Umschreibende Onomatopöien in Comics Die Onomatopoesie (auch Onomatopöie, von altgriech. ὄνομα: ónoma: „Name“, und ποίησις: poíēsis: hier „Erschaffung, Herstellung“, folglich ὀνοματοποιεῖν: onomatopoiein: „einen Namen prägen, benennen“), deutsch Lautmalerei, Tonmalerei, Schallwort, ist die Nachahmung eines Naturlautes oder eines sonstigen außersprachlichen akustischen Phänomens durch die klanglich als ähnlich empfundene Lautgestalt eines sprachlichen Ausdrucks. Zu unterscheiden sind die wortbildenden Lautmalereien („knallen, rumpeln, rauschen, klirren, bellen“), die Verbal- und Substantivstämme darstellen, und Interjektionen („Klipp-Klapp, Huhu, Au“). Außerdem gibt es Wörter, die auch dem Stamm nach einen Laut nicht nachahmen, ihn aber benennen und dadurch implizieren. In diesem Fall spricht man von umschreibenden Onomatopoetika („trompetend“, „flötend“, „metallisch [klingend]“). Inhaltsverzeichnis 1 Lexikalische Bedeutung 2 Unterschiede in Einzelsprachen 3 Sprachwissenschaftliche und -soziologische Betrachtung 4 Einordnung in der Rhetorik 5 Comic-Sprache 6 Siehe auch 7 Literatur 8 Einzelnachweise 9 Weblinks Bearbeiten Lexikalische Bedeutung „Onomatopoesie“ ist lexikalisch gesehen ein gemischt altgriechisch-französisch basiertes Fremdwort, da die Form „-poesie“ nur vermittels französisch poésie und lateinisch poesia auf altgriechisch ποίησις [poíesis] zurückgeht. In der deutschen Fachsprache der Literatur- und Sprachwissenschaft werden deshalb oft aus puristischen Gründen zur Vermeidung der Sprachmischung die rein griechischen Fremdwörter Onomatopöie, Onomatopoiie und als Adjektiv manchmal onomatopoietisch (statt onomatopoetisch) bevorzugt. Die genannten Substantive (Onomatopoesie, Onomatopöie, Onomatopoiie) können jeweils sowohl den Prozess der Herstellung eines lautmalerischen Ausdrucks wie auch den Ausdruck selbst als Ergebnis dieses Prozesses bezeichnen, während Onomatopoetikon/Onomatopoetikum (plur. für beide „Onomatopoetika“) nur für das Ergebnis, den Ausdruck selbst, verwendet wird. Bearbeiten Unterschiede in Einzelsprachen Onomatopoetika werden normalerweise nicht möglichst wirklichkeitsgetreu unter Einsatz aller artikulatorischen Möglichkeiten der menschlichen Lautorgane, sondern nur mithilfe des in der jeweiligen Einzelsprache bereits vorgegebenen Lautinventars erzeugt. Da sich die Lautinventare der Sprachen unterscheiden und auch Onomatopoetika der sprachlichen Konventionalisierung innerhalb der Sprachgemeinschaft unterliegen, bestehen auch mehr oder weniger große Unterschiede zwischen den Onomatopoetika verschiedener Einzelsprachen. Das Zwitschern eines Vogels wird zum Beispiel von Deutschen mit tschiep, tschiep, von Japanern dagegen mit pyu, pyu und von Griechen mit tsiu, tsiu wiedergegeben, oder der Hahnenschrei im Deutschen mit kikeriki, im Niederländischen mit kukeleku, im Französischen mit cocorico, im Spanischen mit quiquiriquí und im Englischen mit cock-a-doodle-doo. In der Tendenz kann man aber feststellen, dass die Onomatopoetika verschiedener Sprachen (z. B. dt. wau-wau, frz. oua-oua, engl. waf-waf) häufiger Übereinstimmungen aufweisen als die nicht-onomatopoetischen Bezeichnungen ein und derselben Sache in diesen Sprachen (Hund, chien, dog). Bearbeiten Sprachwissenschaftliche und -soziologische Betrachtung Die Sprachwissenschaft behandelt die Onomatopoesie als eine Art der Wortbildung, die besonders in der Kinder- und Ammensprache – in neuerer Zeit auch in der Sprache der Comics, der comicinspirierten Kunst (bsp. Pop Art) und den Chat-Foren des Internet – verbreitet ist. Diese Art der Wortbildung hat den historischen Wortschatz der Einzelsprachen besonders im Bereich der Tierlaute und daraus abgeleiteten Tiernamen, aber auch in den Bezeichnungen anderer Geräusche und Geräuscherzeuger geprägt. Da auch Onomatopoetika beziehungsweise die daraus entstandenen und lexikalisierten Wörter dem historischen Lautwandel unterliegen und durch Flexion und Derivation zusätzliche Veränderungen erfahren können, ist der onomatopoetische Ursprung eines Worts nicht immer sofort zu erkennen (z. B. „klatschen“, „schnuppern“, „Schnorchel“). Als Wortart werden Onomatopoetika z. T. unter den Interjektionen behandelt und machen dort speziell den Untertyp der primären Interjektionen aus. Aber auch andere Wortarten (Substantive: „Kuckuck“, „Zilp-Zalp“; Verben: „tschilpen“) enthalten Onomatopoetika. Onomatopoetika finden sich sowohl im Bereich der allgemeinen Phänomenologie im Sinne physikalischer Vorgänge oder der Materialkunde („rauschen“, „zischen“, „rascheln“, „klappern“) wie auch der konkreteren Umweltbestimmung (etwa: „bellende Hunde beißen nicht, knurrende sehrwohl“, „die Biene summt“, aber auch „klirren“ ‚spröde brechend wie Eis‘ → „klirrende Kälte“). Analog zu Onomatopoetika als lautnachahmenden Wörtern gibt es form-/gestaltnachahmende Wörter wie S-Kurve, T-Shirt (vgl. formikonische Wörter), in Wörtern wie „klappen“ (‚hart zuschlagend‘), „schnappen“ (‚schnell zuschlagend‘), „sausen“ (‚schnell vorüberziehend‘) mischen sich lautmalende und bewegungszeigende Aspekte. Gerade aus der Herkunft einer Vielzahl von Lautmalereien aus den ganz frühen Sprachschichten wie auch der Tendenz der Kindersprache zur Onomatopöie gibt es Ansätze, aus solchen Wörtern im Sinne von ‚Urworten‘ die Wurzeln sowohl der kollektiven wie individuellen Sprachbildung zu rekonstruieren. Bearbeiten Einordnung in der Rhetorik In der klassischen Rhetorik wurde die Onomatopöie traditionell unter den Tropen, den Kunstmitteln uneigentlicher Aussage, eingeordnet, weil die Verwendung eines Lautes zur Bezeichnung des Vorgangs seiner Erzeugung (z.B. lat. mugire für das „Muhen“ der Kuh) oder zur Benennung des Lauterzeugers (cuculus für „Kuckuck“) auf einem Akt der Übertragung beruht und in diesen konkreten Fällen eine Sonderform der Metonymie darstellt. Neuzeitliche Handbücher behandeln die Onomatopöie dagegen eher unter den Klangfiguren als Mittel zur Steigerung oder Intensivierung des Ausdrucks. Sie wird dabei nicht auf das Einzelwort begrenzt gesehen, sondern kann auch in Verbindung mit anderen Klangfiguren wie etwa der Alliteration auftreten, so z. B. in der Schlussstrophe von Clemens Brentanos berühmten Wiegenlied: Singt ein Lied so süß gelinde, Wie die Quellen auf den Kieseln, Wie die Bienen um die Linde Summen, murmeln, flüstern, rieseln. Oder in dem Vers, in dem Ovid das Quaken der Frösche lautlich evoziert, ohne diese selbst beim Namen zu nennen (Metamorphosen VI, 376): quamvis sint sub aqua, sub aqua maledicere temptant „Obwohl sie unter Wasser sind, versuchen sie unter Wasser zu lästern“ Bearbeiten Comic-Sprache In der deutschen Comic-Sprache[1] wurde die Schöpfung neuer, möglichst ungewöhnlicher Onomatopoetika vor allem von Erika Fuchs (Micky Maus Magazin) und Herbert Feuerstein (Mad-Magazin) zur Kunst erhoben, weshalb gelegentlich scherzhaft vom Erikativ die Rede ist. Im Comic werden neben herkömmlichen Onomatopoetika und Neuschöpfungen wie „ZASS!“, „KRRRRZZZ“ oder „ZABADONG“ auch Inflektive solcher Wörter benutzt, die lediglich von ihrer Etymologie her onomatopoetischen Ursprungs sind (bspw. „SEUFZ!“ oder „KEUCH!“), ferner Inflektive von umschreibenden Onomatopoetika („TRÖÖT!“). Bearbeiten Siehe auch Arbitrarität Ideophon Japanische Onomatopoesie Lautpoesie Gromolo Tierlautbezeichnungen Bearbeiten Literatur Allgemein Michael Gross: Zur linguistischen Problematisierung des Onomatopoetischen. Buske, Hamburg 1988 (= Forum phoneticum, 42), ISBN 3-87118-910-3 Hermann Hilmer: Schallnachahmung / Wortschöpfung und Bedeutungswandel. Max Niemeyer, Halle a.S. 1914 Heinz Wissemann: Untersuchungen zur Onomatopoiie. 1. Teil: Die sprachpsychologischen Versuche. Habilitation Universität Münster. Winter, Heidelberg 1954 Speziell Rainer Braus: Onomatopoetische Verben und ihre Bildung in der Lyrik des ungarischen Dichters Petöfi. Magisterarbeit, Universität Göttingen, 2003 Ernst J. Havlik: Lexikon der Onomatopöien. Die lautimitierenden Wörter im Comic. Dieter Fricke, Frankfurt am Main 1981 ISBN 3-88184-036-2 u. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1991 (Reprint) Andreas Lötscher: Semantische Strukturen im Bereich der alt- und mittelhochdeutschen Schallwörter. De Gruyter, Berlin 1973 (= Quellen und Forschungen zur Sprach- und Kulturgeschichte der germanischen Völker, N.F., 53), ISBN 3-11-003870-6 Harri Meier: Primäre und sekundäre Onomatopöien und andere Untersuchungen zur romanischen Etymologie. Winter, Heidelberg 1975 (= Sammlung romanischer Elementar- und Handbücher, Reihe 5, Bd. 9), ISBN 3-533-02356-7 / 3-533-02355-9 Eva Tichy: Onomatopoetische Verbalbildungen des Griechischen. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1983 (= Sitzungsberichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-historische Klasse, 409; Veröffentlichungen der Kommission für Linguistik und Kommunikationsforschung, 14), ISBN 3-7001-0559-2 Bearbeiten Einzelnachweise ↑ Ernst J. Havlik: Lexikon der Onomatopöien. Die lautimitierenden Wörter im Comic. Dieter Fricke, Frankfurt am Main 1981 u. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1991 (Reprint). Bearbeiten Weblinks  Wiktionary: Onomatopoesie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen Onomatopöie der Betonung. Friedrich Mauthner, abgerufen am 2. November 2010.  Internationale Sammlung kindlicher Onomatopoesien (engl.). Agathe Jacquillat u. Tomi Vollausche, abgerufen am 2. November 2010.  Internationale Sammlung des Hahnenschreis (franz.). Alain J. Schneider, abgerufen am 2. November 2010. 

Local student headed to state spelling bee
For one Legacy Academy student a word such as onomatopoeia is a breeze to spell. He just taps into his photographic memory and pulls up the image of the word in his head. This expertise in spelling has earned Jeremiah House, an eighth-grader at the ...
http://www.coloradocommunitynewspapers.com/articles/2011/02/23/elbert_county_news/news/17_ad_beewinner__ec.txt


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onomatopoeia: Definition, Synonyms from Answers.com

onomatopoeia n. The formation or use of words such as buzz or murmur that imitate the sounds associated with the objects or actions they refer to


Radiohead's Surprise New Album
It’s more 'like the onomatopoeia of a Heaney poem' says Ronan at Swear I'm Not Paul. "In Rainbows grabbed me more on first listen, but I feel that this album might have a lot more to discover underneath," he writes but the opening is terrible.
http://news.yahoo.com/s/atlantic/20110218/cm_atlantic/radioheadssurprisenewalbum7039


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Onomatopoeia | Define Onomatopoeia at Dictionary.com

Onomatopoeia definition, the formation of a word, as cuckoo or boom, by imitation of a sound made by or associated with its referent. See more.


Oh dear. Rick Santorum has a Google problem.(search engine optimized update)
I am at a loss for words, which doesn't happen very often, so allow me to lapse into onomatopoeia: You can add a private note to this diary when hotlisting it: Are you sure you want to remove this diary from your hotlist? Are you sure you want to remove your recommendation?
http://www.dailykos.com/story/2011/02/16/945516/-Oh-dear-Rick-Santorum-has-a-Google-problem(search-engine-optimized-update)


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Onomatopoeia .... words that look like they sound! .

Onomatopoeia is used to describe words that look like the sound they are ... the word 'rattle' describes the sound, and it makes the sound when ...


When Walt Disney stopped the car
We just played with it. And at the beginning it's just doubletalk, garbledygoop. We just made up the kind of onomatopoeia that you do." At last they concocted their word, "supercalifragilisticexpialidocious," but they didn't use it as the song's title.
http://www.boston.com/ae/specials/culturedesk/2011/02/when_walt_disney_stopped_the_c.html

Onomatopoesie Montag Februar 25th 2008
http://lifewired.de/wordpress?cat=5

Examples of Onomatopoeia | List of onomatopoeic words and ...

Examples of Onomatopoeia | List of onomatopoeic words and meanings. Definitions and examples of onomatopoeia.


Stepping up, Part 2: Better than kvetching
Onomatopoeia -- a word's ability to sound like what it means -- delights the ear as it rolls off the tongue. Take 'kvetch." Rhyming nicely with wretch, it aptly means, as a noun, a chronic complainer; as a verb, to complain chronically. A lot of it's going ...
http://theworldlink.com/news/opinion/editorial/article_0fd50b1b-c5ca-5c81-be30-f09d2b1a2ef3.html

Yashica Mat 124 G Fuji Reala 100
http://www.flickr.com/photos/31525403@N08/3402842596/

Onomatopoeia

"Zip" is an example of onomatopoeia because it sounds like what it is. When you zip up a zipper the sound the zipper makes sounds like a zipper. ...


"PewPewPewPewPewPewPewPewPew" Lets You Spit Hot Fire
Two clever and talented developers dubbed Incredible Ape have turned that bit of onomatopoeia in the main mechanic for their new game. It's tough to tell from the video but it looks like the adventuring astronaut runs forward automatically, with one player ...
http://www.ifc.com/news/2011/02/pewpewpewpewpewpewpewpewpew-le.php

Ein bisschen Tape und ein paar Luftballons und man hat die Comic Onomatopoesie im ffentlichen Raum Dank D Billy
http://killefit.net/blog/2008/07/21/d-billy-urbane-typo

onomatopoeia - definition and examples of onomatopoeia

The use of words that imitate the sounds associated with the objects or actions they refer to.


Boulder nightlife: Howlapalooza, Centro's Date Nights, Rooftop Music and BIFF
In that case, abort, abort! Howlapalooza, this Saturday at the Lazy Dog, 1346 Pearl Street, has absolutely nothing to do with math and makes use of onomatopoeia, so it's pretty much guaranteed to be a good time. The event is a fundraiser for the Humane ...
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What is Onomatopoeia?

Onomatopoeia has several meanings. One meaning is the creation or use of words that sound like the items or actions they name or refer to. ...


Double Nickels on the Nose
"Not afraid of the crash cymbal. That man hits the crash cymbal on every measure." He shifts into the drummer's universal language of onomatopoeia, sounding out the syncopation characteristic of Hurley's style. Even Braddock, who'd learned a few Minutemen ...
http://www.chicagoreader.com/chicago/minutement-econoline-double-nickels-on-a-dime-tribute-girls-rock/Content?oid=3260315


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Onomatopoeia - Definition and More from the Free Merriam ...

Definition of onomatopoeia from the Merriam-Webster Online Dictionary with audio pronunciations, thesaurus, Word of the Day, and word games.


FONTANA: Weapons of mass texting
Someone wholives and breathes for that fix, the onomatopoeia of vibrations sounding that instantaneous, completely disconnected “human-connection.” Or there’s the never-texter: a proverbial black hole. Texts may come in, but they never come out (dun dun dun).
http://dailyfreepress.com/2011/02/15/fontana-weapons-of-mass-texting/


http://shop.strato.de/epages/69858.sf/de_DE?ObjectPath=/Shops/69858/Products/35902

onomatopoeia - Wiktionary

onomatopoeia (countable and uncountable; plural onomatopoeias or onomatopoeiae) (uncountable) The property of a word of sounding like what it represents. ...


Random Harvest / As every Roman knows: Art is long — but life is short! That's the bittersweet veritas!
We discussed the use of the word crunch, which is onomatopoeia. We recognized the simile and talked about what the word ravenous means. We all made sounds like we were ravenous old men, eating dark toast. We found that the shadows, the sun, and the trees ...
http://www.twincities.com/lotterman/ci_17365380

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