Übergangsmetall
Übergangsmetalle
Acta Crystallographica
Actinium
Actinoide
Aggregatzustand
Alaska
Alkalimetalle
Alkene
Aluminium
Americium
Aminosäure
Ammoniak
Ammoniumchlorid
Amphoter
Andrussow-Verfahren
Angewandte Chemie (Zeitschrift)
Anodenschlamm
Antimon
Argon
Arsen
Astat
Atomare Masseneinheit
Atommasse
Atomradius
Barium
Basizität
Berkelium
Beryllium
Beschichtung
Betastrahlung
Bismut
Blei
Bleicarbonat
Block des Periodensystems
Bohrium
Bor
Brennelement
Brom
CAS-Nummer
CRC Handbook of Chemistry and Physics
Cadmium
Caesium
Calcium
Californium
Carbene
Carbonylgruppe
Carboxygruppe
Cer
Chem. Rev.
Chemisches Element
Chemisches Element#Sortierte Liste chemischer Elemente
Chiralität (Chemie)
Chlor
Chloride
Chrom
Cobalt
Cobaltgruppe
Copernicium
Curium
Cyanid
Cyanide
Cyanwasserstoff
Cyclopropan
D-Orbital
Darmstadtium
Diazoverbindungen
Dichte
Digerieren
Digital Object Identifier
Distickstoffmonoxid
Dubnium
Dysprosium
Edelgase
Edelmetall
Edelmetalle
Einsteinium
Eisen
Elektrische Leitfähigkeit
Elektrolyse
Elektron
Elektronegativität
Elektronegativität#Pauling-Skala
Elektronen-Einfang
Elektroneneinfang
Elektronenkonfiguration
Elektronenvolt
Elementarzelle
Elementhäufigkeit
Elementsymbol
Empfindlichkeit (Technik)
Energieniveau
Epithel
Erbium
Erdalkalimetalle
Erdhülle
Erdkruste
Essigsäure
Euro
Europium
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Chemisches Element#Sortierte Liste chemischer Elemente
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Chlor
Chloride
Chrom
Cobalt
Cobaltgruppe
Copernicium
Curium
Cyanid
Cyanide
Cyanwasserstoff
Cyclopropan
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Empfindlichkeit (Technik)
Energieniveau
Epithel
Erbium
Erdalkalimetalle
Erdhülle
Erdkruste
Essigsäure
Euro
Europium
Eigenschaften
Kr 4d8 5s1
45
Rh
Periodensystem
Allgemein
Name, Symbol, Ordnungszahl
Rhodium, Rh, 45
Serie
Übergangsmetalle
Gruppe, Periode, Block
9, 5, d
Aussehen
silbrig weiß metallisch
CAS-Nummer
7440-16-6
Massenanteil an der Erdhülle
0,001 ppm[1]
Atomar [2]
Atommasse
102,90550 u
Atomradius (berechnet)
135 (173) pm
Kovalenter Radius
142 pm
Elektronenkonfiguration
Kr 4d8 5s1
Elektronen pro Energieniveau
2, 8, 18, 16, 1
1. Ionisierungsenergie
719,7 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie
1740 kJ/mol
3. Ionisierungsenergie
2997 kJ/mol
Physikalisch [2]
Aggregatzustand
fest
Kristallstruktur
kubisch flächenzentriert
Dichte
12,38 g/cm3 (20 °C)[3]
Mohshärte
6
Magnetismus
paramagnetisch (χm = 1,7 · 10−4)[4]
Schmelzpunkt
2237 K (1964 °C)
Siedepunkt
3968 K (3695 °C)
Molares Volumen
8,28 · 10−6 m3/mol
Verdampfungswärme
495 kJ/mol
Schmelzwärme
21,7 kJ/mol
Schallgeschwindigkeit
4700 m/s bei 293,15 K
Spezifische Wärmekapazität
243[5] J/(kg · K)
Elektrische Leitfähigkeit
23,3 · 106 A/(V · m)
Wärmeleitfähigkeit
150 W/(m · K)
Chemisch [2]
Oxidationszustände
0, +1, +2, +3, +4
Oxide (Basizität)
Rh2O (amphoter)
Normalpotential
0,76 V (Rh3+ + 3e− → Rh)
Elektronegativität
2,28 (Pauling-Skala)
Isotope
Isotop
NH
t1/2
ZM
ZE MeV
ZP
101Rh
{syn.}
3,3 a
ε
0,542
101Ru
102Rh
{syn.}
207 d
β+
2,323
102Ru
β−
1,150
102Pd
102mRh
{syn.}
3,742 a
β+
2,464
102Ru
IT
0,141
102Ru
103Rh
100 %
Stabil
104Rh
{syn.}
42,3 s
β−
2,441
104Pd
β+
1,141
104Ru
105Rh
{syn.}
35,36 h
β−
0,567
105Pd
Weitere Isotope siehe Liste der Isotope
NMR-Eigenschaften
Spin
γ in
rad·T−1·s−1
E
fL bei
B = 4,7 T
in MHz
103Rh
1/2
−8,468 · 106
3,11 · 10−5
6,29
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung [6]
Pulver
Leicht-
entzündlich
(F)
R- und S-Sätze
R: 11
S: 16-22-24/25
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Rhodium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Rh und der Ordnungszahl 45. Es ist ein silberweißes, hartes, unreaktives Übergangsmetall. Im Periodensystem zählt es zusammen mit Cobalt, Iridium und Meitnerium zur 9. Gruppe oder Cobaltgruppe. Rhodium besitzt große Ähnlichkeit zu anderen Platinmetallen wie Platin oder Palladium. Dies betrifft beispielsweise die für Edelmetalle charakteristische geringe Reaktivität und eine hohe katalytische Aktivität.
Rhodium wird daher, oft in Form von Legierungen, vorwiegend als Katalysator eingesetzt. Als wichtiger Bestandteil von Fahrzeugkatalysatoren wird es zur Reduktion von Stickoxiden eingesetzt. Auch in industriellen Prozessen zur Herstellung einiger chemischen Grundstoffe, wie dem Ostwald-Verfahren zur Salpetersäure-Produktion, werden Rhodiumkatalysatoren genutzt. Da das Metall in der Natur sehr selten vorkommt und gleichzeitig eine breite Anwendung findet, zählt es zu den teuersten Metallen überhaupt.
Im menschlichen Körper kommt Rhodium normalerweise nicht vor, eine biologische Bedeutung ist nicht bekannt.[7]
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Vorkommen
3 Gewinnung und Darstellung
4 Eigenschaften
4.1 Physikalische Eigenschaften
4.2 Chemische Eigenschaften
5 Isotope
6 Verwendung
7 Sicherheitshinweise
8 Verbindungen
8.1 Komplexe
8.2 Halogenverbindungen
8.3 Weitere Verbindungen
9 Einzelnachweise
10 Literatur
11 Weblinks
//
Bearbeiten Geschichte
Rhodium wurde 1803 von William Hyde Wollaston in einem aus Südamerika stammenden Rohplatinerz entdeckt. Im gleichen Erz wurden von Wollaston und Smithson Tennant drei weitere Platinmetalle, Palladium, Iridium und Osmium, entdeckt. Dazu lösten sie das Erz zunächst in Königswasser. Es bildete sich eine lösliche Fraktion und ein schwarzer Rückstand, in dem Tennant Osmium und Iridium fand. Wollaston fällte aus der Königswasserlösung Rhodium und einige weitere Bestandteile mit Zinkpulver. Nach der Abtrennung von Kupfer und Blei mit verdünnter Salpetersäure, erneutem Lösen in Königswasser und Zugabe von Natriumchlorid bildete sich Na3[RhCl6 · n H2O, das beim Verdunsten der Flüssigkeit als rosarotes Salz zurückblieb. Aus diesem konnte Wollaston durch Extraktion mit Ethanol und Reduktion mit Zink das elementare Rhodium gewinnen. Der Name wurde von Wollaston nach dem griechischen ρόδου rhodeos: „rosenrot“ gewählt, da viele Rhodiumverbindungen diese Farbe zeigen.[8]
Die erste Anwendung des neuen Metalls war ab 1820 Spitzen von Schreibfedern, für die Rhodium-Zinn-Legierungen eingesetzt wurden. Diese wurden später jedoch durch härtere Osmium-Iridium-Legierungen abgelöst.[8]
Bearbeiten Vorkommen
Rhodium ist nach Rhenium zusammen mit Ruthenium und Iridium eines der seltensten nicht radioaktiven Metalle in der kontinentalen Erdkruste. Sein Anteil beträgt nur 1 ppb[9]. Rhodium kommt in der Natur gediegen vor und ist daher als eigenständiges Mineral anerkannt. Fundorte sind unter anderem die Typlokalität Stillwater in Montana und Goodnews Bay in Alaska. Rhodium ist unter anderem mit anderen Platinmetallen und Gold vergesellschaftet.[10]
Neben dem elementaren Rhodium sind auch einige Rhodiumminerale wie Bowieit, Genkinit oder Miassit bekannt. Diese sind jedoch wie das elementare Rhodium sehr selten und spielen für die Gewinnung keine Rolle. Die wichtigsten Vorkommen des Elements liegen in sulfidischen Nickel-Kupfer-Erzen, die vor allem in Südafrika, Sudbury (Kanada) und Sibirien vorkommen. Auch in mexikanischen Goldlagerstätten kommt Rhodium in nennenswerter Menge vor. Rhodium fällt zusammen mit den anderen Platinmetallen beim Verarbeiten dieser Erze an und muss anschließend von diesen getrennt werden.
Bearbeiten Gewinnung und Darstellung
Rhodiumfolie und -draht
Rh-Verarbeitung: 1 g Pulver, 1 g verpresst, 1 g Regulus
Die Gewinnung von Rhodium ist wie die der anderen Platinmetalle sehr aufwändig. Dies liegt vor allem an der Ähnlichkeit und geringen Reaktivität der Platinmetalle, wodurch sie sich schwer trennen lassen. Ausgangsstoff für die Gewinnung des Rhodiums ist Anodenschlamm, der bei der Kupfer- und Nickelproduktion als Nebenprodukt bei der Elektrolyse anfällt. Dieser wird zunächst in Königswasser gelöst. Dabei gehen Gold, Platin und Palladium in Lösung, während Ruthenium, Osmium, Rhodium und Iridium, sowie Silber als Silberchlorid ungelöst zurückbleiben. Das Silberchlorid wird durch Erhitzen mit Bleicarbonat und Salpetersäure in lösliches Silbernitrat umgewandelt und so abgetrennt.
Um das Rhodium von den anderen Elementen abzutrennen, wird der Rückstand mit Natriumhydrogensulfat geschmolzen. Dabei bildet sich wasserlösliches Rhodiumsulfat Rh2(SO4)3, das mit Wasser ausgelaugt werden kann. Das gelöste Rhodium wird zunächst mit Natriumhydroxid als Rhodiumhydroxid Rh(OH)3 gefällt. Die folgenden Reaktionsschritte sind das Lösen in Salzsäure als H3[RhCl6 und die Fällung mit Natriumnitrit und Ammoniumchlorid als (NH4)3[Rh(NO2)6. Um elementares Rhodium zu erhalten, wird aus dem Rückstand durch Digerieren mit Salzsäure der lösliche (NH4)3[RhCl6-Komplex gebildet. Nachdem das Wasser durch Verdampfen entfernt wurde, kann das Rhodium mit Hilfe von Wasserstoff zum Metallpulver reduziert werden.
Reaktion von Ammoniumhexachlororhodat mit Wasserstoff zu Rhodium
Rhodiumisotope entstehen als Nebenprodukte bei der Kernspaltung von 235U, die aus den abgebrannten Brennelementen extrahiert werden können. Auf Grund der Radioaktivität gibt es jedoch noch keine kommerzielle Anwendung des so erhaltenen Rhodiums.[11]
Rhodium wird nur in geringem Umfang gewonnen, 2005 betrug die Produktion 23,5 Tonnen. 83,2 % der Gesamtproduktion fanden in Südafrika statt. Das zweitgrößte Produktionsland war Russland (11,9 %), gefolgt von Kanada und Simbabwe. Da der Verbrauch durch erhöhte Nachfrage in der Schmuckindustrie gestiegen ist und 2005 mit 25,3 Tonnen über der Produktion lag, ist der Preis stark gestiegen.[12] So lag der Rhodiumpreis 2003 noch bei etwa 475 Dollar (entsprach 2003 etwa 420 Euro) pro Feinunze (etwa 31,1 Gramm)[13], im Juni 2008 zählt es mit einem Preis von über 9700 US-Dollar (etwa 6230 Euro) pro Feinunze zu den teuersten Metallen überhaupt[14], fiel danach jedoch schnell auf einen Preis von unter 1000 Dollar im Dezember 2008. Mittlerweile (23. November 2009) ist der Preis wieder auf über 2500 Dollar angestiegen.[13]
Bearbeiten Eigenschaften
Bearbeiten Physikalische Eigenschaften
Kristallstruktur von Rh, a = 380,4 pm
Rhodium ist silberweißes, hochschmelzendes, hartes Edelmetall. Es ist härter als Gold oder Platin, ist jedoch zäh und dehnbar und lässt sich durch Hämmern bearbeiten. In den meisten Eigenschaften ist es mit den anderen Platinmetallen vergleichbar. So liegt der Schmelzpunkt des Rhodiums von 1966 °C zwischen demjenigen von Platin (1772 °C) und Ruthenium (2310 °C). Die Dichte des Elementes von 12,41 g/cm3 ist vergleichbar mit denen der benachbarten Elemente Ruthenium und Palladium. Rhodium besitzt die höchste Wärme- und elektrische Leitfähigkeit aller Platinmetalle. Unterhalb von 0,9 Kelvin wird Rhodium zum Supraleiter.[11]
Rhodium kristallisiert wie Cobalt und Iridium in einer kubisch-dichtesten Kugelpackung (Kupfer-Typ) in der Raumgruppe mit dem Gitterparameter a = 380,4 pm sowie vier Formeleinheiten pro Elementarzelle.[15]
Bearbeiten Chemische Eigenschaften
Als typisches Edelmetall ist Rhodium sehr reaktionsträge. Nach Iridium ist es das am wenigsten reaktive Platinmetall. Es reagiert mit Sauerstoff und Chlor erst bei Temperaturen von 600 bis 700 °C zu Rhodium(III)-oxid beziehungsweise Rhodium(III)-chlorid. Auch das reaktivste Halogen Fluor reagiert nur in der Hitze zu Rhodium(VI)-fluorid. Von Mineralsäuren wird das Metall nicht angegriffen. Eine Ausnahme ist feinstverteiltes Rhodium, das sich sehr langsam in Königswasser und konzentrierter Schwefelsäure löst.
Das Metall reagiert mit einigen Salzschmelzen und lässt sich so aufschließen. Salze, die dies vermögen, sind Natriumhydrogensulfat, Kaliumdisulfat, Cyanide und Natriumcarbonat.
Sauerstoff löst sich in flüssigem Rhodium. Beim Erkalten der Schmelze wird dieser unter Spratzen wieder abgegeben.
Bearbeiten Isotope
Es sind insgesamt 33 Isotope sowie weitere 20 Kernisomere des Rhodiums bekannt.[16] Natürliches Rhodium besteht zu 100% aus dem Isotop 103Rh, das Element ist somit eines von 22 Reinelementen. Die langlebigsten künstlichen Isotope sind 101Rh, das mit einer Halbwertszeit von 3,3 Jahren unter Elektroneneinfang zu 101Ru zerfällt, sowie 102mRh, das mit einer Halbwertszeit von 3,742 Jahren überwiegend unter Aussendung von Positronen zu 102Ru zerfällt. Zu einem geringen Teil geht der metastabile Kern auch unter Isomerieübergang in 102Rh über.[16]
Eine Anwendung als Tracer hat der mit einer Halbwertszeit von 35,88 Stunden kurzlebige Kern 105Rh gefunden.
→ Liste der Rhodium-Isotope
Bearbeiten Verwendung
Der Fahrzeugkatalysator enthält Rhodium
Wie andere Platinmetalle wirkt Rhodium in vielen Prozessen katalytisch. Sowohl das Metall, als auch seine Verbindungen und Legierungen mit anderen Platinmetallen werden daher dementsprechend eingesetzt. Daneben existieren weitere rhodiumspezifische Anwendungsmöglichkeiten, die Verwendung ist jedoch durch den hohen Preis begrenzt.
Die wichtigsten Anwendungsbereiche des Rhodiums sind Fahrzeugkatalysatoren. Es dient darin als Katalysator zur Reduktion von Stickstoffmonoxid zu elementarem Stickstoff. Würde stattdessen Platin oder Palladium eingesetzt, würden verstärkt Ammoniak und Distickstoffmonoxid entstehen.[17]
Ein Teil des Rhodiums wird in Katalysatoren zur Salpetersäureherstellung verwendet. Im sogenannten Ostwald-Verfahren werden zur katalytischen Ammoniakverbrennung zu Stickstoffmonoxid Netze eingesetzt, die aus einer Platin-Rhodiumlegierung mit etwa 10 % Rhodium bestehen. Durch den Einsatz von Rhodium erhöht sich die Haltbarkeit und Ausbeute im Vergleich zu reinem Platin.[18] Auch im Andrussow-Verfahren zur Blausäure-Herstellung wird eine Rhodium-Platin-Legierung als Katalysator eingesetzt.[11]
rhodiumbeschichteter Weißgoldring
Metallisches Rhodium kann als Beschichtung eingesetzt werden. Mit Rhodium beschichtete Flächen besitzen ein hohes Reflexionsvermögen und sind daher als hochwertige Spiegel geeignet. Gleichzeitig sind diese Beschichtungen sehr hart und chemisch stabil. Auch als Überzug für Schmuck, Brillengestelle oder Uhren wird Rhodium verwendet. Es verhindert das Anlaufen des verwendeten Metalls. Dies ist vor allem bei Schmuck aus Silber oder Weißgold wichtig. Der Vorgang des Überziehens wird Rhodinieren genannt.
Weitere mögliche Anwendungen sind hochbeanspruchte Laborgeräte, Heizspiralen oder Thermoelemente, die aus Platin-Rhodium-Legierungen gefertigt werden.
Bearbeiten Sicherheitshinweise
Kompaktes Rhodium ist auf Grund der geringen Reaktivität ungefährlich, als feinverteiltes Pulver dagegen ist es leicht entzündlich und brennbar. Da brennendes Rhodium mit Wasser reagiert, dürfen zur Löschung nur Metallbrandlöscher (Klasse D) eingesetzt werden.[6] Wegen einiger Hinweise auf eine karzinogene Wirkung werden Rhodium und seine Verbindungen in die Kanzerogenitäts-Kategorie 3b eingeordnet.[6]
Wie andere Schwermetallionen sind gelöste Rhodiumionen in hohen Konzentrationen toxisch. In einer Untersuchung mit Lungenepithelzellen wurde ein LC50-Wert von 1,2 mmol · l−1 für Rhodium(III)-ionen ermittelt.[19]
Bearbeiten Verbindungen
Rhodium bildet Verbindungen in den Oxidationsstufen von −I bis +VI. Die stabilste Stufe ist +III, höhere kommen vor allem in Verbindungen mit Fluor, niedrigere in Komplexen mit Liganden wie Kohlenstoffmonoxid, Cyanid oder Phosphanen vor.
Einige Rhodium-Verbindungen, beispielsweise Rhodium(II)-carboxykomplexe[20], werden untersucht, ob sie sich zur Behandlung von Krebs eignen. Die Verbindungen sind dabei, wie die des Platins auch, sehr oft nierentoxisch.[21][22]
Bearbeiten Komplexe
Wilkinson-Katalysator
Einige Rhodiumkomplexe werden in technisch wichtigen Synthesen organischer Chemikalien als Katalysator eingesetzt. Dazu zählt der Wilkinson-Katalysator, ein quadratisch-planarer Rhodiumkomplex mit drei Triphenylphosphan (PPh3)- und einem Chlorid- Liganden. Eine Reaktion, die dieser Komplex katalysiert, ist die Hydrierung von Alkenen mit Wasserstoff. Es ist auch möglich, die Liganden durch chirale Gruppen zu ersetzen und so eine asymmetrische Hydrierung zu erreichen. Dies wird unter anderem für die Synthese der Aminosäure L-DOPA genutzt.[23] Eine weitere wichtige Reaktion, bei der der Wilkinson-Katalysator eingesetzt wird, ist die Hydroformylierung. Dabei werden aus Alkenen, Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff Aldehyde dargestellt.[24]
Katalysator im Monsanto-Verfahren
Ein weiterer Rhodiumkomplex wird zur Herstellung von Essigsäure eingesetzt. Im Monsanto-Prozess wird cis-[(CO)2RhI2−, ein quadratisch-planarer Komplex mit zwei Kohlenstoffmonoxid- und zwei Iodid-Liganden eingesetzt.[24]
Bearbeiten Halogenverbindungen
Mit den Halogenen Fluor, Chlor, Brom und Iod sind eine Reihe Verbindungen bekannt. Während Chlor, Brom und Iod nur Verbindungen in der Oxidationsstufe +III bilden, sind die Fluoride Rhodium(IV)-fluorid, Rhodium(V)-fluorid und Rhodium(VI)-fluorid bekannt. Die wichtigste Rhodium-Halogenverbindung ist Rhodium(III)-chlorid, die als Katalysator bei Reduktionen, Polymerisationen oder Isomerisierungen eingesetzt werden kann.[25]
Bearbeiten Weitere Verbindungen
Es sind insgesamt drei Rhodiumoxide, Rhodium(III)-oxid Rh2O3, Rhodium(IV)-oxid RhO2 und Rhodium(VI)-oxid RhO3 bekannt. Letzteres ist allerdings nur in der Gasphase zwischen 850 °C und 1050 °C stabil. Rhodium(III)-oxid entsteht in wasserfreier Form durch Verbrennung aus den Elementen bei 600 °C. Erhitzt man dieses unter erhöhtem Sauerstoffdruck weiter, entsteht Rhodium(IV)-oxid.
Rhodiumsulfat Rh2(SO4)3 ist ein Zwischenprodukt bei der Rhodiumproduktion. Daneben wird es als Rohstoff für die galvanische Beschichtung von Oberflächen, beispielsweise bei Schmuckwaren, verwendet.
Rhodium(II)-acetat wird in der Organischen Chemie als Katalysator verwendet. Es bildet mit Diazoverbindungen, die eine benachbarte Carbonylgruppe besitzen, Carbene. Aus den Carbenen können unter anderem Cyclopropane dargestellt werden. Auch für die Gewinnung von Yliden und für Insertionsreaktionen können Rhodium-Carbene eingesetzt werden.[26]
Bearbeiten Einzelnachweise
↑ Harry H. Binder: Lexikon der chemischen Elemente, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-7776-0736-3.
↑ Die Werte für die Eigenschaften (Infobox) sind, wenn nicht anders angegeben, aus www.webelements.com (Rhodium) entnommen.
↑ N. N. Greenwood und A. Earnshaw: Chemie der Elemente, 1. Auflage, 1988, S. 1427, ISBN 3-527-26169-9.
↑ Weast, Robert C. (ed. in chief): CRC Handbook of Chemistry and Physics. CRC (Chemical Rubber Publishing Company), Boca Raton 1990. Seiten E-129 bis E-145. ISBN 0-8493-0470-9. Werte dort sind auf g/mol bezogen und in cgs-Einheiten angegeben. Der hier angegebene Wert ist der daraus berechnete maßeinheitslose SI-Wert.
↑ CRC Handbook of Chemistry and Physics, 90. Auflage, CRC Press, Boca Raton, Florida, 2009; Section 4, Properties of the Elements and Inorganic Compounds, p. 4-135.
↑ a b c Eintrag zu Rhodium (nur Pulver; komp. Metall ohne R-/S-Sätze) in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 4. April 2008 (JavaScript erforderlich)
↑ James E. Huheey, Ellen A. Keiter, Richard L. Keiter: Anorganische Chemie, 3. Auflage, de Gruyter, Berlin 2003, ISBN 3-11-017903-2.
↑ a b W. P. Griffith: Bicentenary of Four Platinum Group Metals, Part I Rhodium und Palladium. In: Platinum Metals Review, 2003, 47 (4), S. 175–183.
↑ CRC Handbook of Chemistry and Physics, 90. Auflage, CRC Press, Boca Raton, Florida, 2009; Section 14, Geophysics, Astronomy, and Acoustics; Abundance of Elements in the Earth's Crust and in the Sea, p. 14-18.
↑ Rhodium in: Anthony et al.: Handbook of Mineralogy, 1990, 1, S. 101 (pdf).
↑ a b c Hermann Renner et al.: Platinum Group Metals and Compounds. In: Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, Wiley-VCH, Weinheim 2001, doi:10.1002/14356007.a21_075.
↑ Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe: Rohstoffwirtschaftliche Steckbriefe für Metall- und Nichtmetallrohstoffe, Stand Januar 2007 (pdf).
↑ a b historische Rhodiumpreise bei kitco.com.
↑ Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe: Rohstoffpreise, Stand Juni 2008.
↑ K. Schubert: Ein Modell für die Kristallstrukturen der chemischen Elemente. In: Acta Crystallographica, 1974, B30, S. 193–204.
↑ a b G. Audi, O. Bersillon, J. Blachot, A. H. Wapstra: The NUBASE evaluation of nuclear and decay properties. In: Nuclear Physics, 2003, Bd. A 729, S. 3–128.
↑ Martin Votsmeier, Thomas Kreuzer und Gerhard Lepperhoff: Automobile Exhaust Control. In: Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, Wiley-VCH, 2003, doi:10.1002/14356007.a03_189.
↑ Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1697.
↑ Bernd Sures, Sonja Zimmermann: Untersuchungen zur Toxizität von Platin, Palladium und Rhodium. Programm Lebensgrundlage Umwelt und ihre Sicherung, Universität Karlsruhe, 2005, pdf.
↑ Esther B. Royar, Stephen D. Robinson: Rhodium(II)-Carboxylato Complexes. In: Platinum Metals Rev., 1982, 26 (2), S. 65–69; pdf.
↑ B. Desoize: Metals and metal compounds in cancer treatment. In: Anticancer Res 24/2004, S. 1529–1544; PMID 15274320.
↑ N. Katsaros, A. Anagnostopoulou: Rhodium and its compounds as potential agents in cancer treatment. In: Critical Reviews in Oncology/Hematology 42, 2002, S. 297–308; PMID 12050021.
↑ William S. Knowles: Asymmetrische Hydrierungen (Nobel-Vortrag). In: Angew. Chem., 114, 12, S. 2096–2107, doi:10.1002/1521-3757(20020617)114:12<2096::AID-ANGE2096>3.0.CO;2-Z.
↑ a b Christoph Elschenbroich: Organometallchemie. 5. Auflage, Teubner Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53501-7.
↑ Rhodiumverbindungen in: Roempp Chemie Lexikon, Thieme Verlag, 2008.
↑ Tao Ye, M. Anthony McKervey: Organic Synthesis with α-Diazocarbonyl Compounds. In: Chem. Rev. 1994, 94, S. 1091–1160, doi:10.1021/cr00028a010.
Bearbeiten Literatur
Rhodium in: Roempp Chemie Lexikon, Thieme Verlag, 2008.
William Hyde Wollaston: On a New Metal, Found in Crude Platina. Phil. Trans. R. Soc. Lond. January 1, 1804, 94, S. 419–430; doi:10.1098/rstl.1804.0019 (Volltext)
William Hyde Wollaston: On the Discovery of Palladium; With Observations on Other Substances Found with Platina. Phil. Trans. R. Soc. Lond. January 1, 1805, 95, S. 316–330; doi:10.1098/rstl.1805.0024 (Volltext)
Bearbeiten Weblinks
Commons: Rhodium – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wiktionary: Rhodium – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
EnvironmentalChemistry.com – Rhodium
Mineralienatlas:Rhodium (Wiki)
Periodensystem der Elemente
H
He
Li
Be
B
C
N
O
F
Ne
Na
Mg
Al
Si
P
S
Cl
Ar
K
Ca
Sc
Ti
V
Cr
Mn
Fe
Co
Ni
Cu
Zn
Ga
Ge
As
Se
Br
Kr
Rb
Sr
Y
Zr
Nb
Mo
Tc
Ru
Rh
Pd
Ag
Cd
In
Sn
Sb
Te
I
Xe
Cs
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Ce
Pr
Nd
Pm
Sm
Eu
Gd
Tb
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Ho
Er
Tm
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Lu
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Ir
Pt
Au
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Tl
Pb
Bi
Po
At
Rn
Fr
Ra
Ac
Th
Pa
U
Np
Pu
Am
Cm
Bk
Cf
Es
Fm
Md
No
Lr
Rf
Db
Sg
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Hs
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Uut
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Rhodium Trading Thoughts 20 Jan 2011
RHODIUM TRADING THOUGHTS is about timely and profitable trading of precious metals. We do not believe every turn in the market can be called. Our goal is that our recommendations should be profitable. Profits are the goals, not trades. Do not expect all recommendations to be profitable.
rhodium: Definition from Answers.com
rhodium n. ( Symbol Rh ) A hard, durable, silvery-white metallic element that is used to form high-temperature alloys with platinum and is plated on
BBB Award Winning KMG Gold Recycling, Opens New Head Office & Processing Facility in Winnipeg
KMG Gold Recycling is pleased to announce the grand opening of their new processing facility and head office in Winnipeg’s historic Osborne Village. (PRWeb February 07, 2011) Read the full story at http://www.prweb.com/releases/2011/2/prweb8120758.htm
rhodium (Rh) (chemical element) -- Britannica Online Encyclopedia
rhodium (Rh), chemical element, one of the platinum metals of Groups ... Rhodium is a precious, silver-white metal, with a high reflectivity for light. ...
Eastern Platinum’s SA Q4 production falls
Canada's Eastern Platinum Ltd's quarterly platinum group metals' (PGM) production from Crocodile River mine in South Africa fell 4 percent, hurt by a planned shutdown and a modification to the process plant.
Rhodium Summary and Analysis Summary | BookRags.com
Rhodium summary with 11 pages of lesson plans, quotes, chapter summaries, analysis, encyclopedia entries, essays, research information, and more.
Platinum Group Metals
Platinum is trading at $1,821.50/oz, palladium at $820.00/oz and rhodium at $2,450/oz. (Bloomberg) -- Gold Futures in New York Rise, Heading for Third Weekly Advance Gold for April delivery in New York gained 0.1 percent to $1,364.20 an ounce at 10:05 a.m. Melbourne time, heading for a weekly advance.
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Job creation seen as key to China's investment in U.S.
ELGIN, ILL. - Ni Pin believes in the United States. He's lived here for almost 20 years. His three children were born here. And, unlike many Americans, he thinks that even in the middle of the Rust Belt, there's hope for manufacturing in this country.
might be a REALLY stupid question so please dont get mad at me my cousin got the HTC pro touch 2 thing and his today screen looks amaingg is there anyway i can get mine to look like this http wiki xda developers com image Rhodium 01 jpg if i had 300 bucks to spare id get the pro touch but for now i just have the excalibur haha
http://forum.xda-developers.com/showthread.php?p=4495558
Kitco Metals Inc. - Rhodium Investment
Just 25 tons of rhodium are mined each year, and demand usually outstrips supply. ... Why rhodium is a great investment and how to maximize your returns ...
Aquarius Platinum output up 3%
Aquarius Platinum (AQP) on Thursday reported attributable production increased by 3% in quarter-on-quarter in the three months ended December 2010 and by 14% compared to Q2 2010, to 127,579 PGM ounces.
Rhodium(III) chloride - Wikipedia, the free encyclopedia
Rhodium(III) chloride usually refers to hydrated rhodium trichloride, a molecular ... Rhodium(III) chloride is not listed under Annex I of Directive 67/548 ...
Canada’s Platinum Group Metals develops new mine locally
Platinum Group Metals, a Canadian mining firm, has begun developing a mine in North West with first production scheduled to start in 2013. The firm owns 74 percent of two projects in an exploration area in South Africa known as the Western Bushveld Joint Venture.
Rhodium
Rhodium is a hard silvery white and durable metal that has a high reflectance. ... Rhodium has both a higher melting point and lower density than platinum. ...
KMG operating new processing facility in Winnipeg
KMG Gold Recycling, owned and operated by KMG Environmental Inc., has opened a new head office and processing facility at 19 - 222 Osborne Street in Winnipeg..
Rhodium Mining - CommodityMine
InfoMine: Rhodium Mining Information - comprehensive and current data on Rhodium prices, Rhodium exploration, Rhodium mines and Rhodium markets.
Raptor Technology Group Provides Progress Report on Mineral Recovery Contract With Washoe Custom Processing LLC
GROVELAND, FL--(Marketwire - February 9, 2011) - Raptor Technology Group, Inc. ( OTCBB : RAPT ) today provided an update on its proprietary mineral recovery process as it impacts its recently announced long term contract with Washoe Custom Processing LLC. Raptor's founding members have over 15 years experience in developing our proprietary recovery technology. This proprietary technology has ...
very different market valuations They have obviously already published their six monthly interims to 30 June 2008 as these results were used for the analysis and for purposes of comparison So the companies that we were able to analysis for purposes of exposure to platinum were Amplats Anooraq EastPlats and Wesizwe We did not include Jubilee as we thought that it is to early
http://sharetips.co.za/2008/09/are-there-opportunities-to-invest-in-pgm-companies
rhodium - Wiktionary
rhodium (uncountable) Wikipedia has an article on: Rhodium. Wikipedia. a metallic chemical ... rhodium n. rhodium [edit] French. French Wikipedia has an article on: ...
Aquarius Platinum 2Q Production +14%; Sees Fiscal Year Production With Views
LONDON -(Dow Jones)- Aquarius Platinum Ltd. (AQPTY), a primary platinum producer operating in Southern Africa, Thursday reported second quarter 2011 attributable production of 127,579 PGM ounces, an increase of 3% compared with the previous quarter and of 14% compared with the same period a year ago, and added that the group remains on target to meet production guidance for the 2011 financial ...


















