU-Durchschnitt von knapp über 50% liegt.[17] Die belgische Hauptstadt Brüssel ist Sitz mehrerer EU-Institutionen und Agenturen wie die Kommission, das Parlament, der Ministerrat, der Wirtschaft- und Sozialausschuss oder der Ausschuss der Regionen, sowie zahlreicher Lobbying Gruppen, NGOs usw., die im Bereich der Europapolitik arbeiten. Die belgischen Regierungen seit 1945 haben sich für den Aufbau Europas eingesetzt. Unter belgischem Ratsvorsitz in der zweiten Hälfte 2001 wurde die Einberufung des Verfassungskonvents beschlossen, der ein paar Jahre später den Vertrag über eine Verfassung für Europa (VVE) hervorbringen sollte. Belgien setzte sich für den Ratifizierungsprozess des VVE ein und, nach dessen Scheitern, für die Erhaltung der Substanz des VVE im Vertrag von Lissabon, der am 13. Dezember 2007 unterschrieben wurde und am 1. Dezember 2009 in Kraft trat. Belgiens Verteidigungspolitik stützt sich nicht nur auf die NATO (Belgien ist Gründungsmitglied), sondern auch auf die EU im Rahmen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP). Die Hauptstadt Brüssel ist sowohl Sitz der NATO Hauptorgane als auch der Europäischen Verteidigungsagentur der EU, was Belgien zum Zentrum der euro-atlantischen Verteidigungsstrukturen macht. Das Land stellt für die European Battle Groups Truppen bereit und beteiligt sich an Einsätzen der EU, z. B. an der EUFOR. Durch seine historischen Verbindungen zum Kongo hat sich Belgien als Meinungsführer bei Angelegenheiten der Großen Seen und Zentralafrikas innerhalb der EU etabliert und ist maßgeblich bemüht um eine friedliche Stabilisierung des Ostkongo. Durch Belgiens föderale Struktur, die der Lokalebene außerordentlich viele Kompetenzen zuweist, sind sowohl die Regionen als auch die Gemeinschaften maßgeblich an der Formulierung der belgischen Europapolitik beteiligt, aber auch von der Umsetzung politischer Ziele der EU betroffen – was auch eventuelle lokale Unterschiede bei der Umsetzung erklärt. Zum Beispiel sind sie zuständig für Kulturpolitik und können in diesem Bereich Verträge mit ausländischen Staaten abschließen, sodass sie im Ausland ein eigenständiges Profil aufgebaut haben, z. B. indem sie in einigen belgischen Botschaften Kulturreferenten stellen. In der zweiten Hälfte 2010 hat Belgien den Vorsitz des Ministerrates inne. Diese belgische Ratspräsidentschaft bildet das Mittelstück der Trio-Präsidentschaft mit Spanien (erste Hälfte 2010) und Ungarn (erste Hälfte 2011). Nach dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon wurde der Belgier Herman Van Rompuy in das neugeschaffene Amt des Präsidenten des Europäischen Rates berufen. Militär Die Belgischen Streitkräfte (frz. Armée belge, ndl. Defensie van België) untergliedern sich in Heer, Marine, Luftstreitkräfte und medizinisches Korps (niederländisch Medische Component, französisch Corps médical). 2006 hatten die Belgischen Streitkräfte eine Stärke von 35.000 Mann. Der freiwillige Wehrdienst wurde formell 1994 abgeschafft. Die Verteidigungsausgaben betrugen 2006 2,5 Milliarden Euro. Die Landstreitkräfte sind mit 24.600 die größte der Teilstreitkräfte. Sie können auf einen Fuhrpark von 300 Kampfpanzern, 989 gepanzerten Fahrzeugen und 288 Artilleriegeschützen zurückgreifen. Die belgische Luchtmacht bzw. Force Aérienne Belge ist mit 6.350 Mann die zweitgrößte Teilstreitkraft. Ihr stehen 72 F-16 Kampfflugzeuge sowie 31 Hubschrauber zur Verfügung. Die Marine ist in einem gemeinsamen Benelux-Kommando organisiert. Sie verfügt über 2 Wielingen - Fregatten, 6 Minenjäger und ein Flusspatrouillenschiff. Polizei Die Polizei in Belgien gliedert sich seit der Polizeireform des Jahres 2001 auf Ebene des Zentralstaats in die folgenden Polizeien: Föderale Polizei (Federale Politie, Police Fédérale) Verwaltungspolizei (Bestuurlijke politie, Police administrative) Gerichtspolizei (FGP) (Gerechtelijke politie (FGP), Police judiciaire (PJF)) 85 % des Personals der FGP ist allerdings 27 dezentralen Büros zugeordnet. Die Lokale Polizei (Lokale Politie, Police Locale) mit ihren momentan 196 Polizeieinheiten ist aus kommunalen Polizeieinheiten und der bis 2001 bestehenden Rijkswacht/Gendarmerie gebildet worden. Gliederung Die Gemeinschaften Belgiens:  Flämische Gemeinschaft  Französische Gemeinschaft  Deutschsprachige Gemeinschaft  Brüssel-Hauptstadt (zweisprachig) Die Regionen Belgiens:  Flämische Region  Wallonische Region  Region Brüssel-Hauptstadt Hauptartikel: Politisches System Belgiens Belgien ist seit 1993 ein Bundesstaat, der sich sowohl in drei Regionen als auch in drei Gemeinschaften gliedert. Als nachgeordnete Verwaltungseinheiten bestehen zehn Provinzen und 43 Arrondissements. Die lokale Selbstverwaltung wird von den 589 Gemeinden ausgeübt. Sowohl die Regionen als auch die Gemeinschaften sind Gliedstaaten des belgischen Bundesstaates; sie unterscheiden sich durch ihre territoriale Abgrenzung und ihre Kompetenzen. Die Regionen (ndl. gewesten, frz. régions) sind zuständig für große Bereiche der Wirtschafts-, Umwelt-, Verkehrs- und Agrarpolitik, zudem üben sie die Rechts- und ggf. Fachaufsicht über Provinzen, Arrondissements und Gemeinden aus. Die Gemeinschaften (ndl. gemeenschappen, frz. communautés; früher häufig auch als Kultur- bzw. Sprachgemeinschaften bezeichnet) verantworten das gesamte Bildungswesen, die Kulturpolitik sowie weitere „personenbezogene Angelegenheiten“ (Bereiche der Familien-, Gesundheits- und Sozialpolitik, u. a. die öffentlichen Krankenhäuser). Auch im Vergleich mit anderen Bundesstaaten verfügen Regionen und Gemeinschaften zusammengenommen über ein hohes Maß an Kompetenzen, zudem können sie in ihren Verantwortungsbereichen eigenständig Verträge mit ausländischen Staaten abschließen. Vom belgischen Staat abgeschlossene internationale Verträge, die Kompetenzen der Regionen bzw. Gemeinschaften betreffen, bedürfen der Zustimmung von deren Parlamenten; dies gilt beispielsweise für die Verträge der Europäischen Union. Bei der Bundesebene sind vor allem die Zuständigkeit für Außen-, Verteidigungs- und Finanzpolitik, die sozialen Sicherungssysteme sowie die Polizei und Justiz verblieben. Die territoriale Abgrenzung der Regionen und Gemeinschaften richtet sich nach den Sprachgebieten: Die Flämische Region umfasst das niederländische Sprachgebiet, die Wallonische Region das französische und das deutsche Sprachgebiet, die Region Brüssel-Hauptstadt das zweisprachige französisch-niederländische Gebiet. Die Flämische Gemeinschaft übt ihre Befugnisse auf dem niederländischen und dem zweisprachigen Sprachgebiet aus, die Französische Gemeinschaft auf dem französischen und dem zweisprachigen Sprachgebiet, die Deutschsprachige Gemeinschaft auf dem deutschen Sprachgebiet. Regionen und Gemeinschaften verfügen jeweils über ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung. Allerdings haben die Flämische Gemeinschaft und die Flämische Region ihre Institutionen zusammengelegt, so dass es nur ein Flämisches Parlament und eine Flämische Regierung gibt, die sowohl die Befugnisse der Region als auch die der Gemeinschaft ausüben. Außerdem kennt man in Belgien auf einer tieferen Verwaltungsebene die insgesamt zehn Provinzen, die innerhalb der Regionen liegen: Die Flämische Region (nl.: Het Vlaamse Gewest) umfasst fünf Provinzen: Antwerpen (Hauptstadt Antwerpen) Limburg (Hasselt) Ostflandern (Gent) Flämisch Brabant (Löwen) Westflandern (Brügge) Die Wallonische Region (fr.: La Région Wallonne) umfasst ebenfalls fünf Provinzen: Hennegau (Mons) Lüttich (Lüttich) Luxemburg (Provinz) (Arlon) Namur (Namur) Wallonisch Brabant (Wavre) Die Region Brüssel-Hauptstadt (nl.: Brussels Hoofdstedelijk Gewest, fr.: Région de Bruxelles Capitale) gilt als provinzfrei. Sie übt ihre Zuständigkeiten im Verwaltungsbezirk Brüssel-Hauptstadt aus, welcher deckungsgleich ist mit der Region Brüssel-Hauptstadt. Die unterste Verwaltungsebene stellen die 589 Gemeinden dar (siehe auch Liste der Gemeinden Belgiens). Einwohner Bevölkerung Bevölkerungsentwicklung (x1000) 1961–2002 Die Bevölkerung Belgiens wird in der Regel in Sprachgruppen eingeteilt. Genaue Daten zur tatsächlichen Verteilung sind seit der Festlegung der Sprachgrenze 1962 nicht mehr erhoben worden. Hiernach stellen die niederländischsprachigen Flamen etwa 60 Prozent der Bevölkerung. Die Wallonen und die französischsprachigen Bewohner der Region Brüssel-Hauptstadt und ihres Umlandes, die meist zusammenfassend als französischsprachige Belgier bezeichnet werden, umfassen etwa 40 Prozent der Einwohner des Landes. Hinzu kommt die kleine deutschsprachige Bevölkerungsgruppe im Osten des Landes mit unter einem Prozent (rund 74.000 Einwohner), sowie eine kleine luxemburgisch sprechende Minderheit in der Region um Arlon. Als Voyageurs[18] oder Woonwagenbewoners[19] werden in Belgien lebende Gruppen sowohl der Jenischen[20], Manouches und Roma, als auch einheimische Wohnwagenbewohner bezeichnet. Die gens du voyage werden auf insgesamt 15.000–20.000 Personen, entsprechend 0,15 % der belgischen Bevölkerung, geschätzt.[21] Die weitere Wohnbevölkerung besteht aus Zugewanderten aus vielen Teilen Europas und Afrikas. Sprachen In Belgien gibt es heute drei Amtssprachen, Niederländisch (Flämisch, bezeichnet niederländische Dialekte in Flandern), Französisch und Deutsch (bezeichnet westmitteldeutsche Dialekte und die hochdeutsche Amtssprache in Ostbelgien). Seit der Unabhängigkeit Belgiens 1830 galt allein Französisch als Amtssprache des Staates. Im Jahr 1873 wurde Niederländisch als zweite offizielle Amtssprache im belgischen Königreich rechtlich anerkannt, trotzdem blieb die Verwaltungs- und Unterrichtssprache in ganz Belgien allein Französisch. 1919, also nach dem Ersten Weltkrieg, kam Deutsch als Amtssprache für die Menschen im neu hinzugewonnenen Gebiet im Osten dazu. Erst danach forderte die große Mehrheit der Flamen mit Nachdruck, dass ihre niederländische Muttersprache auch als Verwaltungs- und Unterrichtssprache an Schulen und Universitäten verwendet und der französischen Amtssprache gleichgestellt werden sollte. 1921 erkannte die belgische Regierung die territoriale Einsprachigkeit seiner Bewohner in den drei regionalen Sprachgebieten an: die niederländische Sprachzone Flandern, die französische Sprachzone Wallonie und die daran grenzende neue deutsche Sprachzone in Ostbelgien. Das letztere Gebiet gehörte zuvor zum Deutschen Reich und war nach dem Ersten Weltkrieg und dem Versailler Vertrag Belgien angeschlossen worden. Den Status von Regionalsprachen haben seit 1990 Lothringisch, Champenois, Francique, Picardisch und Wallonisch. Religion Hauptartikel: Religion in Belgien Michael und St. Gudula Kathedrale in Brüssel Etwa 75 Prozent der belgischen Staatsbürger sind römisch-katholisch, rund 1 Prozent gehören einer protestantischen Kirche an und 4 Prozent islamischen Gemeinden. Der Anteil Konfessionsloser beträgt etwa 20 Prozent. Die föderale belgische Regierung unterstützt und erkennt sechs Religionen und eine nicht-konfessionelle Weltanschauung an: die Anglikanische Kirche, den Islam, das Judentum, die römisch-katholische Kirche, die Orthodoxe Kirche, eine unierte protestantische Kirche und die Freigeistige Weltanschauungsgemeinschaft. Homosexualität Hauptartikel: Homosexualität in Belgien Homosexualität ist in Belgien gesellschaftlich weitgehend akzeptiert. Homosexuelle Handlungen wurden bereits im Jahr 1794 entkriminalisiert. Seit 2003 existieren zudem Antidiskriminierungsgesetze. Bildung Das Bildungssystem ist in Belgien auf Grund der weit reichenden Befugnisse der einzelnen Gemeinschaften unterschiedlich, das Hochschulwesen wurde aber im Zuge des Bologna-Prozesses weitgehend auf zwischengemeinschaftlicher und europäischer Ebene vereinheitlicht. Die föderale Instanz von Belgien ist zuständig für die Pensionen der Lehrer, das Festlegen des Minimalwissens zur Erlangung eines Diploms und für die Schulpflicht (vom 6. bis zum 18. Lebensjahr). Schulen der flämischen Gemeinschaft Ab zweieinhalb oder vier Jahren besuchen Kinder normalerweise eine Art Kindergarten mit Vorschule (Kleuteronderwijs). Ab sechs Jahren gehen die Kinder sechs Jahre auf die Grundschule (Basisonderwijs). Belgische bzw. flämische Schulen sind öffentlich (flämische Gemeinschaft), frei (subventioniert; meist katholische Schulen) oder privat (nicht subventioniert). In vielen Fällen haben katholische Schulen ein höheres Niveau als staatliche. Die erste Fremdsprache ist Französisch. Es wird ab dem fünften Schuljahr unterrichtet. Ab dem siebenten Lehrjahr erfolgt der Unterricht auf einer der Sekundarschulen. Die Sekundärschulen (Secundair Onderwijs) werden wie folgt unterteilt: a) erste Schulstufe (vom 12.-14. Jahr) b) zweite und dritte Schulstufe (vom 14.-18. Jahr): Wahl zwischen ASO (allgemeiner sekundärer Unterricht) KSO (kunstbildender sekundärer Unterricht) TSO (technischer sekundärer Unterricht) BSO (beruflicher sekundärer Unterricht) c) vierte Schulstufe (ab dem 18. Jahr; keine Schulpflicht): hauptsächlich Krankenpflegeschulen Englischunterricht hat man ab dem zweiten Lehrjahr des sekundären Unterrichts auf einer ASO. Gewöhnlich kann ein Schüler zwischen den folgenden Richtungen wählen: Mathematik, Griechisch, Latein, Naturwissenschaften. In den späteren Jahren kommen noch weitere Richtungen wie Wirtschaft/Handel, Humanwissenschaften und moderne Sprachen hinzu. Ein Großteil der belgischen Schüler der fünften und sechsten Klasse auf einer ASO hat auch mindestens eine Stunde Deutsch pro Woche, manchmal auch drei. Auf KSO-Schulen, die es meistens nur in großen Städten gibt, hat der Schüler die Auswahl zwischen z. B. Comiczeichnen, Computergrafik etc. Der Schüler nimmt aber dennoch auch an Englisch- und Französischunterricht sowie Mathematik teil. Abgeschlossen wird mit dem Diploma Secundair Onderwijs (Abitur), mit dem man Zugang zu einem Hochschulstudium erhält. Da Schulpflicht bis 18 besteht, kann man, sobald dieses Alter erreicht wurde, die Schule verlassen oder warten, bis man das 'Diploma' bekommen hat. Ausnahmen bilden BSO-Schulen: Dort kann man schon früher die Schule verlassen und der Schulpflicht mit einer Lehre/Berufsausbildung nachkommen. Schulen der französischen Gemeinschaft Kinder können ab dem Alter von drei Jahren in einen Kindergarten (école gardienne) aufgenommen werden. Vom 6. bis zum 12. Lebensjahr besuchen Schüler die Primarstufe (enseignement primaire). Die Klassenstufen werden von der première primaire bis zur sixième primaire durchgezählt. Ab der deuxième primaire können die französischsprachigen Schüler als zweite Sprache Niederländisch lernen. Die Sekundarstufe umfasst wie die Primarstufe 6 Jahre, sie bietet zwei unterschiedliche Ausbildungsrichtungen: klassisch-humanistische Richtung mit 3 Jahren Ecole moyenne inférieure und nachfolgend 3 Jahren Ecole moyenne supérieure mit dem Abschluss Diplôme d’humanités, das dem deutschen Abitur entspricht. technisch-wirtschaftswissenschaftliche Richtung enseignement technique ou professionel mit ebenfalls 6 Jahren Unterricht und dem Abschluss Diplôme technique oder Diplôme professionnel. Schulen der deutschsprachigen Gemeinschaft Die Schulbildung hat die gleiche Alterseinteilung wie in den anderen Teilen Belgiens: Ab dem dritten Lebensjahr kann der Kindergarten besucht werden. Ab dem 5. oder 6. Lebensjahr besucht man dann eine sechsjährige Primarschule. Weitere 6 Jahre werden auf einer Sekundarschule absolviert. Einige Schulen umfassen alle drei Altersstufen, können also vom Kindergarten bis zum Abitur besucht werden. Andere Schulen können nur vom Kindergarten bis zum 6. Schuljahr besucht werden, anschließend muss auf eine andere Schule gewechselt werden. Manche Schulen sind reine Sekundarschulen (7.-12. Schuljahr). Bereits ab dem 1. Schuljahr wird Französisch unterrichtet. Ab dem 8. Schuljahr kommt als dritte Sprache Englisch hinzu. Ab dem 9. Schuljahr kann ein Schüler in einigen Schulen zwischen Sozial-, Naturwissenschaften, Sprachen, Kunst, Sekretariat, Wirtschaftswissenschaften oder Elektronik wählen. Bei der Sprachenabteilung (neusprachlicher Zweig) erlernt man neben Englisch und Französisch noch Italienisch, Spanisch und Niederländisch. Schulpflicht besteht bis zum 18. Lebensjahr, wobei man dieser Pflicht auch mit einer Lehre entsprechen kann. Dort muss man lediglich zweimal die Woche zur Berufsschule. In der DG gibt es auf einigen Schulen eine sogenannte berufliche Abteilung. (z.B Robert-Schuman-Institut-EUPEN[22] und Bischöfliche Schule - Technisches Institut St. Vith) Diese Abteilung ist sehr gut für lernschwache Schüler geeignet, allerdings auch für Schüler, die ihren Berufswunsch schon genau kennen. Das erhaltene Abitur ist mit einem Fachabitur zu vergleichen. Um solch ein Abitur zu erhalten, muss man die Schulbank noch ein Jahr länger drücken, hier sind es nämlich 13 Jahre insgesamt. In den berufsbildenden Abteilungen kann ein Schüler zwischen Büro, Friseur, Kochen, Schreinerei oder sozialen Berufen wählen. In den darauffolgenden Jahren wird man in seinem gewählten Fach ausgebildet. Die allgemeinen Fächer sind auf ein Minimum reduziert, dafür wird man optimal auf seinen späteren Beruf vorbereitet. In vielen Schulen der DG ist eine gewisse Kenntnis in der deutschen Sprache Pflicht. So gibt es viele Frankophone, die der deutschen Sprache mächtig sind, weil sie eine deutschsprachige Schule besuchen oder besucht haben, aber genauso viele Deutschsprachige, die sehr gut französisch sprechen, weil sie eine französischsprachige Schule besucht haben. Hochschulen Belgien hat 11 Universitäten: Niederländischsprachig: Katholische Universität Löwen (Katholieke Universiteit Leuven – KUL), Universität Gent, Universität Antwerpen (UA), transnationale Universität Limburg (Universität Hasselt – UHasselt & Universität Maastricht – UM/Niederlande), Freie Universität Brüssel (Vrije Universiteit Brussel – VUB), Katholische Universität Brüssel (Katholieke Universiteit Brussel – KUB); Französischsprachig: Université Libre de Bruxelles, Facultés Universitaires Saint Louis à Bruxelles, Université de Liège, École Polytechnique de Mons, Facultés universitaires Notre-Dame de la Paix Namur, Université Catholique de Louvain in Louvain-la-Neuve. Den Universitäten gleichgestellte Einzelfakultäten sind die Evangelisch-Theologische Fakultät Löwen (Evangelische Theologische Faculteit), die Fakultät für Protestantische Theologie Brüssel (Faculteit voor Protestantse Godgeleerdheid) und die Königliche Militärschule (Koninklijke Militaire School / École royale militaire). In Brügge befindet sich auch das renommierte Europakolleg. Neben den Universitäten existieren in den drei Gemeinschaften zahlreiche Hochschulen (Hautes Ecoles/Hogeschools) und mehrere Kunsthochschulen (Ecoles Supérieures des Arts). Wirtschaft Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt der EU, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, erreicht Belgien einen Index von 118 (EU-25:100) (2005).[23] Verteilung der erwerbstätigen Bevölkerung nach Sektoren (Stand: 2003): Agrarwirtschaft: 1 % Industrie: 27 % Dienstleistungssektor: 72 % Tourismus Die Ardennen Der Tourismus spielt in Belgien eine große Rolle. Vor allem Deutsche, Briten, Luxemburger, Franzosen und Niederländer besuchen Belgien. Bei den Briten ist außerdem eine Art Erster-Weltkrieg-Tourismus entstanden. In Westflandern stehen noch viele alte Kriegsdenkmäler und -friedhöfe. Daneben sind die Ferienbadeorte an der belgischen Nordseeküste (Knokke-Heist, Bredene, De Panne, Nieuwpoort, Oostende u. a.) sehr beliebt. Außerdem sind auch die Ardennen eine vielbesuchte Urlaubsregion. Von der belgischen Nordseeküste aus kann man viele Tagestouren unternehmen, etwa in die Nachbarländer Frankreich und Niederlande oder Großbritannien. Als besonders nachgefragt haben sich auch Städtetouren nach Brüssel, Hasselt, Gent, Antwerpen u. a. erwiesen. Die Stadt Brügge ist aber wahrscheinlich die Stadt mit dem größten Tourismus. Sie wird gelegentlich Venedig des Nordens genannt. Es existiert ein eigenständiger Tourismusverband für Flandern sowie ein weiterer für das übrige Belgien. Energiepolitik Der Kohlenstoffdioxidausstoß pro Kopf des Landes gehört zu den weltweit höchsten. Belgien besitzt zwei in Betrieb befindliche Kernkraftwerke. 1999 wurde ein Atomausstieg vom Parlament beschlossen (Siehe auch: Kernenergie nach Ländern). Regionale Disparitäten Bereits seit dem 19. Jahrhundert bestehen in Belgien Streitigkeiten zwischen den französisch sprechenden Wallonen und den niederländisch sprechenden Flamen (Siehe auch: Flämisch-wallonischer Konflikt). Ein aktueller Streitpunkt hat seine Ursache in wirtschaftlichen Unterschieden zwischen den Landesteilen: Da sich die ehemals von Kohle- und Stahlindustrie geprägten wallonischen Regionen in einer Rezessionsphase befinden, ist die Arbeitslosigkeit dort im Vergleich zu den flämischen Regionen deutlich erhöht. Gleichzeitig wird das belgische Bruttonationaleinkommen zu zwei Dritteln in Flandern erwirtschaftet. Die flämische Region zahlt einen Solidarbeitrag, der in der Wallonie vor allem zur Finanzierung von Sozialleistungen verwendet wird. Diese Zahlungen sind jedoch in der flämischen Region politisch umstritten. Der wachsende Unmut über die wirtschaftliche Schwäche der wallonischen Region manifestiert sich insbesondere in der flämischen Separatistenbewegung, deren Hauptorganisationsträger die Partei Vlaams Belang ist. Kennzahlen Belgien ist Teil des Europäischen Binnenmarkts. Zusammen mit 16 EU- Mitgliedstaaten (blau) bildet es eine Währungsunion, die Eurozone. Die wichtigen Wirtschaftskennzahlen Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Haushaltssaldo und Außenhandel entwickelten sich in den letzten Jahren folgendermaßen: Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP), real in % gegenüber dem Vorjahr Jahr 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Veränderung in % gg. Vj. 1,4 0,8 3,2 1,7 2,7 2,9 1,0 -2,8 ~ 1,3 ~ 1,6 Quelle: Eurostat[24] ~ = geschätzt Entwicklung des BIP (zu Marktpreisen) absolut (in Mrd. Euro) je Einwohner (in Euro) Jahr 2007 2008 2009 Jahr 2007 2008 2009 BIP in Mrd. Euro 335 345 339 BIP je Einw. (in Kaufkraftstandards) 28.800 28.900 27.200 Quelle: Eurostat[25] Entwicklung der Inflationsrate Entwicklung des Haushaltssaldos in % gegenüber dem Vorjahr in % des BIP („minus“ bedeutet Defizit im Staatshaushalt) Jahr 2006 2007 2008 2009 Jahr 2006 2007 2008 2009 Inflationsrate 2,3 1,8 4,5 0,0 Haushaltssaldo 0,2 -0,3 -1,3 -6,0 Quelle: Eurostat[26] ~ = geschätzt Entwicklung des Außenhandels in Mrd. Euro und seine Veränderung gegenüber dem Vorjahr in % 2003 2004 2005 2006 Mrd. Euro  % gg. Vj. Mrd. Euro  % gg. Vj. Mrd. Euro  % gg. Vj. Mrd. Euro (1.Hj.)  % gg.Vj. Einfuhr 208 – 1,0 230 10,5 256 11,5 141 11,1 Ausfuhr 226 – 1,1 247 9,2 270 9,4 147 9,6 Saldo 18,3 17,1 13,7 6,0 Quelle: bfai[27] Staatshaushalt Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von 183 Mrd. Euro, dem standen Einnahmen von 163 Mrd. Euro gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 20 Mrd. Euro beziehungsweise 6,0 % des BIPs.[28] Die Staatsverschuldung betrug 2009 326,2 Mrd. Euro oder 96,2 % des BIP.[28] Jahr 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Staatsverschuldung 113,7 % 107,9 % 106,6 % 103,5 % 98,5 % 94,2 % 92,1 % 88,1 % 84,2 % 89,6 % 96,2 % Staatsdefizit -0,6 % 0,0 % 0,4 % -0,1 % -0,1 % -0,3 % -2,7 % 0,2 % -0,3 % -1,3 % -6,0 % Quelle: Eurostat [29] 2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche: Gesundheit:[30] 9,9 % Bildung: 6,0 % (2004) Militär: 1,3 % (2005) Verkehr Eisenbahn Belgien war das erste Land in Kontinentaleuropa mit Eisenbahnverbindungen. Die staatliche Eisenbahngesellschaft heißt SNCB/NMBS und betreibt eines der am dichtesten ausgebauten Bahnnetze weltweit. Für Brüssel ist ein RER-Netz (S-Bahn) in Vorbereitung.[31] Schifffahrt Belgien ist ein wichtiges Transitland zwischen Mitteleuropa und Westeuropa. Der wichtigste Hafen ist Antwerpen an der Schelde, einer der größten und wichtigsten Seehäfen der Welt. Auch der Seehafen von Brügge-Zeebrügge gilt als einer der modernsten und wichtigsten in Europa. Traditionelle Bedeutung als Fährhafen besaß, bis zur Eröffnung des Eurotunnels, der Hafen von Ostende. Siehe auch: Belgische Häfen. Flugverkehr Der wichtigste Flughafen des Landes ist Brüssel-Zaventem. Weitere Flughäfen sind Brüssel-Charleroi, Lüttich, Antwerpen und Ostende-Brügge. Staatliche belgische Fluggesellschaft war bis 2001 die traditionsreiche Sabena. Sie ging in der SN Brussels Airlines auf, die sich wiederum mit Virgin Express zur Brussels Airlines vereinigte. Straßenverkehr Belgien besitzt ein sehr gut ausgebautes Autobahnnetz, welches wie auch alle anderen Straßen in Belgien fast komplett mit Straßenlaternen ausgestattet und nachts beleuchtet ist. Jedoch soll diese Beleuchtung aus Gründen der Stromersparnis und damit des Klimaschutzes künftig eingeschränkt werden und folglich zwischen 0.30 Uhr und 4.30 Uhr abgeschaltet bleiben. Aufgrund des hohen ausländischen Verkehrsaufkommens war für 2008 eine Autobahnmaut in Höhe von 60 € geplant, die für heftige Diskussionen gesorgt hatte, allerdings bis heute nicht eingeführt wurde. Kultur Gastronomie Hauptartikel: Belgische Küche Ein belgisches Biergeschäft Eine typische gesamtbelgische Küche gibt es nicht, da zahlreiche Spezialitäten eher den Regionen Flandern oder Wallonien zuzuordnen sind oder von den Kochkünsten der Nachbarländer, insbesondere Frankreichs (genauer: Lothringens), inspiriert sind. Es wurde aber eine weltbekannte Erfindung in Belgien gemacht, die häufig falsch eingeordnet wird: Pommes frites. Belgische Waffeln stellen ebenfalls eine Spezialität dar. Die bekanntesten Waffelvarianten sind die Brüsseler und die Lütticher Waffeln. Des Weiteren ist Belgien für seine Pralinen bekannt, welche zur Weltspitze gehören. Eine weitere Besonderheit ist die Sortenvielfalt der belgischen Biere, darunter zahlreiche Abteibiere (Abdijbier, Bière d'Abbaye) mit höherem Alkoholgehalt, auf besondere Weise vergorene Biere (z. B. Lambic, Geuze) oder mit Fruchtaromen versetzte Biere. Die am meisten verbreiteten Biersorten sind Jupiler und Stella Artois, die beide zum belgischen Brauereikonzern Inbev, ehemals Interbrew, gehören. Sport Ein beliebter Sport in Belgien ist Fußball. Die 1. belgische Liga ist eine der ältesten der Welt. In den 1970er und 1980er Jahren gehörte das belgische Nationalteam (Rote Teufel genannt) zur internationalen Spitze. Seit der Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 hat sich Belgien nicht mehr für ein internationales Turnier qualifizieren können. (Siehe auch: Fußball in Belgien) Der Nationalsport in Belgien ist jedoch der Radsport. Deswegen hat Belgien auch einige Berühmtheiten im Radsport hervorgebracht. So gehörten und gehören Eddy Merckx, Roger De Vlaeminck, Johan Museeuw, Peter Van Petegem sowie Tom Boonen zu den besten Radsportlern der Welt. Wichtige Eintagesklassiker finden in Belgien statt, z. B. Lüttich-Bastogne-Lüttich und die Flandern-Rundfahrt. Auch der Tennissport ist im Aufwind. Die flämische Kim Clijsters und die wallonische Justine Henin gehörten lange Zeit zu den besten Spielerinnen der Welt. In Leichtathletik ist Kim Gevaert (100 und 200 m) Europameisterin und Tia Hellebaut (Hochsprung) Olympiasiegerin. Der Rundkurs von Spa-Francorchamps gehört zu einer der anspruchsvollsten Strecken im Motorsport. Hier werden in regelmäßigen Abständen Rennen ausgetragen. Wie voriges Jahr die Formel 1 und die DTM, die dieses Jahr jedoch nicht ausgetragen werden. Eines der Höhepunkte ist wohl das Proximus 24 Stunden Rennen, das jedes Jahr ausgetragen wird. Mit dem Circuit Zolder hat Belgien eine zweite Rennstrecke, auf der Formel 1-Rennen ausgetragen wurden (1973 bis 1984). Auch die Deutsche Tourenwagen-Masters kamen nach Zolder. Comics Comics sind in Belgien generell sehr populär; ein großer bekennender Fan war zum Beispiel König Baudouin. Den „Bandes Dessinées“ (kurz BD, französisch) oder „Strips“ (niederländisch) begegnet man häufig im Stadtbild, jede gute belgische Buchhandlung hat spezielle BD-Abteilungen und sogar in jedem großen Supermarkt findet man sie. Comics sind ein Hauptexportartikel belgischer Verlage, denn viele international bekannte und berühmte Comiczeichner und Autoren stammen aus Belgien, das damit im Vergleich zu seiner Größe die meisten in Europa hervorgebracht hat. Die berühmtesten sind Willy Vandersteen (Suske en Wiske), Jean Graton (Michel Vaillant), Morris (Lucky Luke), Hergé (Tim und Struppi), Peyo (Die Schlümpfe und weiteres), Franquin (Spirou und Fantasio, Gaston und Marsupilami) und Philippe Geluck (Le Chat). Belgische Kinospielfilmproduktion[32] Jahr Anzahl 1975 14 1985 7 1995 8 2005 28 In Belgien ist es möglich, Comic als Studienrichtung an Kunsthochschulen wie der Königlichen Akademie für bildende Kunst und dem Institut Saint-Luc in Brüssel zu studieren. Daher werden die Bandes Dessinées in Belgien auch als „neunte Kunst“ tituliert. Kaum verwunderlich, dass es in Brüssel auch ein Comic-Museum gibt (Centre Belge de la Bande Dessinée), in dem dieser Kunstrichtung auf drei Etagen gehuldigt wird. Musik Im 15. und 16. Jahrhundert, der Zeit der Renaissance waren zahlreiche Komponisten aus dem Gebiet des heutigen Belgien, vor allem aus dem Hennegau führend und stilprägend in Europa (Die sogenannten Niederländer). Bedeutende Namen sind Guillaume Dufay, Johannes Ockeghem, Josquin Desprez, Heinrich Isaac, Jacob Obrecht, Adrian Willaert, Orlando di Lasso. Im Jazz sind der Mundharmonikaspieler Toots Thielemans und der Gitarrist Philip Catherine international hervorgetreten. Siehe auch: Liste belgischer Sänger. Berühmtheiten Sehenswürdigkeiten & Städte in Bildern Brüssel Brüssel Hafen von Brügge-Zeebrügge Antwerpen Antwerpen Lüttich Lüttich Brügge Ostende Charleroi Gent Mechelen Löwen Aalst Namur Waterloo Ypern Belgische Persönlichkeiten Die Hl. Gudula von Brüssel und Eibingen ist Patronin der Stadt Brüssel und eine belgische Nationalheilige. Bekannte Maler sind Peter Paul Rubens, Pieter Bruegel der Ältere, James Ensor und der Surrealist René Magritte wie auch der Freund von Vincent van Gogh, Eugène Boch und seine Schwester Anna Boch. Bekannte Architekten sind der Bauhaus-Architekt Henry van de Velde und der Jugendstil-Architekt Victor Horta. Weltweit bekannte Schriftsteller sind Charles DeCoster, Émile Verhaeren, Maurice Maeterlinck, Georges Simenon und Amélie Nothomb. Für die Musikwelt des 19. Jahrhunderts (und darüber hinaus) war Adolphe Sax eine bedeutende Figur. Bekannte Musiker des 20. Jahrhunderts sind die Jazz-Musiker Toots Thielemans und Philip Catherine, der Sänger und Chansonnier Jacques Brel und der flämische Singer-Songwriter Frederic Sioen. Seit den späten 90er Jahren ist Belgien eine Hochburg der Trance-Musik. International erfolgreich sind die Vocal Trance-Formationen Ian Van Dahl, Lasgo und Sylver. In der etwas progressiveren Szene sind z. B. Push oder Yves Deruyter sehr bekannt. Bekannte Schauspieler sind der Actionfilm-Held Jean-Claude Van Damme, der Schauspieler Benoît Poelvoorde, die Schauspielerinnen Émilie Dequenne, Cécile de France und Jasmin Schwiers. Erfolgreiche Regisseure sind die Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne. Bekannte Sportler sind die Tennisspielerinnen Kim Clijsters und Justine Henin, die Fußballer Jean-Marie Pfaff, Marc Wilmots, Emile Mpenza, Daniel van Buyten und Vincent Kompany, der Rennfahrer Jacky Ickx und die Radrennfahrer Eddy Merckx, Tom Boonen, Johan Museeuw, Peter Van Petegem und der Motocrossrennfahrer Stefan Everts. Der Erfinder der Comic Figuren Tim und Struppi, Herge. Siehe auch Belgische Streitkräfte Belgisches Französisch Liste der belgischen Regenten Liste der Städte in Belgien Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens Brüssel-Rundschau (deutschsprachige belgische Zeitung) Belgische Feldpost Literatur Claus Hecking: Das politische System Belgiens. Leske und Budrich, Opladen 2003, ISBN 3-8100-3724-9 Frank Berge, Alexander Grasse: Belgien – Zerfall oder föderales Zukunftsmodell? Der flämisch-wallonische Konflikt und die Deutschsprachige Gemeinschaft. Leske und Budrich, Opladen 2003 (Regionalisierung in Europa, Band 3), ISBN 3-8100-3486-X Johannes Koll (Hrsg.): Belgien. Geschichte - Politik - Kultur - Wirtschaft. Aschendorff Verlag, Münster 2007, ISBN 978-3-402-00408-1 Insa Meinen: Die Shoa in Belgien, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2009 ISBN 978-3-534-22158-5 Weblinks  Portal:Belgien – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Belgien  Wikimedia-Atlas: Belgien – geographische und historische Karten  Wiktionary: Belgien – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen  Wikiquote: Belgische Sprichwörter – Zitate  Commons: Belgium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien  Wikisource: Belgien – Quellen und Volltexte Föderale Portalseite Belgiens Daten und Fakten zu Belgien Die Monarchie in Belgien Die Verfassung Belgiens Die Nationalhymne zum Anhören und im Wortlaut (franz. und fläm.) Belgieninfo - Deutschsprachige aktuelle Informationsseite Aktuelle Nachrichten aus Belgien (Deutschsprachiger Dienst der Vlaamse Radio- en Televisieomroep) BRF – Hörfunk und Fernsehen in Ostbelgien Eurostat Mit offenen Karten: Zerbricht Belgien? mit einer Oper begann die Revolution 1830 - mit weiteren Links - aus ARTE.tv Links zum Thema Belgien im Open Directory Project Einzelnachweise ↑ Rücktritt der Regierung am 22. April 2010 eingereicht und am 26. April 2010 akzeptiert, seitdem kommissarisch im Amt ↑ Oppervlakte en bevolkingsdichtheid ↑ Bevölkerung nach Gemeinden am 1. Januar 2010 (XLS; 221 KB) ↑ International Monetary Fund, World Economic Outlook Database, April 2008 ↑ Human Development Report 2010, abgerufen am 21. Dezember 2010 ↑ [1] ↑ Dieter H. Kollmer: Die belgische Kolonialherrschaft 1908 bis 1960, in: Bernhard Chiari, Dieter H. Kollmer (Hgg.): Wegweiser zur Geschichte Demokratische Republik Kongo, 2. Aufl., Paderborn u.a. 2006, S. 45. ↑ Vgl. Jens Thiel: »Menschenbassin Belgien«. Anwerbung, Deportation und Zwangsarbeit im Ersten Weltkrieg. Essen 2007 ↑ [2]:Hans-Joachim Heuer: Geheime Staatspolizei, ISBN 3-11-014516-2, darin: "Ca. eine Million Sinti und Roma wurden aus Belgien, Holland und Russland nach Auschwitz transportiert. Die nicht in Lager deportierten Sinti und Roma wurden zwangsweise sterilisiert." (S. 184) ↑ Offizielle Wahlergebnisse 2010. Abgerufen am 7. Januar 2011.  ↑ Tagesschau: Fünf-Parteien-Koalition beendet Neun-Monats-Krise vom 18. März 2008. ↑ Voltallige regering biedt haar ontslag aan, VRT Nieuws, 19. Dezember 2008 ↑ Lalibre.be: Yves Leterme nommé Premier ministre (25. November 2009) (frz.) ↑ Leterme gaat ontslag regering aanbieden, VRT Nieuws, 22. April 2010 ↑ Top 10 langste formaties in Europa, VRT Nieuws, abgerufen 08. Januar 2011 ↑ tagesschau.de - Schwierige Regierungsbildung in Belgien - Des Königs Vermittler gibt auf vom 27. Januar 2011 ↑ http://ec.europa.eu/public_opinion/index_en.htm ↑ Aus: [3]:"«Voyageurs» (plus proche de l’anglais Travellers) est utilisé en Belgique et en Suisse." ↑ vzw Alert. Pastoraal voor Voyageurs, Manoesjen, Roms en Roma ↑ [4] (S. 5) übersetzt: „Die Reisenden (auch Jenische genannt, insbesondere, wenn sie aus dem Rheinland, aus Lothringen oder dem Elsaß stammen), bilden sehr zusammengesetzte Gruppen von Familien, die aus der europäischen Gesellschaft stammen und unterschiedlich enge Verbindungen mit den Zigeunern unterhalten. In unseren Regionen wie in Frankreich kann die Nähe zwischen den Gruppen so stark sein, dass es unnütz ist, sie zu trennen.“ ↑ [5] und [6] ↑ http://www.rsi-eupen.be/ ↑ Eurostat News Release ↑ Wachstumsrate des realen BIP http://http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table&init=1&plugin=1&language=de&pcode=tsieb020 ↑ Haupttabellen, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen einschließlich des BIP: http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/national_accounts/data/main_tables, 2010 ↑ Inflationsrate des Jahresdurchschnitts: [7] ↑ Entwicklung des Außenhandels von Belgien: bfai 2006, siehe: Wirtschaftsdaten kompakt ↑ a b Eurostat, Bereitstellung der Daten zu Defizit und Verschuldung 2009 ↑ Eurostat, Finanzstatistik des Sektors Staat, Haupttabellen [8] ↑ Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4 ↑ Zur RER Brüssel ↑ Weltfilmproduktionsbericht (Auszug), Screen Digest, Juni 2006, S. 205–207 (eingesehen am 15. Juni 2007) Politische Gliederung Europas Albanien | Andorra | Belgien | Bosnien und Herzegowina | Bulgarien | Dänemark2 | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich2 | Griechenland | Irland | Island | Italien2 | Kasachstan1 | Kroatien | Lettland | Liechtenstein | Litauen | Luxemburg | Malta | Mazedonien | Moldawien | Monaco | Montenegro | Königreich der Niederlande2 | Norwegen2 | Österreich | Polen | Portugal2 | Rumänien | Russland1 | San Marino | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien2 | Tschechien | Türkei1 | Ukraine | Ungarn | Vatikanstadt | Vereinigtes Königreich2 | Weißrussland Sonstige Gebiete: Färöer | Gibraltar | Guernsey | Isle of Man | Jersey Umstrittene Gebiete: Kosovo | Transnistrien 1 Liegt größtenteils in Asien.  2 Hat zusätzliche Gebiete außerhalb Europas. Mitgliedstaaten der Europäischen Union Belgien | Bulgarien | Dänemark | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich | Griechenland | Irland | Italien | Lettland | Litauen | Luxemburg | Malta | Niederlande | Österreich | Polen | Portugal | Rumänien | Schweden | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Ungarn | Vereinigtes Königreich | Zypern Mitgliedstaaten der OECD Australien | Belgien | Chile | Dänemark | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich | Griechenland | Irland | Island | Israel | Italien | Japan | Kanada | Luxemburg | Mexiko | Neuseeland | Niederlande | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal | Schweden | Schweiz | Südkorea | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Türkei | Ungarn | Vereinigte Staaten | Vereinigtes Königreich Teilnehmerstaaten der OSZE Albanien | Andorra | Armenien | Aserbaidschan | Belgien | Bosnien und Herzegowina | Bulgarien | Dänemark | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich | Georgien | Griechenland | Irland | Island | Italien | Kanada | Kasachstan | Kirgisistan | Kroatien | Lettland | Liechtenstein | Litauen | Luxemburg | Malta | Mazedonien | Moldawien | Monaco | Montenegro | Niederlande | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal | Rumänien | Russland | San Marino | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tadschikistan | Tschechien | Türkei | Turkmenistan | Ukraine | Ungarn | Usbekistan | Vatikanstadt | Vereinigtes Königreich | Vereinigte Staaten | Weißrussland | Republik Zypern Partnerstaaten: Afghanistan | Australien | Ägypten | Algerien | Israel | Japan | Jordanien | Marokko | Mongolei | Tunesien | Südkorea | Thailand 50.5333333333334.7666666666667 Koordinaten: 51° N, 5° O


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Sofie Lambrecht ist die neue Produktmanagerin für Obst und Gemüse bei Flanderns Agrar-Marketing-Büro VLAM in Brüssel. Lambrecht hat ein Master-Diplom in politischen Wissenschaften sowie einen zusätzlichen Master in mehrsprachiger Betriebskommunikation bei der Universität Gent erworben.

Foto ADAC
http://www.auto-motor-und-sport.de/news/belgien-warnweste-ist-pflicht-724766.html

Belgium - Wikipedia

Features a hyperlinked, in-depth profile of Belgium -- the country that hosts NATO, the European Union, and Eurocontrol. Includes information on Belgian history, ...



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Für die “Mechelse Veilingen” (Auktion) war 2010 ein gutes Jahr. Die Tomaten bleiben das führende Produkt der Auktion. Mit 110.000 Tonnen bringen sie 45% des Gesamtumsatzes. Gurken hielten sich dieses Jahr auch gut.

Auch Rumo konnte dieses Wochenende wieder Punkten Er ist das zweite mal in Obedience gestartet und hat gleich sein zweites Leg geholt Eigendlich hat er sich ja durch die Prfung
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VisitBelgium.com

Belgium's official website from the Belgian Tourist Office. Provides information on Belgian culture, trade, travel, tourism, and more.



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Pommes-Frites-Kartoffeln sind in vier Monaten um das Zweifache teurer geworden, schreibt die “Gazet van Antwerpen”.

alles abgerumt was geht Und was macht Joy am Samstag Auch da wird sie unter einen anderen Richterin in der Klasse Open Blue Merle 1te Ich bin soooooo mega Stolz auf die Kleine
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“In den letzten Jahren blieb der Umsatz der 'REO Veiling Roeselare' konstant bei 140 Millionen Euro, sodass die 178,6 Millionen Euro (+27%) von 2010 ein absoluter Rekord sind”, sagte Direktor Paul Demyttenaere in “Het Nieuwsblad”.

und hat gleich sein zweites Leg geholt Eigendlich hat er sich ja durch die Prfung geschummelt aber am Ende hat es doch noch gereicht Ich bin stolz auf meinen kleinen Clown Auch Andreas konnte mit seiner Bande wieder abrumen Jazz belegte mit 193 Punkten den ersten Platz in Open A und Luke mit nur einem Punkt weniger den zweiten Platz Unglaublich die Beiden
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Belgien - Wiktionary

Belgien no gender. Belgium [edit] Related terms. Belgier. belgisch [edit] ... "http://en.wiktionary.org/wiki/Belgien" Categories: da:Countries | de:Countries | Swedish ...



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Die Bananenerzeugervereinigung der Kanaren (Asprocan) studiert die Märkte von Algerien, Belgien und Portugal. Sie setzt auf die Kaufkraft in Ländern, die Teil der Produktion sein könnten, die 2010 betrieben wurde, welche um 18% in der Menge zugenommen hat, wenngleich der Wert um 11% abnahm.


http://www.chameena-cianga.de/html/ausstellungen.html

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Die Chicorée-Anbauer sowie die LAVA-Auktionen BRAVA und REO haben sich in den letzten Jahren auf die Suche nach neuen Produktformen und Absatzmärkten begeben.

knnen Wer nicht gerade einen Trip nach Griechenland Italien oder Belgien gepalnt hat kann sich natrlich auch von bekannten oder Kollegen ein Smartphone mitbringen oder zusenden lassen iPhone 3G bei Mobistar in Belgien Die entsperrten iPhones kommen aber auch auf anderen Wegen zu uns Vor allem der Online Marktplatz eBay listet hunderte von unlocked iPhones Die eBay
http://www.iphoneworld.de/2008-11-01/wie-bekomme-ich-ein-iphone-3g-ohne-sperre

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Im Vergleich mit den niedrigen Apfelpreisen 2009 und nach der schlechten Ernte von 2010 wird es ein normales Jahr, ein Jahr der Erholung, geben, sagt die Haspengouw-Auktion.

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Der Preis stieg während der 48. bis zur 51. Woche auf dem deutschen Großhandelsmarkt an. In Woche 51 wurden für 100 Kilo deutscher Rosenkohl 152,30 € gezahlt.


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Belgien deutschsprachig, aktuelle Informationen über Belgien für alle, die sich für Belgien interessieren. Belgieninfo.net wird ehrenamtlich und unabhängig von ...



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Seit Mitte Oktober verfügt Euro Pool System über eine Niederlassung in Großbritannien. Aus Lichfield (bei Birmingham) bedient Steve Raybould, Geschäftsführer der Niederlassung, den britischen Markt.

war leider auch nicht deutlich billiger so fuhren wir heim und verbrachten dort paar wunderschne sonnige und erholsame Tage Aber die belgischen Pommes habe ich probiert LECKER Und da ich die letzten Tage nicht immer allein im Hause sitze noch ein Katzenfoto
http://www.ewas-sockenwolle.de/weblog/category/oman-und-andere-reisen

Bryssel vandrarhem - vandrarhem i Bryssel, Belgien ...

Adress: Emile Jacqmainlaan 99, 1000 Brussels - Bryssel, Belgien ... Adress: 23 Rue Damier - Bryssel, Belgien. Beskrivning: Sleep Well youth hostel is located ...



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Frankfurt: Ab Dienstag gaben die Notierungen bei spanischen losen 6-kg-Angeboten wieder nach; marokkanische mussten sich anpassen. Belgien stellte größere Mengen an Rispentomaten, die dermaßen stark glänzten, dass sie schon fast an Kunststoff erinnerten.

br gre nr man i Belgien sad p en belgisk lbar Dengang som nu var jeg en stor fan af de kraftige trappistl men som aftenen gik fik jeg alligevel lyst til at prve noget andet Efter et kig i det omfangsrige lkort endte jeg med at bestille en l jeg var sikker p jeg ikke havde prvet fr llet var en flamsk brown ale en skaldt Oud Bruin Med sin
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