Ädil
Aisymnet
Appius Claudius Caecus
Appius Claudius Crassus (Konsul 349 v. Chr.)
Augustus
Augustus (Titel)
Aulus Atilius Caiatinus
Aulus Cornelius Cossus (Diktator)
Aulus Cornelius Cossus (Konsul 428 v. Chr.)
Aulus Cornelius Cossus Arvina
Aulus Postumius Albus Regillensis
Caesar (Titel)
Censur
Comes
Consulat
Cursus honorum
Decemviri
Diktatur
Dux (Titel)
Fasces
Gaius Duilius
Gaius Flaminius
Gaius Iulius Caesar
Gaius Iunius Bubulcus Brutus
Gaius Marcius Rutilus
Gaius Sulpicius Longus
Gnaeus Fulvius Maximus Centumalus
Hannibal
Helmuth Schneider
Imperator
Imperium (Rom)
Interrex
Lateinische Sprache
Legatus
Liktor
Lucius Aemilius Mamercinus Privernas
Lucius Caecilius Metellus (Konsul 251 v. Chr.)
Lucius Cornelius Lentulus (Konsul 327 v. Chr.)
Lucius Cornelius Sulla Felix
Lucius Papirius Cursor (Konsul 326 v. Chr.)
Lucius Quinctius Cincinnatus
Lucius Valerius Flaccus (Konsul 100 v. Chr.)
Magister equitum
Magister militum
Mamercus Aemilius Mamercinus
Marcus Aemilius Barbula
Marcus Aemilius Lepidus (Triumvir)
Marcus Aemilius Papus (Diktator)
Marcus Antonius
Marcus Claudius Marcellus (Konsul 331 v. Chr.)
Marcus Fabius Ambustus (Konsul 360 v. Chr.)
Marcus Fabius Buteo
Marcus Fulvius Flaccus (Konsul 264 v. Chr.)
Marcus Furius Camillus
Marcus Iunius Pera
Marcus Livius Salinator
Marcus Minucius Rufus (Konsul 221 v. Chr.)
Marcus Valerius Corvus
Militärtribun
Numerius Fabius Buteo
Patrizier
Pauly-Wissowa
Plebejer
Politische Immunität
Pontifex Maximus
Präfekt (Römisches Reich)
Praetur
Princeps senatus
Prinzipat
Proskription
Publius Aelius Paetus
Publius Cornelius Rufinus (Konsul)
Publius Cornelius Rutilus Cossus
Publius Decius Mus (Konsul 312 v. Chr.)
Publius Licinius Crassus Dives
Publius Sulpicius Galba Maximus
Punische Kriege
Quaestur
Quintus Aulius Cerretanus
Quintus Fabius Maximus Rullianus
Quintus Fabius Maximus Verrucosus
Quintus Fulvius Flaccus (Konsul 237 v. Chr.)
Quintus Hortensius
Quintus Marcius Philippus (Konsul 281 v. Chr.)
Quintus Ogulnius Gallus
Römische Republik
Römischer Diktator
Römischer Senat
Römisches Reich
Rom
Schlacht von Cannae
Servius Cornelius Maluginensis
Spurius Cassius Vecellinus
Thomas Robert Shannon Broughton
Tiberius Sempronius Gracchus (Konsul 215 v. Chr.)
Titus Aebutius Helva
Titus Larcius Flavus
Titus Manlius Imperiosus Torquatus
Titus Manlius Torquatus (Konsul 235 v. Chr.)
Triumvirat
Aisymnet
Appius Claudius Caecus
Appius Claudius Crassus (Konsul 349 v. Chr.)
Augustus
Augustus (Titel)
Aulus Atilius Caiatinus
Aulus Cornelius Cossus (Diktator)
Aulus Cornelius Cossus (Konsul 428 v. Chr.)
Aulus Cornelius Cossus Arvina
Aulus Postumius Albus Regillensis
Caesar (Titel)
Censur
Comes
Consulat
Cursus honorum
Decemviri
Diktatur
Dux (Titel)
Fasces
Gaius Duilius
Gaius Flaminius
Gaius Iulius Caesar
Gaius Iunius Bubulcus Brutus
Gaius Marcius Rutilus
Gaius Sulpicius Longus
Gnaeus Fulvius Maximus Centumalus
Hannibal
Helmuth Schneider
Imperator
Imperium (Rom)
Interrex
Lateinische Sprache
Legatus
Liktor
Lucius Aemilius Mamercinus Privernas
Lucius Caecilius Metellus (Konsul 251 v. Chr.)
Lucius Cornelius Lentulus (Konsul 327 v. Chr.)
Lucius Cornelius Sulla Felix
Lucius Papirius Cursor (Konsul 326 v. Chr.)
Lucius Quinctius Cincinnatus
Lucius Valerius Flaccus (Konsul 100 v. Chr.)
Magister equitum
Magister militum
Mamercus Aemilius Mamercinus
Marcus Aemilius Barbula
Marcus Aemilius Lepidus (Triumvir)
Marcus Aemilius Papus (Diktator)
Marcus Antonius
Marcus Claudius Marcellus (Konsul 331 v. Chr.)
Marcus Fabius Ambustus (Konsul 360 v. Chr.)
Marcus Fabius Buteo
Marcus Fulvius Flaccus (Konsul 264 v. Chr.)
Marcus Furius Camillus
Marcus Iunius Pera
Marcus Livius Salinator
Marcus Minucius Rufus (Konsul 221 v. Chr.)
Marcus Valerius Corvus
Militärtribun
Numerius Fabius Buteo
Patrizier
Pauly-Wissowa
Plebejer
Politische Immunität
Pontifex Maximus
Präfekt (Römisches Reich)
Praetur
Princeps senatus
Prinzipat
Proskription
Publius Aelius Paetus
Publius Cornelius Rufinus (Konsul)
Publius Cornelius Rutilus Cossus
Publius Decius Mus (Konsul 312 v. Chr.)
Publius Licinius Crassus Dives
Publius Sulpicius Galba Maximus
Punische Kriege
Quaestur
Quintus Aulius Cerretanus
Quintus Fabius Maximus Rullianus
Quintus Fabius Maximus Verrucosus
Quintus Fulvius Flaccus (Konsul 237 v. Chr.)
Quintus Hortensius
Quintus Marcius Philippus (Konsul 281 v. Chr.)
Quintus Ogulnius Gallus
Römische Republik
Römischer Diktator
Römischer Senat
Römisches Reich
Rom
Schlacht von Cannae
Servius Cornelius Maluginensis
Spurius Cassius Vecellinus
Thomas Robert Shannon Broughton
Tiberius Sempronius Gracchus (Konsul 215 v. Chr.)
Titus Aebutius Helva
Titus Larcius Flavus
Titus Manlius Imperiosus Torquatus
Titus Manlius Torquatus (Konsul 235 v. Chr.)
Triumvirat
Der Diktator (lat.: dictator) war ein mit weitgehenden Vollmachten ausgestattetes politisches Amt in der Zeit der Römischen Republik, das jedoch zeitlich befristet war.
Es handelte sich um ein, allerdings außerordentliches, Magistratsamt (magistratus extraordinarius), wobei das bei den normalen Ämtern des cursus honorum übliche Prinzip der Kollegialität nicht galt: Es gab jeweils nur einen Diktator. Dieser war auch anderen übrigen Magistratsbeamten übergeordnet und konnte selbst nicht für Taten während seiner Amtszeit belangt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Amtszeit und Aufgaben
2 Frühe Geschichte
3 Befugnisse und Machtmittel
4 Spätere Geschichte
5 Liste der römischen Diktatoren
6 Anmerkungen
7 Siehe auch
8 Literatur
//
Bearbeiten Amtszeit und Aufgaben
Angesichts der historisch begründeten Abneigung der Römer gegen eine dauerhaft unbegrenzte Herrschaftsgewalt, wie sie die römischen Könige besaßen, wurde die Amtszeit eines Diktators, der nur in besonderen Situationen berufen wurde, auf maximal sechs Monate begrenzt. Außerdem war seiner vollständigen Amtsbezeichnung oft die spezielle Aufgabe beigefügt, die er zu lösen hatte:
zur Kriegsführung (rei gerundae causa)
zur Besänftigung inneren Aufruhrs (seditionis sedandae causa)
zur Abhaltung von Wahlen (comitiorum habendorum causa)
zum rituellen Einschlagen eines Nagels (clavus annalis) im Jupitertempel (clavi figendi causa)
zur Festsetzung von Festtagen bei bestimmten Vorzeichen (feriarum constituendarum causa)
für die Abhaltung von Spielen (ludorum faciendorum causa)
zur Durchführung von Gerichtsverfahren (quaestionibus exercendis)
zur Auffüllung des Senats (nur einmal belegt) (legendo senatui)
zur Schreibung neuer Gesetze und Neubildung des Staates (nur von Sulla belegt) (legibus faciendis et rei publicae constituendae causa)
In solchen Fällen konnte seine Amtsführung manchmal auch nur wenige Tage betragen, denn man erwartete von den Diktatoren, dass sie ihr Amt vorzeitig niederlegten, sobald die unmittelbare Aufgabe, zu deren Erledigung sie mit den diktatorischen Vollmachten ausgestattet wurden, gelöst war.
Erst gegen Ende der Römischen Republik gab es Versuche, die maximale Amtszeit von sechs Monaten zu verlängern, zunächst bei Sulla und schließlich bei Gaius Iulius Caesar, dessen Amtszeit denn auch die Wende in der römischen Verfassungsgeschichte von der Magistratsherrschaft hin zur Herrschaft einer einzelnen Person brachte, wie sie dann unter Augustus als Prinzipat verwirklicht wurde. Auch diesen Langzeit-Diktatoren war ihre sehr umfangreiche Aufgabenstellung mitgegeben: dictator legibus scribundis et rei publicae constituendae (Erlassung von Gesetzen und Neugestaltung des Staates).
Bearbeiten Frühe Geschichte
Nach dem Sturz der Monarchie in Rom (traditionell um das Jahr 510 v. Chr.) und der Errichtung der Republik beugte man einer künftigen Alleinherrschaft dadurch vor, dass von nun an zwei gleichberechtigte Konsuln bestimmt wurden, die für ein Jahr amtierten; ein Konsul konnte dabei gegen Maßnahmen des anderen sein Veto einlegen (Interzessionsrecht). Angesichts der Gefährdung der Römischen Republik durch Angriffe von außen erkannte man aber bald, dass in Notzeiten eine straffere Führung von Vorteil sein konnte. Daher entschloss man sich laut der (vermutlich später konstruierten) Überlieferung im Jahre 501 v. Chr., das Amt des Diktators einzuführen. Die lex de dictatore creando dieses Jahres sah vor, dass zum Diktator nur bestimmt werden konnte, wer vorher Konsul gewesen war. Berufen wurde der Diktator, indem der Senat den Beschluss (senatus consultum) fasste, mit dem einer der Konsuln autorisiert wurde, einen Diktator zu benennen. Die Konsuln selbst durften nicht ohne den Senat entsprechend aktiv werden. Der so beauftragte Konsul ernannte dann eine Person seiner Wahl zum Diktator, in der Regel zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang. Meist wurde die Person bestimmt, die bereits vom Senat für dieses Amt vorgeschlagen wurde; der Konsul war aber nicht an den Personalvorschlag des Senats gebunden, sodass es auch Fälle gab, wo ein Konsul davon abwich. Die Berufung zum Diktator erfolgte für gewöhnlich in Rom, war aber der Gewählte nicht in der Stadt, kam es vor, dass der Senat dem Konsul den Auftrag gab, den Diktator außerhalb Roms in sein Amt einzuführen; allerdings hielt man sich an die Regel, einen Diktator nicht außerhalb Italiens zu bestimmen. Ursprünglich war das Amt des Diktators den Patriziern vorbehalten. Im Jahre 356 v. Chr. ging man aber davon ab, als der Plebejer Gaius Marcius Rutilius zum Diktator ernannt wurde.
Man behielt die Regel, dass es jeweils nur einen Diktator geben durfte, stets bei. Lediglich unmittelbar nach der Schlacht von Cannae im Jahre 216 v. Chr. nominierte man Marcus Fabius Buteo zum Diktator (mit der Aufgabe, die freien Plätze im Senat wieder aufzufüllen), obwohl es mit Marcus Iunius Pera bereits einen amtierenden Diktator gab. Marcus Fabius Buteo verzichtete jedoch aus eben diesem Grunde darauf, sein Amt auch anzutreten.
Bearbeiten Befugnisse und Machtmittel
War ein Diktator bestimmt, so hörten die Magistratsbeamten praktisch mit ihrer unabhängigen Amtsverwaltung auf und ordneten sich stattdessen dem Diktator unter, dessen Befehle sie ausführten. Die Machtfülle des Diktators ergab sich dabei vor allem durch seine Unabhängigkeit vom Senat und dadurch, dass er sich keinem Gerichtsverfahren unterziehen musste und völlige Immunität besaß. In gewisser Weise ähnelte er damit dem Volkstribun, doch repräsentierte der Diktator die gesamte römische Nation, nicht nur die Plebejer. Zwar stellte sich kein Diktator offen gegen den Senat, prinzipiell war ein Diktator aber, zumal da er keinen Amtskollegen hatte, völlig unabhängig. Gegen seine Beschlüsse gab es auch keine Revisions- oder Appellationsmöglichkeit, sie waren in jedem Fall bindend. Als Zeichen seiner absoluten Macht über Leben und Tod wurden dem Diktator von den (24) Liktoren das Beil und die Fasces vorangetragen.
Dem Diktator war es sogar erlaubt, römische Gesetze zu ändern, wenn er dies zur Abwehr der Gefahr für notwendig erachtete. Er konnte neue Gesetze erlassen, die nicht der Zustimmung durch die Volksversammlungen bedurften. In der Regel stellten die Diktatoren ihre Gesetze aber dennoch zur Abstimmung, um im Volk einen festeren Rückhalt ihrer Position zu erlangen. So geschah es etwa im Fall der Proskriptionsgesetze Sullas. Zugleich war der Diktator auch oberster Gerichtsherr sowie Oberbefehlshaber des Heeres und Herr über die Exekutive.
Das Verhältnis zwischen Diktator und Volkstribun war offenbar nicht genau geregelt. Zwar besaßen auch die Volkstribunen eine unabhängige Stellung, während einer Diktatur waren aber auch sie den Anordnungen des Diktators unterworfen und konnten dessen Aktionen etwa nicht durch ein Veto blockieren. Da das Amt des Diktators vor dem des Volkstribuns geschaffen wurde, sah man offenbar keine Veranlassung, die Befugnisse des Diktators in Bezug auf den Tribun gesondert zu regeln.
Magistratsbeamte besaßen zwar ebenfalls in ihrer Amtszeit Immunität. Sobald diese Amtszeit aber vorbei war, konnten sie für Fehlverhalten und Straftaten jedoch belangt werden. Dies war beim Diktator nicht der Fall, dieser besaß gewissermaßen Immunität auf Lebenszeit bzw. man behandelte eventuelle Rechtsverstöße so, als seien sie nicht aufgetreten.
Die Herrschaftsgewalt (das imperium) wurde angesichts dieser Machtfülle nicht selten mit der der früheren Monarchen verglichen, von der sie sich im Wesentlichen nur durch die zeitliche Begrenzung unterschied. Es gab allerdings noch einige weitere Einschränkungen: So behielt der Senat auch während einer Diktatur die Kontrolle über die Finanzen, sodass der Diktator mit der Summe auskommen musste, die der Senat ihm zugestand. Außerdem durfte er Italien nicht verlassen, um dem eigenen Staat nicht von den Provinzen oder dem Ausland aus gefährlich werden zu können. Auch durfte er in der Stadt Rom selbst nicht ohne Zustimmung des Volkes hoch zu Pferd auftreten – dies hätte allzu deutliche Erinnerungen an das Verhalten der Könige heraufbeschworen. Immerhin aber waren einige der diktatorischen Insignien königlicher Herkunft: Neben dem Beil und den Fasces (die auch von den Konsuln und den Prätoren als Insignien verwendet wurden), waren das der kurulische Stuhl und die Toga Praetexta.
Dem Diktator stand stets ein von ihm ernannter magister equitum (Reiteroberst) zur Seite. Wenn dieser während der Amtszeit des Diktators starb, musste der Diktator einen neuen bestimmen. Mitunter schlug auch der Senat einen Kandidaten vor. Der magister equitum war höchster Beamter abgesehen vom Diktator, dem er untergeordnet war, den er aber in dessen Abwesenheit vertreten konnte. Das imperium des magister equitum galt ansonsten als gleichrangig mit dem eines Prätors. Im allgemeinen galt, dass ein magister equitum vorher Prätor gewesen sein musste, doch gab es von dieser Regel auch Ausnahmen. Den magister equitum begleiteten, wie den Prätor, sechs Liktoren und wie der Prätor trug auch er eine Toga Praetexta.
Bearbeiten Spätere Geschichte
Die Diktatur spielte vor allem eine Rolle in den Punischen Kriegen. Als ein Diktator seine Amtsgewalt dazu nutzte, auch außerhalb Italiens, in Afrika, Krieg zu führen, obwohl dies nicht den Regeln des Amtes entsprach, dachte man über eine Verfassungsänderung nach, zumal der Afrikafeldzug in einem Fiasko endete. Als dann aber Hannibal in Italien selbst einfiel, machte man erneut von der Institution der Diktatur Gebrauch. Nach dem Ende des Zweiten Punischen Krieges verschwand dann aber das Amt des Diktators und der Senat wählte stattdessen das Instrument des senatus consultum ultimum, einer Art Notstandsgesetz, mit dem der Senat die beiden Konsuln mit unbeschränkten Befugnissen ausstatten konnte.
Erst Sulla ließ das Amt wieder aufleben, veränderte aber zugleich dessen Charakter. Amtierten Diktatoren bis dahin rei gerendae causa, so ernannte sich Sulla selbst im Jahre 82 v. Chr. (ohne vorherige Befragung des Senats) zum dictator rei publicae constituendae causa, wobei er darauf verzichtete, seine Amtszeit zeitlich zu beschränken. Er hatte es dann auch mehrere Jahre inne, ehe er schließlich freiwillig zurücktrat.
Nächster Diktator wurde dann Gaius Iulius Caesar, der die Form insofern wahrte, als er die Amtszeit auf ein Jahr beschränkte. Die politische Situation nutzte er aber so geschickt aus, dass er das Amt zehnmal hintereinander antreten konnte, was auf eine zehnjährige Diktatur hinauslief. Schließlich beschloss der Senat, Caesar zum dictator perpetuus, also zum Diktator auf Dauer zu ernennen, was allerdings Anlass für republikanisch gesinnte Gegner Caesars wurde, diesen zu ermorden. Nach dem Attentat verkündete Caesars Mit-Konsul die Lex Antonia, mit der das Amt des Diktators abgeschafft wurde. Später bot man dennoch Augustus dieses Amt an, der sich aber stattdessen für ein eigenes Prinzipat genanntes Verfassungsmodell entschied, das die Formen der Republik wahrte, zugleich aber die unangefochtene Machtstellung des Kaisers sicherte, womit in gewisser Weise die klassische Diktatur in gewandelter Form ihren Höhepunkt feierte.
Der Begriff Diktatur, der sich aus dem Amt der römischen Republik herleitete, hatte in späteren Epochen eine meist negative Konnotation. Die faschistische Diktatur Italiens im 20. Jahrhundert knüpfte auch in ihren Symbolen dagegen bewusst an das antike Rom an.
Bearbeiten Liste der römischen Diktatoren
Jahr(e)
v. Chr.
Diktator
dictator
Reiteroberst
magister equitum
Aufgabe
501
T. Larcius Flavus[1]
Sp. Cassius Vecellinus
rei gerundae causa
496 (499?)
A. Postumius Albus Regillensis
T. Aebutius Helva
rei gerundae causa
494
M'. Valerius Maximus
Q. Servilius Priscus Structus
rei gerundae causa
458
L. Quinctius Cincinnatus
L. Tarquitius Flaccus
rei gerundae causa
439
L. Quinctius Cincinnatus II
C. Servilius Ahala
rei gerundae causa oder
seditionis sedandae causa
437
Mam. Aemilius Mamercinus
L. Quinctius Cincinnatus
rei gerundae causa
435
Q. Servilius Priscus Fidenas
Post. Aebutius Helva Cornicen
rei gerundae causa
434
Mam. Aemilius Mamercinus II
A. Postumius Tubertus
rei gerundae causa
431
A. Postumius Tubertus
L. Iulius Iullus
rei gerundae causa
426
Mam. Aemilius Mamercinus III
A. Cornelius Cossus
rei gerundae causa
418
Q. Servilius Priscus Fidenas II
C. Servilius Axilla
rei gerundae causa
408
P. Cornelius Rutilus Cossus
C. Servilius Ahala
rei gerundae causa
396
M. Furius Camillus
P. Cornelius Maluginensis[2]
rei gerundae causa
390
M. Furius Camillus II
L. Valerius Potitus
rei gerundae causa
389
M. Furius Camillus III
C. Servilius Ahala
rei gerundae causa
385
A. Cornelius Cossus
T. Quinctius Cincinnatus Capitolinus
rei gerundae causa
380
T. Quinctius Cincinnatus Capitolinus
Aulus Sempronius Atratinus
rei gerundae et seditionis sedandae causa
368
M. Furius Camillus IV
L. Aemilius Mamercinus
rei gerundae causa
368
P. Manlius Capitolinus
C. Licinius Calvus
seditionis sedandae et rei gerundae causa
367
M. Furius Camillus V
T. Quinctius Cincinnatus Capitolinus[3]
rei gerundae causa
363
L. Manlius Capitolinus Imperiosus
L. Pinarius Natta
clavi figendi causa
362
Ap. Claudius Crassus Inregillensis
P. Cornelius Scapula (?)
rei gerundae causa
361
T. Quinctius Pennus Capitolinus Crispinus
Ser. Cornelius Maluginensis
rei gerundae causa
360
Q. Servilius Ahala
T. Quinctius Pennus Capitolinus Crispinus
rei gerundae causa
358
C. Sulpicius Peticus
M. Valerius Poplicola
rei gerundae causa
356
C. Marcius Rutilus
C. Plautius Proculus
rei gerundae causa
353
T. Manlius Imperiosus Torquatus
A. Cornelius Cossus Arvina
rei gerundae causa
352
C. Iulius (Iullus?)
L. Aemilius Mamercinus
rei gerundae et comitiorum habendorum causa
351
M. Fabius Ambustus
Q. Servilius Ahala
comitiorum habendorum causa
350
L. Furius Camillus
P. Cornelius Scipio
comitiorum habendorum causa
349
T. Manlius Imperiosus Torquatus II
A. Cornelius Cossus Arvina
comitiorum habendorum causa
348
unbekannt
unbekannt
comitiorum habendorum causa
345
L. Furius Camillus II
Cn. Manlius Capitolinus Imperiosus
rei gerundae causa
344
P. Valerius Poplicola
Q. Fabius Ambustus
feriarum constituendarum causa
342
M. Valerius Corvus
L. Aemilius Mamercinus Privernas
seditionis sedandae causa oder
rei gerundae causa
340
L. Papirius Crassus
L. Papirius Cursor
rei gerundae causa
339
Q. Publilius Philo
D. Iunius Brutus Scaeva
brachte Gesetze zu Gunsten der Plebejer ein
337
C. Claudius Crassus Inregillensis
C. Claudius Hortator
Amt niedergelegt
335
L. Aemilius Mamercinus Privernas
Q. Publilius Philo
comitiorum habendorum causa
333
P. Cornelius Rufinus
M. Antonius
rei gerundae causa (?)
332
M. Papirius Crassus
P. Valerius Poplicola
rei gerundae causa
331
Cn. Quinctius Capitolinus
C. (oder L.) Valerius Potitus
clavi figendi causa
327
M. Claudius Marcellus
Sp. Postumius Albinus Caudinus
comitiorum habendorum causa
324
L. Papirius Cursor II
Q. Fabius Maximus Rullianus[4]
rei gerundae causa
322
A. Cornelius Cossus Arvina
M. Fabius Ambustus
rei gerundae et ludorum faciendorum causa
321
Q. Fabius Ambustus
P. Aelius Paetus
comitiorum habendorum causa
321
M. Aemilius Papus
L. Valerius Flaccus
comitiorum habendorum causa
320
C. Maenius
M. Folius Flaccinator
quaestionibus exercendis
320
L. Cornelius Lentulus
L. Papirius Cursor
rei gerundae causa (?)
320
T. Manlius Imperiosus Torquatus
L. Papirius Cursor
comitiorum habendorum causa (?)
316
L. Aemilius Mamercinus Privernas
M. (oder L.) Fulvius Curvus
rei gerundae causa
315
Q. Fabius Maximus Rullianus
Q. Aulius Cerretanus[5]
rei gerundae causa
314
C. Maenius II
M. Folius Flaccinator
rei gerundae causa
313
C. Poetelius Libo
M. Poetelius Libo[6]
rei gerundae et clavi figendi causa
313
Q. Fabius Maximus Rullianus II
rei gerundae causa
312
C. Sulpicius Longus
C. Iunius Bubulcus Brutus[7]
rei gerundae causa
309
L. Papirius Cursor II
C. Iunius Bubulcus Brutus
rei gerundae causa
306
P. Cornelius Scipio Barbatus
P. Decius Mus
comitiorum habendorum causa
302
C. Iunius Bubulcus Brutus
M. Titinius
rei gerundae causa
301
M. Valerius Corvus II
Q. Fabius Maximus Rullianus
oder M. Aemilius Paullus
rei gerundae causa
287
Q. Hortensius
unbekannt
seditionis sedandae causa oder
rei gerundae causa
291/285
M. Aemilius Barbula
Ap. Claudius Caecus
P. Cornelius Rufinus
unbekannt
rei gerundae causa (?)
280
Cn. Domitius Calvinus Maximus
unbekannt
comitiorum habendorum causa
263
Cn. Fulvius Maximus Centumalus
Q. Marcius Philippus
clavi figendi causa
257
Q. Ogulnius Gallus
M. Laetorius Plancianus
ludorum faciendorum causa
249
M. Claudius Glicia
L. Caecilius Metellus
rei gerundae causa (?)
249
A. Atilius Caiatinus
rei gerundae causa
246
Ti. Coruncanius
M. Fulvius Flaccus
comitiorum habendorum causa
231
C. Duilius
C. Aurelius Cotta
comitiorum habendorum causa
224
L. Caecilius Metellus
N. Fabius Buteo
comitiorum habendorum causa
221
Q. Fabius Maximus Verrucosus
C. Flaminius
rei gerundae causa (?)
217
Q. Fabius Maximus Verrucosus II
M. Minucius Rufus
rei gerundae causa
217
M. Minucius Rufus
rei gerundae causa
217
L. Veturius Philo
M. Pomponius Matho
comitiorum habendorum causa
216
M. Iunius Pera
Ti. Sempronius Gracchus
rei gerundae causa
216
M. Fabius Buteo
kein magister equitum ernannt
legendo senatui
213
C. Claudius Centho
Q. Fulvius Flaccus
comitiorum habendorum causa
210
Q. Fulvius Flaccus
P. Licinius Crassus Dives
comitiorum habendorum causa
208
T. Manlius Torquatus
C. Servilius Geminus
comitiorum habendorum causa et ludorum faciendorum causa
207
M. Livius Salinator
Q. Caecilius Metellus
comitiorum habendorum causa
205
Q. Caecilius Metellus
L. Veturius Philo
comitiorum habendorum causa
203
P. Sulpicius Galba Maximus
M. Servilius Pulex Geminus
comitiorum habendorum causa oder rei gerundae causa
202
C. Servilius Geminus
P. Aelius Paetus
comitiorum habendorum causa
82–79
L. Cornelius Sulla Felix
L. Valerius Flaccus
legibus faciendis et rei publicae constituendae causa
49
C. Iulius Caesar
kein magister equitum ernannt
rei gerundae causa
48–47
C. Iulius Caesar II
M. Antonius
rei gerundae causa
46–45
C. Iulius Caesar III
M. Aemilius Lepidus
rei gerundae causa
44
C. Iulius Caesar IV
M. Aemilius Lepidus
rei gerundae causa; Caesar Diktator auf Lebenszeit
Bearbeiten Anmerkungen
↑ Gegen alle übrigen Quellen nennt Festus einen M'. Valerius als ersten Diktator.
↑ Livius 5,19 nennt ihn P. Cornelius Scipio.
↑ Livius 6,42 nennt ihn T. Quinctius Poenus.
↑ Er wurde wegen Ungehorsams abgesetzt. Seine Stelle erhielt L. Papirius Crassus. (Livius 8,36)
↑ Er fiel im Kampf und wurde durch C. Fabius ersetzt (Livius 9,23).
↑ Bei Livius auch M. Folius Flaccinator; Fasti Capitolini hat M. Folius Flaccinator im Jahr 314.
↑ so die Fasti Capitolini; bei Livius ist er Diktator.
Bearbeiten Siehe auch
Aisymnet
Bearbeiten Literatur
Florian Ingrisch: Sullas „dictatura rei publicae constituendae“ und Caesars „dictatura rei gerendae“. Ein Vergleich. Wissenschaftlicher Verlag (wvb), Berlin 2007, ISBN 3-86573-284-4.
Wilhelm Liebenam: Dictator. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band V,1, Stuttgart 1903, Sp. 370–390.
Helmuth Schneider: Die Entstehung der römischen Militärdiktatur. Krise und Niedergang einer antiken Republik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1977, ISBN 3-462-01230-4.
Ulrich Wilcken: Zur Entwicklung der römischen Diktatur. Akademie der Wissenschaften, de Gruyter in Kommission, Berlin 1940, (Abhandlungen der Preußischen Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Klasse 1940, 1).
Thomas Robert Shannon Broughton: The magistrates of the Roman republic. Scholars' Press, Atlanta, GA. 1984-1986, (Philological monographs of the American Philological Association 15) ISBN 0-89130-812-1 (Bd. 1-2), ISBN 0-89130-811-3 (Bd. 3).
Ämter im Römischen Reich
Ämter des Cursus honorum: Quästur | Volkstribunat | Ädilität | Prätur | Konsulat | Zensur
Außerordentliche Ämter: Decemviri | Triumviri | Interrex | Magister equitum | Diktator
Weitere Ämter und Ehrentitel: Vigintisexviri | Tribunus militum | Praefectus | Legatus | Magister militum | Comes | Dux | Vicarius | Pontifex Maximus | Imperator | Princeps senatus | Augustus | Caesar
Römischer Diktator
Römischer Diktator ... Sobald der Diktator ernannt wurde, fand eine Art Aufhebung in Bezug auf die Konsuln und alle anderen Richter, mit Ausnahme von statt Tribüne des Plebs. ...
Römischer Diktator – Wikipedia
Römischer Diktator. aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Wechseln zu: ... Der Diktator (lat.: dictator) war ein mit weitgehenden Vollmachten ausgestattetes ...
Römischer Diktator in - dictionary and translation
Römischer Diktator. Dictionary terms for Römischer Diktator, definition for Römischer Diktator, Thesaurus and Translations of Römischer Diktator to German.
Diktator
A Diktator ist eine autoritäre Lehre (z.B. absolutist oder autokratisch) wer ... Hauptartikel: Römischer Diktator. A Römisch Diktator, zu Zeiten der Krise, wurde durch ...
Römischer Diktator - Temporati
Geschichtliche Ereignisse im Zusammenhang mit Personen, die Mitglied der Personengruppe Römischer Diktator sind. Der Themenschwerpunkt liegt auf Samniten, Rom sowie ...
Kategorie:Römischer Diktator – Wikipedia
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Römischer Diktator
Römischer Diktator. Der Diktator (lat.: Dictator) war ein mit ... Berufen wurde der Diktator, indem der Senat den Beschluss (senatus consultum) ...
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Römisches Amt: Pontifex Maximus, Censur, Imperator, Römischer Diktator, Volkstribun, Dux, Praetur, Cursus Honorum, Consulat, Prokurator (German ...
The Chinese character 独 - Chinese-German Dictionary HanDeDict
Detailed information about the Chinese character 独 ... Römischer Diktator [pol] 独身 [ 獨身 ] (dúshēn) 1. adj. ledig, allein stehend. 独脚戏 [ 獨腳戲 ] ...
