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Zeitungsstapel
Das Wort Zeitung war ursprünglich der Begriff für eine beliebige Nachricht; die Bedeutung hat sich jedoch im Laufe des 18. Jahrhunderts geändert. Heute versteht man darunter ein periodisch erscheinendes Druckerzeugnis mit aktuellem und universellem Inhalt.
Inhaltsverzeichnis
1 Definitionen
2 Geschichte
3 Inhalte
4 Nutzungsforschung
5 Der Zeitungsmarkt weltweit
6 Zeitungssterben und Vorschläge dagegen
7 Siehe auch
8 Einzelnachweise
9 Literatur
10 Weblinks
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Bearbeiten Definitionen
In allgemeinster Definition ist eine Zeitung ein Druckwerk von mäßigem Seitenumfang, das in kurzen periodischen Zeitspannen, mindestens einmal wöchentlich, öffentlich erscheint. Für den Gattungsbegriff Zeitung ist es unerheblich, ob der Leser dafür bezahlen muss oder ob er das Produkt unentgeltlich erhält. Deshalb umfasst die Gattung Zeitung auch Gratiszeitungen oder kostenlos verteilte Anzeigenblätter. Vier Kriterien sollten gegeben sein, wenn man von einer Zeitung spricht: Aktualität (zeitnahe Berichterstattung), Periodizität (regelmäßiges Erscheinen), Publizität (öffentlich für alle Leser zugänglich) und Universalität (inhaltliche Vielfalt).
Die Zeitung ist, anders als die Zeitschrift, ein der Aktualität verpflichtetes Presseorgan und gliedert sich meist in mehrere inhaltliche Rubriken wie Politik, Lokales, Wirtschaft, Sport, Feuilleton und Immobilien, die von eigenständigen Ressorts erstellt werden. Ein Ressort bearbeitet immer ein bestimmtes Themengebiet, eine bestimmte Rubrik, für das es eigenverantwortlich und unabhängig von den anderen Ressorts ist – wobei hier die Grenzen zunehmend zugunsten des Konzepts einer integrierten Redaktion aufgabenspezifisch und kompetenzübergreifend eingeebnet werden (Newsdesk). Oftmals werden innerhalb eines Ressorts die einzelnen Themengebiete unter den Redakteuren aufgeteilt, je nach deren Qualifikation und Wissen. Die einzelnen Segmente einer Zeitung heißen Bücher (schweiz. Bünde).
Die Redaktion ist die journalistische Abteilung in einem Zeitungs- oder Zeitschriftenverlag. In einer oder für eine Redaktion schreiben Redakteure, Pauschalisten, freie Journalisten und Volontäre, von Fall zu Fall auch externe Experten.
Bearbeiten Geschichte
→ Hauptartikel: Geschichte der Zeitung
Die Geschichte der Zeitung als regelmäßig erscheinendes Medium ist eng mit der Frühen Neuzeit verwoben. Das erste gedruckte Nachrichtenblatt, das die Bezeichnung einer Zeitung im modernen Sinn verdient, wurde von Johann Carolus gegründet und erschien ab dem Herbst des Jahres 1605 einmal wöchentlich in Straßburg im Elsass.
Die erste Tageszeitung der Welt kam 1650 in Leipzig heraus. Der Drucker Timotheus Ritzsch veröffentlichte im Juli 1650 erstmals die Einkommenden Zeitungen. Diese erschienen an sechs Tagen in der Woche. Ihren Höhepunkt erlebte die Zeitung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Bearbeiten Inhalte
Die Inhalte werden mit journalistischen Stilmitteln präsentiert. Zeitungen bestehen aus dem so genannten redaktionellen Teil, der durch die Redaktion verantwortet wird, und dem Anzeigenteil.
Anzeigen werden in ihrem Inhalt von demjenigen verantwortet, der die Anzeige „schaltet“, d. h. bei der Anzeigenredaktion aufliefert und für ihr Erscheinen bezahlt. Der Verlag kann Anzeigen auch ablehnen, es besteht Vertragsfreiheit. Ist die Anzeige gedruckt, ist der Verlag für den Inhalt der Anzeige verantwortlich; deshalb ist eine vorherige Prüfung notwendig. Die Anzeigenpreise richten sich vor allem nach der Auflagenhöhe der jeweiligen Zeitung und der Größe der entsprechenden Anzeige.
Bearbeiten Nutzungsforschung
Es existieren verschiedene Werkzeuge, um Leserverhalten, -zufriedenheit und -wünsche zu ergründen. Klassische Feedbackinstrumente sind Leserbriefseiten und Lesertelefone. Sie werden jedoch nur von manchen Lesertypen genutzt. Auch die jeweils verkaufte Auflage kann zur Nutzerforschung ausgewertet werden. Umfangreichere Instrumente sind Copytests, verbunden beispielsweise mit Befragung oder technischen Hilfsmitteln wie Blickverlaufsaufzeichnung und Readerscan.
Bearbeiten Der Zeitungsmarkt weltweit
Um die Jahrtausendwende überstieg die Zahl der Internetnutzer weltweit die Zahl der Zeitungskäufer (2005: 439 Mio. lt. Angaben der World Association of Newspapers)
Nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) war der deutsche Tageszeitungsmarkt mit einer Auflage von 21,67 Millionen Exemplaren im ersten Quartal 2005 der größte Markt in Westeuropa. Demnach wurden in diesem Zeitraum pro Erscheinungstag 27,376 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen verkauft; davon seien rund 18 Millionen Exemplare (65 Prozent) im Abonnement vertrieben worden.[1]
Nach der Studie World Press Trends 2007 der World Association of Newspapers (WAN) über den weltweiten Zeitungsmarkt (232 Länder) kauften 515 Millionen Menschen Tageszeitungen. Dabei war der chinesische Zeitungsmarkt der größte (98,7 Mio. Exemplare), gefolgt von Indien (88,9 Mio. Exemplare), Japan (69,1 Mio. Exemplare), USA (52,3 Mio. Exemplare) und Deutschland (22,1 Mio. Exemplare). Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg von 2,3 Prozent und zu 2002 um 9,48%. In China betrug der Anstieg zum Vorjahr bzw. 2002 +2,22% bzw. +15,53%, in Indien +12,93% bzw. +53,63%, in Japan -0,83% bzw. -2,42%, in den USA -1,9% bzw. -5,18% und in Deutschland -2,1% bzw. -9,35%. Hinzu kommen 40,7 Millionen Exemplare an kostenlosen Tageszeitungen bei einem Anstieg von 55% zum Vorjahr und 241% zu 2002. Mehr als die Hälfte davon erscheint in Europa. Die Anzeigeneinnahmen von Zeitungen allgemein stiegen um 3,77% zum Vorjahr und 15,77% zu 2002. Nach Timothy Balding, Geschäftsführer der WAN, wächst die Leserschaft sowohl im Print- als auch im Online-Bereich, die Reichweite könne durch die Nutzung verschiedener Vertriebskanäle gesteigert werden und der Wirtschaftszweig sei nicht im Abschwung.[2]
Die Langzeitstudie Mediennutzung von ARD/ZDF ergab im Frühjahr 2005,[3] dass im Vorjahr bei einer Gesamtnutzung tagesaktueller Medien von 600 Minuten pro Tag die Tageszeitungen mit 28 Min. gegenüber dem Internet (44 Minuten) schon beträchtlich ins Hintertreffen geraten waren (2000: 30 zu lediglich 13 Min. Internet); nach Angaben des Lobby-Verbandes BDZV hatten sie zum Zeitpunkt der Erhebungen dennoch nach wie vor einen geradezu uneinholbar scheinenden Glaubwürdigkeitsvorsprung nicht nur vor Webpublikationen. Die Glaubwürdigkeit der Mediengattungen wurde demnach wie folgt eingeschätzt:[4]
Tageszeitungen: 41 Prozent
öffentlich-rechtliches Fernsehen: 31 Prozent
öffentlich-rechtlicher Hörfunk: 11 Prozent
privates Fernsehen: 7 Prozent
privater Hörfunk: 2 Prozent
Internet-Online-Dienste: 1 Prozent
Bearbeiten Zeitungssterben und Vorschläge dagegen
Zum internationalen sogenannten Zeitungssterben im Zusammenhang mit dem Internet und der Anzeigenkrise liegen etwa aus den USA folgende Zahlen vor: von 2006 bis 2008 gingen die Umsätze der Verlage um 23 Prozent zurück, die Zahl fest angestellter Journalisten um zehn Prozent. Erstmals recherchierten die Bürger mehr im Internet. Es wird diskutiert, ob und wenn ja wie dem entgegengewirkt werden soll. Eine Forderung ist ein „Zeitungswiederbelebungsgesetz“, nach dem Verlage wie Bildungsträger im Status von Non-Profit-Organisationen behandelt werden sollen. Weiterhin diskutiert werden Modelle wie Stiftungen, Spendenfinanzierung, ein öffentlich-rechtlicher Status, der gebührenfinanzierten Journalismus ermöglichen soll, Genossenschaftsanteile ähnlich wie bei der taz oder eine erweiterte Kulturflatrate.[5][6]
Bearbeiten Siehe auch
Liste von Zeitungen
Zeitungsformate, Zeitungsdruck, Zeitungsbuch, Printmedium
Zeitungsmuseum, Zeitungsantiquariat, Institut für Zeitungsforschung
European Newspaper Award
Bearbeiten Einzelnachweise
↑ BDVZ: Deutscher Zeitungsmarkt ist der größte in Westeuropa. In: finanzen.net. 18. Mai 2005, abgerufen am 23. Oktober 2008.
↑ Trends in der Weltpresse: Zeitungsauflagen und Anzeigeneinnahmen weltweit im Aufschwung. World Association of Newspapers, 2006, abgerufen am 10. April 2010.
↑ Christa-Maria Ridder und Bernhard Engel: Massenkommunikation 2005: Images und Funktionen der Massenmedien im Vergleich. In: Media Perspektiven. Nr. 9, 2005 (Ergebnisse der 9. Welle der ARD/ZDF-Langzeitstudie zur Mediennutzung und -bewertung, PDF, 646 KB, abgerufen am 23. Oktober 2008).
↑ Karl-Rudolf Korte; Universität Duisburg-Essen, Institut für Politikwissenschaft, Forschungsgruppe Regieren (Hrsg.): Medien im Alltag. 3. Juli 2006, 3 (Diverse Schaubilder und Statistiken, PDF, 1,35 MB, abgerufen am 23. Oktober 2008).
↑ Vorschläge gegen Zeitungssterben: journalist 6/2009, S.53ff., 1/2010
↑ dazu: Heribert Prantl, bei netzwerkrecherche.de, ProPublica Stiftung USA, MMD-Studie 2009 „Begrenzter Journalismus: Was beeinflusst die Entfaltung eines Qualitätsjournalismus“, bei mediendisput.de
Bearbeiten Literatur
Christoph Bauer: Tageszeitungen im Kontext des Internets. 1. Auflage. Deutscher Universitätsverlag, Oktober 2005, ISBN 3-835-00130-2.
Stefan Hartwig: Deutschsprachige Medien im Ausland. Fremdsprachige Medien in Deutschland. 2003, ISBN 3-8258-5419-1.
Jürgen Heinrich: Mediensystem, Zeitung, Zeitschrift, Anzeigenblatt. In: Medienökonomie. Band 1, 2001, ISBN 3-531-32636-8.
Michael Meissner: Zeitungsgestaltung. Typografie, Satz und Druck, Layout und Umbruch. 3. Auflage. Paperback, Berlin 2007, ISBN 3-430-20032-6.
Volker Schulze: Die Zeitung. Ein medienkundlicher Leitfaden. 3. Auflage. Hahner Verlagsgesellschaft, ISBN 3-892-94311-7.
Bearbeiten Weblinks
newspaperindex.com: Zeitungen aus allen Ländern
Wiktionary: Zeitung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikisource: Zeitung – Quellen und Volltexte
Wikiquote: Zeitung – Zitate
Literatur über Zeitung in Bibliothekskatalogen: DNB, GBV, SWB
Links zum Thema Zeitung im Open Directory Project
Normdaten: SWD in der DNB: 4067510-5
No one injured in access road rollover Wednesday
No one was injured in a rollover wreck Wednesday that diverted traffic for about 45 minutes at the corner of the I-35 access road and Seguin Avenue in New Braunfels.
dict.cc | Zeitung | English Dictionary
English Translation for Zeitung - dict.cc German-English Dictionary
Police go house-to-house searching for clues
NEW BRAUNFELS - In the quiet blue-collar neighborhood of double-wides along Savannah Hill, residents seemed subdued Monday afternoon as New Braunfels Police Department officers went house to house, hoping for any clue in the race to find missing Joshua Jayvaughn Davis Jr.
Herald-Zeitung Online: World
News around the world, on your computer ... Contact us. Herald-Zeitung. Address: 707 Landa Street. New Braunfels, TX 78130. Phone number: 830-625-9144. Click for contact info ...
Local trio met at Packer Alumni game last year
NEW BRAUNFELS — Mark Lombardi, a die-hard Green Bay Packer fan living in New Braunfels, and his fellow Packer fans — Greg Gunderson and Craig Rickaway — have only known each other for a few months, but nothing is more bonding than that of a Cheesehead.
FAZ and Frankfurter Zeitung
Overview This page considers the Frankfurter Allgemeine Zeitung (aka FAZ) and its precedecessor the Frankfurter Zeitung, publications broadly equivalent to the New ...
Road crews prepared for slippery streets
NEW BRAUNFELS — Forecasters at New Braunfels Municipal Airport say there’s a good chance the city will wake up this morning to a thin blanket of snow.
Frankfurter Allgemeine Zeitung: Information from Answers.com
Frankfurter Allgemeine Zeitung Daily newspaper published in Frankfurt am Main, one of the most prestigious and influential in Germany
‘I’ve never seen snow before’
NEW BRAUNFELS - The rare blanket of snow that New Braunfels woke up to Friday morning was, well ...
Herald-Zeitung
Serving New Braunfels and Comal County since 1852 ... Contact us. Herald-Zeitung. Address: 707 Landa Street. New Braunfels, TX 78130. Phone number: 830-625-9144. Click ...
Comal road crews were ready to battle icy conditions
NEW BRAUNFELS — Newly armed with chains on their truck tires and a double-whammy mixture of traction-providing “chat” and a salty de-icing compound, Comal County road crews battled ice-layered roads countywide Thursday night and Friday morning.
Zeitung - Wolfgang Ambross songs lyrics song lyric
The song Zeitung by Wolfgang Ambross .. Glaub ned glaub ned Glaub ned was in der Zeitung steht Die Zeitung liest man jeden Tag Die Zeitung lü ...
Wikileaks: Frankreich und die Wirtschaftsspionage
(6.1.2011) Wer bei Wirtschaftsspionage in der EU an China oder Russland denkt, liegt zwar nicht falsch, würde aber wohl nie erraten, dass Frankreich diesbezüglich noch viel aktiver ist.
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Company Perspectives: Editorial Peak Performance. Frankfurter Allgemeine Zeitung has time and time again been regarded as one of the world's best
Gun vote “was about national identity”
Opponents of a motion to tighten Switzerland’s gun laws succeeded by framing the debate as a loss of freedom, security, values and tradition, say Swiss newspapers.
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The Kronen Zeitung, commonly known as the Krone, is Austria's largest newspaper. ... The Kronen Zeitung has often been accused of abusing its near ...
Rep. Doug Miller in ICU at Christus in New Braunfels
NEW BRAUNFELS — State Rep. Doug Miller is still hard at work on the state's business - except he's doing it from a hospital bed at Christus Santa Rosa - New Braunfels.
Innendurchmesser hergestellt Die Enden der Rohre habe ich mit kurzen Stcken Radio Antennrhrchen gegen Aufplatzen gesichert Das ist ganz wichtig Hier kann man das in etwa erkennen http www rc luftbilder de modelle ufo zeitungsbild jpg Die Halterungen Stange Ring sind auch aus CFK Rohr gemacht Die Querlcher drfen aber nicht gebohrt werden sondern ich habe sie mit
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Germany's Steinbrueck doesn't want ECB job
(AP:BERLIN) Germany's former finance minister, Peer Steinbrueck, is rejecting suggestions from his party that he could run for the presidency of the European Central Bank.
















