Regionale Unterschiede in der Beschäftigungsstruktur nach Wirtschaftssektoren am Beispiel Deutschland In Wirtschaftssektoren werden in der Wirtschaftswissenschaft Industrie und Gewerbe eingeteilt. Sie finden ihre Grundlage in der Drei-Sektoren-Hypothese der Volkswirtschaftslehre. Inhaltsverzeichnis 1 Primärsektor (Urproduktion) 2 Sekundärsektor (Industrieller Sektor) 3 Tertiärsektor (Dienstleistungssektor) 4 Quartärsektor (Informationssektor) 5 Quintärsektor 6 Aktuelle Zahlen 7 Siehe auch 8 Literatur 9 Fußnoten // Bearbeiten Primärsektor (Urproduktion) Dieser Sektor wird auch Urproduktion genannt. Die Urproduktion liefert zumeist die Rohstoffe für ein Produkt. Zu diesem Sektor gehören z. B. der Anbau und die Ernte landwirtschaftlicher Erzeugnisse, die Holzernte in der Forstwirtschaft, der Fischfang, das Erlegen von Wild bei der Jagd, das Schlachten von Vieh, die Nutzung von Wasserkraft. Die Einordnung des Bergbaus in den Primärsektor ist umstritten, obwohl auch dieser Sektor unverfeinerte Rohstoffe liefert. Es kann zwischen einer engen Definition und einer weiten Definition des Primärsektors unterschieden werden. Gemäß der engeren Definition der Branchenstruktur würden nur Land-, Forstwirtschaft und Fischerei dem Primärsektor zugeordnet. Nach weiterer Definition jedoch auch der Bergbau. In den meisten Entwicklungsländern ist der Anteil der Bevölkerung, der im primären Wirtschaftssektor arbeitet, wesentlich höher als in den Industrienationen. Es gibt grundsätzlich eine inverse Korrelation zwischen dem Anteil der Beschäftigten im Primärsektor und dem Entwicklungsstand eines Staates. Der Primärsektor stellt die Grund- bzw. Rohstoffe her, die der sekundäre Sektor weiterverarbeitet. Siehe auch: Agrargesellschaft Bearbeiten Sekundärsektor (Industrieller Sektor) Der Sekundärsektor umfasst das produzierende Gewerbe einer Volkswirtschaft, d. h. den Sektor, der für die Verarbeitung von Rohstoffen zuständig ist. Dazu zählen etwa das verarbeitende Gewerbe, die Industrie, das Handwerk, die Energiewirtschaft, die Energie- und Wasserversorgung, zumeist auch das Baugewerbe. Als Synonym wird der Begriff des industriellen Sektors verwendet. Der Bergbau wird ebenfalls teilweise dem Sekundärsektor zugeordnet. Charakteristisch für den Sektor ist die Weiterverarbeitung von Gütern aus dem Primärsektor, wodurch er materialintensiv ist. Durch den Produktionsprozess mittels Einsatz von Investitionsgütern ist er kapitalintensiv. Siehe auch: Industriegesellschaft Bearbeiten Tertiärsektor (Dienstleistungssektor) Der Tertiärsektor oder auch Dienstleistungssektor umfasst alle Dienstleistungen, die in eigenständigen Unternehmungen oder durch den Staat sowie in anderen öffentlichen Einrichtungen erbracht werden.[1] Ihm gehören unter anderem folgende Wirtschaftszweige an: Handel Verkehr, Logistik Tourismus, Hotel- und Gaststättengewerbe Nachrichtenübermittlung Kreditinstitute Versicherungen Wohnungsvermietung sonstige Unternehmen oder freie Berufe, die Dienstleistungen erbringen Organisationen ohne Erwerbscharakter Gebietskörperschaften private Haushalte öffentliche Haushalte, z. B. Staat, Gemeinden, Militär etc. Im klassischen tertiären Sektor befinden sich solche Dienstleistungen wie Reinigung, Reparatur oder Transportdienste. Charakteristisch für den Sektor ist die Produktion durch Einsatz von Arbeit, dadurch ist der Sektor personalintensiv. Aufgrund der volkswirtschaftlich bedeutenden Tätigkeit werden gewisse Zweige des Tertiärsektors oft separat aufgeführt. Dies betrifft in der Regel die Bereiche Handel, Verkehr und öffentliche Haushalte. Sinnvoll ist diese Untergliederung insbesondere für dienstleistungsintensive Standorte: Städte wie Frankfurt am Main, London oder Paris erwirtschaften um die 90 % ihrer Bruttowertschöpfung im Dienstleistungsbereich. Siehe auch: Dienstleistungsgesellschaft Bearbeiten Quartärsektor (Informationssektor) Es gibt unterschiedliche Definitionen für den quartären Sektor (auch Quartärsektor oder Informationssektor), meist wird die Wirtschaft jedoch nur in drei Sektoren eingeteilt. Jean Gottmann definierte 1961 die in diesen Sektor fallenden Tätigkeiten als Tätigkeiten aus dem Bereich des tertiären Sektors, die besonders hohe intellektuelle Ansprüche stellen und ausgeprägte Verantwortungsbereitschaft erfordern.[2][3] Hierunter fallen insbesondere: Beratung: Ingenieure, Rechtsanwälte, Wirtschaftsberater, Steuerberater, Heil- und Erziehungsberufe. IT: Informationsdienstleistungen Hochtechnologie (High Tech) wie Nanotechnologie, Biotechnologie etc. Kommunikationstechnologie Mitunter werden unter dem Begriff Quartärer Sektor auch alleine die zurzeit rasch expandierenden Informationsdienstleistungen subsumiert, also alle Branchen, die sich mit Erstellung, Verarbeitung und Verkauf von Informationen (Daten und Wissen) beschäftigen. So gehen einige Wirtschaftsforscher auch davon aus, dass sich die westlichen Dienstleistungsgesellschaften zu Informationsgesellschaften entwickeln. Eine weitere Definition sind für den quartären Sektor Dienste, die im Bereich Freizeit und Unterhaltung erbracht werden und somit trägt es dem rasch wachsenden Wirtschaftssektor besonders Rechnung. Hans Linde verstand unter dem quartären Sektor 1977 Dienstleistungen, die nicht durch marktwirtschaftliche Prinzipien gelenkt, sondern politisch reguliert werden (Staatliche Dienstleistungen).[2] Siehe auch: Informationsgesellschaft Bearbeiten Quintärsektor Gelegentlich wird dieser Begriff für die Entsorgungswirtschaft verwendet. Zu diesem Sektor gehören die Bereiche: Müllabfuhr, Schrottplätze, Kläranlagen und Recyclinganlagen. Tourismus, Freizeitgestaltung, Wellness und Gesundheit werden manchmal auch als Quintärer Sektor geführt. Beide Gruppen werden sonst aber dem Dienstleistungssektor zugerechnet. Bearbeiten Aktuelle Zahlen Ausgewählte, aktuelle Zahlen aus dem Fischer Weltalmanach 2008.[4] Anteil der Erwerbstätigen der Sektoren Land Primärsektor Sekundärsektor Tertiärsektor Deutschland 000000000000002.20000000002,2 % 25,8 % 71,9 % Österreich 000000000000000.80000000000,8 % 26,3 % 69,1 % Schweiz 000000000000001.50000000001,5 % 34,0 % 64,5 % USA 000000000000001.60000000001,6 % 21,0 % 78,0 % Japan 000000000000004.40000000004,4 % 28,0 % 66,0 % Guatemala 000000000000039.000000000039,0 % 20,0 % 38,0 % Botswana 000000000000002.00000000002,0 % 53,0 % 45,0 % Bearbeiten Siehe auch Branchenstruktur Wirtschaftszweig, NACE Berufsklassifikation Bearbeiten Literatur G. Danielli, N. Backhaus, P. Laube: Wirtschaftsgeografie und globalisierter Lebensraum. Zürich, 2002 Bearbeiten Fußnoten ↑ Danielli, 2002, S. 294 ↑ a b Heinritz Emde: Der tertiäre Sektor als Forschungsgebiet der Geographie. In: Praxis Geographie H.1, 1990, S. 6–12 ↑ Jean Gottmann: Megalopolis or the Urbanization of the Northeastern Seaboard. 1957 ↑ Der Fischer Weltalmanach 2008. Frankfurt a. M. 2007



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Kleinhningen im Baseldeutsch Glaihnige genannt ist heute ein Quartier der Stadtgemeinde Basel das seit der zweiten Hlfte des 19 Jahrhunderts stark von Industrie und Verkehrsanlagen geprgt ist Davor war Kleinhningen ein Fischerdorf und eine eigenstndige schweizerische Gemeinde ausserhalb der Tore Basels Das Dreilndereck zwischen Deutschland Frankreich und der Schweiz bildet den nordwestlichsten Punkt des Kleinbasler heutigen Quartiers Nordstlich und stlich grenzt die deutsche Gemeinde Weil am Rhein sdstlich das Quartier Hirzbrunnen sdlich die Wiese mit den Quartieren Klybeck und Rosental und westlich der Rhein mit der franzsischen Gemeinde Huningue an das Quartier Vor der Eingemeindung zu Basel erstreckte sich das Dorf Kleinhningen im Sden weit ber die Wiese hinaus bis zum Wiesenplatz Der Name leitet sich vom gegenberliegenden franzsischen Huningue Hningen ab Die Namensendung ingen deutet auf einen alamannischen Ortsnamen hin Die alamannische Bezeichnung lautete Huningen also Gehft der Sippe des Huno Geschichte Bearbeiten Das Dorf Kleinhningen wurde von Basel 1640 dem Markgrafen von Baden abgekauft und wurde etappenweise zwischen 1892 und 1907 in die Stadt Basel eingemeindet Bevlkerung Bearbeiten Die Bevlkerung ist geprgt durch ihre vielfltige Herkunft Neben 54 8 Einwohnern mit Schweizer Brgerrecht hat Kleinhningen einen Anteil auslndischer Staatsangehriger von 45 2 2005 Von den Schweizern sind 11 bis 12 2000 eingebrgert worden 2 47 5 der Einwohner sind stimmberechtigte Schweizer ber 18 Jahre 3 Wirtschaft Bearbeiten Kleinhningen ist ein eigentliches Industriequartier es hat mehr Arbeitspltze als Einwohner und es gibt mehr Industrie und Verkehrsflchen als Flchen fr Wohnungen 4 Rumlich dominiert der Hafen mit den beiden Hafenbecken den dazugehrenden Geleiseanlagen und Containerterminals Bei den ca 3800 Beschftigten in 158 Betrieben dominiert jedoch das Gewerbe und die verarbeitende Industrie Wirtschaftssektor II mit ei
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dict.cc | tertiary | English Dictionary

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