Eigenschaften                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         Kr 5s2 38 Sr Periodensystem Allgemein Name, Symbol, Ordnungszahl Strontium, Sr, 38 Serie Erdalkalimetalle Gruppe, Periode, Block 2, 5, s Aussehen silbrig weiß metallisch CAS-Nummer 7440-24-6 Massenanteil an der Erdhülle 0,014 %[1] Atomar [2] Atommasse 87,62 u Atomradius (berechnet) 200 (219) pm Kovalenter Radius 195 pm Van-der-Waals-Radius 249[3] pm Elektronenkonfiguration Kr 5s2 Elektronen pro Energieniveau 2, 8, 18, 8, 2 Austrittsarbeit 2,59 eV[4] 1. Ionisierungsenergie 549,5 kJ/mol 2. Ionisierungsenergie 1064,2 kJ/mol Physikalisch [2] Aggregatzustand fest Kristallstruktur kubisch flächenzentriert Dichte 2,63 g/cm3 (20 °C)[5] Mohshärte 1,5 Magnetismus paramagnetisch (χm = 3,5 · 10−5)[6] Schmelzpunkt 1050 K (777 °C) Siedepunkt 1655 K (1382 °C) Molares Volumen 33,94 · 10−6 m3/mol Verdampfungswärme 137 kJ/mol Schmelzwärme 8 kJ/mol Elektrische Leitfähigkeit 7,41 · 106 A/(V · m) Wärmeleitfähigkeit 35 W/(m · K) Chemisch [2] Oxidationszustände +2 Oxide (Basizität) SrO (stark basisch) Normalpotential −2,89 V (Sr2+ + 2 e− → Sr) Elektronegativität 0,95 (Pauling-Skala) Isotope Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP 82Sr {syn.} 25,55 d ε 0,180 82Rb 83Sr {syn.} 32,41 h ε 2,276 83Rb 84Sr 0,56 % Stabil 85Sr {syn.} 64,84 d ε 1,065 85Rb 86Sr 9,86 % Stabil 87Sr 7,00 % Stabil 88Sr 82,58 % Stabil 89Sr {syn.} 50,53 d β− 1,497 89Y 90Sr {syn.} 28,78 a β− 0,546 90Y Weitere Isotope siehe Liste der Isotope NMR-Eigenschaften   Spin γ in rad·T−1·s−1 E fL bei B = 4,7 T in MHz 87Sr −9/2 1,159 · 107 0,00269 8,67 Sicherheitshinweise Gefahrstoffkennzeichnung [7] Leicht- entzündlich (F) R- und S-Sätze R: 15 S: 8-24/25-43 Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Strontium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Sr und der Ordnungszahl 38. Im Periodensystem steht es in der 5. Periode sowie der 2. Hauptgruppe und gehört damit zu den Erdalkalimetallen. Es ist ein weiches, sehr reaktives Metall. Das Element wurde 1790 von Adair Crawford entdeckt und nach seinem ersten Fundort Strontian in Schottland benannt. Elementar konnte es 1808 durch Elektrolyse durch Humphry Davy verunreinigt dargestellt werden, reines Strontium erhielt Robert Bunsen 1855. Das seltene Element wird nur in geringen Mengen, vor allem für Kathodenstrahlröhren, Pyrotechnik (rote Flammenfarbe), Dauermagnete und in der Aluminiumverhüttung verwendet. Strontium kommt in geringen Mengen im Körper vor, hat jedoch keine bekannte biologische Bedeutung und ist nicht essentiell. Eine medizinische Wirkung von Strontiumsalzen, insbesondere Strontiumranelat gegen Osteoporose, wird untersucht. Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Vorkommen 3 Gewinnung und Darstellung 4 Eigenschaften 4.1 Physikalische Eigenschaften 4.2 Chemische Eigenschaften 5 Isotope 6 Verwendung 7 Physiologische und therapeutische Bedeutung 8 Sicherheitshinweise 9 Verbindungen 9.1 Halogenide 9.2 Salze von Sauerstoffsäuren 9.3 Weitere Strontiumverbindungen 10 Einzelnachweise 11 Weblinks Bearbeiten Geschichte Humphry Davy Erste Hinweise auf die Existenz des Elements fanden Adair Crawford und William Cruickshank im Jahr 1790, als sie ein aus Strontian in Schottland stammendes Mineral, das zunächst für „lufthaltigen Baryt“ (Bariumcarbonat, Witherit) gehalten wurde, genauer untersuchten. Sie stellten das Chlorid her und verglichen mehrere Eigenschaften des späteren Strontiumchlorides mit denen des Bariumchlorides. Dabei stellten sie unter anderem verschiedene Löslichkeiten in Wasser und andere Kristallformen fest. 1791 benannte F. G. Sulzer das Mineral nach seinem Fundort Strontian Strontianit. Er und Johann Friedrich Blumenbach untersuchten das Mineral genauer und fanden so weitere Unterschiede zum Witherit, wie die unterschiedliche Giftigkeit und Flammenfarbe.[8] In den folgenden Jahren wurden durch Chemiker wie Martin Heinrich Klaproth, Richard Kirwan, Thomas Charles Hope oder Johann Tobias Lowitz das Strontianit weiter untersucht und andere Strontiumverbindungen daraus gewonnen.[9] 1808 gelang Humphry Davy durch elektrolytische Reduktion in Anwesenheit von rotem Quecksilberoxid die Darstellung von Strontiumamalgam, das er anschließend durch Destillation reinigte und so das – wenn auch noch verunreinigte – Metall erhielt.[10] Er benannte es nach dem Strontianit analog zu den anderen Erdalkalimetallen Strontium. Reines Strontium gewann Robert Bunsen 1855 durch Elektrolyse einer Strontiumchloridschmelze. Er bestimmte auch Eigenschaften des Metalls wie etwa die spezifische Dichte des Elements.[11] Bearbeiten Vorkommen Coelestin Strontium ist mit einem Anteil von 370 ppm an der kontinentalen Erdkruste[12] auf der Erde verhältnismäßig häufig, die Elementhäufigkeit in der Erdkruste ist vergleichbar mit der von Barium, Schwefel oder Kohlenstoff. Auch im Meerwasser ist eine größere Menge Strontium vorhanden. Das Element kommt nicht gediegen, sondern stets in verschiedenen Verbindungen vor. Entsprechend der geringen Löslichkeiten sind die wichtigsten Strontiumminerale das Strontiumsulfat oder Coelestin sowie das Strontiumcarbonat oder Strontianit. Die Lagerstätten des wichtigsten Strontiumminerals, Coelestin, entstanden durch Fällung des schwerlöslichen Strontiumsulfats aus Meerwasser. Auch eine hydrothermale Bildung des Minerals ist möglich. Strontianit bildet sich ebenfalls hydrothermal oder als Sekundärmineral aus Coelestin. Die wichtigsten Strontiumlagerstätten und Abbauorte liegen in Spanien, Mexiko, der Türkei, China und im Iran. Großbritannien war ebenfalls über lange Zeit ein wichtiger Förderstaat, die Produktion endete jedoch 1992.[13] Dabei betrug die Förderung an Coelestin im Jahr 2008 496.000 Tonnen.[14] Bearbeiten Gewinnung und Darstellung Ausgangsmaterial für die Herstellung von Strontium und Strontiumverbindungen ist meist Coelestin (Strontiumsulfat). Aus diesem wird in der Regel zunächst Strontiumcarbonat gewonnen. Dieses ist die industriell wichtigste Strontiumverbindung und Grundstoff für die Gewinnung des Metalls und anderer Verbindungen. Um Strontiumcarbonat herzustellen, wird zunächst Strontiumsulfat mit Kohlenstoff bei 1100–1200 °C umgesetzt. Dabei wird das Sulfat zum Sulfid reduziert und es entstehen Strontiumsulfid und Kohlenstoffdioxid. Das Strontiumsulfid wird durch Extraktion mit heißem Wasser gereinigt.[13] Anschließend wird entweder Kohlenstoffdioxid durch die Strontiumsulfidlösung geleitet oder das Strontiumsulfid wird mit Natriumcarbonat umgesetzt. Dabei entstehen neben Strontiumcarbonat Schwefelwasserstoff beziehungsweise Natriumsulfid. Welche der beiden Varianten genutzt wird, hängt von der Verfügbarkeit der Ausgangsstoffe und der Möglichkeit, die Beiprodukte zu verkaufen ab.[13] Feingemahlenes Strontiumsulfat kann auch direkt mit Natrium- oder Ammoniumcarbonat zu Strontiumcarbonat umgesetzt werden. Dabei sind jedoch aufwändige Reinigungsschritte notwendig. Um Strontiummetall zu erhalten, wird Strontiumoxid mit Aluminium reduziert (Aluminothermie). Dabei entsteht neben elementarem Strontium eine Mischung aus Aluminium- und Strontiumoxid. Die Reaktion findet im Vakuum statt, da unter diesen Bedingungen das Strontium gasförmig vorliegt, einfach abgetrennt und in einem Kühler aufgefangen werden kann.[13] Bearbeiten Eigenschaften Bearbeiten Physikalische Eigenschaften kubisch-flächenzentrierte Struktur des Strontiums Strontium ist ein im höchstreinen Zustand hellgoldgelb-glänzendes[15], sonst silberweißes Erdalkalimetall. Mit einem Schmelzpunkt von 768 °C und einem Siedepunkt von 1380 °C steht es beim Siedepunkt zwischen dem leichteren Calcium und dem schwereren Barium, wobei Calcium einen höheren und Barium einen niedrigeren Schmelzpunkt besitzt. Strontium besitzt nach Magnesium und Radium den niedrigen Siedepunkt aller Erdalkalimetalle. Mit einer Dichte von 2,6 g/cm3 zählt es zu den Leichtmetallen. Strontium ist mit einer Mohshärte von 1,5[16] sehr weich und lässt sich leicht biegen oder walzen. Wie Calcium kristallisiert Strontium bei Raumtemperatur in einer kubisch-flächenzentrierten Kristallstruktur in der Raumgruppe (Kupfer-Typ) mit dem Gitterparameter a = 608,5 pm sowie vier Formeleinheiten pro Elementarzelle. Daneben sind auch zwei weitere Hochtemperaturmodifikationen bekannt. Bei Temperaturen von größer 215 °C wandelt sich die Struktur in eine hexagonal-dichteste Kugelpackung (Magnesium-Typ) mit den Gitterparametern a = 432 pm und c = 706 pm um. Oberhalb von 605 °C ist schließlich eine kubisch-innenzentrierte Struktur (Wolfram-Typ) am stabilsten.[17] Bearbeiten Chemische Eigenschaften Strontium ist nach Barium und Radium das reaktivste Erdalkalimetall. Es reagiert direkt mit Halogenen, Sauerstoff, Stickstoff und Schwefel. Dabei bildet es immer Verbindungen, in denen es als zweiwertiges Kation vorliegt. Beim Erhitzen an der Luft verbrennt das Metall mit der typischen karminroten Flammenfärbung zu Strontiumoxid und Strontiumnitrid. Als sehr unedles Metall reagiert Strontium mit Wasser unter Wasserstoff- und Hydroxidbildung. Strontiumhydroxid bildet sich auch schon beim Kontakt des Metalls mit feuchter Luft. Auch in Ammoniak ist Strontium löslich, dabei bilden sich blauschwarze Ammoniakate. Bearbeiten Isotope Es sind insgesamt 32 Isotope und weitere sieben Kernisomere bekannt. Von diesen kommen vier, 84Sr, 86Sr, 87Sr und 88Sr natürlich vor. In der natürlichen Isotopenzusammensetzung überwiegt dabei das Isotop 88Sr mit einem Anteil von 82,58 %. 86Sr mit 9,86 % und 87Sr mit 7,0 %, sowie 84Sr mit einem Anteil von 0,56 % sind seltener.[18] 90Sr ist ein Betastrahler mit einer Zerfallsenergie von 0,546 MeV und zerfällt mit einer Halbwertzeit von 28,78 Jahren zu 90Y, das wiederum unter Betazerfall zum stabilen 90Zr zerfällt. 90Sr ist ein häufig auftretendes Spaltprodukt bei der Kernspaltung von Uran. Es entsteht zusammen mit dem Xenonisotop 143Xe bei der Spaltung von 235U in Kernkraftwerken und Atombombenexplosionen.[19] Diese Reaktion läuft in 5,7 % aller Spaltungen des 235U ab.[16] Größere Mengen 90Sr gelangten bei der Katastrophe von Tschernobyl in die Umwelt, die freigesetzte Aktivität an 90Sr betrug 800 TBq.[20] Der kleine deutsche Kugelhaufenreaktor namens AVR (Jülich) gilt nach Angabe des Betreibers als die am stärksten mit Strontium-90 kontaminierte Nuklearanlage weltweit.[21] Auch im Boden unter dem Reaktor befindet sich Strontium [22], welches bis 2015 aufwändig entfernt werden soll. Die Betastrahlung von 90Sr und 90Y kann in Radionuklidbatterien, etwa für abgelegene Leuchttürme und Funkfeuer in der ehemaligen Sowjetunion[23], zur langlebigen Isotopenmarkierung, zur Dickenmessung von Materialien oder zum Kalibrieren von Geigerzählern genutzt werden.[16] 87Sr ist das Zerfallsprodukt des mit einer Halbwertszeit von 48 Milliarden Jahren sehr langlebigen Rubidiumisotops 87Rb. Aus dem Verhältnis der verschiedenen Strontiumisotope kann daher im Rahmen einer Strontiumisotopenanalyse das Alter von rubidium- und strontiumhaltigen Gesteinen wie Granit bestimmt werden.[24] Strontium wird unter verschiedenen Bedingungen in unterschiedlichen Mengen in Knochen und Zähnen eingelagert. Gleichzeitig hängt das Isotopenverhältnis von 86Sr und 87Sr von den Gesteinen der Umgebung ab. Daher können aus den Isotopenverhältnissen des Strontiums mitunter Rückschlüsse auf Wanderungsbewegungen von prähistorischen Menschen gezogen werden.[25] Bearbeiten Verwendung durch Strontiumsalze rot gefärbtes Feuerwerk Strontiummetall wird nur in geringen Mengen produziert und verwendet. Der größte Teil des produzierten Strontiumcarbonats wird für Kathodenstrahlröhren, Dauermagnete sowie die Pyrotechnik verwendet.[14] Metallisches Strontium wird vor allem in der Aluminiumindustrie (Aluminiumprimär- und Sekundärhütten, sowie Gießereien) ebenso wie Natrium als gefügebeeinflussendes Mittel bei Aluminium-Siliciumlegierungen mit 7–12 % Silicium eingesetzt. Geringe Beimengungen an Strontium verändern das Eutektikum in Silicium-Aluminium-Legierungen und verbessern so die mechanischen Eigenschaften der Legierung. Dies liegt daran, dass Aluminium-Silicium-Legierungen ohne Strontium am Eutektikum grobe, nadelförmige, mechanisch wenig belastbare Körner ausfallen, was durch das Strontium verhindert wird.[13] Seine „veredelnde“ Wirkung hält in gießbereiten Schmelzen (Gieß- und Warmhalteöfen) länger an, als die des Natriums, da es weniger leicht oxidierbar ist. Auf dem Gebiet langsam erstarrender Schmelzen (Sandguss) hat es das Jahrzehnte allein gebräuchliche Natrium teilweise bereits verdrängt. Bei rascher Erstarrung in metallischer Dauerform, insbesondere bei Druckguss ist die Anwendung von Strontium nicht in jedem Fall zwingend, die Ausbildung des erwünschten feinen, „veredelten“ Gefüges wird bereits durch die rasche Erstarrung begünstigt.[26] Strontium wird Ferrosilicium zugesetzt, es reguliert die Struktur des Kohlenstoffs und verhindert beim Gießen ein ungleichmäßiges Erstarren.[13] Weiterhin kann Strontium als Gettermaterial in Elektronenröhren, zum Entfernen von Schwefel und Phosphor aus Stahl sowie zum Härten von Akku-Platten aus Blei genutzt werden.[16] Bearbeiten Physiologische und therapeutische Bedeutung Strontium hat eine große Ähnlichkeit mit Calcium und hat auch vergleichbare Eigenschaften. Jedoch wird es im Gegensatz zu Calcium nur in geringen Mengen über den Darm aufgenommen, verantwortlich hierfür ist möglicherweise der größere Ionenradius des Elementes. Der Gehalt an Strontium beträgt durchschnittlich bei einem 70 Kilogramm schweren Mann nur 0,32 g, im Vergleich dazu enthält der Körper etwa 1000 g Calcium. Das aufgenommene Strontium ist vor allem in den Knochen gespeichert.[27] Strontium ist nicht essentiell, es sind nur wenige biologische Wirkungen des Elementes bekannt. So ist es möglich, dass Strontium hemmend gegenüber Karies wirkt.[28] Da Strontium wie Calcium als Bestandteil der Knochen eingebaut werden kann, wird es zur Behandlung der Osteoporose verwendet. Durch Salzbildung mit organischen Säuren wie Ranelicsäure oder Malonsäure wird eine entsprechende Bioverfügbarkeit erreicht. Klinischen Studien belegen eine deutliche Erhöhung der Knochendichte und eine deutliche Verringerung des Risikos für Knochenbrüche bei Frauen mit Osteoporose unter der Behandlung mit Strontiumranelat.[29] 89Sr wird als Chlorid (unter dem Handelsnamen „Metastron“) zur Behandlung von Metastasenschmerzen (vor allem bei Prostata- und Mammakarzinomen) verwendet, wobei eine empfohlene Standarddosis 150 MBq beträgt;[30] es existieren auch vereinzelt Berichte über Reduktion von Metastasen unter dieser Behandlung, diese umfassen jedoch eine zu geringe Zahl von Fällen, um daraus eine allgemeine Behandlungsempfehlung ableiten zu können. Toxische Effekte des Strontiums sind beim Menschen nicht bekannt. Lediglich im Tierversuch bei Schweinen zeigten sich durch eine strontiumreiche und calciumarme Ernährung Symptome wie Koordinationsstörungen, Schwachheit und Lähmungserscheinungen.[31] Gefährlich ist die Aufnahme von 90Sr in den Körper, da dieses energiereiche Betastrahlung aussendet und Zellen in Knochen oder Knochenmark verändert und so Knochentumore oder Leukämie auslösen kann. Eine Dekorporation des in die Knochen aufgenommenen Strontiums ist schwierig, da Chelatbildner bevorzugt Calcium komplexieren und das Strontium im Knochen verbleibt.[16] Auch der Abbau durch biologische Vorgänge verläuft nur sehr langsam, die biologische Halbwertszeit liegt in Knochen bei 49 Jahren, die effektive Halbwertszeit von 90Sr bei 18,1 Jahren.[32] Bearbeiten Sicherheitshinweise Wie andere Erdalkalimetalle ist Strontium brennbar. Es reagiert mit Wasser oder Kohlenstoffdioxid, so dass diese nicht als Löschmittel verwendet werden können. Zum Löschen sollten Metallbrandlöscher (Klasse D) verwendet werden, zudem ist die Verwendung von trockenem Sand, Salz und Löschpulver möglich. Weiterhin bildet sich bei Kontakt mit Wasser Wasserstoff, der explosionsgefährlich ist. Für die Beseitigung kleiner Mengen kann Strontium mit Isopropanol, tert-Butanol oder Octanol umgesetzt werden.[33] Bearbeiten Verbindungen Wie alle Erdalkalimetalle kommt Strontium in Verbindungen ausschließlich in der Oxidationsstufe +2 vor. Es handelt sich in der Regel um farblose, häufig gut wasserlösliche Salze. Bearbeiten Halogenide Mit den Halogenen Fluor, Chlor, Brom und Iod bildet Strontium jeweils ein Halogenid mit der allgemeinen Formel SrX2. Es sind typische, farblose und bis auf Strontiumfluorid gut wasserlösliche Salze. Sie können durch Umsetzung von Strontiumcarbonat mit Halogenwasserstoffsäuren wie Flusssäure oder Salzsäure dargestellt werden. Verwendung findet unter anderen Strontiumchlorid als Zwischenprodukt für die Herstellung anderer Strontiumverbindungen sowie in Zahnpasta, wo es gegen schmerzempfindliche Zähne wirken soll.[34] Bearbeiten Salze von Sauerstoffsäuren Industriell wichtig sind vor allem die Strontiumsalze von Sauerstoffsäuren wie Strontiumcarbonat, Strontiumnitrat, Strontiumsulfat oder Strontiumchromat. Strontiumcarbonat ist die wichtigste Handelsform von Strontiumverbindungen, der Großteil des abgebauten Coelestins wird zu Strontiumcarbonat umgesetzt. Verwendet wird es vor allem zur Herstellung von röntgenadsorbierenden Glas für Kathodenstrahlröhren, aber auch für die Herstellung von Strontiumferrit für Permanentmagnete oder Elektrokeramiken. Strontiumnitrat wird vorwiegend in der Pyrotechnik für die Strontium-typische rote Flammenfärbung eingesetzt, das gelbe Strontiumchromat dient als Grundierung gegen Korrosion von Aluminium im Flugzeug- oder Schiffbau.[13] Bearbeiten Weitere Strontiumverbindungen Organische Strontiumverbindungen sind nur in geringem Maße bekannt und untersucht, da sie sehr reaktiv sind und auch mit vielen Lösungsmitteln wie Ethern reagieren können. In unpolaren Lösungsmitteln sind sie dagegen unlöslich. Dargestellt wurde unter anderem ein Metallocen mit Pentamethylcyclopentadienyl-Anionen (Cp*), das in der Gasphase im Gegensatz zu anderen Metallocenen wie Ferrocen gewinkelt ist.[35] Eine Übersicht über Strontiumverbindungen gibt die Kategorie:Strontiumverbindung Bearbeiten Einzelnachweise ↑ Harry H. Binder: Lexikon der chemischen Elemente, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-7776-0736-3. ↑ Die Werte für die Eigenschaften (Infobox) sind, wenn nicht anders angegeben, aus www.webelements.com (Strontium) entnommen. ↑ Manjeera Mantina, Adam C. Chamberlin, Rosendo Valero, Christopher J. Cramer, Donald G. Truhlar: Consistent van der Waals Radii for the Whole Main Group. In: J. Phys. Chem. A. 2009, 113, S. 5806–5812, doi:10.1021/jp8111556. ↑ Ludwig Bergmann, Clemens Schaefer, Rainer Kassing: Lehrbuch der Experimentalphysik, Band 6: Festkörper. 2. Auflage, Walter de Gruyter, 2005, ISBN 978-3-11-017485-4, S. 361. ↑ N. N. Greenwood und A. Earnshaw: Chemie der Elemente, 1. Auflage, VCH, Weinheim 1988, ISBN 3-527-26169-9, S. 136. ↑ Weast, Robert C. (ed. in chief): CRC Handbook of Chemistry and Physics. CRC (Chemical Rubber Publishing Company), Boca Raton 1990. Seiten E-129 bis E-145. ISBN 0-8493-0470-9. Werte dort sind auf g/mol bezogen und in cgs-Einheiten angegeben. Der hier angegebene Wert ist der daraus berechnete maßeinheitslose SI-Wert. ↑ Datenblatt Strontium bei AlfaAesar, abgerufen am 7. Februar 2010. ↑ J. F. Blumenbach: Ueber den Strontianit, ein Schottisches Fossil, das ebenfals eine neue Grunderde zu enthalten scheint; und über einige andere naturhistorische Merkwürdigkeiten. Aus einem Briefe des Hrn. Rath Sulzer zu Ronneburg mitgetheilt von J. F. Blumenbach. In: Johann Heinrich Voigt (Ed.), Magazin für das Neueste aus der Physik und Naturgeschichte. 1891, 8, 3, S. 68–72 (Volltext). ↑ J. R. Partington: The early history of strontium. In: Annals of Science. 1942, 5, 2, S. 157–166, doi:10.1080/00033794200201411. ↑ Humphry Davy: Electro-Chemical Researches, on the Decomposition of the Earths; With Observations on theMetals Obtained from the Alkaline Earths, and on the Amalgam Procured from Ammonia. In: Philosophical Transactions of the Royal Society of London. 1808, 98, S. 333–337 (Abstract). ↑ Robert Bunsen: Darstellung des Lithiums. 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Genant, Jean-Yves Reginster: The Effects of Strontium Ranelate on the Risk of Vertebral Fracture in Women with Postmenopausal Osteoporosis. In: New England Journal of Medicine. 2004, 35, S. 459–468, doi:10.1056/NEJMoa022436. ↑ Pharmazie.com: Metastron-Injektionslösung. (PDF) Arzneimittelinformation, Stand Januar 2002. ↑ J. C. Bartley, E. F. Reber: Toxic Effects of Stable Strontium in Young Pigs. In: J. Nutr. 1961, 75, 1, S. 21–28 (Volltext). ↑ Johannes Friedrich Diehl: Radioaktivität in Lebensmitteln. Wiley-VCH, 2003, ISBN 978-3-5273-0722-7, S. 24 (Eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche). ↑ Eintrag zu Strontium in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Dezember 2010 (JavaScript erforderlich). ↑ Klaus-Dieter Hellwege: Die Praxis der zahnmedizinischen Prophylaxe: Ein Leitfaden für die Individualprophylaxe, Gruppenprophylaxe und Initiale Parodontaltherapie. 6. Auflage, Thieme Verlag, 2003, ISBN 978-3-13-127186-0, S. 164 (Eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche). ↑ Christoph Elschenbroich: Organometallchemie. 6. Auflage, Teubner Wiesbaden, 2008, ISBN 978-3-8351-0167-8, S. 69–70. Bearbeiten Weblinks  Wiktionary: Strontium – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen  Commons: Strontium – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien Periodensystem der Elemente H He Li Be B C N O F Ne Na Mg Al Si P S Cl Ar K Ca Sc Ti V Cr Mn Fe Co Ni Cu Zn Ga Ge As Se Br Kr Rb Sr Y Zr Nb Mo Tc Ru Rh Pd Ag Cd In Sn Sb Te I Xe Cs Ba La Ce Pr Nd Pm Sm Eu Gd Tb Dy Ho Er Tm Yb Lu Hf Ta W Re Os Ir Pt Au Hg Tl Pb Bi Po At Rn Fr Ra Ac Th Pa U Np Pu Am Cm Bk Cf Es Fm Md No Lr Rf Db Sg Bh Hs Mt Ds Rg Cn Uut Uuq Uup Uuh Uus Uuo Alkalimetalle Erdalkalimetalle Lanthanoide Actinoide Übergangsmetalle Metalle Halbmetalle Nichtmetalle Halogene Edelgase  


Strontium Appoints Redington As National Distributor

Redington will help enable and drive business through its partners across the tier-1, tier-2 and tier-3 cities in India


http://www.ecvv.com/offerdetail/I894812.html

Strontium

Strontium on WN Network delivers the latest Videos and Editable pages for News & Events, including Entertainment, Music, Sports, Science and more, Sign ...



Strontium appoints Redington as national distributor

New Delhi, Feb 17 (PTI) Singapore-based Strontium Technology today said it appointed IT product distribution company Redington as its national distributor for the Indian market.Redington would become the national distributor for Strontium''s DRAM and Flash products, an official release said."We are delighted to appoint Redington India as our national distributor. Since Redington has its presence ...


http://npafc.taglab.org/code_table.asp?image=StrontiumMark.jpg

Strontium – Wikipedia

Reines Strontium gewann Robert Bunsen 1855 durch Elektrolyse einer Strontiumchloridschmelze. ... Strontium ist mit einem Anteil von 370 ppm an der kontinentalen Erd ...



Toward an optical atomic clock: Physicists develop atomic frequency standard for one of world’s most precise clocks

Polish physicists have been aiming to build an optical atomic clock, an extremely precise device with an accuracy of one second in a few dozen billion years, since 2008. The last of the three key components of the clock: an atomic frequency standard based on cold strontium atoms has just been developed. The clock itself will be assembled already this year.


http://www.southwestmarines.co.uk/page7.htm

Strontium information : by Ray Sahelian, M.D.

Strontium supplement pills for osteoporosis, benefits and side effects by Ray Sahelian, M.D. ... Are strontium supplements an alternative to calcium and vitamin D? ...



No Change To Guidance On Preventing Osteoporotic Fracture After NICE Reconsiders Strontium Ranelate

The National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) today (26 January) publishes updated final guidance on preventing osteoporotic fractures following a reconsideration of the use of strontium ranelate (Protelos). The two pieces of guidance for both primary and secondary prevention of osteoporotic fractures recommend that strontium ranelate should be used in circumstances where ...


http://www.tridacna.fr/catalog/index.php?cPath=26

Strontium | Radiation Protection | US EPA

This fact sheet provides general information about the radionuclide, strontium, such as its discovery, properties, uses, environmental behavior and effects, and ...



SrTiO3 offers multifunction possibilities

Researchers at France’s Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) and the Université Paris-Sud 11 have created a conductive layer on the surface of strontium titanate (SrTiO3), a transparent insulating material that is considered to be promising for the development of future microelectronics applications.

Strontium Titanium Oxide Strontium titanium oxide surface etched to remove the surface strontium and partially
http://www.asylumresearch.com/Gallery/Materials/SemiConduct/Semi3.shtml

strontium: Definition from Answers.com

strontium n. ( Symbol Sr ) A soft, silvery, easily oxidized metallic element that ignites spontaneously in air when finely divided



Quantum quirk: Scientists pack atoms together to prevent collisions in atomic clock

In a paradox typical of the quantum world, JILA scientists have eliminated collisions between atoms in an atomic clock by packing the atoms closer together. The surprising discovery, described in the Feb. 3 issue of Science Express, can boost the performance of experimental atomic clocks made of thousands or tens of thousands of neutral atoms trapped by intersecting laser beams.

Strontium The emission spectrum of burning strontium
http://radio.weblogs.com/0101365/stories/2002/11/21/group2Elements.html

strontium - Wiktionary

strontium (uncountable) Wikipedia has an article on: Strontium. Wikipedia. a metallic ... strontium platinocyanide. strontium ranelate. strontium titanate ...



RepRegen™ seeks US FDA 510(k) clearance for StronBone™

LONDON--(BUSINESS WIRE)--RepRegen™ seeks US FDA 510(k) clearance for StronBone™

Strontium chloride Alcohol and strontium chloride Courtesy Sasha Harris Cronin
http://www.monkeyview.net/id/545/fire/strontium1.vhtml

Strontium

strontium is used most often in the carbonate form, but few ... CPC produced strontium carbonate from imported Mexican ore; no celestite mines were ...



RepRegen™ Seeks US FDA 510(k) Clearance For StronBone™

RepRegen, the 'smart biomaterials' company, announced that RepRegen Inc. in the US has submitted StronBone to the U.S. FDA for 510(k) clearance. StronBone bioactive glass with Strontium is the first product that is being commercialized from RepRegen's repair and regeneration platform of 'smart' biomaterials for bone and other (hard) tissue. Recently, RepRegen received CE Marking Approval for ...

Uno scribacchino contro un premio Nobel un lacch contro un uomo di ricerca A Belpietro dedico il calembour che informa questo post You re just a ridicolous strontium dog
http://alessandrodinocera.blogspot.com/2008_02_01_archive.html

Strontium

Strontium Technology Pte Ltd is the largest manufacturer and distributor of PC Memory in Singapore. ... Warranty Policy | Copyright © 2011, Strontium Technology Pte Ltd. All ...



Scientists Pack Atoms To Prevent Collisions In Atomic Clock

In a paradox typical of the quantum world, JILA scientists have eliminated collisions between atoms in an atomic clock by packing the atoms closer together. The surprising discovery, described in the Feb. 3 issue of Science Express, can boost the performance of experimental atomic clocks made of thousands or tens of thousands of neutral atoms trapped by intersecting laser beams. JILA is jointly ...

Strontium Map i This map is useless as far as I m concerned Even if you zoom it you still won t be able read the fine print But I m putting it here until I find a better
http://www.chernobyl.in.ua/ua/maps/3

Chemistry and the Aquarium

This article on strontium is the second of several that delve into a variety of ... This article details the nature of strontium in seawater, and it describes which ...



Sen. Isakson: Government Is Not Spraying Chemicals From Planes

"It's not happening," said Senator Johnny Isakson regarding a conspiracy theory that the government is poisoning Americans with chemicals sprayed by planes.


http://www.southwestmarines.co.uk/page7.htm