18. September
24. Oktober
51
96
Absolutismus
Adoptivkaiser
Alfred von Domaszewski
Augusta Treverorum
Augustus
Augustus (Titel)
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Britannien
Caesar (Titel)
Calgacus
Caligula
Campus Martius
Cassius Dio
Censur
Chatten
Cherusker
Christian Witschel
Claudius
Colonia Claudia Ara Agrippinensium
Commodus
Consulat
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Daker
Damnatio memoriae
De Imperatoribus Romanis
Decebalus
Decius (Kaiser)
Denarius
Deutsche Nationalbibliothek
Diokletian
Domitia Longina
Domitian
Domitian (Begriffsklärung)
Domitian der Jüngere
Donativum
Eusebius von Caesarea
Firth of Clyde
Flavier
Forum Romanum
Gaius Iulius Caesar
Gaius Oppius Sabinus
Gallien
Germanen
Germania Inferior
Germania Superior
Gnaeus Iulius Agricola
Gnomon (Zeitschrift)
Hartwin Brandt
Herbert Nesselhauf
Hermann Bengtson
Hermes (Zeitschrift)
Iordanes
Iulia (Tochter des Titus)
Jazygen
Jordanes
Josephus-Trilogie
Julisch-claudische Dynastie#.C3.9Cberblick .C3.BCber die Julisch-Claudische Familie
Juvenal
Kapitolinische Museen
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Karl Strobel
Karpaten
Kataphrakt
Korruption
Lahn
Laktanz
Legio XXI Rapax
Liktor
Limes (Grenzwall)
Lion Feuchtwanger
Liste der römischen Kaiser der Antike
Lucius Antonius Saturninus
Lucius Iulius Ursus Servianus
Main
Marcus Cornelius Nigrinus Curiatius Maternus
Markomannen
Martial
Michael Grant
Militärdiplom
Moesia
Mogontiacum
Nero
Nerva
Nerva-Forum
Obergermanisch-Raetischer Limes
Offenbarung des Johannes
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Otto Michel
Panegyrikus
Pat Southern
Pater patriae
Personennamendatei
Piazza Navona
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Plinius der Jüngere
Dieser Artikel beschreibt den römischen Kaiser Domitian. Zu weiteren Bedeutungen siehe Domitian (Begriffsklärung).
Domitian
Kapitolinische Museen
Titus Flavius Domitianus (* 24. Oktober 51 in Rom; † 18. September 96 in Rom), im Deutschen meist kurz Domitian genannt, war römischer Kaiser von 81 bis 96. Als Nachfolger seines Vaters Vespasian und seines Bruders Titus war er der dritte und letzte Herrscher aus dem Geschlecht der Flavier.
Inhaltsverzeichnis
1 Leben bis zur Übernahme der Herrschaft
2 Der Prinzipat
2.1 Regierungsantritt
2.2 Verhältnis zum Senat
2.3 Aktivitäten in Germanien
2.4 Daker- und Pannonische Kriege
2.5 Britannien
2.6 Tod
3 Domitianbild
3.1 Antike Autoren
3.2 Moderne Forschung
4 Quellen
5 Literatur
5.1 Sekundärliteratur
5.2 Literarische Verarbeitungen
6 Weblinks
7 Anmerkungen
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Bearbeiten Leben bis zur Übernahme der Herrschaft
Domitian wurde am 24. Oktober 51 in Rom als zweiter Sohn des Senators Titus Flavius Vespasianus, des späteren Kaisers, geboren. Über seine Jugend ist wenig bekannt. Laut Sueton verbrachte er sie unter ärmlichen Umständen,[1] was jedoch nicht den Tatsachen entsprochen haben dürfte. Als Sohn einer senatorischen Familie, die neben finanziellen Mitteln auch Ansehen und Einfluss hatte, dürfte Domitian standesgemäß erzogen worden sein.[2]
Als Vespasian im Vierkaiserjahr 69 zum Kaiser ausgerufen wurde, konnte Domitian, im Gegensatz zu seinem Onkel Titus Flavius Sabinus, der Verfolgung durch die Anhänger des Vitellius entkommen und war nach dem Sieg der Flavier der politische Statthalter des neuen Kaisers in Rom.[3] In den folgenden Jahren wurde Domitian von seinem Vater zwar nicht ostentativ zurückgesetzt, spielte aber neben seinem als Mitherrscher und Nachfolger herausgestellten Bruder Titus nur eine nachgeordnete Rolle und wurde nicht auf die Rolle des Princeps vorbereitet. Er erhielt den Titel Caesar, wurde fünfmal Suffektkonsul und bekleidete einmal, im Jahr 73, ein ordentliches Konsulat. Damit war er bis zu Titus' Herrschaftsantritt insgesamt einmal weniger Konsul als sein Bruder, zweimal weniger als sein Vater. Als Titus im Jahr 79 Vespasians Nachfolge antrat, machte er seinen Bruder zum Kollegen im ordentlichen Konsulat des Jahres 80, verlieh ihm aber nicht die tribunicia potestas, die er selbst während der Herrschaft Vespasians erhalten hatte.
Bearbeiten Der Prinzipat
Bearbeiten Regierungsantritt
Antike Autoren hielten es für möglich, dass Domitian den Tod seines Bruders Titus am 13. September 81 herbeigeführt hatte, doch erlauben die widersprüchlichen Quellen keine eindeutige Beurteilung. Am selben Tag riefen die Prätorianer Domitian zum Imperator aus, er versprach ihnen ein Donativum.[4] Am 14. September trat er die Nachfolge als Kaiser an. Der Senat verlieh ihm die Titel Imperator, pater patriae, pontifex maximus, Augustus sowie die tribunicia potestas und erkannte damit den Herrschaftsübergang an.[5] Domitian bemühte sich um personelle und legislative Kontinuität. Der Freundeskreis (amici) des Kaisers hatte weitgehend die gleiche Zusammensetzung wie unter Vespasian und Titus, seine Sachentscheidungen knüpften sowohl an die der julisch-claudischen Dynastie als auch an die seines Vaters und Bruders an.[6]
Domitian erwies sich damit zumindest am Anfang seiner Regierungszeit auch in den Augen des Senats als fähiger Regierungschef. Er bekämpfte energisch die Korruption, steigerte die Effizienz der Verwaltung und brachte die Staatsfinanzen in Ordnung. Unter den zahlreichen von Domitian verwirklichten Bauvorhaben sind besonders das monumentale Stadion auf dem Marsfeld, der Titusbogen, das Forum Transitorium und sein überlebensgroßes Reiterstandbild (Equus Domitiani) auf dem Forum Romanum zu erwähnen.
Bearbeiten Verhältnis zum Senat
Büste des Domitian
Den Senat brachte er aber offenbar recht schnell gegen sich auf, weil er ihn kaum noch zu Rate zog und sich von seinem Umfeld als dominus et deus („Herr und Gott“) angeredet haben lassen soll.[7] Nicht anders als seine Vorgänger auch, richtete Domitian ein consilium principis ein, eine Art informellem Kronrat.[8]. Allerdings nahmen an diesem Rat auch Ritter teil, was den Senat teils brüskierte, insbesondere dann, wenn der Kaiser von den besten Männern aus beiden Ständen sprach, die sich um ihn versammelt hätten. Darüber hinaus gerieten die wenigen Treffen des consilium in der Villa des Princeps in den Albaner Bergen – und nicht in Rom – in den Ruf der Geheimniskrämerei und der bewussten Abgrenzung.[9] Wie vermutlich unter Tiberius auch, setzte Domitian einen ehemaligen Quästor ein, der sich um die Belange des Senats kümmern und diesen betreuen sollte.[10]
Ähnlich wie vor ihm Caligula und nach ihm Commodus brach Domitian damit die Spielregeln des Prinzipats, denen zufolge der Kaiser zwar faktisch alle Macht in Händen hielt, nach außen aber die Rolle von Volk und Senat in Ehren zu halten hatte. Domitian scheint diese seit Augustus übliche Fassade zumindest in der zweiten Hälfte seiner Regierung immer weniger gepflegt zu haben und durch die Offenlegung der tatsächlichen Machtverhältnisse brüskierte er den Senat immer mehr. 85 übernahm er schließlich noch das Amt des Zensors auf Lebenszeit[11] und damit das Recht, Senatoren zu ernennen und zu entlassen. Als einziger Kaiser führte Domitian offiziell den Titel eines censor perpetuus. Allerdings nahm Domitian für sich nicht in Anspruch, selbst ein Gott zu sein, und er forderte für sich selbst auch keine göttliche Verehrung, vielmehr sah er sich unter göttlichem Schutz stehend.
Domitians autokratische Herrschaft führte aber offenbar zum Widerstand senatorischer Kreise wie auch einiger Philosophen, die gegen den Prinzipat Stellung bezogen. Die Feindseligkeit dieser Kreise, die auch in den Plinius-Briefen bezeugt ist[12], trug entscheidend dazu bei, das Bild Domitians nach seinem Tod zu verdunkeln. Heute glauben daher manche Althistoriker, der Kaiser sei in der Innen- und Außenpolitik weitaus erfolgreicher gewesen, als es die Quellen suggerieren. Die Forschung sieht Domitians Umgang mit dem Senat differenzierter. Er wählte Amtsinhaber, insbesondere militärische, nach ihrer Fähigkeit aus und nicht nach ihrer Ahnenliste. Dies wirkte sich unmittelbar auf die Aufstiegsmöglichkeiten der senatorischen Elite aus. Domitian entschied sich auch für Kommandanten aus dem Ritterstand, wie zum Beispiel Iulius Ursus oder Cornelius Fuscus, während er patrizische Legaten abberief oder nicht wie erwartet beförderte. Dennoch suchte der Princeps die Unterstützung des Senats und hinderte fähige Senatoren nicht an ihrer Karriere.[13]
Als die Chatten im Winter 88/89 n. Chr. den obergermanischen Statthalter Lucius Antonius Saturninus gegen Domitian unterstützen wollten,[14] reagierte Domitian nach Niederschlagung der Revolte auf dieses Angebot mit einem Kriegszug gegen sie. Es ist bezeichnend, dass die Revolte sehr rasch zusammenbrach, was dafür spricht, dass der Kaiser auch weiterhin die Unterstützung der Armee und ihrer Kommandeure besaß. Mehrere Senatoren ließ Domitian aus eher verschiedenen Gründen hinrichten, andere schickte er in die Verbannung und beschlagnahmte ihr Eigentum. In den meisten Fällen war die Begründung für die Maßnahmen entweder Anstiftung zum Umsturz oder Beleidigung des Herrschers bzw. des Herrscherhauses. Die durchweg summarische Beschreibung des „Terrors“ von Domitian gerade bei Sueton[15] deutet auf eine Vielzahl von Ermordungen und Exilierungen hin, allerdings werden nur 14 Senatoren namentlich genannt. Für Claudius hingegen sind 35 Hinrichtungen von Senatoren und über 300 von Rittern überliefert.[16]
Bearbeiten Aktivitäten in Germanien
Denarius des Domitian
Unter Domitian begann die Phase einer erneuten (begrenzten) römischen Expansion rechts des Rheins im Bereich der obergermanischen Heeresgruppe. Unter dem Vorwand, einen Zensus in Gallien abhalten zu wollen, zog Domitian, dem es an militärischem Ruhm mangelte, im Jahre 83 n. Chr. an den Rhein und begann gleich im Frühjahr einen Krieg gegen die Chatten. Es ging vermutlich um eine Schwächung der Chatten als letzten größeren Unruheherd in Rheinnähe. Möglicherweise stieß Domitian bis ins Kernland der Chatten vor, also weit ins heutige Hessen.[17] Im Herbst wurde der Kriegszug in Germanien gegen die Chatten zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Dabei gelang die Unterwerfung des Gebiets zwischen Taunus, Lahn und Main (Wetterau). Domitian begann schließlich mit der Errichtung des Limes, des römischen Grenzwalles zwischen Rhein und Donau. Außerdem nahm Domitian den Siegerbeinamen Germanicus an. Dies war das erste Mal, dass ein Prinzeps diesen nicht vererbt bekommen hatte, sondern durch eigene militärische Leistungen für sich beanspruchte. Am Ende des Jahres 83 n. Chr. feierte er den Triumph in Rom und bekam weitere Ehrungen durch den Senat verliehen. Hierzu zählen vor allem, vor dem Senat im Triumphgewand erscheinen zu dürfen und von 24 Liktoren begleitet zu werden. Außerdem wurde der Oktober in Domitianus umbenannt. Die Annahme des Namens Germanicus, das ungeheure Gepränge, mit dem der Triumph über die Germanen Ende 83 gefeiert wurde, Münzlegenden, die Domitian mit Germania capta, de Germanis als summus Rheni domitor feiern (bis zum Jahre 87), lassen darauf schließen, dass der Princeps nach einem räumlich begrenzten Erfolg das Germanenproblem endgültig für abgeschlossen erklären wollte. Aus Analogien zu Vespasian und Trajan geht hervor, dass mit Formulierungen wie Germania capta die in Kämpfen errungene Einrichtung neuer Provinzen gefeiert wurde. Mit der Erneuerung solcher alter Formeln sollte wohl das Versprechen der endgültigen „Befriedung“ Germaniens als eingelöst dokumentiert werden.
Nach einem erneuten Chattenkrieg im Jahre 85 gelang es Domitian, nach der Sicherung seines Teilerfolges im Chattenland durch die Taunuskastelle die Bereiche des ober- und niedergermanischen Heeres mit propagandistischem Aufwand in zwei regelrechte Provinzen umzuwandeln und damit den endgültigen Verzicht auf eine wirkliche Eroberung ganz Germaniens zu verschleiern. Dieser Chattenkrieg stellt für längere Zeit die letzte große militärische Machtdemonstration im rechtsrheinischen Germanien dar; manches spricht dafür, dass die Domitian feindlich gesinnte Überlieferung den Erfolg dieser Operationen kleinredet: Tatsächlich blieb die Grenze zum freien Germanien in der Folgezeit fast hundert Jahre lang weitgehend friedlich. Wenig spricht dafür, dass Domitian seine Ziele in diesem Raum nicht erreicht hat.
Domitian erklärte so das seit Augustus ungelöste Germanienproblem durch die offizielle Gründung der beiden Provinzen Germania Superior („Obergermanien“) und Germania Inferior („Niedergermanien“) für beendet. Noch im Jahre 82 war in offiziellen Dokumenten nur von der Germania die Rede gewesen. Kurz darauf tauchen die ersten Inschriften auf, die von duae Germaniae sprechen. Tilmann Bechert nimmt daher an, dass Germania inferior etwa in den Jahren 83/84 seine lex provinciae erhalten hat, die alle Fragen der Gerichtsbarkeit, Steuergesetzgebung und Verwaltung in der Provinz gesetzlich und endgültig regelte. Anhand von Militärdiplomen scheint die offizielle Einrichtung der beiden Provinzen hingegen auf die Zeit zwischen 85 und 90 datierbar zu sein. Die exakte Amtsbezeichnung des niedergermanischen Statthalters lautete jetzt: legatus Augusti pro praetore Germaniae inferioris (vorher: legatus Augusti pro praetore exercitus Germanici inferioris).
Seit dem Ende der 80er Jahre wurden aus den Legaten der germanischen Heere konsularische Statthalter der beiden schmalen Grenzprovinzen Ober- und Niedergermanien. Im Rang und in ihrer Laufbahn standen sie etwa zwischen den Statthaltern der beiden moesischen und denen der großen, mit drei Legionen besetzten Provinzen wie Britannien, wohin der militärische und politische Aufstieg die Statthalter der germanischen Provinzen häufig führte. Zensus und Finanzverwaltung, damit auch das gesamte Steuerwesen, unterstanden auch weiterhin dem Procurator von Gallien (Sitz: Augusta Treverorum). Die Hauptstädte der beiden Provinzen und Sitze der Statthalter blieben in Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln) und Mogontiacum (Mainz), wo sich auch das Oberkommando der beiden Heere befunden hatte.
Domitian und seine Berater hatten schnell erkannt, dass der Wert der vertraglichen Beziehungen zu den germanischen Stammeseliten bei ausreichender Stärke der römischen Grenztruppen nicht hoch einzustufen war. Ein aktives Eingreifen in innergermanische Konflikte im Sinne einer Schutzmacht stand nie zur Diskussion. Als die Cherusker ein Jahr nach dem Chattenkrieg Domitians von diesen bedrängt Rom um Hilfe baten, erhielten sie eine abschlägige Antwort. Danach fanden nahezu keine erkennbaren diplomatischen Aktivitäten jenseits des Limes statt.
In der außen- und militärpolititischen Praxis ist Tiberius als Vorbild Domitians erkennbar. Dieser setzte die Politik, die ihm in Senatskreisen größte Vorwürfe einbrachte, fort, nämlich nur dann Kriege zu führen, wenn sie unumgänglich waren, ansonsten aber die Grenzsicherung zu verstärken. Domitian wollte damit offenbar auch mit den militärischen Erfolgen seines Vaters und seines Bruders gleichziehen.
Bearbeiten Daker- und Pannonische Kriege
Die Feldzüge gegen die Chatten brachten reiche Beute ein und führten zu kleineren Gebietsgewinnen für die Römer, sie mussten dann aber abgebrochen werden, da die Legionen an der Donau benötigt wurden. Mitte 85[18] drangen starke dakische Kriegerverbände des Stammesfürsten Diurpaneus[19] von Nordosten in die römische Provinz Moesien ein und trafen die Römer völlig unvorbereitet. Der Statthalter Gaius Oppius Sabinus fiel während der gescheiterten Abwehrkämpfe, die Daker plünderten und brandschatzten viele Siedlungen und Kastelle. Der Kaiser ordnete eine Verlegung von Legionen aus allen Teilen des Reiches an und begab sich selbst mit seinen Prätorianern unter dem Befehl von Cornelius Fuscus an die moesische Front. Auf dem Marsch von Rom aus verstärkte Domitian seine Truppen aus Pannonien und Dalmatien. Das Oberkommando führte der Kaiser, den Oberbefehl erhielt Fuscus, ihm beigeordnet waren die Legaten Marcus Cornelius Nigrinus Curiatius Maternus und Funisulanus Vettonianus. Mit zwei erfolgreichen Expeditionen konnte Diurpaneus über die Donau zurückgetrieben werden, Domitian erhielt drei imperatorische Akklamationen und kehrte nach Rom zurück, wo er seinen ersten Dakertriumph feierte.[20]
Fuscus blieb als Oberbefehlshaber in Moesien, reorganisierte die Provinz und das Heer und bereitete den Rachefeldzug gegen die Daker vor. Mitte 86 überschritt er die Donau, stellte Diurpaneus und verlor in der ersten Schlacht, die ihn das Leben kostete, fast die gesamte Expeditionsarmee.[21] Diese zweite Niederlage innerhalb kurzer Zeit konnte Domitian neben dem außenpolitischen Schaden auch innenpolitisch in Bedrängnis bringen, sodass er erneut nach Moesien aufbrach und Truppen verlegte. Eine Konsequenz der Verlegung war die Aufgabe und Schleifung des schottischen Kastells Inchtuthil und damit die Beschränkung des römischen Gebietes auf die Gebiete südlich des Forth-Clyde-Kanals.[22] Bis Ende 86 schlug Cornelius Nigrinus als neuer Oberbefehlshaber mindestens zwei erfolgreiche Schlachten gegen die Daker und in erster Linie Diurpaneus. Im Spätherbst 86 kehrte Domitian nach Rom zurück und verzichtete auf einen Triumph.[23]
Nach dem Ausfall von Diurpaneus wurde Decebalus zum Führer der dakischen Stämme.[24] Bisher hatte er sich neutral verhalten und dem Kaiser bei beiden Aufenthalten in Moesien seine Neutralität versichert und vermutlich ein Bündnis angeboten. Nun verband er sich mit den in der Walachei sitzenden sarmatischen Panzerreitern der Roxolanen. Domitian reagierte mit Truppenverlegungen und Reorganisation. Die schon im Herbst 86 durchgeführte Trennung der Provinz in Moesia Superior und Moesa Inferior zeugt davon, dass der Kaiser eine systematische Befriedung der Daker plante, die er nun umsetzte. Während Cornelius Nigrinus in Moesia Inferior die Ordnung hielt und die römische Position ausbaute, griff Lucius Tettius Julianus von Moesia Superior aus im Jahr 88 Sarmizegetusa, das dakischen Machtzentrum in den Westkarpaten, an. Nach Verlusten mussten die Römer sich zurückziehen und überwinterten in Obermoesien.[25] Nach der Schlacht von Tapae, die für Decebalus mit einer Niederlage endete, bot dieser Domitian einen Friedensschluss an, den der Kaiser aber ablehnte. Stattdessen sollten die Legionen von Mainz und Britannien aus verstärkt werden, was sich aufgrund des Saturninusaufstandes verzögerte. Im Sommer 89 startete die zweite Strafexpedition gegen Decebalus und Sarmizegetusa, die sich zuerst gegen die Markomannen richtete, deren Bündnisangebot Domitian abgelehnt hatte. Der Widerstand war jedoch so groß, dass die Römer sich über die Donau zurückziehen mussten. Als Folge des Angriffs und der römischen Niederlage traten die Quaden und Jazygen in den Krieg ein und bildeten eine bedrohliche pannonische Allianz gegen die Römer. Der Kaiser änderte nach Beratungen seine Strategie: Er nahm Friedensverhandlungen mit Decebalus auf. Der Dakerkönig unterwarf sich Rom, Domitian selbst reiste in das dakische Hinterland, wo der Bruder des Königs, Diegis, zum römischen Klientelfürsten gekrönt wurde.[26] Decebalus erhielt zivile und militärische Unterstützung sowie Subsidienzahlungen, die wirtschaftlichen Beziehungen prosperierten in der Folgezeit. Die nicht unüblichen Zahlungen an die Daker waren einer der Gründe für den Feldzug Trajans gegen die Daker.[27] Domitian erhielt drei imperatorische Akklamationen und feierte bei seiner Rückkehr im Herbst 89 einen Triumph.
Im Jahr 92 war Domitian erneut an der östlichen Donaufront, um die Einfälle der sarmatischen Jazygen niederzuschlagen, die zuvor bei Brigetio die Legio XXI Rapax vernichtet hatten.[28] Dieser Sarmatenkrieg wurde anschließend von dem Dichter Arruntius Stella verherrlicht.
Bearbeiten Britannien
In Britannien gelang es Domitian mit Hilfe des Statthalters Gnaeus Iulius Agricola, Schwiegervater des Geschichtsschreibers Tacitus, den römischen Machtbereich bis zur Grenze des schottischen Hochlandes zu erweitern. Im Jahr 83 oder 84 überschritt Agricola auf Anweisung des Kaisers den Firth of Clyde, um die schottischen Gebiete endgültig zu befrieden.[29] Die Gegenwehr der Kaledonen unter ihrem Führer Calgacus war massiv, sodass Agricola sieben Feldzüge führen musste. Die letzte Schlacht fand am mons Graupius statt, die Kaledonen flohen und Rom stand der Weg nach Norden offen.[30] Agricolas erzwungenen Abzug, damit verbunden Aufgabe Schottlands und Konsolidierung des römischen Machtbereichs begründet Tacitus mit dem Neid und schlechten Wesen Domitians.[31] Tatsächlich hatte der Kaiser aufgrund der Lage in Pannonien gute Gründe, diese Front stillzulegen und die Legionen zu verlegen.[32] Agricolas Nachfolger als Legat in Britannien wurde Sallustius Lucullus, den Domitian vermutlich 96 hinrichten ließ.[33] Der Rückzug sicherte die schottische Front und sorgte für Ruhe im Norden; unter Trajan wurde die Grenzlinie noch weiter südlich gelegt.
Bearbeiten Tod
In den letzten drei Jahren seiner Regierungszeit wurde Domitian, der sich auch als Mäzen der Künste betätigte (so förderte er die Dichter Statius und Martial), zunehmend misstrauisch und fürchtete Verschwörungen gegen sich. Auslöser dafür dürften tatsächliche Umsturzpläne gewesen sein; der erste scheint bereits 87 aufgedeckt worden zu sein.
Die Furcht des Kaisers vor Verschwörungen scheint die Zahl seiner Feinde erhöht zu haben. Auch vor seiner eigenen Familie hatte Domitian Angst. Seinen Cousin Titus Flavius Sabinus, den Mann seiner Nichte Iulia, der Tochter des Titus, ließ er ebenso hinrichten wie seinen Vetter Clemens, den Vater der designierten Thronerben, der jüngeren Vespasian und Domitian.[34] Er soll sogar die Ermordung seiner Frau Domitia Longina geplant haben; sie verbündete sich aber mit mehreren Höflingen Domitians, die ebenfalls um ihr Leben oder aber nur um ihre Machtstellung fürchteten oder teils gekauft waren.
Domitian wurde schließlich am 18. September 96 in Rom „hinterlistig ermordet“.[35] Angeführt wurde die Tat von Stephanus, dem Verwalter von Domitians Nichte Domitilla und unter Beteiligung von rangniedrigen Soldaten, Freigelassenen und Gladiatoren. Der Kaiser starb unter starker Gegenwehr.[36] Seine vollständige Titulatur zum Zeitpunkt seines Todes lautete Imperator Caesar Domitianus Augustus Germanicus, Pontifex maximus, Tribuniciae potestatis XVI, Imperator XXIII, Consul XVII, Pater patriae. Der Senat billigte die Tat, das Andenken Domitians fiel der damnatio memoriae anheim. Die Dynastie der Flavier endete mit ihm. Sein Nachfolger wurde der langjährige Senator Nerva, der als Übergangskandidat zum einen aus dem flavischen Kreis kam und so für die Prätorianer und besonders den Senat tragbar war, zum anderen vom ihm als kinderlosem, älteren Mann keine lange Regierungszeit zu erwarten war.[37] Seine Position war jedoch gefährdet, da Domitian bei Armee und Volk sehr beliebt gewesen war.[38]
Bearbeiten Domitianbild
Bearbeiten Antike Autoren
Die beiden wichtigsten überlieferten Historiker der frühen römischen Kaiserzeit, Tacitus und Sueton, schrieben ihre Werke in Erinnerung an die von ihnen dargestellte Gewaltherrschaft des Kaisers (in der Forschung manchmal „Domitianerlebnis“ genannt) sowie in der Regierungszeit der Adoptivkaiser, die Domitian als Negativfolie ihrer eigenen Politik sahen. Dementsprechend ist das überlieferte Domitianbild sehr negativ. Hinsichtlich des Werkes von Tacitus lässt sich dies freilich nicht mehr sicher sagen, da die Teile seiner Historien, welche die Regierungsjahre des Domitian behandelten, nicht erhalten sind. Aufgrund von Beschreibungen des jungen Domitian, Anspielungen in früheren Büchern sowie Selbstaussagen des Autors kann jedoch geschlossen werden, dass Tacitus Domitian ähnlich ungünstig beschrieb wie Sueton.[39] Plinius der Jüngere beschrieb Domitian in seinem Panegyrikus an Nervas berühmten Nachfolger Trajan ebenfalls mit den Eigenschaften eines Tyrannen.
Die Christen wurden regional zurückgedrängt, so in Rom und Kleinasien. In diesem Zusammenhang entstand die ursprünglich an sieben Gemeinden in Kleinasien gerichtete Offenbarung des Johannes (auch: Apokalypse). Die christlichen Autoren des 2. und 3. Jahrhunderts schildern Domitian als grausamen Christenverfolger. Tertullian, Eusebius von Caesarea und Laktanz nennen ihn in einer Reihe mit Nero. Bei Tertullian wird er als „halber Nero“[40] bezeichnet, für Eusebius ist er der zweite Christenverfolger,[41] Laktanz reiht ihn direkt nach Nero und vor andere berühmte Verfolger wie Decius oder Diokletian ein.[42] Obwohl keine systematische Christenverfolgung unter Domitian stattfand, hat insbesondere die christliche Historiografie das Domitianbild nachhaltig negativ geprägt.
Spätere Geschichtsschreiber wie Jordanes gehen knapp auf Domitian ein. Bekannt ist die 4. Satire Juvenals, auch als „Fischsatire“ bekannt, die eine parodistische Schilderung einer Consiliumssitzung unter Domitian gibt: Der Kaiser wird darin u. a. als grausamer Tyrann geschildert, der Rom „ungestraft und ohne Richter“[43] die besten Geister geraubt habe.
Bearbeiten Moderne Forschung
Mit der ersten modernen Domitianbiografie legte Stéphane Gsell für lange Jahre das Domitianbild fest. Den Quellen folgend, sah er den Kaiser als einen hochmütigen Menschen, der eine absolutistische Regierung durchsetzen und den Senat völlig entmachten wollte.[44] Ähnlich urteilte Alfred von Domaszewski; er sprach von Verachtung, Anmaßung und Autokratie als einzigen Elementen der Regierungszeit.[45] Erst in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts begann die Forschung, das Domitianbild zu revidieren. Christian Witschel und Pat Southern versuchten, den Kaiser psychologisch zu deuten, und sahen ihn als Opfer seines Ehrgeizes, seiner Kindheit und Jugend oder seiner Zurücksetzung hinter Titus.[46]
Rainald Goetz und später Brian Jones hingegen näherten sich dem Kaiser prosopographisch mit einer Untersuchung seiner Unterstützer und Gegner an. Ihr Urteil ist, dass Domitian als Person schwierig gewesen sein kann, seine Herrschaft komplex und vieles unerklärlich sei. Insgesamt sehen sie seine Regierungszeit als positiv an und die Schwierigkeiten in der Missachtung des Senats.[47] Die neueste Einführung zur Zeit der Flavier von Stefan Pfeiffer aus dem Jahr 2009 lehnt die psychologisierenden Ansätze ab. Pfeiffer kategorisiert, ähnlich wie Jones, Domitian als fähigen Herrscher und Verwalter und sieht die Gründe für sein Scheitern im Verhältnis zum Senat und dessen deutlichen Ausschluss an der politischen Teilhabe.[48]
Christiana Urner, die in ihrer Dissertation die Quellenlage und die Forschungsliteratur bis 1989 untersucht, enthält sich weitgehend einer Beurteilung des Kaisers. Sie stellt fest, dass Informationen, die für Domitian und seine Herrschaft sprechen, weit weniger berücksichtigt wurden als die, die gegen ihn sprechen. Sie folgert daraus, dass das Domitianbild einem Wandel vom Tyrannen hin zum umsichtigen Staatsmann unterläge.[49] Anhand der Kriegsführung an der Donau kommt Karl Strobel zu einem ähnlichen Ergebnis. Er sieht Domitian als erfolgreichsten Feldherrn nach Augustus, zugleich deutet er die Niederlagen in den Dakerkriegen als Auslöser für das Zerwürfnis mit dem Senat und schwindende Legitimation.[50]
Bearbeiten Quellen
Flavius Josephus: De bello Iudaico. Griechisch/deutsch. Hrsg. und mit einer Einleitung sowie mit Anmerkungen versehen von Otto Michel und Otto Bauernfeind. 3 Bände, 1959–1969, Josephus’ Jüdischer Krieg (griechisch und englische Übersetzung)
Juvenal: Satiren. Lateinisch-Deutsch. Hrsg. von Joachim Adamietz. Artemis & Winkler, München und Zürich 1993, ISBN 3-7608-1671-1.
Laktanz: Über die Todesarten der Verfolger (lateinischer Text, deutsche Übersetzung in der Bibliothek der Kirchenväter).
Sueton: Domitian. Ausführlichste antike Biographie aus der Sammlung der Kaiserbiographien von Caesar bis Domitian. Zahlreiche Ausgaben, beispielsweise mit deutscher Übersetzung in: Gaius Suetonius Tranquillus: Sämtliche erhaltene Werke. Magnus, Essen 2004, ISBN 3-88400-071-3 (lateinischer Text, englische Übersetzung).
Tacitus: Historiae/Historien. Lateinisch/Deutsch. Übersetzt und Herausgegeben von Helmuth Vretska. Stuttgart 1984, ISBN 3-15-002721-7, Buch 1–2 (englische Übersetzung online).
Tertullian: Apologetikum. Übersetzt von K. A. Heinrich Keller (lateinischer Text, deutsche Übersetzung).
Bearbeiten Literatur
Bearbeiten Sekundärliteratur
Überblickswerke
Hermann Bengtson: Die Flavier. Vespasian, Titus, Domitian. Geschichte eines römischen Kaiserhauses. C. H. Beck, München 1979, ISBN 3-406-04018-7 (Darstellung, die in Inhalt und Quellenkritik höchst umstritten ist[51]).
Karl Christ: Geschichte der Römischen Kaiserzeit. 4. aktual. Aufl. Beck, München 2002, ISBN 3-406-36316-4.
Michael Grant: Roms Caesaren. Von Julius Caesar bis Domitian. C. H. Beck, München 1978, ISBN 3-406-04501-4.
Miriam Griffin: The Flavians. In: Alan K. Bowman, Peter Garnsey und Dominic Rathbone (Hrsg.): The Cambridge Ancient History 11. The High Empire, A. D. 70–192. Cambridge University Press, Cambridge 2000, ISBN 0-521-26335-2, S. 1–83.
Stefan Pfeiffer: Die Zeit der Flavier. Vespasian, Titus, Domitian. Darmstadt 2009, ISBN 978-3-534-20894-4. (Rezension)
Darstellungen
Rainald Goetz: Freunde und Feinde des Kaisers Domitian. Eine prosopographische Untersuchung. München 1978 (= Dissertation München 1978).
Brian William Jones: The Emperor Domitian. Routledge, London 1992, Neuauflage 1993, ISBN 0-415-10195-6.
Brian William Jones: Domitian and senatorial order. A prosopographical study of Domitian’s relationship with the Senate, A. D. 81–96. Philadelphia 1979, ISBN 0-87169-132-9.
Jens Leberl: Domitian und die Dichter. Poesie als Medium der Herrschaftsdarstellung. Göttingen 2004, ISBN 3-525-25253-6.
Herbert Nesselhauf: Tacitus und Domitian. In: Hermes. Band 80, 1952, S. 222–245.
Pat Southern: Domitian. Tragic tyrant. Routledge, London 1997, ISBN 0-415-16525-3.
Jakob Speigl: Der römische Staat und die Christen. Staat und Kirche von Domitian bis Commodus. Amsterdam 1970, ISBN 90-256-0019-0.
Karl Strobel: Die Donaukriege Domitians. Bonn 1989, ISBN 3-7749-2368-X.
Christian Witschel: Domitian. In: Manfred Clauss (Hrsg.): Die römischen Kaiser. 55 historische Portraits von Caesar bis Iustinian. C. H. Beck, München 1997, ISBN 3-406-42727-8, S. 98–110.
Christiana Urner: Kaiser Domitian im Urteil antiker literarischer Quellen und moderner Forschung. Dissertation, Augsburg 1994.
Bearbeiten Literarische Verarbeitungen
Lion Feuchtwanger: Die Josephus-Trilogie. Aufbau-Taschenbuch-Verlag, Berlin
1. Bd. Der jüdische Krieg. 2002, ISBN 3-7466-5602-8,
2. Bd. Die Söhne. 2002, ISBN 3-7466-5603-6,
3. Bd. Der Tag wird kommen. 2002, ISBN 3-7466-5604-4.
Gerd Trommer: Triumph der Besiegten. Kulturhistorischer Roman um Domitian. Prisma-Verlag, Leipzig 1990, ISBN 3-7354-0028-0.
Bearbeiten Weblinks
Commons: Domitian – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Literatur von und über Domitian im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
John Donahue: Fachwissenschaftliche Kurzbiografie (englisch) aus De Imperatoribus Romanis (inkl. Literaturangaben).
Friedrich-Wilhelm Bautz: Domitian. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL).
Bearbeiten Anmerkungen
↑ Sueton, Domitianus 1, 1.
↑ Brian W. Jones: The Emperor Domitian, S. 1-4.
↑ Sueton, Domitianus 1, 2–2, 1; Brian W. Jones: The emperor Domitian, S. 14 f.
↑ Sueton, Domitian 2,3; vgl. Stefan Pfeiffer: Die Zeit der Flavier, S. 54 f.
↑ Brian W. Jones: Domitian, S. 20 f.
↑ Sven Günther: Zwischen gens Flavia und gens Iulia. Domitians Herrschaftsübernahme und Kaiserkonzeption. In: Hartwin Brandt, Katrin Köhler und Ulrike Siewert (Hgg.): Genealogisches Bewusstsein als Legitimation. Inter- und intragenerationelle Auseinandersetzungen sowie die Bedeutung von Verwandtschaft bei Amtswechseln. Bamberg 2009, S. 98-101.
↑ Sueton, Domitianus 13,1. Statius hingegen betont in den Silvae 1,6,84, dass Domitian sich die Anrede dominus verbeten habe. Im Weiteren gibt es kein offizielles Dokument mit dieser Titulatur.
↑ Iuvenal schildert im 4. Buch seiner Satiren eine Sitzung des Rates.
↑ Jones: Domitian, S. 28 und 178 f.
↑ Zum ab actis sentus siehe Jones: Domitian, S.23 mit Quellenstellen und Referenzen.
↑ Cassius Dio 67,4.
↑ Plinius: Briefe 1, 12.
↑ Brian W. Jones: Domitian and the Senatorial Order, S. 83-87. Vgl. auch Werner Eck: Senatoren von Vespasian bis Hadrian, S. 55-75.
↑ Sueton, Domitianus 6,2.
↑ Sueton, Domitian 10,2-4.
↑ Seneca, Apocolocyntosis 14,1.
↑ So Reinhard Wolters, „Tam diu Germania vincitur“: Römische Germanensiege und Germanensieg-Propaganda bis zum Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. Universitätsverlag Dr. Norbert Brockmeyer, Bochum 1989 (Kleine Hefte der Münzsammlung an der Ruhr-Universität Bochum, Nr. 10/11), S. 57.
↑ Karl Strobel: Die Donaukriege Domitians, S. 42. Der Dakereinfall wird auch auf das Frühjahr 85 oder den Winter 85/85 datiert, die aktuelle Forschung neigt zum Sommer 85.
↑ Titulatur und Stellung des Diurpanus sind unklar. Bei Orosius, Historiarium adversum paganos 7,10 wird er als König bezeichnet, bei Iordanes, Getica 13,76 als Führer des Goten. Vgl. auch Strobel: Die Donaurkiege Domitians, S. 39 f.
↑ Strobel: Die Donaukriege Domitians, S. 48 f.
↑ Iordanes Getica, 13,78.
↑ Tacitus, Historiae 1,2.
↑ Strobel: Die Donaukriege Domitians, S. 58-62.
↑ Nach Cassius Dio, 67,6 war Decebalus von Anfang an der Führer der Daker und Gegner der Römer. Iordanes und Orosius hingegen nennen zuerst Diurpaneus und dann Decebalus. Zur Erklärung siehe Strobel: Die Donaukriege Domitians, S. 64 f.
↑ Karl Christ: Geschichte der römischen Kaiserzeit. C.H. Beck Verlag, München 1995, S. 272.
↑ Cassius Dio, 67,7.
↑ Strobel: Die Donaukriege Domitians, S. 88-91.
↑ Marcelo Tilman Schmitt: Die römische Aussenpolitik des 2. Jahrhunderts n. Chr. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 3-515-07106-7, S. 85.
↑ Tacitus, Agricola, 28 f. Tacitus dramatisiert sowohl den Widerstand der Schotten als auch die Lage der Römer, vgl. Pfeiffer: Die Zeit der Flavier, S. 94 f.
↑ Die Schlacht beschreibt ausführlich Tacitus, Agricola, 36-38. Jones: Domitian, S. 132 f. meldet Zweifel am Erfolg der Eroberungen an, insbesondere an der Möglichkeit, ganz Schottland und Irland einzunehmen.
↑ Tacitus, Agricola, 39.
↑ Pfeiffer: Die Zeit der Flavier, S. 96; noch deutlicher Jones: Domitian, S. 133.
↑ Sueton, Domitianus 10,3. Wie lange Lucullus Statthalter war, ist unklar, Jones: Domitian, S. 135, vermutet zwischen 86 und 95.
↑ Domitians leiblicher Sohn Titus Flavius Caesar war bereits 82 im Alter von neun Jahren gestorben.
↑ Sueton, Domitianus 17,1.
↑ Sueton, Domitianus 17, 1-2.
↑ Jones, Domitian, S. 194 f.
↑ Pfeiffer, Die Zeit der Flavier, S.78 f.
↑ Siehe Ralf Urban: Historische Untersuchungen zum Domitianbild des Tacitus. München 1971.
↑ Tertullian, Apologetikum 5.
↑ Eusebius, Kirchengeschichte 3,17.
↑ Laktanz, Über die Todesarten der Verfolger 4.
↑ Iuv. 4,151f.: claras quibus abstulit urbi illustresque animas impune et vindice nullo!
↑ Stéphane Gsell, Essai sur le règne de l’empereur Domitien , Paris 1894, S. 37-41.
↑ Alfred von Domaszewski, Geschichte der römischen Kaiser, Band 1, Leipzig 1909, S. 157 f.
↑ Witschel, Domitian, S. 99 f.; Southern, Domitian, S. 119-125.
↑ Goetz, Freunde und Feinde des Kaisers Domitian, S. 143 f.; Jones, Domitian, S. 196-198, vgl. auch Jones, Domitian and the senatorial order, S. 83-87.
↑ Pfeiffer, Die Zeit der Flavier, S. 79 f.
↑ Christiana Urner: Kaiser Domitian im Urteil antiker literarischer Quellen, S. 319-321.
↑ Strobel: Die Donaukriege Domitians, S. 111 und S. 114 f.
↑ Werner Eck: Rezension von Hermann Bengtson. Die Flavier. Vespasian, Titus und Domitian. In: Gnomon. Band 53, 1981, S. 343–347.
Vorgänger
Amt
Nachfolger
Titus
Römischer Kaiser
81–96
Nerva
Normdaten: PND: 118672231 (PICA) | WP-Personeninfo
Personendaten
NAME
Domitian
ALTERNATIVNAMEN
Domitianus, Titus Flavius
KURZBESCHREIBUNG
römischer Kaiser (81−96)
GEBURTSDATUM
24. Oktober 51
GEBURTSORT
Rom
STERBEDATUM
18. September 96
STERBEORT
Rom
The great Roman emperor hunt
This museum also has a matching Caligula and Domitian (a nice trio of villains). Meanwhile there are two others -- Julius Caesar and Nero -- in Dublin; another two -- Titus and Vespasian -- in Geneva; a Claudius in Lisbon and an Augustus in Bologna (I ...
http://timesonline.typepad.com/dons_life/2011/02/the-great-roman-emperor-hunt.html
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Domitian: Biography from Answers.com
Domitian (born Oct. 24, AD 51 — died Sept. 18, 96, Rome) Roman emperor (81 – 96). The son of Vespasian , he succeeded his brother Titus ,
THE GOSPEL, The Good News According To Josephus ©
It takes place in the year 95 C.E. (A.D.) at the home of Flavia Sabena -- a cousin to Emperor Domitian -- on the last night of the Festival of Saturnalia. The hostess has invited eminent Jewish-Roman historian Flavius Josephus to give a reading of excerpts ...
http://news.yahoo.com/s/prweb/20110205/bs_prweb/prweb8114959
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Roman Emperors - DIR Domitian
Domitian was born in Rome on 24 October A.D. 51, the youngest son of ... Unlike Titus, Domitian was not educated at the emperor's court, yet he received sound ...
Roman Beasthunter vs. Interstellar Creature in KILLER
A complication is that the sadistic emperor, Domitian, wants this creature intact for his amusement and Lycon knows that can't be allowed to happen. Of course, if he doesn't deliver, he's in trouble, and so is his entire family. Helping him is an expert on ...
http://www.gather.com/viewArticle.action?articleId=281474979018287
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Domitian - Wikimedia
Domitian was the third and last emperor of the Flavian dynasty, the house which ruled the ... Domitian's youth and early career were largely spent in the shadow of ...
Fruits of this labor: lemons to admire
The two citrus shelters face each other across a new brick and flagstone courtyard with a Roman-style pool (it’s even named for the emperor Domitian), in which two bronze turtles spout thin streams of water. This feat, achieved by slightly heating the wa ...
http://www.boston.com/travel/explorene/massachusetts/articles/2011/01/23/fruits_of_this_labor_lemons_to_admire/?p1=Well_MostPop_Emailed2
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The Domitian Chapter of Alpha Rho Chi
Brother Greg Moormann of Domitian was kind enough to send in some photos from the Bob Ivy reception. ... Also, please let me (or any Domitian) know if you find my phone! ...
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It was probably during Domitian’s reign that John was on the island of Patmos. The Greek writer Philostratus says that at the time the islands off the western coast were full of exiles. Was it that John refused to engage in emperor worship, having been ...
http://www.vision.org/visionmedia/religion-and-bible/apostle-john/31298.aspx
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Ancient and modern: The emperor of Egypt
So important were such spectacles for generating popular support that the emperor Domitian ruled they could be staged only by members of the imperial family. After his triumphs in ad 108 in Dacia (northern Romania), Trajan staged 117 days of entertainment ...
http://www.spectator.co.uk/columnists/all/6666238/ancient-and-modern-the-emperor-of-egypt.thtml
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There are 3 possible entrance locations in this tunnel and I think we can eliminate 2 of them Mainly by playing detective using info ancient writers have left us and common sense Go to www utexas edu courses romanciv artandarchitecture domitian spalace jpg This mainly shows Domitian s Palace which was built over Nero s Palace but both of these palaces were built after
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After the death of his second son Domitian, the title passed into the hands of the Nervan-Antonine Dynasty, which was comprised of several different but quite capable rulers. This article will provide a brief biography of Hadrian, one of the best-known of ...
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Hence Domitian in his attack upon the aristocratic party found little difficulty in ... Before the end of his reign Domitian ceased to persecute. ...
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ACTA ACCLA, XII Caesars: Coins, images and text of the Emperor Domitian.
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