Übergangsmetalle
Actinium
Actinoide
Aggregatzustand
Alkalimetalle
Aluminium
Americium
Amylalkohol
Angeregter Zustand
Antimon
Argon
Arsen
Arsenate
Arsenid
Astat
Atomare Masseneinheit
Atommasse
Atomradius
Australien
Austrittsarbeit
Barium
Basizität
Bergleute
Bergmann-Schaefer Lehrbuch der Experimentalphysik
Berkelium
Beryllium
Betastrahlung
Bier
Bismut
Blaufarbenwerk
Blei
Block des Periodensystems
Bohrium
Bor
Brasilien
Brom
CAS-Nummer
Cadmium
Caesium
Calcium
Californium
Carbonate
Cer
Chemisches Element
Chemisches Element#Sortierte Liste chemischer Elemente
Chien-Shiung Wu
Chlor
Chlorkalk
Chrom
Cobalamin
Cobalamine
Cobalt
Cobalt(II)-chlorid
Cobalt(II)-formiat
Cobalt(II)-nitrat
Cobalt(II)-oxid
Cobalt(II)-sulfat
Cobalt (Begriffsklärung)
Cobaltblau
Cobaltgelb
Cobaltgruppe
Cobaltit
Copernicium
Curie-Temperatur
Curium
Darmflora
Darmstadtium
Demokratische Republik Kongo
Dichte
Digital Object Identifier
Dubnium
Durchstrahlungsprüfung
Dysprosium
EDTA
Edelgase
Einsteinium
Eisen
Eisen-Platin-Gruppe
Eisensulfid
Elektrische Leitfähigkeit
Elektrischer Strom
Elektron
Elektronegativität
Elektronegativität#Pauling-Skala
Elektronen-Einfang
Elektroneneinfang
Elektronenkonfiguration
Elektronenvolt
Elementarzelle
Elementsymbol
Empfindlichkeit (Technik)
Energieniveau
Erbium
Erdalkalimetalle
Erdhülle
Erdkern
Erdkruste
Erythrin
Erze
Essigsäure
Actinium
Actinoide
Aggregatzustand
Alkalimetalle
Aluminium
Americium
Amylalkohol
Angeregter Zustand
Antimon
Argon
Arsen
Arsenate
Arsenid
Astat
Atomare Masseneinheit
Atommasse
Atomradius
Australien
Austrittsarbeit
Barium
Basizität
Bergleute
Bergmann-Schaefer Lehrbuch der Experimentalphysik
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Beryllium
Betastrahlung
Bier
Bismut
Blaufarbenwerk
Blei
Block des Periodensystems
Bohrium
Bor
Brasilien
Brom
CAS-Nummer
Cadmium
Caesium
Calcium
Californium
Carbonate
Cer
Chemisches Element
Chemisches Element#Sortierte Liste chemischer Elemente
Chien-Shiung Wu
Chlor
Chlorkalk
Chrom
Cobalamin
Cobalamine
Cobalt
Cobalt(II)-chlorid
Cobalt(II)-formiat
Cobalt(II)-nitrat
Cobalt(II)-oxid
Cobalt(II)-sulfat
Cobalt (Begriffsklärung)
Cobaltblau
Cobaltgelb
Cobaltgruppe
Cobaltit
Copernicium
Curie-Temperatur
Curium
Darmflora
Darmstadtium
Demokratische Republik Kongo
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Digital Object Identifier
Dubnium
Durchstrahlungsprüfung
Dysprosium
EDTA
Edelgase
Einsteinium
Eisen
Eisen-Platin-Gruppe
Eisensulfid
Elektrische Leitfähigkeit
Elektrischer Strom
Elektron
Elektronegativität
Elektronegativität#Pauling-Skala
Elektronen-Einfang
Elektroneneinfang
Elektronenkonfiguration
Elektronenvolt
Elementarzelle
Elementsymbol
Empfindlichkeit (Technik)
Energieniveau
Erbium
Erdalkalimetalle
Erdhülle
Erdkern
Erdkruste
Erythrin
Erze
Essigsäure
Dieser Artikel behandelt das Element Cobalt; zu anderen Bedeutungen siehe Cobalt (Begriffsklärung).
Eigenschaften
Ar 3d74s2
27
Co
Periodensystem
Allgemein
Name, Symbol, Ordnungszahl
Cobalt, Co, 27
Serie
Übergangsmetalle
Gruppe, Periode, Block
9, 4, d
Aussehen
metallisch mit einem bläulich-gräulichen Farbton
CAS-Nummer
7440-48-4
Massenanteil an der Erdhülle
37 ppm[1]
Atomar [2]
Atommasse
58,93320 u
Atomradius (berechnet)
135 (152) pm
Kovalenter Radius
low-spin: 126 pm, high-spin: 150 pm
Elektronenkonfiguration
Ar 3d74s2
Elektronen pro Energieniveau
2, 8, 15, 2
Austrittsarbeit
5,0 eV[3]
1. Ionisierungsenergie
760,4 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie
1648 kJ/mol
3. Ionisierungsenergie
3232 kJ/mol
4. Ionisierungsenergie
4950 kJ/mol
Physikalisch [2]
Aggregatzustand
fest
Modifikationen
2
Kristallstruktur
hexagonal
Dichte
8,90 g/cm3 (20 °C)[4]
Mohshärte
5,0
Magnetismus
ferromagnetisch
Schmelzpunkt
1768 K (1495 °C)
Siedepunkt
3200 K (2927 °C)
Molares Volumen
6,67 · 10−6 m3/mol
Verdampfungswärme
375 kJ/mol
Schmelzwärme
16,2 kJ/mol
Schallgeschwindigkeit
4720 m/s
Spezifische Wärmekapazität
421 [1] J/(kg · K)
Elektrische Leitfähigkeit
16,7 · 106 A/(V · m)
Wärmeleitfähigkeit
100 W/(m · K)
Chemisch [2]
Oxidationszustände
2, 3
Oxide (Basizität)
amphoter (neutral)
Normalpotential
−0,28 V (Co2+ + 2e− → Co)
Elektronegativität
1,88 (Pauling-Skala)
Isotope
Isotop
NH
t1/2
ZM
ZE MeV
ZP
55Co
{syn.}
17,53 h
ε
3,451
55Fe
56Co
{syn.}
77,27 d
ε
4,566
56Fe
57Co
{syn.}
271,79 d
ε
0,836
57Fe
58Co
{syn.}
70,86 d
ε
2,307
58Fe
59Co
100 %
Stabil
60Co
{syn.}
5,2714 a
β-,γ,γ
0,31+1,17+1,33
60Ni
61Co
{syn.}
1,850 h
β-
1,322
61Ni
Weitere Isotope siehe Liste der Isotope
NMR-Eigenschaften
Spin
γ in
rad·T−1·s−1
E
fL bei
B = 4,7 T
in MHz
59Co
7/2
6,332 · 107
0,278
23,7
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I [5]
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze
R: 42/43-53
S: (2)-22-24-37-61
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Cobalt (chemische Fachsprache; standardsprachlich Kobalt; von lat. cobaltum Kobold) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Co und der Ordnungszahl 27. Cobalt ist ein ferromagnetisches Übergangsmetall aus der 9. Gruppe oder Cobaltgruppe des Periodensystems. In der älteren Zählweise zählt es zur 8. Nebengruppe oder Eisen-Platin-Gruppe. 1735 entdeckte der schwedische Chemiker Georg Brandt das bis dahin unbekannte Element und gab ihm den heutigen Namen.
Eine Besonderheit stellt die molare Masse von Cobalt dar, sie ist mit 58,93 größer als die von Nickel mit 58,69, dem nächsten Element im Periodensystem. Diese Besonderheit gibt es auch zwischen Argon (39,95) und Kalium (39,10) sowie zwischen Tellur (127,60) und Iod (126,90).
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Vorkommen
3 Die Staaten mit der größten Förderung
4 Gewinnung und Darstellung
5 Eigenschaften
5.1 Physikalische Eigenschaften
5.2 Chemische Eigenschaften
6 Isotope
7 Verwendung
8 Physiologie
9 Nachweis
10 Verbindungen
11 Siehe auch
12 Einzelnachweise
13 Literatur
14 Weblinks
//
Bearbeiten Geschichte
Cobalterze und Cobaltverbindungen sind schon seit sehr langer Zeit bekannt und wurden vorwiegend zum Färben von Glas und Keramik verwendet (Cobaltblau). Im Mittelalter wurden sie häufig für wertvolle Silber- und Kupfererze gehalten. Da sie sich aber nicht verarbeiten ließen und wegen des Arsengehalts beim Erhitzen schlechte Gerüche abgaben, wurden sie als verhext angesehen. Angeblich hätten Kobolde das kostbare Silber aufgefressen und an seiner Stelle wertlosere silberfarbene Erze ausgeschieden. Neben Cobalt waren dies auch Wolfram- und Nickelerze. Diese Erze wurden von den Bergleuten dann mit Spottnamen wie Nickel, Wolfram (etwa „Wolfsspucke“, lat. lupi spuma) und eben Kobolderz, also Cobalt belegt.[6]
Erstmals dargestellt wurde Cobalt 1735 vom schwedischen Chemiker Georg Brandt.
Bearbeiten Vorkommen
Skutterudit aus Marokko.
Cobalt ist ein seltenes Element mit einer Häufigkeit in der Erdkruste von ca. 0,003 %.[7] Damit steht es in der Liste der nach Häufigkeit geordneten Elemente an 30. Stelle.[8] Elementar kommt es nur äußerst selten in Meteoriten sowie im Erdkern vor. In vielen Mineralen ist Cobalt vertreten, kommt jedoch meist nur in geringen Mengen vor. Das Element ist stets mit Nickel, häufig auch mit Kupfer, Silber, Eisen oder Uran vergesellschaftet. Nickel ist dabei etwa drei- bis viermal so häufig wie Cobalt. Beide Elemente sind chalkophil (schwefelliebend) und für basische und ultrabasische Magmatite charakteristisch.
Es gibt eine Reihe Cobalterze, in denen sich das Cobalt durch Verwitterung oder andere Prozesse angereichert hat. Die wichtigsten sind: Cobaltit (veraltet Kobaltglanz; CoAsS), Linneit und Siegenit (veraltet und irreführend Kobaltnickelkies [9]), (Co,Ni)3S4), Erythrin (veraltet Kobaltblüte), Asbolan (veraltet Erdkobalt), Skutterudit (Speiskobalt, Smaltin, CoAs3) und Heterogenit (CoOOH).
Der Cobaltgehalt der sulfidischen Erze ist aber gering (meist nur 0,1–0,3 %[7]). Wichtige Erzlagerstätten befinden sich in Kanada, Sambia, Marokko, Demokratische Republik Kongo, Kuba, Russland, Australien und in den USA.
Cobalt findet sich als Spurenelement in den meisten Böden.
Bearbeiten Die Staaten mit der größten Förderung
Die Staaten mit der größten Förderung von Cobalt (2006)[10]
Rang
Land
Fördermengen
(in Tonnen pro Jahr)
Fördermengen
(in Prozent)
1
Demokratische Republik Kongo
22000
38,3
2
Sambia
8600
15,0
3
Australien
6000
10,4
4
Kanada
5600
9,7
5
Russische Föd.
5100
8,9
6
Kuba
4000
7,0
7
Marokko
1500
2,6
8
China
1400
2,4
9
Neukaledonien
1100
1,9
10
Brasilien
1000
1,7
10
Andere Länder
1200
2,1
10
Gesamt
57500
100,0
Zeitliche Entwicklung der Cobaltförderung
Bearbeiten Gewinnung und Darstellung
Elektrolytkobalt, Reinheit 99,9 %
Cobalt wird überwiegend aus Kupfer- und Nickelerzen gewonnen. Die genaue Gewinnungsart ist von der Zusammensetzung des Ausgangserzes abhängig. Zunächst wird ein Teil des vorhandenen Eisensulfids durch Rösten in Eisenoxid umgewandelt und mit Siliciumdioxid als Eisensilicat verschlackt. Es entsteht der sogenannte Rohstein, der neben Cobalt noch Nickel, Kupfer und weiteres Eisen als Sulfid oder Arsenid enthält. Durch weiteres Abrösten mit Natriumcarbonat und Natriumnitrat wird weiterer Schwefel entfernt. Dabei bildet sich aus einem Teil des Schwefels und Arsens Sulfate und Arsenate, die mit Wasser ausgelaugt werden. Es bleiben die entsprechenden Metalloxide zurück, die mit Schwefel- oder Salzsäure behandelt werden. Dabei löst sich nur Kupfer nicht, während Nickel, Cobalt und Eisen in Lösung gehen. Mit Chlorkalk kann anschließend selektiv Cobalt als Cobalthydroxid ausgefällt und damit abgetrennt werden. Durch Erhitzen wird dieses in Cobalt(II,III)-oxid (Co3O4) umgewandelt und anschließend mit Koks oder Aluminiumpulver zu Cobalt reduziert:
Bearbeiten Eigenschaften
Bearbeiten Physikalische Eigenschaften
Kristallstruktur von α-Co, a=250,7 pm, c=406,9 pm[11]
Cobalt ist ein stahlgraues, sehr zähes Schwermetall mit einer Dichte von 8,89 g/cm3.[12] Es ist ferromagnetisch mit einer Curie-Temperatur von 1150 °C[12]. Cobalt tritt in zwei Modifikationen, α-Cobalt und β-Cobalt auf. Unterhalb von 400 °C ist α-Cobalt stabiler, das in einer hexagonal-dichtesten Kristallstruktur in der Raumgruppe 6/mmm mit den Gitterparametern a = 250,7 pm und c = 406,9 pm sowie zwei Formeleinheiten pro Elementarzelle kristallisiert. Bei 400 °C wandelt es sich in die kubisch-flächenzentrierte β-Form mit dem Gitterparameter a = 354,4 pm um.[11]
Als typisches Metall leitet es Wärme und Strom (elektrische Leitfähigkeit 26 % von der des Kupfers[7]).
Bearbeiten Chemische Eigenschaften
Im chemischen Verhalten ist es dem Eisen und Nickel ähnlich, an der Luft durch Passivierung beständig; es wird nur von oxidierend wirkenden Säuren gelöst. Cobalt zählt mit einem Normalpotential von −0,277 V zu den unedlen Elementen. In Verbindungen kommt es vorwiegend in den Oxidationsstufen +II und +III vor. Es sind jedoch folgende Oxidationsstufen –I, 0, +I, +II, +III, +IV und +V in Verbindungen vertreten. Cobalt bildet eine Vielzahl von – meist farbigen – Komplexen. Darin ist – im Gegensatz zu kovalenten Verbindungen – die Oxidationsstufe +III häufiger und stabiler als +II.
Bearbeiten Isotope
Es sind insgesamt 28 Isotope und 10 weitere Kernisomere zwischen 47Co und 75Co bekannt. Natürliches Cobalt besteht dabei zu 100 % aus dem Isotop 59Co. Das Element ist daher eines der 22 Reinelemente.[13] Dieses Isotop lässt sich durch die NMR-Spektroskopie untersuchen.
Das Nuklid 57Co zerfällt über Elektroneneinfang zu 57Fe. Die beim Übergang in den Grundzustand des Tochterkerns emittierte Gammastrahlung hat eine Energie von 122,06 keV (85,6%) und 14,4 keV (9,16%)[14]. Hauptanwendung von 57Co ist die Mößbauerspektroskopie zur Unterscheidung von zweiwertigem und dreiwertigem Eisen.
Zerfallsschema von 60Co.
Das langlebigste der instabilen Isotope ist 60Co (Cobalt-60, Spin 5+), das mit einer Halbwertszeit von 5,27 Jahren unter Betazerfall zunächst in einen angeregten Zustand von 60Ni (Spin 4+) und anschließend unter Aussendung von Gammastrahlung (zwei Gammaquanten der Energie 1,17 und 1,33 MeV[15]) in den Grundzustand (Spin 0+) dieses Nuklids zerfällt. Aus diesem Grund wird 60Co als Gammastrahlungsquelle zur Sterilisierung oder Konservierung von Lebensmitteln, zur Materialuntersuchung (Durchstrahlungsprüfung) und in der Krebstherapie („Kobaltkanone“) verwendet.[16] In der Medizin können auch andere Isotope wie 57Co oder 58Co als Tracer verwendet werden.[17]
Aufgrund der relativ kurzen Halbwertszeit gibt es keine natürlichen Vorkommen von 60Co. Die Gewinnung erfolgt durch Neutronenaktivierung aus 59Co. Als Neutronenquelle für die Herstellung kleinerer Mengen dienen Spontanspaltungsquellen wie 252Cf, zur Herstellung größerer Mengen werden 59Co-Pellets dem Neutronenfluss in Kernreaktoren ausgesetzt.
Die Entstehung von 60Co aus 59Co unter Neutronenstrahlung könnte potentiell auch zur Verstärkung der Wirkung von Kernwaffen benutzt werden, bei denen Neutronenstrahlung entsteht, indem diese mit Cobalt ummantelt würden (Cobaltbombe). Bei der Detonation würde dann der starke Gammastrahler gebildet, durch den die Umgebung stärker kontaminiert würde als durch die Kernexplosion allein.[18] Wird 60Co nicht sachgerecht entsorgt, sondern mit anderem Cobalt eingeschmolzen und zu Stahl verarbeitet, kann es passieren, dass daraus gefertigte Stahlteile radioaktiv sind.[19]
Mit 60Co wurde das Wu-Experiment durchgeführt, mit dem die Paritätsverletzung der schwachen Wechselwirkung entdeckt wurde.[20]
→ Liste der Cobalt-Isotope
Bearbeiten Verwendung
Kobaltblaue Glasgegenstände aus Bristol
Als Legierungsbestandteil zur Erhöhung der Verschleiß- und Warmfestigkeit von legierten und hochlegierten Stählen und Superlegierungen, als Binderphase in Hartmetall-Sinterwerkstoffen und Diamantwerkzeugen, als Oxid, Sulfat, Hydroxid oder Carbonat in hitzefesten Farben und Pigmenten (z. B. für die Bemalung von Porzellan und Keramik), als Bestandteil von magnetischen Legierungen, als Acetat in Trocknern für Farben und Lacke, als Katalysator (Entschwefelung/Hydrierung), als Hydroxid oder Lithium-Cobalt-Oxid (LiCoO2) in Batterien, in korrosions- bzw. verschleißfesten Legierungen und als Spurenelement für Medizin und Landwirtschaft. Seine Verwendung als Legierungselement und in Cobaltverbindungen macht es zu einem strategisch wichtigen Metall. (Siehe Vitallium: Implantate, Turbinenschaufel, Chemische Apparate).
Bearbeiten Physiologie
Cobalt ist Bestandteil von Vitamin B12 (Cobalamin), welches für den Menschen überlebensnotwendig ist. Beim gesunden Menschen kann besagtes Vitamin möglicherweise von Darmbakterien direkt aus Cobaltionen gebildet werden. Allerdings muss Cobalamin per dem im Magen produzierten Intrinsic Factor gebunden werden, um im Ileum aufgenommen werden zu können. [21] Da der Produktionsort des vom Menschen hergestellten Cobalamin jedoch im Dickdarm liegt [1], ist eine Resorption nach aktuellem Wissensstand nicht möglich. Laut [22] wird dennoch eine tägliche Zufuhr von 0,1μg Kobalt als Spurenelement für den täglichen Bedarf (Erwachsener) angegeben, wobei keine bekannten Mangelsymptome erwähnt werden. Während kleine Überdosen von Co-Verbindungen für den Menschen nur wenig giftig sind, führen größere Überdosen (ab etwa 25–30 Milligramm pro Tag) zu Haut-, Lungen-, Magenerkrankungen, Leber-, Herz-, Nierenschäden und Krebsgeschwüren. Als man in Kanada früher Biere zur Schaumstabilisierung mit Cobalt anreicherte, stieg die Mortalitätsrate bei starken Biertrinkern auf annähernd 50 % an – bedingt durch Herzmuskelschwäche („kanadisches Biertrinkerherz“). Heute wird dem Bier jedoch kein Cobalt mehr zugesetzt.[23]
Bearbeiten Nachweis
Eine relativ aussagekräftige Vorprobe für Cobalt ist die Phosphorsalzperle, die von Cobaltionen intensiv blau gefärbt wird. Im Kationentrennungsgang kann es neben Nickel mit Thiocyanat und Amylalkohol nachgewiesen werden, es bildet beim Lösen im Amylalkohol blaues Co(SCN)2.
Quantitativ kann Cobalt mit EDTA in einer komplexometrischen Titration gegen Murexid als Indikator bestimmt werden.[24]
Bearbeiten Verbindungen
Cobalt tritt in seinen Verbindungen meist zwei- oder dreiwertig auf; diese Verbindungen besitzen oft kräftige Farben.
Wichtige Cobaltverbindungen:
Cobalt(II)-chlorid
Thénards Blau
Rinmans-Grün
Cobalt(II)-nitrat
Cobaltoxide, wie Cobalt(II)-oxid oder Cobalt(II,III)-oxid
Cobalt(II)-sulfat
Cobalt(II)-silicat
Cobalt(II)-formiat
Cobaltgelb
Bearbeiten Siehe auch
Blaufarbenwerk
Bearbeiten Einzelnachweise
↑ a b Harry H. Binder: Lexikon der chemischen Elemente, S. Hirzel, Stuttgart 1999, ISBN 3-7776-0736-3.
↑ Die Werte für die Eigenschaften (Infobox) sind, wenn nicht anders angegeben, aus www.webelements.com (Cobalt) entnommen.
↑ Ludwig Bergmann, Clemens Schaefer, Rainer Kassing: Lehrbuch der Experimentalphysik, Band 6: Festkörper. 2. Auflage, Walter de Gruyter, 2005, ISBN 978-3-11-017485-4, S. 361.
↑ N. N. Greenwood und A. Earnshaw: Chemie der Elemente, 1. Auflage, 1988, S. 1427, ISBN 3-527-26169-9.
↑ Eintrag zu CAS-Nr. 7440-48-4 im European chemical Substances Information System ESIS
↑ Joachim Heimannsberg: Brockhaus! Was so nicht im Lexikon steht. ISBN 3-7653-1551-6, S. 255–256.
↑ a b c dtv-Atlas Chemie. Band 1, dtv-Verlag 2000.
↑ N. N. Greenwood, A. Earnshaw: Chemie der Elemente. VCH Verlagsgesellschaft, 1988.
↑ Mineralienatlas:Kobaltnickelkies (Wiki).
↑ Cobalt bei USGS Mineral Resources.
↑ a b K. Schubert: Ein Modell für die Kristallstrukturen der chemischen Elemente. In: Acta Crystallographica. 1974, B30, S. 193-204, doi:10.1107/S0567740874002469.
↑ a b Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1682.
↑ G. Audi, O. Bersillon, J. Blachot, A. H. Wapstra: The NUBASE evaluation of nuclear and decay properties. In: Nuclear Physics A 729, 2003, S. 3–128.
↑ http://ie.lbl.gov/toi/nuclide.asp?iZA=270057 WWW Table of Radioactive Isotopes
↑ Cobalt-60 bei HyperPhysics, Georgia State University.
↑ Cobalt-60 bei Centers for Disease Control and Prevention (CDC), Atlanta, USA, 2004, eingesehen am 21. Februar 2009.
↑ Nils Wiberg, Egon Wiberg, Arnold Fr. Holleman: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102 Auflage. de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1681.
↑ Cobalt bei rutherford-online - Lexikon der Elemente 2006.
↑ Christian Schwägerl: Strahlenschrott wurde über ganz Deutschland verteilt. Auf: Spiegel online. 17. Februar 2009.
↑ Chien-Shiung Wu: Experimental Test of Parity Conservation in Beta Decay. In: Physical Reviews 105, 1957, S. 1413-1415 (doi:10.1103/PhysRev.105.1413)
↑ vgl. Schmidt, Lang: "Physiologie des Menschen", 30. Auflage, Seite 856
↑ R. Klinke, H-C. Pape, St. Silbernagl: Physiologie, 5. Auflage S. 474
↑ Expert Group on Vitamins and Minerals, 2002.
↑ Komplexometrische Bestimmungen mit Titriplex (Hrsg. von E. Merck, Darmstadt).
Bearbeiten Literatur
Nils Wiberg, Egon Wiberg, Arnold Fr. Holleman: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage, 2007, de Gruyter Berlin, ISBN 978-3-11-017770-1.
Hans Breuer: dtv-Atlas Chemie (1. Band, 9. Auflage), dtv, München 2000, ISBN 3-423-03217-0.
M. Binnewies: Allgemeine und Anorganische Chemie (1.Auflage). Spektrum Verlag., Heidelberg 2004, ISBN 3-8274-0208-5.
Harry H. Binder: Lexikon der chemischen Elemente - das Periodensystem in Fakten, Zahlen und Daten. S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-7776-0736-3.
Bearbeiten Weblinks
Wiktionary: Cobalt – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Cobalt – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wikibooks: Praktikum Anorganische Chemie/ Cobalt – Lern- und Lehrmaterialien
Wikisource: Ueber die chemische Zusammensetzung der Producte der freiwilligen Zersetzung der Kobalt- und Nickelerze – Quellen und Volltexte
Mineralienatlas:Kobalt (Wiki)
The Cobalt Development Institute
ReinstCobalt >99,9% als Bild in der Sammlung von Heinrich Pniok
Periodensystem der Elemente
H
He
Li
Be
B
C
N
O
F
Ne
Na
Mg
Al
Si
P
S
Cl
Ar
K
Ca
Sc
Ti
V
Cr
Mn
Fe
Co
Ni
Cu
Zn
Ga
Ge
As
Se
Br
Kr
Rb
Sr
Y
Zr
Nb
Mo
Tc
Ru
Rh
Pd
Ag
Cd
In
Sn
Sb
Te
I
Xe
Cs
Ba
La
Ce
Pr
Nd
Pm
Sm
Eu
Gd
Tb
Dy
Ho
Er
Tm
Yb
Lu
Hf
Ta
W
Re
Os
Ir
Pt
Au
Hg
Tl
Pb
Bi
Po
At
Rn
Fr
Ra
Ac
Th
Pa
U
Np
Pu
Am
Cm
Bk
Cf
Es
Fm
Md
No
Lr
Rf
Db
Sg
Bh
Hs
Mt
Ds
Rg
Cn
Uut
Uuq
Uup
Uuh
Uus
Uuo
Alkalimetalle
Erdalkalimetalle
Lanthanoide
Actinoide
Übergangsmetalle
Metalle
Halbmetalle
Nichtmetalle
Halogene
Edelgase
Buffalo MiniStation Cobalt now in USB 3.0 allows data transfer 10 times faster
With greater demands for transferring larger files at faster speeds, the release of Buffalo MiniStation Cobalt in USB 3.0 is a big improvement. The much speedier protocol allows for data transfer speeds up to 5.0 gigabits per second (Gbits/s), or 625 Megabytes per second (MB/s), about ten times faster than the USB 2.0 protocol. Designed for mobility, MiniStation Cobalt HD-PEU3 can store and ...
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Cobalt! please help im not finding anything? these are some ...
here is my entire Cobalt i wrote for science this year (its alot of info but it kicks ass), [it got me a 96!!!!] All this information is legit and ...
Cruze in . . . Cobalt out
If the Chevrolet Cobalt wasn’t a tired car in the General Motors ’ stable, indications were out there that the public was just tired of the Cobalt. A renaissance is at hand.The 2011 Chevy Cruze is a slick new entry in the compact class, maybe not so much with its outward visual cues, but rather with its overall quality and capabilities.
Cobalt | Radiation Protection | US EPA
It also describes the presence of radioactive cobalt in the environment, human exposure pathways, health effects, and its regulation. ...
500GB Buffalo MiniStation Cobalt now in USB 3.0
If you have one of those new laptops or motherboards that supports USB 3.0 transfer, you might want to pair it up with an external drive that uses USB 3.0 as well, like this new Buffalo MiniStation Cobalt 500GB. The much speedier USB 3.0 protocol allows for data transfer speeds up to 625MB/s which is [...]
Cobalt | Define Cobalt at Dictionary.com
Cobalt definition, a silver-white metallic element with a faint pinkish tinge, occurring in compounds whose silicates afford important blue coloring substances See more.
White Tungsten and Cobalt Chrome Wedding Bands Now Available at Mens-Wedding-Rings.com
Mens-Wedding-Rings.com is announcing the addition of two new collections of mens wedding bands – white tungsten rings and cobalt chrome rings. The launch of these collections coincides with the retailer’s “Huge Sale” for Valentine’s Day. The sale features unbelievable savings on many of their most popular mens wedding bands, including these two new collections. MWR is a leading retailer of mens ...
WebElements Periodic Table of the Elements | Cobalt ...
This WebElements periodic table page contains Essential information for the element cobalt
Cobalt Blue Glass Dinner Plates
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Buffalo MiniStation Cobalt now available in USB 3.0
With greater demands for transferring larger files at faster speeds, the release of Buffalo MiniStation Cobalt in USB 3.0 is a welcome development.










