Ökologischer Fußabdruck
Österreich
Abschreibung
Abschreibungen
Afrika
Aktivgeschäft
Arbeitnehmerentgelt
Asien
Außenbeitrag
BIP-Deflator
BIP (Begriffsklärung)
Big-Mac-Index
Bruttoinlandsprodukt
Bruttoinvestitionen
Bruttonationaleinkommen
Bruttowertschöpfung
Bundesrepublik Deutschland
Burundi
Deflation
Deutschland
Dienstleistung
Dienstleistungen
Entstehungsrechnung
Europa
Export
Gemeinschaft Unabhängiger Staaten
Genuine Progress Indicator
Gerechtigkeit
Gesetzliche Rentenversicherung
Gini-Index
Gut (Wirtschaftswissenschaft)
Hans Albert
Happy Planet Index
Herbert Giersch
Human Development Index
Import
Index of Sustainable Economic Welfare
Inflation
Jahreswirtschaftsbericht
Japan
Kaufkraftparität
Konsumausgaben
Konsumausgaben des Staates
Krankenversicherung
Lebenserwartung
Lebensqualität
Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt
Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf
Luxemburg
Marktpreis
Maurice Obstfeld
Mittelamerika
Naher Osten
Nettoinlandsprodukt
Nettonationaleinkommen
Nicolas Sarkozy
Nordamerika
OECD
Ozeanien
Passivgeschäft
Paul R. Krugman
Pflegeversicherung
Preisindex
Preisindex#Kettenpreisindex
Produktionswert
Reale Größe
Ressource
Revision (Wirtschaft)
Südamerika
Schattenwirtschaft
Schwarzarbeit
Schweiz
Statistisches Bundesamt
Stiglitz-Kommission (Frankreich)
Subsistenzwirtschaft
Subvention
The Economist
Vereinigte Staaten
Vermögenseinkommen
Verwendungsrechnung
Volkseinkommen
Volkswirtschaft
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
Vorleistung
Vorratsveränderung
Ware
Wirtschaftswachstum
Wohlstand
Österreich
Abschreibung
Abschreibungen
Afrika
Aktivgeschäft
Arbeitnehmerentgelt
Asien
Außenbeitrag
BIP-Deflator
BIP (Begriffsklärung)
Big-Mac-Index
Bruttoinlandsprodukt
Bruttoinvestitionen
Bruttonationaleinkommen
Bruttowertschöpfung
Bundesrepublik Deutschland
Burundi
Deflation
Deutschland
Dienstleistung
Dienstleistungen
Entstehungsrechnung
Europa
Export
Gemeinschaft Unabhängiger Staaten
Genuine Progress Indicator
Gerechtigkeit
Gesetzliche Rentenversicherung
Gini-Index
Gut (Wirtschaftswissenschaft)
Hans Albert
Happy Planet Index
Herbert Giersch
Human Development Index
Import
Index of Sustainable Economic Welfare
Inflation
Jahreswirtschaftsbericht
Japan
Kaufkraftparität
Konsumausgaben
Konsumausgaben des Staates
Krankenversicherung
Lebenserwartung
Lebensqualität
Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt
Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf
Luxemburg
Marktpreis
Maurice Obstfeld
Mittelamerika
Naher Osten
Nettoinlandsprodukt
Nettonationaleinkommen
Nicolas Sarkozy
Nordamerika
OECD
Ozeanien
Passivgeschäft
Paul R. Krugman
Pflegeversicherung
Preisindex
Preisindex#Kettenpreisindex
Produktionswert
Reale Größe
Ressource
Revision (Wirtschaft)
Südamerika
Schattenwirtschaft
Schwarzarbeit
Schweiz
Statistisches Bundesamt
Stiglitz-Kommission (Frankreich)
Subsistenzwirtschaft
Subvention
The Economist
Vereinigte Staaten
Vermögenseinkommen
Verwendungsrechnung
Volkseinkommen
Volkswirtschaft
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
Vorleistung
Vorratsveränderung
Ware
Wirtschaftswachstum
Wohlstand
BIP ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter BIP (Begriffsklärung) aufgeführt.
Abb. 1: Nominales Brutto- und Nettoinlandsprodukt in der Bundesrepublik Deutschland von 1970 bis 2007 (bis 1991 nur Westdeutschland, Angaben in Milliarden Euro)
Das Bruttoinlandsprodukt (Abkürzung: BIP) gibt den Gesamtwert aller Güter (Waren und Dienstleistungen) an, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen. Bei der Berechnung werden Güter, die nicht direkt weiterverwendet, sondern auf Lager gestellt werden, als Vorratsveränderung berücksichtigt.
Im Unterschied zum Bruttonationaleinkommen werden bei der Berechnung des BIP die Leistungen von In- und Ausländern erfasst (sogenanntes Inlandsprinzip). Werden vom BIP die Abschreibungen abgezogen, ergibt sich das Nettoinlandsprodukt.
Das BIP ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum. Die Veränderungsrate des realen BIP dient als Messgröße für das Wirtschaftswachstum der Volkswirtschaften und gilt damit als die wichtigste Größe der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.[1]
Inhaltsverzeichnis
1 Nominales und reales BIP
2 Arten der Berechnung
3 Berechnung in Deutschland
4 Bruttoinlandsprodukt pro Kopf
5 Welt-Bruttoinlandsprodukt
6 Anwendung des Bruttoinlandsprodukts
7 Big-Mac-Index
8 Kritikpunkte
9 Literatur
10 Weblinks
11 Einzelnachweise
//
Bearbeiten Nominales und reales BIP
Abb. 2: Reales BIP-Wachstum in der Bundesrepublik Deutschland
Das nominale BIP gibt die Summe der inländischen Wertschöpfung beziehungsweise der Wertschöpfung von Regionen in aktuellen Marktpreisen an. Dadurch ist das BIP abhängig von Veränderungen des Preisindex der betrachteten Volkswirtschaft. Das nominale BIP steigt bei Inflation und daraus folgenden steigenden Marktpreisen. Umgekehrt sinkt das nominale BIP bei Deflation und daraus folgenden sinkenden Marktpreisen. So führt eine Inflationsrate von zum Beispiel fünf Prozent bei gleich bleibender Güterproduktion zu einem nominalen BIP-Anstieg von ebenfalls fünf Prozent.
Um das BIP unabhängig von Veränderungen der Preise betrachten zu können, verwendet man das reale BIP (siehe Abbildungen 2, 3 und 7), in dem alle Güter und Dienstleistungen zu den Preisen eines Basisjahres bewertet werden (BIP zu konstanten Preisen). Neuerdings werden Kettenindizes verwendet.
Wenn man die Preissteigerung seit dem Basisjahr kennt, lässt sich das reale BIP mittels folgender Formel aus dem nominalen BIP errechnen:
Der BIP-Deflator ist der Quotient aus nominalem und realem BIP eines Jahres. Er wird als impliziter Preisindex des BIP bezeichnet.
Bearbeiten Arten der Berechnung
Die Berechnung des BIP kann nach verschiedenen Verfahren erfolgen, je nachdem ob Entstehung, Verwendung oder Verteilung betrachtet werden. Für eine konkrete Volkswirtschaft ergeben sich im selben Zeitraum der Betrachtung identische Ergebnisse.
Entstehungsrechnung: Nach der so genannten Entstehungsrechnung ergibt sich das BIP, indem zunächst vom Produktionswert die Vorleistungen (im Produktionsprozess verbrauchte oder umgewandelte Güter) abgezogen werden, um zur Bruttowertschöpfung zu gelangen. Durch Addition der Gütersteuern und Subtraktion der Subventionen ergibt sich das Bruttoinlandsprodukt. Die folgende Übersicht zeigt ein Beispiel für das Jahr 2000 mit den Werten für Deutschland:
+ Produktionswert
3.680,60 Mrd. €
− Vorleistungen
1.824,40 Mrd. €
= Bruttowertschöpfung
1.856,20 Mrd. €
+ Gütersteuern abzüglich -subventionen
206,30 Mrd. €
= Bruttoinlandsprodukt
2.062,50 Mrd. €
Verwendungsrechnung: Nach der so genannten Verwendungsrechnung ergibt sich das BIP als Summe der Bruttoinvestitionsausgaben (einschließlich der Lagerveränderungen), der Konsumausgaben (Ausgaben privater Haushalte und privater Organisationen ohne Erwerbszweck) und der Staatsausgaben, sowie dem Außenbeitrag (Exporte – Importe). Beispiel für das Jahr 2000:
+ Bruttoinvestitionen
449,18 Mrd. €
+ Konsumausgaben
1.214,16 Mrd. €
+ Staatsausgaben
391,91 Mrd. €
+ Außenbeitrag
7,25 Mrd. €
= Bruttoinlandsprodukt
2.062,50 Mrd. €
Verteilungsrechnung: Ansatz ist das bei der Produktion der Güter und Dienstleistungen entstandene Volkseinkommen der Staatsbürger im Jahr 2000:
+ Arbeitnehmerentgelt
1.100,06 Mrd. €
+ Unternehmens-/Vermögenseinkommen
424,37 Mrd. €
= Volkseinkommen
1.524,43 Mrd. €
+ Produktions- und Importabgaben abzüglich Subventionen
210,25 Mrd. €
= Nettonationaleinkommen zu Marktpreisen
1.734,68 Mrd. €
+ Abschreibungen
308,48 Mrd. €
= Bruttonationaleinkommen zu Marktpreisen
2.043,16 Mrd. €
− Saldo der Primäreinkommen aus der übrigen Welt
−19,34 Mrd. €
= Bruttoinlandsprodukt
2.062,50 Mrd. €
Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass in Deutschland keine eigenständige Berechnung des BIP über die Verteilungsseite vorgenommen wird, weil keine ausreichenden Angaben über die Unternehmensgewinne vorliegen.
Werden vom BIP die Abschreibungen abgezogen, ergibt sich das Nettoinlandsprodukt (siehe Abbildung 1).
+ Bruttoinlandsprodukt
− Abschreibung
= Nettoinlandsprodukt
Die Methoden zur Erhebung der Daten und Berechnung des BIPs werden in unregelmäßigen Abständen revidiert. So werden seit der letzten Revision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung vom 28. April 2005 beispielsweise die bis dahin nicht erfassten indirekten Entgelte der Banken aus dem Kredit- und Einlagengeschäft berücksichtigt. Um den historischen Vergleich zu gewährleisten, werden die Daten für die vergangenen Jahre entsprechend angepasst.
Bearbeiten Berechnung in Deutschland
Abb. 3: Lineares Wachstum des realen BIP in Deutschland von 1950 bis 2000 nach Horst Afheldt
Berechnet wird das BIP in Deutschland vom Statistischen Bundesamt (StBA). Das StBA legt jedes Jahr zweimal Berechnungen für das jährliche BIP des Vorjahres vor, im Frühjahr (etwa März/April) und im Herbst (etwa August/September). Zum Herbst werden nicht nur die Zahlen für das Vorjahr, sondern auch die für die früheren Jahre einer Prüfung unterzogen und in der Regel etwas revidiert. Für den Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung im Januar liefert das StBA ebenfalls Zahlen im Januar für das gerade beendete Jahr, die dann natürlich noch teilweise auf Hinzuschätzungen beruhen. Ansonsten legt das StBA für die einzelnen Vierteljahre Zahlen zum BIP und seinen Aggregaten vor.
Bearbeiten Bruttoinlandsprodukt pro Kopf
Abb. 4: Vergleich des Pro-Kopf-BIP in der EU nach Ländern. (1) Diese Statistik ist jedoch wie die meisten Statistiken bezüglich Luxemburg um den Faktor 2 respektive ½ verfälscht. Denn in Luxemburg sind circa die Hälfte aller Beschäftigten Grenzgänger, also Nicht-Einwohner, die in Luxemburg jedoch die gleichen Steuern und Sozialabgaben wie die Einwohner zahlen müssen. Die von Luxemburg gezahlten Beträge werden jedoch nur durch die Zahl der Einwohner geteilt.
Abb. 5: Regionen mit dem höchsten Pro-Kopf-BIP in der EU
Abb. 6: Regionen mit dem niedrigsten Pro-Kopf-BIP in der EU
Das BIP pro Kopf wird wie folgt berechnet:
Bruttoinlandsprodukt pro Kopf 2007:[2]
Staat
BIP pro Kopf
Welt
8.302 US-Dollar
ökonomisch entwickelte Staaten
38.067 US-Dollar
ökonomisch sich entwickelnde Staaten
2.688 US-Dollar
Luxemburg (1)
102.145 US-Dollar (höchstes BIP pro Kopf) (1)
Schweiz (6. Rang)
54.936 US-Dollar
Vereinigte Staaten (12. Rang)
44.594 US-Dollar
Österreich (14. Rang)
44.387 US-Dollar
Deutschland (18. Rang)
39.979 US-Dollar
Japan (22. Rang)
34.348 US-Dollar
Burundi
119 US-Dollar (niedrigstes BIP pro Kopf)
(1) Diese Statistik ist jedoch wie die meisten Statistiken bezüglich Luxemburg um den Faktor 2 respektive ½ verfälscht. Denn in Luxemburg sind circa die Hälfte aller Beschäftigten Grenzgänger, also Nicht-Einwohner, die in Luxemburg jedoch die gleichen Steuern und Sozialabgaben wie die Einwohner zahlen müssen. Die von Luxemburg gezahlten Beträge werden jedoch nur durch die Zahl der Einwohner geteilt. Dies führt in den meisten Statistiken bezüglich Luxemburgs zu einem um den Faktor 2 respektive ½ verfälschten Resultat, z.B. bei Kaufkraft, Bruttosozialprodukt, Arbeitslosenstatistik, Beiträgen zu EU und Rettungsfonds. Die Situation Luxemburgs ist daher tatsächlich viel schlechter, als sie in den Statistiken scheint. Siehe dazu: informations statistiques récentes
Im Jahr 2007 lagen 16 der 20 Staaten mit dem weltweit niedrigsten BIP pro Kopf in Afrika. Afrika ist auch der Kontinent mit dem niedrigsten BIP pro Kopf – es betrug im Jahr 2007 lediglich 1.400 US-Dollar pro Jahr.
Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf
Bearbeiten Welt-Bruttoinlandsprodukt
Bruttoinlandsprodukt 2007:[3]
Region
BIP
Nordamerika
15.242 Mrd. US-Dollar
Mittelamerika und Karibik
1.156 Mrd. US-Dollar
Südamerika
2.378 Mrd. US-Dollar
Europa
17.589 Mrd. US-Dollar
Naher Osten
1.407 Mrd. US-Dollar
Afrika
1.253 Mrd. US-Dollar
Süd-Osteuropa und GUS
1.782 Mrd. US-Dollar
Asien
12.392 Mrd. US-Dollar
Ozeanien
1.074 Mrd. US-Dollar
Abb. 7: Reales BIP-Wachstum der Welt und der OECD-Staaten.
Das BIP weltweit lag im Jahr 2007 bei 54.274 Mrd. US-Dollar. Die Industriestaaten haben davon einen Anteil von 70,8 Prozent, das sind 38.400 Mrd. US-Dollar. 14.100 Mrd. US-Dollar, was etwa 25,9 Prozent entspricht, fallen auf die Entwicklungsländer. Drei Prozent entfallen auf Süd-Osteuropa und die GUS.
Die Staaten mit den höchsten BIP – Vereinigte Staaten, Japan, Deutschland, Großbritannien und Frankreich – haben allein einen Anteil vom Welt-BIP von 50,7 Prozent. Dies entspricht 27,5 Billionen US-Dollar. Allein die Staaten in den „Top Ten“ der höchsten BIP haben einen Anteil von 67,1 Prozent des Welt-BIP (36,4 Billionen US-Dollar).
Während im Jahr 2007 auf Europa beziehungsweise die Vereinigten Staaten und Kanada 30,9 beziehungsweise 28,1 Prozent des Welt-BIP entfielen, hatte ganz Afrika mit 1,25 Billionen. US-Dollar lediglich einen Anteil von 2,3 Prozent am Welt-BIP. Ebenfalls gering sind die Anteile Südamerika beziehungsweise Mittelamerika und der Karibik mit 4,4 beziehungsweise 2,1 Prozent. Innerhalb Asiens fielen mit 9,8 Prozent des Welt-BIP auf Japan und Südkorea, wobei 13 Prozent auf die anderen Staaten Asiens fielen. In den anderen Staaten Asiens, deren Anteil an der Weltbevölkerung im Jahr 2004 bei über 53,6 Prozent lag, lebten allerdings zwanzigmal so viele Menschen wie in Japan und Südkorea.
Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt
Bearbeiten Anwendung des Bruttoinlandsprodukts
Das Wirtschaftswachstum, gemessen als Veränderungsrate des Bruttoinlandsproduktes, wird gemeinhin von der Politik als Erfolgskriterium benutzt.[4] Alle Sozialproduktvergleiche sind aber letzten Endes nichts anderes als Vergleiche zweier unter Befolgung bestimmter Regeln in Geld veranschlagter Güterkombinationen, also zweier Geldsummen, durch die man vielleicht manchen Aufschluss erhalten kann, wenn man ihre Berechnungsmethode kennt, niemals aber Einblick in "Nutzen" oder "Befriedigung".[5] Das BIP allein und für sich erlaubt streng genommen keine Aussagen zu machen bezüglich Wohlstand, Lebensqualität oder Gerechtigkeit für und zwischen den Menschen einer Volkswirtschaft.
Auch der langfristige Zustand der sozialstaatlichen Sicherungssysteme (Gesetzliche Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung) und weitere Faktoren wie z. B. sozialer Frieden, Luftqualität, Erholungsgebiete und der Zustand der natürlichen Ressourcen werden vom BIP nicht erfasst. [6][7] Daher können alternativ oder zusätzlich zur Einbeziehung dieser Ziele in der Wirtschaftspolitik folgende volkswirtschaftliche Indizes verwendet werden:
Gini-Index, ein Maß dafür, wie gleich bzw. ungleich die Einkommens- und Vermögensverteilung in einem Land ist
Human Development Index (HDI), gebildet aus dem BNE per capita gemessen in Kaufkraftparität unter Einbeziehung von Lebenserwartung und Bildungsgrad
Genuine Progress Indicator (GPI), ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft, das die Nachhaltigkeit von Wachstum abbilden soll. Eine wirtschaftliche Aktivität unter Inkaufnahme von gravierenden Umweltschäden, deren Behebung zukünftige Generationen deutlich mehr kosten wird, als die heutige Bevölkerung von der Aktivität profitiert, wird im BIP als positiv verbucht, im GPI negativ.
Index of Sustainable Economic Welfare (ISEW), ein Vorläuferindex des GPI
Happy Planet Index (HPI), ein Maß für die ökologische Effizienz der Erzeugung von Zufriedenheit unter Einbeziehung von Lebenszufriedenheit, Lebenserwartung und ökologischem Fußabdruck
Bearbeiten Big-Mac-Index
→ Hauptartikel: Big-Mac-Index
Die Umrechnung nationaler BIPs auf Grundlage nominaler Wechselkurse ist bei manchen Fragestellungen irreführend. Ein anderes Maß stellt der Kaufkraftparitäten-Kurs (Purchasing Power Parity, PPP) dar. Der Big-Mac-Index ist ein Wechselkurs, zu dem ein Big Mac in allen Ländern dasselbe kostet wie in den Vereinigten Staaten. Dieses Maß eignet sich besser als Vergleich, da Big Macs nicht international gehandelt werden. Preise für Big Macs enthalten Informationen über Preise für nicht handelbare Güter. Die durchschnittlichen Preise (für nicht-handelbare Güter) sind in armen Ländern typischerweise niedriger als Preise in entwickelten Volkswirtschaften. Ein offizieller Wechselkurs basiert vorwiegend auf Preisen handelbarer Güter und überschätzt damit das Preisniveau in armen Ländern.[8]
Bearbeiten Kritikpunkte
Die Aussagekraft des BIPs bezüglich der Wirtschaftsleistung der Menschen in einer Volkswirtschaft ist ungenau, da folgende Faktoren nicht oder nur näherungsweise mitberechnet werden:
Schwarzarbeit beziehungsweise die gesamte Schattenwirtschaft
Subsistenzwirtschaft
Unbezahlte Tätigkeiten (Hausarbeit, Heimwerken, Hobbys, Ehrenämter)
Es ist zusammenfassend zu sagen, dass das BIP nur die Produktionsleistung, nicht den Wohlstand einer Volkswirtschaft widerspiegelt. Auch ein Länder- und Zeitvergleich ist aufgrund dessen nur bedingt möglich.
Eine von dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy einberufene Expertenkommission [9], der fünf Nobelpreisträger angehören, soll eine alternative Berechnung erstellen. Dabei fordert die Kommission die Statistiker auf, nicht nur auf das Wirtschaftswachstum zu schauen, sondern das gegenwärtige „Wohlergehen" eines Landes zu ermitteln. Dabei spiele das BIP weiterhin eine Rolle. Allerdings müssten zum Beispiel auch das gemittelte Haushaltseinkommen, Familienarbeit, Freizeit, Gesundheit und der Zustand der Umwelt mit einbezogen werden.“[10]
Am 17. Januar 2011 nahm die Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" des Bundestages die Arbeit auf. Diese soll bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2013 Vorschläge für eine neue Messgröße für Wohlstand und Lebensqualität erarbeiten, welche dann das Bruttoinlandsprodukt ablösen könnte.[11]
Bearbeiten Literatur
Paul R. Krugman, Maurice Obstfeld: Internationale Wirtschaft. Theorie und Politik der Außenwirtschaft. 7. Auflage. Pearson, München 2006, ISBN 978-3-8273-7199-7, S. 39 ff.
Thomson Datastream Navigator, Advance 4.0 Quarterly National Accounts, Copyright OECD, abgerufen am 18. April 2008
Bearbeiten Weblinks
Wiktionary: Bruttoinlandsprodukt – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Gross domestic product – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Bundeszentrale für politische Bildung: Bruttoinlandsprodukt
Bundeszentrale für politische Bildung, Wissen: Globalisierung: Welt-Bruttoinlandsprodukt
Bundeszentrale für politische Bildung, Wissen: Globalisierung: BIP pro Kopf
Deutsche Bank Research: BIP allein macht nicht glücklich – Wohlergehen messen ist sinnvoll, aber schwierig, 4. Oktober 2006 (PDF)
Pearson: Internationale Wirtschaft Theorie und Politik der Außenwirtschaft (PDF; 955 kB)
Bye, bye BIP oder: Wie misst man den sozialen Fortschritt? ZEIT Blog
Bearbeiten Einzelnachweise
↑ Statistisches Bundesamt: Bruttoinlandsprodukt (BIP) abgerufen am 20. April 2008
↑ Bundeszentrale für politische Bildung: Wissen: Globalisierung: BIP pro Kopf, abgerufen am 22. April 2008
↑ Bundeszentrale für politische Bildung: Wissen: Globalisierung: Welt-BIP, abgerufen am 3. Dezember 2008
↑ "Weil es vom Einkommen abhängt, in welchem Umfang das Vermögen gemehrt und die Bedürfnisse befriedigt werden können, richtet sich das wirtschaftliche Streben der Menschen in erster Linie auf die Erzielung von Einkommen, liegt der Kern des gesellschaftspolitischen Wohlstandsziels in der Steigerung des Netto-Sozialprodukts." Herbert Giersch: Allgemeine Wirtschaftspolitik. Erster Band: Grundlagen. Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler: Wiesbaden 1961. S. 86 ISBN 3-409-88282-0.
↑ Hans Albert: Ökonomische Ideologie und politische Theorie. Verlag Otto Schwartz & Co: Göttingen 2. Aufl. 1972. S. 82 f.
↑ Measuring economies. Grossly distorted picture; The Economist, 9. Februar 2006
↑ Romina Boarini, Asa Johansson, Marco Mira d'Ercole: Alternative Measures of Well-Being in Economic Policy Reforms: Going for Growth 2006, OECD, 2006; Zusammenfassung (englisch), Working Paper (englisch)
↑ http://www.wiwi.uni-tuebingen.de/cms/fileadmin/Uploads/Schulung/V3/Lehre/Vergangene_Semester/WS2006_07/MakroI/Big_Mac_Index_2006.pdf, abgerufen am 5. Mai 2008
↑ http://stiglitz-sen-fitoussi.fr/en/index.htm Commission on the Measurement of Economic Performance and Social Progress
↑ Rechnen für eine bessere Welt, die tageszeitung, 16. September 2009
↑ Wann geht es Deutschland gut? - Die Suche nach einer neuen Messgröße, consilia::blog, 18. Januar 2011
Dieser Artikel wurde am 8. Mai 2008 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.
country of Japan registered solid economic growth of 2 0 percent just slightly below the previous year s level Development of Gross Domestic Product of METRO Group countries in 2007 Development of Gross Domestic Product in key global regions and Germany in 2007
http://www.metrogroup.de/servlet/PB/menu/1152990_l2
File:Bruttoinlandsprodukt DE.svg - Wikimedia Commons
Bruttoinlandsprodukt DE.svg. Deutsch: Entwicklung des Brutto- und Nettoinlandsprodukts der Bundesrepublik Deutschland ab 1970, in jeweiligen Preisen. Date ...
Bruttoinlandsprodukt – Wikipedia
Das Bruttoinlandsprodukt (Abkürzung: BIP) gibt den Gesamtwert aller Güter (Waren ... eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt ...
BRUTTOINLANDSPRODUKT BIP GROSS DOMESTIC PRODUCT GDP :: BÖRSEN ...
Bruttoinlandsprodukt BIP gross domestic product GDP Der Wert aller Waren und Dienstleistungen die wenn nicht ein anderer Zeitraum ausdrücklich genannt... :: BÖRSEN ...
Bruttoinlandsprodukt - 维基词典,自由的多语言词典
Bruttoinlandsprodukt. 維基詞典,自由的多語言詞典. 跳转到: 导航, 搜索 [编辑] 德语 〈中〉 BIP,国内生产总值,GDP. 来自"http://zh.wiktionary.org
Polen Bruttoinlandsprodukt (BIP) - Wirtschaft
Diagramm: Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Jahr. Bruttoinlandsprodukt ... Bruttoinlandsprodukt (BIP) - reale Wachstumsrate. Bruttoinlandsprodukt ...
#Griechische #Wirtschaftskrise verschärft sich ...
Arbeitslosigkeit in Griechenland stieg drastisch an - vor allem unter Jugendlichen ... Quartal deutlich verschärft: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte von April bis ...
Letzte Woche diese Einladung reinbekommen Ein interessantes Thema Ich werde auf alle F auml lle hingehen denn es ist wichtig sich in dieser Diskussion die Begriffe nicht aus der Hand nehmen zu lassen K uuml nstler m uuml ssen zu Schlagworten wie quot Creative Industries quot oder quot Kreativwirtschaft quot Stellung nehmen Zu Michael S ouml ndermann empfiehlt sich sein Blog gt http www kulturwirtschaft de Original Nachricht Betreff Einladung zur Veranstaltung Creative Industries mit Hermann Scheer am Do den 1 11 in Frankfurt Main Datum Wed 17 Oct 2007 22 25 17 +0200 Von Landesverband Hessen lt landesverband hessen at spd dot de gt Antwort an landesverband hessen at spd dot de Organisation SPD Hessen An landesverband hessen at spd dot de Einladung quot Creative Industries quot Wachstumsmotor f uuml r Hessen Eine Veranstaltung f uuml r Kunstschaffende und Interessierte aus der Medien und Kommunikationswirtschaft Ein Forum f uuml r die Akteure der quot Creative Industries quot in Hessen das dem Austausch mit Vertretern aus der Politik dient und so die M ouml glichkeit geben will Anforderungen an eine koh auml rente Politik zu formulieren Creative Industries Wachstumsmotor f uuml r Hessen 1 November 2007 19 00 Uhr Kommunikationsmuseum Frankfurt Schaumainkai 53 Museumsufer Mit einem Initialvortrag durch Dr Hermann Scheer und einer Keynote von Michael S ouml ndermann Dr Hermann Scheer ist Wirtschafts und Sozialwissenschaftler und geh ouml rt seit 1980 dem Deutschen Bundestag an Michael S ouml ndermann ist Kreativwirtschaftsexperte und Verfasser zahlreicher Publikationen zum Thema Das Gespr auml ch leitet Dr Michael Klein Direktor des Instituts f uuml r Neue Medien e V Frankfurt Der Begriff der quot Creative Industries quot Kreativwirtschaft stammt urspr uuml nglich aus Gro szlig britannien Er bezeichnet die Kulturwirtschaft in einem erweiterten Sinn und schlie szlig t die Branchen Musik Film Thea
http://www.flickr.com/photos/textmaker/1804080664/
ifo Konjunkturprognose 2010: Deutsche Wirtschaft ohne Dynamik ...
Insgesamt wird das Bruttoinlandsprodukt der Welt im Jahr 2010 um 3,1 ... Im zweiten Quartal expandierte das reale Bruttoinlandsprodukt saison- und kalenderbereinigt um 0,4%, im ...
Schwaches britisches Bruttoinlandsprodukt lässt GBP-Kurs sinken
Nach einem 0,5% Rückgang beim vierteljährlichen britischen Bruttoinlandsprodukt durchlief das Pfund Sterling einen stark rückläufigen Handel und v
YouTube - Pelzig unterhält sich 18.12.2009 über das ...
Erwin Pelzig über das Bruttoinlandsprodukt und Happy Planet Index.
EU Beitritt der Ukraine zu beschleunigen Derzeit leben in der Ukraine 46 Millionen Personen und das Bruttoinlandsprodukt des Landes liegt unter 30 Goldmedaille fr die Wirtschaftskrise Pedro Solbes der spanische Minister und ehemalige EU Whrungskommissar hat bereits 3 Mal seine Vorhersagen fr das Wirtschaftswachstum in Spanien 2008 korrigiert lvaro Sanse
http://www.cafebabel.com/pol/article/26114/strassburg-sondergipfel-ukraine.html














