813
Affrikate
Alessandro Manzoni
Alphabet
Alveolar
Amtssprache
Ancona
Aostatal
Apikal (Linguistik)
Approximant
Arbëresh
Artikulationsmodus
Artikulationsorgan
Artikulationsstelle
Baldassare Castiglione
Bank
Bernd Sebastian Kamps
Bilabial
Cocoliche
Dante
Dante Alighieri
Der kleine Prinz
Design
Dialekt
Dieter Kattenbusch
Einzelsprache
Englische Sprache
Eritrea
Europäische Union
Florentinisch
Francesco Petrarca
Französische Sprache
Friaul
Friaul-Julisch Venetien
Friedrich II. (HRR)
Frikativ
Furlanische Sprache
Galloitalisch
Gespanschaft Istrien
Giovanni Boccaccio
Gräzismus
Griko
Handelssprache
Hinterzungenvokal
Homorganisch
IPA
ISO 639
I Promessi Sposi
Idiom
Indogermanische Sprachen
Italien
Italiener
Italiener#Italienische Staatsb.C3.BCrger weltweit
Italiener#Italienischst.C3.A4mmige weltweit
Italienische Grammatik
Italienische Sprache
Italienischsprachige Schweiz
Italische Sprachen
Izola
Julisch Venetien
Küche
Konsonant
Konzil von Tours (813)
Koper
Kroatien
Kyrillisches Alphabet
La Spezia
Labiodental
Ladinische Sprache
Latein
Lateral
Lateral (Phonetik)
Latinismus
Lessico Etimologico Italiano
Libyen
Liste der IPA-Zeichen
Max Pfister (Romanist)
Michael Metzeltin
Mittelalter
Musik
Muttersprache
Nasal
Nasal (Phonetik)
Niccolò Machiavelli
Norditalienisch
Oïl-Sprachen
Oc-Sprachen
Okzitanische Sprache
Palatal
Parma
Phonologie
Piemont
Pietro Bembo
Piran
Plosiv
Polnische Sprache
Postalveolar
Römisches Reich
Radiotelevisione Italiana
Rechtschreibung
Affrikate
Alessandro Manzoni
Alphabet
Alveolar
Amtssprache
Ancona
Aostatal
Apikal (Linguistik)
Approximant
Arbëresh
Artikulationsmodus
Artikulationsorgan
Artikulationsstelle
Baldassare Castiglione
Bank
Bernd Sebastian Kamps
Bilabial
Cocoliche
Dante
Dante Alighieri
Der kleine Prinz
Design
Dialekt
Dieter Kattenbusch
Einzelsprache
Englische Sprache
Eritrea
Europäische Union
Florentinisch
Francesco Petrarca
Französische Sprache
Friaul
Friaul-Julisch Venetien
Friedrich II. (HRR)
Frikativ
Furlanische Sprache
Galloitalisch
Gespanschaft Istrien
Giovanni Boccaccio
Gräzismus
Griko
Handelssprache
Hinterzungenvokal
Homorganisch
IPA
ISO 639
I Promessi Sposi
Idiom
Indogermanische Sprachen
Italien
Italiener
Italiener#Italienische Staatsb.C3.BCrger weltweit
Italiener#Italienischst.C3.A4mmige weltweit
Italienische Grammatik
Italienische Sprache
Italienischsprachige Schweiz
Italische Sprachen
Izola
Julisch Venetien
Küche
Konsonant
Konzil von Tours (813)
Koper
Kroatien
Kyrillisches Alphabet
La Spezia
Labiodental
Ladinische Sprache
Latein
Lateral
Lateral (Phonetik)
Latinismus
Lessico Etimologico Italiano
Libyen
Liste der IPA-Zeichen
Max Pfister (Romanist)
Michael Metzeltin
Mittelalter
Musik
Muttersprache
Nasal
Nasal (Phonetik)
Niccolò Machiavelli
Norditalienisch
Oïl-Sprachen
Oc-Sprachen
Okzitanische Sprache
Palatal
Parma
Phonologie
Piemont
Pietro Bembo
Piran
Plosiv
Polnische Sprache
Postalveolar
Römisches Reich
Radiotelevisione Italiana
Rechtschreibung
Italienisch (Italiano)
Gesprochen in
Siehe unter „Offizieller Status“, des Weiteren in zahlreichen Ländern mit italienischstämmigen Einwanderern
Sprecher
Geschätzte 70 Millionen Muttersprachler
Linguistische
Klassifikation
Indogermanische Sprachen
Italische Sprachen
Romanische Sprachen
Italoromanische Sprachen
Italienisch
Offizieller Status
Amtssprache von
Europaische Union Europäische Union
Italien Italien
Schweiz Schweiz
San Marino San Marino
Vatikanstadt Vatikanstadt
Malteserorden
Anerkannte Minderheitensprache in:
Koper, Izola und Piran (Slowenien Slowenien)
Gespanschaft Istrien (Kroatien Kroatien)
Sprachcodes
ISO 639-1:
it
ISO 639-2:
ita
ISO 639-3:
ita
Italienisch (ital. Lingua italiana, Italiano) ist eine Sprache aus dem romanischen Zweig der indogermanischen Sprachen. Innerhalb der romanischen Sprachen gehört das Italienische zur Gruppe der italoromanischen Sprachen.
Inhaltsverzeichnis
1 Verbreitung
2 Geschichte
3 Dialekte und Sprachen
4 Hörbeispiel
5 Phonetik und Phonologie
5.1 Vokale
5.1.1 Haupttonvokale
5.1.2 Nebentonvokale
5.2 Konsonanten
5.2.1 Plosive
5.2.2 Nasale
5.2.3 Vibranten
5.2.4 Frikative
5.2.5 Laterale
5.3 Affrikaten
5.4 Geminaten
5.5 Beziehung Laut–Buchstabe
5.6 Die Buchstaben g, c und Buchstabenkombinationen mit sc
6 Das Phoneminventar des Italienischen
6.1 Halbvokale und Halbkonsonanten als Phoneme
6.2 Literatur
7 Grammatik
8 Literatur
9 Weblinks
10 Einzelnachweise
//
Bearbeiten Verbreitung
Italienisch wird von etwa 70 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, den Italienern, von denen die große Mehrheit in Italien lebt. Als Zweit- oder Fremdsprache ist Italienisch unter den zahlreichen Minderheiten in Italien verbreitet: die deutschsprachigen Südtiroler, die Ladiner, die Slowenen in Friaul-Julisch Venetien, die Frankoprovenzalen im Aostatal und die Okzitanen im Piemont, die Friauler, die Sarden, die albanischen und griechischen Minderheiten Süditaliens, die Moliseslawen.
Italienisch ist Amtssprache in folgenden Staaten:
Staaten mit Italienisch als Amtssprache
Italien Italien
etwa 56 Mio. Muttersprachler
Schweiz Schweiz
etwa 525.000 Muttersprachler in der italienischsprachigen Schweiz, aber auch viele italienische Migranten in der übrigen Schweiz
San Marino San Marino
etwa 30.000
Vatikanstadt Vatikanstadt
etwa 1.000
Zudem ist Italienisch die Amtssprache des Malteserordens.
Den Status einer regionalen Amtssprache genießt das Italienische in Slowenien und Kroatien, in den Gebieten der historischen Region Julisch Venetien. Die slowenischen Gemeinden Capodistria/Koper, Isola d'Istria/Izola und Pirano/Piran sowie die kroatische Gespanschaft Istrien sind offiziell zweisprachig.
In den ehemaligen italienischen Kolonien in Afrika, Libyen, Somalia und Eritrea, diente Italienisch neben dem Englischen als Handelssprache, hat aber seit der Entkolonialisierung stark an Bedeutung verloren: Es wird vor allem von der älteren Bevölkerung gesprochen oder zumindest verstanden. In Somalia sieht die Übergangsverfassung aus dem Jahr 2004 vor, dass Italienisch neben dem Englischen Sekundärsprache sein soll.
Viele italienischstämmige Auswanderer in aller Welt beherrschen nach wie vor Italienisch. In Buenos Aires bildete sich zeitweilig Cocoliche, eine Mischsprache mit dem Spanischen, stark heraus.
Siehe auch: Italiener#Italienische Staatsbürger weltweit und Italiener#Italienischstämmige weltweit
Italienische Wörter flossen in verschiedene Terminologien ein, z. B. in der Musik, Design, Technik, Küche oder im Bankwesen.
Die italienische Sprachwelt
Blau: Amtssprache
Hellblau: Verkehrssprache
Grüne Quadrate: Italienische Minderheiten.
Bearbeiten Geschichte
Wie alle romanischen Sprachen stammt das Italienische vom Lateinischen ab. Zu Beginn des Mittelalters, nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches, blieb in Europa das Lateinische als Amtssprache und als Sprache der Kirche. Das Lateinische behauptete sich überdies als Schriftsprache. Gesprochen wurde allerdings – auch, als das Römische Reich noch bestand – eine vom Schriftstandard abweichende Sprachform, die man auch als Vulgärlatein oder Sprechlatein bezeichnet. Hieraus entwickelten sich die protoromanische Volkssprache und schließlich die romanischen Einzelsprachen.
So entstanden in Italien und seinen Nachbarländern neue Sprachen, z. B. die Oïl-Sprachen in Nordfrankreich, die Oc-Sprachen in Südfrankreich und die Sì-Sprachen in Italien, so benannt von Dante Alighieri nach der jeweiligen Bezeichnung für „ja“.
Die ersten schriftlichen Zeugnisse des italienischen volgare stammen aus dem späten achten oder frühen neunten Jahrhundert. Das erste ist ein Rätsel, das in der Biblioteca Capitolare di Verona gefunden wurde und als Indovinello veronese bezeichnet wird:
„Se pareba boves, alba pratalia araba, albo versorio teneba et negro semen seminaba.“
[Sie] schob Rinder, bebaute weiße Felder, hielt einen weißen Pflug und säte schwarzen Samen.
[Gemeint ist die Hand]: Rinder = (tiefgehende) Gedanken, weiße Felder = Seiten, weißer Pflug = Feder, schwarzer Samen = Tinte)
Die Verbreitung des volgare wurde durch praktische Notwendigkeiten begünstigt. Dokumente, die Rechtsangelegenheiten zwischen Personen betrafen, die kein Latein beherrschten, mussten verständlich abgefasst werden. So ist eins der ältesten Sprachdokumente des Italienischen das Placito cassinese aus dem 10. Jahrhundert: « Sao ko kelle terre, per kelle fini que ki contene, trenta anni le possette parte Sancti Benedicti. » (Capua, Maerz 960). Das Konzil von Tours empfahl 813, die Volkssprache statt des Lateinischen bei der Predigt zu verwenden. Ein weiterer Faktor war das Aufkommen der Städte um die Jahrtausendwende, denn die Stadtverwaltungen mussten ihre Beschlüsse in einer für alle Bürger verständlichen Form abfassen.
Jahrhundertelang lebten sowohl die italienischen Volkssprachen als auch das Lateinische, das weiterhin von den Gebildeten benutzt wurde, nebeneinander fort. Erst im 13. Jahrhundert beginnt eine eigenständige italienische Literatur, zunächst in Sizilien am Hof Friedrichs II. (Scuola siciliana). Schriftsteller prägten die weitere Entwicklung des Italienischen entscheidend, da sie erst einen überregionalen Standard schufen, um die Sprachdifferenzen zwischen den zahlreichen Dialekten zu überwinden. Dante Alighieri, der eine leicht veränderte Form des florentinischen Dialekts in seinen Werken verwendete, war hier besonders einflussreich. Großen Einfluss auf die italienische Sprache im 14. Jahrhundert hatten auch Francesco Petrarca und Giovanni Boccaccio, die man zusammen mit Dante als die tre corone (drei Kronen) der italienischen Literatur bezeichnet.
Im 16. Jahrhundert wurde in der Questione della lingua über Form und Status der italienischen Sprache diskutiert, maßgeblichen Einfluss hatten hier Niccolò Machiavelli, Baldassare Castiglione und Pietro Bembo. Es setzte sich schließlich eine historisierende Form der Sprache durch, die auf das Toskanische des 13./14. Jahrhunderts zurückgeht.
Die wirkliche Vereinheitlichung, besonders der gesprochenen Sprache, erfolgte allerdings erst infolge der nationalen Einigung. Als italienische Einheitssprache setzte sich im 19. Jahrhundert im vereinigten Italien der florentinische Dialekt durch. Zu verdanken ist dies unter anderem der zweiten Fassung des Romans I Promessi Sposi von Alessandro Manzoni.
Bearbeiten Dialekte und Sprachen
Siehe auch: Norditalienisch und Süditalienisch
Die einzelnen Dialekte des Italienischen unterscheiden sich teilweise sehr stark voneinander; gelegentlich werden manche Dialekte auch als eigenständige Sprachen eingeordnet. Alle italienischen Dialekte und in Italien gesprochenen romanischen Sprachen gehen unmittelbar auf das (Vulgär-)Lateinische zurück. Insofern könnte man – etwas überspitzt – auch alle romanischen Idiome Italiens als „lateinische Dialekte“ bezeichnen.
Man unterscheidet nord-, mittel- und süditalienische Dialekte, die norditalienischen teilen sich in galloitalische und venezische Dialekte. Die Dialektgrenzen liegen entlang einer Linie zwischen den Küstenstädten La Spezia und Rimini sowie Rom und Ancona. Einige italienische Dialekte wie das Sizilianische oder Venezianische können zudem auf eine eigene literarische Tradition verweisen (die sogenannte Scuola siciliana zur Zeit Friedrichs II.), weshalb gelegentlich auch eine Einordnung dieser (und weiterer Dialekte) als eigenständige Sprache postuliert wird. Auch in Lautbildung und Wortschatz weist das Sizilianische so viele Eigentümlichkeiten auf, dass es eher eine dem Italienischen nah verwandte Sprache ist.
Hingegen ist die Einordnung des Sardischen, Ladinischen und Friaulischen als Einzelsprache in der Sprachwissenschaft mittlerweile anerkannt.
Bearbeiten Hörbeispiel
Der kleine Prinz auf Italienisch: [1] (Sprecher aus Parma)
Bearbeiten Phonetik und Phonologie
Bearbeiten Vokale
Bearbeiten Haupttonvokale
Das Italienische besitzt 7 Haupttonvokale.
Vokaldreieck der Haupttonvokale im Italienischen
[i]: Die Vorderzunge liegt am vorderen harten Gaumen (Palatum) und die Zungenspitze an den Alveolen der unteren Schneidezähne. Die Lippen sind gespreizt. Beispiel: isola - [ˈiːzola].
[e]: Die Zunge ist nicht ganz so hoch wie beim [i] und die Zungenspitze berührt die Unterzähne. Die Lippen sind weniger gespreizt und der Mund ist weiter geöffnet als beim [i]. Beispiel: mela - [ˈmeːla].
[ɛ]: Die Zunge ist mäßig gehoben und leicht nach vorne gewölbt. Die Zungenspitze berührt die unteren Schneidezähne. Die Lippen sind weniger gespreizt als beim [e] und der Mund ist leicht geöffnet. Beispiel: bella - [ˈbɛlla].
[a]: Das ital. [a] liegt zwischen [a] ("hellem"-a) und [ɑ] ("dunklem"-a). Die Zunge ist in Ruhestellung, die Lippen und der Mund sind geöffnet. Beispiel: pane - [ˈpaːne].
[ɔ]: Das ital. [ɔ] wird ziemlich offen gesprochen. Es ist ein Hinterzungenlaut. Die Zunge ist zurückgezogen und gegen den weichen Gaumen (Velum) gewölbt. Die Spitze zeigt nach unten. Die Lippen haben die Form einer vertikalen Ellipse. Beispiel: rosa - [ˈrɔːza].
[o]: Das ital [o] steht ungefähr in der Mitte zwischen [ɔ] und [o]. Es wird also relativ offen realisiert. Die Zunge ist etwas zurückgezogen und gesenkt. Die Lippen sind vorgestülpt und gerundet. Beispiel: sotto - [ˈsotto].
[u]: Das ital. [u] ist ein Hinterzungenvokal. Der hintere Zungenrücken ist zum weichen Gaumen gewölbt. Die Lippen sind gerundet und stark vorgestülpt. Beispiel: fuga - [ˈfuːɡa].
Bearbeiten Nebentonvokale
Vokaldreieck der Nebentonvokale im Italienischen
Das Italienische besitzt 5 Nebentonvokale. Bei den unbetonten Vokalen entfallen die offenen Vokale [ɛ] und [ɔ]. Dadurch entsteht im Vergleich zum Haupttonvokalismus (7 Vokale) ein im Nebenton reduziertes System mit 5 Vokalen.
Bearbeiten Konsonanten
Konsonant
Ein Konsonant (nicht-fachsprachlich auch Mitlaut) ist ein Sprachlaut, bei dessen Bildung der Luftstrom unterbrochen oder eingeengt wird. Das Italienische hat 43 Konsonanten, die sich durch die folgenden artikulatorischen Parameter klassifizieren lassen:
1. Artikulationsmodus
2. Artikulationsorgan
3. Artikulationsstelle
Für das Italienische sind die nachfolgenden Artikulationsmodi von Bedeutung: Plosiv, Nasal, Frikativ, Approximant und Lateral.
Konsonanten des Italienischen
bilabial
labio-
dental
alveolar
post-
alveolar
palatal
velar
Plosive
p b
t d
k ɡ
Nasale
m
ɱ
n
ɲ
ŋ
Vibranten
r
Frikative
f v
s z
ʃ
Approximanten
w
j
Laterale
l
ʎ
Affrikaten
ts dz
tʃ dʒ
Quelle: SAMPA für Italienisch (Englisch)
Bearbeiten Plosive
[b, d, g] werden betont stimmhaft und [p, t, k] nicht aspiriert gesprochen.
[p, b] bilabialer Verschlusslaut (zwischen Ober- und Unterlippe): pasta, basta
[t, d] alveolar- koronaler Verschlusslaut (mit der Zungenspitze an den Zahnhinterflächen/ Zahnscheiden): tassa, nudo
[k, g] palatal/ velar- dorsaler Verschlusslaut (mit hartem/ weichem Gaumen und dem Zungenrücken): gamba, campo
Bearbeiten Nasale
Bei Nasalen wird im Mundraum ein Verschluss gebildet, so dass der Luftstrom durch die Nase entweicht.
[m] bilabial: mamma
[n] adental-koronal oder alveolar-koronal in gewissen Fällen auch dental-koronal: nonno
[ɱ] labiodental; vor [f, v]: inferno, inverno
[ŋ] velar-dorsal; vor [k, g]: anche, dunque
[ɲ] palatal: vigna, campagna
Bearbeiten Vibranten
Vibranten sind Laute, die durch ein drei- bis fünfmaliges Flattern der Zungenspitze am oberen Zahndamm gebildet werden.
[r]: treno, re
Bearbeiten Frikative
Bei Frikativen wird der Luftstrom mithilfe des Artikulationsorgans eingeengt. Es entsteht ein Reibegeräusch.
[ʒ] kommt in der italienischen Sprache nur in Fremdwörtern oder in der Affrikata [dʒ] vor.
[f, v] labiodentaler Engelaut (zwischen Unterlippe und oberen Schneidezähnen): fino, vino
[ʃ] post-alveolarer Engelaut: sciare, sciopero
[s, z] dental-alveolarer Engelaut: cassa, casa
[j] palatal-dorsal: nazione, dizionario
Bearbeiten Laterale
Laterale sind Laute, bei denen durch die Zungenränder und die Backenzähne eine Begrenzung gebildet wird.
[l] denti-koronal: lusso, velo
[ʎ] apiko-alveolar oder apiko-dental: gli, figlio
Bearbeiten Affrikaten
Eine Affrikata ist ein oraler Verschlusslaut, bei dem der Verschluss in der zweiten Phase so weit gelöst wird, dass ein Frikativ entsteht. Sie werden entweder monophonematisch (d.h. als ein Phonem) oder biphonematisch (zwei aufeinanderfolgende Phoneme) gewertet. Außerdem unterscheidet man zwischen homorganen (Bildung des Verschlusses und der Reibung mit demselben Artikulationsorgan) und heterorganen (Bildung mit unterschiedlichen Artikulationsorganen) Affrikaten. Zu den Affrikaten zählen im Italienischen die Laute [dz], [ts] (homorgan) und [dʒ] und [tʃ] (heterorgan).
[dz, ts] zero, canzone
[dʒ] [tʃ] giapponese, cinese
Bearbeiten Geminaten
Das Italienische unterscheidet zwischen kurzen und langen Konsonanten. Geminaten (von lateinisch geminare = verdoppeln) werden meist als Doppelkonsonanten geschrieben und gelängt ausgesprochen. Der Unterschied zwischen Einfach- und Langkonsonanten ist im Italienischen bedeutungsunterscheidend. Beispiel:
fato - ['fa:to] 'Fatum, Schicksal'
fatto - ['fatto] 'gemacht, geschaffen'
Der vorangehende Vokal wird dabei gekürzt.
Bestimmte Phoneme wie [ʎʎ], [ɲɲ], [ʃʃ], [ts] und [dz] treten intervokalisch immer als Geminaten auf, auch wenn sie in der Schrift nur einfach vorkommen. Beispiel:
figlio – ['fiʎʎo]
ragno - ['raɲɲo]
lasciare - [laʃ'ʃa:re]
azione - [at'tsjo:ne]
mazurca - [mad'dzurka]
Bearbeiten Beziehung Laut–Buchstabe
Die italienische Rechtschreibung spiegelt den Lautstand ähnlich wie die spanische oder die rumänische einigermaßen genau wider. Das heutige Italienisch gebraucht 21 Buchstaben des lateinischen Alphabets. Die Buchstaben k, j, w, x, y kommen nur in Latinismen, Gräzismen oder Fremdwörtern vor. Das j findet sich in historischen Texten zuweilen für ein (heute nicht mehr geschriebenes) doppeltes i. Anders als im Spanischen kennt das Italienische keine durchgehende Kennzeichnung der betonten Silbe. Lediglich bei endbetonten Wörtern wird ein Gravis (`) gesetzt (Beispiel: martedì, città, ciò, più) – bei e je nach Aussprache ein Akut (´) oder Gravis (`): piè, perché). In sehr seltenen Fällen wird auch bei a und o der Akut gesetzt. Der Zirkumflex findet sich zuweilen in Texten, um die Verschmelzung zweier i anzuzeigen, beispielsweise i principi (die Fürsten, von principe) im Gegensatz zu i principî (die Prinzipien, aus principii, von principio). Zur Klarheit wird der Akzent hin und wieder zur Bedeutungsunterscheidung gebraucht (e – „und“, è „er ist“), teilweise auch in Wörterbüchern oder auf Landkarten.
Bearbeiten Die Buchstaben g, c und Buchstabenkombinationen mit sc
Folgende Buchstabenkombinationen der italienischen Rechtschreibung sind besonders zu beachten:
Folgt auf den Buchstaben g ein e oder ein i, so wird dieses g wie dsch (IPA: ʤ) ausgesprochen.
Folgt auf den Buchstaben c ein e oder ein i, so wird dieses c wie tsch (IPA: ʧ) ausgesprochen.
Sollte auf das i direkt ein weiterer Vokal folgen, bleibt es oft stumm – es führt zu der oben beschriebenen Veränderung des g bzw. des c, wird aber selbst nicht gesprochen; es gibt aber mehrere Ausnahmen, wie z. B. magia ma'ʤia.
Das h bleibt immer stumm, dadurch kann z. B. die beschriebene Wirkung von e oder i aufgehoben werden: d. h. Spaghetti wird spaˈɡetːi ausgesprochen. Spagetti (ohne h) würde wie spaˈʤetːi ausgesprochen werden.
g und c vor a, o, u werden wie ɡ bzw. k ausgesprochen.
Die angeführten Regeln gelten auch im Falle der Doppelkonsonanten (siehe dort) gg und cc: bocca 'bokːa, baccello baˈʧːɛlːo, bacchetta baˈkːetːa, leggo 'lɛgːo, leggio le'ʤːio.
Ähnlich verhält es sich mit der Buchstabenkombination sc(h): scambio 'skambjo, scopa ˈskopa, scuola ˈskwɔla, schema ˈskɛma, schivo ˈskivo, aber: scienza ˈʃɛnʦa, sciagura ʃaˈgura. ʃ entspricht der deutschen Buchstabenkombination sch.
Die Buchstabenfolge gl entspricht einem mouillierten „l“ (entspricht dem spanischen "ll"), einer engen Verschmelzung der Laute l und j (IPA: ʎ ), etwa wie in „brillant“, „Folie“.
Die Buchstabenfolge gn entspricht einem mouillierten „n“ („ñ“ im Spanischen (señora), „нь/њ“ in kyrillischer Schrift, „ń“ im Polnischen, „ň“ im Tschechischen (daň), gleich wie „gn“ im Französischen (Mignon) ), oder auf ungarisch „ny“, einer engen Verschmelzung der Laute n und j (IPA: ɲ), wie in „Kognak“, Champagne.
Bearbeiten Das Phoneminventar des Italienischen
Bearbeiten Halbvokale und Halbkonsonanten als Phoneme
Im Hinblick auf die im Italienischen existierenden Halbvokale [i̯] und [u̯] bzw. Halbkonsonanten [j] und [w] stellt sich die Frage, inwiefern diese als eigenständige Phoneme gelten können. Forscher wie Castellani und Fiorelli sind der Ansicht, dass das durchaus der Fall sei. Der Vergleich von Wortpaaren, bei denen an gleicher Stelle einmal der Vokal und einmal der Halbvokal / Halbkonsonant steht, ist der einzige Weg zur Klärung dieser Frage. Als Beispiele dienen also:
Piano– [piːano] (von Pio) und piano– [pjaːno]
lacuale– [lakuːale] und la quale– [la kwaːle]
arcuata – [arkuːata] und Arquata − [arkwaːta]
Der bei diesen Wortpaaren festgestellten Opposition zwischen dem Vokal und dem Halbvokal/dem Halbkonsonanten steht allerdings die Problematik der individuellen Sprachrealisierung gegenüber. Um von den Halbvokalen/-konsonanten als eigenständigen Phonemen ausgehen zu können, müssen diese Wortpaare immer jeweils unterschiedlich ausgesprochen werden und damit auch unabhängig vom Kontext in ihrer besonderen Bedeutung verstanden werden können. Das kann allerdings nicht vorausgesetzt werden, da die Sprachrealisierung von Faktoren wie „Sprechgeschwindigkeit, individuelle Eigenheiten oder der lautlichen Umgebung im Nachbarwort“[1] abhängig ist. So kann beispielsweise in der Poesie aus rhythmischen Gründen die Aussprache variieren. Aufgrund dieser Erkenntnisse kommen Forscher wie Liechem und Bonfante zu dem Schluss, dass die jeweiligen Halbvokale und Halbkonsonanten im Italienischen „in einem positionsbedingten Wechsel miteinander stehen“[1] und „daß die italienischen Halbvokale kombinatorische Varianten der entsprechenden Vokalphoneme, also keine eigenen Phoneme sind“[1].
Bearbeiten Literatur
Amerindo Camilli: Pronuncia e grafia dell'italiano Firenze, 1965 (3. Auflage).
Klaus Lichem: Phonetik und Phonologie des heutigen Italienisch, Berlin, Akademie, 1970.
Bearbeiten Grammatik
→ Hauptartikel: Italienische Grammatik
Bearbeiten Literatur
Eduardo Blasco Ferrer: Handbuch der italienischen Sprachwissenschaft. Schmidt, Berlin 1994, ISBN 3-503-03054-9 (Grundlagen der Romanistik; 16).
Patricia Bourcillier, Bernd Sebastian Kamps: Italienisch zwischen den Hügeln der Venus und den Lenden Adonis'. Fremdsprache in zärlichen und wollüstigen Schattierungen. Steinhäuser, Wuppertal 2006, ISBN 3-924774-11-0 (kostenloser Download).
Günter Holtus, Michael Metzeltin, Christian Schmitt (edd.): Lexikon der Romanistischen Linguistik (LRL), Tübingen, Niemeyer, 1988-2005 (12 Bände); Band IV: Italienisch, Korsisch, Sardisch, 1988.
Dieter Kattenbusch: Grundlagen der italienischen Sprachwissenschaft. Haus des Buches, Regensburg 1999, ISBN 3-933516-00-5 (Basiswissen Sprachwissenschaft; 1).
Max Pfister: Lessico Etimologico Italiano. Reichert, Wiesbaden 1979 ff, ISBN 3-88226-179-X.
Bearbeiten Weblinks
Wiktionary: Italienisch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiquote: Italienische Sprichwörter – Zitate
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www.italienisch.net kostenlos online Italienisch lernen
Orthographisches und phonetisches Wörterbuch - kostenlos (RAI)
Bearbeiten Einzelnachweise
↑ a b c Liechem, Klaus: Phonetik und Phonologie des heutigen Italienisch, Berlin, Akademie, 1970, § 25.
Schwesterprojekte in italienischer Sprache
Wikipedia
– die freie Enzyklopädie in italienischer Sprache
Wikiquote
– Zitate in italienischer Sprache
Wiktionary
– das freie Wörterbuch in italienischer Sprache
Wikibooks
– Lern- und Lehrmaterialien in italienischer Sprache
Wikisource
– Quellentexte in italienischer Sprache
Wikinews
– Nachrichten in italienischer Sprache
Wikiversity
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Italienische Sprache – Wikipedia
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