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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Nil (Begriffsklärung) aufgeführt.
Nil in Hieroglyphen
Iteru
Jtrw
Nil, Strom
Gery
Gry
Strom / der sich Schlängelnde
Hapi
Ḥˁpj
Überschwemmter Nil
Nilverlauf bis zum Nildelta
Der Nil (arabisch النيل, an-Nīl; altägyptisch Iteru, Gery) ist ein Strom in Afrika; er entspringt in den Bergen von Ruanda sowie Burundi und mündet in das Mittelmeer. Dazwischen durchfließt er die Gebiete von sechs Staaten: Burundi, Ruanda, Tansania, Uganda, Sudan und Ägypten. Besonders für Ägypten hat der Nil überragende wirtschaftliche Bedeutung.
Inhaltsverzeichnis
1 Flusslauf, -länge und Einzugsgebiet
1.1 Quellflüsse
1.1.1 Burundischer Quellfluss: Luvironza-Ruvuvu-Ruvusu-Akagera
1.1.2 Ruandischer Quellfluss: Rukarara-Nyabarongo
1.2 Weiterer Flusslauf
1.2.1 Akagera-Nil
1.2.2 Victoria-Nil
1.2.3 Albert-Nil
1.2.4 Bahr al-Dschabal
1.2.5 Weißer Nil
1.2.6 Nahr an-Nīl
1.2.7 Nil
1.2.8 Delta
2 Nebenflüsse
3 Wasserfälle
3.1 Kaskaden und Stromschnellen
3.2 Katarakte
4 Daten zum Nil
5 Geschichte
5.1 Altes Ägypten
5.2 Römer- bis Neuzeit
5.3 Die Entdeckung des tatsächlichen Quellflusses des Nils
6 Fauna
7 Das Nilwasser und seine Nutzung
8 Städte am Nil-Ufer
9 Brücken
9.1 Nil-Brücken südlich von Kairo
9.2 Nil-Brücken in Kairo
9.3 Nil-Brücken unterhalb von Kairo
10 Kanäle
11 Literatur
12 Weblinks
13 Einzelnachweise
Bearbeiten Flusslauf, -länge und Einzugsgebiet
Vorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehltVorlage:Infobox Fluss/ABFLUSSWEG_fehltVorlage:Infobox Fluss/ABFLUSS_fehlt
Nil
Der Nil und seine Nebenflüsse sowie die daran angrenzenden StaatenVorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt
Daten
Lage
in Nord- und Ostafrika, in den Ländern Burundi, Ruanda, Tansania, Uganda, Sudan und Ägypten
Flusssystem
Nil
Quelle
Luvironza
(Oberster Quellfluss des Weißen Nils)
3° 54′ 47″ S, 29° 50′ 22″ O-3.913055555555629.8394444444442700
Quellhöhe
ca. 2.700 m (Ruandischer Quellfluss)
ca. 2.050 m (Burundischer Quellfluss)Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung
Nördlich von Kairo in das Mittelmeer
31310
Koordinaten: 31° 0′ N, 31° 0′ O
31° 0′ N, 31° 0′ O31310
Mündungshöhe
0 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied
ca. 2.700 m
Länge
6.671 kmdep1 Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet
3.254.853 km² (Burundischer Quellfluss)dep1Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Rechte Nebenflüsse
Sobat, Blauer Nil, Atbara
Linke Nebenflüsse
Bahr al-Ghazal
Durchflossene Seen
Victoriasee
Durchflossene Stauseen
Nassersee
Großstädte
Alexandria, Assuan, Atbara, al-Chartum Bahri, Fajum, Giseh, Jinja, Dschuba, Kairo, Kampala, Khartum, Kigali, Kusti, Luxor, Malakal, Omdurman, Port Said, Rabak, Tanta
Mittelstädte
Mahalla al-Kubra, Asyut, Banha, Beni Suef, Bur, Damanhur, Damietta, Heliopolis, Helwan, Imbaba, Ismailia, Kafr asch-Schaich, Mansura, Minya, Qena, Sohag, Schibin al-Kaum, Wadi Halfa, Zagazig
Satellitenaufnahme des Nils
Mit 6.671 Kilometer Länge ist der Nil der längste oder zweitlängste Fluss der Erde, da die Länge des Amazonas je nach Definition zwischen 6.400 Kilometer und 6.800 Kilometer angegeben wird. Die ungenaue Angabe beruht darauf, dass der Quellfluss des Amazonas nicht eindeutig zu bestimmen ist. Die mittlere Abflussmenge des Unterlaufs nördlich des Assuan-Staudamms beträgt lediglich etwa 1200 m³/s. (so an den Stationen Assiut und El Ekhsase unweit von Kairo); hinsichtlich der Wasserführung wird der Nil somit von zahlreichen Flüssen geringerer Länge weit übertroffen.[1][2]
Der Nil besitzt zwei Quellflüsse: den kürzeren Blauen Nil und den wesentlich längeren, eigentlichen Weißen Nil. Wobei der Blaue Nil eigentlich nicht mehr als Quellfluss, sondern nur noch als Hauptnebenfluss angesehen wird.
Bearbeiten Quellflüsse
Der Hauptfluss des Nils, der Weiße Nil, entsteht aus den Quellflüssen des Akagera-Nil, der oftmals nur Kagera-Nil genannt wird und in den Tälern der Gebirge von Ruanda und Tansania aus zwei Quellflüssen gespeist wird:
„Burundischer Quellfluss“, der in Burundi entspringt
„Ruandischer Quellfluss“, der in Ruanda entspringt
Bearbeiten Burundischer Quellfluss: Luvironza-Ruvuvu-Ruvusu-Akagera
Der Luvironza-Ruvuvu-Ruvusu-Akagera bildet den südlichsten und längsten Quellfluss des gesamten Nils: Dieser Flusslauf ist von der Quelle bis zur Mündung 6.671 Kilometer lang; sein Einzugsgebiet umfasst 3.254.853 km² (Angabe von NBI, NBI = Nile Basin Initiative); nur der Kongo, welcher der wasserreichste Strom Afrikas ist, hat in Afrika ein noch größeres Einzugsgebiet, nämlich 3.730.881 km². Weil der Nil von der Quelle des Luvironza aus gemessen insgesamt länger und größer als der nachfolgend genannte „Ruandische Quellfluss“ ist, stellt er den tatsächlichen Quellfluss des Nils dar.
Die Quelle des „Burundischen Quellflusses“, welche die südlichste des Nils und auch die vom Nildelta beziehungsweise von der Mündung des Nils am weitesten entfernte ist, liegt in den östlichen Randgebirgen des Ostafrikanischen Grabenbruchs beziehungsweise in den südlichen Hochgebirgen von Burundi. Sie befindet sich etwa 45 Kilometer östlich des Tanganjikasees zwischen Bururi und Rutana; sein Quellbach heißt Luvironza. Von dort aus fließt dieser über den Ruvuvu, der auch Ruwubu oder Ruwuwu genannt wird, und über den Ruvusu, der auf den letzten Kilometern schiffbar ist, in Richtung Norden und heißt nach 350 Kilometer Länge Akagera.
Bearbeiten Ruandischer Quellfluss: Rukarara-Nyabarongo
Der Rukarara-Nyabarongo bildet den nördlicheren und kürzeren Quellfluss des gesamten Nils. Er gilt als einer der beiden Quellflüsse des Weißen Nils. Entdeckt wurde die Quelle des Rukarara im Jahr 1898 durch Richard Kandt.
Sein Quellgebiet liegt rund 185 Kilometer weiter nördlich, als die des zuvor genannten „Burundischen Quellflusses“. Die Quelle, Source du Nil (Nilquelle) genannt (daher ein Mineralwasser namens Nil) liegt im südlichen Ruanda ebenfalls in den östlichen Randgebirgen des Ostafrikanischen Grabens. Sie befindet sich in etwa 2.700 Meter Höhe im Nyungwe-Wald etwa 40 Kilometer südöstlich des Kiwusees, der oft auch Kivusee genannt wird. Von dort aus fließt er als Rukarara 50 Kilometer in östlicher Richtung ab und bildet später – mit dem ihm zufließenden Mwogo – den etwa 225 Kilometer langen Nyabarongo (auch Njawarongo genannt). Dieser fließt zuerst in Richtung Nordosten, um dann nach Osten abzuknicken; die dort mehr als rechtwinklige Laufänderung ist geologisch/tektonisch durch die Entstehung der Virunga-Vulkane und des Ostafrikanischen Grabens bedingt. Danach steuert der Nyabarongo auf Kigali zu, ohne die Hauptstadt von Ruanda direkt zu erreichen. Südlich dieser Stadt, von der er mit kleinen Schiffen mit wenig Tiefgang nutzbar ist, nimmt er den 165 Kilometer langen Akanyaru (auch Akanjaru genannt) auf, der aus Richtung Süden kommt und ebenfalls in seinem Unterlauf mit kleinen Schiffen mit wenig Tiefgang befahrbar ist. Der Nyabarongo setzt seinen Lauf an der Grenze von Ruanda und Burundi sowie an der Grenze von Ruanda und Tansania nach Osten fort und passiert den Rugwero See (Lac Rweru). Ab dort trägt der Fluss den Namen Akagera.
Bearbeiten Weiterer Flusslauf
Der Flusslauf Akagera-Nil-Victoria-Nil-Albert-Nil-Weißer Nil-Nil bildet ab der oberhalb der Rusumo Falls liegenden Grenze von Ruanda und Tansania die Fortsetzung der zuvor genannten Flussläufe – Luvironza-Ruvuvu-Ruvusu-Akagera („Burundischer Quellfluss“) und Rukarara-Nyabarongo („Ruandischer Quellfluss“). Er entsteht in knapp über 2.000 Meter Höhe in der Bergwelt von Ruanda, fließt überwiegend in nördliche Richtungen und mündet in Ägypten in das Mittelmeer.
Bearbeiten Akagera-Nil
Der rund 850 Kilometer lange Akagera-Nil (auch Kagera-Nil und früher teils Alexandra-Nil genannt) ist vorerst nur die Fortsetzung des Flusslaufs Rukarara-Nyabarongo in den Gebirgstälern von Ruanda. Er fließt – schiffbar – zuerst innerhalb Ruandas und dann rund 175 Kilometer auf den zuvor erwähnten Grenzen nach Osten. An seinem etwas östlich beziehungsweise unterhalb von Ngara liegenden „Südknie“ nimmt der Akagera-Nil den Ruvusu auf, welcher der Unterlauf des „Burundischen Quellflusses“ ist.
Danach knickt er nach Norden ab und stürzt nur wenige hundert Meter nach dieser Flusseinmündung über die Rusumo Falls (Chutes Rusumu). Nach dem Wasserfall ist der Akagera bis zum „Nordknie“ wieder schiffbar und bildet nicht nur im dortigen Akagera-Nationalpark die Grenze von Ruanda und Tansania, um rund 180 Kilometer weiter im Norden sein „Nordknie“ und das Dreiländereck Ruanda-Tansania-Uganda zu erreichen. Dort wechselt der Flusslauf abermals geologisch/tektonisch bedingt und wieder mehr als rechtwinklig seine Fließrichtung nach Osten. Fortan fließt er erst ein Stück direkt auf der Landesgrenze von Uganda und Tansania; danach verlässt er diese, um über zahlreiche Stromschnellen durch die nördlichen Teile von Tansania zu fließen. Später steuert er in Richtung Nordosten, um rund 270 Kilometer nach seinem „Nordknie“ und unweit der Grenze der beiden zuletzt genannten Staaten in den Westteil des Victoriasees zu münden.
Der Akagera-Nil verfügt über ein Einzugsgebiet von ca. 60.000 km². Er entwässert den größten Teil von Ruanda, die Hälfte des Staates Burundi, aber auch kleine Teile Nordwest-Tansanias.
Seine Quellregion am Osthang des Zentralafrikanischen Grabens in Ruanda gilt als die von der Mündung in das Mittelmeer am weitesten entfernte Quelle des (Weißen) Nils.
Seltsamerweise wird der Flusslauf bis zu diesem See oftmals nicht als Teil des Nils angesehen (siehe Die Entdeckung des tatsächlichen Quellflusses des Nils).
Bearbeiten Victoria-Nil
Der Nil fließt dann in Uganda als Victoria-Nil aus dem Norden des Victoriasees, in dem die überfluteten Owen- und Ripon Falls liegen, durch den Kyogasee, und über die Murchison Falls, die man auch Kabalega Falls nennt und die im Murchison Falls National Park liegen, in den Albertsee, der von 1973 bis 1997 in Zaïre auch Lac Mobutu-Sese-Seko genannt wurde.
Bearbeiten Albert-Nil
Unterhalb des Albertsees wird das Fließgewässer Albert-Nil genannt. Seinen Namen trägt er – gemeinsam mit dem Albertsee – zu Ehren des Prinzgemahls der Königin Victoria von Großbritannien, Prinz Albert. Er fließt innerhalb Ugandas vorbei an der Ruinenstätte Wadelai weiter nach Norden und erreicht die Grenze zu Sudan.
Bearbeiten Bahr al-Dschabal
Ab der Grenze zum Sudan heißt der Flusslauf Bahr al-Dschabal (arabisch: Bergfluss; auch Bahr al-Jabal und Bahr el-Dschebel genannt). Bei der Stadt Bur fließt er in den Sudd ein, ein großes Sumpfgebiet, in dem 53 Prozent des Wassers verdunsten.
Bearbeiten Weißer Nil
Nach Verlassen des Sudd trifft der Bahr al-Dschabal mit dem Fluss Bahr al-Ghazāl im No-See zusammen und wird ab da als Weißer Nil bezeichnet, der nun ostwärts weiterfließt. Bei der Stadt Malakal trifft er auf den Jonglei-Kanal und den Zufluss des Sobat. Dann fließt er nordwärts weiter in Richtung Khartum und Omdurman, wo er auf den Blauen Nil trifft, der von rechts beziehungsweise Südosten aus Äthiopien kommt.
Bearbeiten Nahr an-Nīl
Von Khartum flussabwärts wird der Strom als Nahr an-Nīl (arabisch: Nilfluss) bezeichnet. Nach der Einmündung des Atbara fließt er als so genannter Fremdlingsfluss durch ausgedehnte Wüstenlandschaften s-förmig weiter nach Norden. Östlich vom Nil bis zum Roten Meer liegt die Nubische Wüste, im Westen beginnt die Libysche Wüste. Er erreicht an der Grenze von Sudan nach Ägypten den Nassersee, der durch den von 1960 bis 1971 errichteten Assuan-Damm aufgestaut wird, und durchquert Ägypten.
In den nordsudanesischen und ägyptischen Wüstengebieten bildet der Nil eine 5 bis 20 Kilometer breite Niederung, es ist eine lebenswichtige Fluss-Oase und die landwirtschaftliche Grundlage Ägyptens. Da der Assuan-Damm den Nilschlamm, der früher bei jährlichen Überschwemmungen für die Fruchtbarkeit der Felder sorgte, zurückhält, muss mit Düngemitteln ausgeglichen werden. Eine Folge ist die zunehmende Versalzung der Böden.
In der nubischen Wüste wurde in der Nähe des vierten Kataraktes und etwa 400 Kilometer nördlich von Khartum eine weitere Talsperre gebaut, der Merowe-Staudamm. Der Stausee hatte im Januar 2009 seinen höchsten Wasserstand erreicht, Anfang Februar 2009 wurden die Turbinen in Betrieb genommen.
Der Nil bei Khartum um 1910
Der Zusammenfluss von weißem und blauem Nil 2010
Bearbeiten Nil
Nördlich bzw. unterhalb des Assuan-Staudamms und etwa ab Qena trägt der Strom nur noch seinen eigentlichen Namen – Nil. Nun tangiert er die östlich angrenzende Arabische Wüste. Weiter nördlich fließt sein Wasser östlich am Fayyum-Becken vorbei, eine große oasenartige und reichlich besiedelte Beckenlandschaft, mit der er über den Bahr Yusuf (Kanal) verbunden ist.
Rund 140 Kilometer nördlich von Luxor wird zurzeit die Naga-Hammadi-Staustufe umgesetzt. Sie ist eine von drei Staustufen, die zurzeit im Verlauf des Nils gebaut werden, um die Wasser- und Stromversorgung Oberägyptens zu verbessern.
Der Nil bei Assuan
Nil bei Assuan 2002
Assuan-Staudamm
Der Nil bei El-Minija
Bearbeiten Delta
Unterhalb von Kairo und damit noch weiter nördlich fächert sich der Nil zum etwa 24.000 km² großen Nildelta auf, nach dessen Durchfließen er schließlich in das Mittelmeer mündet. Der Assuan-Staudamm ist auch der Grund, warum dieses Flussdelta nicht mehr weiter ins Meer vorgeschoben, sondern durch die dort oftmals sehr starke Brandung abgetragen wird. Von den beiden Hauptarmen des Nildeltas, Damietta und Rosetta, transportiert seit den letzten Jahrzehnten nur noch der Rosetta-Teil Fließwasser ins Mittelmeer; als Hauptgrund dafür gilt die Verringerung der Abflussmenge des Nils durch hohe Verdunstung des aufgestauten Nasser-Sees und durch die intensivere Bewässerung der Agrarflächen.[3]
Bearbeiten Nebenflüsse
Linke bzw. westliche Nebenflüsse:
Bahr al-Ghazal
Wadi al-Malik (oft ausgetrocknet)
Wadi Howar (auch Gelber Nil, meist ausgetrocknet)
Rechte bzw. östliche Nebenflüsse:
Atbara (auch Schwarzer Nil)
Blauer Nil
Sobat
Bearbeiten Wasserfälle
Bearbeiten Kaskaden und Stromschnellen
Im Oberlauf des Weißen Nils (mit all seinen ihn speisenden Flüssen) muss das Nil-Wasser zahlreiche kleinere und größere kaskadenartige Wasserfälle überwinden; dazu gehören:
Rusumo Falls (Chutes Rusumu) auf der Grenze von Ruanda und Tansania
Kuruma-Schnellen in Tansania – östlich vom Nordknie des Kagera-Nils
Ripon Falls in Uganda – (durch den Owen-Falls-Damm vom Victoriasee überflutet)
Owen Falls in Uganda – (durch den Owen-Falls-Damm vom Victoriasee überflutet)
Bujagali-Falls in Uganda – unweit der Stelle, wo der Nil den Victoriasee verlässt
Murchison Falls (auch Kabelega Falls genannt) in Uganda
Bearbeiten Katarakte
Lage der 6 Katarakte.
Im Mittellauf des Nils, unterhalb der Einmündung des Blauen Nils in den Weißen Nil, muss(te) das Nil-Wasser zwischen Omdurman und Assuan insgesamt sechs Katarakte überwinden. Dies sind explizit bei Niedrigwasser schwer passierbare Stromschnellen, die nicht nur im alten Ägypten sehr gefürchtet waren, weil sie zwischen teils spitzen und nur schwer überschaubaren Felsklippen hindurchführen, so dass man sie mit großen Booten oder Schiffen nicht befahren kann. Auch heute noch stellt es eine Herausforderung dar, diese Katarakte mit Kleinbooten zu überwinden. Früher bildeten sie die Grenze zwischen den Königreichen.
Diese sechs natürlichen Granitbarrieren sind Hunderte Millionen Jahre alte Zeugnisse von übereinander geschobenen Kontinentalplatten, die wesentlich härter sind, als das weiche Sedimentgestein, das der Nil selbst abgelagert hatte. Man nannte diese Barrieren schlicht und einfach Katarakte und gab ihnen eine zusätzliche Nummer; die Nummerierung erfolgt flussaufwärts: Der 1. Katarakt liegt bei Assuan, der heute allerdings – wie der zweite – von den Wassermassen des Nassersees überlagert ist. Der 3. Katarakt liegt nur etwas nördlich von Kerma, der vierte nord-östlich von Karima, der 2008 in den Wassermassen des Merowe-Staudamm verschwand, und der fünfte 50 Kilometer nördlich von Berber. Der oberste Katarakt liegt etwa 75 km nördlich von Omdurman.
Durch diese Katarakte fließt das Nil-Wasser aufgrund des schmaleren und tieferen Flussbettes und des stärkeren Gefälles zumeist reißend, insbesondere wenn weiter südlich die Regenzeit tobt und die Wassermassen nach Norden kommen. Bei Assuan wird die Nilschifffahrt am 1. Katarakt unterhalb des alten Staudamms unterbrochen. Dieser von 1898 bis 1902 gebaute Damm staut den Nil auf etwa fünf Kilometer Länge bis zum neuen Hochdamm und ließ bereits kurz nach seiner Fertigstellung den Tempel von Philae teilweise im Wasser verschwinden. Die Anlegestelle für den Schiffsverkehr über den Assuan-Stausee in den Sudan liegt an der Ostseite des Hochdamms.
1. Katarakt um 1870
1. Katarakt, Datum unbekannt
3. Katarakt 2010
Auslauf des 4. Katarakts 2010
6. Katarakt um 1908
Bearbeiten Daten zum Nil
Nil bei Kairo und Gizeh
Von seiner am weitesten entfernten Quelle in Burundi legt der Nil bis zu seiner Mündung insgesamt 6.671 Kilometer Flussstrecke zurück. Vom Victoriasee sind dies noch 5.588 Kilometer, von Khartum, wo der Blaue Nil in den Weißen Nil fließt, rund 2.700 Kilometer und von der Landesgrenze von Sudan/Ägypten bis zur Mündung noch 1.550 Kilometer.
Geologische Untersuchungen ergaben, dass sich erst vor etwa einer Million Jahren der Victoriasee durch Absenkung des dortigen Hochlandes gebildet hat. Nach dem Ende der letzten Eiszeit ist dieser See vor etwa 12.000 Jahren erst übergelaufen und ließ den Viktoria-Nil, beziehungsweise den Weißen Nil entstehen.
Bearbeiten Geschichte
Bearbeiten Altes Ägypten
Erst durch den Nil wurde das Leben und die Kultur an den Nilufern des Alten Ägyptens möglich. Ohne ihn wäre das Land eine einzige Wüste. Man sieht es daran, dass er im Westen von der Libyschen und im Osten von der Nubischen Wüste sowie der Arabischen Wüste eingefasst wird, wo bis auf ein paar Oasen kein Wasser existiert und somit Landwirtschaft und Kultur unmöglich waren bzw. sind. Erst durch den fruchtbaren Schlamm, den der Nil bei seinen Hochwassern über das Land verteilt, konnten Nutzpflanzen angebaut und Landwirtschaft betrieben werden. Außerdem wurde der sehr tonhaltige Schlamm, den die Nilschwemme brachte, zum Häuserbau benutzt.
Während die vom Nil geführte Wassermenge, die fast ausschließlich von den Niederschlägen in den Ländern um den Viktoriasee abhing, ihren Tiefstand zumeist im April erreicht(e), stieg diese bis Ende August auf das etwa 50- bis 60-fache an:
Einmal im Jahr überschwemmte der Nil das Land und bedeckte einen bis zu mehrere Kilometer breiten Streifen Land (sog. Nilschwelle). Wenn das Wasser abfloss und verdunstete, hinterließ er fruchtbaren, dunklen Schlamm (so wäre dies auch heute noch, wenn es den Assuan-Staudamm nicht gäbe), der dem Alten Ägypten seinen Namen gab (Kemet – „Das schwarze Land“). Um diese Anbaufläche für Getreide vollständig nutzen zu können, siedelten die Ägypter meist direkt entlang des Nils, aber auch etwas abseits des Flusses in der Wüste. Um für die Wüstensiedlungen und für Trockenzeiten Wasser speichern zu können, mussten sie Kanäle und künstliche Seen anlegen. Da der einzelne ägyptische Bauer diese nicht bauen konnte, schlossen sich die Bewohner eines Landstriches zusammen und bildeten Gaue, die von Gaufürsten verwaltet wurden.
Der Pegelstand des Nils hatte zur Zeit der Überschwemmung eine Schwankungsbreite von bis zu acht Metern. Er wurde an Nilometern gemessen, beispielsweise Per Hapi. Da bei niedrigem Stand manche Landstriche nicht überschwemmt wurden und die dort lebenden Bauern hungerten, wurden die Steuern nach dem Stand des Nils festgesetzt. Stieg der Nil aber zu hoch, drohte das Brechen von Dämmen und die Zerstörungen der Häuser. Dadurch wurden schon früh Geometer benötigt, die das Land neu ausmaßen und die Feldergrenzen neu festlegten.
Der Nil war der Haupthandelsweg Ägyptens. Über den Fluss wurde beispielsweise Holz transportiert, das in Ägypten fast überhaupt nicht vorkommt. Es wurde aus Syrien und Palästina importiert. Außerdem wurden Steinblöcke für den Bau von Pyramiden auf Schiffen transportiert. Der Schiffsverkehr war auf den Tag begrenzt, da man in der Nacht Gefahr lief, auf Sandbänke zu laufen. Bei sehr niedrigem Wasserstand wurden die Schiffe über kurze Strecken über Land gezogen. Das Segel wurde erst 3350 v. Chr. eingeführt.
Bearbeiten Römer- bis Neuzeit
„Der Nil“ - römische Arbeit aus dem 1. Jahrhundert nach Chr. im Vatikanischen Museum
Arabische Weltkarte, 12. Jh.; Süden ist oben: Der Nil entfließt zwei Binnenseen, die aus Quellen am Fuß eines Gebirges gespeist werden, und vereinigt sich in einem dritten See.
Europäische Karte „Abessiniens“, 16. Jh.: Der Nil und seine oberen Nebenflüsse entfließen Binnenseen.
Bereits die alten Römer waren auf der Suche nach den Quellen des riesigen Stromes ("caput Nili quaerere", im Vulgärlateinischen doppeldeutig, da auch als "Das Haupt des Nichts suchen" übersetzbar.). Im zweiten Jahrhundert nach der Zeitenwende schrieb Claudius Ptolemäus aufgrund von Reiseberichten, der Nil entströme zwei großen Binnenseen in Äquatornähe. Nahe der Seen erhöben sich die Montes Lunae. Dieser Aussage und seiner Weltkarte folgten arabische und europäische Darstellungen des Mittelalters.
Der portugiesische Jesuitenmissionar Pater Pedro Páez (1564–1622) entdeckte 1613 die Quelle des Blauen Nils. Der schottische Afrikaforscher James Bruce (1730–1794) entdeckte die Quelle am 4. November 1770 wieder und beanspruchte den Ruhm (vergeblich) für sich; er befuhr 1771 den Blauen Nil bis zur Vereinigung.
Viele Afrikaforscher haben meist vergeblich versucht, die tatsächliche Quelle des Nils am Luvironza zu finden und haben diesbezüglich mehrere Hypothesen aufgestellt. Bei einer Expedition, die von 1821 bis 1822 dauerte, erreichte der Franzose Frédéric Cailliaud (1787–1869) die Mündung des Blauen- in den Weißen Nil. 1861 stellte die niederländische Afrikaforscherin Alexandrine Tinné in Kairo eine Expedition zusammen, musste diese aber aus logistischen Gründen nach einigen Monaten erfolglos abbrechen. 1866 machte sich der berühmte britische Forscher David Livingstone (1813–1873) auf Expeditionen zu den Quellen des Nils und des Kongo; er meinte sie im viel weiter südlich liegenden Bangweulusee gefunden zu haben, erreichte die wirkliche Quelle aber nie. 1857 gingen die Briten John Hanning Speke und Richard Francis Burton gemeinsam auf Erkundung des Victoriasees: John Speke sah in ihm die Quelle – Richard Burton jedoch im südlicherem Tanganjikasee. 1858 machte sich John Speke, nun in Begleitung mit James Augustus Grant, erneut auf Expedition und sie entdeckten 1862 die Ripon Falls im Norden des Victoriasees, der fälschlicherweise als Nilquelle angesehen wurde. Die Quelle des Kagera Nils am Luvironza, die der tatsächlichen Nil-Quelle entspricht, wurde 1893 von den Österreichern Oscar Baumann (1864–1899) und Oskar Lenz (1848–1925) gemeinsam entdeckt; erst 1898 wurde die geographische Lage dieser Quelle vom Deutschen Dr. Richard Kandt (1867–1918) genau bestimmt. Auch der Brite Samuel White Baker und der Italiener Romolo Gessi, die sich ebenfalls auf die Suche machten, haben erfolgreiche Expeditionen unternommen.
Bearbeiten Die Entdeckung des tatsächlichen Quellflusses des Nils
Weil der Weiße Nil – mit seinen sich daran anschließenden und oben genannten Quellflüssen – deutlich länger als der Blaue Nil ist und auch ein wesentlich größeres Einzugsgebiet als dieser aufweist, ist er der tatsächliche und seit langem unumstrittene Quellfluss des Nils.
Allerdings galt der Blaue Nil früher auch als dessen Quellfluss, wohl auch weil zu seinem Namen die Bezeichnung Nil gehört; dies geschah, bis 1893, als man die Quelle des obig genannten Luvironza fand und sich in der Folgezeit daran machte, den sich daran anschließenden Flusslauf zu vermessen. So fand man heraus, dass der Weiße Nil mit seinen Quellflüssen der deutlich längere Fluss ist, so dass dieser der tatsächliche Quellfluss des Nils ist. Wohl aus Tradition wird noch gelegentlich der Victoriasee als Flussursprung genannt, dabei werden 1083 Kilometer (fast die Länge der Elbe) von der Quelle des Luvironza bis zum Ausfluss des Nils aus diesem See unterschlagen.
Fasst man die zuvor genannten Erkenntnisse über die Länge und Einzugsgebiet des Stroms zusammen, so ist der Luvironza-Ruvuvu-Ruvusu-Akagera-Weißer Nil-Nil der tatsächliche – gesamte – Flusslauf des Nils.
Bearbeiten Fauna
Der Nil besitzt eine artenreiche und einmalige Tierwelt. Viele erhielten nach dem Fluss auch ihren Namen, so etwa das Nilkrokodil, der Nilhecht, die Nilgans, die Nil-Grasratte, der Nilwaran und auch das Nil- oder Flusspferd, welches aber heute im Unterlauf nicht mehr vorkommt. Viele Tiere nutzten die Ägypter als Haustiere oder Vorbilder für Götter.
Nilhechte, wie diese Mormyrus-Art verdanken dem Fluss ihren deutschen Trivialnamen.
Der Nil wird von über 120 Fischarten bewohnt, was für ein Fluss dieser Länge nicht viele sind. Endemisch sind etwa ¼ der Arten, eine endemische Gattung gibt es nicht. Das Niltal bildet keine zoogeografische Einheit, etwa 75 Arten kommen auch im Stromgebiet des Niger und die meisten dieser Arten auch in anderen westafrikanischen Flüssen vor. Über 20 im Nil lebende Fischarten sind auch im Kongobecken zu Hause. Zu den großen im Nil lebenden Fischarten gehören der Plankton fressende Afrikanische Knochenzüngler (Heterotis niloticus) und die Raubfische Großnilhecht (Gymnarchus niloticus) und Nilbarsch (Lates niloticus). Die Zitterwelse sind mit zwei Arten vertreten, Malapterurus electricus und Malapterurus minjiriya. Die artenreichste Fischfamilie mit Arten sind die Karpfenfische (Cyprinidae) mit 18 Arten und die Nilhechte (Mormyridae) mit 16 Arten. [4] [5]
Bearbeiten Das Nilwasser und seine Nutzung
Ägypten und der Sudan stellten im Jahre 1959 in bilateralen Verhandlungen fest, dass die jährliche Gesamtmenge des verfügbaren Nilwassers durchschnittlich 84 Milliarden m³ beträgt, wovon jährlich durchschnittlich 10 Milliarden m³ durch Verdunstung und Versickerung verlorengehen würden. Gemessen wurde der Wasserdurchsatz auf der Höhe des alten Assuan-Staudamms. Ägypten bewilligte sich jährlich 55,5 Milliarden m³ und gestand dem Sudan 18,5 Milliarden m³ zu. Da der Nil aber zehn Anrainerstaaten hat, von denen die meisten im Abkommen von 1959 nicht erwähnt wurden, ergibt sich für den größten Teil der rund 300 Millionen Flussanwohner eine notorische Unterversorgung, da Ägypten seine Wasseransprüche notfalls mit Gewalt durchsetzen will. Das im Jahre 2010 von Uganda inszenierte Abkommen von Entebbe, das einen neuen Verteilungsschlüssel vorsieht, wurde bislang von Ägypten und dem Sudan nicht unterzeichnet.
Bearbeiten Städte am Nil-Ufer
Die Millionenstädte Kairo, Gizeh (beide Ägypten) und Khartum (Sudan) sind die größten Städte. Die alten Ägypter bauten ihre Städte oft an den fruchtbaren Ebenen des heiligen Flusses. Viele Katarakte und Stauanlagen wurden, unter anderem für die Besiedlung, errichtet.
Nil in Kairo
Ruanda
Kigali
Uganda
Kampala (am Victoriasee)
Jinja
Sudan
Dschuba
Malakal
Kusti
Rabak
Khartum (al-Chartūm)
Omdurman (Umm Durmān)
al-Chartum Bahri
Atbara
Wadi Halfa
Ägypten
Assuan (Aswān)
Luxor (al-Uqsur)
Qena (Qinā)
Sohag (Suhādsch)
Asyut (Asyūt)
Minya (al-Minyā)
Beni Suef (Banī Suwaif)
Madinat al-Fayyum (al-Fayyūm) – etwas westlich vom Nil
Helwan (Hulwān)
Orte im oder am Nildelta
Kairo (al-Qāhira)
Gizeh (al-Dschīza)
Heliopolis (Misr al-Dschadīda)
Imbaba (Imbābā)
Banha (Banhā)
Schibin al-Kaum
Ismailia (al-Isma'īliyya, am Sueskanal, über Seitenkanal mit Nildelta verbunden)
Zagazig (az-Zaqāzīq)
Tanta (Tantā)
Mahalla al-Kubra (al-Mahallāt al-Kubrā)
Mansura (al-Mansūra)
Naukratis (Nebireh)
Damanhur (Damanhūr)
Kafr asch-Schaich
Alexandria (al-Iskandariyya)
Port Said (Būr Sa'īd)
Damietta (Dumyāt)
Bearbeiten Brücken
(in Fließrichtung zum Mittelmeer)
Bearbeiten Nil-Brücken südlich von Kairo
Aswan-Brücke, Assuan
Luxor-Brücke (1998), Luxor
Suhag-Brücke, Sohag
Assiut-Brücke, Asyut
Al Minya-Brücke, Minya
Al Marazeek-Brücke, Heluan, Eisenbahn- und Straßenbrücke
Bearbeiten Nil-Brücken in Kairo
Erste Ringstraßenbrücke
Abbas-Brücke
Universitätsbrücke
Qasr El Nile-Brücke
6.-Oktober-Brücke
Abu El Ela-Brücke (historisch)
Neue Abu El Ela-Brücke
Imbaba-Brücke
Rod Elfarag-Brücke
Zweite Ringstraßenbrücke
Bearbeiten Nil-Brücken unterhalb von Kairo
Banha-Brücke, Banha
Bearbeiten Kanäle
Künstliche angelegte Kanäle, die den Nil begleiten oder von ihm abzweigen sind unter anderen:
Bahr Yusuf
El Muhit-Kanal
Giseh-Kanal
Ibrahim-Kanal
Ismailia-Kanal
Jonglei-Kanal (unvollendet)
Bearbeiten Literatur
Hans Bonnet: Nil, in: Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte, Hamburg 2000 ISBN 3-937872-08-6 S. 525-528.
Georg Brunold: Nilfieber. Der Wettlauf zu den Quellen. Erschienen 1993 im Eichborn Verlag, Frankfurt am Main. ISBN 3-8218-4107-9
Wolfgang Helck /Eberhard Otto: Nil, in: Kleines Lexikon der Ägyptologie, Harrassowitz Verlag Wiesbaden, 1999 ISBN 3-447-04027-0 S. 203.
Lutz Knörnschild: Zur Geschichte der Nilwassernutzung in der ägyptischen Landwirtschaft von den Anfängen bis zur Gegenwart. Leipziger Beiträge zur Orientforschung. Bd 1. Frankfurt a.M./Berlin u.a. 1993, S. 284. ISBN 3-631-44755-8
Bearbeiten Weblinks
Commons: Nil – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wikisource: Die Entdeckung der Nilquelle – Quellen und Volltexte
Abflussdiagramm El Ekhsase (engl.)
Bearbeiten Einzelnachweise
↑ http://www.sage.wisc.edu/riverdata/ River Discharge Database (englisch)
↑ http://www.grdc.sr.unh.ed Water Systems Research Group (englisch)
↑ http://nest.su.se/mnode/Africa/Egypt/NileDelta_Rosetta/Nile_rosettabud.htm
↑ Fishbase Species in Nile
↑ Petru Banaescu: Zoogeography of Fresh Waters. Seite 1137, AULA, Wiesbaden 1990, ISBN 3-89104-480-1
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