Öffentliche Meinung
Öffentlichkeit
20. Jahrhundert
4. Jahrhundert v. Chr.
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Aufklärung
Bürger
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Demokratie
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Entscheidung#Entscheidungstr.C3.A4ger
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Mündigkeit (Philosophie)
Marcus Llanque
Mehrheit
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Parlamentarismus
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Pluralismus (Politik)
Polis
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Politische Partei
Politische Partei#Parteien in modernen Demokratien
Polybios
Präsidialsystem
Privatsphäre
Publius Clodius Thrasea Paetus
Räterepublik
Rechtsstaatlichkeit
Republik
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Souverän
Soziale Bewegung
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Sparta
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Staatstheorie
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Tacitus
Vaishali
Verfassung
Verfassungskreislauf
Verfassungsorgan
Volkspartei
Volksrepublik
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Der Republikanismus (lateinisch-französisch-neulateinisch: aus res publica („öffentliche Sache“ oder „Gemeinwesen“) ist eine aus der Staatstheorie hervorgegangene politische oder auch soziale Bewegung. Die politischen Parteien, die sich in einem allgemeinen Sinne für den Republikanismus in einem weiteren Sinne einsetzen, verfolgen die Absicht, eine Volkssouveränität, mitunter anhand einer Verfassungsbewegung, zu sichern, und Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu verbreiten. Im engeren Sinn bezeichnet Republikanismus eine Richtung der politischen Philosophie, für welche der demokratische Willen nicht - wie im politischen Liberalismus - auf einer Aggregation vorpolitischer, pluraler und individueller Interessen beruht, sondern in einem öffentlichen Prozess auf der Grundlage von Bürgertugenden aktiv geformt wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Grundsätze
1.1 Republikanismus versus Liberalismus
2 Geschichte des Republikanismus
3 Literatur
4 Weblinks
Bearbeiten Grundsätze
Wichtig für den Republikanismus ist die Ausweitung der integrativen Möglichkeiten des Volkes und der Individuen, indem die Regierenden für eine vorher festgelegte, unwiderrufliche Zeit in periodischen Abständen vom Volk oder deren Repräsentanten gewählt (legitimiert) werden, damit sich die Souveränität nicht nur auf den kurzen Vorgang des Wählens reduziert (interaktive Demokratietheorie). Die Politik ist der Raum für öffentliche Entscheidungen.
Der aktive politische Realist (Aktivbürger) scheint eine Verkörperung des Aufklärungsideals des mündigen Bürgers sowie der republikanischen Idee des gemeinsinnorientierten (lat. Sensus communis) Citoyens zu sein.
Republikaner gehen von einem (juristischen) Menschen im Gefüge rechtlicher und staatlicher Ordnung, als Träger von Rechten und Pflichten als Hoheitsgewalt aus, einer Vereinigung der gesamten Bürgerschaft, die zunächst den Gesamtwillen und später nach allgemeinwohlgerichteten Aspekten einen Gemeinwillen (Volonté générale) gestaltet, der auch geistige Anteilnahme von Minderheiten und Nichtbeteiligten zu berücksichtigen hat.
Zentrale Merkmale sind die Herrschaft der Vielen und das Streben nach dem Wohl aller unter Berücksichtigung einer geschützten Privatsphäre. Andauernde Willens- und Meinungsfreiheit sind elementar in republikanischen Verfassungen, unterliegen aber auch der Gefahr, dass die Partizipation des Volkes nicht im ausreichendem Maße berücksichtigt wird, wenn die Regierenden nicht für das Wohl aller Bürger sorgen, sondern nur für das eigene oder dasjenige einzelner Minoritäten. Minderheiten können im Republikanismus jedoch auch als demokratischer Nebeneffekt ganz entrechtet werden. Die Beschneidung liberaler Rechte geschieht, wenn die Mehrheit sich dadurch einen Nutzen, z. B. mehr Sicherheit verspricht.
Wenn das Volk ein wachsendes Mitspracherecht bei Regierungsentscheidungen eingeräumt bekommt, wird die Konsensfähigkeit erschwert; sofern die Gesetzesausarbeitung lediglich von speziell Gewählten erfolgt, wird jenen Vertretern eine derart große Befugnis zugestanden, dass die Gefahr einer Quasidiktatur gegeben ist; der ungezügelte Liberalismus birgt die Bedrohung der Oligarchie.
Bearbeiten Republikanismus versus Liberalismus
Der Republikanismus tritt in unterschiedlichen Ausprägungen auf und hat sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt. Der Republikanismus geht davon aus, dass der Einzelne grundsätzlich ein teilhabewilliger, solidarisierungsorientierter und Vernunft bestimmter Bürger sei. Von Seiten des Liberalismus- bzw. der repräsentativen Demokratiebewegung wird am Republikanismus die hohen Erwartungen an Rationalität und an ein Eingebundensein des Bürgers in die Politik kritisiert.
Nach einer anderen Auffassung schließen sich Republikanismus und Liberalismus nicht gegenseitig aus, sondern differenzieren sich in prägnanten Unterscheidungsmerkmalen.
Republikanismus glaubt an die sozio-moralischen Fähigkeiten der Staatsbürger und begünstigt die optimistische Ideologie einer auf Bürgeraktivität setzenden partizipatorischen, basisorientierten Demokratie. Bei dieser verständigen sich Bürger und Volksvertreter (bzw. Interessengruppen, Parteien, Assoziationen und staatliche Organe) untereinander im Interesse der Allgemeinheit und unterbreiten anteilnehmend Vorschläge, um bei der Umsetzung der Politik dezidiert Einfluss zu nehmen.
Politischer Liberalismus vertritt im Großen eine eliteorientierte Demokratieidee, welche gewählten Repräsentanten, auf Arbeitsteilung basierend, die politische Entschlussformulierung mit der Bestimmung anheim stellt, den als ungenügend vernünftig beurteilten erfahrungsgemäßen Volks- und Bürgerwillen zu einem unverfälschten Gesamtinteresse in einem Gemeinwesen zu verfeinern.
Republikanismus ist nah verwandt mit dem Entwurf des Kommunitarismus, der Zivil- oder Bürgergesellschaft, der assoziativen und der deliberativen Demokratie.
Eine Fortsetzung des politischen Liberalismus ist in der sachlich anthropologischen, pluralistischen Demokratietheorie zu erkennen, wobei hier die im Republikanismus behauptete politisch-moralische Zuständigkeit des Bürgers angezweifelt wird.
Bearbeiten Geschichte des Republikanismus
Gruppierungen, die den Republikanismus förderten, entwickelten sich aus einer Gegnerschaft zu Monarchien (besonders jede Form von Erbrecht) sowie aus der Befürwortung der bürgerlichen Verfassungsbewegung und bestanden bereits vereinzelt vor der Umsetzung der Idee von republikanischen Staatsformen. Als schließlich Staaten nach dem Muster einer Republik gebildet wurden und das Volk am Entscheidungsprozess der politischen Gemeinschaft beteiligt wurde, sind ihre Ziele zunehmend von sozialistischen Parteien einerseits und Volksparteien der rechten Mitte andererseits übernommen worden; beide Richtungen kennzeichnen Merkmale der sogenannten modernen Parteien, die sich in der Neuzeit entfaltet haben. Parlamentarisch-demokratische Republiken praktizieren einen Parlamentarismus oder ein Präsidialsystem. Spezialitäten des 20. Jahrhunderts sind die Räterepublik (Rätesystem) und die Volksrepublik.
Vaishali (heute: indischer Bundesstaat Bihar) war die erste Republik der Welt, welche ähnlich aufgebaut war wie die später gegründeten griechischen. In der Antike ist die Geschichtsschreibung z. B. bei Tacitus in der eigenen politischen und weltanschaulichen Position verankert, einem tief verwurzelten Republikanismus und Aristokratismus, begründet in der Sorge um die in der Alleinherrschaft bedrohten Werte des römischen Staatsgedankens. Es entwickelten sich Mischverfassungen, welcher Begriff eine Verfassung bezeichnet, die Elemente aus zwei oder mehreren anderen Gattungen von Staatsformen mischt (beispielsweise Demokratie, Aristokratie, Oligarchie etc.) und damit eine neue Staatsform gestaltet. Bereits in der Antike wurden dahingehende Theorien entwickelt: beispielsweise von Herodot, Aristoteles (wie in seiner Politie), Platon, Polybios etc., aber auch in der jüngeren Vergangenheit (siehe unter anderem die gewaltenteilige Mischverfassung von Montesquieu). Auch Helvidius Priscus genoss wie sein Schwiegervater Publius Clodius Thrasea Paetus Ansehen für seinen leidenschaftlichen und mutigen Republikanismus. Platon befasste sich z. B. in seinem Werk Nomoi („Die Gesetze“) umfangreich in Dialogform gehalten über einen anzustrebenden Staat, der auch Staatsverfassungen berücksichtigt, welche historischen Modelle auch schon in Argos, Messenien, Sparta, Persien und Athen umgesetzt zu finden sind. In den demokratischen, polisnormierten Stadtstaaten des alten Griechenlands bildete sich, auch durch Aristoteles' Werke, der Bürger, der durch Wahlen direkt in die politischen Geschehnisse seines Staates als souveränes Mitglied der Bürgerschaft eingreifen konnte. Als Kreislauf der Verfassungen wird ein von Aristoteles im 4. Jahrhundert v. Chr. in Anlehnung an die tatsächliche Entwicklung im antiken Griechenland entworfenes System der Verfassungsentwicklung bezeichnet. Die damalige Abstimmung erfolgte aber nicht durch Menschen als Einzelwesen, sondern als Beteiligte des Demos, die sich an dem Willen der Majorität orientierten. Diese althergebrachte Form des Republikanismus war jedoch mit dem schwerwiegendem Mangel belastet, dass zur Demos nur freie Männer bzw. Patrizier gezählt wurden und allgemeine Gleichberechtigung oder Freiheit der Gesamtheit des Volkes unerheblich war.
Bearbeiten Literatur
Alwin Hanschmidt, Republikanisch - demokratischer Internationalismus im 19. Jahrhundert. Ideen, Formen, Organisierungsversuche., Husum 1977; ISBN 3-786-81430-9
Helmut G. Koenigsberger (Hrsg.), Republiken und Republikanismus im Europa der frühen Neuzeit, Oldenbourg Verlag, München 1988; ISBN 3-486-54341-5
Marcus Llanque, Republikanismus - Geschichte und Bedeutung einer politischen Theorie, in Berliner Debatte Initial Nr.1 14.Jg. 2003, ISBN 3-936382-14X
Ninja Bader, Die Entwicklung des modernen Republikanismus in der Neuzeit, BoD GmbH, Norderstedt 2000; ISBN 3-831-10291-0
Emanuel Richter, Republikanische Politik. Demokratische Öffentlichkeit und politische Moralität, Rowohlt (Taschenbuch) Verlag, Reinbek 2004; ISBN 3-499-55666-9
Mechthild Veil, Der Einfluss des republikanischen Modells auf die Geschlechterkulturen in Frankreich, 2005. [1]
Bearbeiten Weblinks
Auf den Spuren der Republik (PDF-Datei; 63 kB)
Freie Universität Berlin, Kontroversen zur politischen Ideengeschichte (student-online)
Universität Münster, Naturrechtlicher Republikanismus (Rousseau); von Tim Neu
Bundeszentrale für politische Bildung: Die Demokratiekompetenz der Bürger
Zukunft des Bürgergesellschaftlichen Engagements (PDF-Datei; 3,15 MB)
Universität Halle: Qu'est-ce que la République? (deutschsprachig) (PDF-Datei; 252 kB)
Die Schweiz: Zwischen Jura, Vogesen und Schwarzwald
Atatürks Republikanismus
Universität Bielefeld: Die republikanische irische Nation (PDF-Datei; 787 kB)
Stanford Encyclopedia of Philosophy; Einführung auf englisch
durch Schluche die ihnen in die Gurgeln gestopft wurden zwangsernhrt ehe sie ihre Kampagne erfolgreich beendeten und im Mrz 1975 in das Gefngnis von Armagh verlegt wurden A chairde Filte romhaibh go lir Republikaner und Freunde ich fhle mich durch die Einladung heute hier am Grabe von Theobald Wolfe Tone dem Vater des Irischen Republikanismus
http://www.rsf.ie/boden99d.htm
Republicanism in the United States - Wikipedia, the free ...
Republicanism is the political value system that has been a major ... Republicanism is not the same as democracy, for republicanism asserts that people have ...
republican: Definition from Answers.com
Forms, Systems, and Philosophies - republicanism: principles and advocacy of ... At the same time popular republicanism was spread by Charles Bradlaugh and the ...
Republicanism (Stanford Encyclopedia of Philosophy)
In political theory and philosophy, the term republicanism' is generally used in two different, but closely ... In the first sense, republicanism refers to a loose tradition or ...
Republicanism - encyclopedia article - Citizendium
Republicanism is the political ideology of a nation as a republic, with an emphasis on ... Republicanism always stands in opposition to aristocracy, oligarchy ...
Republicanism - Definition
The modern variety of republicanism incorporates additional ideas, some derived from a belief in the old Republics of Rome and the philosophy of the Enlightenment. ...
Republicanism, U.S. - encyclopedia article - Citizendium
Republicanism, not synonymous with the U.S. Republican Party, is the political value system that has dominated American political thought since the American Revolution. ...
republicanism - definition of republicanism by the Free ...
Translations of republicanism. republicanism synonyms, republicanism antonyms. Information about republicanism in the free online ...
republic: West's Encyclopedia of American Law (Full Article ...
republic n. A political order whose head of state is not a monarch and in modern times is usually a president ... Main article: Republicanism in the United States ...
Republicanism encyclopedia topics | Reference.com
Encyclopedia article of Republicanism at Reference.com compiled from comprehensive and current sources.










