Dieser Artikel behandelt die indische Stadt Chennai, früher Madras; zu weiteren Bedeutungen siehe Madras (Begriffsklärung). Chennai Staat: Indien Bundesstaat: Tamil Nadu Distrikt: Chennai Lage: 13° 5′ N, 80° 17′ O13.08333333333380.2833333333336Koordinaten: 13° 5′ N, 80° 17′ O Höhe: 6 m Fläche: 174 km² Einwohner: 4.216.268 (Zensus 2001[1]) Bevölkerungsdichte: 24.231 Einw./km² Bahnhof Chennai Central d1 Chennai (Tamil: சென்னை, Ceṉṉai ˈtʃenːɛi), früher Madras, ist die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Tamil Nadu. Sie liegt an der Ostküste Südindiens am Golf von Bengalen. Mit 4,6 Millionen Einwohnern in der eigentlichen Stadt und 7,4 Millionen in der Agglomeration (Hochrechnungen; Stand 2010) ist Chennai die fünftgrößte Stadt Indiens. Die Stadt war unter dem Namen Madras ein wichtiges Zentrum des Britischen Empires in Indien. Der Name wurde 1996 in Chennai geändert. Inhaltsverzeichnis 1 Geografie 1.1 Lage und Ausdehnung 1.2 Stadtgliederung 1.3 Klima 2 Bevölkerung 2.1 Bevölkerungsstruktur 2.2 Bevölkerungsentwicklung 2.3 Religion 3 Geschichte 3.1 Ursprung 3.2 Kolonialzeit 3.3 Moderne 4 Kultur und Sehenswürdigkeiten 4.1 Museen 4.1.1 Fort St George 4.1.2 Egmore 4.1.3 Valluvar Kottam 4.2 Bauwerke 4.2.1 Tempel 4.2.2 Kirchen 4.3 Strände 4.4 Parks 4.5 Themenparks 4.6 Naturdenkmäler 4.7 Sport 4.8 Kulinarische Spezialitäten 5 Wirtschaft und Infrastruktur 5.1 Wirtschaft 5.2 Verkehr 5.2.1 Eisenbahn 5.2.2 Luftverkehr 5.2.3 Schiffsverkehr 5.3 Medien 5.4 Bildung 6 Persönlichkeiten 6.1 Söhne und Töchter der Stadt 6.2 Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen 7 Einzelnachweise 8 Weblinks // Bearbeiten Geografie Bearbeiten Lage und Ausdehnung Lage Chennais in Tamil Nadu Satellitenbild Chennais Chennai liegt im Südosten Indiens an der Koromandelküste am Golf von Bengalen. Innerhalb des Bundesstaates Tamil Nadu befindet sich die Hauptstadt Chennai weit im Nordosten. So sind es zur Grenze des nördlichen Nachbarbundesstaates Andhra Pradesh nur rund 40 Kilometer, während das Kap Komorin, der südlichste Punkt Tamil Nadus und ganz Indiens, 625 Kilometer entfernt ist. Das administrative Stadtgebiet von Chennai hat eine Fläche von 174 Quadratkilometern.[2] Es ist identisch mit dem Distrikt Chennai. Das Stadtgebiet Chennais ist aber längst über die administrativen Stadtgrenzen hinausgewachsen. Die Agglomeration Chennai hat laut Definition des indischen Zensus eine Fläche von 633 Quadratkilometer und umfasst neben der eigentlichen Stadt auch Teile der Nachbardistrikte Tiruvallur und Kanchipuram. Die Metropolregion Chennai (Chennai Metropolitan Area) umfasst zudem noch das weitere Einzugsgebiet Chennais und hat eine Fläche von 1189 Quadratkilometern.[3] Chennai liegt in der flachen Küstenebene mit einer durchschnittlichen Höhe von nur sechs Metern über dem Meeresspiegel. Auf der Seeseite Chennais liegt der zwölf Kilometer lange Sandstrand Marina Beach. Durch die Stadt fließen die Flüsse Cooum und Adyar. Der Cooum mündet im nördlichen Teil, der Adyar im südlichen Teil Chennais ins Meer. Fünf Kilometer landeinwärts verläuft parallel zur Küste der Buckingham-Kanal und verbindet die beiden Flüsse miteinander. Im Südwesten Chennais erheben sich einige isolierte Hügel aus der ansonsten flachen Umgebung. Deren bekanntester ist der St. Thomas Mount. Nordwestlich der Stadt befinden sich mehrere Seen unterschiedlicher Größe. Bearbeiten Stadtgliederung 001 – Royapuram 002 – Harbour 003 – Dr. R.K. Nagar 004 – Park Town 005 – Perambur 006 – Purasawalkkam 007 – Egmore 008 – Anna Nagar 009 – T. Nagar 010 – Thousand Lights 011 – Chepauk 012 – Triplicane 013 – Mylapore (auch: Mayilapuram oder Mailapur) 014 – Saidapet Bearbeiten Klima Klimadiagramm Chennai (Madras) In Chennai herrscht tropisches heißes und feuchtes Klima, das nur durch gelegentliche Meeresbrisen erträglicher wird. An heißen Sommertagen liegen die Temperaturen öfter über 40 Grad Celsius. Der Nordost-Monsun beeinflusst das Klima zwischen Juli-August und September-November sehr. Die durchschnittlichen Niederschlagsmengen schwanken zwischen sieben Millimeter im März und 355 Millimeter im November. In den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar fällt das Thermometer selten unter 14 Grad Celsius. Im Jahresdurchschnitt liegen die relative Luftfeuchte bei 70 Prozent, die mittlere Wassertemperatur bei 28 Grad Celsius, die mittlere Niederschlagsmenge bei 1268 Millimeter und die mittlere Sonnenscheindauer bei 7,2 Stunden täglich. Bearbeiten Bevölkerung Bearbeiten Bevölkerungsstruktur Menschenmengen am Stadtstrand von Chennai Bei der Volkszählung 2001 wurden in der eigentlichen Stadt Chennai 4.216.268 Einwohner registriert[4] (abweichend findet sich für den Distrikt Chennai die Zahl 4.343.645).[5] In der Agglomeration lebten zu dem gleichen Zeitpunkt 6.560.242 Menschen.[6] Hochrechnungen zufolge liegt die Einwohnerzahl im Jahr 2010 bei rund 4,6 Millionen in der Stadt und 7,4 Millionen in der Agglomeration.[7] Damit ist Chennai nach Mumbai, Delhi, Kolkata und Bangalore die fünftgrößte Stadt Indiens. Die Alphabetisierungsquote in Chennai beträgt 85,3 Prozent.[5] Damit liegt sie deutlich über dem Mittelwert von 65,4 Prozent für Gesamtindien bzw. 73,5 Prozent für Tamil Nadu. Berücksichtigt man nur die städtische Bevölkerung, liegt die Alphabetisierungsquote in Chennai aber nur knapp über dem Durchschnitt. Die Hauptsprache in Chennai ist wie in ganz Tamil Nadu das Tamilische. Daneben sind traditionell Telugu sowie unter den Muslimen Urdu verbreitet. Weitere Sprachen werden von Zuwanderern aus anderen Teilen Indiens gesprochen. Bearbeiten Bevölkerungsentwicklung Die Einwohnerzahl Chennais nimmt stetig zu, die Wachstumsrate liegt aber unter dem Durchschnitt Indiens. So wuchs die Bevölkerung der Stadt im Zeitraum zwischen 1991 und 2001 um 9,8 Prozent, während die entsprechenden Werte für Tamil Nadu und Gesamtindien 11,2 Prozent und 21,3 Prozent betragen. Zum Bevölkerungswachstum trägt in Chennai vor allem der Geburtenüberschuss bei: Auf 1000 Einwohner kommen jährlich 22,6 Geburten und 8,0 Todesfälle. Chennai zieht wie andere indische Großstädte zahlreiche Einwanderer aus anderen Landesteilen an: Zwischen 1991 und 2001 wanderten 937.000 Menschen nach Chennai ein, davon drei Viertel aus anderen Teilen Tamil Nadus und knapp ein Viertel aus anderen Bundesstaaten Indiens. Im gleichen Zeitraum verließen aber 1.019.000 Menschen die Stadt.[8] Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1865 handelt es sich um Schätzungen, von 1872 bis 2001 um Volkszählungsergebnisse und 2011 um eine Prognose. Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf die eigentliche Stadt ohne den Vorortgürtel. Jahr Einwohner 1800 100.000 1820 140.000 1835 235.000 1850 330.000 1865 427.800 1872 397.552 1881 405.848 1891 452.500 1901 509.300 1911 518.700 Jahr Einwohner 1921 526.900 1931 647.300 1941 777.500 1951 1.416.100 1961 1.729.100 1971 2.470.300 1981 3.276.622 1991 3.841.396 2001 4.216.268 2011 4.950.000 Bearbeiten Religion Unter den Einwohnern Chennais stellen Hindus mit 82,3 Prozent eine deutliche Mehrheit. Verglichen mit dem Rest Tamil Nadus sind die religiösen Minderheiten aber verhältnismäßig stark vertreten: Zum Islam bekennen sich 8,7 Prozent, zum Christentum 7,6 Prozent der Bevölkerung. Anhänger des Jainismus stellen mit 1,1 Prozent der Bevölkerung nur eine kleine Minderheit dar, dennoch stellt Chennai das wichtigste Zentrum dieser zahlenmäßig kleinen Religionsgemeinschaft in Tamil Nadu dar.[5] Bearbeiten Geschichte Bearbeiten Ursprung Chennai hat eine zweitausendjährige Geschichte. Die Tempel in der Stadt zeugen noch davon, sowie Mylaporem, der Hafen an der Koromandelküste, der schon früher ein wichtiger Handelsknotenpunkt war. Aufzeichnungen aus dem 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung lassen vermuten, dass das heutige Chennai sich aus verstreut liegenden Dörfern in der damaligen Provinz von Tondaimandalam entwickelt hat. Über die Jahrhunderte wechselte die Herrschaft über das Stadtgebiet zwischen den verschiedenen südindischen Herrschern. Chinesen, Phönizier, Griechen, Römer, später Portugiesen und Franzosen, Armenier und Araber verkehrten hier und tauschten Waren. Der Apostel Thomas landete hier mutmaßlich im Jahre 58 n. Chr. und starb hier 72 n. Chr. den Märtyrertod. Bearbeiten Kolonialzeit Madras um 1888 Chennai (Madras). The high courts 1895. Chennai (Madras). Ansicht des Hafens 1895. Das moderne Chennai geht auf eine Kolonialstadt zurück und seine erste Blüte ist eng mit seiner Bedeutung als künstlicher Hafen und als Handelszentrum verbunden. Portugal errichtete als erstes 1522 ein Fort, das Sao Tome- oder Sao Thome-Fort, um die Pallava, die früheren Herrscher über Mylapore, den ältesten Teil des heutigen Chennai, zurückzudrängen. 1622 ließen sich die Niederländer 40 Kilometer nördlich des heutigen Chennais in Pulicat nieder. Das heutige Chennai begann 1639 ausgehend von dem Fischerdörfchen Madraspatnam zu wachsen, das von frühen englischen Händlern der Britischen Ostindien-Kompagnie als Ansiedlungsplatz ausgewählt wurde. 1639 wurde der Ostindien-Kompagnie Land zwischen diesen Siedlungsplätzen durch den Nayak von Vandavesi verpachtet, auf dem am Tag des heiligen Georg (23. April) 1640 das Fort St. George, benannt nach dem Schutzpatron Englands und der Kompagnie, fertiggestellt wurde, das als Keimzelle des heutigen Chennai gelten kann. Zur Zeit der britischen Herrschaft in Indien wurden über das damalige Madras die gesamten Transporte von und nach Südindien abgewickelt, unter anderem für das aus klimatischen Gründen als Garnison bevorzugte Bangalore. Im späten 17. Jahrhundert wurde die Stadt unter ihrem damaligen Namen Madras eine wichtige englische Marinebasis. Im Laufe der Jahre wurde Madras für seine Textilproduktion und als Handelsplatz berühmt. Bis 1700 hatten die Briten die angrenzenden Territorien erworben (darunter Triplicane und Egmore). Im Laufe des 18. Jahrhunderts breitete sich die Stadt als Hauptstadt der Madras Presidency – die den größten Teil Südindiens umfasste – weiter aus und sog viele umliegende Dörfer auf. Die Franzosen, die sich im etwas weiter südlich gelegenen Pondichéry angesiedelt hatten, griffen die Briten wiederholt an. Den Streitkräften unter Admiral Bertrand François Mahé de La Bourdonnais gelang es am 21. September 1746[9] die Stadt zu erobern. Sie mussten dabei einen erheblichen Teil der Stadt zerstören, um sie unter ihre Kontrolle zu bekommen. Robert Clive (1725–1774), zu dieser Zeit ein Sekretär, wurde gefangen genommen, eine Erfahrung, die ihn dazu bewogen haben soll, Feldherr zu werden. Clive gehörte zu den Ersten, die Madras bei der Rückeroberung durch die Briten 1749 wieder betraten. Er machte die Stadt zu seinem Stützpunkt und ließ in der Folge die Befestigungen verstärken. Im Jahre 1759 überlebten die Briten so eine ein Jahr währende französische Belagerung. Die Arbeiten wurden schließlich 1783 beendet. Damals gewann jedoch Kalkutta, das heutige Kolkata, bereits an nationaler Bedeutung und Madras verlor diese. Bekannte britische Gouverneure von Madras waren unter anderem Elihu Yale (1687 bis 1692), Nathaniel Higginson (1692 bis 1698), Lord Macartney (1780 bis 1785), Sir Archibald Campbell (1785 bis 1789), John Holland (1789) und Henry Pottinger (1847). Bearbeiten Moderne Die Renaissance der Stadt setzte nach der Erlangung der Unabhängigkeit Indiens 1947 ein, als sie sich zum Zentrum der tamilischen Filmindustrie und Gründungsort des dravidischen Nationalismus entwickelte. Der Aufstieg der DMK – die im Jahre 1967 die Regierung der Kongresspartei verdrängte und seitdem die Macht mit der rivalisierenden pro-dravidischen Partei, der AIADMK, teilt – hängt zu einem großen Teil mit der Kontrolle der bedeutendsten Filmstudios in Chennai zusammen. Später machte sich M. G. Ramachandran (1917 bis 1987) – Tamil Nadus Filmstar und Ministerpräsident, Millionen Menschen einfach als MGR bekannt – während seiner elf Jahre dauernden Herrschaft dieselbe Propagandaquelle zunutze. Schäden durch das Erdbeben im Indischen Ozean 2004 in Chennai, kurz nach der Flut durch den Tsunami. Heute wird die Stadt in erster Linie von Industrie und Handel beherrscht. Die Metropole, zur Behauptung ihrer vorkolonialen Identität 1996 in Chennai umbenannt (nach dem Fischerdorf Chennaipatnam, aus dem die Stadt einst hervorgegangen war), boomt, seit die indische Wirtschaft sich in den frühen 1990er Jahren unter den Premierministern Rajiv Gandhi (reg. 1984 bis 1989) und P. V. Narasimha Rao (reg. 1991 bis 1996) ausländischen Investitionen geöffnet hat. Die andere Seite des schnellen wirtschaftlichen Wachstums ist eine städtische Infrastruktur, die kurz vor dem Zusammenbruch steht. Die unglaubliche Armut, das schnelle Bevölkerungswachstum und die Umweltverschmutzung gehören zu den Problemen, denen sich die Stadt im 21. Jahrhundert zu stellen hat. Chennai wurde vom Erdbeben im Indischen Ozean 2004 und seinen Folgen betroffen, gehörte aber nicht zu den Gebieten, die stark verwüstet wurden, da hier die Wellen des Tsunami nicht so hoch waren. Dabei starben in Chennai 206 Menschen und tausende wurden obdachlos. Der Tsunami zerstörte die Hütten von etwa 1500 Fischern und beschädigte im Hafen hunderte Schiffe und Boote. Bearbeiten Kultur und Sehenswürdigkeiten Bharatanatyam-Tänzerin Auch wenn Chennai nicht zu den Hauptanziehungspunkten für den Tourismus zählt, hat es doch, von antiken Tempeln bis zum zweitlängsten Strand der Welt, einige Attraktionen zu bieten. Außerdem hat es die üblichen Publikumsmagnete wie Themenparks, Einkaufszentren und Kaffeehäuser. Chennai ist keineswegs eine konservative Stadt. Es hat seine Kultur beibehalten und ist trotzdem modern. Bearbeiten Museen Bearbeiten Fort St George Fort St. George, Madras (Chennai). Es wurde 1644 als Erweiterung 1640 angelegter Befestigungen als erstes britisches Fort in Indien errichtet. Am 23. April wurde es fertig gestellt, dem Ehrentag des Heiligen Georg, des Schutzheiligen Englands und der Britischen Ostindien-Kompanie. Von ihm erhielt das Fort seinen Namen. Die Ostindien-Kompagnie hatte ihren ersten Stützpunkt in Surat, suchte aber einen Standort, der der Straße von Malakka näher lag, der Hauptroute des Gewürzhandels. Das Fort wurde bald ein Drehpunkt des Handels und Keimzelle einer Siedlung, die George Town genannt wurde, die nach und nach immer mehr Dörfer eingemeindete und im Laufe der Zeit zum heutigen Chennai wurde. Außerdem half es, den britischen Einfluss über die Karnatikregion zu festigen und die Könige der Städte Arcot und Srirangapatna sowie die französischen Kräfte in der Region Pondicherry in Schach zu halten. Das Fort House ist heute Sitz der Regierung des Bundesstaates Tamil Nadu. Im St. George Fort Museum, zuvor Chennais erster Leuchtturm, erste kommerzielle Bank und erster Club werden interessante Stücke aus Chennais Geschichte gezeigt. Clive's Corner in dem Haus, in dem Robert Clive lebte, erinnert an den Erbauer des Britischen Empires in Indien. Die St. Mary's Church, geweiht 1680 und damit die älteste protestantische Kirche des Ostens, zeigt unter anderem die ältesten britischen Grabsteine in Indien und Erinnerungsstücke an Hochzeiten, an denen Robert Clive, Elihu Yale, der Stifter der Yale University, Arthur Wellesley, der spätere 1. Herzog von Wellington und Warren Hastings teilnahmen. Im Wellesley House wohnte Arthur Wellesley bei seinem ersten aktiven Militärdienst. Bearbeiten Egmore Government Museum, Chennai Auf dem Gelände in der Pantheon Road, auf dem im 18. Jahrhundert die Showbühne British Raj' Pantheon stand, sind heute zahlreiche Kunstgalerien und Museen angesiedelt. Das 1857 gegründete Government Museum verfügt über Abteilungen für Anthropologie, Archäologie, Botanik, Geologie, Numismatik, Plastiken und Zoologie. Es zeigt Stücke aus der südindischen Vorgeschichte, von der Indus-Tal-Zivilisation, aus dem Buddhistischen Zentrum in Amaravati aus dem zweiten Jahrhundert, Schnitzereien hinduistischer, buddhistischer und jainistischer Götter, südindische Musikinstrumente, Schmuck und bronzene Götterbildnisse aus der Pallava- und Chola-Periode zwischen dem neunten und 12. Jahrhundert. Die National Art Gallery residiert in einem prächtigen rosa Sandsteingebäude im Jaipuri-Jaina-Stil und präsentiert indische Malerei einschließlich der Rajputen- und Mogulschulen. Des Weiteren finden sich im Pantheonkomplex die Contemporary Art Gallery, die von Henry Irwin entworfene, 1896 erbaute Connemara Library, das runde rote Museum Theater und das Children’s Museum. Bearbeiten Valluvar Kottam stilisierter Löwe an der Fassade des Valluvar Kottam Kapaleeshwarar Kovil Kapaleeshwarar Kovil; Prozession während des Aruvatthimuvar-Festes (circa 1940) Das 1976 in modernem Stil errichtete Gebäude ist eine Kopie des berühmten Tempelstreitwagens aus Thiruvaroor und dem Poeten/Heiligen Thiruvalluvar gewidmet. Die lebensgroße Statue Thiruvalluvars sitzt in dem 33 m hohen Streitwagen, auf dessen Unterbau ein Relief die 133 Kapitel des heiligen Thirukkural zeigt. Das Auditorium hat 4.000 Sitze und damit Asien größte Sitzkapazität. Im terrassierten Dachgarten gibt es zwei große Teiche. Bearbeiten Bauwerke Bearbeiten Tempel Der Parthasarathy Kovil, ein Hindutempel zu Ehren Krishnas, steht im Stadtbezirk Triplicane (Tiruvallikeni). Er ist einer der 108 Divya Desams oder Tirupatis des Vishnuismus, einer hinduistischen Glaubensrichtung. Partha war einer von Arjunas Namen und Sarathy bedeutet Wagenlenker. Der Legende nach war Krishna während des Mahabharatakrieges der Wagenlenker für Arjuna. In dieser Zeit widmete er ihm auch die Lehren der Bhagavad Gita. Das Gesicht der Krishnastatue zeigt Narben aus diesem Kampf. Parthasarathy Kovil ist ein sehr alter Tempel, der bei den Gläubigen sehr beliebt ist. An den meisten Tagen werden die Gläubigen mit Puliyodarai, einem Gericht aus Reis, Tamarinde, Chili, Nüssen, Sesamöl und verschiedenen Gewürzen, und Thayirsadam Prasadam, einem Gericht aus Sauermilch und Reis, als Opferspeise bewirtet. Der Kapaleeshwarar Kovil steht im Stadtbezirk Mylapore und beherbergt das göttliche Ehepaar Kapaleeswarar (Shiva) und Karpagambal (Parvati). Er ist einer der wichtigsten Tempel des Shivaismus, einer hinduistischen Glaubensrichtung. Da der Apostel Thomas, einer der zwölf Jünger Jesu in Mylapore gewesen sein soll, errichteten die Portugiesen ihm zu Ehren die San Thome Kirche und zerstörten dabei den alten Kapaleeshwarar-Tempel. Der heutige Tempel wurde vor ungefähr 300 bis 400 Jahren an seinem heutigen Standort errichtet. Während der Sommermonate April und Mai feiert der Kapaleeswarartempel jährlich ein neuntägiges Tempelfest, bei dem die geschmückten Statuen von Kapaleeswarar und Karpagambal ins Freie gebracht werden. In einer Prozession werden sie im Uhrzeigersinn in verschiedenen Vahanams (ein Sanskrit-Wort für Fahrzeug) um den Tempel und den Wasserspeicher geleitet. Im Tempelkomplex gibt es eine Vielzahl von Schreinen für verschiedene Gottheiten. Der Ashtalakshmi Kovil steht an der Küste in der Nähe des Besant Nagar Beach. Er ist der Göttin Lakshmi gewidmet. Ashta bedeutet Acht – die acht Formen von Lakshmi werden in diesem Tempel verehrt. Lakshmi ist die Gattin des Gottes Vishnu und gilt hier als Schwester von Shiva. St. Andrew’s Kirk, Egmore Bearbeiten Kirchen Emmanuel Methodist Church, Vepery, errichtet 1880 St. Mary’s Church, Fort St. George The Wesley Church, Egmore St. George’s Cathedral, Cathedral Road St. Andrew’s Kirk, Egmore St. Paul’s Church, Vepery St. Mathias’ Church, Vepery St. Thomas’ Church, St. Thomas Mount St. Lukes church, Anna Nagar, katholisch Bearbeiten Strände Marina: Fischer oberhalb der St.-Thomas-Kathedrale Der 13 Kilometer lange Marina Beach ist der bekannteste Strand von Chennai. Er ist ein Teil der so genannten Koromandelküste. Anders als der kurze felsige Juhu Beach in Mumbai an der Westküste Indiens, ist der Marina Beach hauptsächlich ein Sandstrand. Eine andere Attraktion des Strandes sind steinerne Statuen an seiner Straßenseite. Darunter sind Statuen von berühmten Personen wie Mahatma Gandhi, aber auch Statuen mit metaphorischer Bedeutung. Vor kurzem wurde eine Statue von Kannagi, einer Heldin aus der Cilappatikaram, einem der berühmtesten historischen tamilischen Epen auf Betreiben der Regierung entfernt, was einige Proteste auslöste. Marina Beach war berühmt für seine ursprüngliche Schönheit, seine fröhliche Atmosphäre und sein reiches Ökosystem. Aber seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Strand und Wasser immer mehr verschmutzt. In den vergangenen Jahren haben viele freiwillige Organisationen die Aufgabe in Angriff genommen, Marina Beach zu säubern und das Ökosystem zu schützen. Elliot's Beach, Besant Nagar Besant Nagar Beach oder Elliot's Beach liegt in Besant Nagar, einem Vorort von Chennai. Er ist nur geringfügig weniger überlaufen als der Marina Beach aber viel sauberer. Am Strand steht ein Denkmal für den niederländischen Seemann Karl Schmidt. Die Straße parallel zum Strand ist von vielen Restaurants und Imbissen gesäumt. Bearbeiten Parks Der Arignar Anna Zoological Park in Vandalur, kurz Vandalaur Zoo, liegt etwa 30 Kilometer außerhalb Chennais. Er wurde 1979 als Nachfolger des 1855 als ersten indischen Zoo eröffneten Madras Zoo gegründet. Er zeigt auf einem 510 Hektar großen Gelände Säugetiere, Vögel und Reptilien in grabenähnlichen Anlagen. Der 1976 zunächst zur Rettung der drei zu der Zeit vom Aussterben bedrohten indischen Krokodilarten gegründete Madras Crocodile Bank Trust ist ein auf Reptilien spezialisierter Zoo und eine herpetologische Forschungsstation und zeigt Krokodile, Schildkröten, Schlangen und Eidechsen. Der 1970 durch den Enthusiasten Romulus Whitaker gegründete Chennai Snake Park verfügt über 31 Arten indischer Schlangen, alle drei Arten indischer Krokodile, vier Arten exotischer Krokodile, eine Aldarba Landschildkröte, drei Arten indischer Schildkröten und fünf Arten von Eidechsen. Der mit 270,57 Hektar kleinste Nationalpark des Bundesstaates Tamil Nadu Guindy National Park beheimatet unter anderem Hirschziegenantilopen, Axishirsche, Schakale, Schuppentiere und viele verschiedene Vögel. Das Waldgebiet weist dafür, dass es mitten in der Stadt liegt, eine erstaunliche Biodiversität auf. Bearbeiten Themenparks Der 1995 eröffnete Kishkinta bietet auf seinen sechs Hektar in einer grünen Parklandschaft ein Wellenbad, Rafting, ein 3D-Kino, einen künstlichen Wasserfall, eine Achterbahn und viele andere Amüsiermöglichkeiten. In MGM Dizzee World kann man unter anderem durch Paris spazieren, eine Westernstadt besuchen oder Achterbahn fahren. Weitere Themenparks in Chennai sind der VGP Universal Kingdom im VGP Golden Beach, das Dolphin City & Little Folks, das Dash'n'Splash. Bearbeiten Naturdenkmäler Ansicht der St. Thomas-Berg-Kirche (rechts) auf der Spitze des Hügels in Chennai. An frühe Versuche der Christianisierung erinnert der St. Thomas Mount am südlichen Rand der Stadt. Dort soll der Apostel Thomas laut den apokryphen Thomasakten 72 n. Chr. zu Tode gekommen sein. Bearbeiten Sport Die indische Nationalsportart Cricket ist auch der beliebteste Sport in Chennai. Das M.A.Chidambaram-Stadion in Chepauk, früher bekannt als Madras Cricket Club Ground oder Chepauk Stadion wurde 1916 errichtet. Es besitzt 50.000 Plätze und ist das Heimatstadion des Cricket Teams des Bundesstaates Tamil Nadu. Das Stadion ist bekannt für sein dankbares Publikum, das die Gast-Teams oft durch sein faires Verhalten überrascht. Der Chemplast Cricket Ground auf dem Campus des IIT Madras ist ein weiterer wichtiger Cricket-Austragungsort. Er hat nur wenig Platz für Zuschauer, ist an drei Seiten von Wald umsäumt und wurde von Sachin Tendulkar als der „landschaftlich reizvollste Indiens“ bezeichnet. Das Egmore Stadion für Feldhockey bietet 4000 Zuschauern Platz und hat ein AstroTurf-Kunstrasen-Feld. Das Tennis-Stadion in Nungambakkam bietet 7000 Plätze und hat sechs Courts. In diesem Stadion finden in jedem Januar die ATP Chennai Open statt. Das Jawaharlal Nehru Stadion in Periamet verfügt über 40.000 Plätze und zeigt Fußball-, Leichtathletik- und Volleyballwettkämpfe. Der Aquatic Complex in Velachery bietet 4000 Plätze. In Chennai gibt es zudem gute Squash Courts. All diese Sportarenen wurden 1995 errichtet, als Chennai Gastgeber der Spiele der South Asian Federation, einer Sportvereinigung von Bangladesh, Bhutan, Indien, Maldives, Nepal, Sri Lanka und Pakistan, war. Der Guindy Race Course für Pferderennen existiert seit 1777. Autosport-Events werden auf der Sriperumputhur- (Thirupperumputhur) Autorennbahn und der Sholavaram-Motorradrennbahn abgehalten. Chennai hat drei 18-Loch-Golf-Kurse: der des Cosmopolitan Clubs, der des Gymkhana Clubs und die Guindy Links. Alle drei wurden zwischen den 1870er und den 1880er Jahren eingerichtet. Gegolft wird in Chennai üblicherweise zwischen September und Februar, wenn der Boden feucht ist. Bearbeiten Kulinarische Spezialitäten Ein für Südindien übliches Frühstück mit Idli (ein dampfgegarter Reiskuchen), Sambar (ein Linsengericht auf Basis von Tamarinde) und Vada (ein Donut-förmiges Gebäck auf Basis von Linsen oder Kartoffeln) serviert auf einem Bananenblatt. Die Schnellrestaurantkette Saravana Bhavan bietet südindische Gerichte wie Idli, Vadai, Dosai und Uttappam an. Die Strände sind bekannt für Pattani Sundal, einen Snack aus gekochten Erbsen, Kokosnussraspeln, rohen Mangostückchen und rotem Chili, garniert mit Senfsamen und Korianderblättern. Bearbeiten Wirtschaft und Infrastruktur Bearbeiten Wirtschaft Gegründet als Handelsstützpunkt der Britischen Ostindischen Kompanie im frühen 17. Jahrhundert, ist Chennai heute ein großes Industrie- und Geschäftszentrum. Die wichtigsten Handelszentren in Chennai sind Parrys Corner und T. Nagar. Als Stadt am Ozean haben seine Häfen zu seiner Entwicklung beigetragen. Chennai, das auch „das Detroit Indiens“ genannt wird, erzeugt über 40 Prozent der indischen Automobilproduktion, ist seit langer Zeit ein traditionelles Zentrum der indischen Automobilindustrie und hat diese Position in den letzten Jahren ausgebaut. Große Firmen wie BMW, Hyundai, Ford Motor Company, Ashok Leyland, TVS Motors, Honda und Madras Rubber Factory haben Fabriken in und um Chennai. Außerdem ist fast 90 Prozent der indischen Automobil-Zulieferindustrie hier angesiedelt – insbesondere um das Ambattur-Padi Industriegebiet. Andere große Industrien sind Leder-, Textil- und Chemieindustrie, einschließlich Erdölverarbeitung. Tidel Park, Chennai. Seit 2004 ist die Stadt zusammen mit Bangalore und Hyderabad als ein wichtiges Zentrum für die Softwareentwicklung in Indien hervorgetreten. Die Old Mahabalipuram Road wird heute der „IT-Korridor“ genannt und wurde ein Wunschziel für IT-Firmen. Diese Entwicklung erhielt einen weiteren Schub durch die Anlage des IT-Komplexes „Tidel Parks“ durch TIDCO im Auftrag der Regierung von Tamil Nadu. Das neueste ist die „Mahindra Tech City“ nahe den Randgebieten der Stadt, wo alle wichtigen IT Firmen ein Entwicklungszentrum unterhalten. In der Stadt arbeiten folgende internationale Unternehmen und Banken: ABN AMRO, AdventNet, Akmin Technologies, Alcatel-Lucent, American Megatrends, Caritor, Cognizant, Covansys, Daimler India Commercial Vehicles , dotCue, EDS, Ford Motor Company, Hindustan Computers, Hewlett Packard, IBM, Infosys, Polaris Software Lab Limited, Saksoft, Satyam Computer Services, Schwing, Tata Consultancy Services, Temenos, Thinksoft, Wipro Technologies und die Weltbank. Auch nationale Filmindustrie (siehe unten) und internationales Verlagswesen sind zu nennen. Bearbeiten Verkehr Bus der Metropolitan Transport Corporation (MTC). Chennai verfügt über ein relativ großes und weitverzweigtes öffentliches Nahverkehrswesen, das zwar sehr leistungsfähig, aber zeitweise trotzdem überlastet ist. Der Busverkehr wird von der staatlichen Metropolitan Transport Corporation (MTC) betrieben. Vor kurzen wurde mit dem Zentralen Mofussil Busbahnhof (Central Mofussil Bus Terminus, CMBT) in Koyambedu der größte Busbahnhof Südasiens eröffnet. Von ihm fahren alle Überlandbusse in Chennai ab. Darüber hinaus können in Chennai private Taxis und Autorikschas genutzt werden. Es wird empfohlen, vor der Fahrt einen fairen Fahrpreis zu vereinbaren. Des weiteren können Automobile auch mit Fahrer zu festen Preisen gemietet werden, was teurer, aber zuverlässiger und sicherer ist. Chennai ist die den südostasiatischen Geschäftszentren am nächsten gelegene indische Stadt. Bearbeiten Eisenbahn Von Chennai aus gibt es sehr gute Verbindungen zu allen wichtigen Städten des Landes mit der Indischen Eisenbahn. Chennai Central und Chennai Egmore sind die zwei wichtigsten Bahnhöfe. Vom Bahnhof Chennai Egmore fahren die Züge fast ausschließlich in die südlichen Landesteile. Das Vorortbahnsystem besteht aus drei Linien, die die Vororte Tambaram, Avadi und Ennur (Ennore) mit Chennai Central verbinden. Chennai Central – Avadi (weiter Richtung Westen nach Arakkonam) Chennai Central – Ennore (weiter Richtung Norden nach Gummidipoondi) Chennai Beach – Tambaram (weiter Richtung Süden nach Chengalpattu). Es bestehen Zugverbindungen zwischen Chennai Beach und Avadi/Ennore. Stand 2008 sind die Arbeiten bis nach Velachery vorangekommen. Chintadripet Metro Station des MRTS Das Massenschnelltransitsystem (MRTS) befindet sich erst im Aufbau. Es folgt aufgeständert dem Buckingham Canal und wird schon zwischen dem Bahnhof Chennai Beach und Tiruvanmiyur, einem südlichen Vorort, betrieben. Es gibt Pläne, die Linie bis Taramani zu verlängern und mit der Vorortbahnlinie Chennai Beach – Tambaram an der St. Thomas Mount Station zu verknüpfen. Die Chennai Metro befindet sich derzeit im Bau. Bearbeiten Luftverkehr Chennai International Airport aus der Luft Die Stadt verfügt über einen großen internationalen Flughafen, den Chennai International Airport. Taxifahrten von dort in die Stadt können zu festen Preisen an einem Schalter vor der Ankunftshalle gebucht werden. Bearbeiten Schiffsverkehr Die Stadt hat zwei große Häfen, Hafen Chennai und Hafen Ennore. Bearbeiten Medien Die Filmindustrie in Kollywood – benannt nach dem Stadtteil Kodambakkam in Chennai – gehört nach Bollywood in Mumbai zu den wichtigsten in Indien. Allerdings werden in Chennai nur 50 bis 100 Filme im Jahr produziert. In der weltgrößten Filmindustrie in Mumbai sind es zum Vergleich 900. Die Struktur der in Kollywood hergestellten Filme ist der in Bollywood sehr ähnlich. Doch zeichnen sich Kollywoodfilme durch die Sprache Tamil, durch mehr Innovationsfreude bei geringeren Herstellungskosten und mehr Martial-Arts-Elemente aus. Bearbeiten Bildung Die University of Madras (Universität von Madras) wurde 1857 gegründet und ist damit eine der ältesten Universitäten Indiens. Der Hauptcampus liegt gegenüber dem Marina Beach. Es gibt drei weitere Campus in Chepauk, Guindy und Taramani. 2002 gingen alle technischen Colleges der Universität an die Anna University über. Anna University Campus 2006. Die Anna University (Anna Universität) gehört zu den wichtigsten Technischen Universitäten Indiens. Sie wurde am 4. September 1978 unter dem Namen Perarignar Anna University of Technology (PAUT) gegründet und trägt seit 1982 den heutigen Namen. Der Hauptcampus liegt im Südteil Chennais und umfasst mehr als 40 Hektar. Das Madras Institute of Technology in Chrompet bildet den zweiten Campus mit über 20 Hektar. Der dritte Campus ist in Taramani. Der Anna University Amendment Act von 2001 vereinte mit mehr als 225 Colleges fast alle Technischen Colleges des indischen Bundesstaates Tamil Nadu unter dem Dach der Anna University. Das wichtigste College der Universität ist das College of Engineering, Guindy (CEG), aus dem die Universität hervorging, das 1794 als Vermessungsschule gegründet wurde und damit das zweitälteste College für Ingenieurwesen der Welt ist. Das Indian Institute of Technology, Madras (IIT Madras) ist das drittgrößte der sieben Indischen Institute für Technologie, einer der Hauptbildungseinrichtungen für Ingenieurwesen in Indien. Es wurde 1959 gegründet und hat heute fast 360 Fakultäten mit 4000 Studenten und 1250 Angestellte. Das Institut bietet Undergraduate, Postgraduate und Forschungs-Diplome in 15 Disziplinen in Ingenieurwesen, Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften und Management an. Der private Campus von 240 Hektar, der zu 75 Prozent aus Parklandschaft besteht, schließt an den Guindy Nationalpark an und verfügt über eine reiche Population an Rotwild, Hirschziegenantilopen und vielen anderen Wildtieren. Die Bildungsangebote sind reichhaltig: Gebäude der Deutschen Schule Chennai Neben den zwei größten und bekanntesten Universitäten in Chennai existieren auch eine ganze Reihe von Colleges und Schulen. Die bekanntesten Schulen sind die American International School und die German International School (Deutsche Schule Chennai - DSC). Letztere eröffnete als erste bilinguale Schule in Chennai im Januar 2010 Kindergarten und Vorschule und befindet sich derzeit im weiteren Aufbau. In den kommenden Jahren wird die deutsch- und englischsprachige Bildungseinrichtung sukzessive erst um Primary School und anschließend Secondary School erweitert, welche ebenso wie die Prüfung zum internationalen Abitur auf dem Bayerischen Curriculum basieren [1]. Weiterhin gibt es eine Vielzahl von Colleges und Instituten: Sri Venkateswara College of Engineering (Sriperumbudur), Pachaiappa College (Poonamalee High Road), National Institute for Fashion Technology (NIFT), The Madras School of Social Work (Egmore), Vivekananda College, The New College (Royepettah), Kandaswamy Naidu College (Anna Nagar), Kilpauk Medical College (Kilpauk), Madras Medical College, Stella Maris College for Women, Ethiraj College for Women, Queen Mary's College for Women, Meenakshi College for Women, Quaid-e-Millet College for Women, Y M C A College of Physical Education (Nandanam), Anna Adarsh College for Women, D G Vaishnav College, M O P Vaishnav College for Women, Guru Nanak College, Saveeetha Engineering College, MNM Jain Engineering College, KCG College of Technology, Thangavelu Engineering College, Central Instructional Media Institute (CIMI) (Guindy), das Institute of Mathematical Sciences Chennai (IMSC) und das Chennai Mathematical Institute (CMI). Das Loyola College ist ein Undergraduate College und wurde 1925 von dem Jesuiten Francis Bertram gegründet. Es gilt als eines der besten Kunstcolleges Indiens. Unter dem Namen Stanley Medical College sind das Government Stanley Medical College und das Government Stanley Hospital bekannt. Sie gehören zu den ältesten medizinischen Ausbildungsstätten. Der Ursprung dieser Institution ist die 1740 von der Britischen Ostindien-Kompagnie gegründete medizinische Einrichtung. Das mit dem College verbundene hoch angesehene Stanley Hospital verfügt über 1271 Betten und Operationsmöglichkeiten für 4312 Patienten am Tag. Das Institut für plastische Chirurgie und Wiederherstellung von Handverletzungen gehört zu den besten in Südostasien. Das Crescent Engineering College (Halbmond College für Ingenieurwesen) wird von der All India Islamic Foundation unterhalten. Es wurde 1984 durch die Bundesregierung von Tamil Nadu als islamisches Minderheitencollege gegründet und bietet Technische Undergraduate- und Postgraduate-Abschlüsse an. Das 1948 gegründete Central Leather Research Institute (CLRI, Zentrales Lederforschungsinstitut) unter dem Dach des Council of Scientific and Industrial Research (CSIR of India der ist das weltgrößte Forschungs- und Entwicklungsinstitut in diesem Spezialgebiet. Das 1970 als Non-Profit-Organisation gegründet Institute for Financial Management and Research (IFMR, Institut für Finanzmanagement und -forschung) wird von der Industrie finanziert, ist von der indischen Regierung als sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut anerkannt und bietet Abschlüsse in Finanzwirtschaft und Ökonomie. Ein Einkaufszentrum im Stadtteil Egmore Das bekannteste Institut im Bereich der Tiermedizin TANUVAS, Tamil Nadu Veterinary and Animal Science University, geht auf eine Gründung im Jahr 1876 zurück. Bearbeiten Persönlichkeiten Bearbeiten Söhne und Töchter der Stadt Mahesh Bhupathi, indischer Tennisspieler Engelbert, Schlagersänger Nasser Hussain, Kapitän des englischen Cricket-Teams (1999–2003) Pete Best, Beatles-Schlagzeuger A. R. Rahman, Komponist R. K. Narayan, Schriftsteller Viswanathan Anand, 15. Schachweltmeister seit 2007 Ramesh Krishnan, Tennisspieler Indra Nooyi, seit Oktober 2006 CEO von PepsiCo, Inc. Arnold Lunn (1888–1974), britischer Skiläufer, Bergsteiger und Schriftsteller L. Shankar, Violinist und Komponist S. R. Srinivasa Varadhan, Wahrscheinlichkeitstheoretiker Theodor Ellwein (1897–1962), deutscher Pädagoge und Hochschullehrer Karun Chandhok, indischer Rennfahrer Parthiva Sureshwaren, indischer Rennfahrer Leland Bardwell (* 1922), irische Schriftstellerin Padma Lakshmi, indisch-US-amerikanische Schauspielerin Bearbeiten Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen Am 26. Dezember 1908 verstarb der bedeutende deutsche Indologe Richard Pischel auf der Reise nach Kalkutta, wohin er als Gastwissenschaftler eingeladen worden war, im damaligen Madras. In der Nähe von Chennai fiel Rajiv Gandhi, Sohn von Indira Gandhi, am 21. Mai 1991 während einer Wahlveranstaltung einem Attentat zum Opfer. Bearbeiten Einzelnachweise ↑ Census of India 2001: Population, population in the age group 0-6 and literates by sex - Cities/Towns (in alphabetic order) ↑ Know India: Districts : Tamil Nadu ↑ Website der Chennai Metropolital Development Authority ↑ Census of India 2001: Population, population in the age group 0-6 and literates by sex - Cities/Towns (in alphabetic order) ↑ a b c Census of India 2001: Basic Data Sheet: District Chennai (02), Tamil Nadu (33) ↑ Census of India 2001: Alphabetical List of Towns and their Population: Tamil Nadu ↑ World Gazetteer: Madras und Chennai (Ballungsraum). ↑ Chennai Metropolitan Development Authority: Second Master Plan, Chapter II: Demography. ↑ vintage-maps.com: A Plan of Madras and Fort St. George (englisch), abgefragt am 19. September 2010 Bearbeiten Weblinks  Commons: Chennai – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien Website der Stadtverwaltung von Chennai Website des Distrikts Chennai Chennai - Madras - Kollywood. Die vielen Gesichter der Metropole Süd-Indiens (Beitrag und Materialien des radioWissen von Bayern 2) Distrikte in Tamil Nadu Ariyalur | Chennai | Coimbatore | Cuddalore | Dharmapuri | Dindigul | Erode | Kanchipuram | Kanyakumari | Karur | Krishnagiri | Madurai | Nagapattinam | Namakkal | Nilgiris | Perambalur | Pudukkottai | Ramanathapuram | Salem | Sivaganga | Thanjavur | Theni | Thoothukudi | Tiruchirappalli | Tirunelveli | Tirupur | Tiruvallur | Tiruvannamalai | Tiruvarur | Vellore | Viluppuram | Virudhunagar


Special trains to clear extra rush of passengers

Chennai, Feb 11 : The Southern Railway announced the the following Special Trains to clear the extra rush of passengers.

The Capital of the south eastern state of Tamil Nadu the land of Tamils Chennai is one of the four major metropolitan cities in India and one of the holiday destinations in the golden
http://www.destinationsindia.com/india-golden-triangle-tour/chennai.html

Chennai Online

Chennaionline is an information portal from chennai, India featuring news,events,arts and business events in chennai,India.It also provide information on the ...



Govt to promote Light House tourism: Vasan

Chennai, Feb 12 (PTI) Union Shipping Minister G K Vasan today inaugurated a project aimed at promoting tourism in lighthouses. The Rs 300 crore project would cover 13 light houses in the country. "Lighthouses not only guide vessels but also are friends (of them)..A new chapter is beginning in this direction..." Vasan said after unveiling a plaque as part of the inaugurating the project at the ...


http://www.flickr.com/photos/sandipd/118601376/

Chennai travel guide - Wikitravel

Open source travel guide to Chennai, featuring up-to-date information on attractions, hotels, restaurants, nightlife, travel tips and more. ...



Trains rescheduled

Chennai, Feb 11 : The Southern Railway announced the re-scheduling of following trains due to late running of their pairing trains.


http://www.chennaimetroblogs.com/when-it-rains-in-chennai

Madras: City: City Guide, weather and facts galore from ...

Chennai ( ) A city of southeast India on the Coromandel Coast of the Bay of Bengal. ... In 1996 the city was renamed Chennai, after Chennapatnam, a precolonial village near the ...



Chennai will be world's largest auto-manufacturing hub: Stalin

Chennai, Feb 10 (IANS) The setting up of production facilities by a global car maker, Indian auto group Mahindra and Mahindra and an Indonesian group is set to make the Chennai region the world's largest automobile manufacturing centre with a total capacity of 2.2 million vehicles per annum, Tamil Nadu Deputy Chief Minister M.K. Stalin said Thursday.

Chennai is the capital city of the state of Tamil Nadu and the fourth largest and a metropolitan city in the country The British started the East India Company in 1639 at Chennai which was
http://www.chennaiguide.com/blog

Chennai Airport

Madras International Airport is situated at Tirisulam, 7 Km south of Chennai. ... Madras, now known as Chennai, is a city on the east coast of southern India. ...



Apollo Tyres to enter Eastern Europe market

Chennai, Feb 11 (PTI) Tyre manufacturer Apollo Tyres today said it plans to enter the Eastern Europe market for setting up a new green field facility, as part of strengthening its brand in the overseas market."We are looking for another facility in Eastern Europe. It is only in the nascent stage right now," Apollo Tyres Chairman Onkar S Kanwar told reporters here. However, he said it was too ...


http://www.tourismchennai.com/chennai-map.html

Current local time in India – Tamil Nadu – Chennai

Get Chennai's weather and area codes, time zone and DST. Explore Chennai's sunrise and sunset, moonrise and moonset. ... Chennai is capital of the state Tamil Nadu ...



SARE to invest Rs 350cr to build township in Chennai

New Delhi, Feb 11 (PTI) South Asian Real Estate (SARE) today said it will invest Rs 350 crore to develop an integrated township in Chennai.The company has bought 61.4 acre land in Chennai where it would develop 608 apartments, 460 villas and plots."The project cost is Rs 350 crore and the saleable value of this project is expected at Rs 500 crore," company''s Executive Director (Operation) David ...

smell in the air The air stinks in Chennai and uniformly so Dont know why and how This is in addition to the dirt and filth all around Wonder which moron decided to name it a metro Velankanni was equally dirty For a piligrim town with such a potential for tourism there are hardly any good lodge hotels The only good ones are the dorms run by the church but they too
http://philip9876.com/tag/bangalore

Chennai District Welcomes You

Designed and Hosted by National Informatics Centre, Chennai. For any query regarding this website Please contact collrchn@nic.in / Ph: 25268320 ...



Shriram EPC Dec qtr net up 18.27 pc to Rs 8.80 crore

Chennai, Feb 12 (PTI) Shriram EPC, the integrated design, engineering, procurement and construction service provider, today reported net profit at Rs 8.80 crore for the quarter ending December 31, 2010, up by 18.27 per cent over the same period last year.The city-based company reported a net profit at Rs 7.44 crore during the same period last year.For the nine months ending December 31, 2010 ...

halfway through the abbreviation Anyhow I found it exciting that boss is invited to CIA s conference and since I ve clarified this you can t sue me Naa naa na naaa naaa Check him out in Chennai soon He ll mostly be wearing a white shirt and brown shoes The Confederation of Indian Industry CII works to create and sustain an environment conducive to the growth of industry
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8th standard girl commits suicide

Chennai, Feb 10 : An eighth-standard girl, student of Chennai School, administered by the Chennai Corporation, committed suicide due to corporal punishment meted out by the class teacher for allegedly copying in the exams, at Pulianthoppu in North Chennai last night.

Recent History Adds More Interest To Chennai Test Munaf Patel left made a good start to his career playing against England in 2006
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Poll panel for hiking candidates' expenses

Chennai, Feb 12 (IANS) The Election Commission of India has recommended an increase in the election expenses of candidates fighting the Lok Sabha and state assembly polls, a top official said Saturday.

Chennai by Josephronsin 38 Previous Photo Next Photo
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