Übergangsmetalle
Actinium
Actinoide
Adsorption
Aggregatzustand
Alkalimetalle
Altgriechische Sprache
Aluminium
Americium
Anatomisch-Therapeutisch-Chemisches Klassifikationssystem
Antimon
Antimonpentafluorid
Argon
Arsen
Astat
Atomare Masseneinheit
Atommasse
Barium
Berkelium
Beryllium
Betastrahlung
Bismut
Blei
Block des Periodensystems
Bohrium
Bor
Brennelement
Brom
CAS-Nummer
CERN
Cadmium
Caesium
Calcium
Californium
Cauterets
Cer
Chemisches Element
Chemisches Element#Sortierte Liste chemischer Elemente
Chlor
Chloroform
Chlorwasserstoff
Chrom
Clathrat
Cobalt
Computertomographie
Copernicium
Curium
Cyclodextrine
D-Orbital
Darmstadtium
Diamagnetismus
Dichte
Digital Object Identifier
Distickstoffmonoxid
Doppelter Elektroneneinfang
Dubnium
Dysprosium
Edelgase
Edelgaskonfiguration
Einsteinium
Eisen
Elektromagnetische Strahlung
Elektron
Elektronegativität
Elektronegativität#Pauling-Skala
Elektronen-Einfang
Elektronenkonfiguration
Elektronenvolt
Elementsymbol
Empfindlichkeit (Technik)
Endotherme Reaktion
Energieniveau
Erbium
Erdalkalimetalle
Erdhülle
Europium
Excimerlaser
Farbe
Fermium
Fluor
Fluorierung
Fluorwasserstoff
Fraktionierte Destillation
Francium
Frankreich
Gadolinium
Gallium
Gas
Gasentladungslampe
Gefahrstoffkennzeichnung
Geigerzähler
Gent
Germanium
Gitterparameter
Glühfaden
Glühlampe
Gold
Gruppe-18-Element
Gruppe des Periodensystems
Gyromagnetisches Verhältnis
Actinium
Actinoide
Adsorption
Aggregatzustand
Alkalimetalle
Altgriechische Sprache
Aluminium
Americium
Anatomisch-Therapeutisch-Chemisches Klassifikationssystem
Antimon
Antimonpentafluorid
Argon
Arsen
Astat
Atomare Masseneinheit
Atommasse
Barium
Berkelium
Beryllium
Betastrahlung
Bismut
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Block des Periodensystems
Bohrium
Bor
Brennelement
Brom
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CERN
Cadmium
Caesium
Calcium
Californium
Cauterets
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Chemisches Element
Chemisches Element#Sortierte Liste chemischer Elemente
Chlor
Chloroform
Chlorwasserstoff
Chrom
Clathrat
Cobalt
Computertomographie
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Curium
Cyclodextrine
D-Orbital
Darmstadtium
Diamagnetismus
Dichte
Digital Object Identifier
Distickstoffmonoxid
Doppelter Elektroneneinfang
Dubnium
Dysprosium
Edelgase
Edelgaskonfiguration
Einsteinium
Eisen
Elektromagnetische Strahlung
Elektron
Elektronegativität
Elektronegativität#Pauling-Skala
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Elektronenkonfiguration
Elektronenvolt
Elementsymbol
Empfindlichkeit (Technik)
Endotherme Reaktion
Energieniveau
Erbium
Erdalkalimetalle
Erdhülle
Europium
Excimerlaser
Farbe
Fermium
Fluor
Fluorierung
Fluorwasserstoff
Fraktionierte Destillation
Francium
Frankreich
Gadolinium
Gallium
Gas
Gasentladungslampe
Gefahrstoffkennzeichnung
Geigerzähler
Gent
Germanium
Gitterparameter
Glühfaden
Glühlampe
Gold
Gruppe-18-Element
Gruppe des Periodensystems
Gyromagnetisches Verhältnis
Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem chemischen Element; zur Herkunftswelt der Comicfigur Superman siehe bei Krypton (Planet).
Eigenschaften
Ar 3d10 4s2 4p6
36
Kr
Periodensystem
Allgemein
Name, Symbol, Ordnungszahl
Krypton, Kr, 36
Serie
Edelgase
Gruppe, Periode, Block
18, 4, p
Aussehen
farblos
CAS-Nummer
7439-90-9
ATC-Code
V09EX01 (81mKr)
Massenanteil an der Erdhülle
1,9 · 10−5 ppm[1]
Atomar [2]
Atommasse
83,798 u
Kovalenter Radius
116 pm
Van-der-Waals-Radius
202 pm
Elektronenkonfiguration
Ar 3d10 4s2 4p6
Elektronen pro Energieniveau
2, 8, 18, 8
1. Ionisierungsenergie
1350,8 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie
2350,4 kJ/mol
Physikalisch [2]
Aggregatzustand
gasförmig
Kristallstruktur
kubisch flächenzentriert
Dichte
3,7491 kg · m−3[3] bei 273,15 K
Magnetismus
diamagnetisch (χm = −1,6 · 10−8)[4]
Schmelzpunkt
115,79 K (−157,36 °C)
Siedepunkt
119,93 K (−153,22 °C)
Molares Volumen
(fest) 27,99 · 10−6 m3/mol
Verdampfungswärme
9,02 kJ/mol
Schmelzwärme
1,64 kJ/mol
Schallgeschwindigkeit
1120 m/s
Wärmeleitfähigkeit
0,00949 W/(m · K)
Chemisch [2]
Elektronegativität
3,00[5][6] (Pauling-Skala)
Isotope
Isotop
NH
t1/2
ZM
ZE MeV
ZP
78Kr
0,35 %
2,0 · 1021 a
ε ε
2,868
78Se
79Kr
{syn.}
35,04 h
ε
1,626
79Br
80Kr
2,25 %
Stabil
81Kr
in Spuren
229.000 a
ε
0,281
81Br
82Kr
11,6 %
Stabil
83Kr
11,5 %
Stabil
84Kr
57,0 %
Stabil
85Kr
in Spuren
10,756 a
β−
0,687
85Rb
86Kr
17,3 %
Stabil
Weitere Isotope siehe Liste der Isotope
NMR-Eigenschaften
Spin
γ in
rad·T−1·s−1
E
fL bei
B = 4,7 T
in MHz
83Kr
9/2
−1,033 · 107
0,000219
3,848
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Gefahrensymbole
R- und S-Sätze
R: keine R-Sätze
S: keine S-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Krypton ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Kr und der Ordnungszahl 36. Im Periodensystem steht es in der 8. Hauptgruppe (Gruppe 18) und zählt daher zu den Edelgasen. Wie die anderen Edelgase ist es ein farbloses, äußerst reaktionsträges, einatomiges Gas. In vielen Eigenschaften wie Schmelz- und Siedepunkt oder Dichte steht es zwischen dem leichteren Argon und dem schwereren Xenon.
Krypton zählt zu den seltensten Elementen auf der Erde und kommt nur in geringen Mengen in der Atmosphäre vor.
Das Edelgas wurde 1896 von William Ramsay und Morris William Travers durch fraktionierte Destillation von flüssiger Luft entdeckt. Krypton wird auf Grund seiner Seltenheit nur in geringen Mengen, vor allem als Füllgas von Glühlampen, verwendet. Es ist eine geringe Anzahl an Kryptonverbindungen bekannt, von denen Kryptondifluorid, eines der stärksten Oxidationsmittel, die bekannteste ist.
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Vorkommen
3 Gewinnung
4 Eigenschaften
4.1 Physikalische Eigenschaften
4.2 Chemische Eigenschaften
5 Isotope
6 Verwendung
7 Biologische Bedeutung
8 Verbindungen
9 Einzelnachweise
10 Literatur
11 Weblinks
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Bearbeiten Geschichte
William Ramsay
Nachdem 1894 Argon als erstes Edelgas von Lord Rayleigh und William Ramsay entdeckt und das bislang nur aus dem Sonnenspektrum bekannte Helium 1895 von Ramsay aus Uranerzen isoliert wurde, erkannte er aus den Gesetzen des Periodensystems, dass es noch weitere derartige Elemente geben müsste. Ramsay untersuchte daher ab 1896 zunächst verschiedene Minerale und Meteoriten und die von diesen beim Erhitzen oder Lösen abgegebene Gase. Er und sein Mitarbeiter Morris William Travers waren dabei jedoch nicht erfolgreich, es wurden Helium und seltener Argon gefunden. Auch die Untersuchung heißer Gase aus Cauterets in Frankreich und aus Island brachten keine Ergebnisse.[7]
Schließlich begannen sie, 15 Liter Rohargon zu untersuchen und durch Verflüssigung und fraktionierte Destillation zu trennen. Als sie den Rückstand, der bei fast völligem Verdampfen des Rohargons übrigblieb, untersuchten, fanden sie bislang unbekannte gelbe und grüne Spektrallinien, also ein neues Element. Es wurde nach dem altgriech. κρυπτός kryptós „verborgen“ Krypton genannt. Nach Reinigung durch weitere Destillation konnten Ramsay und Travers auch die molare Masse von etwa 80 g/mol bestimmen. Nach dieser Entdeckung konnten sie aus einer anderen, niedriger siedenden Fraktion ein weiteres Element, das Neon und schließlich durch Trennung des Rohkryptons das Xenon gewinnen.[7]
1924 behauptete A. von Antropoff, eine erste Kryptonverbindung in Form eines roten stabilen Feststoffes aus Krypton und Chlor synthetisiert zu haben. Später stellte sich jedoch heraus, dass in dieser Verbindung kein Krypton, sondern Stickstoffmonoxid und Chlorwasserstoff enthalten waren. Größere Anstrengungen in der Synthese von Kryptonverbindungen wurden nach der Entdeckung der ersten Xenonverbindungen 1962 unternommen. Als erster stellte A.V. Grosse eine Kryptonverbindung dar, die er zunächst für Kryptontetrafluorid hielt, die jedoch nach weiteren Versuchen als Kryptondifluorid idendifiziert wurde.[8]
Die Wellenlänge einer elektromagnetischen Strahlung, die vom Kryptonisotop 86Kr ausgestrahlt wird, wurde 1960 als Grundlage für die Definition des Meters gewählt. Sie löste damit die zu ungenaue Definition über das Urmeter aus einer Platin-Iridium-Legierung ab. Exakt wurde sie über das 1650763,73-fache der Wellenlänge des vom Nuklid 86Kr beim Übergang vom 5d5 in den 2pl0-Zustand ausgesandten und sich im Vakuum ausbreitenden Strahlung definiert.[9] Diese Definition wurde schließlich 1983 durch eine auf eine in einem Bruchteil der Sekunde zurückgelegte Strecke von Licht im Vakuum beruhende Definition ersetzt.[10]
Bearbeiten Vorkommen
Krypton zählt zu den seltensten Elementen auf der Erde. Seltener sind lediglich Xenon sowie radioaktive Elemente, die entweder wie Plutonium zum größten Teil schon zerfallen sind oder nur als kurzlebiges Zwischenprodukt von Zerfallsreihen vorkommen. Der Anteil des Kryptons an der Erdhülle beträgt 1,9 ⋅ 10-5 ppm[1], der größte Teil des Gases befindet sich dabei in der Atmosphäre, die zu 1,14 ppm aus Krypton besteht.[11]
Im Universum ist Krypton häufiger, die Häufigkeit ist vergleichbar mit derjenigen von Lithium, Gallium und Scandium.[12] Das Verhältnis von Krypton und Wasserstoff ist im Universum weitgehend konstant. Daraus lässt sich schließen, dass die interstellare Materie reich an Krypton ist.[13]
Bearbeiten Gewinnung
Die Gewinnung von Krypton erfolgt ausschließlich im Rahmen des Linde-Verfahrens aus der Luft. Bei der Stickstoff-Sauerstoff-Trennung reichert es sich auf Grund der hohen Dichte zusammen mit Xenon im flüssigen Sauerstoff an, der sich im Sumpf der Kolonne befindet. Dieses Gemisch wird in eine Kolonne überführt, in der es auf etwa 0,3 % Krypton und Xenon angereichert wird.[14] Dazu enthält das flüssige Krypton-Xenon-Konzentrat neben Sauerstoff noch eine größere Mengen Kohlenwasserstoffe wie Methan, fluorierte Verbindungen wie Schwefelhexafluorid oder Tetrafluormethan sowie Spuren an Kohlenstoffdioxid und Distickstoffmonoxid. Methan und Distickstoffmonoxid können über Verbrennung an Platin- oder Palladiumkatalysatoren bei 500 °C zu Kohlenstoffdioxid, Wasser und Stickstoff umgesetzt werden, die an Adsorption an Molekularsieben entfernt werden können.[15] Fluorverbindungen können dagegen nicht auf diese Weise aus dem Gemisch entfernt werden. Um diese zu zerlegen und aus dem Gemisch zu entfernen, kann das Gas mit Mikrowellen bestrahlt werden, wobei die Element-Fluor-Bindungen aufbrechen und die entstehenden Fluoratome in Natronkalk aufgefangen werden können[16], oder über einen Titandioxid-Zirconiumdioxid-Katalysator bei 750 °C geleitet werden. Dabei reagieren die Fluorverbindungen zu Kohlenstoffdioxid und Fluorwasserstoff und anderen Verbindungen, die abgetrennt werden können.[15]
Anschließend werden Krypton und Xenon in einer weiteren Kolonne, die unten beheizt und oben gekühlt wird, getrennt. Während sich Xenon am Boden sammelt, bildet sich oben ein Gasstrom, in dem zunächst Sauerstoff, nach einiger Zeit Krypton aus der Kolonne entweicht. Letzteres wird durch Oxidation von noch vorhandenen Sauerstoffspuren befreit und in Gasflaschen gesammelt.[14]
Bearbeiten Eigenschaften
Bearbeiten Physikalische Eigenschaften
kubisch-dichteste Kugelpackung von festem Krypton, a = 572 pm
Bei der Ionisierung im Hochspannungs-Hochfrequenzfeld leuchtet Krypton
Krypton ist ein bei Normalbedingungen einatomiges, farbloses und geruchloses Gas, das bei 119,93 K (−153,22 °C) kondensiert und bei 115,79 K (−157,36 °C) erstarrt. Wie die anderen Edelgase außer dem Helium kristallisiert Krypton in einer kubisch dichtesten Kugelpackung mit dem Gitterparameter a = 572 pm.[17]
Wie alle Edelgase besitzt Krypton nur abgeschlossene Schalen (Edelgaskonfiguration). Dadurch lässt sich erklären, dass das Gas stets einatomig vorliegt und die Reaktivität gering ist.
Mit einer Dichte von 3,749 kg/m3 bei 0 °C und 1013 hPa ist Krypton schwerer als Luft, es sinkt also ab. Im Phasendiagramm liegt der Tripelpunkt bei 115,76 K und 0,7315 bar[18], der kritische Punkt bei −63,75 °C, 5,5 MPa sowie einer kritischen Dichte von 0,909 g/cm3.[19]
In Wasser ist Krypton etwas löslich, in einem Liter Wasser können sich bei 0 °C maximal 110 ml Krypton lösen.[19]
Bearbeiten Chemische Eigenschaften
Wie alle Edelgase ist Krypton sehr reaktionsträge. Es kann lediglich mit dem elektronegativsten Element, dem Fluor, unter speziellen Bedingungen reagieren und bildet dabei Kryptondifluorid. Im Gegensatz zu den Xenonfluoriden ist Kryptondifluorid thermodynamisch instabil, die Bildung ist daher endotherm und muss bei niedrigen Temperaturen stattfinden. Die für eine Reaktion nötigen Fluorradikale können über Bestrahlung mit UV-Strahlung, Beschießen mit Protonen oder elektrische Entladungen dargestellt werden.[8]
Mit verschiedenen Verbindungen bildet Krypton Clathrate, bei denen das Gas physikalisch in einen Hohlraum eingeschlossen und so gebunden ist. So bilden Wasser und Wasser/Chloroform-Mischungen bei −78 °C ein Clathrat[20], ein Clathrat mit Hydrochinon ist so stabil, dass Krypton sich über längere Zeit darin hält.[19] Auch eine Einschlussverbindung von Krypton im Oligosaccarid α-Cyclodextrin ist bekannt.[21]
Bearbeiten Isotope
Es sind insgesamt 31 Isotope sowie zehn weitere Kernisomere des Kryptons bekannt. Von diesen sind fünf, die Isotope 80Kr, 82Kr, 83Kr, 84Kr und 86Kr stabil und kommen zusammen mit dem extrem langlebigen 78Kr in der Natur vor. Den größten Anteil am natürlichen Isotopengemisch besitzt dabei 84Kr mit 57 %, gefolgt von 86Kr mit 17,3 %. 82Kr und 83Kr kommen 11,58 % beziehungsweise 11,49 % vor, 80Kr mit 2,28 % und 78Kr mit 0,35 % Anteil sind selten.[22] Das nach 78Kr langlebigste der instabilen Isotope ist mit einer Halbwertszeit von 229.000 Jahren 81Kr,[22] es entsteht in Spuren durch atmosphärische Reaktionen und kommt so ebenfalls in der Luft natürlich vor.[23]
Auch das radioaktive Isotop 85Kr kommt in Spuren in der Atmosphäre vor. Es entsteht zusammen mit anderen kurzlebigen Isotopen bei der Kernspaltung von Uran und Plutonium. Durch Kernexplosionen oder während der Wiederaufarbeitung von Brennelementen gelangt es in die Umgebungsluft. Nachdem die Belastung der Atmosphäre mit 85Kr nach dem Ende der atmosphärischen Kernwaffentests in den 1960ern abnahm,[23] stieg sie in einer Messstation in Gent zwischen 1979 und 1999 – verursacht durch die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague – deutlich an.[24]
Als einziges stabiles Krypton-Isotop ist 83Kr NMR-aktiv. Hyperpolarisiertes 83Kr wurde im Tierversuch an Ratten in der Magnetresonanztomographie zur Untersuchung der Lunge eingesetzt.[25]
Siehe auch: Liste der Krypton-Isotope
Bearbeiten Verwendung
Krypton-Gasentladungslampe
Der größte Teil des Kryptons wird als Füllgas für Glühlampen verwendet. Durch das Gas ist die Abdampfrate des Glühfadens aus Wolfram geringer, es ist eine höhere Temperatur möglich. Diese bewirkt wiederum eine höhere Lichtausbeute der Lampe. Auch Halogen- und Leuchtstofflampen können Krypton enthalten. Weiterhin dient es auch in Geigerzählern, Szintillationszählern und elektronischen Geräten als Füllgas.[14]
Krypton wird zusammen mit Fluor im Krypton-Fluorid-Laser eingesetzt. Dieser zählt zu den Excimerlasern und hat eine abgegebene Wellenlänge von 248 nm im ultravioletten Spektralbereich.[26] Auch Edelgas-Ionen-Laser des Kryptons, bei denen das aktive Medium ein- oder mehrfach geladene Kryptonionen sind, sind bekannt.[27]
Wie Xenon absorbiert Krypton – allerdings in geringerem Maß – Röntgenstrahlung. Darum wird untersucht, ob Xenon-Krypton-Mischungen in der Computertomographie als Kontrastmittel eingesetzt werden können. Diese könnten einen besseren Kontrast als reines Xenon erreichen, da dessen Anteil am Kontrastmittel auf Grund der narkotisierenden Wirkung beim Einsatz am Menschen auf maximal 35 % beschränkt ist.[28]
Flüssiges Krypton wird als Material für Kalorimeter in der Teilchenphysik verwendet. Es ermöglicht eine besonders gute Bestimmung von Ort und Energie.[29] Ein Beispiel für einen Teilchendetektor, der ein flüssig-Krypton-Kalorimeter nutzt ist das NA48-Experiment am CERN.[30]
Bearbeiten Biologische Bedeutung
Wie die anderen Edelgase hat Krypton auf Grund der Reaktionsträgheit keine biologische Bedeutung und ist auch nicht toxisch. In höheren Konzentrationen wirkt es durch Verdrängung des Sauerstoffs erstickend.[31] Bei einem Druck von mehr als 3,9 bar wirkt es narkotisierend.[32]
Bearbeiten Verbindungen
Strukturformel Kryptondifluorid
Es ist nur eine kleine Anzahl Kryptonverbindungen bekannt. Die wichtigste und stabilste davon ist Kryptondifluorid. Kryptondifluorid zählt zu den stärksten bekannten Oxidations- und Fluorierungsmitteln und ist beispielsweise in der Lage Xenon zu Xenonhexafluorid oder Iod zu Iodpentafluorid zu oxidieren. Reagiert Kryptondifluorid mit Fluoridakzeptoren wie Antimonpentafluorid, bilden sich die Kationen KrF+ und Kr2F3+, die die stärksten bekannten Oxidationsmittel sind.
Es sind auch Verbindungen mit anderen Liganden als Fluor bekannt. Dazu zählen unter anderem Kryptonbis(pentafluororthotellurat) Kr(OTeF5)2, die einzig bekannte Sauerstoff-Krypton-Verbindung, RCNKrF+AsF6- (R=H, CF3, C2F5 oder n-C3F7) mit einer Krypton-Stickstoff-Bindung und HKrCCH, bei der ein Ethin-Ligand am Krypton gebunden ist.[33]
Bearbeiten Einzelnachweise
↑ a b Harry H. Binder: Lexikon der chemischen Elemente, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-7776-0736-3.
↑ Die Werte für die Eigenschaften (Infobox) sind, wenn nicht anders angegeben, aus www.webelements.com (Krypton) entnommen.
↑ a b Eintrag zu Kryton in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 27. April 2008 (JavaScript erforderlich).
↑ Weast, Robert C. (ed. in chief): CRC Handbook of Chemistry and Physics. CRC (Chemical Rubber Publishing Company), Boca Raton 1990. Seiten E-129 bis E-145. ISBN 0-8493-0470-9. Werte dort sind auf g/mol bezogen und in cgs-Einheiten angegeben. Der hier angegebene Wert ist der daraus berechnete maßeinheitslose SI-Wert.
↑ L. C. Allen, J. E. Huheey: The definition of electronegativity and the chemistry of the noble gases. In: Journal of Inorganic and Nuclear Chemistry. 1980, 42, S. 1523–1524, doi:10.1016/0022-1902(80)80132-1.
↑ T. L. Meek: Electronegativities of the Noble Gases. In: Journal of chemical education. 1995, 72, S. 17–18.
↑ a b William Ramsay: The Rare Gases of the Atmosphere. Nobelpreisrede, 12. Dezember 1904.
↑ a b John F. Lehmann, Hélène P. A. Mercier, Gary J. Schrobilgen: The chemistry of krypton. In: Coordination Chemistry Reviews. 2002, 233/234, S. 1–39, doi:10.1016/S0010-8545(02)00202-3.
↑ K. Clusius: Zur Geschichte des Metermasses. In: Cellular and Molecular Life Sciences. 1963, 19, 4, S. 169–177, doi:10.1007/BF02172293.
↑ Internationales Büro für Maß und Gewicht: The BIPM and the evolution of the definition of the metre. Eingesehen am 10. Dezember 2009.
↑ David R. Williams: Earth Fact Sheet. NASA, Greenbelt, Stand 20. Mai 2009.
↑ A. G. W. Cameron: Abundances of the elements in the solar system. In: Space Science Reviews, 1970, 15, S. 121–146; PDF.
↑ Stefan I. B. Cartledge, J. T. Lauroesch, David M. Meyer, Ulysses J. Sofia, Geoffrey C. Clayton: Interstellar Krypton Abundances: The Detection of Kiloparsec-scale Differences in Galactic Nucleosynthetic History. In: The Astrophysical Journal. 2008, 687, S. 1043–1053, doi:10.1086/592132.
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↑ Walter J. Moore, Dieter O. Hummel: Physikalische Chemie. 4. Auflage, de Gruyter, 1986, ISBN 978-3-11-010979-5, S. 284.
↑ Leonid Khriachtchev, Hanna Tanskanen, Arik Cohen, R. Benny Gerber, Jan Lundell, Mika Pettersson, Harri Kiljunen, Markku Räsänen: A Gate to Organokrypton Chemistry: HKrCCH. In: Journal of the American Chemical Society. 2003, 125, 23, S. 6876–6877, doi:10.1021/ja0355269.
Bearbeiten Literatur
P. Häussinger, R. Glatthaar, W. Rhode, H. Kick, C. Benkmann, J. Weber, H.-J. Wunschel, V. Stenke, E. Leicht, H. Stenger: Noble Gases. In: Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry. Wiley-VCH, Weinheim 2006 (doi:10.1002/14356007.a17 485).
Helmut Sitzmann: Krypton. In: Römpp Chemie Lexikon. Thieme Verlag, Stand Dezember 2006.
Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1.
Bearbeiten Weblinks
Wiktionary: Krypton – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Krypton – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
EnvironmentalChemistry.com – Krypton
Periodensystem der Elemente
H
He
Li
Be
B
C
N
O
F
Ne
Na
Mg
Al
Si
P
S
Cl
Ar
K
Ca
Sc
Ti
V
Cr
Mn
Fe
Co
Ni
Cu
Zn
Ga
Ge
As
Se
Br
Kr
Rb
Sr
Y
Zr
Nb
Mo
Tc
Ru
Rh
Pd
Ag
Cd
In
Sn
Sb
Te
I
Xe
Cs
Ba
La
Ce
Pr
Nd
Pm
Sm
Eu
Gd
Tb
Dy
Ho
Er
Tm
Yb
Lu
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Dieser Artikel wurde am 7. März 2010 in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen.
Grand Prize Winner Drawn in Park Avenue® Windows Energy-Efficient Windows Sweepstakes
PITTSBURGH--(BUSINESS WIRE)--Park Avenue Windows announces the grand-prize winners of the 2010 Energy-Efficient Windows Sweepstakes. The grand-prize winners won up to $10,000 worth of ENERGY STAR® qualified Park Avenue® Windows.
krypton: Definition from Answers.com
krypton ( ) n. ( Symbol Kr ) A whitish, largely inert gaseous element used chiefly in gas discharge lamps and fluorescent lamps
Doomsday Reigns at DC Comics
Last month, DC Comics unleashed Doomsday once again in a crossover between various Superman books. Who does he have his sights set on? Everyone, it seems.
Ave Note This screening was moved last minute due to flooding at the Nightingale The screening took place at Heaven Gallery 1550 N Milwaukee Ave 2nd Floor at 8 30pm White Light Cinema presents three rare short works by the great experimental filmmaker Ken Jacobs
http://whitelightcinema.com/KenJacobs.html
Krypton (comics) - Wikipedia, the free encyclopedia
Krypton is a fictional planet in the DC Comics universe, and the native world of the ... Krypton has been portrayed consistently as having been destroyed just ...
Henry Cavill Cast as ‘Superman’
Warner Bros. and Zack Snyder have found their new Superman. (And their new Clark Kent.) And no, it isn't Jon Hamm. The company sent out a press release this morning to announced that Henry Cavill (Stardust, The Tudors, Tarsem's forthcoming Immortals and an actor who auditioned for Christopher Nolan's Batman) is the new son of Krypton. Read the full release after the break. Ralph Damiani created ...
that the increasing sparge gas effectiveness with increasing solubility might be almost entirely due to the availability of these gases to the cavitating bubbles Figure 1 shows the average separation between the molecules of these gases in a pure water matrix Figure 2 shows the size of the cavitating bubble along
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It's Elemental - The Element Krypton
The Element Krypton - Basic Physical and Historical Information ... Krypton is used in some types of photographic flashes used in high speed photography. ...
Smallville Exclusive: Prepare to Kneel Before Zod!
Callum Blue is returning to Smallville, TVGuide.com has learned exclusively.
How krypton is made - making, history, used, components ...
Krypton is chemical element number 36 on the periodic table of the elements. ... At extremely low temperatures, krypton may exist as a liquid or a solid. ...
Susannah York, 'Superman's' mom, Oscar nominee for 'They Shoot Horses, Don't They?', dies at 72
British actress Susannah York passed away Saturday (Jan. 15) in England after a battle with cancer. She was 72. York is best known for her Oscar-nominated performance in the 1969 movie "They Shoot Horses, Don't They?", about a grueling dance marathon.
Krypton
Krypton, like the other noble gases, can be used in lighting and photography. ... A krypton filled discharge tube in the shape of the element's atomic symbol. ...
Smallville Exclusive: Prepare to Kneel Before Zod!
Callum Blue is returning to Smallville , TVGuide.com has learned exclusively. Blue, 33, will reprise his role as Zod, Clark's sworn enemy who tried to take over the world in Season 9. He was last seen being sucked into a one-sided portal that leads to New Krypton. Smallville scoop: Lois and Clark's big day! He'll... Read More Other Links From TVGuide.com Callum Blue Dead Like Me Smallville The ...
Krypton - Wikinfo
Krypton is a chemical element in the periodic table that has the symbol Kr and atomic ... Krypton is a so-called noble gas due to its very low chemical ...
Krypton
Krypton difluoride has been prepared in gram quantities and can be made by several methods. ... Krypton is used in certain photographic flash lamps for high-speed photography. ...
'Superman' Star Henry Cavill Had Long Road To Landing The Role
Actor has been linked to Superman reboots since 2002.
WebElements Periodic Table of the Elements | Krypton ...
This WebElements periodic table page contains Essential information for the element krypton
Animated Conan O’Brien Joins The Justice League on ‘Young Justice’
Conan O'Brien makes his first appearance as 'The Flaming C' on 'Young Justice', alongside slightly more established superheroes like Batman, The Flash and Green Lantern.
Krypton - New World Encyclopedia
Krypton (chemical symbol Kr, atomic number 36) is a colorless, odorless, tasteless noble gas. ... Krypton is inert for most practical purposes, but it is known to form ...
Smallville Exclusive: Prepare to Kneel Before Zod!
Callum Blue is returning to Smallville, TVGuide.com has learned exclusively. Blue, 33, will reprise his role as Zod, Clark's sworn enemy who tried to take over the world in Season 9. He was last seen being sucked into a one-sided portal that leads to New Krypton. Smallville scoop: Lois and Clark's big day! He'll...



















