Ablativ
Adolf Friedrich Stenzler
Affrikate
Akkusativ
Aktiv
Akut
Altindisch
Alveolar
Aorist
Approximant
Arier
Artikulationsort
Ashoka
Ashram
Aspiration (Phonetik)
Augment
Ausbausprache
Avatar (Internet)
Bengalische Schrift
Bengalische Sprache
Bhagavad-Gita
Bhagavadgita
Bhagwan
Brahmane
Brahmi-Schrift
Buchdruck
Buddhismus
Bukkal
Chakra
Dativ
Denominativ
Dental
Desiderativ
Devanagari
Devi Mahatmya
Diphthong
Dravidische Sprachen
Dschungel
Dual (Grammatik)
Edikte des Ashoka
Europa
Femininum
Franz Bopp
Frequentativ
Frikativ
Futur
Genitiv
Genus
Genus Verbi
Gerundeter halbgeschlossener Hinterzungenvokal
Geschlossener hinterer gerundeter Vokal
Glottal
Grammatik
Griechische Sprache
Guru
Gutturaler Laut
Hadumod Bußmann
Halbvokal
Hebräische Sprache
Hindi
Hindu
Hinduismus
IAST
ISO 639
Imperativ (Modus)
Imperfekt
Indien
Indikativ (Modus)
Indoarische Sprachen
Indogermanische Sprachen
Indogermanische Sprachfamilie
Indogermanische Ursprache
Indogermanische Wortwurzeln
Indogermanistik
Indoiranische Sprachen
Ingwer
Injunktiv
Instrumentalis
International Alphabet of Sanskrit Transliteration
Juden
Kajal
Kannada
Karma
Kashmiri
Kasus
Kausativ
Kharoshthi-Schrift
Kisuaheli
Komposition (Grammatik)
Konditionalis
Konjunktiv
Krishna
Labial
Labiodental
Latein
Lehnwort
Liste der IPA-Zeichen
Lokativ
Mahabharata
Mandala
Adolf Friedrich Stenzler
Affrikate
Akkusativ
Aktiv
Akut
Altindisch
Alveolar
Aorist
Approximant
Arier
Artikulationsort
Ashoka
Ashram
Aspiration (Phonetik)
Augment
Ausbausprache
Avatar (Internet)
Bengalische Schrift
Bengalische Sprache
Bhagavad-Gita
Bhagavadgita
Bhagwan
Brahmane
Brahmi-Schrift
Buchdruck
Buddhismus
Bukkal
Chakra
Dativ
Denominativ
Dental
Desiderativ
Devanagari
Devi Mahatmya
Diphthong
Dravidische Sprachen
Dschungel
Dual (Grammatik)
Edikte des Ashoka
Europa
Femininum
Franz Bopp
Frequentativ
Frikativ
Futur
Genitiv
Genus
Genus Verbi
Gerundeter halbgeschlossener Hinterzungenvokal
Geschlossener hinterer gerundeter Vokal
Glottal
Grammatik
Griechische Sprache
Guru
Gutturaler Laut
Hadumod Bußmann
Halbvokal
Hebräische Sprache
Hindi
Hindu
Hinduismus
IAST
ISO 639
Imperativ (Modus)
Imperfekt
Indien
Indikativ (Modus)
Indoarische Sprachen
Indogermanische Sprachen
Indogermanische Sprachfamilie
Indogermanische Ursprache
Indogermanische Wortwurzeln
Indogermanistik
Indoiranische Sprachen
Ingwer
Injunktiv
Instrumentalis
International Alphabet of Sanskrit Transliteration
Juden
Kajal
Kannada
Karma
Kashmiri
Kasus
Kausativ
Kharoshthi-Schrift
Kisuaheli
Komposition (Grammatik)
Konditionalis
Konjunktiv
Krishna
Labial
Labiodental
Latein
Lehnwort
Liste der IPA-Zeichen
Lokativ
Mahabharata
Mandala
Sanskrit (संस्कृत)
Gesprochen in
Indien
Sprecher
als Muttersprache (2001: 14135)[1]
nur als Zweitsprache (1961: 190.000)
Linguistische
Klassifikation
Indogermanische Sprachen
Indoiranische Sprachen
Indoarische Sprachen
Sanskrit
Offizieller Status
Amtssprache von
Indien (eine von 22 anerkannten Nationalsprachen)
Sprachcodes
ISO 639-1:
sa
ISO 639-2:
san
ISO 639-3:
san
Das Wort Sanskrit in Devanagari-Schrift
Sanskrit (Devanagari: संस्कृत, saṃskṛta < sam 'zusammen' + kṛta 'gemacht') bezeichnet die verschiedenen Formen des Alt-Indischen[1] und ist die Sprache der Veden und der klassischen indischen Kultur. Sie spielt vor allem im Hinduismus eine wesentliche Rolle. Sanskrit ist die klassische Sprache der Brahmanen und wurde erstmals von dem Grammatiker Panini im 4. Jahrhundert v. Chr. systematisiert.
Die Entstehung wird auf 1200 v. Chr. datiert, das zu dieser Zeit übliche Vedisch unterscheidet sich jedoch noch vom klassischen Sanskrit. Beim Sprachausbau des Hindi kam es zu Entlehnungen aus dem Sanskrit. Sanskrit wird seit einigen Jahrhunderten hauptsächlich in Devanagarischrift geschrieben, gelegentlich jedoch auch in lokalen Schriften. (Das erste gedruckte Werk in Sanskrit erschien in Bengali-Schrift.) Das moderne Sanskrit, welches laut Zensus von einigen Indern als Muttersprache angegeben wird, ist immer noch die heilige Sprache der Hindus, da alle religiösen Schriften von den Veden und Upanishaden bis zur Bhagavad-Gita auf Sanskrit verfasst wurden und häufig auch so vorgetragen werden. Auch für religiöse Rituale wie Gottesdienste, Hochzeiten und Totenrituale ist sie noch heute unerlässlich.
Beispiele für Lehnwörter im Deutschen, die sich auf Sanskrit zurückführen lassen, auch wenn ihre Entlehnung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgte, sind: Arier, Ashram, Avatar, Bhagwan, Chakra, Guru, Dschungel, Ingwer, Orange, Kajal, Karma, Mandala, Mantra, Moschus, Nirwana, Swastika, Tantra, Yoga.
Inhaltsverzeichnis
1 Bedeutung und Verbreitung des Sanskrit
2 Geschichte
3 Verwandtschaft mit anderen Sprachen
4 Phonologie und Schrift
4.1 Vokale und silbische Resonanten
4.2 Konsonanten
4.3 Betonung
4.4 Sandhi
4.5 Schrift
5 Grammatik
5.1 Substantive
5.1.1 Vokalische Stämme
5.1.2 Bukkalische Stämme
5.1.3 Komposita
5.2 Pronomina
5.3 Verben
5.3.1 Präsenssystem
5.3.2 Futursystem
5.3.3 Aoristsystem
5.3.4 Perfektsystem
5.3.5 Partizipien
5.3.6 Infinitiv und Absolutiv
6 Sprachgebrauch
7 Literatur
8 Siehe auch
9 Weblinks
10 Einzelnachweise
//
Bearbeiten Bedeutung und Verbreitung des Sanskrit
Für Indien spielt Sanskrit eine ähnliche Rolle wie das Latein für Europa oder das Hebräische für die antiken und heutigen Juden. Zahlreiche überlieferte religiöse, philosophische und wissenschaftliche Texte sind in Sanskrit verfasst. Die Rolle einer Sondersprache spielte Sanskrit schon im indischen Altertum. Sanskrit steht im Gegensatz zu Prakrit, der damals gesprochenen Populärsprache, wozu auch Pali zählt. Obwohl beispielsweise viele buddhistische Texte in Sanskrit verfasst wurden, soll bereits Siddharta Gautama selbst die volkstümlichere Sprachvariante Pali bevorzugt haben.
Bei einer Zählung im Jahre 1981 gab es etwa 6.000 Menschen in Indien, die Sanskrit als Muttersprache angaben. Etwa 190.000 gaben es bei der Volkszählung 1961 als Zweitsprache an. Aktuelle Bemühungen gehen dahin, Sanskrit selbst als Lebendiges Sanskrit wiederzubeleben, auch indem neue Wörter für moderne Gegenstände entwickelt und junge Leute dazu motiviert werden, sich in dieser Sprache zu verständigen. Es gibt Zeitungen und Radiosendungen in Sanskrit. In den meisten Schulen der Sekundarstufe im modernen Indien (besonders dort, wo die Staatssprache Hindi gesprochen wird) wird Sanskrit als dritte Sprache nach Hindi und Englisch gelehrt.
Im Rahmen des Hindu-Nationalismus gibt es Tendenzen, in Hindi die Begriffe arabischen und persischen Ursprungs durch Sanskrit-Begriffe zu ersetzen und so die Sprache von Fremdeinflüssen zu „reinigen“. Diese Entwicklung dauert noch an, so dass die lexikalischen Unterschiede zwischen Urdu und Hindi auf der Ebene der gehobenen Schriftsprache größer werden. Die Umgangssprache Hindi-Urdu beeinflusst diese Entwicklung jedoch nicht.
Bearbeiten Geschichte
Sanskrit ist in der Form des Vedischen die älteste der Indoarischen Sprachen; Spuren von älterem Indo-Arisch finden sich nur in Überlieferungen aus dem Mitanni-Reich. Aus ihm entstanden moderne Sprachen wie Hindi-Urdu, Bengalisch, Marathi, Kashmiri, Panjabi, Nepalesisch und Romani. Vedisches Sanskrit (Vedisch) ist eine archaische Form des Sanskrit, in der die vier heiligen Veden der Hindus verfasst wurden. Vedisches Sanskrit unterscheidet sich von Klassischem Sanskrit in etwa wie Homerisches Griechisch von Klassischem Griechisch. In beiden Sanskritversionen gibt es eine große Anzahl an Wortentlehnungen aus den Dravidischen Sprachen. Zu ihren wichtigsten Unterschieden zählen:
Mindestens drei Phoneme des Vedischen Sanskrit sind verloren gegangen: der stimmlose bilabiale Frikativ (/ɸ/), der stimmlose velare Frikativ (/x/) und der stimmhafte laterale retroflexe Approximant (/ɭ/).
Der Modus Konjunktiv (Subjunktiv) taucht im klassischen Sanskrit nicht mehr auf.
Vedisches Sanskrit hatte ungefähr zwölf Möglichkeiten, den Infinitiv zu bilden; klassisches Sanskrit hat nur eine.
Sanskrit wurde im Gegensatz zum Prakrit als die reine und heilige Sprache bewertet und war immer eine Hoch- beziehungsweise Literatursprache für religiöse und wissenschaftliche Themen. Viele Sanskrittexte wurden mündlich überliefert, bevor sie in späteren Jahrhunderten (oft erst im Mittelalter) niedergeschrieben wurden. Das gilt auch für die älteste erhaltene Grammatik zum Sanskrit von Panini, der bereits im 5. und 4. Jahrhundert vor Chr. in seinem Werk Ashtadhyayi die fast 4000 Regeln der Sanskrit-Morphologie beschrieb. In seiner ausgeklügelten Systematik entwickelte er die Konzepte der Phoneme, Morpheme und Wurzeln, die in die westliche Linguistik erst rund 2500 Jahre später Eingang fanden:
An erster Stelle stehen bei Panini die Vokale, silbischen Konsonanten und Diphthonge (a ā i ī u ū ṛ ṝ ḷ ḹ e ai o au), es folgen – nach der Artikulationsstelle – von hinten nach vorne die Konsonantenreihen:
Gutturale (oder Velare) (Kanthya, कण्ठय, kaṇṭhya),
Palatale (Talavya, तालव्य, tālavya),
Zerebrale (oder Retroflexe) (Murdhanya, मूर्धन्य, mūrdhanya),
Dentale (Dantya, ढन्त्य, dantya),
Labiale (Oshthya, ओष्ठ्य, oṣṭhya).
Am Ende der Liste stehen:
Halbvokale (ya, ra, la, va)
Zischlaute (śa, ṣa, sa)
Hauchlaut (ha)
Diese (auf der genauen Beobachtung der Artikulationsorte basierende) Systematik des Sanskrit wurde einige Zeit vor den indischen Schriften (Brahmi, Devanagari) entwickelt.
Bearbeiten Verwandtschaft mit anderen Sprachen
Sanskrit gehört zum indoarischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie und hat damit einen gemeinsamen Ursprung mit fast allen modernen europäischen Sprachen, aber auch mit den klassischen Sprachen wie Latein und Griechisch. Die Verwandtschaft kann beispielsweise illustriert werden mit den Wörtern für Mutter und Vater: matri und pitri im Sanskrit; mater und pater im Latein sowie mētēr (μήτηρ) und patēr (πατήρ) im Altgriechischen. Der Begriff yoga geht auf dieselbe Wortwurzel wie das lateinische iugum zurück (deutsch Joch).
Auch das lateinische Wort deus (Gott) (nicht aber das altgriechische theos, wohl aber der Göttername Zeus) entspricht dem Sanskritwort deva (Gott). Lateinisch „esse“ (sein) geht auf die gleiche indogermanische Wurzel wie das indische as (sein) zurück ; das Perfekt fuisse wie das englische be und das deutsche bin auf die gleiche wie Sanskrit bhu (ebenfalls „sein“). Mehr hierzu findet sich unter Indogermanische Wortwurzeln.
Bemerkenswert ist zudem die ähnliche Grundstruktur der Grammatik, etwa Geschlechter, Funktion der Kasus (Fälle), Tempora (Zeitgefüge), Modi: Zum Beispiel ist die Endung der wir-Form in der einfachen Gegenwart im Sanskrit -mah, im Latein -mus, im Altgriechischen -men, im Althochdeutschen -mes. Im Sanskrit sind alle der acht Fälle, die für die indogermanische Ursprache rekonstruiert wurden, erhalten geblieben (siehe bei "Grammatik").
Die Ähnlichkeiten zwischen Latein, Griechisch und Sanskrit spielten eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Indogermanistik; erst als im Rahmen der Kolonialisierung Europäer nach Indien kamen und begannen, indische Literatur zu übersetzen, wurde die auffallende Ähnlichkeit der Sprachen entdeckt.
Bereits in das vedische Sanskrit sind Wörter anderer Sprachen eingeflossen. Im Rigveda sind etwa vier Prozent der Wörter autochthoner Herkunft (nicht-indoarischen Ursprungs). Hierbei handelt es sich um Begriffe aus dravidischen, jedoch auch aus austroasiatischen Sprachen (vor allem Munda).
Auch afrikanische Sprachen haben Sanskrit-Wörter übernommen: Auf Kisuaheli heißt „Löwe“ Simba, dieses Wort stammt von Sanskrit simha für „Löwe“ ab.
Bearbeiten Phonologie und Schrift
Klassisches Sanskrit hat 48 Phoneme, vedisches Sanskrit hat 49. Vedisches und Klassisches Sanskrit verwenden die scriptura continua. Dem Sanskrit liegt infolge des Sandhi als Orthographie- bzw. Grammatikprinzip das phonemische zugrunde, d.h. die Schreibung richtet sich nach der Lautung. Im Gegensatz dazu basiert die Orthographie der modernen indoarischen Sprachen wie auch z.B. der deutschen Sprache auf dem morphologischen oder Stammprinzip.
Die Phoneme werden hier in ihrer traditionellen Reihenfolge beschrieben: Vokale, Plosive und Nasale (geordnet nach dem Artikulationsort, von hinten nach vorne) und schließlich Approximanten und Frikative.
Die Transliteration erfolgt in den beiden Systemen IAST (International Alphabet of Sanskrit Transliteration) und HK (Harvard-Kyoto).
Anmerkung: Die langen Vokale werden etwa doppelt so lang wie ihre kurzen Gegenstücke ausgesprochen. Darüber hinaus existiert für die meisten Vokale eine dritte Quantitätsstufe 'sehr lang', die zum Beispiel im Vokativ Anwendung findet.
Bearbeiten Vokale und silbische Resonanten
Devanāgarī
Diakritisches Zeichen mit “प्”
Aussprache
Aussprache mit / p /
IAST
ITRANS
Deutsch
अ
प
/ ə /
/ pə /
a
a
kurzer Schwa: wie e in alte
आ
पा
/ ɑː /
/ pɑː /
ā
A
langer Ungerundeter offener Hinterzungenvokal: wie a in Vater
इ
पि
/ i /
/ pi /
i
i
kurzer Ungerundeter geschlossener Vorderzungenvokal: wie i in singen
ई
पी
/ iː /
/ piː /
ī
I
langer Ungerundeter geschlossener Vorderzungenvokal: wie ie in Spiel
उ
पु
/ u /
/ pu /
u
u
kurzer Geschlossener hinterer gerundeter Vokal: wie u in Hund
ऊ
पू
/ uː /
/ puː /
ū
U
langer Geschlossener hinterer gerundeter Vokal: wie u in tun
ए
पे
/ eː /
/ peː /
e
e
langer Ungerundeter halbgeschlossener Vorderzungenvokal: wie e in dem
ऐ
पै
/ əi / od. / ai /
/ pəi / od. / pai /
ai
ai
ein langer Diphthong: wie ei in heilig
ओ
पो
/ οː /
/ poː /
o
o
langer Gerundeter halbgeschlossener Hinterzungenvokal: wie o in rot
औ
पौ
/ əu / od. / au /
/ pəu / od. / pau /
au
au
ein langer Diphthong: wie au in Haus
ऋ
पृ
/ɻˌ /
/ pɻˌ /
ṛ
R
kurzer syllabischer Stimmhafter retroflexer Approximant wie ein Vokal: ungefähr wie ir in American English bird
ॠ
पॄ
/ ɻˌː /
/ pɻˌː /
ṝ
RR
langer syllabischer Stimmhafter retroflexer Approximant wie ein Vokal: Eine längere Variante von / r̩ /
ऌ
पॢ
/ ɭˌ /
/ pɭ̩ˌ /
ḷ
LR
kurzer syllabischer Stimmhafter lateraler retroflexer Approximant wie ein Vokal: ungefähr wie l in Englisch handle
ॡ
पॣ
/ ɭ̩ˌː /
/ pɭ̩ˌː /
ḹ
LRR
langer syllabischer Stimmhafter lateraler retroflexer Approximant wie ein Vokal: Eine längere Variante von / ɭˌ /
Anders als in den meisten europäischen Sprachen einschließlich des Deutschen sind ṛ, ṝ und ḷ im Sanskrit Vokale. Einige Grammatiken erwähnen noch ॡ ḹ, eine längere Version des ḷ, aber dieser Vokal tritt im Sanskrit eigentlich nicht auf und ist augenscheinlich in Analogie zu den anderen Vokalen hinzugefügt worden, um eine Symmetrie von langen und kurzen Vokalen zu komplettieren. Die Sanskrit-Grammatiker klassifizieren / eː / und / oː / für grammatikalische Zwecke als Diphthonge, aber sie werden als Monophthonge ausgesprochen. Wenn ein einzelner Konsonant ohne Vokal geschrieben werden soll, wird der sogenannte „halanta/virama“ (प्) verwendet. Dieser wird besonders am Ende eines Wortes verwendet. Ein Konsonant ohne irgendein diakritisches Zeichen bedeutet, dass ihm der kurze Vokal schwa (/ ə /) folgt.
Alle Vokale können nasaliert werden.
Bearbeiten Konsonanten
Diese Tabelle gibt die Phonologie der Konsonanten in Sanskrit wieder.
Labial
Labiodental
Dental
Retroflex
Palatal
Velar
Pharyngal
Plosive
unaspiriert
p प
b ब
t त
d द
ṭ (T) ट
ḍ (D) ड
c (ch) च
j ज
k क
g ग
aspiriert
ph फ
bh भ
th थ
dh ध
ṭh (Th) ठ
ḍh (Dh) ढ
ch (chh) छ
jh झ
kh ख
gh घ
Nasale
(kein Plosiv)
m म
n न
ṇ (N) ण
ñ (J) ञ
ṅ (G) ङ
Halbvokale
v व
y य
Approximanten
l ल
r र
Frikative
s स
ṣ (S) ष
ś (z) श
ḥ (H) ः
h ह
Daneben gibt es noch das anusvāra (ṃ (M) ं), das entweder die Nasalierung des vorhergehenden Vokals oder einen zum folgenden Konsonanten homorganen Nasal anzeigt.
Diese Tabelle zeigt die Liste der Sanskrit-Konsonanten mit Aussprachebeispielen in Deutsch und Englisch.
Plosive
unaspiriert
Stimmlosigkeit
aspiriert
(stärker als im Deutschen)
Stimmlosigkeit
unaspiriert
Stimmhaftigkeit
aspiriert
(stärker als im Deutschen)
Stimmhaftigkeit
Nasal
Velar
क
/ kə /; Deutsch: klar
ख
/ khə /; ≈Deutsch: kein
ग
/ gə /; Deutsch: groß
घ
/ gɦə /; ≈Deutsch: gerne
ङ
/ ŋə /; Deutsch: Ring
Palatal
(die Palatale sind Affrikaten, nicht Plosive)
च
/ cə /; ≈Deutsch: Deutschland
छ
/ chə /; ≈Deutsch: deutsch / c /
ज
/ ɟə /; ≈Englisch: joke
झ
/ ɟɦə /; ≈Deutsch: Dschungel
ञ
/ ɲə /; Englisch: finch
Retroflex
ट
/ ʈə /; Amerikanisch-Eng: hurting
ठ
/ ʈhə /; aspiriert / ʈ /
ड
/ ɖə /; Americanisch Eng: murder
ढ
/ ɖɦə /; aspiriert / ɖ /
ण
/ ɳə /; Amerikanisch-Eng: hunter
Apico-Dental
(Zunge berührt die Zähne,
anders als im Deutschen)
त
/ t̪ə /; ≈Deutsch: Transport
थ
/ t̪hə /; ≈Deutsch: Tomate
द
/ d̪ə /; ≈Deutsch: drei
ध
/ d̪ɦə /; ≈Deutsch: dunkel
न
/ nə /; ≈Deutsch: Name
Labial
प
/ pə /; Deutsch: Platz
फ
/ phə /; ≈Deutsch: Pik
ब
/ bə /; Deutsch: blau
भ
/ bɦə /; ≈Deutsch: Bus
म
/ mə /; Deutsch: mein
Non-Plosives/Sonorants
Palatal
Retroflex
Dental/
Alveolar
Velar/
Glottal
Approximant
य
/ jə /; Deutsch: Jude
र
/ ɻə /; Amerikanisch-Eng: tearing
ल
/ lə /; Deutsch: lieben
व
/ ʋə /; ≈Deutsch: was
Sibilant/
Frikative
श
/ ɕə / od. / ʃə /; Deutsch: Schaf
ष
/ ʂə /; Retroflex / ʃ /
स
/ sə /; Deutsch: wissen
ह
/ ɦə /; ≈Deutsch: heim
Bearbeiten Betonung
Sanskrit selbst ist eine Akzentsprache, im älteren Vedisch dagegen werden Silben durch einen sogenannten melodischen oder musikalischen Akzent betont, d.h., die betonte Silbe durch eine hörbar andere Tonhöhe markiert. Vedisch ist also eine gemäßigte Tonsprache. Indische Grammatiken definieren drei Töne (svara): udātta 'erhöht', anudātta 'nicht erhöht' und svarita. In der Transliteration wird udātta üblicherweise mit einem Akut (´) und anudātta mit einem Gravis (`) angezeigt. Svarita tritt nur als Produkt euphonischer Vokalkombinationen auf und ist dadurch deutlich seltener als die beiden anderen Töne. Der Tonakzent ist im klassischen Sanskrit verloren gegangen (und wurde nur in vedischen Gesängen bewahrt).
Bearbeiten Sandhi
Sanskrit hat ein komplexes System phonologischer Regeln namens Sandhi und Samaas, die auch in der Schriftsprache (außer in sogenannten pada-Texten) wiedergegeben werden. Sandhi meint die beim Kombinieren von Phonemen auftretenden Veränderungen, insbesondere an Wortgrenzen. Diese Vorgänge sind in jeder gesprochenen Sprache anzutreffen, im Sanskrit jedoch sind sie genau reguliert und kodifiziert.
Beispiele:
a + u → o (Kathopanishad)
o + i → avi
t + c → cc (Saccit)
Der Anfang der Nala-Episode des Mahabharata lautet
āsīd rājā nalo nāma vīrasenasuto balī
upapanno guṇair iṣṭai rūpavān aśvakovidaḥ
(Es war ein König namens Nala, mächtiger Sohn des Virasena; mit begehrten Tugenden begabt, stattlich und gewandt im Umgang mit Pferden)
Ohne Sandhi hieße der Text:
āsīt rājā nalaḥ nāma vīrasenasutaḥ balī
upapannaḥ guṇaiḥ iṣṭaiḥ rūpavān aśvakovidaḥ
Anfängern und ungeübten Lesern können Sandhi erhebliche Schwierigkeiten beim Lesen von Sanskrittexten bereiten. Sie erzeugen außerdem Mehrdeutigkeiten, die von guten Dichtern genutzt werden, um Gedichte zu schreiben, die auf verschiedenartige und durchaus widersprüchliche Weisen gelesen werden können – je nachdem, wie der Leser die Sandhi auflöst.
Bearbeiten Schrift
Devimahatmya in Sanskrit auf Palmblättern, Bihar oder Nepal, 11. Jahrhundert
Sanskrit hatte in seiner Geschichte keine einzelne mit ihm assoziierte Schrift. Ashoka benutzte die Brahmi-Schrift für seine Säuleninschriften (die nicht in Sanskrit, sondern in Prakrit-Dialekten und anderen Sprachen verfasst wurden). Ungefähr zur selben Zeit wie die Brahmi-Schrift wurde auch die Kharoshthi-Schrift benutzt. Später, etwa im vierten bis achten nachchristlichen Jahrhundert, war die aus der Brahmi-Schrift abgeleitete Gupta-Schrift vorherrschend in Gebrauch. Etwa im 8. Jahrhundert entwickelte sich aus dem Gupta die Sharada-Schrift, die vom 12. Jahrhundert an über Zwischenstufen wie Siddham wiederum durch Devanagari abgelöst wurde. Daneben wurde noch in zahlreichen anderen Schriften geschrieben, z. B. Kannada im Süden oder in bengalischer Schrift im Norden; diese unterscheiden sich aber nur in der Zeichengestalt und in der Hinzunahme einzelner Zeichen zur Darstellung neuer Laute, nicht aber im Grundprinzip von Devanagari.
Seit dem Mittelalter und insbesondere heute ist Devanāgarī ('die in der Stadt der Götter benutzte (Schrift)') die am weitesten verbreitete und gebräuchlichste Schrift für Sanskrit. Gelegentlich finden sich in Gegenden Indiens, in denen Devanagari nicht die übliche Gebrauchsschrift ist, noch Texte in lokalen Schriften.
Die Schrift kam erst relativ spät nach Indien und war auch dann nur von untergeordneter Bedeutung, da Wissen meist mündlich vermittelt und auswendig gelernt wurde. Nach Thomas William Rhys Davids könnte die Schrift von Händlern aus dem Nahen Osten nach Indien gebracht worden sein. Sanskrit, das ausschließlich zu sakralen Zwecken benutzt wurde, blieb jedoch bis weit in die klassische Periode Indiens eine rein mündliche Sprache.
Seit dem 19. Jahrhundert gibt es auch eine Transliteration des Sanskrit in lateinischer Umschrift. Die gebräuchlichste Umschrift ist gegenwärtig IAST (International Alphabet of Sanskrit Transliteration), der akademische Standard seit 1912. Andere Transliterationssysteme wurden entwickelt, um die Schwierigkeiten bei Anzeige und Druck der notwendigen Sonderzeichen für Sanskrit zu umgehen, so etwa das früher gängige Harvard-Kyoto und ITRANS, ein verlustloses Transliterationssystem, das vor allem im Internet weite Verbreitung findet.
In der Wissenschaft verwendet man für die Transkription und Reproduktion ganzer Texte und längerer Ausschnitte entweder lateinische Umschrift oder Devanāgarī. Individuelle Namen und einzelne Wörter werden in Texten, die in europäischen Sprachen verfasst sind, meist in lateinischer Umschrift wiedergegeben. Für religiöse Zwecke bedient man sich aber bevorzugt der Devanagarischrift, manchmal auch zusammen mit Glossen in lateinischer Umschrift.
Bearbeiten Grammatik
Sanskrit ist wie Deutsch oder Latein eine flektierende Sprache, hat jedoch eine noch viel umfangreichere Flexionsmorphologie als diese: So gibt es zu jedem Verb im Präsens etwa 96 verschiedene Formen im Sanskrit, jedoch nur etwa 29 im Latein und im Neuhochdeutschen nur noch etwa acht. Viele Funktionen im Satz werden lediglich durch Suffixe bezeichnet (so z.B. Ort, Richtung, Herkunft, Passiv, Veranlassung, Möglichkeitsform, Wunsch, Verbot...). Die folgenden Abschnitte benutzen das IAST-Transliterationsschema.
Bearbeiten Substantive
Die Deklination der Substantive im Sanskrit erfolgt nach
drei Genera:
Maskulinum (puṃliṅga, männlich), Femininum (strīliṅga, weiblich), Neutrum (napuṃsakaliṅga, sächlich)
drei Numeri:
Singular (ekavacana, Einzahl), Dual (dvivacana, Zweizahl), Plural (bahuvacana, Mehrzahl)
acht Kasus:
Nominativ (prathamā, „der Pfad“), Akkusativ (dvitīyā, „den Pfad, auf den Pfad“), Instrumental (tṛtīyā, „durch den Pfad“), Dativ (caturthī, „dem Pfade, für den Pfad“), Ablativ (pañcamī, „vom Pfade (her)“), Genitiv (ṣaṣṭhī, „des Pfades“), Lokativ (saptamī, „auf dem Pfade“), Vokativ (sambodhana, „oh Pfad!“)
Artikel verwendet das Sanskrit nicht als verpflichtende Elemente. Das Demonstrativpronomen „tad“ und das Indefinitpronomen „kimcit“ werden aber oft optional als bestimmte oder unbestimmte Artikel eingesetzt.
Die Substantive im Sanskrit werden in vokalische und bukkalische (konsonantische) Stämme geteilt.
Bearbeiten Vokalische Stämme
Zu den vokalische Stämmen zählen
Stämme auf a (Maskulina, Neutra)
Stämme auf ā (Feminina)
Stämme auf i (Maskulina, Feminina, Neutra)
Stämme auf ī (Feminina)
Stämme auf u (Maskulina, Feminina, Neutra)
Stämme auf ū (Feminina)
Stämme auf Diphthong (ai, au, o) (nur drei Substantive nach dieser Deklination: √rai „Besitz“, √nau „Schiff“, und √go „Kuh“).
Einen Überblick über die Deklinationsmuster der vokalischen Stämme gibt folgende Tabelle.
a-Stamm
ā-Stamm
i-Stamm
ī-Stamm
√kāma (m)
(Liebe)
√rūpa (n)
(Schönheit)
√bāla (f)
(Mädchen)
√agni (m)
(Feuer)
√vāri (n)
(Wasser)
√mati (f)
(Meinung)
√dhī (f)
(Gedanke)
√nadī (f)
(Fluss)
Singular
Nominativ
kāmaḥ
rūpam
bālā
agniḥ
vāri
matiḥ
dhīḥ
nadī
Vokativ
kāma
rūpa
bāle
agne
vāri/e
mate
dhīḥ
nadi
Akkusativ
kāmam
rūpam
bālām
agnim
vāri
matim
dhiyam
nadīm
Instrumental
kāmena
rūpeṇa
bālayā
agninā
vāriṇā
matyā
dhiyā
nadyā
Dativ
kāmāya
rūpāya
bālāyai
agnaye
vāriṇe
mataye/yai
dhiye/yai
nadyai
Ablativ
kāmāt
rūpāt
bālāyāḥ
agneḥ
vāriṇāḥ
mateḥ/yāḥ
dhiyaḥ/yāḥ
nadyāḥ
Genitiv
kāmasya
rūpasya
bālāyāḥ
agneḥ
vāriṇāḥ
mateḥ/yāḥ
dhiyaḥ/yāḥ
nadyāḥ
Lokativ
kāme
rūpe
bālāyām
agnau
vāriṇi
matau/yām
dhiyi/yām
nadyām
Dual
Nominativ
kāmau
rūpe
bāle
agnī
vāriṇī
matī
dhiyau
nadyau
Vokativ
kāmau
rūpe
bāle
agnī
vāriṇī
matī
dhiyau
nadyau
Akkusativ
kāmau
rūpe
bāle
agnī
vāriṇī
matī
dhiyau
nadyau
Instrumental
kāmābhyām
rūpābhyām
bālābhyām
agnibhyām
vāribhyām
matibhyām
dhībhyām
nadībhyām
Dativ
kāmābhyām
rūpābhyām
bālābhyām
agnibhyām
vāribhyām
matibhyām
dhībhyām
nadībhyām
Ablativ
kāmābhyām
rūpābhyām
bālābhyām
agnibhyām
vāribhyām
matibhyām
dhībhyām
nadībhyām
Genitiv
kāmayoḥ
rūpayoḥ
bālayoḥ
agnyoḥ
vāriṇoḥ
matyoḥ
dhiyoḥ
nadiyoḥ
Lokativ
kāmayoḥ
rūpayoḥ
bālayoḥ
agnyoḥ
vāriṇoḥ
matyoḥ
dhiyoḥ
nadiyoḥ
Plural
Nominativ
kāmāḥ
rūpāṇi
bālāḥ
agnayaḥ
vārīṇi
matayaḥ
dhiyaḥ
nadyaḥ
Vokativ
kāmāḥ
rūpāṇi
bālāḥ
agnayaḥ
vārīṇi
matayaḥ
dhiyaḥ
nadyaḥ
Akkusativ
kāmān
rūpāṇi
bālāḥ
agnīn
vārīṇi
matīḥ
dhiyaḥ
nadīḥ
Instrumental
kāmaiḥ
rūpaiḥ
bālābhiḥ
agnibhiḥ
vāribhiḥ
matibhiḥ
dhībhiḥ
nadībhiḥ
Dativ
kāmebhyaḥ
rūpebhyaḥ
bālābhyaḥ
agnibhyaḥ
vāribhyaḥ
matibhyaḥ
dhībhyaḥ
nadībhyaḥ
Ablativ
kāmebhyaḥ
rūpebhyaḥ
bālābhyaḥ
agnibhyaḥ
vāribhyaḥ
matibhyaḥ
dhībhyaḥ
nadībhyaḥ
Genitiv
kāmānām
rūpāṇām
bālānām
agnīnām
vārīṇām
matīnām
dhiyām/īnām
nadīnām
Lokativ
kameṣu
rūpeṣu
bālāsu
agniṣu
vāriṣu
matiṣu
dhīṣu
nadīṣu
u-Stamm
ū-Stamm
Diphthong-Stamm
√vāyu (m)
(Wind)
√madhu (n)
(Honig)
√dhenu (f)
(Kuh)
√bhū (f)
(Erde)
√vadhū (f)
(Frau)
√rai (f)
(Besitz)
√nau (f)
(Schiff)
√go (f)
(Rind)
Singular
Nominativ
vāyuḥ
madhu
dhenuḥ
bhūḥ
vadhūḥ
rāḥ
nauḥ
gauḥ
Vokativ
vāyo
madhu/o
dheno
bhūḥ
vadhu
rāḥ
nauḥ
gauḥ
Akkusativ
vāyum
madhu
dhenum
bhuvam
vadhūm
rāyam
nāvam
gām
Instrumental
vāyunā
madhunā
dhenvā
bhuvā
vadhvā
rāyā
nāvā
gavā
Dativ
vāyave
madhune
dhenave
bhuve/vai
vadhvai
rāye
nāve
gave
Ablativ
vāyoḥ
madhunāḥ
dhenoḥ/vāḥ
bhuvaḥ/vāḥ
vadhvāḥ
rāyaḥ
nāvaḥ
goḥ
Genitiv
vāyoḥ
madhunāḥ
dhenoḥ/vāḥ
bhuvaḥ/vāḥ
vadhvāḥ
rāyaḥ
nāvaḥ
goḥ
Lokativ
vāyau
madhuni
dhenau/vām
bhuvi/vām
vadhvām
rāyi
nāvi
gavi
Dual
Nominativ
vāyū
madhunī
dhenū
bhuvau
vadhvau
rāyau
nāvau
gāvau
Vokativ
vāyū
madhunī
dhenū
bhuvau
vadhvau
rāyau
nāvau
gāvau
Akkusativ
vāyū
madhunī
dhenū
bhuvau
vadhvau
rāyau
nāvau
gāvau
Instrumental
vāyubhyām
madhubhyām
dhenubhyām
bhūbhyām
vadhūbhyām
rābhyām
naubhyām
gobhyām
Dativ
vāyubhyām
madhubhyām
dhenubhyām
bhūbhyām
vadhūbhyām
rābhyām
naubhyām
gobhyām
Ablativ
vāyubhyām
madhubhyām
dhenubhyām
bhūbhyām
vadhūbhyām
rābhyām
naubhyām
gobhyām
Genitiv
vāyvoḥ
madhunoḥ
dhenvoḥ
bhuvoḥ
vadhvoḥ
rāyoḥ
nāvoḥ
gavoḥ
Lokativ
vāyvoḥ
madhunoḥ
dhenvoḥ
bhuvoḥ
vadhvoḥ
rāyoḥ
nāvoḥ
gavoḥ
Plural
Nominativ
vāyavaḥ
madhūni
dhenavaḥ
bhuvaḥ
vadhvaḥ
rāyaḥ
nāvaḥ
gāvaḥ
Vokativ
vāyavaḥ
madhūni
dhenavaḥ
bhuvaḥ
vadhvaḥ
rāyaḥ
nāvaḥ
gāvaḥ
Akkusativ
vāyūn
madhūni
dhenūḥ
bhuvaḥ
vadhūḥ
rāyaḥ
nāvaḥ
gāḥ
Instrumental
vāyubhiḥ
madhubhiḥ
dhenubhiḥ
bhūbhiḥ
vadhūbhiḥ
rābhiḥ
naubhiḥ
gobhiḥ
Dativ
vāyubhyaḥ
madhubhyaḥ
dhenubhyaḥ
bhūbhyaḥ
vadhūbhyaḥ
rābhyaḥ
naubhyaḥ
gobhyaḥ
Ablativ
vāyubhyaḥ
madhubhyaḥ
dhenubhyaḥ
bhūbhyaḥ
vadhūbhyaḥ
rābhyaḥ
naubhyaḥ
gobhyaḥ
Genitiv
vāyūnām
madhūnām
dhenūnām
bhuvām/ūnām
vadhūnām
rāyām
nāvām
gavām
Lokativ
vāyuṣu
madhuṣu
dhenuṣu
bhūṣu
vadhūṣu
rāṣu
nauṣu
goṣu
Bearbeiten Bukkalische Stämme
Man kann die Nomina mit bukkalischen Stämmen unterteilen in
einstämmige Nomen, welche in allen Kasus denselben Stamm haben. Zu ihnen gehören:
Wurzelnomen, das sind einsilbige Stämme, an welche direkt die Kasusendung gehängt wird
zweisilbige Stämme auf Verschlusslaut oder Affrikate
zwei- oder mehrsilbige Stämme auf -as/-is/-us
mehrstämmige Nomen. Zu ihnen gehören Stämme :
auf -(a)nt
auf -(a)n
auf -(i)n
auf -ar/-ṛ
auf -iyaṁs/-iyas
auf -vaṁs/-uṣ
auf -añc
Bearbeiten Komposita
Die nominale Komposition ist insbesondere für die späteren Formen der Sprache charakteristisch. Hierbei erscheinen in der Regel sämtliche Glieder bis auf das letzte in einer unflektierten Form. Die verschiedenen Kompositaformen sind Dvandva, Tatpuruṣa, Karmadhāraya und Bahuvrīhi. Diese Sanskritbezeichnungen sind auch als Fachausdrücke in der allgemeinen Linguistik gebräuchlich.
Bei den Dvandva (Kopulativkomposita) handelt es sich an eine Aneinanderkettung von Substantiven, die im Deutschen durch „und“ verbunden wären. Das Genus richtet sich dabei nach dem Schlussglied, der Numerus ist die Gesamtzahl der bezeichneten Objekte. ācāryaśiṣyau heißt: Lehrer (ācārya, Nominativ Singular ācārya) und Schüler (śiṣa, Nominativ Singular śiṣaḥ, Nominativ Dual śiṣau). Da es zwei Personen sind, steht der Ausdruck im Dual. aśvagajabālanarā nṛtyanti Pferde, Elefanten, Jungen und Männer tanzen. (aśva Pferd, gaja Elefant, bāla Junge, nara Mann, Nominativ Plural im Sandhi vor n narā). Das Dvandva steht in der indischen Tradition in besonderem Ansehen; Krishna sagt in Vers 10.33 der Bhagavadgita „Unter den Schriftzeichen bin ich das A, unter den Komposita das Dvandva“.
Die Tatpuruṣa (Determinativkomposita, wörtlich „sein Mann“) entsprechen der häufigsten Form der Komposita im Deutschen: Das Vorderglied steht in einem grammatisch nicht explizit bezeichneten „Kasus“-Bezug zum Schlussglied (das auch ein Adjektiv oder Partizip sein kann): Akkusativ (grāmagata ins Dorf gegangen), Instrumental (devadatta von Gott gegeben), Dativ (varṇasukha dem Ohr angenehm), Ablativ (svargapatita vom Himmel gefallen), Genitiv (rājakanyā Königstochter), Lokativ (saṃgarānta Tod im Kampf).
Karmadhāraya (Appositionskomposita) sind Tatpuruṣa, bei denen das Vorderglied im selben Kasus wie das Hauptglied steht. (cauravījanaḥ Diebsleute).
Bahuvrīhi (exozentrische Komposita, wörtlich „viel Reis (besitzend)“) bezeichnen eine Eigenschaft, die eine Person hat. Sie bilden Adjektive, die in allen drei Geschlechtern auftreten können, unabhängig vom Geschlecht der Kompositionsglieder. Im deutschen entsprechen diese Bildungen auf -ig. (Viṣṇurūpa, vishnugestaltig, in der Gestalt des Vishnu, als Vishnu verkleidet)
Bearbeiten Pronomina
Ähnlich wie andere indogermanische Sprachen weist auch das Sanskrit bei der Flexion der Pronomina Besonderheiten zur Flexion der Substantiva auf. Die Charakteristika der Pronominalen Flexion des Sanskrit sind im wesentlichen folgende:
Die Form des Neutrums endet im Nom./Akk. Sg. meist auf -d, im absoluten Auslaut gemäß den Gesetzmäßigkeiten des [Sandhi] als -t verwirklicht (tat „das“, „dieses“; id-am „dieses“).
Dativ, Ablativ und Lokativ Singular werden bei den Formen der Maskulina und Neutra mit Hilfe eines Einschubes -sm gebildet (Dat. Sg. m./n. tasmai devaaya "diesem Gott", Abl. Sg. m./n. tasmaat devaat „von diesem Gott“, Lok. Sg. m./n. tasmin deve „in diesem Gott“).
Feminina bilden Genitiv, Dativ, Ablativ und Lokativ Singular mit Hilfe einer Erweiterung -sy (Gen. Sg. f. tasyaah devyaah „dieser Göttin“, Dat. Sg. f. tasyai devyai „dieser Göttin“,Abl. Sg. f. tasyaah devyaah „von dieser Göttin“, Lok. Sg. f.tasyaam devyaam „in dieser Göttin“).
Der Genitiv Plural endet auf -saam bzw. -shaam (z.B. teshaam devaanaam „dieser Götter“).
Bearbeiten Verben
Die Konjugation der Verben im Sanskrit hat folgende Kategorien:
Drei Genera Verbi:
Aktiv (Parasmaipada) („er sieht“), Medium (Atmanepada) („er sieht sich / er wird gesehen“) und Passiv („er wird gesehen“), welches jedoch in der Regel durch das Medium repräsentiert wird (auch in unpersönlicher Form: „Es soll gegangen werden“ = höfliche Form für „Geht bitte!“)
Sechs Tempora:
Präsens, Imperfekt, Futur, Konditionalis, Aorist, Perfekt. Zur Bildung der Tempora gibt es vier Tempusstämme:
Präsensstamm für Präsens und Imperfekt
Futurstamm für Futur und Konditionalis
Aoriststamm für Aorist
Perfektstamm für Perfekt
Drei Modi:
Indikativ, Optativ, Imperativ.
Der Optativ im Aorist wird Prekativ genannt, wobei in dieser Form der ausgedrückte Wunsch gegenüber dem Optativ Präsens stärker formuliert wird. Außerdem finden sich Reste eines vierten Modus, des Injunktivs in der Aoristform, welche Prohibitiv genannt wird („geh nicht!“). Im Vedischen hatte der Injunktiv noch viel weitreichendere Bedeutung.
Drei Numeri:
Singular (ekavacana), Dual (dvivacana), Plural (bahuvacana)
Drei Personen je Numerus:
1. Person (prathamapuruṣa), 2. Person (madhyamapuruṣa), 3. Person (uttamapuruṣa). In traditioneller Sanskritgrammatik ist die 1. Person „Er/Sie/Es“ bzw. „Sie“ (Pl) und die 3. Person „Ich“
Bearbeiten Präsenssystem
Die Verben des Sanskrit wurden von den alten indischen Grammatikern in 10 Klassen zur Formbildung im Präsenssystem eingeteilt. Viele Verben können nach mehreren Präsensklassen flektiert werden. Man vermutet, dass diese Klassen ursprünglich auch semantische Unterschiede kennzeichneten. Im Sanskrit gibt es meist jedoch keine Bedeutungsdifferenzierung mehr (z. B. bibharti (3. Kl.) und bharati (1. Kl.) sind synonym). Die 10 Klassen kann man in athematische und thematische Klassen kategorisieren. Thematisch bedeutet dabei, dass der Stamm mittels eines Themavokals - im Sanskrit a als letzter Vokal des Stammes - gebildet wird. Bei athematischen Stämmen erfolgt die Bildung anders. Nach Zählung der indischen Grammatiker hat man folgende Präsensklassen:
Präsensklasse: thematisch, Themavokal a tritt an vollstufige Wurzel. Bsp. √bhṛ, Vollstufe √bhar, bharati („er trägt“)
Präsensklasse: athematisch, Stamm ist identisch mit Wurzel. Bsp. √as, asti („er ist“)
Präsensklasse: athematisch, Stamm wird mit Reduplikation gebildet, Bsp. √dhā, dadhāti („er legt“)
Präsensklasse: thematisch, Suffix ya tritt an die vollstufige Wurzel, wenn der Wurzelsonant a ist, sonst an die schwundstufige Wurzel. Bsp. √pś, paśyati („er sieht“)
Präsensklasse: athematisch, Suffix nu/no tritt an die Wurzel, Bsp. √stṛ, stṛnoti („er streut“), stṛnumaḥ („wir streuen“), stṛnvanti („sie streuen“)
Präsensklasse: thematisch, Themavokal a tritt an die schwundstufige Wurzel. Bsp. √tud, tudati („er stößt“)
Präsensklasse: athematisch, die Wurzel wird durch Infix na/n ergänzt. Bsp. √yuj, Stamm: yunaj, yunakti („er verbindet“)
Präsensklasse: athematisch, Suffix o/u tritt an die Wurzel, Bsp. √kṛ, karoti („er macht“)
Präsensklasse: athematisch, Suffix nā/nī tritt an die Wurzel, Bsp. √pū, pūnati („er reinigt“)
Präsensklasse: thematisch, Suffix aya tritt an die Wurzel. Bsp. √pūj, pūjayati („er ehrt“), √cur, Vollstufe √cor, corayati („er stiehlt“), √du, Dehnstufe √dāv, dāvayati („er brennt“),
Mit den so gebildeten Stämmen können im Präsenssystem die Präsens- und Imperfektformen im Aktiv und Medium gebildet werden. Die folgende Tabelle zeigt die Präsens- und Imperfektkonjugation für die 1. Präsensklasse am Beispiel des Verbs √bhṛ (tragen).
Präsens
Imperfekt
Indikativ
Optativ
Imperativ
Prohibitiv
Indikativ
Aktiv
Singular
1. Person
bhar-ā-mi
bhar-e-yam
bhar-ā-ni
mā bhar-a-m
a-bhar-a-m
2. Person
bhar-a-si
bhar-e-ḥ
bhar-a
mā bhar-a-ḥ
a-bhar-a-ḥ
3. Person
bhar-a-ti
bhar-e-t
bhar-a-tu
mā bhar-a-t
a-bhar-a-t
Dual
1. Person
bhar-ā-vaḥ
bhar-e-va
bhar-ā-va
mā bhar-ā-va
a-bhar-ā-va
2. Person
bhar-a-thaḥ
bhar-e-tam
bhar-a-tam
mā bhar-a-tam
a-bhar-a-tam
3. Person
bhar-a-taḥ
bhar-e-tām
bhar-a-tām
mā bhar-a-tām
a-bhar-a-tām
Plural
1. Person
bhar-ā-maḥ
bhar-e-ma
bhar-ā-ma
mā bhar-ā-ma
a-bhar-ā-ma
2. Person
bhar-a-tha
bhar-e-ta
bhar-a-ta
mā bhar-a-ta
a-bhar-a-ta
3. Person
bhar-a-nti
bhar-e-yuḥ
bhar-a-ntu
mā bhar-a-n
a-bhar-a-n
Medium
Singular
1. Person
bhar-e
bhar-e-ya
bhar-ai
mā bhar-e
a-bhar-e
2. Person
bhar-a-se
bhar-e-thāḥ
bhar-a-sva
mā bhar-a-thāḥ
a-bhar-a-thāḥ
3. Person
bhar-a-te
bhar-e-ta
bhar-a-tām
mā bhar-a-ta
a-bhar-a-ta
Dual
1. Person
bhar-ā-vahe
bhar-e-vahi
bhar-ā-vahai
mā bhar-ā-vahi
a-bhar-ā-vahi
2. Person
bhar-ethe
bhar-e-yāthām
bhar-e-thām
mā bhar-e-thām
a-bhar-e-thām
3. Person
bhar-e-te
bhar-e-yātām
bhar-e-tām
mā bhar-e-tām
a-bhar-e-tām
Plural
1. Person
bhar-ā-mahe
bhar-e-mahi
bhar-ā-mahai
mā bhar-ā-mahi
a-bhar-ā-mahi
2. Person
bhar-a-dhve
bhar-e-dhvam
bhar-a-dhvam
mā bhar-a-dhvam
a-bhar-a-dhvam
3. Person
bhar-a-nte
bhar-e-ran
bhar-a-ntām
mā bhar-a-nta
a-bhar-a-nta
Man beachte das Augment a im Imperfekt, das dem Stamm vorangesetzt wird. Auch der Prohibitiv wird vom Präsensstamm gebildet, er entspricht der Form nach dem Imperfekt ohne Augment und existiert im Sanskrit nur noch in der verneinten Form (mā) des ehemaligen Injunktivs.
Neben den oben genannten primären Stämmen (Präsensstamm, Futurstamm, Perfektstamm, Aoriststamm) für die Tempora gibt es noch weitere sekundäre Stammformen für den Passiv, Kausativ, Desiderativ, Intensiv und Denominativ.
Das Passiv besitzt im Präsens einen besonderen Stamm, der mit dem Suffix ya gebildet wird, welches direkt an die (schwundstufige) Wurzel tritt. Die Personalendungen sind identisch mit den Medialendungen im Präsens. Obige Tabelle kann also folgendermaßen ergänzt werden.
Präsens
Imperfekt
Indikativ
Optativ
Imperativ
Prohibitiv
Indikativ
Passiv
Singular
1. Person
bhri-ye
bhri-ye-ya
bhri-yai
mā bhri-ye
a-bhri-ye
2. Person
bhri-ya-se
bhri-ye-thāḥ
bhri-ya-sva
mā bhri-ya-thāḥ
a-bhri-ya-thāḥ
3. Person
bhri-ya-te
bhri-ye-ta
bhri-ya-tām
mā bhri-ya-ta
a-bhri-ya-ta
Dual
1. Person
bhri-yāva-he
bhri-ye-vahi
bhri-yā-vahai
mā bhri-yā-vahi
a-bhri-yā-vahi
2. Person
bhri-ye-the
bhri-ye-yāthām
bhri-ye-thām
mā bhri-ye-thām
a-bhri-ye-thām
3. Person
bhri-ye-te
bhri-ye-yātām
bhri-ye-tām
mā bhri-ye-tam
a-bhri-ye-tam
Plural
1. Person
bhri-yā-mahe
bhri-ye-mahi
bhri-yā-mahai
mā bhri-yā-mahi
a-bhri-yā-mahi
2. Person
bhri-ya-dhve
bhri-ye-dhvam
bhri-ya-dhvam
mā bhri-ya-dhvam
a-bhri-ya-dhvam
3. Person
bhri-ya-nte
bhri-ye-ran
bhri-ya-ntām
mā bhri-ya-nta
a-bhri-ya-nta
Der Kausativ wird in der Regel mit dem Suffix aya gebildet, welches an die Verbalwurzel tritt. Zum Beispiel wird aus karoti („er macht“) kār-aya-ti („er lässt machen“).
Der Desiderativ ist meist gekennzeichnet durch Reduplikation der Wurzel und des Suffix sa. Zum Beispiel wird aus karoti („er macht“) ci-kīr-ṣa-ti („er wünscht zu tun“). Dies kann auch mit dem Kausativ kombiniert werden, z. B. wird aus kār-aya-ti (er lässt machen) ci-kār-ay-i-ṣa-ti („er wünscht machen zu lassen“).
Der Intensiv (auch Frequentativ genannt) bezeichnet eine wiederholte oder besonders intensive Tätigkeit. Bei Verben der Bewegung bedeutet er soviel wie „hin und her“. Gebildet wird der Intensiv durch eine besondere Reduplikation und das Suffix ya mit medialer Flexion bei thematischen Stämmen, ansonsten ohne Suffix und aktiver Flexion bei athematischen Stämmen. Zum Beispiel wird aus bhramati („er schweift umher“) baṃ-bhram-ya-te („er schweift kreuz und quer umher“)
Bearbeiten Futursystem
Der Futurstamm des einfachen Futurs und des Konditionals wird mit dem Suffix -sya gebildet, welches bei Verben der 1.-9. Klasse an die vollstufige Wurzel gesetzt wird, gegebenenfalls mit Bindevokal i. Aus √bhṛ wird also bhar-i-ṣya. Bei Verben der 10. Klasse wird das Suffix an den Präsensstamm gesetzt, z. B. wird aus √cur mit dem Präsensstamm cor-aya der Futurstamm coray-i-ṣya.
Neben dem einfachen Futur gibt es noch das periphrastische Futur. Es wird wie bei den Nomina Agentis mit dem Suffix tar gebildet und Formen der Wurzel √as („sein“).
Alle Passivformen sind identisch mit dem Medium. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über alle Formen des Futurstamms.
Indikativ
einfaches Futur
Konditional
periphrastisches Futur
√bhṛ (tragen)
√kṛ (tun/Täter sein)
Aktiv
Singular
1. Person
bhar-i-ṣyā-mi
a-bhar-i-ṣya-m
kar-tā-smi
2. Person
bhar-i-ṣya-si
a-bhar-i-ṣya-ḥ
kar-tā-si
3. Person
bhar-i-ṣya-ti
a-bhar-i-ṣya-t
kar-tā
Dual
1. Person
bhar-i-ṣyā-vaḥ
a-bhar-i-ṣyā-va
kar-tā-svaḥ
2. Person
bhar-i-ṣya-thaḥ
a-bhar-i-ṣya-tam
kar-tā-sthaḥ
3. Person
bhar-i-ṣya-taḥ
a-bhar-i-ṣya-tām
kar-tār-au
Plural
1. Person
bhar-i-ṣyā-maḥ
a-bhar-i-ṣyā-ma
kar-tā-smaḥ
2. Person
bhar-i-ṣya-tha
a-bhar-i-ṣya-ta
kar-tā-stha
3. Person
bhar-i-ṣya-nti
a-bhar-i-ṣya-n
kar-tār-aḥ
Medium &
Passiv
Singular
1. Person
bhar-i-ṣy-e
a-bhar-i-ṣy-e
kar-tā-he
2. Person
bhar-i-ṣya-se
a-bhar-i-ṣya-thāḥ
kar-tā-se
3. Person
bhar-i-ṣya-te
a-bhar-i-ṣya-ta
kar-tā
Dual
1. Person
bhar-i-ṣyā-vahe
a-bhar-i-ṣyā-vahi
kar-tā-svahe
2. Person
bhar-i-ṣy-ethe
a-bhar-i-ṣy-ethām
kar-tā-sāthe
3. Person
bhar-i-ṣy-ete
a-bhar-i-ṣy-etām
kar-tār-au
Plural
1. Person
bhar-i-ṣyā-mahe
a-bhar-i-ṣyā-mahi
kar-tā-smahe
2. Person
bhar-i-ṣya-dhve
a-bhar-i-ṣya-dhvam
kar-tā-dhve
3. Person
bhar-i-ṣya-nte
a-bhar-i-ṣya-nta
kar-tār-aḥ
Bearbeiten Aoristsystem
Die Zeitform des Aorist taucht im klassischen Sanskrit im Indikativ, im Prekativ und im Prohibitiv auf. Es gibt sieben verschiedene Arten, den Verbstamm für den Aorist zu bilden:
Wurzelaorist
thematischer Aorist
reduplizierter Aorist
athematischer s-Aorist
athematischer iṣ-Aorist
athematischer siṣ-Aorist
thematischer s-Aorist
Bearbeiten Perfektsystem
Das Perfekt im Sanskrit tritt in Form des einfachen Perfekts und des periphrastischen Perfekts auf. Den Tempus des Perfekts gibt es nur im Indikativ. Das einfache Perfekt ist die verbreitetste Form und wird von den meisten Wurzeln gebildet. Hierbei wird der Perfektstamm durch Reduplikation und gegebenenfalls durch Stammabstufung gebildet. Die konjugierte Form erhält besondere Perfektendungen. Das periphrastische Perfekt wird bei Kausativen, Desiderativen, Denominativen und Wurzeln mit prosodisch langem anlautenden Vokal (außer a/ā) verwendet. Nur wenige Wurzeln können sowohl das einfache als auch das periphrastische Perfekt bilden. Diese sind √bhṛ (tragen), √uṣ (brennen), √vid (wissen), √bhi (sich fürchten), √hu (opfern).
Bearbeiten Partizipien
Es gibt Partizipien in den verschiedenen Tempusstämmen im Aktiv und im Medium: Das Partizip Präsens Aktiv auf -ant und Medium auf -māna erinnern auf die entsprechenden Formen im Lateinischen und Griechischen. Eine besondere Rolle spielt das Partizip Perfekt Passiv oder Partizipium Präteriti (Die Bezeichnung „Passiv“ trifft nur auf transitive Verben zu) bei dem -ta oder -na an die Verbwurzel gehängt werden, (vgl. die entsprechenden Formen im Deutschen auf -t oder -en oder das Verbaladjektiv im Griechischen auf -tos).
Bearbeiten Infinitiv und Absolutiv
Aus einem alten Verbalsubstantiv auf -tu sind als undeklinierbare Formen der Akkusativ auf -tum als Infinitiv und der Instrumental auf -tvā als Absolutiv erhalten. (vgl. das Lateinische Supinum). Der Absolutiv bezeichnet die Abfolge von Handlungen; im Deutschen entspricht dem eine Konstruktion mit „nachdem“. gṛham tyaktvā vane paribhramati: Nach Verlassen des Hauses wandert er im Wald umher.
Bearbeiten Sprachgebrauch
In den nachchristlichen Jahrhunderten entwickelte sich Sanskrit weiter zur kanonischen Gelehrten- und Literatursprache. Die von Panini festgelegten Regeln wurden sorgfältig eingehalten; der Charakter der Sprache selbst änderte sich aber durch den Einfluss der im Alltag gesprochenen Prakrit-Sprachen fundamental.
Die verschiedenen Vergangenheitsformen des Verbs (Imperfekt, Aorist, Perfekt) hatten ihre Bedeutungsunterschiede verloren und bezeichneten unterschiedslos die Vergangenheit. Darüber hinaus gingen alle drei Formen zugunsten Partizipial- und Absolutivkonstruktion zurück: Statt „der Zimmermann fragte“ („rathakāra aprcchat“, Substantiv im Nominativ, Verb in der dritten Person Indikativ Imperfekt aktiv) sagt man jetzt lieber „vom Zimmermann (ist) gefragt worden“ („rathakārena pṛṣṭa“, Substantiv im Instrumental, Verb im Partizip Perfekt Passiv). Diese Bildung ist in den späteren indoarischen Sprachen zur Standard-Vergangenheitsform geworden (So dass das Subjekt eines Satzes in der Vergangenheit einen besonderen Suffix erhält, der aus der alten Instrumentalendung entstanden ist).
Anstelle der zahlreichen Substantivkasus werden nun lieber ausgedehnte Komposita verwendet (bis zu 30 Komponenten kommen vor). Die grammatischen Relationen der Bestandteile ergeben sich aus der Wortstellung und dem Zusammenhang; Zweideutigkeiten werden dabei als poetisches Ausdrucksmittel bewusst eingesetzt.
Dies gibt den Sanskrittexten einen gänzlich anderen Charakter, als es zunächst der Reichtum an Flexionsformen erwarten lässt.
Bearbeiten Literatur
Franz Bopp: Ausführliches Lehrgebäude der Sanskrita-Sprache. Berlin 1827 (Digitalisat)
Georg Bühler: Leitfaden für den Elementarkursus des Sanskrit. 2. Auflage. Wien 1927 (Nachdruck: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1988, ISBN 3-534-04102-X)
J. Gonda, Manuel de Grammaire élémentaire de la langue Sanskrite. Traduit de la quatrième édition en langue allemande par Rosane Rocher. E.J. Brill, Leiden et Adrien Maisonneuve, Paris 1966.
Berthold Delbrück: Altindische Syntax. Halle 1888 (Nachdruck: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1988, ISBN 3-534-04105-4)
Manfred Mayrhofer: Sanskrit-Grammatik mit sprachvergleichenden Erläuterungen. Walter de Gruyter, Berlin 1978, ISBN 978-3-11-007177-1
Wolfgang Morgenroth: Lehrbuch des Sanskrit. Grammatik, Lektionen, Glossar. Verlag Enzyklopädie, Leipzig 1973.
Carl Faulmann: Schriftzeichen und Alphabete aller Zeiten und Völker. Marix, Wiesbaden 2004, ISBN 3-937715-49-5
Franz Kielhorn: Grammatik der Sanskrit-Sprache. Dümmler, Berlin 1888 (Diese Auflage von 1888 gibt es als PDF-Datei beim Sanskritweb)
Klaus Mylius: Sanskrit - Deutsch, Deutsch - Sankrit. Wörterbuch. Harrassowitz, Wiesbaden 2005, ISBN 3-447-05143-4
Adolf Friedrich Stenzler: Elementarbuch der Sanskrit-Sprache. Zahlreiche Auflagen (Die 7. Auflage 1902, und auch die 9. Auflage 1915, die identisch ist mit der 17. Auflage 1980, gibt es als PDF-Dateien beim Sanskritweb)
Ulrich Stiehl: Sanskrit-Kompendium. Ein Lehr-, Übungs- und Nachschlagewerk. Devanagari-Ausgabe. 4. überarbeitete und erweiterte Auflage. Hüthig Jehle Rehm, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-87081-539-4
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Sanskrit-Dichtung
Romani
Vedisch
Prakrit
Pali
Panini
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Bearbeiten Einzelnachweise
↑ Hadumod Bußmann: Lexikon der Sprachwissenschaft. 2. Auflage. Kröner, Stuttgart 1990: „Sanskrit: Bezeichnung der verschiedenen Formen des Alt-Indischen.“
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World Sanskrit Book Fair inaugurated
Bangalore, Jan 7 : The World Sanskrit Book Fair was inaugurated by Karnataka Chief Minister B S Yeddyurappa here today.
Sanskrit: Definition from Answers.com
Sanskrit ( ) n. An ancient Indic language that is the language of Hinduism and the Vedas and is the classical literary language of India
For this Brit, Sanskrit is like his mother tongue
For Michael Williams (25), from Manchester, UK, Sanskrit is like his own language. He speaks fluent Sanskrit, like any child born in Mattur, the village renowned for the revival of the language.
Sanskrit
Sanskrit (संस्कृता वाक् saṃskṛtā vāk, for short संस्कृतम् saṃskṛtam) is a classical ... The corpus of Sanskrit literature encompasses a rich tradition of poetry and ...
Sanskrit slokams on for this band!
TOI gets chatting with Yodhakaa, a band that blends slokams with contemporay music and more...
Sanskrit - New World Encyclopedia
Sanskrit (संस्कृता वाक् saṃskṛtā vāk, for short संस्कृतम् saṃskṛtam) ... Classical Sanskrit is defined by the the oldest surviving Sanskrit grammar, Pāṇini's ...
Ayurvedic Is A Sanskrit Word
by Hari Prasad Nadig Ayurvedic Is A Sanskrit Word Ayurvedic Is A Sanskrit Word Free Online Articles Directory Why Submit Articles? Top Authors Top Articles FAQ ABAnswers Publish Article 0 && $.browser.msie ) { var ie_version = parseInt($.browser.version); if(ie_version Login Login via Register Hello My Home Sign Out Email Password Remember me?Lost Password? Home Page [...]
Sanskrit Religions Institute
Sri Devasthanam - the website of the Sanskrit Religions Institute that presents information on Hindu culture that is both scholarly and religious.
Sanskrit scholar worried about fate of classical works
Wasfia JalaliJaipur, Jan 25 (PTI) Can India afford to lose the troves of literary treasures piled up in its classical coffers for thousands of years, in languages as numerous as one can imagine?These worries are at the back of Sanskrit scholar Sheldon Pollock�s mind as the Columbia University professor, a Padma Shri awardee, undertakes a massive work of publication of translations of works of ...
Sanskrit | Define Sanskrit at Dictionary.com
Sanskrit definition, an Indo-European, Indic language, in use since c1200 b.c. as the religious and classical literary language of India. See more.
Sanskrit daily still hits stands 40 years on
When Sanskrit scholar Nadadur Varadaraja Iyengar launched Sudharama, the country’s first and only Sanskrit daily from Mysore, his friends warned him against the 'misadventure'.
Sanskrit - Definition
The Sanskrit language (saṃskṛtā vāk संस्कृता वाक्) is one of the earliest attested members of the Indo ... The first Sanskrit text known to us is the Rig-veda (ṛgveda ऋग्वेद) ...
Nishank honoured in Karnataka for promoting Sanskrit language
Dehradun/Banglore, Jan 7 : Uttarakhand Chief Minister Ramesh Pokhriyal Nishank was today honoured for his outstanding contribution in popularising the ancient Sanskrit language and giving it the status of second language in the hill state.
Sanskrit - definition of Sanskrit by the Free Online ...
Translations of Sanskrit. Sanskrit synonyms, Sanskrit antonyms. Information about Sanskrit in the free online English dictionary and encyclopedia. ...
Sanskrit scholar worried about fate of classical works
Jaipur, Jan 25 (PTI) Can India afford to lose the troves of literary treasures piled up in its classical coffers for thousands of years, in languages as numerous as one can imagine?
Sanskrit encyclopedia topics | Reference.com
Encyclopedia article of Sanskrit at Reference.com compiled from comprehensive and current sources.
Brandy Norwood's Lord Ganesh tattoo starts fad for Hindu tattoos
Nevada (US), Jan 15 : Recent tattoo of Hindu deity Ganesh on left wrist of Brandy Norwood, one of the best-selling female artists in American music history, seems to have created a fascination for tattoos depicting things Hindu.
Sanskrit alphabet, pronunciation and language
Sanskrit is the classical language of Indian and the liturgical language of Hinduism, Buddhism, and Jainism. ... Vedic Sanskrit, the pre-Classical form of the language and the ...
10 lakh speak language of the gods
‘Jayatu Jayatu Samskrita Bhasha Jayatu’ — Sanskrit lovers from across the country and the world over gathered proudly at the National College Grounds to join in the five-day celebration of Samskrit and Samskriti, that started here on Thursday.



















