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Inhaltsverzeichnis 1 Wortbedeutung und Definition 2 Einteilung und Bildung 3 Linguistische Stellung 4 Bezeichnung durch Suffixe 5 Literatur // Bearbeiten Wortbedeutung und Definition Ethnonym kommt von griech. ἔθνος éthnos „Volk, Volksgruppe, Bevölkerung“ und ὄνομα ónoma „Name“ in der Endung -nym, Demonym von δῆμος in derselben Bedeutung. Andere Ausdrücke sind ethnischer Name, Volksname, Volksgruppenbezeichnung oder Stammesbezeichnung. Die zugrundeliegenden Begriffe Ethnos, Demos, Volk, Volkszugehörigkeit, Nation sind diffizil abzugrenzen, und entsprechend die Namensbegriffe oft in mehreren dieser Sinne in Gebrauch. Während der Ausdruck Demonym siedlungsgeographische Aspekte fokussiert, verarbeitet das Ethnonym primär bevölkerungsgeographische Aspekte. In den meisten Fällen ist das in etwa kongruent, aber es gibt zahlreiche Abweichungen, etwa bei Sarazenen, Zigeuner, Welsche und ähnlichen Begriffen komplexer Bedeutungsebenen. Auch ist die Trennung zwischen Ethno-Demonym und Glottonym (dem Namen der verwendeten Sprache) in vielen Fällen nicht unbedingt gegeben, bei manchen Namen aber bedeutend (Deutscher/Deutsch, Engländer/Englisch), selten ist sie eindeutig (Römer/Latein). Bearbeiten Einteilung und Bildung Dabei werden zwei Kategorien unterschieden: Autonyme (autos „selbst“) und Selbst- oder Eigenbezeichnung Xenonyme (xenos- „fremd“), also etwa Außen- oder Fremdbezeichnung Während Eigenbezeichnungen positiv gewertet werden – und insoferne wesentlicher Bestandteil der Identität einer Volksgruppe ist – oder allgemeinen Charakter haben, sind Fremdbezeichnungen oft abwertend (Ethnophaulismen). So leiten sich beispielsweise etliche Eigenbezeichnungen schlicht von dem jeweiligen Wort „Mensch“ ab, während Fremdbezeichnungen im Sinne von „Sprachunkundiger“ gewählt werden (polnisch nemiec „Stummer“ für Deutscher, oder unspezifisch Barbar „Stammler“ für die nichtgriechischen Völker) Ein übliches Phänomen ist die Benennung eines Volkes nach einer Untergruppe dessen, z. B. französisch allemand „Deutscher“ nach den Alemannen oder estnisch sakslane „Deutscher“ nach den Sachsen. Im Deutschen wird die adjektivische Form des Wortes, das Zugehörigkeitsadjektiv, oft durch -isch erstellt, und das Substantiv, wenn es nicht schon der Stamm ist, durch -er, -ier, oder -iener. Siehe z. B. die Etymologie des Begriffs „Deutsch“. Bearbeiten Linguistische Stellung Die Volksbezeichnungen sind eine Untergruppe der Kollektivnamen (Sozionyme). Sie können sowohl als Eigenname (Proprium) einer spezifischen Gruppierung, wie auch als Gattungsname (Appellativa) der Gruppenangehörigen verwendet werden. Daher nehmen sie eine Zwischenstellungen in diesen beiden Grundklassen der Nomina ein. Bearbeiten Bezeichnung durch Suffixe Volksbezeichnungen werden vielfach durch bestimmte auf den Volks-, Landes- oder Sprachnamen folgende Suffixkonstruktionen charakterisiert. -e -e Dänemark → Däne, Estland → Este, Irland → Ire, Lettland → Lette, Polen → Pole, Schottland → Schotte, Türkei → Türke -arde Savoyen → Savoyarde -ne Chile → Chilene -(eg)asse Madagaskar → Madegasse, Monaco → Monegasse -ese China → Chinese, Genua → Genuese, Kalabrien → Kalabrese, Libanon → Libanese, Nepal → Nepalese, Sudan → Sudanese, Taiwan → Taiwanese, Vietnam → Vietnamese -iese Portugal → Portugiese -lese Kongo → Kongolese -er -er England → Engländer, Gibraltar → Gibraltarer, Indien → Inder, Iran → Iraner, Japan → Japaner, Neuseeland → Neuseeländer, Sri Lanka → Sri Lanker, Ukraine → Ukrainer -(i)er Argentinien → Argentinier, Armenien → Armenier, Australien → Australier, Indonesien → Indonesier, Kanada → Kanadier -(a)ner Kuba → Kubaner, Korea → Koreaner, Vereinigte Staaten von Amerika → Amerikaner, Südafrika → Südafrikaner, Venezuela → Venezolaner, Haiti → Haitianer, Mexiko → Mexikaner, Peru → Peruaner -eser Malta → Malteser -iter, Moskowien → Moskowiter -i Irak → Iraki, Israel → Israeli, Pakistan → Pakistani, -(in)o Philippinen → Filipino, Lateinamerika → Latino -t -at Asien → Asiat -it Israel (Antike) → Israelit -iot Zypern → Zypriot, Bearbeiten Literatur Jürgen Beyer: Ist maarahvas (‚Landvolk‘), die alte Selbstbezeichnung der Esten, eine Lehnübersetzung? Eine Studie zur Begriffsgeschichte des Ostseeraums, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung 56 (2007), S. 566-593. Markus Wolf: Žid - Kritik einer Wortverbannung. Imagologie Israels zwischen staatspolitischem Kalkül und künstlerischer Verfremdung. Kubon und Sagner, München 2005 (= Peter Rehder (Hrsg.): Sagners Slavistische Sammlung 30), ISBN 3-87690-905-8. – Enthält eine Theorie zur Genese von Ethnonymen, und grenzt diese ab zu anderen Sozionymen, die allesamt entweder aus Politonymen, Ethnonymen und Religionymen bestehen.


Volksbezeichnung – Wikipedia

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About: Demonym

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demonīms - Wiktionary

Demonīms ne vienmēr sakrīt ar valodas nosaukumu, piemēram, demonīms amerikānis ... gentílico. Spāniski : gentilicio. Vāciski : Demonym, Volksbezeichnung ...



Babylon 9 Translation Software and Dictionary Tool

The Babylon 9 translation software offers instant full text, full Website and document ... Eine spezielle Volksbezeichnung lag nicht vor, da auch die Kimmerier und Skythen ...



Hunnen

Statt dessen wurde nach der hunnischen Reichsgründung (209 v. Chr) die Volks ... v. Chr durch Mete Khan (dem Bruder Mao-duns) schriftlich als Volksname dem ...