Afghanistan
Alpidisch
Alpidischer Gebirgsgürtel
Arabisches Meer
Asien
Assam
Baltoro-Gletscher
Belutschistan
Besteigung aller Achttausender
Bhutan
Brahmaputra
Chimborazo
China
Corioliskraft
Erdbeben
Erosion (Geologie)
Falte (Geologie)
Faltengebirge
Gangdisê
Gangdisê-Nyainqêntanglha
Ganges
Gangotri-Gletscher
Garhwal
Gelbes Meer
Geologische Zeitskala
Ghaghara
Gletscher
Golf von Bengalen
Gondwana
Hengduan-Gebirge
Himalaya
Himalaya (Begriffsklärung)
Hochgebirge
Hochland von Tibet
Huanghe
Indien
Indischer Monsun
Indischer Subkontinent
Indus
Innertropische Konvergenzzone
Internationale Raumstation
Irrawaddy
Jangtsekiang
Jarkend
Kailash
Karakorum (Gebirge)
Kaschmir
Khumbu-Gletscher
Khyber-Pass
Kollisionsgebirge
Kulturscheide
Längstalfurche
Liste der Achttausender
Liste der IPA-Zeichen
Liste von Bergen in Asien
Luv und Lee
Mekong
Molasse
Monsun
Mount Everest
Myanmar
Nanga Parbat
Nepal
Niederschlag
Ostchinesisches Meer
Pakistan
Plattenkollision
Randgebirge
Südasien
Südostasien
Saluen
Sanskrit
Satlej
Schlagwortnormdatei
Schwemmkegel
Siachen
Siwaliks
Steigungsregen
Taklamakan-Wüste
Tarimbecken
Terai
Tethys (Ozean)
Tibet
Tibetisches Hochland
Transhimalaya
Vorberge (Geomorphologie)
Wüste Gobi
Wacholder
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Wasserscheide
Wendekreis (Breitenkreis)
World Geodetic System 1984
Yamuna
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World Geodetic System 1984
Yamuna
Yamunotri
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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Himalaya (Begriffsklärung) aufgeführt.
f1
Himalaya
Der Himalaya sind die weiß erscheinenden Ketten am Südsaum des tibetischen Hochlandes (zusammengesetzte Satellitenbilder)
Höchster Gipfel
Mount Everest / Qomolangma (8.848 m)
Lage
Pakistan, Indien, China, Nepal, Bhutan
Teil der
Alpidischer Gebirgsgürtel
Koordinaten
28° N, 87° O28878848Koordinaten: 28° N, 87° O
Typ
Faltengebirge
Alter des Gesteins
40–50 Millionen Jahre
Besonderheiten
Maximale Gipfelhöhe der Erde
Der Himalaya (auch: Himalaja) ist ein Hochgebirgssystem in Asien, nördlich des indischen Subkontinents und südlich des Tibetischen Hochlands. Er erstreckt sich zwischen Pakistan und Burma mit einer Breite von 250 bis 350 Kilometern und einer Länge von rund 3.000 Kilometern.
Im Himalaya befinden sich zehn der vierzehn höchsten Berge der Welt, der Achttausender. Höchster Gipfel ist der Mount Everest (Sagarmatha सगरमाथा) mit 8.848 Metern über dem Meeresspiegel.
Inhaltsverzeichnis
1 Lage und Benennung
2 Gliederung
3 Geologie
4 Klima
5 Hydrographie
6 Vegetation
7 Besiedelung
8 Siehe auch
9 Literatur
10 Weblinks
11 Einzelnachweise
Bearbeiten Lage und Benennung
Gebirgssysteme Hochasiens
Der Gebirgszug erstreckt sich von Zentralasien, beim Khyber-Pass an der Grenze Afghanistan und Pakistan (Hochland von Belutschistan) und dem Karakorum in Kaschmir, entlang der Grenze von Indien und den beiden Himalayastaaten Nepal und Bhutan mit Tibet (heute China), bis an das nach Süden umknickte Patkai-Gebirge zwischen Assam und Myanmar und das Hengduan-Gebirge, die Südflanke der Ostabdachung des Tibetischen Hochlands. Er trennt Südasien vom Rest des Kontinents.
In der deutschsprachigen Literatur wird meist verallgemeinernd vom ganzen Gebirgssystem als ‚Himalaya‘ gesprochen, in der englischen Literatur spricht man von Himalaya, wenn man die Hochgebirgsketten ohne die südlichen Vorberge meint, und pluraliter von the Himalayas, wenn man das ganze Gebirgsystem einschließlich Transhimalaya meint.
Der Name ‚Himalaya‘ (Sanskrit: हिमालय, himālaya, himˡalaɪ̯ɐ, deutsch auch himɐlˡaɪa̯) stammt aus einer Zusammensetzung aus hima ‚Schnee‘ und alaya „Ort, Wohnsitz“.
Bearbeiten Gliederung
Der Hochhimalaya im eigentlichen Sinne sind die bis über 8000 m hohen Bergketten, die sich zwischen den Hügelzonen der Ganges-Tiefebene und der Längstalfurche der Oberläufe von Indus und Brahmaputra (Tsangpo: Mazang/Damqog/Mǎquán bzw. Yarlung//Yǎlǔ Zàngbù) erstrecken. Im Norden ist der Hochhimalaya durch die Indus–Brahmaputra-Linie von der Kette des Gangdisê-Nyainqêntanglha (Transhimalaya, Hedingebirge), dem Randgebirge des Tibetischen Hochlands, getrennt. Seine größten Höhen erreicht der Himalaya im Norden. Die südlichen Vorberge des Himalaya, die ihn auf der ganzen Länge begleiten, werden Siwaliks (auch Churia or Margalla Hills) genannt. Sie sind durch die Zonen des Inneren Terai von den Hauptketten getrennt. Südlich streichen diese in den Gürteln Bhabhar und Terai aus. Außerdem werden die Ketten des südlichen Himalayas, die nur Höhen vergleichbar den Alpen erreichen, als Vorderer Himalaya (Lesser Himalaya „Kleiner Himalaya“) vom Hochhimalaya unterschieden.
Himalaya-Panorama, aufgenommen von einem Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation (ISS)
dient der Bilderpositionierung, bitte nicht entfernen
Bearbeiten Geologie
Die Nordbewegung der indischen Platte
Tektonische Gliederung des Himalayasystems
Der Himalaya ist das größte Gebirge der Erde. Die mit ihm tektonisch zusammenhängenden Gebirgszüge wie das Karakorum-Gebirge besitzen Gipfel von über 8.000 Meter Höhe. Sie bilden einen Teil des alpidischen Gebirgsgürtels, und gehören zu den jüngsten Hochgebirgen der Erde.
Der Himalaya ist ein Faltengebirge, das als Folge der Plattenkollision Indiens mit Eurasien entstanden ist. Als sich die indische Landmasse vor etwa 200 Millionen Jahren von Gondwana löste, lag der Thetys Ozean zwischen den indischen und eurasischen Landmassen. Die indische driftete mit einer Geschwindigkeit von etwa 9 Metern pro Jahrhundert nach Norden, legte dabei um die 6.400 Kilometer zurück und rammte vor etwa 40 bis 50 Millionen Jahren in die eurasische Platte. Die Kollision verlangsamte die Geschwindigkeit des Drifts nach Norden um die Hälfte auf etwa 5 Zentimeter pro Jahr und wird als Beginn der rapiden Erhebung des Himalaya angesehen. Der Drift dauert bis heute an und ist so stark, dass der Himalaya mehr als einen Zentimeter pro Jahr höher wird. Das entspricht einem Höhenwachstum von 10 Kilometer in einer Million Jahre.[1] Seit dem Zusammenstoß hat Indien sich weitere 2.000 Kilometer nach Asien hineingedrängt. Dieser Prozess führte zu starken Erdbeben, Verschiebungen und Faltungen, deren Auswirkungen bis weit nach China hinein und in Südostasien bemerkbar sind. Das Gebiet Nanga Parbat in Pakistan ist mehr als 10 Kilometer in weniger als 10 Millionen Jahren gehoben worden. Die heutigen Hebungsraten des Himalayas sind immer noch beachtlich.[2] Damit konnte selbst starke Erosion nicht Schritt halten. Dennoch ist die Südabdachung des Himalaya von großen Schwemmkegeln mit fluvialen Ablagerungen (Molasse) umgeben; diese bilden die Siwaliks.
Der Himalaya ist zwar die höchste Erhebung der Erdoberfläche, aber nicht der am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernte Ort der Erdoberfläche.
Bearbeiten Klima
Der Himalaya hat eine große Bedeutung für das Klima des indischen Subkontinents und des tibetischen Plateaus. Er hält kalte trockene arktische Winde davon ab, nach Süden in den Subkontinent hinein zu blasen, so dass das südliche Asien viel wärmer ist als entsprechende gemäßigte Regionen der anderen Kontinente. Er bildet ebenfalls eine Barriere für die von Süden kommenden Monsun-Winde, die den Indischen Subkontinent mit Regen versorgen. Es wird angenommen, dass der Himalaya auch eine wichtige Rolle bei der Entstehung der zentralasiatischen Wüsten wie der Taklamakan-Wüste und der Wüste Gobi spielt.
Die Südabdachung des Himalayagebirges zeigte ein Monsunklima. Der Sommermonsun ist ein Südwest-Monsun (See-/Meereswind), er nimmt über dem Meer Feuchtigkeit auf und regnet sie an der indischen bzw. nepalesischen Westseite, also an der Südabdachung des Himalaya, ab (in Luvlage → Staueffekt → Steigungsregen). Der Wintermonsun ist ein Landwind aus dem Nordosten des Kontinents. Dadurch ist der Wind eher trocken (arid). Monsunklima ist ein wechselfeuchtes tropisches Klima. Die großräumige Luftzirkulation um den Indischen Ozean ist abhängig von
Zenitstand der Sonne
unterschiedlichen Abkühlungs- bzw. Erwärmungseigenschaften von Land und Meer. Das Land erwärmt sich 2–3 Mal schneller als das Meer, kühlt sich aber auch 2–3 Mal so schnell ab. Dies wirkt sich auf die Luft und den Luftdruck aus.
der durch die Corioliskraft bedingten Windablenkung.
Durch die im Sommer nach Norden verlagerte Innertropische Konvergenzzone wird die kühlere und damit schwerere Luft vom Meer angesaugt; dies ruft die typisch humiden Verhältnisse des Sommermonsuns hervor. In den Wintermonaten herrscht über dem Kontinent ein Bodenhoch und über dem Meer ein Bodentief. Die trockene Luft vom Kontinent wird angesaugt und aufgrund der Corioliskraft entsteht ein Nordost-Monsun, der dem Nordost-Passat entspricht. Dies geschieht in den wechselfeuchten Tropen. Im Süden herrscht ein südliches Monsunklima und im Norden ein arides Gebirgsklima. Dadurch wird das Himalayagebirge zu einer Klimascheide im Gegensatz dazu sind die Alpen nur eine Wetterscheide. Vertikaler Klimawandel: In der Tiefe (Bodennähe) herrscht das tropische Monsunklima. In 3.000 Metern herrscht ein gemäßigtes Monsunklima und ab 5.000–6.000 Meter ein hochalpines oder polares Klima vor.
Bearbeiten Hydrographie
Flüsse Ostasiens
Die höheren Gebiete (Regionen) des Himalaya sind im Laufe des Jahres trotz ihrer Nähe zu den Wendekreisen eingeschneit, und sie bilden die Quellen für mehrere große beständige Flüsse. Im wesentlichen handelt es sich um zwei große Flusssysteme:
Indus mit Satlej (Satluj), die Pakistan von Norden nach Süden durchfließen und in das Arabische Meer entwässern.
Ganges mit Yamuna, Ghaghara und Brahmaputra, die in Banghladesh in den Golf von Bengalen fließen.
Indus, Satlej, Ghaghara und Brahmaputra (Tsangpo) entspringen im Gebiet des Kailash im südlichsten Transhimalaya (Gangdisê-Gebirge, den man im Buddhismus darum auch als „Nabel der Welt“ ansieht, Ganges und Ghaghara entspringen im Garhwal-Gebirge, das dem Hochhimalaya südwestlich vorgelagert ist.
Daneben entwässern noch die östlichsten Abschnitte (der Brahmaputra durchbricht die Himalya-Kette) in den Irrawaddy durch Myanmar, und auch den Saluen (Nagchu, Lukiang), der selbst in Tibet entspringt.
Daneben beeinflusst der Himalaya auch das Quellgebiet weiterer in der Umgebung entspringender bedeutender Flüsse Süd-, Südost- und Ostasiens, die man als Zirkumhimalaya-Flüsse bezeichnet, dazu gehören neben Irrawaddy und Saluen:
Mekong (Dsachu, Langcang), über Laos und Kambodscha zum Golf von Siam, Jangtsekiang (Drichu) mit Mündung bei Shanghai ins Ostchinesische Meer, sowie Jarkend (Yeerqianghe), der über den Tarim im Tarimbecken versinkt.
Im weiteren Sinne kann man auch den Huanghe (Ma-chu, Gelber Fluss) in diesem Zusammenhang erwähnen, der aber in Nordtibet entspringt, und bei Peking das Gelbe Meer entwässert.
Die Gletscher des Himalaya sind zahlreich und gehören zu den größten der Erde. Unter ihnen ist der Siachen als größter Gletscher außerhalb der Polarregionen hervorzuheben. Weitere bekannte Gletscher sind Gangotri und Yamunotri (Uttarakhand), Nubra, Biafo und Baltoro (Karakorum Gebiet), Zemu (Sikkim) und Khumbu (im Gebiet des Mount Everest). Die Gletscher speichern im Winter Eis und Schnee und geben dieses im Sommer durch die Schmelze wieder ab.
Bearbeiten Vegetation
Die Erhebungen der Siwalikkette, einem vergleichsweise mäßig hohen Gebilde, das noch gänzlich bewaldet ist, woran sich nördlich der Vordere Himalaya – auf seinem Südhang ebenfalls noch eine üppig und artenreich (zum Beispiel mit Wacholder) bewachsene Kette – und der Hoch-Himalaya anschließen.
Bearbeiten Besiedelung
Aber das höchste Gebirge der Erde wird nicht nur von einem Netz wichtiger Wasserscheiden überzogen, sondern ist auch eine der deutlichsten und stabilsten Kulturscheiden der Welt. Schon immer hat es dafür gesorgt, dass Indien sich erstaunlich ungestört von außen entwickeln konnte. Weil er sich dem Monsun entgegenstellt und ihn zum Abregnen zwingt, erzeugt der Himalaya darüber hinaus vor allem im nordöstlichen Indien das für die dortigen Lebensverhältnisse so entscheidende jährlich wiederkehrende einzigartige Regenhoch.
Die Staaten Nepal und Bhutan liegen am Südhang, nördlich schließt sich das Hochland der chinesischen Provinz Tibet an. Aber auch Indien und Pakistan haben Anteil am Gebirge.
Bearbeiten Siehe auch
Kollisionsgebirge
Liste von Bergen in Asien
Besteigung aller Achttausender
Bearbeiten Literatur
Historische Reiseberichte und Beschreibungen:
Fraser,James Baillie, Views in the Himala Mountains. London 1820. – Seltenes Werk mit 20 monumentalen Ansichten in kolorierten Aquatinta-Radierungen. – Abbey 498.
John Claude White, Im Schatten des Himalaya – Tibet, Bhutan, Nepal, Sikkim – eine fotografische Erinnerung von John Claude White 1883–1908. München 2006; ISBN 3-485-01095-2
Bearbeiten Weblinks
Commons: Himalaya – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Umfassende Darstellung der Berge und Gletscher des Himalaya in deutscher Sprache mit Links zu vielen guten Fotos
Reisebericht aus Lhasa und von einer Tour zum Mt. Everest mit Bildern und Videos
Die höchsten Gipfel des nepalesischen Himalayas
Reiseberichte und Photos aus verschiedenen Regionen des Himalaya
Bearbeiten Einzelnachweise
↑ U.S. Geological Survey: The Himalayas: Two continents collide
↑ Goudie, A.: Physische Geographie – Eine Einführung, 4. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, München, 2002, ISBN 3-8274-1872-0
Normdaten: SWD in der DNB: 4024923-2
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