Affrikate
Allophon
Alveolar
Amarapura
Anawrahta
Approximant
Arakan
Artikulation (Linguistik)#Der Phonations- und Artikulationsprozess
Artikulationsort
Ava
Bagan
Bangladesch
Bilabial
Birmanische Schrift
Birmanische Sprache
Birmanischer Name
Brahmi-Schrift
Buddhismus
Deklination (Grammatik)
Dental
Diphthong
Druckerpresse
Frikativ
Glottal
Halbvokal
Homorganisch
ISO 639
ISO 639#Terminologische und bibliographische Sprachcodes .28T.2FB.29
Internationales Phonetisches Alphabet
Jataka
Knacklaut
Konjugation (Grammatik)
Konsonant
Labiovelar
Laos
Lateral (Phonetik)
Lingua Franca
Liste der IPA-Zeichen
Lolo-Birmanische Sprachen
Malaysia
Mandalay
Mon (Sprache)
Monophthong
Muttersprache
Myanmar
Myazedi-Inschrift
Nasal (Phonetik)
Nasalierung
Palatal
Pali
Phonem
Phonetik
Plosiv
Postalveolar
Pyu
Rangoon
Silbe
Silbenstruktur
Singapur
Sinotibetische Sprachen
Sprachfamilie
Stimmhaftigkeit
Thai
Thailand
Tibeto-Birmanische Sprachen
Tonsprache
Velar
Vereinigte Staaten
Vereinigtes Königreich
Vokal
Allophon
Alveolar
Amarapura
Anawrahta
Approximant
Arakan
Artikulation (Linguistik)#Der Phonations- und Artikulationsprozess
Artikulationsort
Ava
Bagan
Bangladesch
Bilabial
Birmanische Schrift
Birmanische Sprache
Birmanischer Name
Brahmi-Schrift
Buddhismus
Deklination (Grammatik)
Dental
Diphthong
Druckerpresse
Frikativ
Glottal
Halbvokal
Homorganisch
ISO 639
ISO 639#Terminologische und bibliographische Sprachcodes .28T.2FB.29
Internationales Phonetisches Alphabet
Jataka
Knacklaut
Konjugation (Grammatik)
Konsonant
Labiovelar
Laos
Lateral (Phonetik)
Lingua Franca
Liste der IPA-Zeichen
Lolo-Birmanische Sprachen
Malaysia
Mandalay
Mon (Sprache)
Monophthong
Muttersprache
Myanmar
Myazedi-Inschrift
Nasal (Phonetik)
Nasalierung
Palatal
Pali
Phonem
Phonetik
Plosiv
Postalveolar
Pyu
Rangoon
Silbe
Silbenstruktur
Singapur
Sinotibetische Sprachen
Sprachfamilie
Stimmhaftigkeit
Thai
Thailand
Tibeto-Birmanische Sprachen
Tonsprache
Velar
Vereinigte Staaten
Vereinigtes Königreich
Vokal
Birmanisch
Gesprochen in
Myanmar, Thailand, Bangladesch, Malaysia, Singapur, Laos, Vereinigtes Königreich, USA
Sprecher
25 Millionen (Muttersprachler)
Linguistische
Klassifikation
Sinotibetische Sprachen
Tibeto-Birmanische Sprachen
Lolo-Birmanische Sprachen
Birmanisch
Offizieller Status
Amtssprache von
Myanmar
Sprachcodes
ISO 639-1:
my
ISO 639-2:
(B) bur
(T) mya
ISO 639-3:
mya
Birmanisch, auch Burmesisch, ist die Amtssprache in Myanmar und wird von etwa 25 Millionen Menschen gesprochen. Hierzu zählen auch dialektale Varianten, wie das Arakanesische und das Intha. Darüber hinaus wird das Birmanische von vielen ethnischen bzw. sprachlichen Minderheiten in Birma als weitere Sprache neben der Muttersprache verwendet. Birmanisch verfügt über eine eigene Schrift, die sich aus der indischen Brahmi-Schrift entwickelt hat.
Die Eigenbezeichnung der Sprache ist ([mja˨ɴma˨sa˨] oder [bəma˨sa˨]) für die geschriebene Sprache und ([mja˨ɴma˨səga˦] oder [bəma˨səga˦]) für die gesprochene Sprache.
Inhaltsverzeichnis
1 Grammatik
2 Phonologie
2.1 Konsonanten
2.2 Vokale
2.3 Töne
2.4 Silbenstruktur
3 Geschichte
4 Siehe auch
5 Literatur
5.1 Wissenschaftliche Untersuchungen
5.2 Lehrbücher
6 Weblinks
7 Einzelnachweise
Bearbeiten Grammatik
Die Verben und Nomina sind meist einsilbig und werden nicht konjugiert bzw. dekliniert. Das Verb steht in der Regel am Ende des Satzes gefolgt von einem finalen Marker. Es gibt eine große Anzahl Lehnwörter aus dem Pali, einer mittelindischen Sprache, die gegenüber den einsilbigen birmanischen Wörtern meist mehrsilbig sind.
Bearbeiten Phonologie
Die Transkriptionen in diesem Abschnitt folgen dem Internationalen Phonetischen Alphabet.
Bearbeiten Konsonanten
Die Konsonanten des Birmanischen sind wie folgt:
Bilabial
Dental
Alveolar
Postalveolar
und Palatal
Velar und
Labiovelar
Glottal
Ortlos
Plosive und Affrikaten
pʰ p b
tʰ t d
tʃʰ tʃ dʒ
kʰ k g
ʔ
Nasal
m̥ m
n̥ n
ɲ̥ ɲ
ŋ̊ ŋ
N
Frikative
θ (ð)
sʰ s z
ʃ
h
Approximanten
(r)
j
(ʍ) w
Lateral
l̥ l
Die Approximanten /r/ und /ʍ/ sind selten, ð besteht nur als stimmhaftes Allophon von /θ/.
Der ortlose Nasal /N/ wird als Nasalierung des vorangehenden Vokals oder als zum folgenden Konsonanten homorganischer Nasallaut, /mòuNdáiN/ „Sturm“ wird also mõ̀ũndã́ĩ ausgesprochen.
Bearbeiten Vokale
Die Vokale des Birmanischen sind:
Monophthonge
Diphthonge
i
u
ei
ou
e
o
ai
au
ə
ɛ
ɔ
a
Die Monophthonge /e/, /o/, /ə/ und /ɔ/ stehen nur in offenen Silben (also denen ohne Silbenkoda), die Diphthonge /ei/, /ou/, /ai/ und /au/ nur in geschlossenen Silben (denen mit Silbenkoda).
Bearbeiten Töne
Birmanisch ist eine Tonsprache, d. h. phonemische Kontraste können durch den Ton eines Vokals gemacht werden. Im Birmanischen beziehen diese Konstraste nicht nur die Tonhöhe mit ein, sondern auch Phonation, Intensität (Lautstärke), Dauer und Vokalqualität. Das Birmanische kennt vier kontrastive Töne. In der folgenden Tabelle werden die Töne auf dem Vokal /a/ beispielhaft gekennzeichnet, die phonetischen Beschreibungen kommen von Wheatley (1987).
Tonname
Symbol
(auf a gezeigt)
Beschreibung
Tief
à
Normale Phonation, mittlere Dauer, niedrige Intensität, tiefe (oft leicht steigende) Tonhöhe
Hoch
á
Manchmal leicht gemurmelt, relativ lange Dauer, hohe Intensität, hohe Tonhöhe; oft mit Abstieg vor Pause
Geknarrt
a̰
Gespannte oder geknarrte Phonation (manchmal mit ungespanntem Knacklaut), mittlere Dauer, hohe Intensität, hohe (oft leicht fallende) Tonhöhe
Gehemmt
aʔ
Zentralisierte Vokalqualität, Knacklaut am Ende, kurze Dauer, hohe Tonhöhe (in Zitationsform; kann je nach Umgebung variieren)
Die folgenden Wörter unterscheiden sich beispielsweise nur durch Ton:
Tief /kʰà/ „schütteln“
Hoch /kʰá/ „bitter sein“
Geknarrt /kʰa̰/ „Gebühr“
Gehemmt /kʰaʔ/ „abziehen“
In auf /N/ endenden Silben kommt der gehemmte Ton nicht vor:
Tief /kʰàN/ „erfahren“
Hoch /kʰáN/ „austrocknen“
Geknarrt /kʰa̰N/ „ernennen“
Bearbeiten Silbenstruktur
Die Silbenstruktur des Birmanischen ist C(G)V((V)C), wobei C = Konsonant, G = Halbvokal, V = Vokal. Der Silbenansatz besteht also aus einem Konsonanten, dem fakultativ ein Gleitlaut folgt, und der Silbenreim besteht aus einem Monophthong allein, einem Monophthong mit einem Konsonanten oder einem Diphthong mit einem Konsonanten. Die einzigen Konsonanten, die in der Silbenkoda stehen dürfen, sind /ʔ/ und /N/. Als Beispielswörter dienen:
CV /mè/ (Koseform für Frau)
CVC /mɛʔ/ „begehren“
CGV /mjè/ „Erde“
CGVC /mjɛʔ/ „Auge“
CVVC /màuN/ (Anredeform für junge Männer)
CGVVC /mjáuN/ „Graben“
Eine Silbe, bei der /ə/ den Nukleus bildet, hat einige Beschränkungen:
Sie muss eine offene Silbe sein (es darf kein Konsonant in der Koda stehen)
Sie darf keinen Ton tragen
Sie hat nur einen einfachen (C) Ansatz (es darf kein Halbvokal dem Konsonanten folgen)
Sie darf nicht die letzte Silbe des Wortes sein
Beispiele für Wörter mit /ə/-Silben:
/kʰə.louʔ/ „Taste“
/pə.lwè/ „Flöte“
/θə.jɔ̀/ „verspotten“
/kə.lɛʔ/ „üppig sein“
/tʰə.mə.jè/ „Reiswasser“
Bearbeiten Geschichte
Birmanisch wurde im mittleren Irawaddy-Tal spätestens seit dem 9. Jahrhundert gesprochen. Seine Verbreitung erfolgte vom Nordosten her, wo verwandte Sprachen gesprochen werden oder wurden. Unter König Anawrahta (reg. 1044 bis 1077) in Bagan dehnte sich das Verbreitungsgebiet des Birmanischen nach Westen bis nach Arakan aus, das bis zum 18. Jahrhundert ein unabhängiges Königreich blieb, sowie in das südliche Irawaddy-Tal. Dort verdrängte es die Pyu-Sprache und trat neben das Mon. Heute sind die wenigen verbliebenen Sprecher des Mon auch des Birmanischen mächtig. Doch wurde dieses auch durch jenes beeinflusst. Die birmanische Schrift, das Vokabular des Buddhismus, der Politik und die Phonetik sind dem Mon entnommen.
Infolge die Ausbreitung der birmanischen Herrschaftsräume von Bagan, Ava, Amarapura und Mandalay nach Westen, Süden und Osten wurde das Birmanische zur Sprache der Herrschenden und der Diplomaten. Obwohl die birmanische Sprache heute Amtssprache von Birma ist, findet der Grundschulunterricht noch häufig in einer der Minderheitensprache statt[1], und dient damit für die Regierung, Verwaltung und die Armee als Lingua Franca im Lande.
Das älteste Schriftzeugnis des Birmanischen ist die viersprachige Myazedi-Inschrift in Bagan aus dem Jah 1112. Neben königlichen Inschriften und buddhistischen Texten gab es bald auch freie Literatur, z. B. in Anlehnung an die Jatakas, aber auch weltliche Poesie und Prosa. In gewissen Zeiträumen war der Einfluss der Thai-Literatur sehr groß. Historische Texte umfassen die Glaspalast-Chronik (hmanman yasazwindawgyi), die 1829 bis 1832 aus früheren Quellen zusammengestellt wurde.
Der Druck mit Lettern der birmanischen Schrift begann 1816/17 auf einer Druckerpresse der American Baptist Mission. Erste Zeitungen von nicht-christlichen Organisationen erschienen 1868 in Rangoon.
Bearbeiten Siehe auch
Birmanischer Name
Bearbeiten Literatur
Bearbeiten Wissenschaftliche Untersuchungen
Denise Bernot: Esquisse d'une description phonologique du birman. In: Bulletin de la Société de Linguistique de Paris. Nr. 58, Paris [u. a.], S. 164–224.
Denise Bernot: Le prédicat en birman parlé. SELAF, Paris 1980, ISBN 2-85297-072-4.
John Okell: A Reference Grammar of Colloquial Burmese. Oxford University Press, London [u. a.] 1969.
Justin Watkins (Hrsg.): Studies in Burmese linguistics. Pacific Linguistics, Canberra 2005, ISBN 0-85883-559-2.
Julian Wheatley: Burmese. In: Bernard Comrie (Hrsg.): The world's major languages. Oxford University Press, New York [u. a.] 1990, ISBN 0-19-520521-9, S. 834–854.
Bearbeiten Lehrbücher
Es gibt eine Reihe Bücher zum Erlernen der birmanischen Sprache. Einige davon auch in deutscher Sprache:
Uta Gärtner: Myanmar verstehen. Humboldt-Universität, Berlin 2002 (4 Bde. und 5 Audio-CDs, über die Humboldt-Universität zu beziehen).
Eberhard Richter: Lehrbuch des modernen Burmesisch (Umgangssprache). VEB Enzyklopädie, Leipzig 1983.
Annemarie Esche & Eberhard Richter: Burmesisches Übungsbuch. VEB Enzyklopädie, Leipzig 1988.
Annemarie Esche: Wörterbuch burmesisch-deutsch. 1. Auflage. VEB Enzyklopädie, Leipzig 1976.
In englischer Sprache:
William S. Cornyn: Spoken Burmese. Spoken Languages Services Inc., Ithaca, N.Y. 1979, ISBN 0-87950-020-4 (inkl. 6 Kassetten).
John Okell & Anna Allot: Burmese/Myanmar Dictionary of Grammatical Forms. Curzon Press, Richmond 2001, ISBN 0-7007-1530-4.
A. Judson: English and Burmese Dictionary. Asian Educational Services, New Delhi [u. a] 1992 (Reprint).
U Tun Nyein: Abridged Edition of the Student's English-Burmese Dictionary. A.B.M.S.U. Central Concos Ltd, 1954.
Bearbeiten Weblinks
Commons: Burmese language – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Online-Material der Northern Illinois University
Online Wörterbuch Birmanisch-Deutsch
Bearbeiten Einzelnachweise
↑ Dalby (2004), S. 103
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