Eigenschaften                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         Kr 4d10 5s2 48 Cd Periodensystem Allgemein Name, Symbol, Ordnungszahl Cadmium, Cd, 48 Serie Übergangsmetalle Gruppe, Periode, Block 12, 5, d Aussehen silbrig grau metallisch CAS-Nummer 7440-43-9 ATC-Code D11AC02 Massenanteil an der Erdhülle 0,3 ppm[1] Atomar [2] Atommasse 112,411 u Atomradius (berechnet) 155 (161) pm Kovalenter Radius 144 pm Van-der-Waals-Radius 158 pm Elektronenkonfiguration Kr 4d10 5s2 Elektronen pro Energieniveau 2, 8, 18, 18, 2 Austrittsarbeit 4,2 eV[3] 1. Ionisierungsenergie 867,8 kJ/mol 2. Ionisierungsenergie 1631,4 kJ/mol Physikalisch [2] Aggregatzustand fest Kristallstruktur hexagonal Dichte 8,65 g/cm3 (25 °C)[4] Mohshärte 2,0 Magnetismus diamagnetisch (χm = −1,9 · 10−5)[5] Schmelzpunkt 594,22 K (321,07 °C) Siedepunkt 1040 K (767 °C) Molares Volumen 13,00 · 10−6 m3/mol Verdampfungswärme 100 kJ/mol Schmelzwärme 6,3 kJ/mol Schallgeschwindigkeit 2310 m/s bei 293,15 K Elektrische Leitfähigkeit 14,3 · 106 A/(V · m) Wärmeleitfähigkeit 97 W/(m · K) Chemisch [2] Oxidationszustände 2 Oxide (Basizität) CdO (leicht basisch) Normalpotential −0,403 V (Cd2+ + 2 e− → Cd) Elektronegativität 1,69 (Pauling-Skala) Isotope Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP 106Cd 1,25 % Stabil 107Cd {syn.} 6,50 h ε 1,417 107Ag 108Cd 0,89 % Stabil 109Cd {syn.} 462,6 d ε 0,214 109Ag 110Cd 12,49 % Stabil 111Cd 12,8 % Stabil 112Cd 24,13 % Stabil 113Cd 12,22 % 7,7 · 1015 a β− 0,316 113In 113Cd {syn.} 14,1 a β− 0,580 113In 114Cd 28,73 % Stabil 115Cd {syn.} 53,46 h β− 1,446 115In 116Cd 7,49 % (3,0±0,3) · 1019 a β−β− 116Sn Weitere Isotope siehe Liste der Isotope NMR-Eigenschaften   Spin γ in rad·T−1·s−1 E fL bei B = 4,7 T in MHz 111Cd 1/2 5,698 · 107 0,00124 21,2 113Cd 1/2 5,961 · 107 0,00135 22,2 Sicherheitshinweise Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I [6] Sehr giftig Leicht- entzündlich Umwelt- gefährlich (T+) (F) (N) (F gilt nur für die nicht stabilisierte Form) R- und S-Sätze R: 17-26-45-48/23/25-50/53-62-63-68 (nicht stabilisiert) R: 26-45-48/23/25-50/53-62-63-68 (phlegmatisiert) S: 7/8-43-45-53-60-61 (nicht stabilisiert) S: 45-53-60-61 (phlegmatisiert) Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Cadmium (auch Kadmium; aus dem griech. καδμία, καδμεία, καδθμία ≡ kadmía, lat. cadmea , oxidische oder carbonathaltige Zinkerde) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Cd und der Ordnungszahl 48. Es wird meist zu den Übergangsmetallen gezählt, auch wenn es eine abgeschlossene d-Schale besitzt und damit eher den Hauptgruppenelementen, vor allem den Erdalkalimetallen ähnelt. Im Periodensystem steht es in der 5. Periode sowie der 2. Nebengruppe (Gruppe 12) oder Zinkgruppe. Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Vorkommen 3 Gewinnung und Darstellung 4 Eigenschaften 5 Verwendung 6 Nachweis 7 Sicherheitshinweise 8 Toxikologie 8.1 Aufnahme und Gefahren 8.2 Schädigungen im Menschen 8.3 Symptome 9 Verbindungen 9.1 Oxide und Hydroxide 9.2 Halgenide 9.3 Chalkogenide 9.4 Sonstige Verbindungen 10 Einzelnachweise 11 Literatur 12 Weblinks // Bearbeiten Geschichte 1817 entdeckten Friedrich Stromeyer und Carl Samuel Hermann unabhängig voneinander Cadmium (lateinisch cadmia, griechisch kadmeia für Galmei) in verunreinigtem Zinkcarbonat. Stromeyer bemerkte, dass sich verunreinigtes Zinkcarbonat beim Erhitzen verfärbte: ein Verhalten, das reines Zinkcarbonat nicht zeigte. Annähernd 100 Jahre wurde das Metall nur in Deutschland gewonnen. Die Bezeichnung Cadmium wurde schon im Mittelalter verwendet, vermutlich für Zink. Wie aus einer von Kaiser Friedrich II. im April 1226 in Ravenna ausgestellten Urkunde hervorgeht, räumt dieser dem Benediktiner-Kloster St. Paul im Lavanttal das Recht ein „ut Cadmiae tam argentj quam plumbi et ferri, que in territorio ipsius monasteri de cetero inveniri contigerint, ad opus suum“ (dass das Zink, sowie Silber, als auch Blei und Eisen, welches auf dem Gebiet des Klosters gefunden wird), für dessen Zwecke verwendet wird.[7] Wegen seiner Giftigkeit verzeichnete der British Pharmaceutical Codex von 1907 Cadmiumjodid als Mittel zur Behandlung von geschwollenen Gelenken (enlarged joints), skrofulösen Drüsen (scrofulous glands) und Frostbeulen (chilblains). 1907 definierte die Internationale Astronomische Union ein Ångström als das 1/6438,4696-fache der Wellenlänge einer roten Spektrallinie des Cadmiums in trockener Luft mit einem Kohlendioxidgehalt von 0,03 % bei einer Temperatur von 15 °C und einem Druck von 1 atm. Die General Conference on Weights and Measures akzeptierte im Jahr 1960 die 1.553.164,13-fache Wellenlänge einer roten Spektrallinie des Cadmiums als Sekundärdefinition eines Meters. 1942 benutzte der Physiker Enrico Fermi Cadmiumstäbe beim Bau des ersten Atomreaktors der Welt. Diese Stäbe konnte man in den Reaktor hinein- und hinausschieben. Auf diese Weise konnte der Reaktor kontrolliert werden, da Cadmium die moderierten Spaltneutronen aufnehmen und so die Aktivität des Reaktors reduzieren konnte. Bearbeiten Vorkommen Cadmium ist ein sehr seltenes Element. Sein Anteil an der Erdkruste beträgt nur ca. 3 · 10−5 %.[8] Gediegen kommt Cadmium nur äußerst selten vor, es sind bisher nur zwei Funde aus dem Wiljui-Becken in Jakutien (Ostsibirien), sowie dem US-Bundesstaat Nevada bekannt.[9] Cadmiumhaltige Erze sind Greenockit (CdS) und Otavit (CdCO3). Sie sind fast immer mit den entsprechenden Zinkerzen, wie Sphalerit (ZnS) und Galmei (ZnCO3) verschwistert. Es gibt keine abbauwürdigen Lagerstätten. Bearbeiten Gewinnung und Darstellung Zeitliche Entwicklung der Cadmiumförderung Cadmium wird ausschließlich als Nebenprodukt bei der Zinkverhüttung, in kleinem Umfang auch bei der Blei- und Kupferverhüttung gewonnen. Kleinere Mengen fallen auch beim Recycling von Eisen und Stahl an. Die Gewinnung von Cadmium hängt vom Verfahren ab, wie das Zink gewonnen wird. Bei der trockenen Zinkgewinnung wird zunächst das Cadmium mit dem Zink reduziert. Da Cadmium einen niedrigeren Siedepunkt als Zink besitzt, verdampft es leichter. Dadurch verdampft ein Cadmium-Zink-Gemisch aus dem Reduktionsgefäß und reagiert an anderer Stelle mit Sauerstoff zu Cadmium- und Zinkoxid. Anschließend wird dieses Gemisch in einem Destillationsgefäß mit Koks vermischt und das Cadmium vom Zink abdestilliert. Durch fraktionierte Destillation lassen sich höhere Reinheiten an Cadmium erreichen. Bei der nassen Zinkgewinnung werden die gelösten Cadmiumionen mit Zinkstaub reduziert und ausgefällt. Das dabei entstehende Cadmium wird mit Sauerstoff zu Cadmiumoxid oxidiert und in Schwefelsäure gelöst. Aus der so entstandenen Cadmiumsulfat-Lösung wird durch Elektrolyse mit Aluminiumanoden und Bleikathoden besonders reines Elektrolyt-Cadmium gewonnen. Bearbeiten Eigenschaften hochreiner kristalliner Cadmium-Barren Cadmium ist ein weiches, hämmerbares, duktiles, silbrig glänzendes Metall. Ähnlich wie bei Zinn treten beim Verbiegen von Cadmium mittlerer Reinheit typische Geräusche auf (bei Zinn Zinngeschrei genannt). In chemischen Verbindungen liegt es meist zweiwertig vor. Chemisch gleicht es dem Zink, es neigt aber eher zur Bildung von Komplex-Verbindungen mit der Koordinationszahl 4. Cadmium ist an Luft beständig, in der Wärme bildet es eine Oxidhaut. In der Hitze verbrennt es mit rötlicher bis gelber Flamme zu Cadmiumoxid CdO. CdO wurde wegen seiner hohen Toxizität im Zweiten Weltkrieg von den USA auf seine Verwendbarkeit als chemischer Kampfstoff untersucht. Die Cadmium-Chalkogenide Cadmiumsulfid (gelb), Cadmiumselenid (rot) und Cadmiumtellurid (schwarz) sind wichtige II-VI-Halbleiter. Sie werden beispielsweise nanopartikulär als Quantenpunkte (engl. Quantum Dots) hergestellt und u.a. in der Biochemie in-vitro eingesetzt. Chemische Eigenschaften: An der Luft bildet Cadmium durch die Oxidation eine Verdunklung der Oberfläche. In Alkalien ist die Oberfläche unlöslich, in Schwefelsäure und Salzsäure schwer und in Salpetersäure gut löslich. Bearbeiten Verwendung Wegen der hohen Toxizität von Cadmium und seinen Verbindungen ist deren Bedeutung abnehmend. Cadmium wird/wurde eingesetzt: als Rostschutz für Eisenwerkstoffe (Vercadmen) für Nickel-Cadmium-Akkus für gelbe bis tiefrote Farbpigmente aus Cadmiumsulfid und Cadmiumselenid für Lacke und Kunststoffe (mittlerweile geringe Praxisbedeutung wegen möglicher Gesundheitsgefährdung, vor allem bei der Verbrennung entsprechender Artikel) Legierungsmetall in niedrigschmelzenden Legierungen, zum Beispiel Lagerwerkstoffe oder Woodsches Metall früher als Schmiermittel in Scheibenbremsen Bestandteil von Lötwerkstoffen (Lötzinn), auch für Hartlote Herstellung von Halbleitern Cadmiumoxid als Leuchtstoff in Schwarz-Weiß-Fernsehröhren sowie Zusatz in Blau- und Grünphosphor von Farbröhren. Regelstäbe in der Nukleartechnik aufgrund des besonders hohen Wirkungsquerschnitts für thermische Neutronen unterhalb der sogenannten Cadmiumkante bei etwa 0,4 eV. Als Quelle von energiereicher Gammastrahlung (rund 7 MeV) aus thermischen Neutronen zur späteren Erzeugung von Positronen durch Paarerzeugung Nutzung als Cadmiumsulfid in Belichtungsmessern, deren spektrale Empfindlichkeit der des menschlichen Auges gleicht. Cadmiumtellurid als infrarotempfindlicher Sensor für Kameras (focal plane arrays) In Dünnschicht-Solarzellen als Cadmiumtellurid oder Cadmiumsulfid zur Stromerzeugung Cd-Stearat als Stabilisator in Kunststoffen beispielsweise in PVC (unempfindlich gegen Licht, allerdings mittlerweile von geringer Praxisbedeutung wegen möglicher Gesundheitsgefährdungen) Früher in den Weston-Normalelementen zur Festlegung von einem Volt, der Maßeinheit der elektrischen Spannung. Cadmium-Bismut-Legierungen für Schmelzsicherungen Silber-Cadmium-Legierungen als Desoxidationsmittel in der Herstellung von Sterling-Silber Schmuckwaren: goldgrüne Gold-Cadmium-Legierungen Cadmium-Lampe Helium-Cadmium-Laser In der Elektrophysiologie werden Cadmium-Ionen zur Blockade spannungsaktivierter Kalziumkanäle verwendet. Färben von Glas in gelb, orange und rot durch Zusatz von Cadmiumsulfid, -selenid und -tellurid oder Mischungen davon. Bearbeiten Nachweis Als Vorprobe für Cadmium kann die sogenannte Glühröhrchenprobe dienen.[10] Hierzu wird etwas Ursubstanz in einem hochschmelzendem Glühröhrchen erhitzt und das entstehende Sulfid-Oxid-Gemisch mit Natriumoxalat zu den Metallen reduziert. Als leichtflüchtiger Bestandteil verdampft Cadmium und scheidet sich als Metallspiegel am oberen Teil des Röhrchens ab. Durch anschließende Zugabe von Schwefel und erneutem Glühen bildet sich aus dem Metallspiegel und Schwefeldampf Cadmiumsulfid, welches in der Hitze rot und bei Raumtemperatur gelb ist. Dieser Farbwechsel lässt sich einige male wiederholen. Als Nachweisreaktion für Cadmium-Kationen gilt die Ausfällung mit Sulfid-Lösung oder Schwefelwasserstoff-Wasser als gelbes Cadmiumsulfid. Andere Schwermetallionen stören diesen Nachweis, so dass zuvor ein Kationentrenngang durchzuführen ist. Zur quantitativen Bestimmung von Cadmiumspuren bietet sich die Polarographie an. Cadmium(II)-ionen geben in 1 M KCl eine Stufe bei −0,64 V (gegen SCE).[11] Im Ultraspurenbereich kann die Inversvoltammetrie an Quecksilberelektroden eingesetzt werden.[12] Sehr empfindlich ist auch die Graphitrohr-AAS von Cadmium. Hierbei können noch 0,003 µg/l nachgewiesen werden.[13] Das relativ leicht flüchtige Element verträgt dabei keine hohe Pyrolysetemperatur. Ein Matrixmodifizierer wie Palladium-Magnesiumnitrat kann Abhilfe schaffen. Bearbeiten Sicherheitshinweise Cadmium ist als „sehr giftig“ und seine Verbindungen von „gesundheitsschädlich“ (z. B. Cadmiumtellurid) über „giftig“ (z. B. Cadmiumsulfid) bis „sehr giftig“ (z. B. Cadmiumoxid) eingestuft; außerdem besteht begründeter Verdacht auf krebsauslösende Wirkung beim Menschen. Eingeatmeter cadmiumhaltiger Staub führt zu Schäden an Lunge, Leber und Niere, siehe Gressenicher Krankheit und Itai-Itai-Krankheit. In Arbeitsbereichen, in denen mit erhitzten Cadmiumverbindungen gearbeitet wird (Lötplätze und Cadmierbäder), ist für eine gute Durchlüftung oder Absaugung zu sorgen. Gemäß Chemikalienverbotsverordnung darf der Cadmiumgehalt in Kunststoffen 0,01 Gewichtsprozent (100 mg/kg) nicht überschreiten. Dieser Grenzwert gilt in der ganzen Europäischen Union. Bearbeiten Toxikologie Cadmium ist in der chemischen Industrie ein unvermeidbares Nebenprodukt der Zink-, Blei- und Kupfergewinnung. Auch in Düngern und Pestiziden ist Cadmium zu finden. Bearbeiten Aufnahme und Gefahren Hauptsächlich wird Cadmium vom Menschen durch die Nahrung aufgenommen. Zu den cadmiumreichen Nahrungsmitteln zählen: Leber, Pilze, Muscheln und andere Schalentiere, Kakaopulver und getrockneter Seetang. Darüber hinaus enthalten Leinsamen viel Cadmium. Aus diesem Grunde wird empfohlen, täglich nicht mehr als 20 g Leinsamen zu sich zu nehmen. Zudem kommt es seit der Einführung von Kunstdüngern zu einer Anreicherung von Cadmium auf landwirtschaftlichen Flächen und somit in nahezu allen Lebensmitteln. Die Ressourcen von Phosphaten sind begrenzt, und die meisten Vorkommen sind belastet mit Cadmium oder radioaktiven Schwermetallen. Der Cadmiumgehalt der Phosphatlagerstätten ist sehr unterschiedlich. Viele Industrieländer haben bereits einen Grenzwert für Cadmium in Düngemitteln eingeführt.[14] In Österreich ist die Cadmiumkonzentration auf 75 mg/kg P2O5 begrenzt.[15] Auch Tabakrauch transportiert relativ große Cadmiummengen in die Lungen, von wo aus es sich mit dem Blut im Körper verteilt. Besonders Personen, die in Fabriken mit hohem Cadmiumausstoß arbeiten, sind erhöhten Gefahren ausgesetzt. Aber auch von wilden Müllplätzen und Metallwerken gehen Gefahren aus. Das Einatmen von Cadmium kann die Lungen ernsthaft schädigen und sogar zum Tod führen. Unfälle in der Industrie – wie in der chinesischen Provinz Guangdong – und jahrzehntelange Emissionen – wie im Falle der Itai-Itai-Krankheit (bei Menschen) und der Gressenicher Krankheit (bei Weidevieh) – machen die realen Gefahren deutlich. Bearbeiten Schädigungen im Menschen Cadmium wird aus der Nahrung zu ungefähr 5 % im Darm resorbiert. Bei Eisen- und Calciummangel steigt die Resorptionsrate, was annehmen lässt, dass alle drei Metalle denselben Transportweg nutzen. Cadmium stimuliert zunächst in der Leber die Synthese von Metallothioneinen, mit denen es einen Komplex bildet und über den Blutkreislauf zu den Nierenglomeruli transportiert, dort filtriert und aus den Nierentubuli wieder aufgenommen wird. In den Tubuluszellen wird der Metallothionein-Cadmium-Komplex metabolisiert und Cd freigesetzt. Cd aktiviert hier wiederum eine vermehrte Metallthionsynthese, wodurch noch mehr Cadmium gebunden wird. Durch die Akkumulation in den Nieren kommt es zu Schädigungen dieses Organs mit der Folge einer Proteinurie. Cadmium schädigt auch die Knochen, da es letztendlich zur Mobilisierung des Calciums führt. Cd konkurriert im Darm mit dem Calcium um die Bindungsstellen am Ca-bindenden Protein in der Darmmukosa. Zusätzlich blockiert Cd die Neusynthese des 1,25-Dihydroxycholecalciferol (Calcitriol) in den Nierentubuluszellen. 1,25-Dihydroxycholecalciferol ist notwendig, um die Synthese des Calciumbindenden Proteins in der Darmmukosazelle zu aktivieren. In summa bewirkt Cadmium eine verminderte Rückresorption des Calciums in Darm und Niere sowie die erhöhte Ausscheidung mit dem Harn mit der Folge einer Calciumfreisetzung aus den Knochen und damit dem Abbau derselbigen. Bearbeiten Symptome Durchfall, Magenschmerzen und heftiges Erbrechen Nierenschädigung Knochenbrüche Schäden am Zentralnervensystem Schäden am Immunsystem Störungen in der Fortpflanzung und eventuell sogar Unfruchtbarkeit Psychische Störungen Mögliche DNA-Schäden und Krebsentstehung Verlust des Geruchssinns Bearbeiten Verbindungen → Kategorie:Cadmiumverbindung Bearbeiten Oxide und Hydroxide Cadmiumoxid CdO Cadmiumhydroxid Cd(OH)2 Bearbeiten Halgenide Cadmiumfluorid CdF2 Cadmiumchlorid CdCl2 Cadmiumbromid CdBr2 Cadmiumiodid CdI2 Bearbeiten Chalkogenide Cadmiumsulfid CdS Cadmiumselenid CdSe Cadmiumtellurid CdTe Bearbeiten Sonstige Verbindungen Cadmiumsulfat CdSO4 Cadmiumnitrat Cd(NO3)2 Bearbeiten Einzelnachweise ↑ Harry H. Binder: Lexikon der chemischen Elemente, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-7776-0736-3. ↑ Die Werte der atomaren und physikalischen Eigenschaften (Infobox) sind (soweit nicht anders angegeben) aus www.webelements.com (Cadmium) entnommen. ↑ Ludwig Bergmann, Clemens Schaefer, Rainer Kassing: Lehrbuch der Experimentalphysik, Band 6: Festkörper. 2. Auflage, Walter de Gruyter, 2005, ISBN 978-3-11-017485-4, S. 361. ↑ N. N. Greenwood und A. Earnshaw: Chemie der Elemente, 1. Auflage, 1988, ISBN 3-527-26169-9, S. 1545. ↑ David R. Lide: CRC Handbook of Chemistry and Physics: A ready-reference book of chemical and physical data, 90. Aufl., CRC Taylor & Francis, Boca Raton Fla. 2009, ISBN 978-1-4200-9084-0, Section 4, S. 4-142 bis 4-147. Die Werte dort sind auf g/mol bezogen und in cgs-Einheiten angegeben. Der hier angegebene Wert ist der daraus berechnete maßeinheitslose SI-Wert. ↑ Eintrag zu CAS-Nr. 7440-43-9 im European chemical Substances Information System ESIS ↑ Beda Schroll in: Fontes Rerum Austriacarum. Band XXXIX, Wien 1876, Urkunde Nr. 50, S. 117–118. ↑ dtv-Atlas Chemie. Band 1, dtv-Verlag, 2000. ↑ Cadmium bei mindat.org (engl.) ↑ Eberhard Gerdes: Qualitative Anorganische Analyse. 2. Auflage, Springer, Berlin/Heidelberg 2001, S. 64–65. ↑ J. Heyrovský, P. Zuman: Einführung in die praktische Polarographie. VEB Verlag Technik, Berlin 1959, S. 179. ↑ R. Neeb: Inverse Polarographie und Voltammetrie. Akademie-Verlag, Berlin 1969, S. 192. ↑ G. Schwedt: Analytische Chemie. Thieme Verlag, Stuttgart 1995, S. 197. ↑ IGBCE. Stellungnahme der IG Bergbau, Chemie, Energie zum Entwurf für eine EU-weite Regelung des Europäischen Parlamentes und Rates für Cadmium in Düngemitteln ↑ Düngemittelverordnung 2004; BGBl. II Nr. 100/2004 Anlage 2; II. Grenzwerte. Bearbeiten Literatur Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1. Hans Breuer: dtv-Atlas Chemie 1. Allgemeine und anorganische Chemie. 10. Auflage, Dtv, München 2006, ISBN 3-423-03217-0. Bearbeiten Weblinks  Wiktionary: Cadmium – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen  Commons: Cadmium – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien  Wikibooks: Praktikum Anorganische Chemie/ Cadmium – Lern- und Lehrmaterialien Reinstcadmium 99,999 % als Bild in der Sammlung von Heinrich Pniok EnvironmentalChemistry.com – Cadmium Periodensystem der Elemente H He Li Be B C N O F Ne Na Mg Al Si P S Cl Ar K Ca Sc Ti V Cr Mn Fe Co Ni Cu Zn Ga Ge As Se Br Kr Rb Sr Y Zr Nb Mo Tc Ru Rh Pd Ag Cd In Sn Sb Te I Xe Cs Ba La Ce Pr Nd Pm Sm Eu Gd Tb Dy Ho Er Tm Yb Lu Hf Ta W Re Os Ir Pt Au Hg Tl Pb Bi Po At Rn Fr Ra Ac Th Pa U Np Pu Am Cm Bk Cf Es Fm Md No Lr Rf Db Sg Bh Hs Mt Ds Rg Cn Uut Uuq Uup Uuh Uus Uuo Alkalimetalle Erdalkalimetalle Lanthanoide Actinoide Übergangsmetalle Metalle Halbmetalle Nichtmetalle Halogene Edelgase  


B.C. aphrodisiac contains cadmium

Leah Bendell, a North Vancouver resident and ecotoxicologist at Simon Fraser University, is concerned about the consumption of oysters with high levels of cadmium found in some areas along the B.C. coast.

vyskytuje len v podobe zlenn Odhaduje sa e v zemskej kre je 7 6 10 6 molovch percent kadmia Priemyselne vyroben kadmium vo forme kovovch granuliek je na obr 1 2 Obr 1 2 Kovov kadmium
http://www.bionet.schule.de/schulen/novaky/heavy_metals/sk/hm01.htm

Safety and Health Topics: Cadmium

The Cadmium in Construction Standard; Extension of the Office of ... Cadmium emits a characteristic brown fume (CdO) upon heating, which is relatively non ...



High levels of cadmium found in area oysters

A recent report from a Simon Fraser University professor criticizes the oyster farming industry for ignoring dangers associated with the presence of cadmium in its product and points to Desolation Sound as a particular “hot spot” for the potentially harmful substance.

FeNi Meteorit Nantan China Pat r 1515 Der Fall des Nantan Meteoriten wurde im Jahre 1516 von der Bevlkerung der Provinz Guanxi Kaiserreich China beobachtet Der Eisenmeteorit zerplatzte beim Eintritt in die Atmosphre und die Bruchstcke fielen auf ein Gebiet von 288 km Ausdehnung in der Nhe der Stadt Nantan nieder Die Meteoritenbruchstcke blieben ber 400 Jahre dort liegen bis man sich Ende der fnfziger Jahre wieder an sie erinnerte Bruchstcke des Nantan Meteoriten wurden versuchsweise eingeschmolzen eigneten sich aber aufgrund des hohen Nickelgehaltes nicht zur Verhttung Der Nantan Meteorit stammt aus dem Asteroidengrtel und wird als grober Oktaedrit der Gruppe IIICD klassifiziert Bislang wurden 9 5 Tonnen gefunden das schwerste Fragment wiegt 2 t Aufgrund des langen Aufenthaltes in feuchter Umgebung sind die Fundstcke stark verwittert und brchig Chemische Zusammensetzung 92 35 Eisen 6 96 Nickel Spuren von Kohlenstoff Kupfer Cobalt Schwefel Phosphor Chrom Gallium Germanium Arsen Antimon Wolfram Rhenium Iridium Gold Rubidium Palladium Osmium Praseodym Mangan Silber Cadmium
http://www.flickr.com/photos/lomo56/3363641938/

Cadmium

Cadmium - from WN Network. WorldNews delivers latest Breaking news including World News, U.S., politics, business, entertainment, science, weather and sports news. ...



Phillip Morris in R&D pact with Guntur firm

US-based Phillip Morris International has joined hands with the Guntur-based Rs 600 crore tobacco exporter Bommidala Bhanu Murthy group (BBM) in the latter's research project to develop tobacco without carcinogenic cadmium.

Native cadmium Polished section from microprobe analysis in reflected light crossed nicols West Verkhoyansky Range Siberia Russia Picture size 0 7 mm Collection Thomas Witzke foto
http://tw.strahlen.org/fotoatlas1/cadmium_foto.html

cadmium: Definition from Answers.com

cadmium n. ( Symbol Cd ) A soft, bluish-white metallic element occurring primarily in zinc, copper, and lead ores, that is easily cut with a knife



Minnesota cadmium ban now in effect

Minnesota has become the first U.S. state to put a ban on cadmium in children's jewelry. The state was one of nine states in 2010 that introduced legislation to regulate cadmium in children's jewelry, and it is the first to put its legislation into effect.

Bemerkungen
http://www.periodensystem.info/elemente/cadmium

Locating and Estimating Sources ofCadmium

From Sources of Cadmium and. Cadmium Compounds. Prepared for: Anne Pope ... 5-17. Emissions. 5-18. CADMIUM PIGMENTS IN PLASTICS. 5-18. Process Description ...



Nanoco wants £15m for expansion

AIM-quoted Nanoco, which makes cadmium-free quantum dots used in lighting and solar panels, is raising up to £15m.


http://www.orchidcourt.com/cattpics.html

Cadmium

Cadmium toxicity contributes to a large number of health conditions, including the major killer diseases such as heart disease, cancer and diabetes. ...



Nanoco wants £15m for expansion

LONDON (SHARECAST) - AIM-quoted Nanoco , which makes cadmium-free quantum dots used in lighting and solar panels, is raising up to £15m.


http://www.rossyoung.com/northplatte.htm

CADMIUM

Cadmium was evaluated by the Committee at its sixteenth, thirty-third, and forty-first ... In mammals, cadmium is virtually absent at birth but accumulates with ...



Baby food can contain arsenic: Swedish study

Certain types of baby food may contain elevated levels of manganese, arsenic, and cadmium, a new Swedish study has shown.

If you add the metal selenium to the compound the cadmium yellow becomes red The more selenium the deeper the red
http://www.rfpaints.com/index.php?option=com_wordpress&p=632&Itemid=89

Cadmium

Cadmium is a common impurity in zinc, and it is most often isolated during the production of zinc. ... Cadmium selenide can be used as red pigment, commonly called cadmium red. ...



Abound Solar Receives MCS Certification and Enters UK Solar Market

LOVELAND, Colo.--(BUSINESS WIRE)--Abound Solar, a leading manufacturer of cadmium telluride thin-film photovoltaic solar modules, announced today that it has received UK MCS (Microgeneration Certification Scheme) certification for its AB1-series of photovoltaic modules. MCS certification enables photovoltaic systems using Abound modules to qualify for UK solar feed-in-tariffs The certification ...


http://www.zvaws.de/energieklima/werte.html

Nickel-cadmium battery - Wikipedia, the free encyclopedia

The nickel-cadmium battery (commonly abbreviated NiCd or NiCad) is a type of rechargeable battery using nickel oxide hydroxide and metallic cadmium as electrodes. ...



De Montfort University: Ancient Practice of Clay Eating Putting Pregnant Women at Risk

LEICESTER, England--(BUSINESS WIRE)--Pregnant women eating baked clay could be exposing themselves and their unborn child to toxic chemicals, according to research by De Montfort University (DMU) in Leicester, UK.

CADMIUM Emissions Testing Performance at Southeast Project Trash to Energy Facility
http://www.crra.org/pages/emiss_se_l.htm

Cadmium [Technical document - Chemical/Physical Parameters]

A maximum acceptable concentration of 0.005 mg/L (5 µg/L) for cadmium in drinking water has been established on the basis of health considerations. ...



Need for additional testing delays Lockheed Martin's cleanup of Bloody Brook in the town of Salina

High levels of cadmium have been found along Bloody Brook in the town of Salina. Some believe the area should be named a Superfund site.

CADMIUM Emissions Testing Performance at Wallingford Project Trash to Energy Facility
http://www.crra.org/pages/emiss_wf_l.htm