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Brockhaus Konversations-Lexikon von 1902.
Eine Enzyklopädie ist ein Nachschlagewerk, das zu einer umfangmäßig bestimmten Gesamtheit an Themenbereichen das vorhandene Wissen darstellt. Enzyklopädien, die sich nur auf ein spezielles Thema konzentrieren, werden auch als Fachenzyklopädien bezeichnet.
Das Wort Enzyklopädie (griechisch ἐγκύκλιος παιδεία enkyklios paideia, gebildet aus enkýklios (alltäglich, gewöhnlich) und paideía (Lehre, Bildung)) beschrieb in der Antike allgemeine/alltägliche Bildung im Sinne eines studium generale oder eine Propädeutik der Wissenschaft. Enzyklopädien waren damals nicht alphabetisch, sondern systematisch geordnet und wirken auf heutige Leser wie Sachbücher. Als Zusammenstellung bereits vorliegender Texte handelte es sich oftmals eher um Anthologien als um ursprüngliche Werke.
Erst im Zeitalter der Aufklärung (17. und 18. Jahrhundert) entstand der Begriff einer scientia generalis (Allgemeinwissenschaft). Fortan bezeichnete man mit dem Wort Enzyklopädie sowohl eine solche Wissenschaft wie die durch sie erfolgende Darstellung der Gesamtheit des Wissens. Der Ausdruck Enzyklopädie wurde schon recht bald zur abkürzenden Bezeichnung eines Enzyklopädischen Lexikons, als die man ihn heute fast nur noch benutzt.
Die Naturalis historia (1. Jahrhundert nach Christus) gilt als bekannteste Enzyklopädie der Antike, nicht zuletzt, weil sie vollständig überliefert ist. Zu Beginn des Mittelalters stehen die Etymologiae des Isidor von Sevilla. Im Mittelalter gehörte der Speculum maius (13. Jahrhundert) zu den am meisten gelesenen Enzyklopädien.
Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die moderne Enzyklopädie erfunden, mit alphabetischer Ordnung und Querverweisen. In Frankreich war die Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers und im deutschsprachigen Raum der „Zedler“ von großer Bedeutung. Bis in die heutige Zeit gibt es die Encyclopædia Britannica, die erst in Schottland und später in den USA herausgegeben wurde. Die lange Zeit erfolgreichste deutschsprachige Enzyklopädie war der „Brockhaus“ (19. und 20. Jahrhundert).
Durch die Einführung digitaler Medien entstand eine neue Situation auf dem Markt. Die vielbändigen, gedruckten Werke gerieten durch CD-Roms wie die Microsoft Encarta und schließlich die Online-Enzyklopädie Wikipedia unter hohen Druck. Viele mussten aufgeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Begriff und Geschichte
2 Vergleich einiger Enzyklopädien
3 Typologie der Enzyklopädien und Lexika
3.1 Abgrenzung
3.2 Enzyklopädische Formen
3.2.1 Spezialenzyklopädie
3.2.2 Universalenzyklopädie
3.2.3 Konversationslexikon und Realenzyklopädie
3.2.4 Universallexikon
3.2.5 Fachlexikon
3.2.6 Neue Enzyklopädieformen
4 Verwandte Wissenschaften
5 Literatur
5.1 Gesamtdarstellungen
5.2 Darstellung einzelner Epochen
5.3 Etymologie und Begriffsgeschichte
6 Siehe auch
7 Weblinks
8 Einzelnachweise
Bearbeiten Begriff und Geschichte
Titelseite der „Encyclopédie“ von Diderot und d'Alembert, 1772
Georg Wilhelm Friedrich Hegel griff den Enzyklopädiebegriff Diderots und d'Alemberts ebenfalls auf. Er verstand darunter die philosophische Darstellung eines als System gedachten und den Einzelwissenschaften vorgeordneten Denkgebäudes, dem eine „gewöhnliche“ Zusammenstellung des empirischen Wissens erst nachzufolgen hat.
Universalenzyklopädien (im Sinne universalenzyklopädischer Lexika) haben den Anspruch, allgemein das Wissen der Menschheit darzustellen; dies unterscheidet sie von Fach- oder Spezialenzyklopädien (auch Realenzyklopädien).
In dem humanistischen Gelehrtenkreis um Politian wurde um 1490 das Wort „encyclopaedia“ in Anlehnung an die klassischen römischen Schriftsteller Quintilian, Vitruv und Plinius den Älteren geprägt. Es ist aus dem griechischen Wortpaar ἐγκύκλιος παίδεία („enkyklios paideia“) abgeleitet. Entsprechend der Bedeutung von enkyklios (im Kreislauf des Jahres immer wiederkehrend; alltäglich, üblich) verstand man darunter zunächst die Alltagsbildung (paideia = Bildung), die auf die philosophische Bildung vorbereitet. Seit Quintilian erfolgte eine Umdeutung: „enkyklios paideia“ bedeutete jetzt eine Art abgerundeten „Kreis“ der Bildung, etwa in Form des überlieferten Kanons der „Artes liberales“ mit sieben Fächern. Bereits im 16. Jahrhundert wurde dieser Kreis ausgeweitet, am Anfang des 17. Jahrhunderts war man bei über 100 Wissensbereichen. Richtungweisend wurde Johann Heinrich Alsted, der in seiner Encyclopaedia Cursus Philosophici von 1630 erstmals den Anspruch formulierte, die Enzyklopädie müsse alle Wissensbereiche, d. h. die Gesamtheit des Wissens, umfassen.
Die Darstellung dieser Wissensbereiche erfolgte zunächst nur in systematisch gegliederten Werken. Der Ordnung (Disposition) der Wissensbereiche kam dabei eine besondere Bedeutung zu. Die Werke waren vor allem für Gelehrte und Studenten und in lateinischer Sprache geschrieben.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde mit den volkssprachlichen, alphabetisch geordneten, lemmatisierten und mit Querverweisen versehenen Enzyklopädien der Typ des Nachschlagewerks geschaffen, der seitdem als „Enzyklopädie“ bezeichnet wird („populäre Enzyklopädie“). Manche Enzyklopädien vor allem des 18. Jahrhunderts tragen die Bezeichnung „Cyclopedia“, eine (sprachlich falsche) Verkürzung des griechischen Wortpaares. Sie unterscheiden sich sonst nicht von andren Enzyklopädien.
Der große Erfolg der vielbändigen Enzyklopädien von Johann Heinrich Zedler − das Grosse vollständige Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste − und Denis Diderot − die Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers – führte einerseits dazu, dass mit dem Begriff Enzyklopädie vor allem sehr tiefgehende und damit umfangreiche Nachschlagewerke bezeichnet wurden. Andererseits wurde und wird das Wort von Verlagen auch gern auf Werke übertragen, die dem Universalitätsanspruch nicht oder nicht voll gerecht werden, aber trotzdem von dem Image einer Enzyklopädie profitieren sollen.
Die Forschung des ausgehenden 20. Jahrhunderts ist darüber hinaus dazu übergegangen, die Bezeichnung „Enzyklopädie“ auch auf vor 1700 entstandene Werke anzuwenden, die alle oder mehrere Wissensbereiche darstellen. Diese Werke unterscheiden sich allerdings in Form und Inhalt sehr von den neuzeitlichen Enzyklopädien.
Seit der Digitalisierung der Informationsverarbeitung und -darstellung am Ende des 20. Jahrhunderts wird der Begriff auch auf multimediale Nachschlagewerke angewendet, die in digitalisierter Form produziert und online oder auf elektronischen Datenträgern verfügbar sind. Sie nehmen ihren Ausgangspunkt weiterhin von Stichwörtern, fügen aber teilweise weitere Ordnungsmerkmale hinzu.
Siehe auch: Geschichte und Entwicklung der Enzyklopädie
Bearbeiten Vergleich einiger Enzyklopädien
Vergleich einiger Enzyklopädien
Titel
Untertitel
Medium
Artikel
Wörter
Wörter pro Artikel (∅)
Bilder
Videos
Audiodat.
Weblinks
Encyclopédie von Diderot und d'Alembert
Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers, erschienen von 1751 bis 1772
28 Bände
(17 Text- und 11 Tafelbände)
71.818
20 Mio.
278
2.885
keine
keine
keine
Britannica
Encyclopædia Britannica (EB)
32 Bände
>65.000
44 Mio.
677
>24.000
keine
keine
?
Britannica
Britannica Ultimate Reference Suite 2005
6 CDs oder 1 DVD
>100.000
>54 Mio.
540
>17.650 zusammen
165.000
Brockhaus
Die Enzyklopädie 21., neu bearbeitete Auflage 2005 bis 2006
30 Bände
>300.000
33 Mio.
110
>40.000
keine
keine
?
Brockhaus
Die Enzyklopädie digital
USB-Stick und 2 DVDs
>300.000
33 Mio.
110
>40.000
300
3000/ 70 Stunden
>22.000
Enciclopedia universal ilustrada europeo-americana
Enciclopedia Espasa 2004
90 Bände + 1 DVD
>900.000
>200 Mio.
222
>100.000
?
?
?
Encyclopédie Universelle Larousse
L'Encyclopédie Universelle Larousse 2003
4 CDs oder 1 DVD
>150.000
>25 Mio.
167
10.500 zusammen
2.300
GEO Themenlexikon
Das Werk, das Wissen zum Erlebnis macht 2006
20 Bände
>30.000
?
?
>8.500
keine
keine
?
Microsoft Encarta
Enzyklopädie Professional 2007
1 DVD
>50.000
>20 Mio.
400
>24.000
>300
>2.800
6.000
Meyers
Meyers Enzyklopädisches Lexikon in 25 Bänden 9. Auflage 1971 bis 1979
25 Bände
>250.000
?
?
?
keine
keine
keine
Meyers
Meyers Großes Taschenlexikon in 26 Bänden
26 Bände + CD
>150.000
?
?
>5.000
keine
keine
?
Pauly-Wissowa
Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (1890–2000)
86 Bände und eine CD-ROM
?
?
?
?
keine
keine
keine
Wikipedia
Die freie Enzyklopädie (deutsch)
online, PDA, Mobiltelefon, CD-ROM, DVD, Taschenbuchreihe
>1.100.000
>400 Mio.
>550
>420.000
?
>450
>670.000
Wikipedia
The free encyclopedia (englisch)
online, ?
>3.500.000
>1 Mrd.
500
>1.200.000
?
>1.200
>2.600.000
Wikipedia
Die freie Enzyklopädie (mehrsprachig)
online, ?
>17.000.000
>2,5 Mrd.
312
>3.500.000
?
?
>5.000.000
Bearbeiten Typologie der Enzyklopädien und Lexika
Bearbeiten Abgrenzung
Kennzeichnendes Merkmal von Enzyklopädien gegenüber anderen Gattungen ist der Universalitätsanspruch.
Enzyklopädische Nachschlagewerke mit einem begrenzten Fachumfang werden eher als Fachlexika oder Sachwörterbücher bezeichnet (etwa Computerlexikon, Sprachlexikon, Tierlexikon).
Nachschlagewerke, die einzelne lexikalische Einheiten, zum Beispiel die einzelnen Wörter des Wortschatzes einer Sprache verzeichnen und erläutern, heißen Wörterbücher.
Eine Zwischenform zwischen Enzyklopädien und Wörterbüchern ist das Begriffswörterbuch. Es untersucht den Gebrauch von Wörtern aus ideen- und/oder sozialgeschichtlicher Perspektive und ist wissenschaftlich anspruchsvoller als das Sachwörterbuch. Typische Beispiele sind Geschichtliche Grundbegriffe und das Historische Wörterbuch der Philosophie.
Ein Handbuch, eine Monografie oder ein Lehrbuch bieten die Informationen durchgängig in fortlaufender Prosa und systematischer Gliederung. Der Zugriff auf die Informationen erfolgt normalerweise über die Gliederung (das Inhaltsverzeichnis).
Bearbeiten Enzyklopädische Formen
Nach der sachlich-systematischen Ordnung – von der Antike bis ins Mittelalter, oft nach den Artes liberales – setzt sich erst ab dem 17. Jahrhundert die alphabetische Ordnung durch, wie sie die gedruckte Form noch heute charakterisiert. Digitale Publikationen ermöglichen dagegen durch Verlinkung verschiedene gleichzeitig nebeneinander bestehende und bequem nutzbare Organisationsformen (Baumstrukturen neben Alphabet). Vorformen hierzu finden sich jedoch bereits in der Buchkultur, etwa in Diderots und D'Alemberts Encyclopédie, die durch Querverweise die alphabetische Ordnung um eine systematisch-hierarchische ergänzt (siehe Selg & Wieland).
Bearbeiten Spezialenzyklopädie
Spezialenzyklopädien stellen zwar nur Teilbereiche des Wissens, diese aber mit großer Detailtiefe dar. Sie heißen oft „Wörterbücher“ oder „Lexika“, wobei im Titel das Fachgebiet genannt wird. Im Gegensatz zum Fachlexikon erhebt die Spezialenzyklopädie den Anspruch der umfassenden und vollständigen Darstellung des Wissens der jeweiligen Disziplin.
Bearbeiten Universalenzyklopädie
Eine Universalenzyklopädie oder Generalenzyklopädie ist eine Enzyklopädie mit dem Anspruch, das gesamte Wissen der Welt darzustellen, sich also nicht auf ein Fach oder eine Disziplin zu beschränken. Die Werke können alphabetisch oder systematisch gegliedert sein.
Bearbeiten Konversationslexikon und Realenzyklopädie
Das Konversationslexikon stellt wie die Universalenzyklopädie das gesamte Wissen dar, steht ihr aber hinsichtlich der Detailtiefe und meist auch des Umfangs nach. Seine Eigenart ist die Nähe zum Leben und den darin verhafteten Interessen seiner Nutzer. Die Grenze zur Universalenzyklopädie ist fließend.
Eine Realenzyklopädie ist in der Terminologie des 19. Jahrhunderts ein Nachschlagewerk, das nicht oder nicht nur Sachverhalte der Philologie, Philosophie, Theologie, Jurisprudenz usw. (d. h. der seit den 1880er Jahren so genannten Geisteswissenschaften), sondern (auch) solche der seit den 1880er Jahren so genannten Naturwissenschaften (Realwissenschaften) Physik, Medizin, Chemie, Astronomie usw. und der Technik erläutert. Konversationslexikon und Realenzyklopädie treten nur vom Ende des 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts auf. Die Bezeichnung Konversationslexikon wird jedoch umgangssprachlich noch bis ins 21. Jahrhundert für Universalenzyklopädien oder umfangreiche Universallexika verwendet.
Bearbeiten Universallexikon
Das Universallexikon, umgangssprachlich meist zu Lexikon abgekürzt, stellt wie das Konversationslexikon das gesamte Wissen dar, erreicht aber nur eine geringe Detailtiefe.
Bearbeiten Fachlexikon
Das Fachlexikon stellt ähnlich der Spezialenzyklopädie, aber mit geringerer Detailtiefe, Teilbereiche des Wissens dar. Wenn Fachlexika nur Sachen (Realien) behandeln, heißen sie Sachwörterbuch oder veraltend Reallexikon. Biografische Lexika geben nur Biografien. Ein Hauslexikon ist auf die Bedürfnisse des täglichen Lebens ausgerichtet. Ein bekanntes Nachschlagewerk dieser Art ist Das Hauslexikon von Gustav Theodor Fechner (1834 ff.).
Siehe auch: Liste der biografischen Lexika, Nationalenzyklopädie, Anti-Enzyklopädie
Bearbeiten Neue Enzyklopädieformen
Die modernste Form der Wissensdarstellung erfolgt als Enzyklopädische Datenbank oder als Online-Enzyklopädie, wobei das Konzept des Lexikons durch das der Datenbank (die ein Lexikon nur noch simuliert) vollständig ersetzt wird.
Die Tatsache, dass eine Enzyklopädie von ihrem eigenen Anspruch her strukturell und inhaltlich niemals abgeschlossen sein kann, ist eine Herausforderung an die neuen Medien, die nicht wie Druckwerke Nachtragsbände liefern müssen. Wichtige Herausgeber haben im Gefolge der New Economy von gedruckten Enzyklopädien auf elektronische Publikationsformen umgestellt; CD-ROM und DVD sind kostengünstig, und auch Bilder, Ton- und Videodokumente können leicht eingebunden werden.
Nachdem einige Verlage in den 1990er Jahren dazu übergegangen waren, sich ausschließlich auf elektronische Enzyklopädien zu konzentrieren, stellte sich nach der Jahrtausendwende ein rückläufiger Trend ein. Im Jahr 2002 erregte die Ankündigung, die englische Encyclopædia Britannica werde künftig nur noch in elektronischer Form verfügbar sein, so großes Aufsehen, dass die Herausgeber diesen Plan aufgaben. Ähnliche Entwicklungen waren in Italien, 2002 in Frankreich mit der Encyclopædia Universalis, 2005 in Deutschland zu beobachten.[1]
Der Inhalt des enzyklopädischen Projekts Wikipedia kann von jedem Internetnutzer bearbeitet werden. Die Kontrolle erfolgt dabei nicht durch eine feste Redaktion, sondern durch andere Wikipedia-Nutzer.
Bearbeiten Verwandte Wissenschaften
Die Wissenschaft von der Erforschung enzyklopädischer Nachschlagewerke ist die Enzyklopädik. Der Begriff meint vor allem die historische Untersuchung von Enzyklopädien und wird auch synonym mit Enzyklopädistik verwendet.
Die Lexikografie beschäftigt sich mit der Erstellung von Wörterbüchern. Die Erforschung der Grundlagen heißt hier Metalexikografie (Wörterbuchforschung).
Außerdem betrachten die Kultur- und die Medienwissenschaft sowie die Wissenschaftstheorie Enzyklopädien.
Bearbeiten Literatur
Bearbeiten Gesamtdarstellungen
Robert Collison: Encyclopaedias. Their history throughout the ages. A bibliographical guide with extensive historical notes to the general encyclopaedias issued throughout the world from 350 B. C. to the present day. Hafner, New York 1964. 2. ed. 1966
Hans-Joachim Diesner, Günter Gurst (Hrsg.): Lexika gestern und heute. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1976
Richard van Dülmen et al. (Hrsg.): Macht des Wissens. Die Entstehung der modernen Wissensgesellschaft. Böhlau, Köln 2004, ISBN 978-3-412-13303-0
Georg Jäger: Der Lexikonverlag. In: Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert. Bd. 1: Das Kaiserreich 1870–1918. Saur, Frankfurt am Main 2001, ISBN 978-3-598-24801-6
Werner Lenz: Kleine Geschichte großer Lexika. Bertelsmann, Gütersloh 1980
Theo Stammen & Wolfgang E. J. Weber (Hrsg.): Wissenssicherung, Wissensordnung und Wissensverarbeitung. Das europäische Modell der Enzyklopädien. Akademie, Berlin 2004, ISBN 978-3-05-003776-9
Bearbeiten Darstellung einzelner Epochen
Philipp Blom: Das vernünftige Ungeheuer. Diderot, d’Alembert, de Jaucourt und die Große Enzyklopädie. Eichborn, Frankfurt am Main 2005 (= Die Andere Bibliothek 243), ISBN 978-3-8218-4553-1
Walter Goetz: Die Enzyklopädien des 13. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur Entstehung der Laienbildung. In: Zeitschrift für deutsche Geistesgeschichte 1–3/2/1936, S. 227–250
Christel Meier: Grundzüge der mittelalterlichen Enzyklopädik. Zu Inhalten, Formen und Funktionen einer problematischen Gattung. In: Ludger Grenzmann, Karl Stackmann (Hrsg.): Literatur und Laienbildung im Spätmittelalter und in der Reformationszeit. Germanistische Symposien, Berichtsbände V. Metzler, Stuttgart 1984
Senya Müller: Sprachwörterbücher im Nationalsozialismus. Die ideologische Beeinflussung von Duden, Sprach-Brockhaus und anderen Nachschlagewerken während des „Dritten Reichs“. M&P, Stuttgart 1994
Ulrich Johannes Schneider (Hrsg.): Seine Welt wissen. Enzyklopädien in der frühen Neuzeit. Primus, Darmstadt 2006, ISBN 978-3-89678-560-2
Anette Selg & Rainer Wieland (Hrsg.): Die Welt der Encyclopédie. Eichborn, Frankfurt am Main 2001, ISBN 978-3-8218-4711-5
Monika Schmitz-Emans, Enzyklopädien des Imaginären, Acta Litterarum
Ulrike Spree: Das Streben nach Wissen. Eine vergleichende Gattungsgeschichte der populären Enzyklopädie in Deutschland und Großbritannien im 19. Jahrhundert. Niemeyer, Tübingen 2000, ISBN 978-3-484-63024-6
Carsten Zelle (Hrsg.): Enzyklopädien, Lexika und Wörterbücher im 18. Jahrhundert (= Das achtzehnte Jahrhundert, 22. Jg., Heft 1). Wallstein, Göttingen 1998, ISBN 978-3-89244-286-8
Bearbeiten Etymologie und Begriffsgeschichte
Ulrich Dierse: Enzyklopädie. Zur Geschichte eines philosophischen und wissenschaftlichen Begriffs. Suppl.-H., auch: Archiv für Begriffsgeschichte. Bouvier, Bonn 1977
H. Fuchs: Artikel Enkyklios Paideia. In: Reallexikon für Antike und Christentum. Sachwörterbuch zur Auseinandersetzung des Christentums mit der antiken Welt. Bd. 5. Hiersemann, Stuttgart 1962, Spalten 365–398
H. Fuchs: Artikel Enzyklopädie. In: Reallexikon für Antike und Christentum. Sachwörterbuch zur Auseinandersetzung des Christentums mit der antiken Welt. Bd. 5. Hiersemann, Stuttgart 1962, Spalten 504–515
Georg Picht, Enzyklopädie und Bildung. In: Hier und Jetzt. Philosophieren nach Auschwitz und Hiroshima, Stuttgart 1980, S. 249 - 258
Jürgen Henningsen: „Enzyklopädie“. Zur Sprach- und Bedeutungsgeschichte eines pädagogischen Begriffs. In: Archiv für Begriffsgeschichte. 10/1966, S. 271–362
Ingrid Tomkowiak (Hrsg.): Populäre Enzyklopädien. Von der Auswahl, Ordnung und Vermittlung des Wissens. Chronos, Zürich 2002, ISBN 978-3-0340-0550-0
Bibliografien
Hugo Wetscherek (Hrsg.): Bibliotheca Lexicorum. Kommentiertes Verzeichnis der Sammlung Otmar Seemann. Eine Bibliografie der enzyklopädischen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart, unter besonderer Berücksichtigung der im deutschen Sprachraum ab dem Jahr 1500 gedruckten Werke (bearbeitet von Martin Peche). Inlibris, Wien 2001, ISBN 978-3-9500813-5-0
Gert A. Zischka: Index Lexicorum. Bibliographie der lexikalischen Nachschlagewerke. Hollinek, Wien 1959, Neudruck 1980, ISBN 978-3-85119-165-3
Bearbeiten Siehe auch
Suda, umfangreiches, altertümliches Konversationslexikon, Byzanz um 970.
Bearbeiten Weblinks
Wikisource: Digitalisierte Enzyklopädien im Internet
Wiktionary: Enzyklopädie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
N-Zyklop: im Aufbau befindliches Datenbankverzeichnis zu Enzyklopädien jeglicher Art
Ökonomische Encyklopädie: Bibliografie − Enzyklopädisches Umfeld − Technologisch-ökonomische Lexika von der Neuzeit bis zum Ende des 19. Jahrhunderts
enzyklopaedie.ch − Forschungsprojekt mit einer Liste von historischen Enzyklopädien
Wörterbuch-, Lexikon- und Enzyklopädieverzeichnis - Sammlung von Fachwörterbüchern, Enzyklopädien und Fachlexika
Seine Welt wissen − Enzyklopädien in der Frühen Neuzeit
COMERS Encyclopedia Project: Encyclopedia − Working Bibliography − Medieval Latin (Peter Binkley) (engl.) Archiv–Version vom 7. November 2007
Medieval Encyclopedias, Bestiaries, and Lapidaries (Medieval Studies) (engl.)
Hans Jörg Sandkühler (Uni Bremen): Philosophie als enzyklopädie, demokratie und pluralismus − Philosophische Betrachtung
Krünitz-Projekt: Digitalisierte Fassung der ″Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft″ aus den Jahren 1773 bis 1858 mit Möglichkeit der Volltextsuche.
Deutsches Museum in München
Bearbeiten Einzelnachweise
↑ Meyers Großes Taschenlexikon, Mannheim 2006
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie
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