1926
21. April
Accession Council
Act of Union 1707
Act of Union 1800
Albert II. (Belgien)
Albert von Sachsen-Coburg und Gotha
Alexander von Württemberg (1804–1885)
Alexandra Ogilvy
Alexandra von Dänemark
Aníbal Cavaco Silva
Anglikanische Gemeinschaft
Antigua und Barbuda
Auguste von Hessen-Kassel
Australien
Autumn Kelly
Bahamas
Balmoral Castle
Barbados
Beatrice Mountbatten-Windsor
Beatrix (Niederlande)
Belize
Berkshire
Britische Königsfamilie
Britisches Weltreich
Bronisław Komorowski
Buckingham Palace
Camilla Mountbatten-Windsor
Carl XVI. Gustaf
Ceylon
Christian IX.
Christian Wulff
Clarence House
Claudine Rhédey von Kis-Rhéde
Commonwealth Realm
Commonwealth of Nations
Cosmo Lang
Dalia Grybauskaitė
Danilo Türk
Democratic Unionist Party
Deutsche Nationalbibliothek
Deutsche Sprache
Diana Frances Spencer
Diana von Wales
Die Queen
Dimitris Christofias
Eduard VII. (Vereinigtes Königreich)
Eduard VIII.
Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
Elisabeth I.
Elisabeth II.
Elisabeth II. (Begriffsklärung)
Elizabeth Bowes-Lyon
Erzbischof von Canterbury
Eton College
Eugenie Mountbatten-Windsor
Europäische Union
Fidei Defensor
Fidschi
Französische Sprache
Franz von Teck
Friederike Dorothea Sophia von Brandenburg-Schwedt
Friedrich Eugen (Württemberg)
Gambia
Georg I. (Griechenland)
Georg V. (Vereinigtes Königreich)
Georg VI. (Vereinigtes Königreich)
George Abela
George W. Bush
Georgi Parwanow
Ghana
Giorgio Napolitano
Gouvernante
Grafschaft (England)
Grenada
Griechenland
Guyana
Harry S. Truman
Haus Windsor
Heinz Fischer
Heir Presumptive
Helen Mirren
Henri (Luxemburg)
Henry Mountbatten-Windsor
Herzog von Edinburgh
Herzog von York
Hosenbandorden
Ian Paisley
Indien
Italien
Ivan Gašparovič
Jamaika
James Viscount Severn
Johannes Paul II.
Juan Carlos I.
König
Kanada
Karfreitagsabkommen
Karolos Papoulias
Kate Middleton
21. April
Accession Council
Act of Union 1707
Act of Union 1800
Albert II. (Belgien)
Albert von Sachsen-Coburg und Gotha
Alexander von Württemberg (1804–1885)
Alexandra Ogilvy
Alexandra von Dänemark
Aníbal Cavaco Silva
Anglikanische Gemeinschaft
Antigua und Barbuda
Auguste von Hessen-Kassel
Australien
Autumn Kelly
Bahamas
Balmoral Castle
Barbados
Beatrice Mountbatten-Windsor
Beatrix (Niederlande)
Belize
Berkshire
Britische Königsfamilie
Britisches Weltreich
Bronisław Komorowski
Buckingham Palace
Camilla Mountbatten-Windsor
Carl XVI. Gustaf
Ceylon
Christian IX.
Christian Wulff
Clarence House
Claudine Rhédey von Kis-Rhéde
Commonwealth Realm
Commonwealth of Nations
Cosmo Lang
Dalia Grybauskaitė
Danilo Türk
Democratic Unionist Party
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Diana Frances Spencer
Diana von Wales
Die Queen
Dimitris Christofias
Eduard VII. (Vereinigtes Königreich)
Eduard VIII.
Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
Elisabeth I.
Elisabeth II.
Elisabeth II. (Begriffsklärung)
Elizabeth Bowes-Lyon
Erzbischof von Canterbury
Eton College
Eugenie Mountbatten-Windsor
Europäische Union
Fidei Defensor
Fidschi
Französische Sprache
Franz von Teck
Friederike Dorothea Sophia von Brandenburg-Schwedt
Friedrich Eugen (Württemberg)
Gambia
Georg I. (Griechenland)
Georg V. (Vereinigtes Königreich)
Georg VI. (Vereinigtes Königreich)
George Abela
George W. Bush
Georgi Parwanow
Ghana
Giorgio Napolitano
Gouvernante
Grafschaft (England)
Grenada
Griechenland
Guyana
Harry S. Truman
Haus Windsor
Heinz Fischer
Heir Presumptive
Helen Mirren
Henri (Luxemburg)
Henry Mountbatten-Windsor
Herzog von Edinburgh
Herzog von York
Hosenbandorden
Ian Paisley
Indien
Italien
Ivan Gašparovič
Jamaika
James Viscount Severn
Johannes Paul II.
Juan Carlos I.
König
Kanada
Karfreitagsabkommen
Karolos Papoulias
Kate Middleton
Dieser Artikel behandelt die britische Königin. Für weitere Bedeutungen siehe Elisabeth II. (Begriffsklärung).
Elisabeth II. (* 21. April 1926 in Mayfair, London; geboren als HRH Princess Elizabeth Alexandra Mary of York; zeitweise HRH The Princess Elizabeth bzw. HRH The Princess Elizabeth, Duchess of Edinburgh) aus dem Haus Windsor, älteste Tochter von König Georg VI. und Elizabeth Bowes-Lyon, ist in Personalunion die Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland und Staatsoberhaupt folgender weiterer Commonwealth-Königreiche: Antigua und Barbuda, Australien, Bahamas, Barbados, Belize, Grenada, Jamaika, Kanada, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Salomonen, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen und Tuvalu. Sie ist das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche und Fidei Defensor.
Am 6. Februar 1952, dem Todestag ihres Vaters Georg VI., wurde Elizabeth vom Thronfolgerat zur Königin proklamiert. Ihre offizielle Krönung fand 16 Monate später, am 2. Juni 1953, in der Westminster Abbey statt.
Elisabeth II. (2007)
Inhaltsverzeichnis
1 Leben
1.1 Kindheit und Jugend
1.2 Erziehung
1.3 Thronfolgerin
1.4 Militärdienst
1.5 Heirat und Geburt des Thronfolgers
1.6 Thronfolge
1.7 Leben als Königin
1.8 Ansichten und öffentliche Wahrnehmung
1.9 Vorfahren
1.10 Kinder
1.11 Enkelkinder
1.12 Urenkel
2 Titulatur
2.1 Offizieller Titel der Königin
2.2 Unterschiedliche Titel im Verlauf ihres Lebens
2.3 Elisabeth, Königin der Schotten
3 Königin in früheren Commonwealth-Königreichen
4 Auszeichnungen (Auswahl)
5 Thronfolge
6 Einzelnachweise
7 Literatur
8 Filme
9 Weblinks
Bearbeiten Leben
Bearbeiten Kindheit und Jugend
Elisabeth II. im Alter von 7 Jahren
Elizabeth wurde im Londoner Haus ihres Großvaters, des Earl of Strathmore, geboren. Ihr Vater war Prinz Albert, Herzog von York, der später als König Georg VI. den Thron bestieg. Er war der zweitälteste Sohn von König Georg V. und Königin Mary. Ihre Mutter war die Herzogin von York, Elizabeth Bowes-Lyon. Diese war die Tochter von Claude George Bowes-Lyon, 14. Earl of Strathmore and Kinghorne und seiner Frau Nina Bowes-Lyon, Countess of Strathmore.
Elizabeth wurde im Musikzimmer des Buckingham Palace vom damaligen Erzbischof von York Cosmo Lang getauft. Ihre Paten waren König Georg V. und Königin Mary, Prinzessin Mary The Princess Royal, der Herzog von Connaught, ihr Großvater, der Earl of Strathmore sowie ihre Tante Lady Mary Elphinstone.
Als Enkeltochter des britischen Monarchen in männlicher Linie trug Elizabeth den Titel einer Prinzessin mit Anrecht auf die Anrede Ihre Königliche Hoheit (Her Royal Highness). Ihre förmliche Anrede war in deutscher Form Ihre königliche Hoheit Prinzessin Elisabeth von York. Zum Zeitpunkt ihrer Geburt stand sie an dritter Stelle der Thronfolge, nach ihrem Onkel, dem Fürsten von Wales und späteren König Eduard VIII. und ihrem Vater. Obwohl ihre Geburt große öffentliche Aufmerksamkeit erregte, hätte niemand vorhersagen können, dass sie einmal Königin werden würde. Es wurde davon ausgegangen, dass ihr Onkel, der Prince of Wales, eine standesgemäße Ehe eingehen und selbst Kinder bekommen würde.
Bearbeiten Erziehung
Die junge Prinzessin Elizabeth wurde ebenso wie ihre jüngere Schwester Prinzessin Margaret unter der Aufsicht ihrer Mutter zu Hause erzogen und unterrichtet. Ihre Gouvernante war Marion Crawford, die den Spitznamen Crawfie trug. Elizabeth erhielt Unterricht in Geschichte von C.H.K. Marten, dem Schulleiter von Eton. Sie wurde auch in modernen Sprachen unterrichtet. Sie spricht fließend Französisch, wie sie bei zahlreichen Anlässen unter Beweis gestellt hat. Vom Erzbischof von Canterbury erhielt sie Religionsunterricht. Sie war außerdem aktive Pfadfinderin.
Bearbeiten Thronfolgerin
Britische Königsfamilie
HM The Queen
HRH The Duke of Edinburgh
HRH The Prince of Wales
HRH The Duchess of Cornwall
HRH Prince William of Wales
HRH Prince Henry of Wales
HRH The Duke of York
HRH Princess Beatrice of York
HRH Princess Eugenie of York
HRH The Earl of Wessex
HRH The Countess of Wessex
The Lady Louise Windsor
James, Viscount Severn
HRH The Princess Royal
HRH The Duke of Gloucester
HRH The Duchess of Gloucester
HRH The Duke of Kent
HRH The Duchess of Kent
HRH Prince Michael of Kent
HRH Princess Michael of Kent
HRH Princess Alexandra
Nachdem ihr Onkel König Eduard VIII. 1936 abgedankt und ihr Vater dessen Nachfolge angetreten hatte, wurde sie zur Heiress Presumptive („voraussichtliche“ Thronfolgerin).
Elizabeth war dreizehn Jahre alt, als der Zweite Weltkrieg ausbrach. Zusammen mit Prinzessin Margaret wurde sie nach Windsor Castle in die Grafschaft Berkshire in Sicherheit gebracht. Es gab Vorschläge, die Prinzessinnen nach Kanada zu schicken, doch ihre Mutter lehnte dies mit den Worten ab: „Die Kinder können unmöglich ohne mich gehen, ich würde nicht ohne den König gehen und der König wird unter keinen Umständen weggehen.“ Im Jahr 1940 richtete sich die vierzehnjährige Prinzessin Elizabeth in ihrer ersten Radioübertragung an andere Kinder, die evakuiert worden waren.
Bearbeiten Militärdienst
1944 überzeugte Prinzessin Elizabeth ihren Vater, ihr zu erlauben, einen eigenen Beitrag zu den Kriegshandlungen zu leisten. Sie schloss sich dem Heimatshilfsdienst ATS (Auxiliary Territorial Service) an, wo sie unter ihrer Dienstnummer No 230873 Second Subaltern Elizabeth Windsor ihren Dienst leistete. Sie machte den Führerschein und wurde zur Automechanikerin und Kraftfahrerin ausgebildet. Diese Ausbildung war die erste, die sie gemeinsam mit anderen machte. Sie war das erste und bis 2006 einzige weibliche Mitglied der königlichen Familie, das Militärdienst geleistet hat. Anderen weiblichen Mitgliedern der königlichen Familie wurden allerdings Ehrenränge im Militär verliehen.
Elizabeth unternahm 1947 ihre erste offizielle Auslandsreise und begleitete ihre Eltern nach Südafrika. An ihrem 21. Geburtstag richtete sie sich in einer Radioansprache an das Britische Commonwealth und das Empire, in der sie versprach, ihr Leben dem Dienst an den Menschen des Commonwealths und des Empires zu widmen.
Bearbeiten Heirat und Geburt des Thronfolgers
Elizabeth heiratete am 20. November 1947 den britischen Kriegsmarineoffizier Lieutenant Sir Philip Mountbatten, der vor der Hochzeit zum Herzog von Edinburgh ernannt worden war. Er ist ein Cousin dritten Grades von Elizabeth. Königin Viktoria ist ihre gemeinsame Ur-Ur-Großmutter. Sie stammen auch beide von Christian IX. von Dänemark ab, wobei sie die Ur-Enkelin von Alexandra von Dänemark ist und der Herzog der Enkel von Georg I. von Griechenland. Beide stammen außerdem von Herzog Friedrich Eugen von Württemberg und Friederike Dorothea Sophia von Brandenburg-Schwedt ab. Philip ist über Herzog Ludwig (Louis) von Württemberg und Olga Konstantinowna Romanowa Ururururenkel des Paares; Elizabeth über Maria von Teck die Ururururenkelin des Paares. Mit der Übernahme der britischen Staatsbürgerschaft 1947 änderte Philip seinen Namen von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg in Mountbatten und verzichtete auf seinen Titel Prinz von Griechenland und Dänemark.
Nach ihrer Hochzeit wohnten Philip und Elizabeth in Clarence House in London. Am 14. November 1948 brachte Elizabeth ihr erstes Kind zur Welt, Prinz Charles von Edinburgh. Mehrere Wochen zuvor war ein königlicher Letters Patent erteilt worden, der ihren Kindern einen königlichen und fürstlichen Status verlieh, der ihnen ansonsten nicht zugestanden hätte. Sie wären nämlich lediglich die Kinder eines Herzogs gewesen. Das Paar bekam insgesamt vier Kinder (siehe unten). Da der Name Windsor des königlichen Hauses erhalten bleiben sollte, wurde 1960 durch die Königin in einer Erklärung verfügt, dass die Abkömmlinge von Elisabeth II. und Prinz Philip den persönlichen Familiennamen Mountbatten-Windsor tragen sollten. Dies gilt nicht zwingend für Mitglieder der königlichen Familie, die die Titel HRH (His/Her Royal Highness) (Prinzen und Prinzessinnen) führen sowie die Queen selber, die für gewöhnlich ohne Familiennamen in Erscheinung treten und ihn nur verwenden sollten, wenn es nicht zu umgehen ist, etwa bei Eheschließungen. Diese Verfügung ist nicht auf Dauer bindend und könnte theoretisch von einem Nachfolger Elizabeths wieder rückgängig gemacht werden[1]
Die Jahre 1949 bis 1951 verbrachte Elizabeth zeitweilig in Malta, wo Prinz Philip damals stationiert war.[2]
Bearbeiten Thronfolge
Gold Sovereign von 1966 mit Elisabeth II.
Die Gesundheit von König Georg VI. hatte sich im Jahr 1951 verschlechtert, und Elisabeth vertrat ihn häufig bei öffentlichen Anlässen. Sie besuchte Griechenland und Italien. Im Oktober unternahm sie eine Rundreise in Kanada und besuchte Präsident Harry S. Truman in Washington, D.C. Im Januar 1952 begaben sich Elizabeth und Philip auf eine offizielle Besuchsreise nach Australien und Neuseeland. Bei einer Zwischenstation in Kenia erreichte sie am 6. Februar 1952 die Nachricht vom Tod ihres Vaters, der in der Nacht zuvor an Lungenkrebs gestorben war. In dem Moment, in dem ihr bewusst wurde, dass sie Königin geworden war, befand sich Elizabeth in einem Baumhaushotel, dem „Treetops“ in Nyeri. Sie war der erste britische Monarch seit dem Act of Union von 1801, der sich im Moment der Thronfolge außer Landes befand.
Noch am Todestag des Vaters wurde Elizabeth vom Thronfolgerat als Königin proklamiert. Ihre Krönung fand jedoch erst 16 Monate später am 2. Juni 1953 in der Westminster Abbey statt.
Bearbeiten Leben als Königin
Elisabeth II. bei einem Staatsbesuch in Jugoslawien (1972)
Elisabeth II. und Ronald Reagan bei einem Ausritt in Windsor (1982)
Elisabeth II. und Prinz Phillip gemeinsam mit Richard von Weizsäcker während eines Staatsbesuches in Deutschland (1992)
Elisabeth II. mit George W. Bush bei einem Staatsdinner im Weißen Haus (2007)
Elisabeth II. und Prinz Philip bei einem Staatsbesuch in den USA (2007)
Nach der Krönung zogen Elizabeth und Philip in den Buckingham Palace. Andere königliche Wohnsitze sind Windsor Castle, Balmoral Castle in Schottland und Sandringham House in Norfolk.
Königin Elisabeth ist das am weitesten gereiste Staatsoberhaupt der Geschichte, noch vor dem verstorbenen Papst Johannes Paul II. Zwischen 1953 und 1954 unternahmen sie und Prinz Philip eine sechsmonatige Weltreise, womit sie zum ersten herrschenden Monarchen wurde, der den Globus umschiffte. Im Oktober 1957 machte sie einen Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten und 1959 eine Kanadareise. Im Jahr 1961 besuchte sie zum ersten Mal Indien und Pakistan. Sie unternahm in den folgenden Jahren zahlreiche Staatsbesuche der meisten europäischen Staaten und auch weltweit. Heute nimmt sie immer noch regelmäßig an den Treffen der Regierungschefs des Commonwealth teil.
Zur Zeit ihrer Thronbesteigung war häufig von einem „neuen elisabethanischen Zeitalter“ die Rede. Elizabeths Rolle war es, zu einer Zeit Staatsoberhaupt zu sein, in der Großbritannien seine wirtschaftliche und politische Machtstellung mit einer wachsenden Zahl anderer unabhängiger Nationen zu teilen begann. Als Nationen sich in den Bereichen Wirtschaft und Bildung entwickelten, kam es in den vergangenen 50 Jahren schrittweise zu einer Umwandlung des Britischen Weltreiches in seinen modernen Nachfolger, das Commonwealth. Elizabeth arbeitete hart daran, die Verbindungen zu den Nachfolgestaaten des britischen Empires aufrechtzuerhalten. In einigen Fällen, wie zum Beispiel Südafrika, spielte sie eine wichtige Rolle bei der Beibehaltung oder Wiederherstellung der guten Beziehungen.
Bearbeiten Ansichten und öffentliche Wahrnehmung
Elizabeth nimmt ihren bei der Krönung abgelegten Eid sehr ernst. Dies ist ein Grund dafür, weshalb es höchst unwahrscheinlich erscheint, dass sie jemals abdanken wird. Wie ihre Mutter warf sie Edward VIII. zu Lebzeiten vor, er habe seine Pflicht vernachlässigt und dadurch ihren Vater gezwungen, König zu werden. Durch diese Anstrengung, so glaubte sie, wurde dessen Leben um mehrere Jahre verkürzt. Sie nutzte den Einfluss ihrer Stellung, um zu verhindern, dass ihre Schwester Prinzessin Margaret 1956 Peter Townsend heiratete, der geschieden war. 1997 geriet die Monarchin in die Kritik, als Prinzessin Diana, die geschiedene Ehefrau ihres Sohnes Charles, tödlich in Paris verunglückte. Die königliche Familie unterbrach daraufhin nicht ihren traditionellen Sommerurlaub auf Schloss Balmoral in Schottland und zog sich zurück, anstatt öffentlich Gefühle zu zeigen. In Umfragen gaben 72 % der Briten damals an, dass sich Elizabeth rascher in der Öffentlichkeit hätte zeigen sollen. Die negative Stimmungslage des britischen Volkes verbesserte sich erst, als sich die Königin in London zeigte, während der Trauerfeier die Flagge auf dem Buckingham Palace auf Halbmast setzen ließ und in einer Fernsehansprache öffentlich zum Thema Stellung nahm. Fast neun Jahre später nahm sich der britische Filmregisseur Stephen Frears dieses Zeitabschnitts an und verfilmte ihn unter dem Titel Die Queen.
Über Jahre weigerte sich Elizabeth, die Beziehung ihres Sohnes Charles mit der geschiedenen Camilla Parker-Bowles anzuerkennen.
Elizabeths politische Ansichten erscheinen weniger eindeutig festgelegt. In der Öffentlichkeit hat sie diese niemals kund getan. Sie unterhält höfliche Beziehungen mit Politikern aller Parteien.
Die einzigen öffentlichen Angelegenheiten, in denen Elizabeth ihre Ansichten äußert, sind diejenigen, welche die Einheit ihres Königreiches betreffen. Sie hat sich für die fortgesetzte Union Englands und Schottlands ausgesprochen und damit schottische Nationalisten verärgert. Indem sie sich positiv über den Abschluss des Karfreitagsabkommens über die Provinz Nordirland aussprach, rief sie Widerspruch unter den Unionisten der Democratic Unionist Party hervor, die sich dem Abkommen widersetzten. Ian Paisley nannte sie gar einen „Papagei“ Tony Blairs. Obwohl sie sich nicht offen gegen eine Separation Québecs von Kanada ausgesprochen hat, hat sie doch öffentlich die Einheit Kanadas gelobt und ihren Wunsch geäußert, dass Kanada auch in Zukunft vereint bleiben soll.
Im Jahr 2002 feierte Elizabeth ihr goldenes Thronjubiläum. In diesem Jahr unternahm sie eine ausgedehnte Reise in Staaten des Commonwealth, wobei sie an zahlreichen Paraden und Konzerten teilnahm. Das Jubiläumsjahr wurde allerdings vom Tod ihrer Mutter Elizabeth Bowes-Lyon und, wenige Monate zuvor, ihrer Schwester Prinzessin Margaret überschattet. Ende Februar 2003 übertraf ihre 51-jährige Regentschaft diejenige ihrer vier direkten Vorgänger, Edward VII., George V., Edward VIII. und George VI., und zwar von allen vier zusammengenommen. Im Frühjahr 2006 feierte sie ihren 80. Geburtstag (54 Jahre auf dem britischen Thron). Am 20. Dezember 2007 übertraf Elisabeth den 1901 von Victoria aufgestellten Altersrekord der britischen Monarchen von 81 Jahren und 243 Tagen. Sie nimmt jedoch immer noch ihre offiziellen Verpflichtungen wahr: Im Jahr 2006 waren es 425 Termine. Seit dem 5. Januar 2010 wird das Diamond Jubilee, das 60-jährige Thronjubiläum, für 2012 geplant. Als Höhepunkt wurden offizielle Feierlichkeiten für den 2. bis 5. Juni 2012 angekündigt.[3]
Elizabeth ist nach Queen Victoria (63 Jahre und 7 Monate) die am zweitlängsten regierende britische Monarchin.
Bearbeiten Vorfahren
Ahnentafel Elisabeth II. (Vereinigtes Königreich)
Ururgroßeltern
Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha (1819–1861)
∞ 1840
Königin Victoria (Vereinigtes Königreich) (1819–1901)
König
Christian IX. von Dänemark (1818–1906)
∞ 1842
Prinzessin Louise von Hessen-Kassel (1817–1898)
Prinz
Alexander von Württemberg (1804–1885)
∞ 1835
Gräfin Claudine Rhédey von Kis-Rhéde (1812–1841)
Herzog
Adolph Friedrich von Cambridge (1774–1850)
∞ 1818
Prinzessin Auguste von Hessen-Kassel (1797–1889)
Thomas George Lyon-Bowes, Lord Glamis (1801–1834)
∞ 1820
Charlotte Grimstead (1798–1881)
Oswald Smith (1794–1863)
∞ 1824
Henrietta Mildred Hodgson
William Henry Cavendish-Bentinck (1774–1839)
∞ 1816
Anne Wellesley (1795–1875)
Edwyn Burnaby (1799–1867)
∞ 1829
Anne Caroline Salisbury (1806–1881)
Urgroßeltern
König
Eduard VII. (Vereinigtes Königreich) (1841–1910)
∞ 1863
Prinzessin Alexandra von Dänemark (1844–1925)
Herzog
Franz von Teck (1837–1900)
∞ 1866
Prinzessin Mary Adelaide von Großbritannien (1833–1897)
Claude Bowes-Lyon, 13. Earl of Strathmore and Kinghorne (1824–1904)
∞ 1853
Frances Dora Smith (1833–1922)
Charles William Frederick Cavendish-Bentinck (1817–1865)
∞ 1859
Caroline Louisa Burnaby (1832–1918)
Großeltern
König Georg V. (Vereinigtes Königreich) (1865–1936)
∞ 1893
Prinzessin Maria von Teck (1867–1953)
Claude Bowes-Lyon, 14. Earl of Strathmore and Kinghorne (1855–1944)
∞ 1881
Nina Cecilia Cavendish-Bentinck (1862–1938)
Eltern
König Georg VI. (Vereinigtes Königreich) (1895–1952)
∞ 1923
Elizabeth Bowes-Lyon (1900–2002)
Elisabeth II. (Vereinigtes Königreich)
Bearbeiten Kinder
Name
Titel
Geburtsdatum
Ehe
Charles Philip Arthur George
Prince of Wales
14. November 1948
1. Lady Diana Spencer, spätere Fürstin von Wales, Heirat am 29. Juli 1981, Scheidung am 28. August 1996, gestorben am 31. August 1997.
2. Camilla Parker Bowles, Herzogin von Cornwall, Heirat am 9. April 2005.
Anne Elizabeth Alice Louise
Princess Royal
15. August 1950
1. Mark Phillips, Captain, Heirat am 14. November 1973, Scheidung am 28. April 1992.
2. Timothy Laurence, Konteradmiral, Heirat am 12. Dezember 1992.
Andrew Albert Christian Edward
Duke of York
19. Februar 1960
Sarah Margaret Ferguson, Heirat am 23. Juli 1986, Scheidung am 30. Mai 1996.
Edward Anthony Richard Louis
Earl of Wessex
10. März 1964
Sophie Helen Rhys-Jones, Heirat am 19. Juni 1999
Bearbeiten Enkelkinder
Name
Geburtsdatum
Eltern
Ehe
Peter Mark Andrew Phillips
15. November 1977
Prinzessin Anne und Mark Phillips
Autumn Kelly, Heirat am 17. Mai 2008
Zara Anne Elizabeth Phillips
15. Mai 1981
Prinzessin Anne und Mark Phillips
verlobt seit 2010 mit Mike Tindall
Prinz William Arthur Philip Louis von Wales
21. Juni 1982
Prinz Charles und Diana, Fürstin von Wales
verlobt mit Catherine Middleton, Heirat am 29. April 2011
Prinz Henry Charles Albert David von Wales
15. September 1984
Prinz Charles und Diana, Fürstin von Wales
Prinzessin Beatrice Elizabeth Mary von York
8. August 1988
Prinz Andrew und Sarah, Herzogin von York
Prinzessin Eugenie Victoria Helena von York
23. März 1990
Prinz Andrew und Sarah, Herzogin von York
Lady Louise Alice Elizabeth Mary Windsor
8. November 2003
Prinz Edward und Sophie, Countess of Wessex
James Alexander Philip Theo, Viscount Severn
17. Dezember 2007
Prinz Edward und Sophie, Countess of Wessex
Bearbeiten Urenkel
Name
Geburtsdatum
Eltern
Savannah Phillips[4]
29. Dezember 2010
Peter Mark Andrew Phillips und Autumn Kelly
Bearbeiten Titulatur
Bearbeiten Offizieller Titel der Königin
Ihr voller Titel in ihrem Recht als Königin des Vereinigten Königreiches lautet:
Elizabeth the Second, by the Grace of God, of the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland and of her other realms and territories Queen, Head of the Commonwealth, Defender of the Faith.
Deutsch: Elisabeth II., von Gottes Gnaden Königin des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland und ihrer anderen Länder und Gebiete, Oberhaupt des Commonwealth, Verteidigerin des Glaubens
Als Staatsoberhaupt der einzelnen Commonwealth-Königreiche führt sie jeweils einen eigenen Titel, z. B. Königin von Kanada oder Königin von Australien.
Bearbeiten Unterschiedliche Titel im Verlauf ihres Lebens
Her Royal Highness Princess Elizabeth of York (21. April 1926 – 11. Dezember 1936)
Her Royal Highness The Princess Elizabeth (11. Dezember 1936 – 12. Juni 1947)
Her Royal Highness The Princess Elizabeth, CI (12. Juni 1947 – 11. November 1947)
Her Royal Highness The Princess Elizabeth, LG, CI (11. – 20. November 1947)
Her Royal Highness The Princess Elizabeth, Duchess of Edinburgh, LG, CI (20. November 1947 – 5. März 1951)
Her Royal Highness The Princess Elizabeth, Duchess of Edinburgh, LG, CI, CD (5. März – 4. Dezember 1951)
Her Royal Highness The Princess Elizabeth, Duchess of Edinburgh, LG, CI, CD, PC (4. Dezember 1951 – 6. Februar 1952)
Her Majesty The Queen (seit 6. Februar 1952)
Bearbeiten Elisabeth, Königin der Schotten
In Schottland gibt es seit der Thronbesteigung Diskussionen, ob sich die Königin Elisabeth „die Zweite“ nennen darf, obwohl sie die erste Königin mit dem Namen Elisabeth auf dem schottischen Thron ist. Das höchste schottische Gericht entschied 1953, dass der Act of Union zu diesem Problem keinerlei Angaben macht und dass deshalb das Nummerieren der Throninhaberin (bzw. dem Throninhaber) selbst überlassen bleibt.
Zur königlichen Eröffnung des (nach einer Volksabstimmung nun wieder eingerichteten) schottischen Parlamentes im Jahre 1999 begrüßte der Parlamentsvorsitzende die Königin mit den Worten „Elizabeth, Queen of Scots“. (Der Titel der schottischen Souveräne vor der Vereinigung mit England war gewöhnlich „King“ oder „Queen of Scots“, und nicht „of Scotland“. Auch Maria Stuart, die seinerzeit auf Veranlassung von Elisabeth I. hingerichtet wurde, trug z. B. diesen Titel). Seitdem hat sich im Sprachgebrauch auch bei offiziellen Anlässen „Elizabeth, Queen of Scots“ weitgehend gegenüber „Elisabeth II.“ durchgesetzt, welches allerdings auf offiziellen Dokumenten überwiegt.
Nicht lange nach ihrer Thronbesteigung [5] wurde bekanntgegeben, dass die Nummerierung der britischen Monarchen zukünftig nach der Zählung (schottisch oder englisch) erfolgen soll, die die größere Zahl vorschreibt. Diese Regel bestätigt – nachträglich angewandt – alle verwendeten Zählungen seit der Union von 1707.
Bearbeiten Königin in früheren Commonwealth-Königreichen
Neben den heutigen 15 Commonwealth-Königreichen war Elizabeth im Laufe ihres Lebens Königin von 16 weiteren unabhängigen Nationen, die sich jeweils später zu Republiken erklärten. Diese waren [6]:
Ceylon (heute Sri Lanka): 1952-1972
Pakistan: 1952-1956
Südafrika: 1952-1961
Ghana: 1957-1960
Nigeria: 1960-1963
Sierra Leone: 1961-1971
Tanganyika (heute Teil von Tansania): 1961-1962
Trinidad und Tobago: 1962-1976
Uganda: 1962-1967
Kenia: 1963-1964
Malawi: 1964-1966
Malta: 1964-1974
Gambia: 1965-1970
Guyana: 1966-1972
Mauritius: 1968-1992
Fidschi: 1970-1987
Insgesamt war Elizabeth damit das Staatsoberhaupt von 32 unabhängigen Ländern (das Vereinigte Königreich mitgezählt), von denen die Hälfte inzwischen die Monarchie abgeschafft haben, während sie in den anderen 16 weiterhin Staatsoberhaupt ist.
Bearbeiten Auszeichnungen (Auswahl)
Sonderstufe des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1958)
Großkreuz mit Halskette des tschechischen Ordens des Weißen Löwen (1996)
Großkreuz mit Collane des Sterns von Rumänien
Großstern des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich
Großkreuz des Verdienstordens der Republik Polen
Bearbeiten Thronfolge
Die britische Thronfolge sieht vor, dass die Söhne in Reihenfolge ihrer Geburt vor den Töchtern ein Anrecht auf den Thron haben. Somit liegen in der Rangfolge der Erben Princess Royal Anne und ihre Kinder hinter Annes jüngeren Brüdern Andrew und Edward und deren Kindern.
Rang in der
Thronfolge
Name
1
Prinz Charles, Fürst von Wales
2
Prinz William von Wales
3
Prinz Henry von Wales
4
Prinz Andrew, Herzog von York
5
Prinzessin Beatrice von York
6
Prinzessin Eugenie von York
7
Prinz Edward, Earl of Wessex
8
James, Viscount Severn
9
Lady Louise Windsor
10
Prinzessin Anne, The Princess Royal
11
Peter Phillips
12
Savannah Phillips[7]
Bearbeiten Einzelnachweise
↑ Über den Familiennamen Windsor bzw. Mountbatten-Windsor auf der offiziellen Seite der Britischen Monarchie
↑ Die Queen wird 80, www.quod-est-dicendum.de
↑ diamond jubilee. Department for Culture Media and Sport, abgerufen am 6. Mai 2010 (englisch).
↑ http://de.news.yahoo.com/2/20101230/ten-queen-elizabeth-ii-zum-ersten-mal-ur-1dc2b55.html
↑ Winston Churchill: House of Commons Official Report. cols 199–201, 15. April 1953
↑ englische Wikipedia: "Former Commonwealth Realms"
↑ Royal baby is named Savannah EDP24, 2. Januar 2011
Bearbeiten Literatur
Marita A. Panzer: Englands Königinnen. Piper 2006
Helmut Maria Glogger: Das geheime Leben der Windsors. Knaur 2006
Bearbeiten Filme
2006: „Die Queen“ – Regie: Stephen Frears; mit Helen Mirren als Königin, mit einem Oscar für Helen Mirren ausgezeichnet.
Bearbeiten Weblinks
Weihnachtsansprache der Königin 1957, erstmals im TV
Commons: Elizabeth II. (Commonwealth) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews: Elizabeth II. (Commonwealth) – in den Nachrichten
Literatur von und über Elisabeth II. im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
www.royal.gov.uk offizielle Webseite
Stammbaum mit Vorfahren und Nachkommen von Elisabeth II. – Grafischer Stammbaum der Britischen Königsfamilie
Vorgänger
Amt
Nachfolger
Georg VI.
Königin des Vereinigten Königreiches
seit 1952
—
Amtierende Staatsoberhäupter in der Europäischen Union
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Kursiv = Monarch
Normdaten: PND: 118529889 (PICA) | LCCN: n80126296 | VIAF: 20471592 | WP-Personeninfo
Personendaten
NAME
Elisabeth II.
ALTERNATIVNAMEN
Königin Elizabeth II.; Windsor, Elizabeth Alexandra Mary
KURZBESCHREIBUNG
britische Königin
GEBURTSDATUM
21. April 1926
GEBURTSORT
Mayfair, Vereinigtes Königreich
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