Ångström (Einheit)
Übergangsmetalle
Actinium
Actinoide
Aggregatzustand
Alkalimetalle
Aluminium
Americium
Anatomisch-Therapeutisch-Chemisches Klassifikationssystem
Anode
Antimon
Argon
Arsen
Astat
Atomare Masseneinheit
Atommasse
Atomradius
Atomreaktor
Atomspektrometrie
Austrittsarbeit
Barium
Basen (Chemie)
Basizität
Belichtungsmesser
Bergmann-Schaefer Lehrbuch der Experimentalphysik
Berkelium
Beryllium
Betastrahlung
Biochemie
Bismut
Blei
Block des Periodensystems
Blutkreislauf
Bohrium
Bor
Brom
CAS-Nummer
CRC Handbook of Chemistry and Physics
Cadmium
Cadmiumbromid
Cadmiumchlorid
Cadmiumfluorid
Cadmiumhydroxid
Cadmiumiodid
Cadmiumnitrat
Cadmiumoxid
Cadmiumselenid
Cadmiumsulfat
Cadmiumsulfid
Cadmiumtellurid
Caesium
Calcitriol
Calcium
Californium
Carl Samuel Hermann
Cer
Chalkogenide
Chemischer Kampfstoff
Chemisches Element
Chemisches Element#Sortierte Liste chemischer Elemente
Chlor
Chrom
Cobalt
Copernicium
Curium
D-Orbital
DNA-Reparatur
Darmstadtium
Desoxidationsmittel
Destillation
Diamagnetismus
Dichte
Doppelter Betazerfall
Dubnium
Duktilität
Durchfall
Dysprosium
Edelgase
Einsteinium
Eisen
Elektrische Leitfähigkeit
Elektrische Spannung
Elektrolyse
Elektron
Elektronegativität
Elektronegativität#Pauling-Skala
Elektronen-Einfang
Elektronenkonfiguration
Elektronenvolt
Elektrophysiologie
Elementsymbol
Empfindlichkeit (Technik)
Energieniveau
Enrico Fermi
Erbium
Erbrechen
Erdalkalimetalle
Erdhülle
Erdkruste
Europäische Union
Übergangsmetalle
Actinium
Actinoide
Aggregatzustand
Alkalimetalle
Aluminium
Americium
Anatomisch-Therapeutisch-Chemisches Klassifikationssystem
Anode
Antimon
Argon
Arsen
Astat
Atomare Masseneinheit
Atommasse
Atomradius
Atomreaktor
Atomspektrometrie
Austrittsarbeit
Barium
Basen (Chemie)
Basizität
Belichtungsmesser
Bergmann-Schaefer Lehrbuch der Experimentalphysik
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Beryllium
Betastrahlung
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Bismut
Blei
Block des Periodensystems
Blutkreislauf
Bohrium
Bor
Brom
CAS-Nummer
CRC Handbook of Chemistry and Physics
Cadmium
Cadmiumbromid
Cadmiumchlorid
Cadmiumfluorid
Cadmiumhydroxid
Cadmiumiodid
Cadmiumnitrat
Cadmiumoxid
Cadmiumselenid
Cadmiumsulfat
Cadmiumsulfid
Cadmiumtellurid
Caesium
Calcitriol
Calcium
Californium
Carl Samuel Hermann
Cer
Chalkogenide
Chemischer Kampfstoff
Chemisches Element
Chemisches Element#Sortierte Liste chemischer Elemente
Chlor
Chrom
Cobalt
Copernicium
Curium
D-Orbital
DNA-Reparatur
Darmstadtium
Desoxidationsmittel
Destillation
Diamagnetismus
Dichte
Doppelter Betazerfall
Dubnium
Duktilität
Durchfall
Dysprosium
Edelgase
Einsteinium
Eisen
Elektrische Leitfähigkeit
Elektrische Spannung
Elektrolyse
Elektron
Elektronegativität
Elektronegativität#Pauling-Skala
Elektronen-Einfang
Elektronenkonfiguration
Elektronenvolt
Elektrophysiologie
Elementsymbol
Empfindlichkeit (Technik)
Energieniveau
Enrico Fermi
Erbium
Erbrechen
Erdalkalimetalle
Erdhülle
Erdkruste
Europäische Union
Eigenschaften
Kr 4d10 5s2
48
Cd
Periodensystem
Allgemein
Name, Symbol, Ordnungszahl
Cadmium, Cd, 48
Serie
Übergangsmetalle
Gruppe, Periode, Block
12, 5, d
Aussehen
silbrig grau metallisch
CAS-Nummer
7440-43-9
ATC-Code
D11AC02
Massenanteil an der Erdhülle
0,3 ppm[1]
Atomar [2]
Atommasse
112,411 u
Atomradius (berechnet)
155 (161) pm
Kovalenter Radius
144 pm
Van-der-Waals-Radius
158 pm
Elektronenkonfiguration
Kr 4d10 5s2
Elektronen pro Energieniveau
2, 8, 18, 18, 2
Austrittsarbeit
4,2 eV[3]
1. Ionisierungsenergie
867,8 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie
1631,4 kJ/mol
Physikalisch [2]
Aggregatzustand
fest
Kristallstruktur
hexagonal
Dichte
8,65 g/cm3 (25 °C)[4]
Mohshärte
2,0
Magnetismus
diamagnetisch (χm = −1,9 · 10−5)[5]
Schmelzpunkt
594,22 K (321,07 °C)
Siedepunkt
1040 K (767 °C)
Molares Volumen
13,00 · 10−6 m3/mol
Verdampfungswärme
100 kJ/mol
Schmelzwärme
6,3 kJ/mol
Schallgeschwindigkeit
2310 m/s bei 293,15 K
Elektrische Leitfähigkeit
14,3 · 106 A/(V · m)
Wärmeleitfähigkeit
97 W/(m · K)
Chemisch [2]
Oxidationszustände
2
Oxide (Basizität)
CdO (leicht basisch)
Normalpotential
−0,403 V (Cd2+ + 2 e− → Cd)
Elektronegativität
1,69 (Pauling-Skala)
Isotope
Isotop
NH
t1/2
ZM
ZE MeV
ZP
106Cd
1,25 %
Stabil
107Cd
{syn.}
6,50 h
ε
1,417
107Ag
108Cd
0,89 %
Stabil
109Cd
{syn.}
462,6 d
ε
0,214
109Ag
110Cd
12,49 %
Stabil
111Cd
12,8 %
Stabil
112Cd
24,13 %
Stabil
113Cd
12,22 %
7,7 · 1015 a
β−
0,316
113In
113Cd
{syn.}
14,1 a
β−
0,580
113In
114Cd
28,73 %
Stabil
115Cd
{syn.}
53,46 h
β−
1,446
115In
116Cd
7,49 %
(3,0±0,3) · 1019 a
β−β−
116Sn
Weitere Isotope siehe Liste der Isotope
NMR-Eigenschaften
Spin
γ in
rad·T−1·s−1
E
fL bei
B = 4,7 T
in MHz
111Cd
1/2
5,698 · 107
0,00124
21,2
113Cd
1/2
5,961 · 107
0,00135
22,2
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I [6]
Sehr giftig
Leicht-
entzündlich
Umwelt-
gefährlich
(T+)
(F)
(N)
(F gilt nur für die nicht stabilisierte Form)
R- und S-Sätze
R: 17-26-45-48/23/25-50/53-62-63-68 (nicht stabilisiert)
R: 26-45-48/23/25-50/53-62-63-68 (phlegmatisiert)
S: 7/8-43-45-53-60-61 (nicht stabilisiert)
S: 45-53-60-61 (phlegmatisiert)
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Cadmium (auch Kadmium; aus dem griech. καδμία, καδμεία, καδθμία ≡ kadmía, lat. cadmea , oxidische oder carbonathaltige Zinkerde) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Cd und der Ordnungszahl 48. Es wird meist zu den Übergangsmetallen gezählt, auch wenn es eine abgeschlossene d-Schale besitzt und damit eher den Hauptgruppenelementen, vor allem den Erdalkalimetallen ähnelt. Im Periodensystem steht es in der 5. Periode sowie der 2. Nebengruppe (Gruppe 12) oder Zinkgruppe.
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Vorkommen
3 Gewinnung und Darstellung
4 Eigenschaften
5 Verwendung
6 Nachweis
7 Sicherheitshinweise
8 Toxikologie
8.1 Aufnahme und Gefahren
8.2 Schädigungen im Menschen
8.3 Symptome
9 Verbindungen
9.1 Oxide und Hydroxide
9.2 Halgenide
9.3 Chalkogenide
9.4 Sonstige Verbindungen
10 Einzelnachweise
11 Literatur
12 Weblinks
//
Bearbeiten Geschichte
1817 entdeckten Friedrich Stromeyer und Carl Samuel Hermann unabhängig voneinander Cadmium (lateinisch cadmia, griechisch kadmeia für Galmei) in verunreinigtem Zinkcarbonat. Stromeyer bemerkte, dass sich verunreinigtes Zinkcarbonat beim Erhitzen verfärbte: ein Verhalten, das reines Zinkcarbonat nicht zeigte. Annähernd 100 Jahre wurde das Metall nur in Deutschland gewonnen.
Die Bezeichnung Cadmium wurde schon im Mittelalter verwendet, vermutlich für Zink. Wie aus einer von Kaiser Friedrich II. im April 1226 in Ravenna ausgestellten Urkunde hervorgeht, räumt dieser dem Benediktiner-Kloster St. Paul im Lavanttal das Recht ein „ut Cadmiae tam argentj quam plumbi et ferri, que in territorio ipsius monasteri de cetero inveniri contigerint, ad opus suum“ (dass das Zink, sowie Silber, als auch Blei und Eisen, welches auf dem Gebiet des Klosters gefunden wird), für dessen Zwecke verwendet wird.[7]
Wegen seiner Giftigkeit verzeichnete der British Pharmaceutical Codex von 1907 Cadmiumjodid als Mittel zur Behandlung von geschwollenen Gelenken (enlarged joints), skrofulösen Drüsen (scrofulous glands) und Frostbeulen (chilblains).
1907 definierte die Internationale Astronomische Union ein Ångström als das 1/6438,4696-fache der Wellenlänge einer roten Spektrallinie des Cadmiums in trockener Luft mit einem Kohlendioxidgehalt von 0,03 % bei einer Temperatur von 15 °C und einem Druck von 1 atm. Die General Conference on Weights and Measures akzeptierte im Jahr 1960 die 1.553.164,13-fache Wellenlänge einer roten Spektrallinie des Cadmiums als Sekundärdefinition eines Meters.
1942 benutzte der Physiker Enrico Fermi Cadmiumstäbe beim Bau des ersten Atomreaktors der Welt. Diese Stäbe konnte man in den Reaktor hinein- und hinausschieben. Auf diese Weise konnte der Reaktor kontrolliert werden, da Cadmium die moderierten Spaltneutronen aufnehmen und so die Aktivität des Reaktors reduzieren konnte.
Bearbeiten Vorkommen
Cadmium ist ein sehr seltenes Element. Sein Anteil an der Erdkruste beträgt nur ca. 3 · 10−5 %.[8] Gediegen kommt Cadmium nur äußerst selten vor, es sind bisher nur zwei Funde aus dem Wiljui-Becken in Jakutien (Ostsibirien), sowie dem US-Bundesstaat Nevada bekannt.[9] Cadmiumhaltige Erze sind Greenockit (CdS) und Otavit (CdCO3). Sie sind fast immer mit den entsprechenden Zinkerzen, wie Sphalerit (ZnS) und Galmei (ZnCO3) verschwistert. Es gibt keine abbauwürdigen Lagerstätten.
Bearbeiten Gewinnung und Darstellung
Zeitliche Entwicklung der Cadmiumförderung
Cadmium wird ausschließlich als Nebenprodukt bei der Zinkverhüttung, in kleinem Umfang auch bei der Blei- und Kupferverhüttung gewonnen. Kleinere Mengen fallen auch beim Recycling von Eisen und Stahl an.
Die Gewinnung von Cadmium hängt vom Verfahren ab, wie das Zink gewonnen wird. Bei der trockenen Zinkgewinnung wird zunächst das Cadmium mit dem Zink reduziert. Da Cadmium einen niedrigeren Siedepunkt als Zink besitzt, verdampft es leichter. Dadurch verdampft ein Cadmium-Zink-Gemisch aus dem Reduktionsgefäß und reagiert an anderer Stelle mit Sauerstoff zu Cadmium- und Zinkoxid. Anschließend wird dieses Gemisch in einem Destillationsgefäß mit Koks vermischt und das Cadmium vom Zink abdestilliert. Durch fraktionierte Destillation lassen sich höhere Reinheiten an Cadmium erreichen.
Bei der nassen Zinkgewinnung werden die gelösten Cadmiumionen mit Zinkstaub reduziert und ausgefällt. Das dabei entstehende Cadmium wird mit Sauerstoff zu Cadmiumoxid oxidiert und in Schwefelsäure gelöst. Aus der so entstandenen Cadmiumsulfat-Lösung wird durch Elektrolyse mit Aluminiumanoden und Bleikathoden besonders reines Elektrolyt-Cadmium gewonnen.
Bearbeiten Eigenschaften
hochreiner kristalliner Cadmium-Barren
Cadmium ist ein weiches, hämmerbares, duktiles, silbrig glänzendes Metall. Ähnlich wie bei Zinn treten beim Verbiegen von Cadmium mittlerer Reinheit typische Geräusche auf (bei Zinn Zinngeschrei genannt). In chemischen Verbindungen liegt es meist zweiwertig vor. Chemisch gleicht es dem Zink, es neigt aber eher zur Bildung von Komplex-Verbindungen mit der Koordinationszahl 4. Cadmium ist an Luft beständig, in der Wärme bildet es eine Oxidhaut. In der Hitze verbrennt es mit rötlicher bis gelber Flamme zu Cadmiumoxid CdO. CdO wurde wegen seiner hohen Toxizität im Zweiten Weltkrieg von den USA auf seine Verwendbarkeit als chemischer Kampfstoff untersucht. Die Cadmium-Chalkogenide Cadmiumsulfid (gelb), Cadmiumselenid (rot) und Cadmiumtellurid (schwarz) sind wichtige II-VI-Halbleiter. Sie werden beispielsweise nanopartikulär als Quantenpunkte (engl. Quantum Dots) hergestellt und u.a. in der Biochemie in-vitro eingesetzt.
Chemische Eigenschaften: An der Luft bildet Cadmium durch die Oxidation eine Verdunklung der Oberfläche. In Alkalien ist die Oberfläche unlöslich, in Schwefelsäure und Salzsäure schwer und in Salpetersäure gut löslich.
Bearbeiten Verwendung
Wegen der hohen Toxizität von Cadmium und seinen Verbindungen ist deren Bedeutung abnehmend. Cadmium wird/wurde eingesetzt:
als Rostschutz für Eisenwerkstoffe (Vercadmen)
für Nickel-Cadmium-Akkus
für gelbe bis tiefrote Farbpigmente aus Cadmiumsulfid und Cadmiumselenid für Lacke und Kunststoffe (mittlerweile geringe Praxisbedeutung wegen möglicher Gesundheitsgefährdung, vor allem bei der Verbrennung entsprechender Artikel)
Legierungsmetall in niedrigschmelzenden Legierungen, zum Beispiel Lagerwerkstoffe oder Woodsches Metall
früher als Schmiermittel in Scheibenbremsen
Bestandteil von Lötwerkstoffen (Lötzinn), auch für Hartlote
Herstellung von Halbleitern
Cadmiumoxid als Leuchtstoff in Schwarz-Weiß-Fernsehröhren sowie Zusatz in Blau- und Grünphosphor von Farbröhren.
Regelstäbe in der Nukleartechnik aufgrund des besonders hohen Wirkungsquerschnitts für thermische Neutronen unterhalb der sogenannten Cadmiumkante bei etwa 0,4 eV.
Als Quelle von energiereicher Gammastrahlung (rund 7 MeV) aus thermischen Neutronen zur späteren Erzeugung von Positronen durch Paarerzeugung
Nutzung als Cadmiumsulfid in Belichtungsmessern, deren spektrale Empfindlichkeit der des menschlichen Auges gleicht.
Cadmiumtellurid als infrarotempfindlicher Sensor für Kameras (focal plane arrays)
In Dünnschicht-Solarzellen als Cadmiumtellurid oder Cadmiumsulfid zur Stromerzeugung
Cd-Stearat als Stabilisator in Kunststoffen beispielsweise in PVC (unempfindlich gegen Licht, allerdings mittlerweile von geringer Praxisbedeutung wegen möglicher Gesundheitsgefährdungen)
Früher in den Weston-Normalelementen zur Festlegung von einem Volt, der Maßeinheit der elektrischen Spannung.
Cadmium-Bismut-Legierungen für Schmelzsicherungen
Silber-Cadmium-Legierungen als Desoxidationsmittel in der Herstellung von Sterling-Silber
Schmuckwaren: goldgrüne Gold-Cadmium-Legierungen
Cadmium-Lampe
Helium-Cadmium-Laser
In der Elektrophysiologie werden Cadmium-Ionen zur Blockade spannungsaktivierter Kalziumkanäle verwendet.
Färben von Glas in gelb, orange und rot durch Zusatz von Cadmiumsulfid, -selenid und -tellurid oder Mischungen davon.
Bearbeiten Nachweis
Als Vorprobe für Cadmium kann die sogenannte Glühröhrchenprobe dienen.[10] Hierzu wird etwas Ursubstanz in einem hochschmelzendem Glühröhrchen erhitzt und das entstehende Sulfid-Oxid-Gemisch mit Natriumoxalat zu den Metallen reduziert. Als leichtflüchtiger Bestandteil verdampft Cadmium und scheidet sich als Metallspiegel am oberen Teil des Röhrchens ab.
Durch anschließende Zugabe von Schwefel und erneutem Glühen bildet sich aus dem Metallspiegel und Schwefeldampf Cadmiumsulfid, welches in der Hitze rot und bei Raumtemperatur gelb ist. Dieser Farbwechsel lässt sich einige male wiederholen.
Als Nachweisreaktion für Cadmium-Kationen gilt die Ausfällung mit Sulfid-Lösung oder Schwefelwasserstoff-Wasser als gelbes Cadmiumsulfid. Andere Schwermetallionen stören diesen Nachweis, so dass zuvor ein Kationentrenngang durchzuführen ist.
Zur quantitativen Bestimmung von Cadmiumspuren bietet sich die Polarographie an. Cadmium(II)-ionen geben in 1 M KCl eine Stufe bei −0,64 V (gegen SCE).[11] Im Ultraspurenbereich kann die Inversvoltammetrie an Quecksilberelektroden eingesetzt werden.[12] Sehr empfindlich ist auch die Graphitrohr-AAS von Cadmium. Hierbei können noch 0,003 µg/l nachgewiesen werden.[13] Das relativ leicht flüchtige Element verträgt dabei keine hohe Pyrolysetemperatur. Ein Matrixmodifizierer wie Palladium-Magnesiumnitrat kann Abhilfe schaffen.
Bearbeiten Sicherheitshinweise
Cadmium ist als „sehr giftig“ und seine Verbindungen von „gesundheitsschädlich“ (z. B. Cadmiumtellurid) über „giftig“ (z. B. Cadmiumsulfid) bis „sehr giftig“ (z. B. Cadmiumoxid) eingestuft; außerdem besteht begründeter Verdacht auf krebsauslösende Wirkung beim Menschen. Eingeatmeter cadmiumhaltiger Staub führt zu Schäden an Lunge, Leber und Niere, siehe Gressenicher Krankheit und Itai-Itai-Krankheit.
In Arbeitsbereichen, in denen mit erhitzten Cadmiumverbindungen gearbeitet wird (Lötplätze und Cadmierbäder), ist für eine gute Durchlüftung oder Absaugung zu sorgen.
Gemäß Chemikalienverbotsverordnung darf der Cadmiumgehalt in Kunststoffen 0,01 Gewichtsprozent (100 mg/kg) nicht überschreiten. Dieser Grenzwert gilt in der ganzen Europäischen Union.
Bearbeiten Toxikologie
Cadmium ist in der chemischen Industrie ein unvermeidbares Nebenprodukt der Zink-, Blei- und Kupfergewinnung. Auch in Düngern und Pestiziden ist Cadmium zu finden.
Bearbeiten Aufnahme und Gefahren
Hauptsächlich wird Cadmium vom Menschen durch die Nahrung aufgenommen. Zu den cadmiumreichen Nahrungsmitteln zählen: Leber, Pilze, Muscheln und andere Schalentiere, Kakaopulver und getrockneter Seetang. Darüber hinaus enthalten Leinsamen viel Cadmium. Aus diesem Grunde wird empfohlen, täglich nicht mehr als 20 g Leinsamen zu sich zu nehmen. Zudem kommt es seit der Einführung von Kunstdüngern zu einer Anreicherung von Cadmium auf landwirtschaftlichen Flächen und somit in nahezu allen Lebensmitteln. Die Ressourcen von Phosphaten sind begrenzt, und die meisten Vorkommen sind belastet mit Cadmium oder radioaktiven Schwermetallen. Der Cadmiumgehalt der Phosphatlagerstätten ist sehr unterschiedlich. Viele Industrieländer haben bereits einen Grenzwert für Cadmium in Düngemitteln eingeführt.[14] In Österreich ist die Cadmiumkonzentration auf 75 mg/kg P2O5 begrenzt.[15] Auch Tabakrauch transportiert relativ große Cadmiummengen in die Lungen, von wo aus es sich mit dem Blut im Körper verteilt.
Besonders Personen, die in Fabriken mit hohem Cadmiumausstoß arbeiten, sind erhöhten Gefahren ausgesetzt. Aber auch von wilden Müllplätzen und Metallwerken gehen Gefahren aus. Das Einatmen von Cadmium kann die Lungen ernsthaft schädigen und sogar zum Tod führen. Unfälle in der Industrie – wie in der chinesischen Provinz Guangdong – und jahrzehntelange Emissionen – wie im Falle der Itai-Itai-Krankheit (bei Menschen) und der Gressenicher Krankheit (bei Weidevieh) – machen die realen Gefahren deutlich.
Bearbeiten Schädigungen im Menschen
Cadmium wird aus der Nahrung zu ungefähr 5 % im Darm resorbiert. Bei Eisen- und Calciummangel steigt die Resorptionsrate, was annehmen lässt, dass alle drei Metalle denselben Transportweg nutzen. Cadmium stimuliert zunächst in der Leber die Synthese von Metallothioneinen, mit denen es einen Komplex bildet und über den Blutkreislauf zu den Nierenglomeruli transportiert, dort filtriert und aus den Nierentubuli wieder aufgenommen wird. In den Tubuluszellen wird der Metallothionein-Cadmium-Komplex metabolisiert und Cd freigesetzt. Cd aktiviert hier wiederum eine vermehrte Metallthionsynthese, wodurch noch mehr Cadmium gebunden wird. Durch die Akkumulation in den Nieren kommt es zu Schädigungen dieses Organs mit der Folge einer Proteinurie.
Cadmium schädigt auch die Knochen, da es letztendlich zur Mobilisierung des Calciums führt. Cd konkurriert im Darm mit dem Calcium um die Bindungsstellen am Ca-bindenden Protein in der Darmmukosa. Zusätzlich blockiert Cd die Neusynthese des 1,25-Dihydroxycholecalciferol (Calcitriol) in den Nierentubuluszellen. 1,25-Dihydroxycholecalciferol ist notwendig, um die Synthese des Calciumbindenden Proteins in der Darmmukosazelle zu aktivieren. In summa bewirkt Cadmium eine verminderte Rückresorption des Calciums in Darm und Niere sowie die erhöhte Ausscheidung mit dem Harn mit der Folge einer Calciumfreisetzung aus den Knochen und damit dem Abbau derselbigen.
Bearbeiten Symptome
Durchfall, Magenschmerzen und heftiges Erbrechen
Nierenschädigung
Knochenbrüche
Schäden am Zentralnervensystem
Schäden am Immunsystem
Störungen in der Fortpflanzung und eventuell sogar Unfruchtbarkeit
Psychische Störungen
Mögliche DNA-Schäden und Krebsentstehung
Verlust des Geruchssinns
Bearbeiten Verbindungen
→ Kategorie:Cadmiumverbindung
Bearbeiten Oxide und Hydroxide
Cadmiumoxid CdO
Cadmiumhydroxid Cd(OH)2
Bearbeiten Halgenide
Cadmiumfluorid CdF2
Cadmiumchlorid CdCl2
Cadmiumbromid CdBr2
Cadmiumiodid CdI2
Bearbeiten Chalkogenide
Cadmiumsulfid CdS
Cadmiumselenid CdSe
Cadmiumtellurid CdTe
Bearbeiten Sonstige Verbindungen
Cadmiumsulfat CdSO4
Cadmiumnitrat Cd(NO3)2
Bearbeiten Einzelnachweise
↑ Harry H. Binder: Lexikon der chemischen Elemente, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-7776-0736-3.
↑ Die Werte der atomaren und physikalischen Eigenschaften (Infobox) sind (soweit nicht anders angegeben) aus www.webelements.com (Cadmium) entnommen.
↑ Ludwig Bergmann, Clemens Schaefer, Rainer Kassing: Lehrbuch der Experimentalphysik, Band 6: Festkörper. 2. Auflage, Walter de Gruyter, 2005, ISBN 978-3-11-017485-4, S. 361.
↑ N. N. Greenwood und A. Earnshaw: Chemie der Elemente, 1. Auflage, 1988, ISBN 3-527-26169-9, S. 1545.
↑ David R. Lide: CRC Handbook of Chemistry and Physics: A ready-reference book of chemical and physical data, 90. Aufl., CRC Taylor & Francis, Boca Raton Fla. 2009, ISBN 978-1-4200-9084-0, Section 4, S. 4-142 bis 4-147. Die Werte dort sind auf g/mol bezogen und in cgs-Einheiten angegeben. Der hier angegebene Wert ist der daraus berechnete maßeinheitslose SI-Wert.
↑ Eintrag zu CAS-Nr. 7440-43-9 im European chemical Substances Information System ESIS
↑ Beda Schroll in: Fontes Rerum Austriacarum. Band XXXIX, Wien 1876, Urkunde Nr. 50, S. 117–118.
↑ dtv-Atlas Chemie. Band 1, dtv-Verlag, 2000.
↑ Cadmium bei mindat.org (engl.)
↑ Eberhard Gerdes: Qualitative Anorganische Analyse. 2. Auflage, Springer, Berlin/Heidelberg 2001, S. 64–65.
↑ J. Heyrovský, P. Zuman: Einführung in die praktische Polarographie. VEB Verlag Technik, Berlin 1959, S. 179.
↑ R. Neeb: Inverse Polarographie und Voltammetrie. Akademie-Verlag, Berlin 1969, S. 192.
↑ G. Schwedt: Analytische Chemie. Thieme Verlag, Stuttgart 1995, S. 197.
↑ IGBCE. Stellungnahme der IG Bergbau, Chemie, Energie zum Entwurf für eine EU-weite Regelung des Europäischen Parlamentes und Rates für Cadmium in Düngemitteln
↑ Düngemittelverordnung 2004; BGBl. II Nr. 100/2004 Anlage 2; II. Grenzwerte.
Bearbeiten Literatur
Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1.
Hans Breuer: dtv-Atlas Chemie 1. Allgemeine und anorganische Chemie. 10. Auflage, Dtv, München 2006, ISBN 3-423-03217-0.
Bearbeiten Weblinks
Wiktionary: Cadmium – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Cadmium – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wikibooks: Praktikum Anorganische Chemie/ Cadmium – Lern- und Lehrmaterialien
Reinstcadmium 99,999 % als Bild in der Sammlung von Heinrich Pniok
EnvironmentalChemistry.com – Cadmium
Periodensystem der Elemente
H
He
Li
Be
B
C
N
O
F
Ne
Na
Mg
Al
Si
P
S
Cl
Ar
K
Ca
Sc
Ti
V
Cr
Mn
Fe
Co
Ni
Cu
Zn
Ga
Ge
As
Se
Br
Kr
Rb
Sr
Y
Zr
Nb
Mo
Tc
Ru
Rh
Pd
Ag
Cd
In
Sn
Sb
Te
I
Xe
Cs
Ba
La
Ce
Pr
Nd
Pm
Sm
Eu
Gd
Tb
Dy
Ho
Er
Tm
Yb
Lu
Hf
Ta
W
Re
Os
Ir
Pt
Au
Hg
Tl
Pb
Bi
Po
At
Rn
Fr
Ra
Ac
Th
Pa
U
Np
Pu
Am
Cm
Bk
Cf
Es
Fm
Md
No
Lr
Rf
Db
Sg
Bh
Hs
Mt
Ds
Rg
Cn
Uut
Uuq
Uup
Uuh
Uus
Uuo
Alkalimetalle
Erdalkalimetalle
Lanthanoide
Actinoide
Übergangsmetalle
Metalle
Halbmetalle
Nichtmetalle
Halogene
Edelgase
B.C. aphrodisiac contains cadmium
Leah Bendell, a North Vancouver resident and ecotoxicologist at Simon Fraser University, is concerned about the consumption of oysters with high levels of cadmium found in some areas along the B.C. coast.
Safety and Health Topics: Cadmium
The Cadmium in Construction Standard; Extension of the Office of ... Cadmium emits a characteristic brown fume (CdO) upon heating, which is relatively non ...
High levels of cadmium found in area oysters
A recent report from a Simon Fraser University professor criticizes the oyster farming industry for ignoring dangers associated with the presence of cadmium in its product and points to Desolation Sound as a particular “hot spot” for the potentially harmful substance.
FeNi Meteorit Nantan China Pat r 1515 Der Fall des Nantan Meteoriten wurde im Jahre 1516 von der Bevlkerung der Provinz Guanxi Kaiserreich China beobachtet Der Eisenmeteorit zerplatzte beim Eintritt in die Atmosphre und die Bruchstcke fielen auf ein Gebiet von 288 km Ausdehnung in der Nhe der Stadt Nantan nieder Die Meteoritenbruchstcke blieben ber 400 Jahre dort liegen bis man sich Ende der fnfziger Jahre wieder an sie erinnerte Bruchstcke des Nantan Meteoriten wurden versuchsweise eingeschmolzen eigneten sich aber aufgrund des hohen Nickelgehaltes nicht zur Verhttung Der Nantan Meteorit stammt aus dem Asteroidengrtel und wird als grober Oktaedrit der Gruppe IIICD klassifiziert Bislang wurden 9 5 Tonnen gefunden das schwerste Fragment wiegt 2 t Aufgrund des langen Aufenthaltes in feuchter Umgebung sind die Fundstcke stark verwittert und brchig Chemische Zusammensetzung 92 35 Eisen 6 96 Nickel Spuren von Kohlenstoff Kupfer Cobalt Schwefel Phosphor Chrom Gallium Germanium Arsen Antimon Wolfram Rhenium Iridium Gold Rubidium Palladium Osmium Praseodym Mangan Silber Cadmium
http://www.flickr.com/photos/lomo56/3363641938/
Cadmium
Cadmium - from WN Network. WorldNews delivers latest Breaking news including World News, U.S., politics, business, entertainment, science, weather and sports news. ...
Phillip Morris in R&D pact with Guntur firm
US-based Phillip Morris International has joined hands with the Guntur-based Rs 600 crore tobacco exporter Bommidala Bhanu Murthy group (BBM) in the latter's research project to develop tobacco without carcinogenic cadmium.
cadmium: Definition from Answers.com
cadmium n. ( Symbol Cd ) A soft, bluish-white metallic element occurring primarily in zinc, copper, and lead ores, that is easily cut with a knife
HOLBEIN Oil Paint-Cadmium Orange ~~Series E
Only $16.99
Minnesota cadmium ban now in effect
Minnesota has become the first U.S. state to put a ban on cadmium in children's jewelry. The state was one of nine states in 2010 that introduced legislation to regulate cadmium in children's jewelry, and it is the first to put its legislation into effect.
Locating and Estimating Sources ofCadmium
From Sources of Cadmium and. Cadmium Compounds. Prepared for: Anne Pope ... 5-17. Emissions. 5-18. CADMIUM PIGMENTS IN PLASTICS. 5-18. Process Description ...
Nanoco wants £15m for expansion
AIM-quoted Nanoco, which makes cadmium-free quantum dots used in lighting and solar panels, is raising up to £15m.
Cadmium
Cadmium toxicity contributes to a large number of health conditions, including the major killer diseases such as heart disease, cancer and diabetes. ...
Nanoco wants £15m for expansion
LONDON (SHARECAST) - AIM-quoted Nanoco , which makes cadmium-free quantum dots used in lighting and solar panels, is raising up to £15m.
CADMIUM
Cadmium was evaluated by the Committee at its sixteenth, thirty-third, and forty-first ... In mammals, cadmium is virtually absent at birth but accumulates with ...
Baby food can contain arsenic: Swedish study
Certain types of baby food may contain elevated levels of manganese, arsenic, and cadmium, a new Swedish study has shown.
Cadmium
Cadmium is a common impurity in zinc, and it is most often isolated during the production of zinc. ... Cadmium selenide can be used as red pigment, commonly called cadmium red. ...
Abound Solar Receives MCS Certification and Enters UK Solar Market
LOVELAND, Colo.--(BUSINESS WIRE)--Abound Solar, a leading manufacturer of cadmium telluride thin-film photovoltaic solar modules, announced today that it has received UK MCS (Microgeneration Certification Scheme) certification for its AB1-series of photovoltaic modules. MCS certification enables photovoltaic systems using Abound modules to qualify for UK solar feed-in-tariffs The certification ...
Nickel-cadmium battery - Wikipedia, the free encyclopedia
The nickel-cadmium battery (commonly abbreviated NiCd or NiCad) is a type of rechargeable battery using nickel oxide hydroxide and metallic cadmium as electrodes. ...
De Montfort University: Ancient Practice of Clay Eating Putting Pregnant Women at Risk
LEICESTER, England--(BUSINESS WIRE)--Pregnant women eating baked clay could be exposing themselves and their unborn child to toxic chemicals, according to research by De Montfort University (DMU) in Leicester, UK.
Cadmium [Technical document - Chemical/Physical Parameters]
A maximum acceptable concentration of 0.005 mg/L (5 µg/L) for cadmium in drinking water has been established on the basis of health considerations. ...
Need for additional testing delays Lockheed Martin's cleanup of Bloody Brook in the town of Salina
High levels of cadmium have been found along Bloody Brook in the town of Salina. Some believe the area should be named a Superfund site.










