Äthiopien
Übergangsmetalle
Actinium
Actinoide
Aggregatzustand
Alkalimetalle
Aluminium
Americium
Anders Gustav Ekeberg
Angewandte Chemie (Zeitschrift)
Antimon
Argon
Arsen
Astat
Atomare Masseneinheit
Atommasse
Atomradius
Australien
Automobil
Barium
Berkelium
Beryllium
Betastrahlung
Bismut
Blei
Block des Periodensystems
Bohrium
Bor
Brasilien
Brom
CAS-Nummer
CRC Handbook of Chemistry and Physics
Cadmium
Caesium
Calcium
Californium
Cer
Charles Hatchett
Chemisches Element
Chemisches Element#Sortierte Liste chemischer Elemente
Chlor
Chrom
Cobalt
Coltan
Columbit
Copernicium
Curium
D-Orbital
Darmstadtium
Demokratische Republik Kongo
Dichte
Digital Object Identifier
Dubnium
Duktilität
Dysprosium
Edelgase
Einkristall
Einsteinium
Eisen
Elektrische Kapazität
Elektrische Leitfähigkeit
Elektron
Elektronegativität
Elektronegativität#Pauling-Skala
Elektronen-Einfang
Elektronenkonfiguration
Elektronenröhre
Elektronenvolt
Elementhäufigkeit
Elementsymbol
Empfindlichkeit (Technik)
Energieniveau
Erbium
Erdalkalimetalle
Erdhülle
Erdkruste
Europium
Explosionsgefahr
Extraktion (Verfahrenstechnik)
F-Orbital
Farbe
Fermium
Finnland
Flüssig-Flüssig Extraktion
Flugzeugtriebwerk
Fluor
Flusssäure
Fraktionierte Destillation
Francium
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Gadolinium
Gallium
Gediegen
Gefahrstoffkennzeichnung
Germanium
Geschichte der Demokratischen Republik Kongo#Die .22Dynastie.22 Kabila und der Kongokrieg
Getter
Glühfaden
Glühlampe
Glühlampe#Lichtausbeute und Lebensdauer
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Chemisches Element#Sortierte Liste chemischer Elemente
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Elektrische Leitfähigkeit
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Eigenschaften
Xe 4f14 5d3 6s2
73
Ta
Periodensystem
Allgemein
Name, Symbol, Ordnungszahl
Tantal, Ta, 73
Serie
Übergangsmetalle
Gruppe, Periode, Block
5, 6, d
Aussehen
grau
CAS-Nummer
7440-25-7
Massenanteil an der Erdhülle
8 ppmReferenz-Fehler: Ungültige <ref>-Verwendung: „name“ ist ungültig oder zu lang.
Atomar [1]
Atommasse
180,9479 u
Atomradius (berechnet)
145 (200) pm
Kovalenter Radius
138 pm
Elektronenkonfiguration
Xe 4f14 5d3 6s2
Elektronen pro Energieniveau
2, 8, 18, 32, 11, 2
1. Ionisierungsenergie
761 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie
1500 kJ/mol
Physikalisch [1]
Aggregatzustand
fest
Kristallstruktur
kubisch raumzentriert
Dichte
16,65 g/cm3 (20 °C)[2]
Mohshärte
6,5
Magnetismus
paramagnetisch (χm = 1,8 · 10−4)[3]
Schmelzpunkt
3290 K (3017 °C)
Siedepunkt
5731 K (5458 °C)
Molares Volumen
10,85 · 10−6 m3/mol
Verdampfungswärme
735 kJ/mol
Schmelzwärme
36 kJ/mol
Schallgeschwindigkeit
3400 m/s bei 293,15 K
Spezifische Wärmekapazität
140 J/(kg · K)
Elektrische Leitfähigkeit
7,61 · 106 A/(V · m)
Wärmeleitfähigkeit
57 W/(m · K)
Chemisch [1]
Oxidationszustände
5
Normalpotential
−0,81 V (½ Ta2O5 + 5 H+ + 5 e−
→ Ta + 2½ H2O)
Elektronegativität
1,5 (Pauling-Skala)
Isotope
Isotop
NH
t1/2
ZM
ZE MeV
ZP
177Ta
{syn.}
56,56 h
ε
1,166
177Hf
178Ta
{syn.}
2,36 h
ε
1,910
178Hf
179Ta
{syn.}
1,82 a
ε
0,110
179Hf
180Ta
{syn.}
8,125 h
ε
0,854
180Hf
β−
0,708
180W
180mTa
0,012 %
>1,2 · 1015 a
ε
0,929
180Hf
β−
0,783
180W
IT
0,075
180Ta
181Ta
99,988 %
Stabil
182Ta
{syn.}
114,43 d
β−
1,814
182W
183Ta
{syn.}
5,1 d
β−
1,070
183W
Weitere Isotope siehe Liste der Isotope
NMR-Eigenschaften
Spin
γ in
rad·T−1·s−1
E
fL bei
B = 4,7 T
in MHz
181Ta
7/2
3,202 · 107
0,036
23,9
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung [4]
(Pulver)
Leicht-
entzündlich
(F)
R- und S-Sätze
R: 11 (Pulver)
S: 43
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Tantal ˈtantal ist ein chemisches Element mit dem Symbol Ta und der Ordnungszahl 73; im Periodensystem steht es in der fünften Nebengruppe oder Vanadiumgruppe. Es ist ein selten vorkommendes, duktiles, graphitgraues, glänzendes Übergangsmetall. Tantal wird vorwiegend für Kondensatoren mit hoher Kapazität bei gleichzeitig geringer Größe verwendet. Da das Metall ungiftig und gegen Körperflüssigkeiten inert ist, wird es auch für Implantate, etwa als Knochennagel, eingesetzt.
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Vorkommen
3 Gewinnung und Darstellung
4 Eigenschaften
4.1 Physikalische Eigenschaften
4.2 Chemische Eigenschaften
5 Isotope
6 Verwendung
7 Sicherheitshinweise
8 Verbindungen
9 Literatur
10 Einzelnachweise
11 Weblinks
Bearbeiten Geschichte
hochreines Tantal als Einkristall sowie in Bruchstücken
Das Element wurde 1802 von Anders Gustav Ekeberg in einem finnischen Columbit-Erz entdeckt.[5] Er trennte ein sehr beständiges Oxid (Tantal(V)-oxid) ab, das sich in keiner Säure löste. Benannt ist es nach Tantalos, einer Figur aus der griechischen Mythologie. Der Grund für diesen Namen liegt nach Ekeberg darin, dass das sehr beständige Oxid „schmachten muss und seinen Durst nicht löschen kann, wie Tantalus in der Unterwelt“.
Nahezu zeitgleich fand Charles Hatchett in einem kolumbianischen Erz das sehr ähnliche Columbium. Die beiden Elemente wurden bis 1844 für identisch gehalten, als Heinrich Rose erkannte, dass in den Columbit-Erzen zwei verschiedene Elemente vorlagen, nämlich Tantal und Columbium, das er Niob nannte.
Nach der Entdeckung des neuen Elements wurde von verschiedenen Chemikern versucht, Tantal auch elementar darzustellen. Der erste, der elementares Tantal durch Reduktion von Tantalfluorid mit Kalium darstellte, war 1815 Jöns Jakob Berzelius.[6] Allerdings bestand sein Metall wie das von Rose dargestellte Tantal nur zu 50 % aus Tantal.[7] Henri Moissan versuchte 1902, Tantal im elektrischen Ofen herzustellen, sein Produkt war jedoch durch den enthaltenen Kohlenstoff sehr hart und spröde.
Der erste, der reines, duktiles Tantal herstellen konnte, war Werner von Bolton 1903.[5] Er erreichte dies durch Reduktion der glühenden Oxide im Vakuum sowie durch Schmelzen von unreinem Tantalmetall im Vakuum und elektrischem Flammenbogen.[8]
Die erste Anwendung des neuen Elementes war diejenige als Glühfaden in Glühlampen. Der Grund für den Wechsel vom vorher verwendeten Osmium zu Tantal lag darin, dass es leichter zu verarbeiten ist und eine höhere mögliche Nutztemperatur bis zu 2300 °C besitzt.[8] Später wurde es durch Wolfram ersetzt, das einen noch höheren Schmelzpunkt besitzt und damit ein dem Sonnenlicht näheres Lichtspektrum und eine höhere Lichtausbeute ermöglicht.
Im Jahr 1922 wurde mit der Verwendung in Gleichrichtern und ein Jahr später in Radioröhren ein neuer Einsatzzweck für Tantal gefunden.[9]
Bearbeiten Vorkommen
Manganotantalit
Tantal ist mit einem Gehalt von 2 ppm in der kontinentalen Erdkruste[10] bzw. 8 ppm in der Erdhülle ein seltenes Element auf der Erde. Die Häufigkeit ist vergleichbar mit der von Arsen und Germanium. Innerhalb der Gruppe nimmt die Häufigkeit jeweils um eine Zehnerpotenz ab. Tantal kommt nicht gediegen, sondern nur in Form seiner Verbindungen in verschiedenen Mineralen vor. Auf Grund der Ähnlichkeit der beiden Elemente enthalten Tantalerze stets Niob und umgekehrt (Vergesellschaftung). Die wichtigsten Minerale sind die der Columbit- und Tapiolit-Reihe, in der verschiedene Minerale mit der allgemeinen Formel (Mn, Fe2+)(Nb,Ta)2O6 zusammengefasst werden. Tantalreiche Columbite werden auch als Tantalite bezeichnet. Beispiele für Tantalhaltige Minerale dieser Reihen sind Ferrotapiolith (Fe2+, Mn2+)(Ta, Nb)2O6 und Manganotantalit MnTa2O6.[11] Häufig werden diese Erze auch als Coltan bezeichnet. Seltenere Minerale sind Mikrolith oder Thoreaulith.
Die wichtigsten Förderländer von Tantalerzen waren 2007 Australien mit 850 Tonnen und Brasilien mit 250 Tonnen.[12] Daneben findet man Coltan auch in Kanada und verschiedenen afrikanischen Ländern wie Äthiopien, Mosambik und Ruanda. In den Medien bekannt geworden sind die Vorkommen im Osten der Demokratischen Republik Kongo, die im Kongokrieg 1996–2008 stark umkämpft waren.[13]
Bearbeiten Gewinnung und Darstellung
Da in den zur Tantalgewinnung verwendeten Erzen Tantal und Niob immer zusammen vorliegen, müssen sie für eine Gewinnung der Reinmetalle getrennt werden. Dies wird durch die große Ähnlichkeit der beiden Elemente erschwert.
Das erste Verfahren zur Trennung wurde 1866 von Jean Charles Galissard de Marignac entwickelt. Er nutzte dabei die unterschiedliche Löslichkeit der beiden Elemente in verdünnter Flusssäure. Tantal bildet das nur gering lösliche K2TaF7, Niob das lösliche K3NbOF5 · 2 H2O.
Das heute technisch verwendete Verfahren beruht auf Extraktion und nutzt die unterschiedliche Löslichkeit von komplexen Fluorsalzen in Wasser und bestimmten organischen Lösungsmitteln. Dabei wird das Erzgemisch zunächst in konzentrierter Flusssäure oder Gemischen aus Fluss- und Schwefelsäure gelöst. Es bilden sich die komplexen Fluoride [NbOF52− und [TaF72−. Nachdem unlösliche Bestandteile abfiltriert wurden, kann die Trennung durch Flüssig-Flüssig Extraktion mit Hilfe von Methylisobutylketon erfolgen. Wird die Lösung mit Methylisobutylketon versetzt, gehen die Niob- und Tantalkomplexe in die organische Phase über, während andere Elemente, wie Eisen, oder Mangan in der wässrigen Phase zurückbleiben. Bei Zugabe von Wasser zur abgetrennten organischen Phase, löst sich nur der Niobkomplex in diesem, das Tantal bleibt im Methylisobutylketon zurück.[14]
Das Tantal kann mit Hilfe von Kaliumfluorid als schwerlösliches K2[TaF7 gefällt werden. Die Reduktion zu elementarem Tantal erfolgt meist durch Natrium.
Reduktion mit Natrium
Eine mögliche Alternative zur Extraktion besteht in der fraktionierten Destillation. Dazu werden die unterschiedlichen Siedepunkte der beiden Chloride Niobpentachlorid und Tantalpentachlorid genutzt. Diese können bei hohen Temperaturen aus den Erzen, Chlor und Koks gewonnen werden. Nach der Trennung wird das Tantalchlorid ebenfalls mit Natrium zum Metall reduziert.
Neben den Columbit-Tantalit-Erzen sind Schlacken aus der Zinnverhüttung eine wichtige Quelle für die Tantalgewinnung (enthalten wenige Prozent Tantal).
Bearbeiten Eigenschaften
Bearbeiten Physikalische Eigenschaften
Kristallstruktur von Tantal, a = 330,3 pm[15]
Tantal ist ein deutlich lilagraues, stahlhartes (Vickershärte: 60–120 HV[16]), hochschmelzendes Schwermetall, das in den meisten seiner Eigenschaften dem Niob ähnelt. Es kristallisiert in einer kubisch-raumzentrierten Kristallstruktur. Mit einem Schmelzpunkt von etwa 3000 °C[6] besitzt Tantal den höchsten Schmelzpunkt aller Elemente nach Wolfram, Kohlenstoff und Rhenium. Ist im Metall nur eine geringe Menge Kohlenstoff oder Wasserstoff eingelagert, steigt der Schmelzpunkt deutlich an. Tantalcarbid besitzt mit einem Schmelzpunkt von 3880 °C[17] einen der höchsten Schmelzpunkte aller Substanzen.
Unterhalb einer Sprungtemperatur von 4,3 Kelvin wird Tantal zum Supraleiter.[16]
Während reines Tantal duktil ist und sich stark dehnen lässt (Zugfestigkeit: 240 MPa[16]), verändern schon kleine Mengen Beimengungen an Kohlenstoff oder Wasserstoff die mechanische Festigkeit deutlich. Das Material wird spröde und schwer zu verarbeiten. Man nutzt diesen Effekt zur Herstellung von Tantalpulver. Es wird in der Technik mit Wasserstoff beladen und somit versprödet, dann entsprechend zerkleinert und bei höherer Temperatur wieder vom Wasserstoff ausgeheizt bzw. befreit.
Bearbeiten Chemische Eigenschaften
Tantal ist ein unedles Metall und reagiert bei hohen Temperaturen mit den meisten Nichtmetallen, wie Sauerstoff, den Halogenen oder Kohlenstoff. Bei Raumtemperatur ist das Metall allerdings durch eine dünne Schicht aus Tantal(V)-oxid geschützt und damit passiviert. Eine Reaktion findet erst ab einer Temperatur von etwa 300 °C statt.[16]
In den meisten Säuren ist Tantal wegen der Passivierung nicht löslich, sogar Königswasser vermag das Metall nicht zu lösen. Angegriffen wird Tantal nur von Flusssäure, Oleum (einer Mischung von Schwefelsäure und Schwefeltrioxid) und Salzschmelzen.
Bearbeiten Isotope
Es sind insgesamt 30 Isotope sowie 26 Kernisomere von 155Ta bis 185Ta bekannt.[18] Natürliches Tantal besteht fast ausschließlich (zu 99,988 %) aus dem Isotop 181Ta. Daneben kommt zu 0,012 % das Kernisomer 180mTa vor. Obwohl dieses theoretisch radioaktiv sein kann, wurde bisher kein Zerfall beobachtet. Die Halbwertszeit muss daher über 1 · 1015 Jahre betragen.
Bearbeiten Verwendung
verschiedene Tantalkondensatoren
Der größte Teil des Tantals (weltweite Jahresproduktionsmenge 1.400 t) wird für sehr kleine Kondensatoren mit hoher Kapazität verwendet. 2007 wurden 60 % des Tantals für die Herstellung von Kondensatoren gebraucht.[12] Diese Tantal-Elektrolytkondensatoren werden überall in der modernen Mikroelektronik, beispielsweise für Mobiltelefone und im Automobilbau, eingesetzt. Die Wirkung beruht auf der selbst in sehr dünner Ausführung noch stabilen und sicher isolierenden Tantaloxidschicht auf der Oberfläche der aufgewickelten Tantalfolie. Je dünner die Schicht zwischen den Elektroden ist, desto höher wird die Kapazität bei gleich bleibender Folienfläche; zudem hat Tantaloxid eine extrem hohe Permittivität, die ebenfalls die Kapazität erhöht.
Da Tantal nicht giftig ist und nicht mit Körpergewebe oder -flüssigkeiten reagiert, wird elementares Tantal für medizinische Implantate und Instrumente eingesetzt. Es werden beispielsweise Knochennägel, Prothesen, Klammern und Kieferschrauben aus Tantal gefertigt. Daneben ist es ein auf Grund der hohen Kosten wenig eingesetztes Röntgenkontrastmittel.[16]
In der chemischen Industrie wird Tantal wegen seiner Beständigkeit eingesetzt. Es dient als Auskleidungsmaterial für Reaktionskessel und wird für Wärmeaustauscher und Pumpen verwendet. Für diese Zwecke wird meist kein reines Tantal, sondern Legierungen, die 2,5–10 % Wolfram enthalten, verwendet. Diese sind stabiler und widerstandsfähiger als reines Tantal. Gleichzeitig bleibt die erwünschte Duktilität erhalten. Weitere Verwendungszwecke sind Laborgeräte, Spinndüsen und die Kathoden von Elektronenröhren. Hier kommt Tantal zugute, dass es in der Lage ist bei 800 °C bis zu 740 Volumenteile Gase aufzunehmen (Getterwirkung), was ein hohes Vakuum in den Röhren gewährleistet.
Superlegierungen, die im Bau von Turbinen und Flugzeugtriebwerken eingesetzt werden, enthalten bis zu 9 % Tantal. So erhöht der Zusatz von 3–4 % Tantal zu einer Nickel-Superlegierung die Stärke des Materials bei hohen Temperaturen.[16]
Bearbeiten Sicherheitshinweise
Unter Laborbedingungen verursacht der Umgang mit Tantal und seinen Verbindungen normalerweise keine Probleme. Elementares Tantal wie auch Tantalverbindungen sind nicht toxisch. Es gibt aber vage Hinweise auf krebsauslösendes Verhalten einiger Tantalverbindungen. Von Tantalpulver und -staub geht - wie auch von anderen fein verteilten Metallen - eine hohe Feuer- und Explosionsgefahr aus.
Bearbeiten Verbindungen
Tantal(V)-oxid Ta2O5 ist ein weißes Pulver, das zur Herstellung hochlichtbrechender Gläser und spezieller Kristallmaterialien verwendet wird.
Tantalcarbid TaC dient mit seiner Schmelztemperatur von 3880 °C und einer Härte, die fast die eines Diamanten erreicht, als Schutzschicht auf hochwarmfesten Legierungen in Triebwerken und Schneidwerkzeugen.
Bearbeiten Literatur
Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1.
Norman N. Greenwood, Alan Earnshaw: Chemie der Elemente. 1. Auflage, Wiley-VCH, Weinheim 1988, ISBN 3-527-26169-9.
Klaus Andersson, Karlheinz Reichert, Rüdiger Wolf: Tantalum and Tantalum Compounds, in: Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, Wiley-VCH, 2000, doi:10.1002/14356007.a26_071
Tantal in: Roempp Chemie Lexikon, Thieme Verlag, 2007, online
Harry H. Binder: Lexikon der chemischen Elemente - das Periodensystem in Fakten, Zahlen und Daten. Hirzel, Stuttgart 1999, ISBN 3-7776-0736-3
Bearbeiten Einzelnachweise
↑ Die Werte für die Eigenschaften (Infobox) sind, wenn nicht anders angegeben, aus www.webelements.com (Tantal) entnommen.
↑ N. N. Greenwood und A. Earnshaw: Chemie der Elemente, 1. Auflage, 1988, S. 1260, ISBN 3-527-26169-9.
↑ Weast, Robert C. (ed. in chief): CRC Handbook of Chemistry and Physics. CRC (Chemical Rubber Publishing Company), Boca Raton 1990. Seiten E-129 bis E-145. ISBN 0-8493-0470-9. Werte dort sind auf g/mol bezogen und in cgs-Einheiten angegeben. Der hier angegebene Wert ist der daraus berechnete maßeinheitslose SI-Wert.
↑ Eintrag zu Tantal in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 27. März 2008 (JavaScript erforderlich) (Dies gilt nur für Pulver, kompaktes Tantal ist nicht kennzeichnungspflichtig)
↑ a b Tantal in: Roempp Chemie Lexikon, Thieme Verlag, 2007, online
↑ a b Arnold F. Holleman, Nils Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage, de Gruyter, Berlin 2007
↑ Werner von Bolton: Das Tantal, seine Darstellung und seine Eigenschaften, in: Z. f. Elektrochem., 1905, 11, S. 45–52 (Referat in: Angew. Chem., 1905, 18, S. 1451–1466, doi:10.1002/ange.19050183603)
↑ a b Ziemann: Die Tantallampe. Vortrag im Verein deutscher Chemiker, Halle (Saale), 19. März 1905, in: Angew. Chem., 1905, 18, S. 790–800, doi:10.1002/ange.19050182005
↑ Venetzkij: Erzählungen über Metalle, ISBN 3-342-00324-3.
↑ David R. Lide (ed.): CRC Handbook of Chemistry and Physics, 85. Auflage, CRC Press, Boca Raton, Florida, 2005. Section 14, Geophysics, Astronomy, and Acoustics; Abundance of Elements in the Earth's Crust and in the Sea.
↑ T. S. Ercit, M. A. Wise, R. Černý: Compositional and structural systematics of the columbite group, in: American Mineralogist, 1995, 80, S. 613–619 pdf
↑ a b Tantalproduktion 2007 herausgebracht vom United States Geological Survey
↑ Krieg in Kongo: Auf der dunklen Seite der digitalen Welt in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23. August 2010
↑ Joachim Eckert: Niobium and Niobium Compounds, in: Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, Wiley-VCH, 2000 doi:10.1002/14356007.a17_251
↑ K. Schubert: Ein Modell für die Kristallstrukturen der chemischen Elemente in: Acta Crystallographica, 1974, B30, S. 193–204.
↑ a b c d e f Klaus Andersson, Karlheinz Reichert, Rüdiger Wolf: Tantalum and Tantalum Compounds, in: Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, Wiley-VCH, 2000.
↑ Datenblatt Tantalcarbid bei AlfaAesar, abgerufen am 7. Februar 2010..
↑ G. Audi, O. Bersillon, J. Blachot, A. H. Wapstra: The NUBASE evaluation of nuclear and decay properties. In: Nuclear Physics. Bd. A 729, 2003, S. 3–128.
Bearbeiten Weblinks
Commons: Tantal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Tantal – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Mineralienatlas:Tantal (Wiki)
tanb.org Tantalum-Niobium International Study Center
Periodensystem der Elemente
H
He
Li
Be
B
C
N
O
F
Ne
Na
Mg
Al
Si
P
S
Cl
Ar
K
Ca
Sc
Ti
V
Cr
Mn
Fe
Co
Ni
Cu
Zn
Ga
Ge
As
Se
Br
Kr
Rb
Sr
Y
Zr
Nb
Mo
Tc
Ru
Rh
Pd
Ag
Cd
In
Sn
Sb
Te
I
Xe
Cs
Ba
La
Ce
Pr
Nd
Pm
Sm
Eu
Gd
Tb
Dy
Ho
Er
Tm
Yb
Lu
Hf
Ta
W
Re
Os
Ir
Pt
Au
Hg
Tl
Pb
Bi
Po
At
Rn
Fr
Ra
Ac
Th
Pa
U
Np
Pu
Am
Cm
Bk
Cf
Es
Fm
Md
No
Lr
Rf
Db
Sg
Bh
Hs
Mt
Ds
Rg
Cn
Uut
Uuq
Uup
Uuh
Uus
Uuo
Alkalimetalle
Erdalkalimetalle
Lanthanoide
Actinoide
Übergangsmetalle
Metalle
Halbmetalle
Nichtmetalle
Halogene
Edelgase
tantal - Wiktionary
tantal. tantalum (a metallic chemical element with an atomic number of 73.) This Icelandic ... Please also see tantal in the Icelandic Wiktionary. This notice will ...
Tantalum - Wikipedia, the free encyclopedia
Properties of the element, including its history, applications, and characteristics.
Tantal Argentina S.R.L.
Tantal ha dado un paso muy importante para su afianzamiento como ... Tantal cuenta con un laboratorio de análisis y control de calidad de última tecnología, que permite la ...
Kbk wz. 1988 Tantal - Wikipedia, the free encyclopedia
The karabinek wzór 1988 (Carbine Model 1988) Tantal is a 5.45mm assault rifle designed ... The Tantal was used to develop the Onyks carbine, the karabinek-granatnik wz. ...
tantal.dk - knowledge at your hands
Information on tantal/tantalum, writing in LaTeX, postscript and pdf-handling, research, photography, webcam, programming, and cashcow payment module.
Tantal
Warning: fread() [function.fread]: Length parameter must be greater than 0 in /home/tantal/public_html
Polish Tantal Overview
The Tantal or wz 88 is one of the more distinctive AK versions. ... The tantal parts kit spread out, Many of the Tantal parts are unique tot he Polish AKs. ...
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Структурное подразделение "Тантал-2" является единственным в Белоруссии производителем ... освоен серийный выпуск светильников ЖКУ 01 мощностью 70, 100, 150 Вт. ...
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